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Suche online kontakt/e

201803.03




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Niedersachsen
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1, 2, 3  »
Hallo, wie es in der überschrift steht.
Kurz etwas zu mir, ich versuche es erstmal bei kalten fakten zu lassen:
lebe alleine seit ca. 2 der 3 Jahren, davor war ich in der Realschule, habe mich durchgeschlagen um kein aufsehen zu erregen. wurde gemobbt, hatte nie richtige freunde, nach der schule als ich 19 war, habe ich technisch "nichts" gemacht, war arbeitslos, war sehr isoliert bis ich um die 23 war, soviel das ich selbst meine eltern gemieden hatte, zu denen ich eh kein tolles verhältnis hatte... lebte bei meinen eltern... was nicht toll war... waren keine angenehmen familiaren verhältnisse.
dann habe ich es durch betreuung und durch not geschafft auszuziehen und lebe jetzt seit ca. 2 jahren alleine und seit ich klein war hatte ich nie richtig ziele oder ambitionen. das wichtigste was ich je erlebt habe war die liebe, wenn auch nur online da ichweder einen weg habe menschen kennenzulernen, und es auch nicht sonderlich wünsche da ich menschen "gerne" als negativ betrachte wenn ich jemanden nicht genug kennenlerne und ich merke jemand ist ehrlich und offen, vertrauenswürdig und ich weiss das man jemanden alles erzählen darf.
moral und ambitionen interessieren mich wenig, viel mehr das miteinander...als die details wie wann jemand geburtstag hat oder was die lieblingsfarbe ist... ich denke, ich bin da doch eher eigen aber.....
aber naja, hier bin ich, gerade dabei eine meiner einsamkeitsphasen abzuschliessen. möchte es trotzde doch irgentwie versuchen kontakte zu knüpfen, online reicht mir da ich nicht den eindruck habe jemals nüchtern über meine einschränkungen springen zu können und ich es auch nur so richtig gewohnt bin.

ich möchte es gleich von anfang an klar stellen, da ich mir bewusst bin das sich in diesen forum scheinbar eher leute rumtreiben (gegen die ich persöhnlich auch nichts habe), die eher zielgerichtet auf "selbstverbesserung" sind oder sonstwas erreichen wollen und vielleicht oder auch häufig so richtig fest im leben stehen...
Ich suche also eher nach leuten die nicht so stock steif im thema moral sind, eher dazu neigen keine grossen ambitionen haben und naja... ich glaube und hoffe das sagt schon genug.

das wäre das grundlegende was mir so wichtig wäre... hobbies etc sind meiner erfahrung nach nur bedings von bedeutung...je nachdem. habe dazu auch etwas in mein profil geschrieben, damit es nicht ganz so willkürlich rüberkommt, falls es für jemand von bedeutung ist.

Wenn ich etwas wirr wirke, dazu gibts es momentan einen Grund und ich weiss nicht ob man das hier so erwähnen darf. Ich weiss nur das ich sagen sollte, der erste eindruck trügt hier sehr wahrscheinlich, da ich sonst sehr durch meine soziale phobie eingeschränkt bin und... ja. Ich lasse es erstmal hierbei.

Wenn jemand lust hat zu versuchen eine kleine oder grosse Freundschaft aufzubauen, bitte melden, ich habe in der regel viel sehr viel verschdändis wenn es nicht gerade um ideologien geht.
Ideologien schrecken mich sehr stark ab und wirken auf mich nur sehr steif und künstlich und als ob leute sich selbst etwas vormachen.
So, ok. Wie in anderen Foren wo ich es schon versucht habe über den laufe der Jahre, natürlich ohne erfolg weil alles voller normalos ist die voll im Leben stehen und garkeine weiteren Kontakte, oder eher keine online Kontakte brauchen....Hier bin ich, offen für weniger sozial-vernarrte Leute die trotzdem noch irgentwie Kontakt wollen ohne sich dem Mainstream zu beugen und denken niemand würde sie sonst akzeptieren.
Um erhrlich zu sein kommt es auch des öfteren vor das ich Leute nicht so akzeptiere... das liegt meist daran das ich mich von grund auf anders fühle da die meisten menschen viele ziele und träume haben und ich garkein problem mit meiner situation habe, abgesehen davon das es manchmal etwas einsam wird... aber 1-2 mal im jahr für 2 wochen einsam sein, da gibt es auch schlimmeres...
nungut, ich bin also hier auf der suche mein leben weiterhin zu erreichern und vielleicht noch jemanden dabei zu helfen das selbe zu erreichen wenn man sich kennenlernt. relativ frei von was therapeuten und co einem sonst einreden wollen von wegen werd teil der gesellschaft das heilt alle probleme (vielleicht nur meine persöhnliche erfahrung).

Auf das Thema antworten


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Niedersachsen
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  04.03.2018 00:15  
Hi,
so ganz schlau werde ich aus deinem Post nicht, wie dein gewünschter Kontakt sein soll den Du suchst. Ich meine das nicht negativ, sondern ich stehe eher fragend im Thread. Wenn Du nun einen Kontakt finden würdest, worüber würdest Du mit ihm reden wollen?

Grüße
wagenburg

Danke1xDanke




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Niedersachsen
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  04.03.2018 00:33  
Wundert mich erstmal nicht das es etwas unverständlich war.
Ich versuche das mal etwas deutlicher zu machen:
Ich suche nach Kontakten die zum einen nicht so tief in der "Gesellschaft" stecken, nicht krampfhaft versuchen sich der Masse anzupassen die ich persöhnlich als nicht so toll empfinde...
Leute die keine künstlichen Moralvorstellungen haben nur um sich dadurch besser zu fühlen und sich selber als heilig darzustellen (ist ganz normal las Mensch auch eine nicht so heilige Seite zu haben)...

Worüber ich mit einem Kontakt reden würde, das ist erfahrungsgemäß immer anders und kann etwas vielfältig sein, auch wenn ich nicht sehr viele oder starke interessen habe.
Eher lockere themen könnten sein...videospiele, musik (wenn man diese interessen teilt), mit anderen habe ich hauptsächlich zugehört weil ich gerne jemanden hatte der/die mir einfach dinge erzählt.
Mit noch anderen übernehme ich das meiste im bereich kommunikation aufrechtzuerhalten und ich fühle mich einfach genug verstanden und akzeptiert um einfach mehr preiszugeben....
Das lässt sich bei mir echt schwert vorhersagen aber was ich sagen kann das ich eher auf den austausch an sich ausbin als auf den inhalt der themen... innerhalb eines begrenzten bereichs. wie gesagt, schwierig vorherzusagen.
meine natürliche neigung liegt eher im emotionalen und einfach für einander da sein, als ansprechpartner oder einfach nur so wenn es sein muss.
Ich muss sagen ich habe auch etwas bindungsprobleme und... details. durch wiederholtes probieren habe ich bisher aber irgentwie immer wieder mal erfolge verbucht, auch wenn nur langsam und "flacher" als bei den meisten menschen.

Es ist für mich leider einfacher zu sagen was ich -nicht- mag, aber ich glaube das würde deine frage nicht beantworten.
ich rede wahrscheinlich zu viel im moment.

ich versuche mal eine kurzfassung, die vielleicht auch etwas anders klingt: ich suche nach hauptsächlich -online- kontakten, da ich starke ängste in sozialen bereiche habe, so weit das ich das komplette thema einfach als unlösbar abhake und da kann scheinbar kaum etwas dran rütteln wenn ich nicht gerade etwas starkes genommen habe und eine person schon lange genug kenne.
auch nach leuten die nicht so im bereich klinikaufenthalten unterwegs sind, da ich dies meist als "fehlgeleitet" empfinde (aber auch ok für andere finde wenn ich nichts damit zu tun habe).
...
ja, nicht so einfach zu erklären, aber hat das soweit etwas mehr sinn ergeben für dich?



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Niedersachsen
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  04.03.2018 00:49  
Hallo,

erstmal muss ich sagen, dass es mich unglaublich viel Überwindung gekostet hat mich in so einem Forum hier anzumelden. Aber in dem von dir Geschriebenen erkenne ich mich auch durchaus wieder. Ich habe auch den erweiterten Realschulabschluss gemacht und danach hatte ich versucht die Oberstufe an einer Integrierten Gesamtschule zu schaffen. Doch seitdem hatte ich Probleme mit anderen Mitschülern. Davor an der Realschule war ich der lustige Mitläufer und hatte mich eigentlich gut mit den anderen verstanden. Trotzdem war ich auch da selten bereit mich mit anderen außerhalb der Schule zu treffen. Wenn ich zu Geburtstagen eingeladen wurde, hatte ich eigentlich immer irgendeine Begründung parat, warum ich nicht mitkommen kann. Das hat leider dazu geführt, dass ich heute überhaupt keinen Kontakt mehr zu meinen ehemaligen Freunden aus der Klasse habe. Tja und nun dachte ich mir, ich versuche hier mal wieder mit anderen zu sprechen.

Gruß
jh1d92



56
Niedersachsen
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  04.03.2018 01:08  
so langsam kommt ein sinn zum vorschein. aus dem ersten beitrag war nicht so genau zu erkennen was du suchst. es klang erst mal relativ oberflächlich, da du selbst ja keine starken interessen/themen hast. da kam dann schon der gedanke auf ob das eher so ein oberflächlicher kontakt ist, mit dem man redet aber macht man dann die konversation "zu", dann aus den augen aus dem sinn. da ich ebenfalls auf der suche nach kontakten bin (reine gesprächs/schreibkontakte, wenn es passt kann man sich auch mal treffen aber ich bin in sowas sehr zurückhaltend) habe ich mal so grob abgeglichen. ich stecke überhaupt nicht in der "gesellschaft" (was ist das überhaupt, wie definiert sich das), ich fühle mich eher als beobachter und mache das auch gerne. ich beobachte sehr gerne menschen und ja teilweise verwende ich auch tests um reaktionen von menschen auszutesten um dann zu versuchen den menschen einzuschätzen. moralvorstellungen ist ein sehr weiter begriff, das von verschiedenen seiten geprägt sein kann (religiös, kulturell, bildungsmäßig). religiöse moralvorstellungen nehme ich reißaus. auch mag ich sektenhafte moralvorstellungen nicht ("fleisch essen tötet tiere, du sollst nur gemüse essen - frage: und das tötet keine pflanzen?!). ich falle vor allem dadurch auf, dass ich mit sozialen normen (un)bewusst breche - ich stelle fragen auf die ich gesagt bekomme: sowas fragt man nicht - warum nicht?! Ich hasse tabuisierung von themen.
mit klinikaufenthalten habe ich nicht viel am hut. ich habe mit den weisskitteln in dem bereich keine guten erfahrungen gemacht. manchmal kam die frage auf wer verrückter ist - die oder ich.

um mal ein wenig von mir preiszugeben, deswegen bin ich ja auch hier. es geht mir nicht um selbstverbesserung oder dass ich mich an die gesellschaft angleichen will. sondern mir geht es darum, dass ich einen enorm kleinen freundeskreis habe. es gibt 1 person die ich freund bezeichne, dazu dann noch 2 weitere personen, die ich mit in diesen kreis zähle. was mir aber dennoch fehlt ist austausch. ich bin vor jahren von süden nach norden gezogen und kenne hier niemanden. ich habe zeiten wo ich mich einsam fühle weil mir der austausch fehlt. mit den wenigen personen kann ich nicht über all die themen reden über die ich reden will, und wenn dann kenne ich deren meinungen schon. ich will aber viele verschiedene meinungen, ansichten etc. kennen lernen und nicht immer das gleiche reden müssen.

es kommt aber auch dazu, dass ich teilweise schizoid und autistisch bin. das mit dem autismus wurde schon in der kindheit bei mir festgestellt, das schizoide (das würde dann später festgestellt, wobei es hieß dass ich deutliche tendenzen hätte) kam durch viele negative erfahrungen mit menschen, vor allem dann wenn ich gefühle gezeigt habe. diese gefühle wurden dann mit füßen getreten und verletzt. irgendwann errichtet man sich eine mauer, zeigt keinerlei gefühle, wird gleichgültig gegenüber dem was man macht und auch wenn man doch mal lob erhält. wenn ich die schizoide phase habe, dann breche ich kontakte ab, verdränge meine gefühle noch stärker als sonst und errichte eine mauer um mich durch die niemand durch kommt. andererseits habe ich verliere ich mich komplett in manchen themen und vergesse alle sonstigen bedürfnisse die man so am tag hat sondern setze mich mit dem thema stundenlang intensiv bis in das kleinste detail ausseinander, was leider viele abschreckt weil ich mich dann mal eben mit irgendwas tagelang beschäftige und nur darüber reden will.

warum meldet man sich dann hier in einem solchen forum an? tja weil ich doch immer wieder die hoffnung habe dass es auch menschen gibt, die nicht nur einen mit dem fuß treten oder weil man mal gefühle gezeigt hat, das als schwäche ausnutzen. ich will diese hoffnung noch nicht begraben, weil ich mir sicher bin dass es irgendwo menschen gibt die nicht so sind. menschen die mich so akzeptieren wie ich bin und wenn ich eben wieder meine phasen habe, dann eher mit einem guten wort auf mich zugehen anstatt negativ.

so und jetzt hab ich eigentlich viel zu viel über mich geredet...





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Niedersachsen
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  04.03.2018 03:36  
Hm, also erstmal zu dir, wagenburg, ich hatte schon tieferen kontakt die gerade diese "leere" in mir geschätzt haben, im sinne von, kaum eigene interessen habe, aber dennoch eine persöhnlichkeit zu besitzen. wobei ich da wie gesagt auch etwas flexibel bin, je nach dem, mit wem ich mich unterhalte und wie sehr wir uns mögen, bin ich bereit mehr in einen Kontakt zu stecken oder eben nicht...
Optimal erwünsche ich mir eher -tiefen- Kontakt, das ist meist schwer und geht auch nicht sofort - wie gesagt bin ich aber auch kein "gesellschaftsmensch", daher würde sich -zu- lockerer kontakt überhaupt nicht halten können, das weiss ich aus erfahrung.
Wie weit es dann tatsächlich gehen wird wenn man versucht ins gespräch zu kommen, kann man ja leider nicht vorhersagen, es kann also wirklich sein wie du schon erwähnt hast, das man ein-zweimal miteinander redet und das wars dann auch schon... kam bei mir auch schon oft genug vor. Muss man einfach sehen was bei rauskommt.
Mit realen Treffen, würde es bei mir selber -extrem- stocken. Es gab bisher 2 situationen wo ich es mir noch annähernd hätte vorstellen können -> einmal unter Dro. und einmal durch liebe. Wenn dieses Treffen für jemand wirklich wichtig wäre, wäre ich auch etwas offener dafür, aber da müsste man sich echt besser kennenlernen und so weiter.
Ich bin Momentan noch nichtmal so weit das ich überhaupt öffentliche verkehrsmittel benutzen kann, wird sich dieses Jahr denke ich aber auch ändern.

Das mit der "Gesellschaft", habe ich so gemeint, das man eben einfach...nicht unter Menschen kommt. So ungefähr, keine Freunde, Eingeschränkt vielleicht Familie, keine möglichkeiten Menschen ausserhalb des Internets kennenzulernen.
Das liegt zum Teil auch daran das ich einfach 99% schlechte erfahrungen gemacht habe, direkt oder einfach nur beobachtet, mit Menschen die krampfhaft versuchen teil der masse zu werden, oder es sogar schon sind und einem dann Anstecken wollen obwohl man so eigentlich ganz zufrieden ist...
Wenn mir jemand glaubhaft vermitteln kann das meine eigenart und Situation kein Problem darstellt, bin ich auch wieder offen für andere Menschen - das scheint aber eher selten vorzukommen...dehalb erstmal die reflexartige ablehnung meinerseits, wenn auch nicht bäse gemeint... Klappt nur einfach nicht so richtig.

Deine Aussage zu Moralvorstellungen scheint eher ähnlich zu sein wie das wonach ich auch suchte - einfach ein gesundes maß an selbstwahrnemung, wahrnehmung der welt und ablehnung von tabu-themen(wobei ich bei letzterem auch hemmungen haben kann wie bei so vielen, würde aber nicht einfach sagen, darüber spricht man nicht). Da muss ich noch hinzufügen das ich noch etwas "moralloser" bin. Allgemein ganz klar, friede freude eierkuchen. ABER, es soll erlaubt sein über dinge zu denken oder meinungen zu haben, es kommt vor das Leute hervortreten die einfach schädlich erscheinen und da ist es mir dann egal das die auch eine gute Seite irgentwo versteckt halten - am besten "weg" mit böswilligen Menschen. Da Menschen in der Regel nicht einfach weggehen, vermeide ich Kontakt eher von mir aus.
Noch ein Beispiel das zumindest meiner Erfahrung nach bedeutung zu haben schien:
Ich bin zb Arbeitslos. Es scheint viele Menschen zu geben die sich daran stören, ich sage einfach mal, das ist bei mir etwas anders.
Meine Moralvorstellungen enden dann meist irgentwo da, wo es es anfängt tatsächlich schädlich zu werden. das ganze hat dann noch einen kompliziertere ebene aber so viel auf dieses thema rumhacken, mag ich jetzt auch nicht. Ich schreibe auch so schon zu viel im Moment.

du erwähnst du bist teilweise schizoid und autistisch, beides diagnosesn die bei mir auch mal im raum standen, ich habe aber genauere "untersuchungen" gemieden, da ich scheu bin und dazu keinen sinn darin sah. eine vermeidende persöhnlichkeitsstörung habe ich allerdings auf die stirn geklatscht bekommen und dem stimme ich so zu - auch wenn ich eher vorsichtig bin was diagnosen angeht, da diese Ärzte eben auch nur Menschen sind und fehler machen und soetwas auch von dir selber verlangt dabei gut seine Probleme schildern zu können.
Falls es hilft, mit kontaktabbrechen habe ich selber erdahrung von beiden seiten aus. Ich kann damit umgehen wenn so etwas passiert, wenn auch am besten mit erklärung und wenn es geht das ich auch noch ein wort dazu sagen darf - wobei es fast immer selber ich war, der kontakt abbrach.
"was leider viele abschreckt weil ich mich dann mal eben mit irgendwas tagelang beschäftige und nur darüber reden will."
Das müsste ich denke ich selber erstmal erleben, es ist für mich schon schwer zu viel zuzuhören, wenn es eher um hobby-themen geht, die man nicht teilt.
Das müsste man dann sehen wie es klappt oder nicht, denke ich.
Kurze frage, was wäre denn, wenn du gerade von etwas so absorbiert wärest, jemand dann aber etwas wichtiges auf dem Herzen hat, würdest du es schaffen dafür Platz zu machen, Theoretisch?

Zu deiner Hoffnung, ich würde dir gerne sagen prima, hört sich ja nach mir an..
Aaaaber... kann ich das wirklich so selbstsicher behaupten, wenn wir noch kaum miteinander geredet haben? Ich zähle mich zu den offeneren und in gesundem maße logisch denkenden Menschen und ich bin schon zuversichtlich das ich selten Leute einfach so abwerte, auch wenn ich sporadischdas Gefühl habe das "alle" schlecht sind, ohne diese gedanken einfluss auf mein kaum vorhandenes Umfeld haben zu lassen.
Aber das thema sympathie gibt es auch noch und dann ob ich selber auch akzeptiert werde, da bin ich selber etwas unsicher mit, auch wenn ich subjektiv nicht den eindruck habe das da so viel schlimm an mir ist.
So ok....

@jh1d92
...ja das kenne ich mir der überwindung, ging mir vor ein paar Jahren genauso, ist jetzt zum glück einfacher geworden, auch wenn ich es selten mache weil es garkeinen anlass gibt.
Es fällt mir erstmal schwer zu erkenen wo deine beweggründe lagen/liegen, um es mal hervorzuheben:
Hattest du klare Ziele als du versucht hattest durch die Schule zu kommen? Oder eher Soziale erwartungen? Hattest du überhaupt soviele Kontakte das diese einen Druck in der Richtung ausüben konnten?
Wo stehst du jetzt im moment? (diese frage würde mich auch bei wagenburg interessieren, falls du noch mitliest)

Kleines Kommentar am Rande: Gross und kleinschreibung und schreibfehler sind mir eigentlich egal bei allen und überall, solange es nicht absichtlich verstimmelt wird...die sprache/worte. Sieht man vielleicht schon weil ich ständig wechsle hier in meinen Posts. In privat schreibe ich lieber lockerer und naja... Es kann manche Leute stören und andere finden es selber besser, aber das ist wohl auch eher ein detail das jetzt nicht so wichtig ist.

Danke3xDanke


56
Niedersachsen
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  04.03.2018 15:57  
Moonlight91 hat geschrieben:
Hm, also erstmal zu dir, wagenburg, ich hatte schon tieferen kontakt die gerade diese "leere" in mir geschätzt haben, im sinne von, kaum eigene interessen habe, aber dennoch eine persöhnlichkeit zu besitzen. wobei ich da wie gesagt auch etwas flexibel bin, je nach dem, mit wem ich mich unterhalte und wie sehr wir uns mögen, bin ich bereit mehr in einen Kontakt zu stecken oder eben nicht...


Um das für mich einschätzen zu können, kommt es darauf an um welche Art von "Leere" es sich handelt. Wenn "Leere" Teilnahmslosigkeit gleich kommt, wäre es uninteressant, denn dann kann ich mich auch mit einer Wand unterhalten. Wenn "Leere" bedeutet, dass in einem Gespräch Ansichten nicht, wie bei vielen Menschen üblich, durch ihre eigene Meinung, die als die einzige Meinung die richtig sein soll, vertreten wird, um damit die Meinung des Anderen zu übertünchen, damit den Versuch zu unternehmen ihn zu verändern, manipulieren oder in eine Richtung zu lenken, in die er eigentlich nicht will, dann finde ich diese "Leere" gut.

Moonlight91 hat geschrieben:
Optimal erwünsche ich mir eher -tiefen- Kontakt, das ist meist schwer und geht auch nicht sofort - wie gesagt bin ich aber auch kein "gesellschaftsmensch", daher würde sich -zu- lockerer kontakt überhaupt nicht halten können, das weiss ich aus erfahrung.


Die Tiefe eines Kontaktes ergibt sich bei mir aus der Interesse an dem Inhalt des Menschen. Äußerlichkeiten sind für mich Etiketten, die andere Menschen brauchen um Menschen zu kategorisieren. Der Mensch versucht generell alles in irgendwelche Kategorien zu stecken, zu systematisieren damit die Welt für ihn verständlich wird. So werden tausende von Leute einfach in das Label "hässlich" gestopft, nur damit sich der, der das macht, diesen Menschen entledigen kann, weil er sich nur mit "hübschen" Menschen umgeben will. Bei mir ist das etwas anders. Für mich sind Menschen Programme, deren Quelltext ich verstehen will. Das klingt jetzt technisch, ist aber für mich die beste Erklärung. Mich interessieren Menschen die vielschichtig, widersprüchlich sind. Die Reaktionen zeigen, die sonst niemand erwarten würde. Da beginne ich aufzuhorchen, denn da entsteht bei mir die Frage: "Warum reagiert er jetzt so und nicht anders?".

So interessieren mich auch Menschen die über Grenzen gehen, Gewaltverbrechen begehen, einen anderen Menschen das Leben nehmen. Das klingt jetzt ultra gruselig kann ich mir vorstellen, aber das was mich interessiert ist, was geht in den Menschen in diesem Moment vor, was sind die Einflüsse gewesen die er erfahren musste um an diesen Punkt zu kommen. Und wenn es die pure Mordlust war, was löste diese Lust aus, wie ist die Art der Befriedigung die er dadurch erfährt.

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich Menschen gerne beobachte, analysiere, auch hin und wieder austeste. Als Beispiel spreche ich Worte bewusst falsch aus und warte ob mein Gegenüber mich korrigiert. Das mache ich immer wieder und sehe mir dann weiter an ob ich bei den gleichen Wörtern immer wieder korrigiert werde. Ich treibe das so weit, bis jemand mich damit konfrontiert ("Du weisst aber schon, dass") was ich dann kontere mit ("Soll ich das anders aussprechen") - kommt dann ein "Ja, weil es anders falsch ist" - weiss ich, dass der jenige mich als aus irgendeinem Grund verändern will. Veränderung von Aussen mag ich überhaupt nicht. Das ist die schizoide Seite, ich will nicht mein Ich verlieren, denn das ist das einzige was ich habe und wenn ich mich selbst verliere, dann wüsste ich nicht was ich hier noch soll.

Moonlight91 hat geschrieben:
Wie weit es dann tatsächlich gehen wird wenn man versucht ins gespräch zu kommen, kann man ja leider nicht vorhersagen, es kann also wirklich sein wie du schon erwähnt hast, das man ein-zweimal miteinander redet und das wars dann auch schon... kam bei mir auch schon oft genug vor. Muss man einfach sehen was bei rauskommt.
Mit realen Treffen, würde es bei mir selber -extrem- stocken. Es gab bisher 2 situationen wo ich es mir noch annähernd hätte vorstellen können -> einmal unter Dro. und einmal durch liebe. Wenn dieses Treffen für jemand wirklich wichtig wäre, wäre ich auch etwas offener dafür, aber da müsste man sich echt besser kennenlernen und so weiter.


Physische Treffen sind für mich überhaupt nicht notwendig. Ich diskutiere, unterhalte mich gerne auf Distanz. Dann muss ich mir wenigstens keine Sorgen machen, dass mir jemand "zu nahe" kommt. Was ich überhaupt nicht ausstehen kann, ist wenn jemand unangemeldet vorbei kommt. Oder Telefonanrufe - ich finde einen Anruf eine Frechheit: Da erwartet nun jemand von mir, dass ich alles stehen und liegen lasse, nur um jetzt N Minuten meines Lebens seinem Gerede zu zuhören. Kann der nicht einfach eine Mail schicken? Dann kann ich das lesen wenn ich Lust dazu habe, oder nicht.

Moonlight91 hat geschrieben:
Ich bin Momentan noch nichtmal so weit das ich überhaupt öffentliche verkehrsmittel benutzen kann, wird sich dieses Jahr denke ich aber auch ändern.


Den Satz finde ich interessant, denn wie funktioniert das? Von "ich kann nur unter Dro. (Liebe ist auch nur ein Dro.) raus" zu "ich nehme dieses Jahr die öffentlichen Verkehrsmittel". Die Schlussfolgerung wäre, du nimmst einen Chemiecocktail um das zu schaffen?

Moonlight91 hat geschrieben:
Das mit der "Gesellschaft", habe ich so gemeint, das man eben einfach...nicht unter Menschen kommt. So ungefähr, keine Freunde, Eingeschränkt vielleicht Familie, keine möglichkeiten Menschen ausserhalb des Internets kennenzulernen.


Hm, wenn ich "unter Menschen" will, dann gehe ich in den Supermarkt, an einen belebten Ort. Da bin ich unter Menschen. Austausch, Gespräche erfordern keine Menschenmengen in die man sich stürzen und darin baden muss. Es reicht ein Internetzugang. Und damit hat man vor allem einen viel größeren Radius. Ich unterhalte mich auch gerne mit Menschen aus anderen Ecken der Erde. Die haben eine komplett andere Einstellung als Deutsche. Als Beispiel: Schreibst du in einem Forum einen Schreibfehler oder setzt ein Komma falsch, kommt von irgendwo her jemand, der dir niedrige Schulbildung, keine Rechtschreibkenntnisse und was weiss ich alles unterstellt. In anderen Teilen, z.B. die Englisch sprechen, ist das das genaue Gegenteil. Ja das Englisch ist kantig, hackelig und nicht alle Worte sind richtig, aber es wird verstanden, was man sagt. Und es wird auch toll gefunden, dass man eine andere Sprache spricht und sich die Mühe macht mit der Kultur auseinander zu setzen. In DE bekommt man sowas nie gesagt. Hier sind nur Miesepeter, die an anderen irgendwas rumnörgeln, um die eigenen Fehler zu überdecken.

Moonlight91 hat geschrieben:
Das liegt zum Teil auch daran das ich einfach 99% schlechte erfahrungen gemacht habe, direkt oder einfach nur beobachtet, mit Menschen die krampfhaft versuchen teil der masse zu werden, oder es sogar schon sind und einem dann Anstecken wollen obwohl man so eigentlich ganz zufrieden ist...


Solche Menschen halte ich mir fern. Jeder kann gerne versuchen Teil der Gesellschaft werden, aber ich muss da nicht mitgezogen werden oder davon "überzeugt" werden wollen. Jeder nach seinem Gusto, aber ich entscheide für mich was ich wie machen will; allerdings eben auf der Basis von Austausch, Meinungen damit viele Sichtweisen kenne, damit abwägen und erforschen kann, was für mich (und nur für mich) gut und richtig ist.

Moonlight91 hat geschrieben:
Wenn mir jemand glaubhaft vermitteln kann das meine eigenart und Situation kein Problem darstellt, bin ich auch wieder offen für andere Menschen - das scheint aber eher selten vorzukommen...dehalb erstmal die reflexartige ablehnung meinerseits, wenn auch nicht bäse gemeint... Klappt nur einfach nicht so richtig.


"Glaubhaft vermitteln" - Das ginge für mich nicht auf der rein verbalen Ebene. Die Vermittlung geschieht eher eine Ebene tiefer, in dem das Gegenüber eben keinen Zweifel durch sein Handeln übrig lässt, dass eine Eigenart, Situation kein Problem darstellt. Für mich sind aber Eigenarten nur in soweit interessant, dass sie ein Faktor sind die die Handlungen des Menschen beeinflussen. ALs Beispiel wäre hier: Jemand redet von sich aus wenig. Gut, dann ist das so. Daraus erwarte ich, dass ich bei Fragen oder Gesprächen eher kurze Antworten erhalte oder eben eine Frage mehr stellen müsste um den notwendigen Informationsgehalt, den ich suche, zu erhalten. Das ist dann so und Punkt. Situationen muss man differenzieren ob sie "von aussen" oder "von innen" kommen. Das kürze ich jetzt aber raus, weil das wird sonst zu viel Text.

Moonlight91 hat geschrieben:
Deine Aussage zu Moralvorstellungen scheint eher ähnlich zu sein wie das wonach ich auch suchte - einfach ein gesundes maß an selbstwahrnemung, wahrnehmung der welt und ablehnung von tabu-themen(wobei ich bei letzterem auch hemmungen haben kann wie bei so vielen, würde aber nicht einfach sagen, darüber spricht man nicht). Da muss ich noch hinzufügen das ich noch etwas "moralloser" bin. Allgemein ganz klar, friede freude eierkuchen.


Über die Morallosigkeit und den Satz "Friede Freude Eierkuchen" stolpere ich ein wenig. Denn man wird zwangsläufig, wenn man sich mit anderen Menschen im Austausch befindet mit Moral konfrontiert. Wie gehst Du damit um? Lehnst du Moralvorstellungen ab oder entziehst Du dich ihnen?

Bei Moral geht es um Wertevorstellungen, die von der Gesellschaft, als nicht geschriebene Gesetze geführt werden. Bewegt man sich ausserhalb dieser "Regeln" wird man als unmoralisch abgestempelt, auch wenn die unmoralische Handlung, argumentativ belegbar und auch die richtige war. Noch dazu finde ich es mehr als gruselig, dass ich in eine Gesellschaft hineingesetzt werde, die diese Regeln aufgestellt hat und ich mich nun daran halten soll. Warum? Habe ich an den Regeln mitgewirkt, hat mich jemand gefragt was ich von den Regeln halte? Vor allem, was bildet sich "diese Gesellschaft" ein für sich in Anspruch zu nehmen, sie hätte das Recht dazu, diese Regeln aufzustellen. Ich breche die Ausführungen hier aber mal ab, weil das wird zu viel Text.

Moonlight91 hat geschrieben:
ABER, es soll erlaubt sein über dinge zu denken oder meinungen zu haben, es kommt vor das Leute hervortreten die einfach schädlich erscheinen und da ist es mir dann egal das die auch eine gute Seite irgentwo versteckt halten - am besten "weg" mit böswilligen Menschen. Da Menschen in der Regel nicht einfach weggehen, vermeide ich Kontakt eher von mir aus.


Das sehe ich ganz genau so und handhabe ich auch so.

Moonlight91 hat geschrieben:
Noch ein Beispiel das zumindest meiner Erfahrung nach bedeutung zu haben schien:
Ich bin zb Arbeitslos. Es scheint viele Menschen zu geben die sich daran stören, ich sage einfach mal, das ist bei mir etwas anders.
Meine Moralvorstellungen enden dann meist irgentwo da, wo es es anfängt tatsächlich schädlich zu werden. das ganze hat dann noch einen kompliziertere ebene aber so viel auf dieses thema rumhacken, mag ich jetzt auch nicht. Ich schreibe auch so schon zu viel im Moment.


Arbeitslosigkeit, ist ein Etikett das von "Aussen" aufgestempelt wurde. Zur Zeit der Neandertaler hätte danach gar keiner gefragt, da würde man ein Mammut jagen, damit man abends was auf dem Teller hat. Gäbe es sowas wie ein bedingungsloses Grundeinkommen, was es in Deutschland niemals geben wird, weil der Neid der anderen viel zu groß ist und sie zu dumm sind zu erkennen, dass dieser Neid verhindert, dass sie selbst in den Genuss von einem bedingungslosen Grundeinkommem gelangen können, dann würde das Etikett ersatzlos gestrichen. Damit es soetwas geben kann, muss man als erstes in der Lage sein jemand anderem "bedingungslos" etwas zu geben, damit man etwas "bedingungslos" bekommt. Viele haben ein Problem damit, dass Arbeitslose Geld bekommen von den Steuern die die Arbeitenden bezahlen. Ich habe damit kein Problem, ich bezahle Steuern - Punkt. Der Staat nutzt dieses Geld für irgendwelche Dinge - der meiste Teil davon ist vollkommender mist. Da werden Diäten erhöht, sprich die Köppe im Bundestag stopfen sich die Taschen voll, wärend die, die weniger haben an den Tafeln Schlange stehen. Solche Handlungen widern mich an.

Moonlight91 hat geschrieben:
du erwähnst du bist teilweise schizoid und autistisch, beides diagnosesn die bei mir auch mal im raum standen, ich habe aber genauere "untersuchungen" gemieden, da ich scheu bin und dazu keinen sinn darin sah. eine vermeidende persöhnlichkeitsstörung habe ich allerdings auf die stirn geklatscht bekommen und dem stimme ich so zu - auch wenn ich eher vorsichtig bin was diagnosen angeht, da diese Ärzte eben auch nur Menschen sind und fehler machen und soetwas auch von dir selber verlangt dabei gut seine Probleme schildern zu können.


Ich habe die "Etiketten" verwendet, weil es in diesem Fall "vereinfacht". Sie sind ein Alias für eine lange Erklärung was schizoid / autistisch bedeutet. Dass ein Arzt einen Fehler gemacht hat, das kann sein. Es kann aber auch sein, dass er einfach lustlos abgeurteilt hat, anhand der Erzählungen die man gemacht hat. Denn, und das hast du vollkommen richtig geschrieben, der Arzt ist nichts anderes als ein Kategorisierer (mit Studium) der auf Basis von Reaktionen, Eindrücken und Aussagen kategorisiert. Ein wesentlicher Bestandteil, der da dazukommt, ist welche Intention er überhaupt hatte: Hat ihn die Person interessiert, wollte er das Problem lösen, wollte er der Person helfen oder wollte er nur schnell fertig werden und in den Porsche steigen, um abzudüsen und seinen Wohlstand zu geniesen.

Moonlight91 hat geschrieben:
Falls es hilft, mit kontaktabbrechen habe ich selber erdahrung von beiden seiten aus. Ich kann damit umgehen wenn so etwas passiert, wenn auch am besten mit erklärung und wenn es geht das ich auch noch ein wort dazu sagen darf - wobei es fast immer selber ich war, der kontakt abbrach.


Es gibt 2 Arten bei mir von Kontaktabbruch: Der kontrollierte und der unkontrollierte.

Der unkontrollierte Kontaktabbruch passiert bei mir dann, wenn mir jemand zu nahe kommt, ich das Gefühl habe "ich verliere mich selbst", die Kontrolle über mich oder jemand versucht mich zu verändern ("Du musst das aber so machen", "Geh doch mal mehr raus", "Meld dich doch mal in einem Verein an, dann kommste unter Menschen und dir gehts besser" argh). Ob ich zu einer Erklärung fähig bin, kann ich nicht sicher versprechen, denn das würde bedeuten, ich muss meine Emotionen ausdrücken und anderen offenbaren. Das fühlt sich für mich an, als würde ich *beep* auf der Straße stehen.

Der kontrollierte Kontaktabbruch, das wäre der mit Begründung, würde passieren, wenn ich merke, dass es nicht zusammen geht. Dabei aber eben ohne die Gefühlsschiene. Werde ich von jemandem missbilligt, wende ich mich leise ab, unbegründet.

Moonlight91 hat geschrieben:
"was leider viele abschreckt weil ich mich dann mal eben mit irgendwas tagelang beschäftige und nur darüber reden will."
Das müsste ich denke ich selber erstmal erleben, es ist für mich schon schwer zu viel zuzuhören, wenn es eher um hobby-themen geht, die man nicht teilt.
Das müsste man dann sehen wie es klappt oder nicht, denke ich.
Kurze frage, was wäre denn, wenn du gerade von etwas so absorbiert wärest, jemand dann aber etwas wichtiges auf dem Herzen hat, würdest du es schaffen dafür Platz zu machen, Theoretisch?


Wenn jemand auf mich zukommt, der einen Rat braucht, weil er in einer, für ihn schwierigen Situation steckt, und ich, wie du es passend beschrieben hast, von etwas absorbiert wurde, dann würde ich dem ganzen ein minimales Fenster öffnen. Um das zu beschreiben wie minimal das ist mache ich ein Beispiel:

Wenn die Person anrufen würde - keine Chance, Pech gehabt (ich gehe nicht dran)
Wenn die Person vor der Tür stehen würde - keine Chance, Pech gehabt (ich mache gar nicht erst auf)
Wenn die Person eine E-Mail schickt - die würde ich irgendwann lesen und dann folgendes Entscheidungsdiagramm ablaufen lassen:

- Wer ist die Person?
- Wie nahe steht mir die Person?
- Wie sieht die Bilanz der Person aus? (Wie ist sie mit mir umgegangen, Bindungsstärke, Dauer der Bindung, pro/contra)
- Ist die Person in der Lage das selbst zu lösen?
- Hat die Person früher von mir einen Rat angenommen und umgesetzt?
- Wie schwierig ist die Situation?
- Wie ist die Frage, die Situation gestellt (muss ich viel rückfragen, oder ergibt sich der Sinn gar nicht)
- Wenn ich nicht reagiere, verstoße ich gegen ein Gesetz (Strafrecht)?

Dafür brauche ich 30 Sekunden. Größer ist das Fenster nicht. Und ja, da systematisiere ich auch - und zwar eiskalt und knallhart. Weil eigentlich interessiert mich das Thema an dem ich dran bin und nicht irgendwelches Gedöns anderer.

Wenn ich mich entscheide, dass ich der Person auf die E-Mail antworte, dann nehme ich mir nur soviel Zeit wie unbedingt notwendig ist. Die Sätze werden dann stark verstümmelt, auf das notwendigste reduziert. Wenn die Frage korrekt gestellt ist, dann gibts meistens auch nur Ja/Nein antworten. Die Begründung folgt dann wenn gewünscht irgendwann später. Danach wende ich mich wieder dem Thema zu das mich absorbiert hat.

Moonlight91 hat geschrieben:
Zu deiner Hoffnung, ich würde dir gerne sagen prima, hört sich ja nach mir an..
Aaaaber... kann ich das wirklich so selbstsicher behaupten, wenn wir noch kaum miteinander geredet haben? Ich zähle mich zu den offeneren und in gesundem maße logisch denkenden Menschen und ich bin schon zuversichtlich das ich selten Leute einfach so abwerte, auch wenn ich sporadischdas Gefühl habe das "alle" schlecht sind, ohne diese gedanken einfluss auf mein kaum vorhandenes Umfeld haben zu lassen.


Klar kannst du das selbstsicher "behaupten". Ob es stimmt steht auf einem anderen Blatt. Viel interessanter finde ich jedoch nicht die Behauptung die du aufstellst, als vielmehr die Reaktion in den Beiträgen hier - beginnend mit "die kalten Fakten" ist in den folgenden Beiträgen von dir der Versuch unternommen worden, das etwas auszubauen, was du auch selbst gemerkt hast ("Ich schreibe auch so schon zu viel im Moment.")

Moonlight91 hat geschrieben:
Aber das thema sympathie gibt es auch noch und dann ob ich selber auch akzeptiert werde, da bin ich selber etwas unsicher mit, auch wenn ich subjektiv nicht den eindruck habe das da so viel schlimm an mir ist.
So ok....


Zum Thema "schlimmes an Dir": Ich habe in den Zeilen bisher noch nichts "Schlimmes" entdeckt. Vielmehr habe ich bei einigen Zeilen die Sorge, dass sich jemand denkt, wie ist der denn drauf?! Und die Erfahrung hat mir gezeigt, dass andere Menschen, wenn ich solche Aussagen mache, mich entweder inhaltslos ansehen, versuchen mir einzureden, dass ich so ja gar nicht wäre und ich das doch anders machen müsste. Hallo? Wenn ich so nicht bin, warum kann ich das dann so detailliert beschreiben? Ich meine, wtf?

Zur Sympathie: Menschen die beim ersten Anblick, also den reinen Äußerlichkeiten entscheiden, ob jemand sympathisch ist, lasse ich links liegen. Die können mich gern sympathisch finden, ich sie aber nicht. Sympathie entsteht mit der Zeit, es gibt keinen Schnelltest dafür. Ich hatte mit Menschen zu tun, die ich nach den Maßstäben, die man als Sympathie gesetzt hat, als unsympathisch bezeichnen würde. Dennoch hatte ich viel mit ihnen zu tun. Im Gegensatz zu Sympathie finde ich "Einlassungsbereitschaft" viel wichtiger. Wenn ich bereit bin, mich auf den anderen einzulassen, also ihn so zu nehmen wie er ist, ohne den Versuch zu unternehmen, ihn zu ändern, verbessern, manipulieren, kontrollieren, weisen, richten und leiten, und er mit mir das selbe macht, dann funktioniert es.

Einen muss ich noch nachsetzen: Die Wortliste die ich verwendet habe, erinnert mit an das Wort "Erziehung". Wird ja bei Kindern unternommen. Wie ich das Wort verabscheue. Ein junges Wesen, noch rein von äußeren Eindrücken wird von den Erzeugern in eine, von ihnen gewünschte, Richtigung "gezogen". Viel besser finde ich da, das Wort "educare" (im Englischen education), was "Herausführen" bedeutet. Noch besser fände ich dabei, "Entfaltung". Das wäre die Aufgabe der Eltern, sie sind das Geländer an der Treppe des Lebens die das junge Wesen versucht hinaufzusteigen und bieten Halt im Moment des Verschnaufens. Und nicht dieses blöde Rumgezerre.

So nun ist aber Feierabend, genug geschrieben.



56
Niedersachsen
27
  04.03.2018 16:54  
Nachtrag an @Moonlight91 :

Die Frage habe ich jetzt erst gesehen: "Wo stehst du jetzt im moment?"
Mein erster Gedanke war: Ich sitze, also vorm PC. Was meinst Du mit dem "stehen". Gesellschaftlich? Gefühlsmäßig? Oder erwartungstechnisch?



43
3
Niedersachsen
10
  04.03.2018 17:16  
Moonlight91 hat geschrieben:
@jh1d92
...ja das kenne ich mir der überwindung, ging mir vor ein paar Jahren genauso, ist jetzt zum glück einfacher geworden, auch wenn ich es selten mache weil es garkeinen anlass gibt.
Es fällt mir erstmal schwer zu erkenen wo deine beweggründe lagen/liegen, um es mal hervorzuheben:
Hattest du klare Ziele als du versucht hattest durch die Schule zu kommen? Oder eher Soziale erwartungen? Hattest du überhaupt soviele Kontakte das diese einen Druck in der Richtung ausüben konnten?
Wo stehst du jetzt im moment? (diese frage würde mich auch bei wagenburg interessieren, falls du noch mitliest)


Nun ja, es war so, dass ich einen extrem hohen Anspruch an mich selbst hatte. Wenn ich mal eine schlechte Note z. B. in Mathe hatte (mein meist gehasstes Fach), dann ist für mich gleich eine Welt zusammengebrochen. Somit war ich ständig am Lernen und es klappte auch. In allen Fächern war ich gut, nur in Mathe konnte ich die 4 auf meinem Abschlusszeugnis nicht verhindern. Komischerweise waren meine Schulkameraden nicht genervt, dass ich immer gute Noten hatte. Sie konnten es aber nicht verstehen, warum mich das mit den schlechten Noten in Mathematik so fertig macht. Ergo hatte ich in den Gesprächen mit meinen damaligen Kumpels auch nur das eine Thema. Ich konnte eben auch nichts von mir privates erzählen, weil ich in meiner Freizeit auch ständig am Lernen war. Mein großes Ziel war das Abitur zu machen. Der Realschulabschluss war mir einfach nicht gur genug. Es hört sich jetzt vielleicht bescheuert an, aber ich hatte mich mit der mittleren Reife als weniger wertvoll angesehen als andere Menschen. Auch heute beschäftigt mich das. Aber ich will nochmal unterstreichen, dass ich jeden Schulabschluss bei anderen gut finde, auch Hauptschule. Nur bei mir empfinde ich meinen Schulabschluss als wertlos. Für mich ist es nach wie vor schlimm, dass ich auf der Oberstufe der Gesamtschule versagt habe. Zwar habe ich momentan eine Arbeit, aber zufrieden bin ich damit nicht. Ich arbeite aber vor allem deswegen, um auch ein Teil der Gesellschaft zu sein und meinen Beitrag zum Sozialstaat zu leisten. Deswegen rufe ich mir immer wieder ins Gedächtnis zurück, dass ich froh sein kann eine Arbeit zu haben, denn manch andere können aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht arbeiten und die können nichts dafür.



56
Niedersachsen
27
  04.03.2018 18:07  
@jh1d92
geht es dir nur darum einen, nach deinen ansprüchen hohen schulabschluss zu haben oder um die leistung die du bis dahin erbracht hast? fühlst du dich nehmen deinem schulabschluss ebenfalls "wertlos"? Und was ich nicht verstehe: Du hast arbeit, bist aber nicht zufrieden damit. Warum machst du sie dann? nur um arbeit zu haben und damit das gefühl in der gesellschaft zu sein? ist man als arbeitsloser, der leistungen von der gesellschaft erhält, nicht teil der gesellschaft?


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