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Bedarf dringend Antwort. Danke..

Hallo,

ich werde mich kurz fassen. Ich bin zur Zeit, aufgrund gewisser Umstände und Gründe, in einem Zustand, der sich für mich wie innerliches aufgegeben anfühlt. Ich spiele regelrecht dass ich glücklich und zufrieden mit allem bin und nichts dieses trüben könnte. Ich neige ebenfalls dazu, negatives einfach als "So ist es halt. Ist nicht schlimm." abzuwerten bzw. negativ positiv aufzuwerten. Wenn ihr versteht was ich meine. Ich hab Angst, dass dieser Zustand für mich lebensgefährlich ist, wenn ich die glückliche mime. Ich weiß nur einfach keinen Ausweg, da ich mit dem Gegenteil, also dass mir so viel schlechtes in kurzen unnormalen Abständen passiert, bei keinem auf verständnisvolle Ohren treffe. Niemand scheint mich zu verstehen/ verstehen zu wollen, weil alle glauben ich denke nur pessimistisch und negativ. Obwohl die Fakten klar sind, dass immer etwas schief geht, wenn es mit mir in Verbindung steht und worauf ich mich freue. Darum hab ich mein innerstes für die umgekrempelt und zeig ihnen, dass ich akzeptieren und Dinge hinnehmen kann und muss. Ich hab einfach Angst, dass mein Körper, meine Psyche daran kaputt geht und ich sterbe..

16.04.2016 20:06 • 22.05.2016 #1


11 Antworten ↓


Perle
Hallo Panikkätzchen,

naja, eine Fassade kann man nur für einige Zeit aufrecht erhalten. Es wird immer schwieriger und anstrengender nach außen eine Rolle zu spielen. Das ist ständiges Handeln gegen die innere Welt und irgendwann bricht dieses "künstliche Werk" in sich zusammen, da instabil.

Bei mir zumindest war das so und danach kam erst einmal eines tiefes Tal, das durchschritten werden musste. Das war sehr anstrengend aber letztlich durch therapeutische Hilfe und arbeiten an mir selbst auch sehr heilsam, da ich heutzutage besser mit mir in Einklang bin, keine Rolle mehr spiele und authentisch bin. Da ist eine absolute Erleichterung und ich kann das nur jedem anderen Menschen anraten.

Warum denkst Du so hart von Dir? Warum meinst Du, alles, was mit Dir in Zusammenhang steht, würde schief gehen?

LG, Martina

16.04.2016 20:15 • #2



Innerliches sich selbst aufgeben

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Weil es auch wirklich so ist. Ich würde nicht negativ denken, wenn mir auf längere Sicht mal etwas glücken würde. Beispiel: Ich wollte heute mit nem Kumpel ins Kino, er meldet sich einfach net. Dann hätte mein Freund heute bis ca. 23:30 nen Auftritt gehabt, danach wären er und ich noch schön in ne Bar zum tanzen etc. Jetzt isses so, dass sie doch bis 0 Uhr spielen. Oder ein anderes Mal, ich will zu nem Tattoostudio in ne andere Stadt, zack, Schaltschnur reißt. Alles was ich gerne möchte, geht schief.. Wie soll man da noch positiv denken? Und von meinem Freund heißt es nur: "Ja so ist das halt manchmal eben. Das hat nix damit zu tun, dass man nur Pech hat.." Iwas will mir permanent nen Strich durch die Rechnung machen und so langsam glaub ich, dass iwas auf mir lastet. Auch wenn ihr hier im Forum lacht oder es nicht glauben wollt/könnt, für mich sind die Vorfälle, bei denen etwas zu ungunsten von mir und NUR von MIR schief geht, zu viel geworden, als dass ich sie als "normal" betrachten kann..

16.04.2016 20:23 • #3


Perle
Hier lacht keiner über Dich.

Hast Du schon mal von "Murphys Gesetz" gehört? Es handelt sich dabei um Unwidrigkeiten des Lebens, die jedem passieren können. Jedoch legt man ein verstärktes Augenmerk auf diese "Vorfälle", man erwartet sie regelrecht. Man glaubt, man selbst sei "schuld", dass alles so kommt. Positive Geschehnisse hingegen bemerkt man gar nicht, sie werden als normal hingenommen.

Insofern gebe ich Deinem Freund Recht wenn er sagt: Ja, so ist das halt manchmal.

Vielleicht würde es Dir helfen, wenn Du Dein Augenmerk mehr auf das Positive richtest und es auch aufschreibst. Positives Denken kann man üben.

LG, Martina

16.04.2016 20:38 • #4


Klar können sie jedem passieren, aber in meinem Umfeld bin immer ich es. Und das seh ich nimmer als Zufälle, oder Einzelvorfälle. Ja, positives wiederfährt mir leider nicht so vieles und ein Mensch muss aus positivem schöpfen können. Wenn ihm das nicht gegeben ist, zweifelt er an sich, an seinem Leben, an seinen Erwartungen und Hoffnungen. Er geht kaputt/zugrunde. Ich bin die einzige, der nur negatives passiert. Noch ein Vorfall:
Ich werfe, weil ich Lust habe und positiver Dinge bin, 5 Euro in einen Greifarmautomaten (es wird wohl wieder als Glücksspiel gesehen, aber das bin ich gewohnt). Ich bekomm das Plüschtier nicht raus, erst als der Greifarm, bei einem 2. Anlauf, den ich ca. 1 Std später gestartet habe, stecken bleibt, gibt mir der Besitzer das Plüschtier einfach so. An einem anderen Tag: Mein Freund, wirft 1 Euro! in einen ähnlichen Automaten mit einer anderen Figur der gleichen Serie und bekommt sie beim ersten Griff. Das lustige dabei: Er hat vor diesem Ereignis NIE Glück in diesem Greifautomaten gehabt. Ich hab mich natürlich unendlich mies gefühlt.. Auch hab ich 100 Coins in einen Automaten geworfen, bei dem sich eine Platine immer wieder nach vorne schiebt. Falls ihr solch einen Automaten kennt. Jedenfalls, bin ich wiedermal guter Dinge und auch nich beleidigt, dass ich auch Fehlschläge habe. Dann wirft mein Freund eine 20 Cent Münze in einen anderen Automaten und gewinnt 200 Punkte! Ich bin vom Pech verfolgt..
Ich könnte Beispiele ohne Ende bringen.-.-

16.04.2016 20:47 • #5


Perle
Ich hatte Dir die Frage gestellt, warum Du meinst, dass alles, was mit Dir in Zusammenhang steht, schief gehen würde. Hast Du das Gefühl, eine "Höhere Macht" würde Dich "steuern" oder welche Art Gedanken hast Du dazu?

Auf meinen Vorschlag, Dir Notizen zu allen positiven Erlebnissen / Erfahrungen zu machen, bist Du leider gar nicht eingegangen. Warum?

16.04.2016 20:53 • #6


Ja so in etwa. Iwas negatives will mich leiden sehen. Vllt iwas, das mich ständig begleitet als böser Schatten etc.

Auch wenn ich aufschreibe, was mir alles gutes passiert ist und was ich schönes erlebt habe, kann nicht damit aufwiegen, in Bezug auf Zeitabstand mit den negativen. Es passiert einfach zu viel und in zu kurzen Abständen negatives.

16.04.2016 20:57 • #7


Perle
Du bist extrem auf "Negatives" fokussiert. Warum das so ist, kann ich Dir leider nicht beantworten.

Hast Du denn das Gefühl, eine seelische Erkrankung zu haben? Bist Du in einer Therapie oder nimmst Du Medikamente?

16.04.2016 21:08 • #8


Ich bin nich drauf fokussiert, es passieren mir NUR negative Dinge. Wenn ich grad gut gelaunt bin, Spaß habe oder mich auf was freue, kommt der besch.. negative Hammer, der alles kaputt macht. Immer wieder..

Ja, schon möglich dass ich an Depression leide. Weiß ich aber nich. Bin nich in einer Therapie und nehme auch keine Medikamente. Das hat auch nix mit Psychologen zu tun, wenn einem logisch denkend nur schlechtes passiert.

16.04.2016 21:15 • #9


Perle
Das, was ich an Gedanken zu Deinem Eröffnungsthread habe, habe ich aufgeschrieben. Aber irgendwie scheint alles abzuprallen.

Ich wünsche Dir alles Gute.

LG, Martina

16.04.2016 21:22 • #10


Zitat von Panikkätzchen:
Das hat auch nix mit Psychologen zu tun, wenn einem logisch denkend nur schlechtes passiert.

Du solltest dich mal mit dem Thema "Selbsterfüllenden Prophezeiungen" beschäftigen.

http://www.psychotipps.com/optimismus-prophezeiung.html
http://www.psychotipps.com/pechvogel.html

Ich hatte Jahre lang ähnliche Probleme, und es war sehr schwer da wieder raus zu kommen, weil man dazu lernen muss der eigenen subjektive Wahrnehmung objektiv zu hinterfragen
Leider weiß ich aus dieser Erfahrung auch, dass es schwer ist anderen Betroffenen klar zu machen, dass sie unter einer verzerrten Wahrnehmung leiden. Aus diesem Grund prallen dann auch alle gut gemeinten Ratschläge ab, und der Betroffene hat den Eindruck, dass niemand anderes dies verstehen kann.

16.04.2016 21:29 • #11


Ja genau so gehts mir. Hab das Gefühl, dass mich keiner verstehen will. Ich entscheide mich dann meistens dazu, nichts mehr von mir zu erzählen, weil mir eh klar is, dass es unnötig is.

22.05.2016 17:50 • #12



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser