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Hallo,

ich bin mein lebenlang allein und mit jedem jahr spuehre ich wie dir kraft allein durch den willen gemacht schwindet. Ich befinde mich kurz vor dem aufgeben, auch wenn ich das nicht will spuehre ich das auch koerperlich immer mehr.
Mir sind trotz therapien kontakte zu menschen obwohl ich fuehrungskraft bin paradoxerweise nicht gelungen. Ich bin 34 und so unglaublich erschoepft vom durchhalten. Ich habe im moment keine ahnung mehr auf was ich hoffnung bauen soll. Letztlich weiss ich nichteinmal wie das ist mit jmd. nicht ueber fachliche belange zu sprechen.

30.04.2010 18:54 • 04.03.2019 #1


14 Antworten ↓


Also um als erstes eine Antwort auf deine Frage im Titel zu geben: Wann darf man aufgeben? Niemals. Man muss immer weiter durchhalten. Die Hoffnung, die du dabei haben kannst, ist dass morgen schon alles vollkommen anders sein kann. Nichts ist beständig, nur der ewige Wandel. Alles kann sich zum Schlechten wenden, aber eben auch zum Besseren. Nur dass man es vorher nicht weiß...

Ich habe mir oft dieses Bild vorgenommen von jemandem, der auf einen Berg steigt. Du kannst dir vorstellen, dass das dein Lebensweg ist. Solange du nicht oben angekommen bist, hast du keine Ahnung, in welche Richtung du überhaupt gehen musst, um nach oben zu kommen. Der Weg führt serpentinenartig um den Berg herum und manchmal hast du den Eindruck, es geht eigentlich nur immer abwärts. Und doch, wenn du oben angekommen bist, siehst du wie alles aus dieser Perspektive ganz klar ist, du hast den Durchblick von oben.

Wenn du gerade an einem Moment bist, wo du nicht weißt, wie du weiter durchhalten sollst, such dir etwas, was dir helfen könnte. Z.B. Yoga oder der Kontakt zu Tieren (Pferde sind dafür wunderbar, vllt gibt es in deiner Gegend irgendwo eine Koppel?) oder einfach ein Spaziergang in der Natur....

Und wenn du nicht weißt, wie es ist, mit jemandem über was anderes als berufliche Dinge zu sprechen, dann red mit mir oder mit den anderen hier!

30.04.2010 19:07 • #2



Wann darf man aufgeben?

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Aufgeben gibt es nicht...auch wenn Du erschöpft bist , auch wenn Du denkst alles ist aussichstlos (und das dachte ich oft in meinem Leben) irgendwo am Ende des Tunells zeigt sich plötzlich ein Licht und das wo Du es eigentlich nichts erwartest...

Auch wenn das Leben manchmal durch den Thal führt, kommt man ganz unerwartet wieder raus...die Hoffnung ist das Einzige im Leben was sicher ist...Hoffnung ist der Sinn von Allem...so lange man sich die bewart , wird es immer weiter gehen ....

Es tröstet Dich vielleicht im Moment nicht wirklich, aber wenn Du aus dem Thal raus bist und zurück blickst wirst Du erkennen, alles hatte einen Sinn...und die Hoffnung hat Dich das aushalten lassen was dir unmöglich erschien...

LG

30.04.2010 19:41 • #3


Hallo erstmal !
Zitat:
Mir sind trotz therapien kontakte zu menschen obwohl ich fuehrungskraft bin paradoxerweise nicht gelungen

Wenn Du führen willst, kannst Du ja nix spontan zulassen oder?

30.04.2010 19:44 • #4


Zitat von pax:
Hallo erstmal !
Zitat:
Mir sind trotz therapien kontakte zu menschen obwohl ich fuehrungskraft bin paradoxerweise nicht gelungen

Wenn Du führen willst, kannst Du ja nix spontan zulassen oder?


ich möchte mal aus einem seminar berichten: eine vielschichtige gruppe. ein junger mann, super-gestylt und "ge-dresst" - sich gewählt ausdrückend - er wurde von allen ignoriert mit dem vorurteil: "der ist affig". Am ende des seminars, es war entspannt kam es zu allgemeiner rum-plapperei - und plötzlich - war der junge mann äusserst sympathisch, sehr zur überraschung von allen. er beklagte sich darüber, dass er immer und von allen abgelehnt werden würde, er könne das nicht verstehen.
vielleicht ist es bei dir ähnlich - soll nur eine gedankenrichtung sein - lg

05.05.2010 06:55 • #5


Wann darf man aufgeben?
Man muss sogar aufgeben um die Situation ändern zu können.

Zitat von Angsthasse:
die Hoffnung ist das Einzige im Leben was sicher ist...Hoffnung ist der Sinn von Allem

Eine nette, sentimentale Augenwischerei und von der Logik her ein völliger Unsinn.
Die Klammerei an Hoffnungen heißt in einer projektiven Welt zu leben und den gegenwärtigen Augenblick, der als einziger einen Handlungspielraum und die Chance etwas zu verändern bietet, zu verfehlen. Egal wie Sch. der Moment ist, Akzeptanz ist die Lösung. Diese Haltung beeinflusst (positiv) alles Kommende nicht auf der Wunsch-, sondern auf der Handlungsebene. Hier steht das höchstwahrscheinliche Scheitern gegen das bewußte Weiterkommen.

Zitat von Augenblick:
.... er beklagte sich darüber, dass er immer und von allen abgelehnt werden würde, er könne das nicht verstehen.
- immerhin ein ehrliches Wort, das Barrieren brechen kann. Authentisch (Ehrlich) und Nicht-Authentisch ist eine Differenzierung, die einem im Gegensatz zu Gut (Günstig) und Schlecht viel Aufregung erspart.

Ich hoffe damit behilflich gewesen sein zu können. Gruß.

05.05.2010 10:07 • #6


Zitat von vent:
Wann darf man aufgeben?
Man muss sogar aufgeben um die Situation ändern zu können.

Zitat von Angsthasse:
die Hoffnung ist das Einzige im Leben was sicher ist...Hoffnung ist der Sinn von Allem

Eine nette, sentimentale Augenwischerei und von der Logik her ein völliger Unsinn.
Die Klammerei an Hoffnungen heißt in einer projektiven Welt zu leben und den gegenwärtigen Augenblick, der als einziger einen Handlungspielraum und die Chance etwas zu verändern bietet, zu verfehlen. Egal wie Sch. der Moment ist, Akzeptanz ist die Lösung. Diese Haltung beeinflusst (positiv) alles Kommende nicht auf der Wunsch-, sondern auf der Handlungsebene. Hier steht das höchstwahrscheinliche Scheitern gegen das bewußte Weiterkommen.


Jup das sehe ich ähnlich.
Ich würde den Umstand des alleinseins auch erstmal versuchen zu akzeptieren, da danach das Leben viel leichter wird. Da man nicht mehr so verkrampft ist und gegen nichts mehr Kämpfen muss. Nach der akzeptanz des Umstandes des alleinseins kann man dann langsam auf andere Menschen zu gehen ohne irgendetwas von ihnen oder der Unterhaltung zu erwarten, wodurch die Chancen auf einen positiven ausgangn für einen selbst, weitaus höher stehen, als wenn man etwas unbedingt erzwingn möchte. Jedenfalls ist dies meine Erfahrung.

Auch wenn dies mit diesem Punkt nichts zu tun hat, errinert es mich daran:
Das der Coolste in der Gruppe nicht der ist, der von allen Anerkennung wünscht und alles versucht um die anderen zu beeindrucken, sondern der Coolste ist der, dem es egal ist ob die anderen ihn leiden können oder nicht.

05.05.2010 12:21 • #7


Zitat von vent:
Eine nette, sentimentale Augenwischerei und von der Logik her ein völliger Unsinn.


Aus deine Sicht ganz bestimmt, aus meine ist es meine Erfahrung und ich glaube nicht, dass ich dir das Recht dazu gegeben habe über meine Erfahrungen zu urteilen...
Zitat von vent:
Die Klammerei an Hoffnungen heißt in einer projektiven Welt zu leben und den gegenwärtigen Augenblick, der als einziger einen Handlungspielraum und die Chance etwas zu verändern bietet, zu verfehlen. Egal wie Sch. der Moment ist, Akzeptanz ist die Lösung. Diese Haltung beeinflusst (positiv) alles Kommende nicht auf der Wunsch-, sondern auf der Handlungsebene. Hier steht das höchstwahrscheinliche Scheitern gegen das bewußte Weiterkommen.


Und genau hier unterscheiden sich unsere Sichtweisen...ich sprach nicht von der Hoffnung dass alles so wird wie man sich das wünschen würde, sonder von der tatsächlichen Hoffnung, dass egal wie Sch... die Lage ist , alles seinen Sinn hat ...nur wenn man es erkennt kann man aus allen Lagen des Lebens was lernen...HAT ABER MIT DER VON DIR GEMEINTEN LOGIK NICHTS ZU TUN...

Zitat von vent:

Ich hoffe damit behilflich gewesen sein zu können. Gruß.


Deine Absicht zählt und die respektiere ich...aber solange Du vieles nicht selbst umsetzten kannst, kannst Du zumindest mir nicht behilflich sein...aber danke. Gruß

05.05.2010 20:51 • #8


Noch ein letzter Satz von mir:

Ohne Hoffnung gibt es keinen Fortschritt, ohne Hoffnung gibt es keinen Halt....wenn früher Menschen keine Hoffnung hätten wären wir heute nicht da wo wir sind....ohne Hoffnung das alles Sinn macht würden wir keine Kinder in die Welt setzten ...usw.

Aber den Rest erspare ich mir...

Ich bin glücklich Hoffnung zu haben und das wird bis zu letzten Tag auch so bleiben...

05.05.2010 21:20 • #9


Zitat von Angsthasse:
....ohne Hoffnung das alles Sinn macht würden wir keine Kinder in die Welt setzten ...usw.

Du scheinst ein Experte für Sinn-Fragen zu sein. Welchen Sinn meinst du damit? Gerade erst hast du geschrieben:

Zitat:
Hoffnung ist der Sinn von Allem

05.05.2010 21:41 • #10


Wirst Du sowie so nicht verstehen...es ist mir die Mühe nicht wert...sorry

05.05.2010 21:46 • #11


Außerdem muss jede von uns für sich selbst die Antwort herausfinden und wenn es dir gelingt, dann wird deine Angst und alles was dazu gehört Vergangenheit sein( die auch ihren Sinn hatte)

05.05.2010 21:52 • #12


Zunächst einmal fehlt mir hier muninn.
Der Threaderöffner hat sich nun überhaupt nicht mehr zu Wort gemeldet.
Zitat:
ohne Hoffnung das alles Sinn macht würden wir keine Kinder in die Welt setzten ...usw..

Wissen wir hier, ob es überhaupt um Kinder geht?
Nein, ich denke muninn hat ein anderes Problem oder?
Den Druck, der zum Beispiel auf einer Führungsperson lastet,
diese Verantwortung,
dieses sich nicht fallen lassen können,
dieses nicht schwach sein dürfen
dieses sich nicht mehr spüren können
diese nicht mehr an sich selbst denken können/dürfen
all dies lässt einen zweifeln, verzweifeln
Nun müsste die Diskussion andere Richtungen einschlagen dürfen/müssen.
muninn was wünschtest Du Dir für Deine Zukunft, ausser vermutlich im Beruf weniger Stress?
Liebe Grüße

05.05.2010 22:59 • #13


das mit den Kindern war nur ein Beispiel und wenn Du mein Post richtig gelesen und nicht nur überfolgen hättest würdest Du es auch wissen...)))

Aber wie schon geschrieben mir ist es echt zu mühsam es noch mal zu erklären und wie gesagt jeder muss für sich die Antwort finden...nicht war PAX

06.05.2010 17:15 • #14


Wann darf man aufgeben ?

Antwort....Nie !

04.03.2019 14:11 • #15



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