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C

charmest
Mitglied

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Hallo,

ich habe mich eben gerade angemeldet, weil ich nicht mehr weiter weiß. Ich erkläre euch, worum es geht:

Ich bin 25,männlich, introvertiert mit leichten extrovertierten Zügen, hatte noch nie Freunde, habe auch keine Freundin.

Ich kann gar nicht kommunizieren. Weder das Flirten gelingt mir, noch schaffe ich es ein gescheites Themazu finden, worüber ich mich mit meinen Mitmenschen verständigen kann.
Bei Freundschaften ist es so eine Sache...
Klar schaffe ich es, mit meinen Mitmenschen zu sprechen. Aber Gespräche aufrecht zu erhalten gelingt mir nicht. Außerdem sehe ich bspw. meine Kommilitonen an der Hochschule, unterhalte mich mit ihnen. Aber alles ist nur temporär! Außerhalb der Hochschule will man mit mir irgendwie nichts zu tun haben!
Schon immer war es so und ist es so, dass, wenn Menschen mich irgendwo einladen. Man trift sich 1-2 mal mit mir, bis man das einstellt und ich nicht weiß, weshalb. Dann frag ich mich immer, woran es lag, aber am Ende weiß ich es nicht.
Ich habe sehr viele "Bekannte", aber eben keine Freunde!
Ich bin zwar nett und freundlich. Mittlerweile merke ich, dass man damit nicht weiß kommt!
Von meiner Persönlichkeit her: Ich kann nur das, was ich beigebracht bekommen habe. Nicht mehr!

Zum Thema Flirten: Ich schaffte es nicht, aus mir heraus zu gehen, da ich ja introvertiert bin und somit eher viel nachdenke und in mir bin. Vor einiger Zeit besorgte ich mir Ratgeber-Bücher und schaffte es an Hand deren, fremde Frauen anzusprechen. Nach Selbstreflexion ist mir aufgefallen, dass ich Interviews führte, statt einem Small-Talk, geschweige denn eines Flirts!
Auch merke ich, dass ich andere Menschen nicht begeistern kann, nicht witzig bin, Menschen mich eher auslachen. Ich frage mich aber: Woran liegt das? Irgendwie kann ich die Hoffnung ja nicht aufgeben! Ich will nicht sagen, dass ich dazu verdammt bin, sozial zu scheitern, auch wenn es so ist.

Seit wenigen Jahren leide ich unter einer chronischen Erkrankung. Nach und nach bin ich dazu gekommen, festzustellen, dass die Ursache dafür Stress und vor allen Dingen der Mangel an sozialen Kontakten ist. Ich bin ziemlich einsam, unfreiwillig sozial isoliert. Ich habe ab und zu immer wieder Gedanken, Suizid zu betreiben und habe mir etwa 10 Jahre Zeit gegeben, diesen auszuführen. Mein Leben erscheint mir schlicht und ergreifend sinnlos, alleine und einsam dahinzu leben! Ich schleife praktisch mein Leben hinter mir her. Auf einem Zahlenstrahl von 0 bis 100 bin ich bei 2 - Der Weg von 2 auf 0 erscheint mir leichter durchführbar als von 2 auf 100!

Es ist ätzend. Liegt es vielleicht daran, dass ich dick bin? Vielleicht ein Kommunikations-Defizit? Liegt es daran, dass meine Persönlichkeit falsch ist? Bei meinem Vater war es genau so: Keine Freunde gehabt, Vereinsamung, Erkrankung an einer chronischen Erkrankung. Ich sehe Parallelen - leider! (War, deshalb, weil er mittlerweile verstorben ist - vor seinem Tod fiel Ärzten sein Lebensunwille auf).
Auf einen Therapieplatz warte oich übrigens auch schon seit Jahren.

Ich bitte euch um Hilfe. Danke.

30.11.2012 #1


758 Antworten ↓
B

Bird
Gast

Zitat von void:
Zitat von Bird:
Ja da habe ich ein Beispiel dazu, wenn der Therapeut dich in einen Laden schickt exakt 32,56 G Wurst zu kaufen, oder in der Berliner U-Bahn jeden Passanten einzeln und der Reihe nach grüßen, sagt er nicht du sollst dir davor die Fingernägel lackieren oder intellektuelles Wissen anhäufen.

Interessant. Da die Wurst nun als Platzhalter zu verstehen ist, kann ich sie getrost erstmal beiseite schieben.

Ich glaube mich hast du auch nicht richtig verstanden. ; ) Du hast VT erwähnt - welches Ziel verfolgt sie denn? Anhand meines Beispiels kann man gut den Unterschied zwischen einer direkten Konfrontation und einer Strategie erkennen. Bei dieser Strategie ging es um charmest's Idee "Sich für andere interessant zu machen". Ein Therapeut, der dazu raten würde, sich auf das Beeindrucken anderer zu konzentrieren, wäre ein schlechter Therapeut. Das hätte als Folge andere und nicht sich selbst verändern wollen, d. h. Abhängigkeiten ausbauen anstatt Autonomie zu erreichen. Das würde auch die Steigerung des Einsamkeitsgefühls bedeuten.

Zitat von void:
...aber glaubst du nicht, dass es dem Therapeuten dabei nicht um einen Lernprozess geht?

Allerdings.

Zitat:
Charmest ist einsam, will es aber nicht sein. Dass ihr schreibt, er muss sich nicht einsam fühlen, bringt ihn aber nicht weiter. Fakt ist, er will nicht alleine sein, das muss man respektieren.

Ich habe das nicht geschrieben, sondern mich mit charmest - so sehe ich das zumindest - darauf geeinigt, dass eine Therapie her muss. Dass nicht sein Umfeld, sondern seine Einstellungen die eigentliche Baustelle sind.

Zitat:
Es ist ihm doch nicht geholfen, wenn man ihm schreibt, was er alles nicht will. Er will es!

Du hast kein Beispiel aufgeführt, und ich kann mich momentan nicht daran erinnern, dass das jemand hier so geschrieben hat.

Zitat:
Also kann er doch dafür auch den Willen haben, zu tun, was dafür nötig ist.

Nötig ist meiner Meinung nach eine Therapie.

Beispiel "Gesprächsthemen".
(@charmest: Das schreibe ich jetzt auch für dich)

Die eine Sichtweise ist - durch Gesprächsthemen andere zu beeindrucken, dafür Flirttechniken einsetzen, intellektuelles Wissen einsetzen, womöglich auch am äußeren Erscheinungsbild arbeiten um die Erfüllung eigener Bedürfnisse anzustreben usw. In dem Fall suche ich einen beliebigen Menschen, der mein Wohlbefinden steigert. Komme ich zu der Überzeugung, dass er das aus mir unbekannten Gründen nicht tun will, bekomme ich womöglich Angst und Wut. Nicht wahr? Sollte sich eine Erfüllung einstellen, fühle ich mich weiterhin einsam, weil ich den Zugang zu Menschen nur über eine Illusion meines Wohlbefindens gefunden habe.

Die andere Sichtweise wäre zu erkennen, dass ich erst gar nichts ins Spiel bringen muss um etwas bei den anderen zu bewirken. Dass es nichts zu bewirken gibt und dass meine egoistische Belangen mich am eigentlichen Kontakt hindern. Dass ich eher versuchen sollte Gesprächsthemen anderer zu verstehen, auf sie einzugehen, weil sich aus diesem Zugehörigkeitsgefühl eine Integrität ergibt, die das Gefühl der Einsamkeit kappt.

Zitat:
Ich kann auch unterstellen, dass man ihn mit solcherlei Argumenten verbiegen will. Plötzlich redet man ihm ein, dass er es gar nicht mehr will oder es gar nicht braucht - woher wollt ihr das eigentlich so genau wissen? Vielleicht denkt er später genauso, hat sich also in dem Moment VERÄNDERT, da er es dann nach äußerer Einflussnahme nicht mehr will.

Diese Veränderung verstehe ich nicht so ganz. Für mich würde sie einen Wandel, vom durch eigene Bedürfnisse geleitetem Aktionismus zu der Fähigkeit sich zurück zu nehmen um Integrität zu erreichen, bedeuten.

Zitat:
Ich glaube er hat sich bisher keine echten Ziele gesetzt.

Das würde bedeuten ausschließlich des Lernprozesses wegen zu lernen. Nicht für andere, nicht um etwas zu erreichen. Dazu muss man fähig sein sich selbst wahrzunehmen, d. h. die Entfremdung von sich selbst, die sich auch in den Einstellungen zum sozialen Umfeld widerspiegelt, zu überwinden.

Zitat:
Ihr legt ihm nun euer Wort in den Mund und er spricht es nach. Das ist aber nicht ER. Was er braucht ist Beständigkeit, dann wird er sich auch wieder Respekt verschaffen. Und dann werden sich die Leute für ihn interessieren.
Es ist doch kein Wunder, dass er nicht weiß, worüber er sprechen soll, wenn er nichtmal plausibel erklären kann, warum er tut was er tut.

Mir persönlich ging es um diese Enfremdung, anhand der zwangsläufig alle Versuche schief gehen müssen.

Zitat:
Indem ihr ihm sagt, dass er all' dies nicht braucht, sagt ihr ihm nett ausgedrückt, dass er es nicht kann.

Ich sage nur - wenn ich keinen Zugang zu mir selbst finde und irgendetwas lerne um es für strategische Spiel mit meinen lieben Nächsten einzusetzen, entferne ich mich immer mehr von mir selbst und steigere meine Einsamkeit.

Zitat:
Ein Beispiel: Wenn ich nun erfahren würde, das (fiktiv) Bananen schädlich wären, dann würde ich sie nicht mehr essen - Veränderung.

Deine Veränderung verstehe ich immer noch nicht... das, was du beschreibst, ist für mich nur eine Meinungsänderung.

Zitat:
Der Mensch ist ein Herdentier, er hat immer in Gruppen gelebt, daher sind so viele Menschen, die mit der Einsamkeit nicht klarkommen nun krank.

Das Gefühl der Einsamkeit ist nicht davon abhängig, ob man allein oder in der Gruppe lebt. Viele, die in Gruppen leben, fühlen sich einsam, und viele, die allein leben, tun es nicht. Weil das Gefühl der Einsamkeit eine Frage der eigenen Einstellung ist. Versinke ich im Egoismus, versteife mich auf eine Geltendmachung vermeintlicher eigener eigener Ansprüche, versuche ich mein Umfeld zum Zweck meiner Bedürfnisse umzugestalten, bin ich zum Scheitern verurteilt.

Du erwähnst den Kolumbus. War ein toller Mann, sicher, wurde bewundert. Nebenbei hat er aber einen der größten Völkermorde initiiert. WArum ich das auch schreibe - warum Naturvölker im Einklang mit der Natur lebten, warum haben sie nicht gedankenlos ihre eigene Lebensgrundlage zerstört, so wie wir das nach dem Erreichen von so vielen tollen Zielen tun?

Das liegt daran, dass diese Menschen keine individuelle Geltungsbedürfnisse hatten, dass sie ihre Ängste ritualisiert haben, dass sie keine Ziele des Einzelnen verfolgt haben, sondern sich in einer Gemeinschaft und der weiten Welt wie zu hause fühlen konnten. Was machst du z. B. nach dem Aufwachen? Sich mit eigenen Gedanken und Neurosen beschäftigen, oder? Siehst du, genauso wie ich. Und die Menschen, die im Einklang mit sich selbst und mit der ganzen Welt leben konnten, gingen in der Früh auf einen Berg, und bedankten sich im Voraus für den Tag, an dem sie nicht verhungern oder *beep* herumlaufen müssen. Und das Gleiche taten sie am Abend. Sie bedankten sich bei der Mutter-Erde und bei Menschen, die sie nach der Geburt freundlich aufgenommen haben. Das nur als Beispiel, man findet in allen Religionen der Welt gute Ansätze dafür, sich in der richtigen Richtung zu verändern. Primitiv, wie wir das nennen, ist manchmal mehr als gebildet.... macht weniger egoistisch = einsam.

LG Bird

30.03.2012 10:07 • #63


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Einsamkeit, sozial isoliert, Trostlosigkeit - was tun?

x 3


N

Nyan
Gast

Zitat von charmest:
Ich habe mir jetzt endlich alles durchgelesen. Außer die Posts von Heilström und 1-2 Passagen von Melmac gabs nichts Gescheites.

Danke. Ich frage mich nur, welchen Maßstab du da ansetzen willst und warum du hilfsbereite Menschen vor den Kopf stößt.

Zitat:
Ich bin ja direkt, ab und zu auch direkt. Manchmal eben zu direkt.

Das mag wohl in deiner Vorstellung so sein.

Zitat:
Wer behauptet denn, dass ich meine, dass Menschen meine Leere füllen sollen? In welcher Textpassage habe ich DAS behauptet?

So gut in jedem Beitrag von dir stehen Fragen nach einer Strategie, wie du andere Menschen dazu bringen kannst das zu tun, was du für dich als nützlich ansiehst.

Zitat:
Ich habe am Ende den Eindruck, wenn ich jetzt nicht besser gelaunt wäre, dass es das Beste ist zu denken, dass ich ein Versager-Typ sei und aufgeben soll. Was habe ich gestern über Mitleids-Sprüche geschrieben? Lieber nichts schreiben, als ein "Eines Tages kommt schon die Richtige zu dir...." -Satz!
Was ist los mit EUCH?

Wie wäre es wenn du dir Antworten auf deine Beiträge selbst schreiben würdest - vielleicht wärst du dann ein zufriedener Mensch? Ich kann nichts vom Mitleid sehen, ob du nicht dein eigenes Selbstmitleid in den Texten gespiegelt siehst? Bemitleiden tut dich hier keiner. Im Gegenteil. Es wurde mehrmals ausgesprochen, dass jeder Mensch seines Elends Schöpfer und auch der einzige ist, der seine Situation verbessern kann.

Du liest selektiv. Was dir nicht in den Kram passt, ignorierst du, um deine Leier nicht unterbrechen zu müssen: Wie bringe ich andere dazu, mir zu helfen.

Zitat:
Ich weiß, dass ich mein Selbstbewusstsein und an meinem Selbstwertgefühl arbeiten muss. Es ist aber bei weitem noch noch nicht bei 0% angelangt! Ich glaube an mich.

Darum geht es doch bei dir gar nicht, du leidest scheinbar am Überlegenheitskomplex. Die von dir beschriebenen Reaktionen deines Umfeldes, über die du berichtest lassen zumindest darauf schließen, dass die Menschen durch einen solchen im sozialen Umfeld ausgetragenen inneren Kampf überfordert sind. Die erste Anlaufstelle ist und bleibt der Psychotherapeut / Psychotherapeut / Neurologe.

Zitat:
Ich glaube noch nicht einmal an Suizid. Das ist gut.

Suizid ist manchen Fällen nur eine Trotzhandlung nach dem Motto - wenn ich das nicht bekommen kann, was ich will, gehe ich lieber, ihr seid schuld.

Zitat:
Ihr schreibt mir wirklich etwas, dassdemütigend wirkt. Dann wollt ihr mich mit Mitleids-Sprüchen aufmuntern, woran man sich bei Beziehungen erinnert oder nicht. Man lernt aus Erfahrungen. Doch, Beziehungen haben euch etwas gebracht. Hört auf zu lügen!

Geh einfach mal respektvoll mit Erfahrungen anderer um, dann kannst du davon auch einen Nutzen haben. Ob jemand lügt kannst du gar nicht beurteilen. Das könntest du nicht mal dann, wenn du selbst welche Erfahrungen hättest, weil ja die Welt nicht aus Milliarden von solchen, die sich "charmest" nennen, als charmest denken und als charmest handeln besteht.

Zitat:
Erklärt mir, inwiefern mich Mitleid weiter bringen soll? Da stecken nur negative emotionale Gefühle drin. Keine ANleitung, wie es besser werden kann! Kein Ratschlag!
Zitat:
Und ich war eben wieder gut gelaunt! Dieses MITLEID! Zum Kotzen!

Ratschläge hast du in deinem Thread erfolgreich überlesen.

Zitat:
Spart euch eure erbärmlichen Mitleids-Sprüche

Zum Kotzen ist dein eigenes Selbstmitleid, das du in Texte anderer hinein projizierst.

Zitat:
Was Amy angeht: Du bist also auf einen Versorger aus. Solche Frauen gibts ja auch.

Hier hast du dich ins eigene Fleisch geschnitten und beleidigst völlig unsinnig Menschen, die sich in deinem Alter längst ihre eigene Existenz und unabhängige Position im Leben aufgebaut haben. Wenn du dich selbst verstehen willst, lies was über Psychosoziale Abwehr. Du wärst sicher nicht der erste Mann, der nach einem Mutterersatz, nach einer Ver- und Umsorgerin sucht, die ihm durchs Leben hilft. Das Krankenschwester-Syndrom ist übrigens gar nicht so selten, so dass solche Menschen dann i. d. R. auch sicher und zufrieden in gegenseitigen Abhängigkeiten durchs Leben stolpern dürfen.

Zitat:
Ja, die Leute kleben an einem, wenn man in etwas gut ist.

Wer sich selbst verachtet, verachtet auch andere. Dann ist er aber definitiv nicht auf der Suche nach einem Freund, sondern nach einem verhassten Feind.

Zitat:
Sehr, sehr minderwertiges Verhalten.

Deinen Berichten nach stößt dein eigenes Verhalten überall auf Ablehnung, dabei möchtest du aber über das Verhalten anderer richten. Da siehst du doch, dass du im Grunde die Baustelle, deren Bewältigung dir ein besseres Leben sichern würde ignorierst, und den Frust aus deinem Stillstand auf anderen abreagierst, die mit deinem Problem gar nichts zu tun haben.

Zitat:
Ich habe Kraft. Ich muss mich immer selbst reparieren und aufladen. Das krieg ich mit gutem Selbstbewusstsein hin.
Ihr wisst schon, dass Menschen ihre innere Batterie durch soziale Netzwerke aufladen können? Was ich schaffen kann, während ich ja keine Freunde habe, ist, Wege zu finden, wodurch sich Nervenzellen bilden lassen. Dann wird einiges besser. Nur wie gesagt: Durch den Kontakt zu anderen Menschen entstehen auch neue Vernetzungen von Nervenzellen im Hirn.

Also sollen dir Kontakte zu neuen Hirnzellen verhelfen. Dass du ein besserer Mensch wirst.

Zitat:
Meine Lebenserfahrung zeigt: Tritt Menschen und ignoriere sie und leb dein Leben. Irgendwann wollen sie was von dir und kommen angekrochen.

Ich schrieb ja auch, dass du in Wirklichkeit auf der Suche nach kriegerischen Auseinandersetzungen bist und auch hier im Forum einen Schaukampf austrägst. Vielleicht überlegst du mal, dass du so völlig auf dem Holzweg bist, dass du jede nur erdenkliche Hilfe seitens deiner Psychiater mit Dankbarkeit entgegen nehmen solltest und auch für jeden einzelnen Buchstaben in diesem Thread dankbar sein könntest, denn die Buchstaben haben Menschen geschrieben, die sich anonymer weise damit einverstanden erklärt haben eine virtuelle Interaktion zwecks Dienst an der Menschheit zu starten, von dem du persönlich hättest profitieren können.

Ich bin dann auch weg und wünsche dir alles Gute.

18.11.2012 12:17 • #508


Zum Beitrag im Thema ↓


C
... Ich habe mich kreuz und quer gebogen, aber es hat nichts gebracht. Ich war nett, freundlich, aber es half nichts. Mittlerweile bin ich ich selbst und lebe meine Emotionen aus! Andererseits: Wen kümmerts denn auch? Es bleibt bei der Erfolgslosigkeit im sozialen!

Ich denke, dass ich andere Menschen nicht von mir überzeugen kann. Ich kann mich nicht großartig "verkaufen"!

Menschen vieler Art können mich nicht ausstehen. Ich frage mich nur: "Warum?? Was hab ich seit meiner Geburt falsches getan?"

Für mich ist das Knacken von Fort Knox leichter als Menschen!

#2


F
Zitat:
Auf einem Zahlenstrahl von 0 bis 100 bin ich bei 2 - Der Weg von 2 auf 0 erscheint mir leichter durchführbar als von 2 auf 100!


Ach komm, 2 ist sehr tief. Mit 2 schreibt man keine Texte mehr in Onlineforen, sondern bereitet seinen Suizid vor.

Stärke dein Selbstwertgefühl und arbeite an deinen Verhaltensweisen. Im Internet gibt es gute Flirttips, solange man die größten Spinnereien weglässt. Sei du selbst und lass dich nicht verbiegen. Wenn du zu dick bist, dann nimm ab. Die Optik ist beim Kennenlernen wichtig, vor allem, weil du dich besser fühlst und dadurch besser rüberkommst.

#3


I
Guten Abend Charmest,

ich kenne dein Problem und die Gefühle und Gedanken, die einem dabei im Kopf umher gehen. Ich hab mich in den letzten Jahren auch in alle Richtungen verbogen - vergebens. Habe alle möglichen Stile auch was Kleidung angeht, probiert, weil ich dachte so kommt man vielleicht leichter in eine bestimmte "Szene/ Gruppe" rein. Klar beginnen Leute mit einem zu reden, auch einige Gemeinsamkeiten werden festgestellt etc. Aber trotz allem, ich fühle mich dabei einfach komisch und fehl am Platz. Ich würde mich auch eher als introvertiert beschreiben. Bevor ich etwas tue oder sage, spiele ich erst hunderte Male in Gedanken durch was passieren / wie mein Gegenüber reagieren könnte. Wenn ich mir da andere ansehe, mit welcher Leichtigkeit sie sich untereinander austauschen...
Früher in der Schule war ich vom geistigen her schon immer weiter als meine Altersgenossen, ich dachte mir einfach immer nur "was soll das?, warum genau macht ihr das?" Ich habe diese Handlungen / Themen einfach nie wirklich nachvollziehen können... Ich bin auch eher jemand, der im Leben weiterkommen will und ich finde dazu sollte man sich bemühen wollen, ich lerne auch gerne persönlich etwas dazu. Wenn ich mir da andere Leute ansehe, die ihre Zeit mit Computerspielen, Fußball oder sonstigem "verschwenden", wenn sie doch genau wissen, dass am nächsten Tag eine wichtige Klausur ansteht. Und dann die ganzen Themen, ich fühl mich einfach in keiner Gruppe wohl, ich bin immer der Außenseiter, egal wo, klar wird man mal mitgenommen aber man fühlt sich einfach fehl am Platz, ich weiß nie was ich sagen soll und wenn ich was sage, kommt es mir vor als starrt mich jeder an, als hätte ich gerade einen Amoklauf öffentlich angekündigt...
Was ich damit sagen will, ich will mich nicht verstellen müssen, ( ich schaffe es offensichtlich ja auch nicht wirklich .
Ich lebe einfach nicht so in den Tag wie andere, ich erwarte mir auch von einer Beziehung mehr, ich will keine 0/8/15 just for fun Beziehung, wenn ich mit jemandem zusammen bin, will ich auch eine gemeinsame Zukunft planen. Mir gehts nicht um "Spaß", ich will Sicherheit und Verständnis von meinem Partner, nur hab ich das bisher nicht wirklich in einer Beziehung finden können. Alle finden sie ich übertreibe, man wäre zu jung sich so fest zu binden, man hat das Leben noch vor sich. Ich denke mir einfach, warum soll ich experimentieren, wenn ich einmal das gefunden habe was ich will, ich will Höhen und Tiefen mit jemandem durchstehen können. Und ja mein Leben besteht fast ausschließlich aus Tiefen und ich finde es einfach schrecklich wenn man mich dann hängen lässt ( so ist das immer ) was kann ich für meine psychischen Probleme, ich war schon in Therapien aber bisher vergebens. Ich bin anders als die anderen, ich weiß es, man muss es mir nicht noch deutlicher machen...

Ich weiß ich bin etwas vom Thema abgekommen, aber es hat auch mal gut getan sich auszusprechen.
Dir kann ich nur mit auf den Weg geben: Veränder dich wirklich nicht mehr für deine Mitmenschen, mir ist klar geworden, keiner wird es dir danken, also bleib wenigstens dir selbst treu, denn das wirst DU dir am Ende deines Lebens danken.
PS: Und was das Gewicht angeht, sei du selbst, mach dein Gewicht nicht von der Gesellschaft abhängig, viele Frauen stehen außerdem auf Dickere, da diese Vertrauen und Geborgenheit ausstrahlen. So sehe ich das zumindet.

Liebe Grüße

#4


V
Hallo charmest,

du fragst dich, was falsch an dir ist. Ich sage dir: An dir ist nichts falsch, du bist einfach psychisch krank.
Ich weiß nicht genau in welche Richtung es bei dir geht (Sozialphobie etc.), aber ich weiß, was dir helfen kann: Eine Verhaltenstherapie.
Deinem Text entnehme ich auch, dass du dich in dieser Problematik nicht sehr von deinem Vater unterscheidest. Das liegt nahe, da psychischen Erkrankungen auch meistens eine genetische Anlage zugrunde liegen oder aber auch kranke Verhaltensweisen der Eltern über die Erziehung an die Kinder weitergegeben werden.

Du hast bereits erkannt, dass ein harter Weg vor dir liegt. Doch es wird sich lohnen für ein besseres Leben zu kämpfen.

Was hälst du von dem Vorschlag eine Verhaltenstherapie zu beginnen?

Lieben Gruß,
void

#5


V
Bei der Suche nach einem Therapieplatz kann dir folgende Seite behilflich sein:
https://www.psychic.de/psychotherapeuten.php

#6


B
Ein Therapeut ist wie jemand, der sagt: Ich zeige dir wie man im Supermarkt einkauft.

So beiläufig und trivial, wenn auch die Option der reinen Nützlichkeit inbegriffen und u. U. zu erreichen wäre, ist auch das Denken. Ein normaler, psychisch gesunder, guter, glücklicher, angepasster Mensch - und was für welche Attribute sich nur Menschen ausdenken um sich der Illusion herzugeben ihren Ängsten davon laufen zu können -, ist eine Fata Morgana. So etwas gibt es gar nicht. Es reicht eben ein Mensch zu sein, der seine eigene Angst versteht.

LG Bird

#7


C
Hallo,

danke für eure Antworten.
Ich wurde, auch wenn ich was Anderes trug, dafür nicht mit Konversationen und temporären sozialen Kontakten belohnt. Ich bin gerade dabei abzunehmen.

@bird: Da gebe ich dir recht! NIEMAND ist völlig in Ordnung! Jeder hat irgendwo Schwächen und niemand ist völlig psychisch einwandfrei!

Welche guten Flirttipps-Seiten, meinst du?

@void: Ich habe vor, eine Verhaltenstherapie zu beginnen-vorausgesetzt ich erhalte einen Therapieplatz.
Bei einem Tiefenpsychologen wäre ich da falsch.

PS: Dass sich letztes Jahr drei Mädchen zum Suizid trafen, verwundert mich nicht! Ich verstehe nur nicht, weshalb ihr Verhalten kritisiert wurde und nichts gegen die Ursachen unternommen wird.

#8


B
Hm, ja, aber was genau meinst du waren die Ursachen?

Vielleicht ist ein Mensch, unabhängig von seinem Alter mal an einem Punkt angelangt, an dem er denkt etwas Leidvolles beenden zu müssen, vielleicht damit etwas anderes, schöneres, entstehen kann, oder damit einfach nur etwas aufhört, was zu ertragen außerhalb seiner Kompetenzen liegt.

Das mit den Flirt-Tipps war ich nicht. Ich habe gehört, dass wenn ein Mensch dafür sorgt, dass es ihm selbst gut geht, er dann auch etwas gutes den anderen geben kann. Was aber andere unter "gut" verstehen, weiß ich nicht so genau. Vielleicht sehnen sie sich nach Fürsorge, nach Aufmerksamkeit, danach, sich nicht allein zu fühlen, vielleicht wollen sie zum Essen eingeladen werden, einen Urlaub bezahlt bekommen...

War nur ein Scherz.
LG Bird

#9


B
Zitat von charmest:
Bei einem Tiefenpsychologen wäre ich da falsch.

Wenn ich fragen darf - warum meinst du das? Hast du schon eine Erfahrung in der Richtung gemacht?

LG Bird

#10


P
Um dir wirklich eine Rückmeldung geben zu können warum du auf andere Menschen so wirkst musste man dich Life im Gespräch erleben, dann hat man Anhaltspunkte. Daher kann ich dir nur sagen wie auf mich das wirkt was du von dir geschrieben hast und daher ist das total subjektiv und obliegt dir ob du dich darin wiedererkennst oder nicht. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass du im Kontakt mit anderen immer eine Rolle zu spielen versuchst und dann wohl auch noch unterschiedliche Rollen ausprobierst. Das wirkt auf deinen Gegenüber mehr als verwirrend und abstoßend, weil man dann nicht weiß, wer du wirklich bist und wann du keine Rolle spielst. Wenn du dir deiner selber sicherer bist und sein kannst wie du wirklich bist, dann kommst du auch Real rüber und in der Konsequenz wirst du dann auch jemanden finden, der sich in dich verliebt und in den du dich auch verlieben kannst. Ob mit Übergewicht oder ohne. Eine Therapie kann dir sicherlich helfen zu dir selber zu finden. Ich weiß ja nicht ob du unter den von dir probierten Rollen noch selber weißt wer du eigentlich wirklich bist.

#11


V
@charmest

Wenn du, wie du sagst, es in mehreren Jahren nicht zustande bringst eine Therapie anzufangen, dann weißt du doch, was mit dir nicht stimmt. Entweder hast du nie mit einem Arzt Kontakt aufgenommen (das geht bei Therapeuten sogar per E-Mail) oder du hast dich bei einem Arzt in einem anderen Land gemeldet und dieser verstand nicht, was du von ihm wolltest. Mal ehrlich, selbst wenn man mit langen Wartezeiten abgespeist wird, geht man einfach zu einem anderen Arzt, und wenn es allgemein in einer Region länger als 6 Monate dauert, kannst du auch immer noch stationär eine Therapie anfangen.

#12


C
Hallo,
ich war bereits bei vier Psychotherapeuten. Einer konnte mich nicht therapieren, weil er ein Paartherapeut war (so seine Begründung). Der nächste ein Tiefenpsychologe. Er meinte, es läge am mangelnden Selbstvertrauen. Außerdem meinte er, es läge an meiner traumatischen Kindheit. Ich dachte mir persönlich, dass die Verhaltenstherapie eher angebracht wäre, weil es nicht nur genetisch ist, sondern ich müsste mein Verhalten vllt ändern.

Eine weitere Anlaufstation war die Psychotherapeut. Ambulanz der Universität. Dort hätte ich wohl während eines Gesprächs mit einer Psychologin auffallend beim Thema Suizid gelacht, dass eine zusätzliche Therapeutin hinzugezogen wurde (diese war eine richtige Psychotherapeutin). Für die Psychologin musste ich 9 Monate warten, auf PT'lerin zusätzliche 3-6 Monate. Schließlich kam heraus, dass ich in meiner Kindheit gemobbt wurde und nun deshalb eine Art Schutzschild hätte - indem ich dauernd lächeln würde.

Nach weiteren 6 Monaten wurde mir ein Psychologe zugeteilt. Mit diesem verstand ich mich allerdings nicht, weil er mich immer nur verärgerte. Er fragte ständig nach. Das war ja ok. Aber er meinte, ich bräuchte keine sozialen Kontakte etc.
Schließlich meinte er, dass ich mir Ziele im Leben setzen sollte. Aber bis dahin hatte ich mich schon auf die Suche nach einem anderen THerapeuten gemacht. Und so geht es weiter...

Bei Psychiatern war ich ebenfalls, nachdem ein PT'ler mir per mail Kontakt zu mir hatte und meinte, ich könnte an einer Depression leiden. Doch die Psychiaterin wollte mich nicht aufnehmen, weil sie meinte, ich wäre ein Fall von für die Psychotherapie, nicht für Psychiater. Ich habe ein Erstgespräch nä. Monat. bei einem Psychotherapeuten (Verhaltenstherapie), der auch Kommunikationstraining macht. Aber wann die Therapie richtig beginnen könne, ist unklar.
Mir ist aufgefallen, dass ich keine Persönlichkeit besitze! Ich bin zwar introvertiert, werde manchmal extrovertiert. Irgendwie zwing ich mich, extrovertierter zu werden. Zu meinen Fähigkeiten: Ich kann nur das, was ich gelernt habe. Nicht weiter!

Zum Thema Flirten: Welche Seiten wären denn ratsam? Ansprechen gelingt mir, aber Small Talk nicht. AYbends, beim Weggehen schaffe ich es aber nicht, eine Unterhaltung zu führen. Ob der Psychotherapeut mir auch in dieser Hinsicht weiter helfen können wird ...?

@void: Ich bin Student und habe mir vorgenommen in den nä. Semesterferien eine psychiatr. station. Klinik aufzusuchen - statt Ambulanz!

#13


B
Zitat von charmest:
Nach weiteren 6 Monaten wurde mir ein Psychologe zugeteilt. Mit diesem verstand ich mich allerdings nicht, weil er mich immer nur verärgerte. Er fragte ständig nach. Das war ja ok. Aber er meinte, ich bräuchte keine sozialen Kontakte etc.

Schließlich meinte er, dass ich mir Ziele im Leben setzen sollte. Aber bis dahin hatte ich mich schon auf die Suche nach einem anderen THerapeuten gemacht. Und so geht es weiter...
Er hat aber Recht. Soziale Kontakte können kein Ziel sein. Derartige Wünsche werden gerne vorgeschoben wenn der Bezug zu sich selbst fehlt. Der Bezug zu den anderen soll das Manko ersetzen. Und das funktioniert eben nicht. Wenn kein Bezug zu sich selbst da ist, kann man auch mit den anderen nichts anfangen. Vielleicht weißt du gerade deshalb nicht, worüber du dich mit ihnen unterhalten sollst.

Wenn du schreibst: Ich habe keine Persönlichkeit, dann guck unter Depersonalisation nach. Die kommt nämlich als Folge von Kindheitstraumen durch langanhaltendes Mobbingoder emotionale Vernachlässigung durch Eltern im Kindesalter durchaus in Frage.

Wenn dich der Therapeut verärgert hat, kannst du dir auch ziemlich sicher sein, dass er bei dir genau ins Schwarze getroffen hat. Dass er das angesprochen hat, was du aus welchem Grund auch immer verdrängst. Verdrängung ist aber z. T. auch Selbstschutz. Deshalb wird ein geschützter Raum für eine Therapie gebraucht, ... genau das, was ein Online-Forum nicht ist.

LG Bird

#14


C
Hallo,

@Bird: Ja, das ist genau richtig! Ich wurde von meiner Familie und ihren Verwandten seit meiner Geburt gemobbt/schikaniert! Ich merke auch, dass ich anscheinend eine Bindungsstörung habe (-- fehlende Emotionalität von der Familie).

Was das Andere angeht: Ich bin derzeit dabei zu erkennen, dass ich vollkommen in ordnung bin und nicht minderwertig, abscheulich, wertlos, ... wie es meine Familie mir immer wieder versucht einzureden.

Was der Psychologe sagte, war nicht ins Schwarze, sondern im Abseits! Er stichelte irgendwo anders herum. Er lag vollkommen falsch!
Er fragte, wieso ich soziale Kontakte haben wolle, wieso ich nicht vollkommen allein leben möchte, wieso ich denn meinen würde in Einsamkeit abzuschweifen etc.
Meine Antwort: Ich merke, dass ich vereinsame und gerne andere Menschen um mich haben möchte, integriert sein möchte.
Später übersprang er den Punkt und meinte, dass ich also einfach nur Spaß haben möchte.

Ich habe mich bereits voll und ganz angenommen. Mit meinen Mitmenschen kann ich nicht kommunizieren, weil ich kein Gesprächsstoff/Unterhaltungsthema habe. Aber ich schaue trotzdem mal nach Depersonalisation nach.
Mir sagte jemand, dass ich ja lieb und nett, freundlich wäre. Da MÜSSTE ich Freunde haben. Wenn überhaupt, dann läge es daran, dass ich mich nicht interessant genug machen würde.
Doch: Ohne soziale Kontakte -- Einsamkeit -- Depression -- Tod
Hilft es wenn ich schreibe dass ich introvertiert bin?

Danke für den Beitrag.

PS: Wie kann man Depersonalisation therapieren/heilen? Geht es auch alleine? Was meinst du mit "geschützter Raum" ? Dass man dort nicht unter Beobachtung steht? Ich wurde dort schon gefilmt!
Als mein Vater verstarb empfand ich Kälte! Keine Tränen!

#15


C
@Bird: Nein, ich habe keine negativen Erfahrung mit Tiefenpsychologen gemacht. Nur habe ich mal gehört, dass man mit Tiefenpsychologie lange brauchen würde und mit Verhaltenstherapie weitaus schneller vorwärts käme. Außerdem beschäftige sich die Tiefenpsychologie mit Kindheitstraumata usw.
Ich dachte, dass ich mein Verhalten ändern müsste um erfolgreich in dieser Hinsicht zu sein/haben.
Eine Psychotherapeutin, die damals hinzugezogen wurde, meinte dass ich mit der Verhaltenstherapie auf dem richtigen Weg wäre (sie selbst war auch Verhaltenstherapeutin).
Eine Psychiaterin von der Vitos Klinik meinte, dass ich sowohl eine Tiefenpsycholog. als auch Verhaltenstherapeut. Behandlung benötigen würde. Und etwas zw. Psychotherapie und Psychiatrie.

PS: Wie kann ich es üben, mit Menschen zu kommunizieren/über die richtigen Themen zu sprechen?

#16


C
Nachtrag:
@Bird: Was meinst du mit "Bezug zu mir selbst" finden? Sich selbst zu lieben? Selbstbewusstsein stärken?
Ist es heilbar oder zu retten? Dauert es lange? Wie kann ich es manuell wieder hinbekommen?
Mittlerweile liebe ich mich schon.

#17

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B
Zitat von charmest:
Was der Psychologe sagte, war nicht ins Schwarze, sondern im Abseits! Er stichelte irgendwo anders herum. Er lag vollkommen falsch!
Er fragte, wieso ich soziale Kontakte haben wolle, wieso ich nicht vollkommen allein leben möchte, wieso ich denn meinen würde in Einsamkeit abzuschweifen etc.
Meine Antwort: Ich merke, dass ich vereinsame und gerne andere Menschen um mich haben möchte, integriert sein möchte.
Später übersprang er den Punkt und meinte, dass ich also einfach nur Spaß haben möchte.

Das wird von den Psychologen oft so gehandhabt, weil - wenn ich aus meiner Unvollständigkeit heraus Kontakte - quasi als Rettungsanker - gestalte, kann sich keine wirkliche Intengrität einstellen. Das, was sich daraus ergibt, sind Instrumentalisierungen und Abhängigkeiten. Was eine Therapie bewirken soll, ist ein Wandel zur Autonomie und Unabhängigkeit, die ja auch wieder die Voraussetzung für zufriedenstellende zwischenmenschliche Beziehungen ist.

So gut wie eine Regel ist, dass unverarbeitete Kindheitserlebnisse Menschen immer wieder unbewusst in Beziehungsstrukturen führen, die denen ihrer Ursprungsfamilien ähneln. Erstens ist das etwas bekanntes, man erlebt dadurch ein Gefühl "wieder zu hause zu sein", zweitens lebt ein ehemaliges "Schlachtfeld" auf, falls man es überhaupt zwischendurch abgeschafft hat (in den seltensten Fällen), auf dem man hofft doch endlich mal Gerechtigkeit zu erfahren und all das zu bekommen (Zuwendung usw.), das einem mal verwehrt wurde. Das funktioniert rein technisch nicht, alle solche Einbußen sind verlorenes Land, das müsste man sich immer wieder vor Augen halten. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht fähig wäre etwas vollkommen anderes, zufriedenstellendes, aufzubauen. Noch dazu kommt, dass Menschen, die ein solche Verhaltensweisen an den Tag legen wie z. B. - wie du es auch in deiner Familie wahrnimmst - Unterdrückung, andere niemals "gewinnen" lassen, sie sind in so einem Fall dem Schicksal dankbar, einen Menschen gefunden zu haben, der Defizite aus der Kindheit mit in die Beziehungen bringt, den die sind aus ihrer Sicht der Garant für den vermeintlichen Ausgleich ihrer eigenen Selbstwertprobleme. Natürlich ist dem nicht so, du kannst dir sicher sein, dass niemand, der dich mobbt dadurch ein glücklicher Mensch wird. Jedenfalls sind die Bemühungen in solchen Kontakten etwas für irgendjemand positives zu erreichen eher zum Scheitern verurteilt.

Das Ziel der Therapie bzw. des Wandels der Denkweist ist, sich der eigenen Problematik bewußt zu werden und dementsprechend handeln. Z. B. Abstand von Gefahrensituationen sowie unbefriedigenden Kontakten halten. Deshalb raten auch Psychologen nicht dazu, in schwierigen Phasen des Lebens das Heil in beliebigen Kontakten zu suchen. Verstehst du das?

Ein Therapeut(-in) sagte zu dir, dass beide Therapiearten für dich wichtig wären, Psychoanalyse und VT. Das kann ich gut nachvollziehen, weil ich bei dir den Bedarf über deine Kindheit zu reflektieren sehe, und das ist auch ein guter Ansatz.

Geschützter Raum bedeutet, dass alles, was in der Therapie geschieht, auch dort bleibt, das ist eine Interaktion ohne irgendwelche Folgen für die Zukunft und auch unter Ausschluss unbeteiligter Personen. Einzeltherapie heißt also nur der Therapeut und du, eine Gruppentherapie die Gruppe plus Therapeut.

Zitat:
Mir sagte jemand, dass ich ja lieb und nett, freundlich wäre. Da MÜSSTE ich Freunde haben. Wenn überhaupt, dann läge es daran, dass ich mich nicht interessant genug machen würde.
Doch: Ohne soziale Kontakte -- Einsamkeit -- Depression -- Tod
Hilft es wenn ich schreibe dass ich introvertiert bin?

Selbst wenn man ein netter und geselliger Mensch ist: Wenn man ungelöste Probleme mit sich herum trägt, kommt man mit den anderen nicht mit. Man lebt in sich selbst eingeschlossen, isoliert. Wenn man durch eine schwierige Kindheit oder auch durch gegenwärtige belastende Lebensumstände einen Teil seiner jugendlichen Unbeschwertheit eingebüßt hat, kann sich das durch eine Therapie grundlegend ändern, das kann sich auch im Laufe der Jahre von selbst ändern, wenn man durch eine gewisse Lebenserfahrung an Fähigkeiten gewinnt, die eigene Problematik durchzublicken.

Nicht vorbelastete Menschen gibt es gar nicht, jeder hat ein Päckchen zu tragen. Es passiert nicht selten, dass Menschen, die äußerlich ein intaktes Leben führen urplötzlich psychische Störungen bekommen oder Selbstmord begehen, und das belegt ja nur die Tatsache, dass wir vieles verdrängen, vieles nicht wahrhaben wollen, was uns dann vielleicht mal gerade dann einholt, wenn wir darauf am wenigsten vorbereitet sind. Deshalb ist jede Art von Symptomatik eigentlich eine positive Sache, wenn man diese Warnsignale ernst nimmt und sich mit den Ursachen ernsthaft auseinandersetzt.

Zitat:
Danke für den Beitrag.

Gern geschehen.

Zitat:
PS: Wie kann man Depersonalisation therapieren/heilen? Geht es auch alleine? Was meinst du mit "geschützter Raum" ? Dass man dort nicht unter Beobachtung steht? Ich wurde dort schon gefilmt!

Ich hoffe ich habe deine Fragen beantwortet. Und - du wurdest doch sicher wegen der Aufnahmen vorher um Erlaubnis gebeten?

Zitat:
Als mein Vater verstarb empfand ich Kälte! Keine Tränen!

Das sind Dinge, die man in der Therapie klärt. Natürlich muss ein Therapeut zu einem menschlich passen, aber der erste Eindruck muss nicht immer entscheidend sein. Vielleicht wäre es sinnvoll dem Therapeuten Nr. 1 (Psychoanalytiker) eine Chance zu geben.

LG Bird

#18


B
Zitat von charmest:
Eine Psychiaterin von der Vitos Klinik meinte, dass ich sowohl eine Tiefenpsycholog. als auch Verhaltenstherapeut. Behandlung benötigen würde. Und etwas zw. Psychotherapie und Psychiatrie.

Genau das meinte ich.

Zitat:
PS: Wie kann ich es üben, mit Menschen zu kommunizieren/über die richtigen Themen zu sprechen?

Wie schon gesagt: Das funktioniert nicht wenn man durch eigene Probleme überfordert ist, da ist man so mit sich beschäftigt, dass man einfach kein Gefühl für andere haben kann. Das ist aber auch der Hinweis darauf, dass man erstmal an sich selbst arbeiten sollte..

#19


B
Zitat von charmest:
Nachtrag:
@Bird: Was meinst du mit "Bezug zu mir selbst" finden? Sich selbst zu lieben? Selbstbewusstsein stärken? Ist es heilbar oder zu retten? Dauert es lange? Wie kann ich es manuell wieder hinbekommen? Mittlerweile liebe ich mich schon.

Mit dem Bezug meinte ich Depersonalisation. Hier z. B. ist ein guter Ausschnitt

http://de.wikipedia.org/wiki/Depersonal ... hotherapie

Weißt du, ich selbst halte nichts vom Selbstwert, vom Werten überhaupt. Weil das Werten aus dem Vergleichen hervorgeht, und das Vergleichen ist ja das Problem der Neurose... hier nach Adler wenn du willst, das ist sehr hilfreich, du findest keinen Menschen, der so etwas nicht in sich hat, weil das zu der angeborenen Beschaffenheit unserer Denkstrukturen gehört...

http://www.wissen57.de/alfred-adler-neu ... dheit.html

Das Werten ist also das Problem. Ein krasses Beispiel: Wenn ich z. B. einen Menschen erlebe, der pausenlos im Internet andere damit beballert, dass er ein Wissender ist, in Amerika studiert hat, alle Gedichte der Welt kennt, der seine Spezialgebiete vorstellt, sie den anderen unter die Nase schmiert und sich für eine Art Menschenführer ausgibt (alles miterlebt), dann denke ich mir: Wie armselig und einsam sich ein Mensch fühlen muss, der sich an solche "Werte" klammert und seine eigene manipulative Art nicht erkennen kann. Was und wen will man manipulieren - und vor allem wozu? Wenn mich jemand anhand meiner Kompetenzen schätzt, dann geschieht das wieder nur anhand des Wertens und hat mit mir als Mensch nicht zu tun.

Der Bezug zu sich selbst, ist eine Selbsterfahrung, die nichts mit dem diskursiven Denken zu tun hat, nichts mit Auf- oder Abwerten. Im Grunde kann das Intuition genannt werden... absichtslos und ehrlich zu sich selbst zu sein. Und das impliziert eben auch die Bereitschaft all die Verdrängungsmuster in sich zu erkennen und lernen, mit ihnen so umzugehen, dass sie sich weder für uns noch für andere benachteiligend auswirken.

Zitat:
Mir sagte jemand, dass ich ja lieb und nett, freundlich wäre. Da MÜSSTE ich Freunde haben. Wenn überhaupt, dann läge es daran, dass ich mich nicht interessant genug machen würde.

Aber was ist für den anderen interessant? Für mich ist interessant, wenn Leute nichts vorheucheln und so sind, wie sie sind.

So wie du oder andere hier imstande sind über ihre Schwierigkeiten zu berichten, ohne etwas beschönigen zu wollen. Das ist doch ok. Dann hat man genügend Raum dazu, die anstehenden Probleme zu lösen..

Zur Depression habe ich schon wo anders einen Text verlinkt. Im Grunde entsteht Depression aus einer Illusion heraus. Man will etwas, was es nicht gibt und das, was ist, will man nicht... und dann entsteht eben die Frustration. Oft ist aber das, was ist, wirklich schwer zu verarbeiten. Vielleicht sollte man, wenn es wirklich von den äußeren Umständen her zu hart kommt, bereit sein, das Gewohnte zu verlassen und ein ganz neues Leben anzufangen.

LG Bird

#20


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Dr. Reinhard Pichler
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