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Kind ist zum Vater gezogen - Gefühl Einsamkeit

201817.01




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Hallo zusammen, ich habe meine Tochter 16 Jahre alleine groß gezogen und alles menschenmögliche für sie getan.
Vor einem halben Jahr ist sie ohne Vorwarnung von heute auf morgen zu ihrem Vater (Entfernung 170 km) gezogen und hat ihr komplettes Leben samt mir, hinter sich gelassen.
Ich suche andere Mütter / Väter denen so etwas auch passiert ist, zwecks Austausch im Raum Koblenz.
Schönen Gruß

Auf das Thema antworten


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  17.01.2018 17:27  
Zitat:
Vor einem halben Jahr ist sie ohne Vorwarnung von heute auf morgen zu ihrem Vater (Entfernung 170 km) gezogen und hat ihr komplettes Leben samt mir, hinter sich gelassen.

Wie darf man sich das vorstellen? Stand sie mit gepackten Koffern vor dir, sagte "ich ziehe aus" und ging? Hast du als Erziehungsberechtigte keine Möglichkeit einzugreifen?



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  17.01.2018 17:29  
Hallo Hope,

erstmal herzlich willkommen hier!

Das ist ja ein Hammer, ich hoffe Du tust jetzt ganz viel für Dich - Freunde treffen, Sauna gehen....

LG
Mamamia





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  17.01.2018 19:45  
Hallo zusammen,
ja so ungefähr war das. Erst hieß es, ich gehe in den Sommerferien 2 Wochen zu Papa und dann kam sie nicht wieder und ich wurde vom Vater per whatsapp darüber informiert, dass meine Tochter sich hinter meinem Rücken beim Einwohnermeldeamt umgemeldet hat.
Ich war natürlich auch bei einer Anwältin um mich zu informieren. Da der Vater und ich ein gemeinsames Sorgerecht haben, konnte ich nichts machen. Rein rechtlich ist es so, dass Kinder ab 16 Jahren tatsächlich ihren Wohnsitz einfach ummelden können.
Wir haben kaum Kontakt und es hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen.
Ja, ich versuche jetzt "loszulassen" und mich um mich zu kümmern. Wieder schöne Dinge für mich zu entdecken, Freunde zu besuchen, Sport zu machen und meine Lebensfreude wieder zu finden.



786
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  17.01.2018 21:15  
Klingt schlimm... ich wäre an deiner Stelle wohl nicht nur traurig sondern auch enttäuscht und wütend und würde vorerst den Kontakt runterfahren. Mit 16 Jahren ist sie auch alt genug um zu lernen, dass jedes Handeln auch seine Konsequenzen hat und das keine Art ist mit der eigenen Mutter umzugehen.

Danke2xDanke




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  17.01.2018 22:37  
Hallo FeuerWasser, ja es ist sehr schlimm.
Wir hatten immer ein gutes und enges Verhältnis miteinander. Ich hätte eher geglaubt, dass ich einen 6 er im Lotto habe, als das jemals so etwas passieren könnte. Es ist immer noch völlig unverständlich und unfassbar für mich.
Ja, meine Gefühle wechseln von Wut, maßloser Enttäuschung, unendlicher Verletztheit, tiefe Traurigkeit, heftige Sehnsucht, Schmerzen wie der schlimmste Liebeskummer und Einsamkeit.
Und ja du hast vollkommen recht, es ist absolut nicht in Ordnung so mit seiner Mutter umzugehen. Es ist so gut wie kein Kontakt, eigentlich nur wenn ich melde. Und das mache ich, aus Angst vor gar keinem Kontakt.
Du hast natürlich recht, sie ist alt genug, auch die Konsequenzen zu spüren und zu verstehen. Ich fühle mich nur leider in der schlechteren Position und versuche deshalb Kontakt zu halten, auch wenn ich manchmal lieber hart zu ihr wäre, damit sie merken würde, wie es das wirklich finde was da gemacht hat und immer noch macht.
Danke, dass du mir geschrieben hast. LG



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Wien
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  17.01.2018 22:41  
Ja, aber hast ihr schon mal deine Gefühle geschildert, wie es dir geht mit der Situation? Also, so sachlich und unaufgeregt wie es halt geht?



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  17.01.2018 23:02  
Ich würde dir empfehlen vllt. eine Beratungsstelle aufzusuchen (psychologische Beratung, Familienberatung). Es könnte hilfreich sein sich jemanden an seine Seite zu holen der dich ein Stück des Weges begleitet und dir den Rücken stärkt. Es ist absolut verständlich, dass du Angst hast das der Kontakt abbrechen könnte, andererseits muss dieses Vorgehen auch für sie ein Lernprozess sein und sie muss zu spüren bekommen was sie da emotional anrichtet. Deine Tochter hat nicht nur entschieden auszuziehen sondern mit der Nacht-Nebelaktion auch eine Entscheidung getroffen sich von dir zu lösen, diese enge Verhältnis aufzulösen und dein Vertrauen zu missbrauchen. Als Außenstehende sehe ich das auch nicht so, dass du in einer schlechteren Position wärst auch wenn es sich so anfühlt. Das ist jetzt eine sehr unangenehme Situation die du nutzen solltest um dich neu auszurichten und zu ordnen.





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  17.01.2018 23:26  
Danke für deine Antwort! Bin froh, dass ich mich hier angemeldet habe ... Um so mal eine Meinung / Sichtweise von einem nicht involvierten Menschen zu hören ...
Ich hatte mich bereits zu Beginn, als es mir wirklich sehr schlecht ging an Beratungsstellen und in eine Klinik begeben. Es hat mir in der schlimmsten Zeit erstmal über den Berg geholfen. Mittlerweile, seit 4 Wochen habe ich auch eine Gesprächstherapeutin die mir hoffentlich helfen kann damit fertig zu werden und mich in dieser schweren Zeit begleitet. Es gibt halt auch nach 6 Monaten immer noch emotionale Abstürze, aber dann geht es auch immer mal wieder etwas besser. Ich weiß, ich muss mich jetzt auf mich konzentrieren und mir selber helfen mein Leben zu gestalten. Vielen lieben Dank nochmal für dein Schreiben! Ich wünsche dir noch einen schönen Abend! LG


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