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Oh je, hier erkenne ich mich ganz klar wieder....
hallo ihr....ich bin neu hier und bin so froh, dass ich dieses Forum gefunden habe.
Normalerweise bin ich ein recht positiv eingestellter Mensch....doch irgendwie hat sich in den letzten Jahren alles derart verändert, dass ich gar nicht mehr so richtig klar komme.
Angefangen hat alles durch meinen Umzug von Thüringen ins Saarland 1996 wegen einem neuen Partner.
Bin Mutter von 3 Kindern (heute sind sie 36, 33 & 27 Jahre). Meine älteste Tochter lies ich damals in Thüringen zurück weil sie ihren Freund hatte & in der Lehre war (Krankenschwester). Die anderen beiden Kinder nahm ich mit ins Saarland & damit begann bereits das ganze Elend. Meine große Tochter wurde magersüchtig, weil sie uns so sehr vermisste & damit nicht klar kam. Ich litt wie ein Tier, als ich sie erst 4 Monate später wiedersah & ihren Zustand erkannte. Verdammt nochmal, was hatte ich ihr da angetan? Dann zerbrach meine Ehe mit dem Mann, für den ich damals die Heimat verlassen hatte & ich ging mit meiner jüngsten Tochter 2001 wieder in die Heimat zurück. Doch schnell stellten wir fest....wohl eher meine jüngste Tochter, dass sie in der Heimat nicht mehr richtig klar kam....& ich mit ihr wieder ins Saarland zurück ging. Eben ein echtes Hin & Her! Früher hatte ich in Thüringen einen tollen Bekanntenkreis, doch durch meine Umzieherei verlor ich alle. Im Saarland war es mir nicht wirklich gelungen wieder gute Freunde zu finden....zumindest nicht die Freunde, auf die ich mich verlassen konnte. Das stellte sich ganz schnell heraus, als ich 2008 einen Schlaganfall hatte & zu dieser Zeit so einsam wie noch nie im meinem Leben war & mich komplett im Stich gelassen fühlte. So sehr, dass selbst die Ärzte im Krankenhaus zu mir sagten, dass sie so etwas noch nie erlebt hatten. Zum Glück bin ich wieder gesund geworden....außer der Erblindung eines Auges von mir....naja sicherlich auch die seelischen Folgen sind noch nicht verwunden. Was ich eigentlich schreiben möchte ist, dass ich mich seit dieser Zeit so einsam fühle, kein Vertrauen mehr zu den mir nahestehenden & nahe gestandenen Personen habe & mich völlig isoliere. Hinzu kommt, dass ich nicht mehr arbeiten gehe, kein eigenes Einkommen habe & den Kontakt zu meinen Kindern & 4 Enkelchen fast verloren habe. Wahrscheinlich habe ich mich durch den Schlaganfall persönlich doch sehr verändert, dass meine Kinder damit nicht mehr klar kommen. Sie kennen mich als Spaßkanone & als ein Mensch, der Spaß & Freude am Leben hatte. Was ich nicht verheimlichen möchte ist, dass ich meinen geschiedenen Mann wieder geheiratet habe, obwohl die Ehe vorher mit schon recht schwierig war. Habe einfach einen Halt gesucht & dachte, er hätte sich durch die Trennung geändert & eine 2. Chance habe er verdient. Natürlich bin ich durch ihn versorgt, aber mehr kann ich von ihm nicht erwarten. Ich meine... Liebe, Geborgenheit & Sexualität sind ihm ein Fremdwort & eine offene Meinung sagen zu dürfen für ihn der Horror. Inzwischen habe ich mich so derart isoliert, dass ich kaum noch aus dem Haus gehen möchte (wohne auf dem Land 1200 Einwohner)....vorher in der Stadt über 100000 Einwohner & gehe ein wie eine Primel. Oft plane ich Urlaub oder andere Aktivitäten....verwerfe es dann aber wieder! Mir fehlt der Antrieb zu allen täglichen Aufgaben....vielleicht auch, weil ich allein einfach keine Lust dazu habe. Mein Mann arbeitet viel & für Freizeit hat er kaum Zeit. Er will es aber so & möchte es auch nicht ändern! Ob ich ein Leben vor dem Leben mit ihm hatte, interessiert ihn heute nicht mehr. Möchte ich mal in die Heimat, dann meckert er.....was er denn in der Großstadt soll....nicht sein Ding! Aber ich habe mich ihm völlig angepaßt....& verzichte auf alles, was mir mal Freude bereitet hat.
Ich weiß nicht, wie es mit mir weiter gehen soll. Meine Kinder führen ihr eigenes Leben & die möchte ich auch nicht mehr mit meinen Sorgen belasten. Sie haben genug gelitten & das macht mir genügend Schuldgefühle. Die Kraft, in meine Heimat nochmal zurück zu gehen habe ich nicht mehr & eine Scheidung würde mich finanziell in Hartz IV bringen. Davor habe ich zu viel Angst & auch zu großes Schamgefühl. Bin in so ein Hamsterrad geraten und es hört einfach nicht mehr auf zu Laufen. Würde mich freuen, wenn ich hier im Forum Gleichgesinnte finden könnte....evtl. sogar welche, die man mal persönlich kennen lernt.
LG Birgit

10.03.2013 20:24 • #41




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