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03.11.2020 23:32 • x 2 #61


Ich bin schon länger in der Materie der Depression und ihren Mitläufern bekannt, hab Panik und Angst, und Techniken damit umzugehen.
Aber der Kloß im Hals tut einfach nur weh.
Und trotz innere Unruhe, schaffe ich kaum einen Handschlag im Haushalt.

03.11.2020 23:36 • x 1 #62



Habe keine Freunde und soziale Kontakte - Hilfe was tun?

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dorinay
Habt ihr schon versucht Vereine aufzusuchen?

04.11.2020 17:11 • #63


Calima
Zitat von SimaSima:
klar habe ich Bekanntschaften , aber keine die sich auch Mal mit meinem Seelenzustand auseinander setzen würde.


Das ist ja eigentlich auch eher nicht Funktion von Bekannten. Vielleicht hin und wieder die von sehr guten Freunden - aber auch das nicht auf Dauer. Deshalb könnte es eventuell entlasten, wenn du deine Ansprüche an deine Bekannten überdenken würdest.

Wenn du von ihnen keine Seelentröstung erwartest sondern einfach das Zusammensein mit ihnen genießt und angenehme Dinge mit ihnen unternimmst, kann das dein Leben tatsächlich bereichern. Darauf hoffen, dass andere Menschen bereit sind, deine psychischen Probleme anzuhören, ist wenig sinnvoll und eher dazu angetan, sie zu vertreiben.

Den Kloß in deinem Hals kann niemand auflösen außer dir selbst. Mit dem Haushalt anzufangen und Strukturen zu schaffen, die dein Leben ein wenig besser sortieren, könnte hilfreich dabei sein. Jeder Job, den man geschafft hat, macht gute Gefühle. Und wenn du heute ein Zimmer staubsaugst und morgen das nächste, schaffst du dir jeden Tag ein kleines, wichtiges Erfolgserlebnis.

Ich persönlich finde es immer einen guten Motivator fürs Aufräumen, wenn ich Besuch kriege . Du könntest jemanden auf einen Kaffee einladen und bis dahin klar Schiff machen.

04.11.2020 17:26 • #64


Hallo,
bin neu hier und fassungslos, dass es doch Menschen gibt, die wie ich sind. Mir geht es ganz genauso. Kaputte Familie, nach der Trennung Freunde verloren, alleinerziehen, viel und sehr ungeregelte Arbeitszeiten und nicht funktionierende Partnerschaften und Enttäuschungen. Auch ich mache derzeit eine Therapie. Auch habe ich Angst, wieder und wieder enttäuscht zu werden.

23.12.2020 13:38 • #65


29.01.2021 20:27 • #66


Hallo, Itsybitsy, Martin und alle Anderen,

es ist schon lange her, dass ich zuletzt hier aktiv war; damals litt ich unter großen Ängsten (die aber zum Glück dann über Jahre hinweg weghypnotisiert wurden (den Tip hatte ich einem Forumsmitglied von hier zu verdanken, die den Link ins Forum speicherte) und somit zu ca. 80/90 % weg sind (wie ich das empfinde). Ich nahm mir auch vor, meine Erfolge irgendwann hier kundzutun - aber wie das halt so ist ...

Somit hatte ich schon ganz vergessen, dass dieses Forum ein "Einsamkeits-Unterforum" hat. Hätte ich das mal vor ca. einem halben Jahr im Hirn gehabt.

Erstmal also ein herzliches "Hallo" (vielleicht kennen mich ja noch ein paar). Allein einen Platz zu haben, wo man (fremden) Menschen sagen kann, dass man sich sehr einsam fühlt, tut wohl.

Ganz kurz zu mir: Mit dem Besserwerden meiner Ängste (die sehr vielseitig waren/sind) entwickelte sich auch mein Leben weiter: Ich lernte auf einem meiner Urlaube in Frankreich einen Franzosen kennen, mit dem ich eine mehr oder minder taugliche Fernbeziehung begann, die aber relativ schnell endete. Den Plan, nach Frankreich zu ziehen, habe ich aber nach wie vor.
Letztes Jahr starb mein Vater, der in direkter Nachbarschaft lebte (nicht an Corona); Verwandte, die mir mit dem Nachlass via Telefon zum Glück helfen, konnten nicht persönlich vorbeikommen (aus berechtigter Angst vor Corona); Freunde von mir haben Familie oder auch mal einfach - länger schon in einem Fall - sichtlich keine Lust, sich bei mir zu melden (zum Glück habe ich aber auch z. B. eine neue Freundin hinzugewonnen und mich vor ein paar Wochen (nach einem knappen Jahre des Kennen) auch mal wiedergetroffen ).

Aber die ganze Situation: finanzielle Notlage; Vater tot; Single; Nachlass-Sch...: das zehrt an den Nerven. Als die Verkündung der Lockdown-Verlängerung kam, fing ich an, aus Frust zu weinen: Nochmals 3 Wochen länger nicht ins Café gehen; keine Möglichkeit, über Live-Unterhaltungen mit Bäckerei-Fachverkäuferinnen und Co. hinaus eine Unterhaltung zu führen ... (Sicher, wie gesagt, sind ein paar Freunde da, aber die sind beruflich etc. eingespannt, und nur einen davon sah ich zu Heiligabend live.)

Als Single kann ich Menschen wie Itsybitsy auch verstehen: Man hat ja jetzt auch ein Jahr weggenommen bekommen, Leute live kennenzulernen (ich persönlich habe kein WhatsApp und bevorzuge Live-Kontakt/-kennenlerne; bin sehr verqua... eloquent und rede, ob in einer Bank oder im Café mit vielen Leuten).
Mir geht es auch wie Itsybitsy: Berührungen entfallen, nix mit Sich-Umarmen ...

Deswegen sende ich den Leuten hier erstmal eine virtuelle Umarmung, vielleicht wärmt sie ja etwas.

Also, bis später (heute Abend oder morgen).

Ganz lieber Gruß,

die Meise


@martin421: Warum brechen denn "vermeintliche" Freunde zu Dir den Kontakt ab? Haben die Dir gesagt, warum? Oder hast Du Vermutungen, warum? Vielleicht geht es ihnen ja selbst nicht so gut, so dass sie "gute Schwingungen" verstärkt brauchen und sich etwas unter Druck fühlen?
Ein Freund von mir hat immer wieder Anwandlungen von Depression und zur Zeit eine Winterdepression. Wenn ich dem sage, was mich stört, ärgert oder beunruhigt (ob aus TV/Politik etc), dann stoppt er mich sofort: das sei jetzt nicht das Richtige für ihn. Natürlich versuche ich, auf ihn einzugehen, aber bisweilen kollidieren unsere Freundschaftsbedürfnisse miteinander.
Wie erleb(te)st Du das mit Deinen Freunden?
Alles Gute!

Vor 11 Minuten • #67




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