Es ist sehr interessant die vielen verschiedenen Beiträge zu lesen (und damit die verschiedenen Interpretationen meines Beitrages).
@ikarus
Mit einigen Dingen hast du absolut recht, mit anderen wiederum überhaupt nicht. Ich gönne dir deine Meinung, aber ist es wirklich notwendig gleich so scharfe Kritik an mir zu üben, ohne mich persönlich zu kennen? Dass ich neidisch auf einige meiner Mitmenschen war (und manchmal noch bin) ist vollkommen richtig, das habe ich auch von selbst erkannt. Missgunst erkenne ich in meinem Beitrag auch. Ja und Mitleid? Das habe ich nicht erwartet und erwarte ich auch nie. Ich gebe aber offen zu, dass ich zu dem Zeitpunkt tatsächlich mich einfach nur auskotzen wollte.
Letztendlich haben mich jedoch eben die besonders kritischen Beiträge etwas weitergebracht. Es tut zwar gut zu lesen ,dass es andere Menschen gibt mit den selben Problemen und den selben Ansichten. Aber mich bringt Kritik nunmal weiter. Letztendlich hast du aber vieles von mir sehr negativ interpretiert (ich zwinge mich bestimmt niemandem auf und ich bin auch nicht nervig). Mein Fehler unter den Arbeitskollegen war es beispielsweise dort auch Freundschaften zu suchen, während viele daran einfach nicht interessiert sind.
Ich möchte hier aber auch nicht alle Einzelheiten zerpflücken. Es ist wirklich interessant eure Beiträge zu lesen und ich lerne dadurch viele verschiedene Sichtweisen. Dass einige mich bspw. aufgrund meiner Beiträge als "hochnäsig" o.Ä. ansehen, kann ich inzwischen auch verstehen, auch wenn es nicht stimmt.
@Primula: Die Leute verändern wollen tat ich wirklich nicht

Da sprach einfach der Frust aus mir heraus und für sowas müsste ich mich entschuldigen. Wegen eben solchen von dir zitierten Sätzen kann ich absolut nachvollziehen, dass ich auf viele sehr hochnäsig und arrogant wirke. Man muss echt aufpassen, was man im Frust so alles sagt und vor allem schreibt.

@untere_zehntausend
Du hast meine Hauptquelle für den damaligen Frust absolut genau beschrieben und zwar mit diesem Absatz:
"Viele Menschen sind heute auch recht konservativ-bieder unterwegs. Schon zum Studium zieht man mit Freund/Freundin in die gleiche Stadt, an die gleiche Hochschule, später geht es dann gemeinsam weiter. Oder man bleibt gleich in der angestammten Heimat, der Freundeskreis ändert sich quasi nie und man hat auch kein großes Interesse an neuen Bekanntschaften, Freunden etc. Gerade die eheähnlichen Partnerschaften schon in jungen Jahren fallen mir vermehrt seit einigen Jahren auf. Irgendwie kommt es mir generell so vor, als ob die offenen, neugierigen Menschen immer weniger werden. Damit ist es für Einsame wie uns sicher nicht einfacher, neue Menschen kennen zu lernen. "
Ich habe die selbe Beobachtung gemacht. Ich weiß, dass "herumkommen" nunmal dazu führt, dass man viele Menschen kennenlernt, die einen auch mögen. So entstehen weitere Freundschaften, Beziehungen und Partnerschaften. Allerdings sind meine Freundeskreise genau so, wie du es beschrieben hast:komplett festgefahren. Es fehlt einfach die "Dynamik".
Letztendlich habe ich mich seit dem Beitrag sehr verändert, nicht zuletzt durch dieses Forum hier. Ich habe wieder gelernt etwas mehr "inneren Frieden" zu finden und die Dinge zu schätzen und zu lieben, die ich bereits habe (und damit auch die Menschen um mich herum) und mich nicht mehr mit anderen zu vergleichen. Für mich ist dieses Kapitel abgeschlossen, da sich meine Weltsicht deutlich verändert hat (wobei die äußeren Umstände sich eher wenig verändert haben). Danke an alle bisherigen Beiträge.