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Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

16

I

Immun
Gast

Ich verbringe seit gut 9 Jahren mein "Leben" fast nur zu Hause. Ausnahme öfters zum Arzt, das warst.
Ich fühle mich meist sehr einsam. Ich lebe noch bei meinen Eltern, aber von den bekomme ich auch keine wirkliche Fürsorge und Unterstützung, die ich brauche. Ich exzidiere für die und gut ist.
Meine Hunde sind sie einzige emotionale Stütze.
Ich sehe im Moment kaum Chancen aus diesen "Isolation Knast"in nächster Zeit rauszukommen. Auch wenn ich es psychisch sehr bräuchte, unter Menschen kommen, was unternehmen usw. Aber es geht nicht.
Ich weiß auch nicht so wirklich, was ich mir hier erhoffe, vielleicht Idee was meine Einsamkeit ein wenig mildert oder Beschäftigung Ideen.
Es ist einfach nur zum verzweifeln.

17.11.2017 #1


33 Antworten ↓
B

Blackstar
Gast

Die schlechte gesundheitliche Verfassung, führt natürlich dazu, daß Du Dich allgemein nicht gut fühlt und
deshalb alles durch einen dunklen Filter siehst und die Realität dadurch nicht mehr richtig wahrnehmen kannst.
Daß Du depressiv bist, merkt man deutlich auch an Deiner Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit, der Du Dich ergibst.
Du hältst Die Einsamkeit nicht mehr aus, kannst aber nicht unter Menschen gehen, dann gibt es nur noch die eine
Möglichkeit, Dich damit zu arrangieren und aus Deinem Leben immer noch das Beste herauszuholen, auch wenn
es nur in den eigenen vier Wänden stattfinden kann. Wenn die Depression zu stark ist, wäre der erste Schritt dort
anzusetzen und diese behandeln zu lassen. Bei mir haben Medikamente sehr geholfen eine neue Lebensqualität
zu bekommen, auch ohne andere soziale Kontakte. Dein Verzweiflungsgrad ist so stark zu spüren, daß Du professionelle
Unterstützung benötigst, das kann ein Psychotherapeut sein, oder jemand aus einer psychosozialen Beratung, die
Du anrufen kannst und um Hilfe bitten kannst. Wenn Du nicht raus kannst, wird bestimmt auch jemand zu Dir kommen,
da gibt es die Caritas, die haben Leute, die sich auf so etwas spezialisiert haben. Wenn Du nichts tust, dann bleibt
auch alles so, wie es jetzt ist, jemand anderes kann das nicht für Dich übernehmen. Du mußt lernen für Dich selbst
einzustehen und für Dich selbst sorgen, da Du kein Kind mehr bist. Wenn Du dich beschwerst, daß Du die jetzige
Situation nicht aushältst, dann brauchst Du Hilfe die ich Dir oben aufgelistet habe. Hier kannst Du Dich nur ewig
um das Gleiche weiter austauschen, das ändert aber nichts an Deiner Lage. Dazu kommt, daß Du Veränderung auch
zulassen mußt und so wie Du im Moment wirkst, hast Du auch davor Angst und bist nicht in inneren Verfassung,
diese selbst zu bewirken. Such Dir therapeutische Hilfe und laß Dir helfen, laß Dich darauf ein und allein schon das
wird eine innere Veränderung bewirken. Betätige Dich kreativ, wenn Du keinen Kontakt haben kannst, such heraus
was Dir am meisten gefällt und pflege es, schon allein das bringt wieder inneren Aufschwung und die Gewißheit,
daß man selbst schönes erschaffen kann. Das ist ein sehr gutes Gefühl.

Wie kannst Du Hunde haben, aber durch Menschen infektgefährdet sein? Wenn Dein Immunsystem so labil ist,
dürftest Du auch keine Haustiere haben, die auch einiges mit sich herumtragen und übertragen.

17.11.2017 18:52 • x 1 #26


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Seit 9 Jahren Haus Isolation Knast Ich kann nicht mehr

x 3


I

Immun
Gast

Mit Online Kontakten. Das ist was ich sehr viel versucht habe. Hatte auch viel austausch, es ist nur nicht das selbe. Auch wenn liebe Worte kommen, es enttäuscht, es fehlt einfach was.
Ich bin sehr kontaktfreudiger Mensch. Ich merke, wenn ich zu anderen Kontakt (real) habe, ich bin danach erst mal obenauf. Aber das ist eben nur mein Arzt.Da mit anderen Patienten, wenn ich mehre Stunden da wegen einer Infusion Behandlung sein muss.
Das fällt aber auch z.Z weg, weil ich in Einzelraum die Infusion bekomme.
Ändert sich vll. mal wenn die Werte besser werden.

Meine Mutter ist ehr eine die eine Negative Stimmung verbreitet. Ich wollte schon oft das wir Irgendwas zusammen machen z.b Gesellschaftsspiele oder Irgendwas zusammen, was geht und Spaß macht. Aber ich merke wie gelangweilt sie es macht, was mir so auch kein Spass dann mehr macht.
Ich würde mir so Wünschen, das von ihr mal was kommt, einfach Irgendwas und mit Freunde dabei ist. Sie Interessiert ist, das wir was zusammen machen. An mir auch Interessiert ist.Versucht mich aufzubauen, wenn es mir nicht gut geht(was ich früher bei ihr auch gemacht habe bzw. versucht).
Ich bin Irgendwie da, aber mehr bin ich für sie nicht.
Wenn ich von ihr nicht so abhängig wäre, würde es mir wahrscheinlich nicht so groß was ausmachen, hätte dann alternativen, aber so. So bleibt mir nur die Hoffnung das es Gesundheitlich bald mal besser wird.

Das ich Depressiv bin, würde ich nicht sagen. Ich bin schon leicht zu erfreuen und aufzubauen. Klar ich habe Moment wo ich alles nur noch schei. sehe, aber nächsten Tag ist es meist wieder besser.
Ich habe mich heut z.b gefreut, das ich nach mehren Tagen, geschaft habe , für 10 Minuten mit meinen Hunden Spazieren zu gehen.

17.11.2017 22:28 • #34


Zum Beitrag im Thema ↓


Joschi
Hallo Immun...Herzlich Willkommen im Forum.Kann Dich gut verstehen...viele Grüße Joschi

#2


E
Hallo ich finde das du für dich irgendwann deinen weg aus deiner Isolation gesagt hast und zwar indem du dich ins internet gehst und deine sorgen los schreibst. Wenn man sich als opfer der lage fühlt dann ist man hilflos und verangstlich. Wenn wir erwachsen sind brauchen wir von unseren Eltern auch keine Unterstützung mehr also im besten falls schaffst du dein leben auch alleine. Selbstwertgefühle stärken sich mut zureden sich an einem arzt aich wenden darüber weden und immer wieder kleine schritte nach vorne gehen bis du irgendwann die Blumen oder hunde draußen geniesen kannst. Du hast es in deiner hand heute aus deinem leben gutes zu machen. Überlege dir jeden Abend . Was habe ich mir heute gutes h
Getan . Wem.habe ich etwas nettes gesagt oder getan oder gesehen was mir Freude macht. Konzentiere dich wieder auf dein leben aber nicht auf dein jetztiges negative sondern sehe etwas positives . Werde ein ich kann Denker.

#3


I
Selbstbewusstsein aufbauen ist nicht so einfach, wenn man nur zu Hause ist. Ich bin mit meinen Hunden so viel es geht draußen, es ist mir auch wichtig. Aber das kann doch nicht alles sein.
Ich wurde mir nichts als mehr Wünschen, als ein Hobby nachzugehen, mit anderen zusammen sein. Aber es geht nicht.
Meine Elten versuchen nicht mal in mein schei. Situation sich hineinzuversetzen und mir helfen das beste aus der Situation zu machen)leider sind es meine eigene Bezugspersonen). Ja und leider bin ich von den abhängig schon alleine wenn einer mich zum Arzt fahren muss.
Nein und es liegt nicht in meiner Hand, das ich aus der Isolation rauskomme.
Ich versuche das beste draus zu machen, aber ich bin unglücklich damit.
Mein Arzt zuckt auch nur mit den Schultern und weiß auch langsam nicht mehr was er mit mir machen soll

#4


kalina
Ich würde Dir raten in eine psychosomatische Klinik zu gehen, die verhaltenstherapeutisch arbeitet. Da lernt man auch, wieder nach außen zu gehen und sich den Ängsten stückweise zu stellen.

Ich kenne das auch, konnte auch zeitweise das Haus nicht verlassen. Auch heute noch gibt es immer wieder Phasen, wo es schwer ist.

#5


I
Was soll ich ein einer Psychosomatischen Klinik? Da würde ich auch nur im Zimmer rum hocken.Und hätte da die gleichen Probleme wie zu Hause. Und meine Hunde und mein Garten würden mir noch zusätzlich Fehlen.

x 1 #6


B
Sei doch froh, daß Du Hunde und wenigstens noch Eltern in Deiner Nähe hast, wenn Dir mal was passiert.
Mir gehts seit sechs Jahren auch nicht anders, nur ohne Hunde oder sonstwen in der Nähe.
Mir macht es aber zum Glück auch nichts aus und könnte ohne weiteres alleine im Wald oder einer einsamen Alm leben.
Einmal am Tag muß ich aber raus aus dem Kasten, sonst fällt mir die Decke auf den Kopf.

x 1 #7


I
Mit was beschäftigt du dich dann den ganzen Tag.Mir macht es schon viel aus, so wie es ist.

#8


B
Zitat von Immun:
Mit was beschäftigt du dich dann den ganzen Tag.Mir macht es schon viel aus, so wie es ist.

Halte meine Wohnung immer gut sauber und in Ordnung, da fällt immer wieder was an. Dazu lese ich gerne und viel.
Für den Körper mache ich fast jeden Tag etwas in Richtung Yoga, QiGong, TaiChi, Fitness. Bilde mich laufend auch
im Selbststudium weiter, bin da sehr vielseitig interessiert, von Sprachen über Programmierung, bis Hobby, zur Zeit
mach ich da gerne Origami, das wechselt aber. Wichtig ist auch regelmäßiges Entspannungstraining, wie
Meditation. Ab und zu streame ich mal eine Serie und koche mein Futter gerne selbst. Dann ist der Tag schon gut
ausgefüllt. Wegen meiner Krankheit, bin ich eh immer früh müde und komme morgens meist eher spät raus, weil
oft alles weh tut vom Rheuma und brauche dann immer eine gewisse Zeit warmzulaufen. Wenn die Depression
mal wieder (meist synchron zu einem Rheumaschub) mittel bis schwer ausfällt, versuche ich wenigstens einmal
rauszugehen und um die Stadt zu laufen, viel mehr ist dann meist nicht zu machen und jeden Tag eben an meiner
Einstellung arbeiten. Wenn negative Gedanken mich anfallen, hilft mir am besten etwas nettes zu lesen, dann
bin ich gut abgelenkt. Mir fällt aber auch immer etwas ein, was ich tun kann und mir wird nie langweilig.
Arbeiten, kann ich inzwischen leider vergessen, obwohl ich nichts lieber tun würde, aber meine Belastbarkeit
tendiert gegen Null, also kann ich mich entscheiden ob ich mich in ein Loch plumpsen lassen soll und mich selbst
bemitleiden, oder mit dem was mir zur Verfügung steht zu agieren und das Beste für mich draus zu machen.
Ich bevorzuge die zweite Methode, weil ich die erste zu Genüge kennengelernt habe über viele Jahre und es
einfach nichts bringt, außer daß ich mich selbst fertig mache.

x 4 #9


YesItsMe0
Zitat von Immun:
Mit was beschäftigt du dich dann den ganzen Tag.Mir macht es schon viel aus, so wie es ist.


Hatte auch so eine Situation dass ich zuhause eingesperrt war, nur war meine PC Sucht die Ursache. Ich habe mich dann meine gesamte Zeit (12+ Stunden täglich) vor dem PC verbracht und meine Gedanken abgelenkt, man könnte auch sagen betäubt ähnlich wie beim Alk..
Heute habe ich es überstanden, schlafe aber noch immer meistens mit laufendem Laptop ein da ich sonst zu viel über die verschwendete Zeit nachdenke. Wenn ich ganz müde bin schlafe ich mittlerweile sogar ohne Laptop ein Smile

Noch immer bin ich am liebsten alleine da ich mich dort einfach sicher fühle. Trotzdem sitze ich den ganzen Tag mittlerweile in der Bibliothek und tue was Smile

x 1 #10


Naitsab47
Hallo Immun,
Kann deine Situation ganz gut nachvollziehen. Auch ich verbringe die meiste Zeit zuhause und leide sehr unter dieser Einsamkeit.
Wie ist es denn bei dir zu dieser Situation gekommen?

#11


E
Naja der wille ist bei dir da was hält dich von dem schritt ab zb ein hobby zu suchen ?

#12


F
Zitat von Immun:
Nein und es liegt nicht in meiner Hand, das ich aus der Isolation rauskomme


Solange Du an diesem Glaubenssatz festhältst ,wird sich nie was ändern.

Du glaubst,dass Du es nicht in der Hand hast,Du denkst ,dass Du es nicht in der Hand hast.

Es gibt einen weisen Spruch und der lautet: "Glaube nicht alles ,was Du denkst"

Gedanken sind nur Gedanken also lange keine Realität.
Aber wir erschaffen mit unseren Gedanken einen grossen Teil unserer Realität.

Das Thema Gedanken ist ein sehr interessantes Thema und da kannst Du ansetzen.
Es gibt viele interessante Bücher,z.B. "Die Macht der Gedanken" von Dr. Joseph Murphy.

Wenn Du das liest,ändert sich Dein Blick auf Dich selbst und die Welt,ganz bequem vom sicheren Zuhause aus.
Das ändert alles!
Ein Buch lesen schaffst Du bestimmt!

x 1 #13


B
Zitat von Flame:
Solange Du an diesem Glaubenssatz festhältst ,wird sich nie was ändern.

Sehe ich auch so, wenn man auf jemand anderes wartet, der das für einen tun soll, kann man unter Umständen Spinnweben ansetzen.
Da kommt man halt nicht drum rum, man muß für sich selbst einstehen und auf sich selbst Acht geben, das kann einem als Erwachsener
keiner abnehmen und wenn, dann würde man den anderen damit ganz schön überfordern.

x 2 #14


YesItsMe0
Zitat von Naitsab47:
Hallo Immun,
Wie ist es denn bei dir zu dieser Situation gekommen?


Indem du aus dem Haus rausgehst und deine Angewohnheiten so änderst. Man muss sich dem Ganzen aussetzen auch wenn man es nicht mag. Die Vermeidungshaltung ist das Schlimmste da sie dich davon abhält etwas an deinen Gewohnheiten zu ändern.

x 1 #15


Naitsab47
Zitat von YesItsMe0:

Indem du aus dem Haus rausgehst und deine Angewohnheiten so änderst. Man muss sich dem Ganzen aussetzen auch wenn man es nicht mag. Die Vermeidungshaltung ist das Schlimmste da sie dich davon abhält etwas an deinen Gewohnheiten zu ändern.


Das weiß ich und ich arbeite daran.
Die Frage war auch nicht an dich gerichtet und das war auch nicht das was ich wissen wollte.

#16


I
Nein ich kann selber nichts ändern. Ich kann nichts dafür das ich schwer Krank geworden bin und dazu gezwungen bin. Würde ich das so machen, wie ich wollte, wäre mit ziemlicher Sicherheit es im Moment so, das ich die nächsten Tagen, wenn nicht Wochen dafür Bluten musste und dann völlig Flach liegen würde.

#17

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B
Zitat von Immun:
Ich kann nichts dafür das ich schwer Krank geworden bin

Was hast Du denn für eine Krankheit?

#18


Entwickler
Wenn ich von der Arbeit heimkomme, will ich auch keinen mehr sehen. Ich ertrage dann Menschen nur noch im Fernsehen, und davon kann ich gar nicht genug kriegen. Das ist aber keine Sucht, wie man annehmen könnte, sondern es ist mein Wunsch, Menschen zu sehen, ohne mit ihnen interagieren zu müssen. Aber letzteres ist schon viel besser geworden. Vieles hängt davon ab, in welcher Lebenssituation man sich befindet, und wer da ist, und sich um einen wirklich kümmert. Wem man etwas bedeutet.

#19


I
Ich möchte über meine Erkrankungen nichts groß schreiben. Darum soll es nicht gehen. Ich komme mit dieser Einsamkeit nicht mehr klar.

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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