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Manchmal Gefühle der Einsamkeit, des Verlassenseins, des Allesegal, des Werfragtschonnachmir, trotz Verheiratetsein, trotz guten Job, der mir auch Erfolgerlebnisse bringt, fühle mich überlastet in der Gesamtsituation in der ich stecke...
Vielleicht so etwas wie Midlifekrise? Müsste doch vorbei sein? Bin 46.
Empfinde dreifach oder mehrfach-Belastung: privat (diverse Bereiche), beruflich, vereinsleben.
Ich denke jemand anders würde es besser im Griff haben bzw in Griff bekommen.
Manchmal empfinde ich mich ziemlich am Ende und frage mich wozu das Ganze. Das Abmühen um die vielen Kleinigkeiten, und sei es sich nur die Reparatur einer Waschmaschine zu kümmern...
Abends nach der Arbeit auf dem Nachhauseweg dann diese Einsamkeitsgefühle, -gedanken, würde dann am liebsten mit jemanden sprechen, auf eine Tasse Kaffee vorbeikommen, mich ein wenig "ausheulen"..., aber da ist niemand - zumindest denke, empfinde ich so...
Zuhause habe ich das natürlich nicht gesagt, da kann mir keiner helfen, eigentlich kann mir kein Mensh helfen, ein oder mehrere Wunder müssten passieren, aber die sind doch eher selten, zumindest bei mir...
Weiß nicht warum ich das hier schreibe, auf der einen Seite schreibe ich dass mir niemand helfen kann, auf der anderen Seite schreibe ich und will mal gucken was/wer kommt...?

22.10.2010 12:37 • 29.10.2010 #1


2 Antworten ↓


hallo,
mir geht es manchmal so. Ich gehe auf die Mitte der 40er zu, stehe vollbeschäftigt im Job, bin 2fache Mutter und schon Großmutter eines prächtigen Enkels. Neben dem Job habe ich mich noch um eine 14jährige schwerbehinderte Tochter zu kümmern. Ich bin geschieden, habe aber zu meinem geschiedenen Mann mittlerweile wieder einen guten Bezug. Er versucht sich ebenfalls um die Kleine mehr zu kümmern. Dann ist meine Älteste mit 17 Mutter geworden und wir mußten da alle durch. Bei mir ist es immer so, daß ich in sämtlichen beruflichen und privaten Kriesen bestens funktioniere. Schlimm wird es dann, wenn der Druck nachlässt und meine Gedanken und Emotionen einfach weiter galoppieren und durchgehen. Dazu noch die vielen Menschen, die meinen: du schaffst doch alles irgendwie und das klingt für mich manchmal neidisch. Dann kann man sich gar nicht ausheulen bei anderen, weil die das Problem gar nicht erkennen.

Ich flüchte mich dann in die Stille und kehre mich zusammen, manchmal hilft heulen, manchmal ein Wutanfall und ganz ganz selten, kann ich drüber sprechen dürfen.

Mein geschiedener Mann vermochte nicht in der Ehe mich dann aufzufangen. Nun aber fragt er mich öfter danach, wie es mir geht. Der Typ wollte mich schon mehrmals wiederheiraten-lächel.

Wenn ich mal so richtig leer gelaufen bin, dann füllen mich meine Hobbys ein wenig auf und schon kommt die nächste Kriese, in die ich mich hineinknien muß.

Liebe Grüsse

PS: du schreibst, es müßte ein Wunder passieren. Laß dir sagen, daß du selbst das Wunder bist.

22.10.2010 13:50 • #2


Hallo an Euch beide,

das klingt ja nach gemeinsam einsam, natürlich ist Eure Situationen völlig unterschiedlich.
Was ich oft denke wenn ich hier bei anderen lese "alle haben Familie, Kinder, heile Welt usw"., Das ist ja keine Garantie fürs Wohlbefinden, wenn man nur noch durch die Umstände und äußeren Zwänge lebt. Gar nicht mehr entscheiden kann, was man eigentlich wlll. Wenn man nun ganz alleien ist, kann man ja mchen was man will - so geht es mir, der Nachtell, alle Entscheidungen muss ich selber treffen, das ist auch Streß.
Egal ob nun alleine oder mit anderen einsam, soltle man sich schon überlegen, was einem wichtig ist und was man gerne ändern würde, und welche Möglichkeiten man selber hat Dinge zu ändern.

Sonnige Grüße an Euch

29.10.2010 22:10 • #3




Dr. Reinhard Pichler