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Huhu
Ich habe mich heute erst neu angemeldet und hatte mich auch gleich vorgestellt wer ich bin und wie es bei mir läuft.
Durch meine "Krankheit" habe ich so gut wie keine Freunde und ich bräuchte echt ein paar Leute oder einen der mit mir redet und es genauso schwer hat wie ich.
Ich würde mich sehr freuen
Eure Jani

19.04.2012 15:40 • 19.04.2012 #1


12 Antworten ↓


Hallo,

Sprich doch mal über deine Krankheit und über dich.


Grüße

19.04.2012 15:46 • #2



Suche Gleichgesinnte - Umgebung Weißwasser (sachsen)

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Also ich bin 19 und komme aus Weißwasser.
Meine erste PA hatte ich Mai 2009 als der Vater von meine Freund gestorben ist, ich denke mal das ist der Auslöser.
Meine Mutter leidet auch unter PA und war auch in Therapie und dadurch konnte sie mit Tipps geben und so konnte ich mich etwas selber "Therapieren".
Leider gibt es immer noch Situationen wo ich nicht mehr Heer meines Körpers werde und flüchte regelrecht vor solchen Situationen
Vorallem schlimm ist es immer wenn ich in ein Auto steigen soll, ich fühl mich als wäre ich auf einer Achterbahn und mir wird schlecht, mein Mund wird trocken und ich verkrampfe regelrecht und muss mir in den Oberschenkel kneifen und tief ein und aus atmen um über haupt zu atmen, ich klammer mich richtig am Gurt fest als würde ich gleich sterben und dann muss ich meine Übelkeitstropfen nehmen und sicher zu gehn das ich nicht gleich kotze. Nach paar Minuten geht es wieder aber manchmal geht es nicht und ich habe über die ganze Autofahrt eine Attacke und wenn ich aus dem Auto steige dreht sich alles.
Das ist nur ein Beispiel von vielen.

19.04.2012 16:01 • #3


Hey Jani,

Ich bin auch 19 und leider unter ähnlichem. Ich isoliere mich zuhause weil ich solche Zustände wie du beschrieben hast fast immer habe wenn ich einfach nur draußen bin.

Diese Übelkeit und versuchen sich woanders schmerzen zuzufügen um abzulenken kenne ich nur zu gut. Kneife mir auch ab und zu ins bein, hilft aber meist nicht sondern bringt mich noch mehr in panik.

Ich leide aber schon bestimmt jetzt 6 jahre darunter.


Hattest du mal einen Autounfall oder ähnliches? Oder geht es dir generell in engen räumen/fahrzeugen so schlecht?

Wie sieht dein leben so aus, gehst du zur schule oder arbeiten? Hast du Freunde?



Grüße
Alex

19.04.2012 16:13 • #4


Hey
Nein ich hatte noch keine Autounfall nur außerhalb des Autos also ich wurde 2x überfahren und 3x angefahren aber keine Verletzungen oder ähnliches.
Früher wurde mir aber immer beim Autofahren schlecht und ich musste immer kotzen und jetzt habe ich halt Angst das ich wieder kotzen muss beim Autofahren obwohl ich mich schon lange nicht mehr übergeben habe.
Mir geht es manchmal in kleine Räumen schlecht aber früher war das ständig das ich aus kleinen Räumen geflüchtet bin. Ich habe aber keine Angst alleine zu Hause nur auf der Straße.

Ich geh leider nicht Arbeitet. Ich habe 2 abgebrochene Ausbildungen und suche im Moment verzweifelt nach einer neuen Ausbildung.
Ich bin seit 5 Jahren mehr oder weniger Glücklich mit meinem Freund zusammen. Es belastet uns beide schon aber mein Freund will das irgendwie nicht verstehen das ich nicht normal bin und dadurch laufen fast immer alle Außenaktivitäten bei uns schief weil ich wider nach Hause möchte.
Freunde habe ich schon und die behandeln mich auch alle ganz normal aber dadurch das ich mich fast 2 jahre lang zu hause verkrochen habe sind es keine guten freunde mehr. Aber sie sind da und wir gehen am Wochenende alle raus aber wenn sie weg fahren in die Disko sage ich immer nein obwohl ich gerne möchte und manchmal sage ich dann ja und alle freuen sich und wenn es darum geht in das Auto zu steigen gehts bei mir los und ich kneife dann doch wieder und könnte mich selber Ohrfeigen
Meine freunde wissen aber nicht was los ist mit mir ich sage dann immer "nein hab Kopfschmerzen" oder so.

19.04.2012 16:25 • #5


Diese angst sich in der Öffentlichkeit zu übergeben hast du etwa auch? Damit kämpfe ich nämlich.

Mach dir aber keine vorwerfe wenn du nach hause willst, oder dir es in solchen Situationen schlecht geht, jeder trägt so sein Leid und Ängste mit sich rum.

Aber so wie ich das sehe schränkt es dich in deinem leben nicht so sehr ein oder? Hast ja ein soziales umfeld und alles das ist doch was sehr positives.

19.04.2012 16:36 • #6


Ja ich habe tierische angst mich in der Öffentlichkeit zu übergeben

Klar trägt jeder sein Leid und seine Last mit sich aber ich bin die einzige im Freundeskreis die solche Ängste hat und keiner wird das verstehen sonder nur dumm schaun und wenn ich eine Attacke habe wird derjenige sagen "Mäddel bleib doch mal ganz ruhig und ignorier das alles doch mal" (hab sowas schon durch) Ist ja auch so ich muss es ignorieren oder solange durchhalten bis die Attacke weg ist aber in dem Moment will dir derjenige nicht helfen sonder es nervt ihn einfach nur.

Es schränkt mich nicht mehr so sehr ein wie früher ich habe mich selber therapiert durch die tipps meiner Mutter und es hatte geholfen aber in manchen Situationen schränkt es mich doch schon ein.

Erzähl doch mal ein bisschen von dir, ich texte dich hier zu und habe garnicht gefragt wie es dir geht und wie du das aushältst und was du so machst gegen deine Ängste und Attacken?

19.04.2012 16:47 • #7


Das dich keiner in deinem Umfeld versteht würde ich als normal ansehen ist bei mir das selbe aber eins musst du wissen, ich verstehe dich ganz genau und absolut. Und jeder der sagt "beruhige dich doch einfach mal" oder so etwas der hat einfach noch nicht genau darüber nachgedacht was du in dem Moment fühlst. Was nicht böse gemeint ist von den Personen aber helfen tuts eben natürlich nicht.

Diese angst sich in der öffentlichkeit zu übergeben habe ich auch sehr stark auch wenn es NIE, NIE vorgekommen ist, egal wie schlecht es mir ging. Wie ist das bei dir?

Ja wie gesagt, ich leide unter sehr ähnlichen Zuständen wie du, nur das ich mich seit Jahren total isoliert habe und keine sozialen Kontakte mehr habe was mich ziemlich zerstört.

ich versuche einfach immer ruhig zu bleiben auch wenn es im inneren sehr nervös ist. Dadurch verschlimmert sich der zustand nicht und verbessert sich eventuell. Im schlimmsten fall such ich mir ne auszeit, geh auf die toilette, irgendwo wo ich alleine bin.

19.04.2012 16:57 • #8


Ich musste mich auch noch nie in der Öffentlichkeit übergeben aber ein paar mal hätte es fast geklappt das ich kotze

Gehst du wirklich überhaupt nicht mehr aus dem Haus oder wie kann ich das bei dir verstehen?
Ich kenne das von meiner Mum, sie wollte nicht mehr auf die straße und vorallem nicht alleine und alleine zu Hause sein wollte sie auch nicht und sie ist Hypochonder und ich musste wegen ihr ein 800 Seitiges Ärzte Buch auswendig lernen nur damit ich sie beruhigen kann wenn sie wieder was hat klar bin ich auch ein kleiner Hypochonder aber nur wegen ihr.

19.04.2012 17:10 • #9


Ich gehe nur noch aus dem Haus wenn es unbedingt sein muss oder ich mich irgendwie verpflichtet fühle. Zum Beispiel eine Beerdigung, Arzt Termin und solche Sachen.

Anonsten holt mich ab und zu mein vater ab (eltern sind geschieden) und wir gehen irgendwas draußen machen. Fühle mich aber nie wohl ob alleine oder in Gesellschaft meiner familie, habe immer probleme mit dem magen, übelkeit, ängste. Oft sehne ich mich nach liebe die nicht familiär bedingt ist (da ich das als selbstverständlich ansehe obwohl es nicht bei jedem so ist), dann werd ich stark depressiv und verkrieche mich noch mehr. lass es mir aber sonst nicht anmerken.

Ich habe aber auch kein grund rauszugehn, niemand wartet dort auf mich. Ob ich jetzt alleine zuhause bin oder einsam unter leuten, was macht das schon?

Ich hatte einmal ein Erlebnis in der schule wo mir schlecht wurde und ich dachte ich muss mich übergeben, und das auch noch 2 mal hintereinander wo ich mich sehr blamiert gefühlt habe. Daher wohl die angst mich zu übergeben in der Öffentlichkeit.

19.04.2012 17:23 • #10


Und warum versuchst du es nicht mal mir einer Konfrontationstherapie? Ich habe das geschafft und mir hatte es ungemein geholfen und dann täte ich einfach mal im Internet schauen ob noch alte Schulkameraden in deinem Ort wohnen und sie kontaktieren und mit ihnen schreiben und mich mit denen treffen.

Hast du schon einmal versucht in eine Tagesklinik zu gehen? Da geht man früh hin bis nachmittag und geht dann wieder nach hause und das so für 8-12 Wochen. Meine Mum hatte sowas gemacht und sie kann auch alleine auf die Straße gehen und alleine zu hause bleiben was sie vorher alles nicht konnte kann sie jetzt wieder.

19.04.2012 17:37 • #11


Seit ich 18 bin habe ich eigentlich gar nichts mehr unternommen um meine Situation zu verbessern. Mir fällt es sehr schwer einen schritt zu machen..

Ich war schon in Therapie aber nur damals damit ich wieder in die schule gehe.

Warst du schon mal in Therapie?

19.04.2012 17:50 • #12


Nein ich war noch nicht in Therapie aber ich habe mich belesen wie man sich selber therapieren kann und durch meine Mum die therapiert wurde, habe ich es einfach selber versucht und es hat etwas geholfen. Aber sobalt es wieder schlimmer werden sollte bei mir werde ich mich in die Tagesklinik einweisen lassen
Und du solltest auch mal sowas versuchen, belese dich einfach oder frage mich nach tipps wie ich das geschafft habe.
Das beste beispiel ist meine Mutter, wegen ihr bin ich nicht zur schule gegangen, habe mich öfters nach hause schicken lassen wenn mein Vater schicht hatte oder bin erst garnicht gegangen und bin lieber zum Arzt und habe ihn angelogen das es mir schlecht geht nur damit ich bei meiner Mutter sein kann die nicht alleine sein wollte weil sie angst hatte das sie stirbt oder was passieren kann.
Versuch es einfach. Der erfolg wird riesig sein für dich, du wirst wieder etwas Glücklicher sein

19.04.2012 18:37 • #13



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