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Ich, weiblich, Mitte 30, bin weder absonderlich noch langweilig oder eine Labertasche, sondern freundlich, warmherzig und sehr freundlich.
Habe viele Interesse, bin sehr aufrichtig und ein guter Zuhörer. Liebe Kinder über alles, und die Natur sowieso.


Aber: Ich bin total einsam.

Es war nicht immer so, aber ich merke einen schleichenden, emotionalen Verfall auch bei mir.

Nach gescheiterter Beziehung und tiefen Verletzungen, die ich wohl niemals überwinden werde (nach 6 Jahren tiefer Liebe wurde ich ohne Kommentar einfach verlassen, der Mann ist einfach verschwunden und weiß bis heute nicht, warum), Rückzug von der Außenwelt, Arbeitslosigkeit und Hartz4 (die Alo ist zum Glück beendet), finde ich nicht mehr zurück zu den Menschen.

Gerade jetzt im Sommer: Am Wochenende sitze ich in meiner Wohnung, sehe das Leben an mir vorbeigehen. Ich hätte auch gerne Beziehung, Familie, Freunde, nette Nachbarn. Es ist nichts davon vorhanden.
Man sagt immer: Ja, du musst eben wieder was neues aufbauen, neue Freunde suchen, Kontakte knüpfen etc.
Nur: Ich bin in einem Alter, da sind alle mit Kinderkriegen und Karriere befasst. Hab ich alles nicht, wer hat in dem Alter noch Interesse an Kontakten?

Momentan sehe ich schwarz was mein Leben angeht.
Es ist kein Ende in Sicht.
Ich weiß nicht, welchen 1. Schritt ich machen soll, um wieder aus der Isolation rauszukommen.

Wie gesagt: Wenn man mich sieht und erlebt, kein Mensch würde glauben, dass ich einsam und isoliert bin, da ich sehr aufgeschlossen bin.
Mein Leben bekomme ich aber nicht auf die Reihe.....

Versteht mich jemand?
Vielleicht brauche ich Therapie, denn alleine schafffe ich das nicht mehr.....

09.08.2008 16:40 • 18.08.2008 #1


9 Antworten ↓


P
Ich kenne das sehr gut, leider
Ich bin inzwischen 24 Std alleine zu hause mit Dauerangst.
Such dir Hilfe bei einem Therapeuten , so schnell wie es nur geht Ich drück dir die Daumen!!
Und ich bin schon 45...

09.08.2008 16:50 • #2


A


Totale Isolation - ich komm da nicht mehr raus

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M
Hi,

wenn Dir das Alleinsein an den Wochenenden besonders schwer fällt, dann hilft es Dir vielleicht einen gereglten Tagesablauf zu planen und dann auch danach zu handeln.
Den Tag in kleine Stücke unterteilen und diese Stücke mit verschiedenen Tätigkeiten füllen.
Du solltest auf jeden Fall auch Spaziergänge einplanen.
Vielleicht auch an Orten, wo Du erst mal etwas von Deinen Gedanken abgelenkt bist, weil Du etwas beobachten kannst und wenn es die Enten im Stadtgarten (gehe jetzt von meiner Stadt aus) sind. Mach Dir keine Gedanken über die Banalität der Tätigkeiten. Darauf kommt es gar nicht an.

MissErfolg

09.08.2008 17:02 • #3


M
Hi noch mal,

kann es sein, dass Du das Alte noch gar nicht losgelassen hast?
Dann ist da nämlich vielleicht noch gar kein Platz für Neues?

MissErfolg

09.08.2008 19:01 • #4


B
Zitat von Powerladyiris:
Ich kenne das sehr gut, leider
Ich bin inzwischen 24 Std alleine zu hause mit Dauerangst.
Such dir Hilfe bei einem Therapeuten , so schnell wie es nur geht Ich drück dir die Daumen!!
Und ich bin schon 45...


Hallo Powerladyiris,
ich bin verheiratet, habe eine Tochter von 18 Jahren und einen Hund. Aber Du glaubst das jetzt nicht, ich bin trotzdem einsam. Die Beziehun zu meinem Mann ist nicht sehr gut. Wir leben sozusagen aneinander vorbei. Dass meine Tochter ihre eigenen Wege geht, ist völlig klar. Aber trotzdem, ich fühle mich einfach einsam. Ich leide schon seit ca. 15 Jahren unter starken Angstattacken.

Was heißt hier eigentlich: und ich bin schon 45. Das ist doch nicht alt. Ich werde bald 50 und fühle mich eigentlich nicht alt, nur völlig e i n s a m.

Lg.
Babsy

10.08.2008 13:43 • #5


H
Ich bin 49, fühle mich wie 29 und denke manchmal, wohl durch die Einsamkeit, ich sei schon 99+.

Liebe Grüsse,

Helpness

10.08.2008 13:49 • #6


P
Mein Inneres ist manchmal mehr als kindlich und das aus Übermut und Überzeugung, wenn ich Lebensfreude habe, hält mich nichts mehr ^^
Aber wehe wenn nicht

10.08.2008 15:02 • #7


Lieblingskind
Hallo,

das kenne ich nur zu gut, ich bin 37, füehle mich in guten Tagen wie 16 (und bin dann auch so albern und kindisch) und wenn ich (wie im Moment) in meiner Angstfalle festsitze fühle ich mich alt und grau.
Auch ich fühle mich einsam und das obwohl ich 6 Kinder im Alter von 1-18 Jahren habe.
Aber es denkt jeder nur an sich, mein Mann hat keinerlei Verständnis für meine AP und so kann man sich auch einsam und ungeliebt fühlen wenn man von Menschen umgeben ist.....

GlG Lieblingskind

12.08.2008 12:54 • #8


A
Hallo,
ich glaube, Interesse an Kontakten hat man in jedem Alter. Der Mensch ist nun mal ein soziales Wesen und braucht einen gewissen kommunikativen Austausch. Ich kann sogar sehr gut alleine sein, kann das auch genießen. Aber wenn so gar nichts herein kommt, dann kann ich auch nicht mehr das Allein sein gut finden. Es ist nicht leicht, gute neue Freunde zu finden u. Beziehungen aufzubauen.
Vielleicht haben viele von uns (nach ein paar Fehlschlägen?) zu früh aufgegeben u. resigniert. Ich glaube, ich gehöre auch dazu. Es neigen ja besonders Frauen dazu, sich in mißlichen Lagen einzurichten u. (fast) damit abzufinden, auch wenn sie sich nicht darin gut fühlen.
Lieben Gruss an alle
Ame

17.08.2008 19:29 • #9


R
hallo!

es ist einfach so, lt. statistik wird jede zweite ehe geschieden. vor ein paar jahren war es noch jede dritte, und tendenz steigend.

es gibt unsäglich viele, einsame menschen, die die einsamkeit nicht gut ertragen.
ich kann sie recht gut ertragen, besser gesagt, ich genieße sie - oft in vollen zügen - .

nun muß ich sagen, ich habe die 60 schon überschritten, habe ein aktives leben hinter mir, ja und nun ist es schön ruhig.
ich genieße die ruhe, daß ich machen kann, was ich will, daß ich z.b. nicht funktionieren muß, daß ich eine schlampi-hose zu haus tragen darf usw..

mir geht es auch oft nicht gut (angst, depressionen etc.) und somit ist die außenwelt auch ein bißchen abgeschnitten.
ich habe einige hobbys, die ich gern mache, ja und so vergeht der tag.

natürlich gibt es auch mir momente, wo ich unglücklich und traurig bin und mir einen lieben menschen (mann) wünschte, ab er dafür habe ich zwei tolle kinder, die ab und an kommen.

arbeite noch ein bißchen von daheim, um mich abzulenken, ja so ist eben das leben.

ich wünsche allen, die mit der einsamkeit nicht so gut klar kommen, bald einen wendepunkt. ich drücke euch ganz fest die daumen, ok.

liebste grüse
rose

18.08.2008 15:24 • #10


A


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