Hallo!

Auch ich leide unter Einsamkeit obwohl ich hier Freunde habe. Aber ich schaffe es einfach nicht neue Beziehungen aufzubauen. Ich wache zwar selten in der Nacht auf aber jeden Morgen fühle ich mich traurig und möchte einfach weiter schlafen, nur um dieses Gefühl nicht mehr ertragen zu müssen. Es tut sich einfach nichts mehr in meinem Leben. Auch ich bin in Therapie, aber wirklich weiter komme ich nicht. Befinde mich jetzt seit etwas über einem Jahr in Behandlung und trotzdem ist das, warum ich die Therapie begonnen habe nicht besser. Oft denke ich auch, ich habe gar kein Recht mich einsam und unglücklich zu fühlen, da es bestimmt Menschen gibt, die wirkliche Probleme haben, aber auch dieser Gedanke macht es nicht besser, meistens sogar eher schlimmer.

Ich würde dir gerne helfen, aber ich glaube das kann ich nicht, denn da muss man alleine raus. Man kann eben nur zuhören. Das hilft mir oft am meisten. Eine Freundin von mir macht das am laufendem Band und sie tut mir schon richtig leid, aber dafür liebe ich sie. Auch wenn ich mich manchmal gar nicht mehr traue sie anzurufen. Sie muss schon ein ganz schönes Päckchen von mir tragen und ich habe gar kein Recht sie so zu belasten. Aber ich bin froh, dass sie da ist.

Dir kann ich nur sagen: Deine Freundin lebt jetzt nicht mehr in deiner unmittelbaren Nähe, aber sie ist ja irgendwie noch da. Zumindest bestimmt telefonisch. Und das positive an der Sache, du kannst jetzt da wo sie ist wunderbar Urlaub machen oder einen Kurztrip am Wochenende. Versuche die Freundschaft trotz Entfernung aufrecht zu erhalten. Mir ist das mal nicht gelungen, weil ich mich so zurück gelassen gefühlt habe, dass ich mich selbst zurück gezogen habe und damit die Freundschaft zerbrochen ist. (Natürlich gehören da immer 2 zu) Aber ich habe meine Seite damals auch nicht sehen wollen bzw. können.
Wie es dann weitergeht kann ich dir zwar sagen, aber ich bekomme den Rest selbst nicht wirklich hin...deshalb werde ich mich an dieser Stelle mal raushalten....

Wünsche dir auf jeden Fall, dass du bald einen Weg findest!!

14.09.2007 10:44 • 25.09.2007 #1


12 Antworten ↓


Vielen Dank für deine Antwort. Jetzt geht es mir ein bischen besser.
Du hast Recht. Ich sollte die Freundschaft aufrecht erhalten.
Ich muss da echt über meinen Schatten springen. Klar, sie hat das
Recht hin zu ziehen wohin immer sie will, aber ich fühle mich halt
so sitzen gelassen. Den Hinweis mit dem Urlaub fand ich gut.
So habe ich das noch gar nicht gesehen. Jede Sache hat zwei Seiten.
Und das ist die positive.
Ich bin übrigens schon seit drei Jahren in Therapie ohne das ich meine Therapieziele verwirklichen konnte.
Sei froh, dass du eine so gute Freundin hast.Du bist ein echter
Glückspilz.Wobei Freundschaft heißt ja eigentlich auch für den
anderen da sein,wenn es ihm schlecht geht.
Nochmals danke, für Deine Antwort.

14.09.2007 11:01 • #2


Hallo Sternenstaub !
Traurig, von deinem Schicksal zu lesen.
Aber ich kann mich meinem Vorschreiber nur anschliessen.
Und davon mal ab, wenn der Therapeut nicht hilft, dann such dir einen anderen.
Es hat keinen Sinn.

Was anderes:
Ich wurde vor zwei jahren von meiner Verlobten verlassen und danach von meiner Familie und von meinen Freunden.
Ich bin berufsmässig umgezogen, was keiner akzeptiert hat.
Ich habe immer noch Schwierigkeiten hier Fuss zu fassen, aber mittlerweile geht es.
Das Problem ist bisher nur, dass die Leute deutlich älter sind als ich, aber ich gebe nicht auf...

Daumen hoch !!

Otter.

16.09.2007 00:52 • #3


Hallo Sternenstaub,

vielleicht hat das gar nichts zu bedeuten, mir ist nur aufgefallen, dass Du häufig das Wort "Recht" benutzt und thematisierst.

Zu Deiner Freundin: Die wird Dich und Eure Freundschaft jetzt wesentlich mehr brauchen als Du vielleicht denkst - egal was sie in München tut oder unternimmt, erstmal ist sie jetzt immer und überall die Neue, das heißt auch dass sie sich jetzt zwangsläufig mit sich selbst und "ihrem Kram" beschäftigen muss...das ganze drum und dran was bisher "selbstverständlich" war ist einfach nicht mehr...das fängt mit dem vertrauten Gesicht und dem kleinen Gespräch Frühmorgends beim Bäcker an und hört im schlechtesten Fall mit einem eingeschworenen Arbeitsteam auf, der auf persönlicher Ebene keine "neuen" braucht oder haben will...das bietet ihr natürlich auch ganz viele Möglichkeiten sich selbst weiter zu entwickeln, Erfahrungen zu machen, Menschen kennen zu lernen, die sie in der "alten" Umgebung ganz simpel nicht da waren...

Und für Euch beide ist die örtliche Trennung auch eine Chance...für Dich bietet sich gerade jetzt die Möglichkeit auch Deine Position als ihre Freundin neu zu gestalten, anzupassen und neu zu definieren, Dich selbst auf einem neuen Level kennen zu lernen - Freundschaft heißt ja nicht nur dass man in schwierigen Situationen füreinander da ist, sondern auch und gerade dass man auch in ganz unspektakulären Lebensphasen in ganz "normalen" und undramatischen Momenten miteinander verbunden ist und vor allem dass man sich miteinander und füreinander freuen kann und will...

...ich brauche meine Freunde nicht um mich bei ihnen ausheulen zu können - sondern das Gefühl, dass sie sich mit mir über kleine Erfolge freuen, dass sie genau wie ich auch an mich denken wenn sie ein bestimmtes Lied hören, irgendeinen Quatsch im TV sehen etc

Das Allerbeste wenn etwas positives oder ulkiges in meinem Leben passiert ist, dass ich das sofort und ganz spontan - je nachdem was es ist - mit einem meiner Freunde teilen will - dass wir in Krisen und Notfällen für einander da sind - soweit wir das können - ist gut...dass meine Freunde aber auch ihre schönen Momente und Erfolge mit mir teilen wollen, DAS ist für mich wichtig und sehr sehr wertvoll...egal wo wir gerade sind (hab selbst einige Freunde im Ausland und hab selbst auch schon für einige Jahre im Ausland gelebt). Innerhalb meiner Familie kenn ich dieses positive Teilen so gut wie gar nicht...und diese Familie akzeptiert bis zum Heutigen Tag nicht,

..sieh mal zu dass Du Deiner Freundin nicht nur das Recht einräumst ihren Weg zu gehen, sondern dass ihr Euch weiterhin füreinander und miteinander freuen und motivieren könnt, dass Du sie auf ihrem Abenteuer mental, als Freundin begleitest und unterstützt...das verbindet und gibt wesentlich mehr Sicherheit als sich ständig nur über Krisen und Probleme auszutauschen..nicht dass man das nicht sollte.

Aber wie es sich aus Deinen Erzählungen anhört, neigst Du auch dazu, Dich mit Deiner Freundin vorwiegend über Deine Probleme auszutauschen...das ist für Dich auch nicht gut..auf diese Art und Weise empfindest Du Dich selbst ja auch als vorwiegend negativ - da ist schon ein Automatismus drin "Freundin sprechen heißt: Ich rede über Probleme und Negatives"

...und wenn Du jetzt sagst, du würdest Dich jetzt mehr um ihre Probleme "kümmern", dann ist das auch wieder einseitig...das hört sich so an wie "wenn es ihr schlecht geht, kann sie mich ja anrufen oder mir ne mail schicken"...bestimmt lieb gemeint...aber das ist ja wohl selbstverständlich!

Sag ihr mal auch, dass sie Dir auch von all den neuen und schönen Sachen erzählen soll. Gewöhn es Dir selbst auch an, auch um Deinetwillen...Jetzt wo sich Deine Freundin zwangsläufig vermehrt um sich und ihren eigenen Kram kümmern muss anstatt sich im Zweifelsfall an die Lösung Deiner Probleme zu machen - bietet sich für Euch beide die Gelegenheit diese klar definierten Rollen aufzulösen...Sie kann und darf nicht mehr nur die Zuverlässige und mitfühlende Freundin sein (weil sie ihre Energien und die Zeit auch anders verteilen MUSS), und Du kannst Deine eigene "Rolle" als ständig problembeladene Freundin auch ablegen...das war ja für Euch beide nicht schön...ich sag nicht, dass es Dir damit schlagartig selbst besser gehen wird...aber wenn´s Dir richtig schlecht geht, dann geht´s Dir ja nicht dardurch besser, dass Du es Deiner Freundin erzählst...also kannst Du ihr - und damit auch Dir- auch genausogut auch mal was nettes, was Positives berichten und damit Deine alte, eindimensionale Rolle ablegen...

Das Du im Moment Panikatacken hast ist vermutlich nicht verwunderlich...denn mit dem Wegzug Deiner Freundin verändert sich auch Deine Lebenssituation - bzw. sollte sich jetzt Deine Einstellung zur Freundin, Deine Ausharposition verändern...vielleicht hast Du es genau deshalb bisher einfach vermieden über einen Therapeutenwechsel bzw, eine andere Form der Therapie aktiv nachzudenken...das das so nicht funktioniert siehst Du schon, auch dass die Beziehung zwischen Dir und Deiner Freundin einseitig belastend war - aber aktiv nach einer Veränderung nach anderen Möglichkeiten zu suchen, überläßt Du vielleicht ganz gerne und selbstverständlich Deiner Freundin bzw Deinem Therapeuten...aber letztlich ist es egal was die beiden tun oder sagen...die Frage ist, ob Du die Veränderung möchtest oder ob Du auch hier lieber "abwartest", dass da von irgendwo anders entschieden wird, wie´s weiter geht...die Kasse dreht früher oder später unter Garantie den Geldhahn ab...

Das ist natürlich kaum zu vergleichen - aber würdest Du Dir 3 Jahre lang wöchentlich Spritzen gegen Rückenschmerzen verpassen lassen, die keinerlei Wirkung zeigen? Das ist ne ehrliche Frage - ich kenne einige Leute, die täglich Pillen, die schon vor Jahren nicht richtig gewirkt haben, gegen Krankheiten schlucken, die mittlerweile chronisch sind...meine Nachbarin hatte vor 10 Jahren einen Bandscheibenvorfall, tut schei. weh, ihr Rücken hat sich nie wieder richtig erholt und sie schluckt ziemlich regelmäßig Schmerzmittel und ist rein bewegungstechnisch eingeschränkt ~ auch im Beruf ist sie nicht voll einsetzbar und belastbar..aber neue Therapieformen will sie auch nicht probieren - ich verurteile das nicht, das ist ihre Entscheidung - ich versteh es eben nur nicht...deshalb frag ich Dich frei raus warum DU bisher noch nicht ganz aktiv einen Therapiewechsel ins Auge gefaßt hast...


Es ist Deinem Thera nicht egal wie´s Dir geht...aber es liegt nicht an ihm Dir eine "Veränderung" aufzudrücken - der ist dazu angehalten abzuwägen - nicht nur was für Dich am besten, erfolgversprechendsten wäre, sondern vorranging muss der auch bedenken, wie Du auf die Ankündigung einer Veränderung reagieren würdest und inwieweit Du letztlich selbst Bereitschaft zeigst und vor Allem die NOTWENDIGKEIT zu einer Behandlungsänderung erkennst und anstrebst. Du hast auch schon vor 2 Jahren gesehen und gemerkt, dass diese Therapie Dir nicht wirklich viel bietet, um damit an Dir selbst zu arbeiten...und nun?...Nichts...das hängt tatsächlich nur von Dir selbst ab...keine Sorge ich komm Dir nicht mit Sprüchen wie" Du mußt nur wollen, und positiv denken" - sondern nur dass Dir weder Dein Thera noch Deine Freundin sagen können, wann für Dich der Punkt erreicht ist an dem DU eine Veränderung für notwendig hälst, wann Deine ureigenen "copingskills" für DICH nicht mehr funktionieren...eine von diesen copingskills war für DICH Deine Freundin...solange die in der Nähe war, war es vielleicht gar nicht so "wichtig" ob die Therapie funktioniert oder nicht...Auf keinen Fall möchte ich den Eindruck erwecken als ob die nächtlichen Panikattacken heilsam für Dich wären...aber ich kann mir gut vorstellen, dass die gerade jetzt auftauchen, weil Dir jetzt erst klar wird, wie wichtig die Thera für Dich ist, dass Deine Freundin keineswegs dazu geeignet war diese in irgendeiner Weise zu ersetzen.

16.09.2007 16:49 • #4


Hallo sternenstaub,

weiß dein Therapeut das, dass du ihn liebst (ob wirklich oder als Übertragung)?
Es hört sich für mich so an, als hättest du das vielleicht früher mal angesprochen, dass der Therapeut aber denkt, das sei längst erledigt. Ist das so?

sternenstaub schrieb am Mo, 17 September 2007 12:28

Ich habe Angst das ich wenn ich die Therapie beende mir die Chance auf seine Liebe zu mir verbaue.

Ein Therapeut darf gar keine Liebesbeziehung mit einer Patientin anfangen. Das heißt konkret, dass du dir gerade damit, dass du seine Patientin bleibst, alle Chancen auf seine Liebe verbaust.

Aber ich kann das natürlich gut verstehen, dass du den Mann, der dir gefällt, nicht aus deinem Leben streichen möchtest. Nur, so wie es jetzt ist, kommst du ja weder therapeutisch noch bezüglich Liebe weiter.

17.09.2007 13:11 • #5


Ja, das hört sich nicht wirklich gut an. Offenbar kommuniziert er für dich nicht klar genug.

Wenn es für dich traumatisierend ist, dann solltest du dir m.E. schnellstens unbedingt einen anderen Therapeuten oder eine Therapeutin suchen. Du sagst ja zudem selbst, dass du mit der Therapie gar nicht weiterkommst.

Immerhin zahlt das ja vermutlich eine Krankenkasse, also eine Gemeinschaft, oder zahlst du das selbst? Falls von der Kasse: Das Geld darf nicht dafür ausgegeben werden, dass man seinen persönlichen Vorlieben nachgeht, sondern dass man in Richtung Gesundwerden geht. Und irgendwann wird die Kasse auch die Zahlungen einstellen, denn unendlich lange werden Therapien ja nicht bezahlt. Dann solltest du das für einen vernünftigen Zweck eingesetzt haben.
Denk nochmal darüber nach. sternenstaub.

18.09.2007 14:38 • #6


Hallo Sternenstaub,

ich versuch mich Heute mal kurz zu fassen
was ich wiedermal verkackt habe...sorry...ich mag nur nicht irgendwelche Statements schreiben ohne mich zu erklären.

Hab Gestern ca 3 mal eine Antwort geschrieben und nicht abgeschickt...

Ok, wenn ich für einen Moment außer Acht lasse, dass Dir bestimmte "Zustände" wirklich richtig schaden, dann muss ich aber trotzdem den Hut vor Dir ziehen! Du bist unglaublich Willensstark, Zielgerichtet, Mutig und Energiegeladen - und keineswegs schwach und orientierungslos...ich meine das ganz ernst! Du willst seit 3 Jahren diesen Mann für Dich - und gleichgültig was alles dagegen spricht, gleichgültig wie professionell und unerreichbar er ist, egal was er Dir sagt, egal was das für Deine Psyche bedeutet....Du verfolgst ein Ziel - diesen Mann für Dich zu gewinnen. Das erstmal vorweg...das hat mich Gestern, als ich Deine letzte Antwort las echt umgehauen und beeindruckt.

Als Therapeut nimmst Du ihn aber keineswegs ernst - Du machst die Regeln

- entweder Du kannst ihn weiter regelmäßig als Mann sehen oder Du brichst Deine komplette Behandlung ab - als ob ER der Grund für Deine Erkrankung/Störung wäre oder die einzigste Möglichkeit etwas dagegen zu tun.

- vor einem Jahr hast Du, weil er auf Dein Geständnis professionell reagiert hat - ohne irgendwelche Alternativen für Dich in Betracht zu sehen oder Dich nach einem anderen Therapeuten umzusehen ganz simpel GAR NICHT mehr behandeln lassen - hast für DICH entschieden Du willst keine Behandlung.

Entweder ER (der Mann) oder gar keine Behandlung...ER hatte gar keine Wahl außer Dich zu kontaktieren,denn Du hast Dich sicherlich nicht offiziell (durch eine schriftliche Erklärung)aus dem Patienten-Therapeutenverhältnis ausgeklinkt, er war also rein professionell weiterhin dein behandelnder Thera und konnte Dich nicht einfach so rumrennen lassen

- wenn Du Dir einen anderen Thera gesucht hättest, dann wär er von dem kontaktiert worden, auch die Krankenkasse wird sich bei ihm gemeldet haben und wollte wissen warum die Therapie unterbrochen wurde - für Dich ist das alles rein privat und persönlich...für ihn nicht.Du bist seine Patientin und dementsprechend hat er eine ganz klare Fürsorgepflicht.
Du warst und bist eindeutig therapiebedürftig, er konnte rein professionell gar nicht anders reagieren außer zuzusehen, Dich wieder in therapeutische Behandlung zu bekommen

Er geht davon aus, dass Dich ein Therapeutenwechsel traumatisieren würde weil DU dort nicht hingehen würdest, weil DU bereits schon einmal mit komplettem Behandlungsabruch reagiert hast, als Du nicht von IHM bekommen hast, was DU Dir von ihm gewünschst und erhoffst hast - denn Dir geht es nicht um die Therapie sondern um ihn als Mann und das schadet Dir ganz fürchterlich. Ich bin kein Profi - aber Dein Thera ist offensichtlich davon überzeugt, dass Du ohne Behandlung komplett abschmierst (traumatisiert), also ist er als Dein behandelnder Thera schon mal rein rechtlich dazu verpflichtet, gleichgültig wie sinnvoll das ist oder nicht seiner Fürsorgepflicht nachkommen in dem Umfang in dem DU das zulässt. Oder hast Du Dich damals bei der Krankenkasse, Deinem Psychater oder anderen übergeordneten Instanzen bescheid gesagt, dass Du die Behandlung aus eigenem Wunsch abbrichst und somit Deinen Thera von seinen Pflichten entbindest?

Du interpretierst seine Aktionen und Worte aber grundweg als persönliche Zeichen der Zuneigung...ich sag nicht, dass er Dich nicht leiden mag...aber er hat als Therapeut und Mensch gar keine Chance gegen Deinen starken Willen, gegen Deine Überzeugung anzukommen.Durch Dein Verhalten (Er oder Behandlungsverweigerung) zwingst Du ihn mehr oder minder dazu, Dir Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.Das ist ein riesen Problem aber noch viel heftiger ist bei der ganzen Sache:Du nimmst ihn als Thera nicht ernst, damit nimmst seine Therapieversuche, die Dir helfen sollen, auch nicht an. Denn:

DU brauchst Deine "Erkrankung" Deine "Persönlichkeitsstörung" und damit auch all die schrecklichen Symptome um das zu erreichen was DU Dir als Ziel/Hoffnung gesetzt hast - ihn als Mann für Dich zu gewinnen.

Ich bin kein Profi und eigentlich sollte ich meine Vermutung nicht mal äußern, aber das was Du für Dich als Liebeskummer oder Verlustängste gegenüber Deiner Freundin interpretierst sind meines unprofessionellen Gefühls nach viel eher Kontrollverlustängste...ne ganz andere Geschichte, eine völlig andere Motivation

Du schreibst z.B. "Ein Leben ohne meine Freundin ist schon hart genug": Deine Freundin ist nicht aus Deinem Leben verschwunden "nur" aus Deinem direkten und unmittelbaren "Wirkungskreis" und "Zugriff" - ich glaube Dir ist gar nicht klar um wieviel besser es auch Deiner Freundin ginge, wenn es Dir Stück für Stück ein bißchen besser ginge - die würde Dich auch lieb haben und mit Dir befreundet sein wollen wenn Du nicht ständig ihre "Hilfe" bräuchtest.Versuch Dir das mal vorzustellen, wie das wär wenn ihr Beide auch einfach nur über irgendwelchen "profanen" Quatsch erzählen, lachen und kichern könntet...

warum Du weiterhin für Deinen Thera "krank" und "hilfebedürftig" sein mußt ist ja klar - jedenfall für Dich - jeder Therapieerfolg würde auch ein mögliches Risiko bedeuten, dass er sich aus Deinem direkten Zugriff zurückzieht, wenn er nicht mehr "verpflichtet" ist bzw. Dich endlich an einen unbelasteten, neutralen Kollegen überweisen oder eine andere Form der Therapie für Dich sucht...

Du glaubst vielleicht sogar, Dir würde es psychisch schlagartig besser gehen, wenn er sich auf eine Beziehung mit Dir einlassen würde...und also fokussierst Du Deine überwältigende Kraft und Energie genau auf dieses Ziel...Dein Thera KANN Dir gar nicht helfen, weil er in seiner Funktion als Therapeut gar nicht zu Dir durchdringt - und das ist ihm völlig klar - er hat nur gar keine Wahl, selbst wenn er das wollte, könnte er wegen DEINES Zustandes, DEINER Fehlentscheidung nicht einfach sagen "dann geht doch und find raus, wie weit und lange Du unbehandelt klar kommst"

Um Deinetwillen erinnere Dich bitte daran warum und unter welchen Umständen Du ihn überhaupt aufgesucht hast. Du konzentrierst Dich seit 3 Jahren darauf, dass er sich und seine Haltung ändert.

Ganz ehrlich ich glaube nicht ein bißchen dass Du Deine Symptome simulierst und einfach nur ohne Rücksicht auf Verluste bockig Dein Umfeld manipulierst - aber wenn ich höre/lese was Du alles auf Dich nimmst, wieviel Energie und Kraft Du darauf verwendest um weiter zu diesem "Mann" gehen zu können, wie schlecht es Dir dabei geht, wie klar Du Deinen Zustand selbst einschätzt, wie klar Dir auch ist, dass Du dringend Hilfe und Therapieerfolge brauchst und trotzdem ganz bewußt jede andere Option für Dich ausschließt, dann macht mir das Angst.

Denn das bedeutet auch, dass Dir die durchaus reale Situation bewußt ist, dass dieser Mann ohne Deine Erkrankung/Störung (Ich weiß ja nicht warum Du eigentlich in Therapie bist)vielleicht gar kein Interesse an Dir hätte...Du ihn ohne das alles vermutlich nie kennen gelernt hättest...und damit bekommt Deine Erkrankung/Störung etwas gruselig Positives für Dich.

Als Außenstehende fällt mir wieder die unerschöpfliche Kraft, Energie und Macht auf die da aus Dir raussprudelt - gerade weil Du seit nunmehr drei Jahren dieses eine Ziel/diesen einen Wunschgedanken verfolgst...wenn das wirklich "nur" ne Übertragungsgeschichte wär, hättest Du - wie ich - schon vor Jahren das Handtuch geworfen und wärst gar nicht in der Lage so selbstbewußt und unbeeindruckt ihm jede Woche wieder entgegenzutreten, jede professionelle Reaktion von ihm als persönliches und verhohlen liebevolles Interesse an Dir umzudeuten. Weißt Du was ich meine? Das hat gar nicht unbedingt was mit reale Chancen einschätzen und Konsequenzen ziehen zu tun, was ich meine - das fällt uns ja allen schwer, gerade wenn wir verliebt sind...ich meine dieses unerschöpfliche Selbstbewußtsein das nicht nur Deine heimliche Hoffnung nährt sondern auch ganz heftigst Dein Verhalten ihm Gegenüber ausdrückt...ganz offensichtlich bist Du auch überzeugt davon, dass Du die Richtige für ihn wärst - was er nur noch nicht gemerkt oder deutlich gezeigt hat...nicht dass ich Dich für eingebildet halte...ich kann darin nur absolut gar nichts "schwaches" und einseitig "abhängiges" erkennen...

Einige Probestunden bei einem anderen Thera oder einer Frau würden Dir vielleicht zum ersten Mal zeigen, wie so eine Therapiestunde ablaufen kann, wenn Du Dich nicht nur aus persönlich/sexuellen Motiven auf Deinen Therapeuten als Mann konzeintrierst und natürlich wünschte ich, Du würdest diese Energie und Willenskraft in Deine Genesung stecken...

19.09.2007 12:02 • #7


Hallo Sternenstaub,

ich glaube auch, dass es Dir gar nicht mehr um die Person geht, sondern um Deinen Willen. Und das hat nichts mit Liebe oder Verliebtsein zu tun - das ist gut, denn gegen die Hormone und all das was sich im Herzen und Bauch abspielt kann man nur sehr wenig tun...gegen Kontrollzwang, Macht, Beeinflussung etc. aber schon.

Horch mal in Dich hinein, wie fühlst Du Dich jetzt wenn Du an Deine Freundin denkst? Vermisst Du sie jetzt mittlerweile als liebenswerten Menschen dem Du gegenüber auch nicht mehr so unmittelbar Deine Zuneigung ausdrücken kannst, oder vermißt Du sie immer noch viel mehr in der Rolle der "Trösterin", "Kümmerin" etc?

Ich kenn Dich nicht und auf keinen Fall will ich Dir irgendeine böse Absicht unterstellen - letztendlich leidest Du am meisten darunter, wenn sich bestimmte Menschen - trotz all Deiner "Arbeit" die Du statt in Dich in sie investiert hast - aus ihrer von Dir zugedachten Position lösen oder nicht einfügen...

Und gerade deshalb solltest Du auf keinen Fall Deine Behandlung beenden, sondern eine andere Therapie, einen anderen Therapeuten suchen - die Zeit in denen DU die Regeln für Deine Behandlung machst und Diagnosen stellst oder einfach zu dem ummodelst was DU ganz bewußt akzeptieren kannst - müssen vorbei sein - dieses sich langsam von ihm entwöhnen um dann unbehandelt zu bleiben, heißt auch nur wieder: Mein vordergründiges Problem ist dieser Arzt, unsere unangemessene Beziehung und meine Gefühle für ihn.Und die Freundin, die einfach abhaut. Das ist aber nicht Wahr!Auch wenn der unsterblich in Dich verliebt wär hättest Du mentale und psychische Probleme die der Behandlung bedürfen.

Ganz deutlich gesagt: Hör um Deinetwillen auf Deine Störungen und Symptome darauf zurück zu führen, dass Dein Umfeld, Deine sozialen/familiären Kontakte nicht "stimmen". DAS schadet Dir am meisten, an dieser grundsätzlichen Einstellung mußt Du für DICH was ändern, sonst drehst DU Dich für alle Ewigkeiten im Kreis und im schlimmsten Fall suchst Du irgendwann NUR noch nach Menschen, die passen und sich lenken lassen und wenn nicht ausgetauscht werden müssen...mir geht es hier nur um Dich!

Ich weiß nicht warum und weshalb Du anfänglich therapeutische Hilfe gesucht hast - aber eines ist offensichtlich, Dir geht es kein Stück besser - ganz im Gegenteil - Dein Therapeut kann Dich aus diversen Gründen nicht einfach Deinen "Willen" durchsetzen lassen, wenn das bedeutet, dass Du unbehandelt untherapiert bist. Sprich mit Deinem Psychologen darüber, natürlich auch mit Deinem Therapeuten -

Im Moment bist Du der Boss in Deinem Leben, mach was draus, nutze die Möglichkeiten die Du hast, damit Du ein halbwegs stabiles und selbstbestimmtes Leben führen kannst...in den letzten drei Jahren hast Du die Möglichkeiten, die Hilfe und nicht zu vergessen eine super teure Therapie benutzt um "nicht" stabiler zu werden und stattdessen an Deiner Freundin und Deinem Therapeuten zu "arbeiten"...das ist kein Vorwurf, nur ein Fakt...

Was glaubst Du warum Dein Thera von "Trauma" spricht, warum Dir die Kasse seit drei Jahren eine Therapie bezahlt, die sie vielen Patienten nicht mal für ein paar Monate finanziert? Warum die oder Dein Thera nicht schon längst gesagt haben: Schluss Aus Ende, die arbeitet nicht mit? Weil Du das so willst? Nee, sondern weil die abwägen müssen, weil die für DICH entscheiden müssen, weil die Dir nicht zutrauen ohne Behandlung zurecht zu kommen...

Hör auf damit diese Entscheidung auf Deinen Thera abzuwälzen...Du willst von ihm hören" ach bleib doch bei mir"...auch das ist kein Vorwurf, nur einfach keine Basis auf der ihr beide irgendein vernüftiges Gespräch über DICH führen könnt - seine professionelle Meinung interessiert Dich nicht - das ist die Realität, das ist eine Tatsache und Deine Einstellung zu ihm...die hat sich nicht geändert...Natürlich kannst Du Therapie ganz langsam auslaufen lassen...aber dann steh auch dazu, dann mach das offiziell in Absprache mit KK, Therapeuten und Psychologen, dann sag ganz klar, DU möchtest keine Behandlung mehr - mach Dir aber auch klar was das für Dich, Deine Erkrankung/Stärung, Dein Leben bedeutet...

20.09.2007 18:02 • #8


Hallo noch mal,

wenn ich die Leute hier nicht ernst nehmen könnte/wollte
würde ich nicht herkommen - und gehe einfach mal davon
aus, dass der Großteil der anderen User genauso drauf sind.

Ich bin sicher ich muss Dir nicht erzählen, dass Du Dich bezüglich Deiner Freundin um 180° gedreht hast - bzw. das was Du über sie und Eure Beziehung erzählst. Auch das ist kein Vorwurf - ich kann nur nicht differenzieren, wo der "Sinneswandel" herkommt, oder ob Du schon seit Ewigkeiten an ihrem Interesse and ihrer Loyalität und Sorge für Dich zweifelst. Bis zu Deiner letzten Post hast Du eindeutig und unmissverständlich gesagt, dass sie Dir teilweise schon leid tat, weil Du sie durchweg mit Deinen "Problemen" in Beschlag genommen hast...und dass Du auch wegen ihres Umzugs jetzt nicht auch noch mit einer Trennung von Deinem Thera umgehen könntest...

Ich könnte jetzt spekulieren, bis die Schwarte kracht - aber das lass ich lieber bleiben...ich finde nicht dass man seine Freunde immerzu und dauernd 100% ganz toll finden muss oder nicht auch mal genervt oder angefressen sein "darf"...aber mittlerweile hörst Du Dich an, als wärst Du richtig wütend auf Deine Freundin, als könntest Du sie als Mensch nicht einmal leiden...und Du hörst Dich auch sehr vorwurfsvoll an. Ich sag Dir nur, was hier bei mir durch Deine letzte Post ankommt, ok? Vielleicht möchtest Du ja erstmal nur für Dich "klären" was Du über Deine Freundin wirklich denkst, was Du tatsächlich für sie empfindest...muss ja nicht das eine ODER das andere sein...

Vielleicht liege ich falsch, es könnte sich ebenso um Deine "Copingstrategie" handeln..."warum soll ich die vermissen und mich weiterhin mit ihr beschäftigen, die war ja sowieso nie ne richtige Freundin" - wie gesagt, das KÖNNTE eine Strategie sein...könnte aber auch sein, dass Du ihren Wegzug für Dich und Deine ungesunde Beziehung zum Thera "benutzt" hast o.ä. was wirklich vorgeht, in Dir, dass kannst nur Du sagen...ich sag´s noch mal, Du verfügst über eine Willenskraft und Zielstrebigkeit, die Du selbst erstmal anerkennen und einkalkulieren mußt - gerade was Deine Einstellung gegenüber bestimmter Menschen betrifft.

Für mich bist Du weder eine Lachnummer, noch eine schwache und chronisch hilfebedürftige Person - ich weiß nur für mich selbst zu sagen, wann ich eine Therapie für mich in Betracht zöge und wie der Thera mit mir umgehen sollte, das müßte einer/eine sein
der mich

a) an meine Stärke erinnert und an meinen Stolz appeliert
b)auf meine aktive Mitwirkung besteht
c) nicht einfach jede subjective Selbstdiagnose annimmt und
d) mir je nach meinen Möglichkeiten andere Lösungsansätze und Perspektiven beibringt bzw aufzeigt...

Immerhin bin ich zu ihm/zu ihr gegagen weil ich nicht mehr klar kam, weil meine eigenen alten Strategien und Ansätze nicht mehr wirken/helfen oder befriedigen...in mich "selbst hängen lassen" und mich selbst bemitleiden bin ich Profi lol dafür brauch ich keinen Arzt der mir sagt, dass das völlig "normal" und "verständlich" ist...und genauso easy ist es in meiner Erziehung, meinen Eltern, meinen Ex Beziehungen, meinem Freundeskreis etc. den Grund für meine akuelle Krise für mein aktuelles Verhaltensmuster zu suchen und zu finden - been there, done that, didn´t get me anywhere - denn was bedeutet das, wenn ich das als meine "Strategie" annehme um im täglichen Leben zu bestehen? Dass ICH den gleichen Quatsch immer wieder mache weil...naja...die Vergangenheit oder andere Leute kann ich eben nicht ändern...wie traurig, aber so ist das...ich sehe keinen Sinn darin eine Therapie zu machen, wenn ich dabei keine neuen und für MICH relevanten Strategien und Sichtweisen annehme und erlerne um zukünftig und aktuell umsichtiger und für mich besser mit den aktuellen Lebensumständen und Gegebenheiten umzugehen...bisher hat mich meine STurheit und mein Stolz immer noch wieder auf den Boden zurückgeholt

Sich selbst einzureden, dass man nur in dieser oder jener Krise steckt weil damals...weißte, das machen wir alle und dauernd sowieso...dazu braucht keiner eine Therapie - eine Therapie ist dazu da, damit man selbst wieder Verantwortung übernehmen kann, damit man eben nicht in diesem "Urschleim" und seinen Selbstdiagnosen und Selbsttherapien stecken bleibt oder gar ertrinkt.

Ich kann natürlich nicht beurteilen warum Du anfänglich überhaupt eine Therapie für Dich gewollt hast - oder ob Dein Thera bescheuert ist...ich kann ihm auch nicht vorwerfen, dass er anfänglich nicht germerkt hat, dass Du was ganz anderes von ihm willst als neue Strategien für Dich und Dein Leben zu erlernen...Du bist sehr überzeugend und kein Stück wirr...ich hab Dir anfänglich auch abgenommen, dass Du Deine "Freundin" ganz schrecklich vermißt weil sie Dir der liebste und vertrauteste Mensch im Leben ist...

Diese Überzeugungskraft nimm mal bitte selbst sehr ernst...
Ich sag das nur, damit Du auch nicht vergißt dass Dein Thera ein ganz normaler Mensch ist und nach 3 Jahren vermutlich gar nicht mehr in der Lage ist seine eigenen Grenzen Dir gegenüber durchzusetzen, also ist es keine gute Idee ihm die Verantwortung und die Entscheidung über Deine Zukunft zu übertragen...Ich kenne weder Dich noch Deine Freundin, aber auch in meinem Umfeld gibt es Leute, die stürzen sich ganz freiwillig immer wieder in den gleichen Pool obwohl sie nicht schwimmen können...und wenn ich mich dann distanziere und oder gar nichts mehr sage, dann drückt das nicht mein Desinteresse aus, sondern einfach nur, dass ich am Ende meiner Kraft bin...denn eins ist mal klar...es ist anstrengender von sich eine Rettungsanktion abzuverlangen als sich einfach auch kopfüber in den Pool zu werfen...oder wie sagte mal der Psychologe meiner Schwester zu mir: Sind sie professioneller Rettungsschwimmer? Nein, dann schlage ich vor, sie entfernen sich sofort aus Hörweite und Sichtweite des Pools und überlassen es ganz unspektakulär ihrer Schwester ob sie in den Pool springt obwohl sie nicht schwimmen kann...sie setzt nicht nur voraus, dass sie oder ich oder ihr Partner am Poolrand stehen um sie notfalls zu retten, sie will auch noch, dass uns das gefällt. Vertrauen ist gut - selbst keine Verantwortung zu wollen und andere für grundsätzlich fähiger und stärker zu halten ist verrückt.

21.09.2007 15:24 • #9


#sternenstaub
ich hoffe, du bist nicht sauer, dass ich dir auf deine beiden letzten posts antworte, cathy ist im moment bestimmt zu irritiert und wird sich vielleicht zurückziehen

irgendwie hast du da was falsch verstanden : cathy spiegelt dich nur zurück, zitiert dich, zieht daraus ganz vorsichtige schlüsse und erzählt über sich. sie spricht dir weder gefühle ab, noch sieht sie deine texte als lügenmärchen an - vielleicht solltest du alles noch einmal genau lesen ?

möchte dich auch nochmal kurz zitieren :
Hallo Cathy,

ich bin sehr dankbar für Deine Beiträge. Ich habe das erste Mal (abgesehen von meinem Therapeuten) erlebt,das jemand mich und meine Situation ernst nimmt, sich darüber Gedanken macht und mir zu neuen Sichtweisen verhilft ohne mich abzuwerten.

das hast du richtig so erkannt; daran ändert auch das letzte post von cathy nichts, ganz im gegenteil

22.09.2007 14:22 • #10


sternenstaub schrieb am Sa, 22 September 2007 11:22

Hallo Cathy,

ich habe meine Meinung über meine Freundin nie geändert.
Du hast dir nur über unsere Beziehung ein Urteil erlaubt ohne irgendwelche Informationen über diese Freundschaft zu haben.

Du hast voraussgesetzt meine Freundin sei für mich immer die große Trösterin gewesen.
Ich mache dir keinen Vorwurf du konntest das ja nicht wissen.

Ich mag deine unterschwellige Feindseligkeit mir gegenüber nicht.
Damit meine ich Sätze wie:"Du bist keine Lachnummer für mich" und andere in diesem Stil gehaltene Sätze.




Hallo Sternenstaub,

Ich hab mir über die Beziehung zwischen Dir und Deiner Freundin kein Urteil erlaubt, ich war einfach nur ein klein bißchen irritiert, weil Du in Deinen ersten Posts ganz klar und deutlich gesagt hast (warum ich das jetzt nicht mehr finden kann, weiß ich auch nicht) dass sie Dir teilweise schon leid tat, weil Du sie ständing mit Deinen Problemen "belastet" hättest, oder sowas in der Art - und das verglichen mit Deiner letzten Aussage (sie hätte Dir sowieso nie richtig zugehört,etc) kam bei mir an, als wärst Du wütend auf Deine Freundin...was genau da zwischen Euch abläuft, wie ihr miteinander umgeht, was Euch verbindet etc. das weiß ich doch nicht. Ich lese nur was DU darüber erzählst bzw. schreibst.

Einerseits schreibst Du als würde Dein Leben ohne sie in Deiner Nähe ganz gruselig und einsam für Dich sein und andererseits als wär diese Beziehung sowieso nicht so dolle gewesen, weil sie Dich und das was Du ihr erzählt hast nicht ernst genommen hat und von Heute auf Morgen einfach nach München abgehauen ist und Dich in einer schwierigen Phase einfach alleine sitzen ließ...das hab ich mir doch nicht ausgedacht, noch habe ich Jemals behauptet oder vermutet, DU hättest Dir das ausgedacht.

Ich muss mich hier auch nicht erklären oder verteidigen - genausowenig wie Du - ich hab Dich nämlich nicht angegriffen oder in irgendeiner Form beleidigt - auch wenn Du Manches von dem was ich geschrieben habe so empfindest...


Ich bin weder sauer, noch irritiert noch in irgendeiner Weise beleidigt über Deine letzte Reaktion - denn eines kannst Du nicht wissen: in meiner Familie und meinem Freundeskreis gibt es zwei drei Leute die sind auch in Therapie...und Gott sei Dank haben sie sich dazu entschlossen - es gibt für mich nichts Übleres als dabei zugucken zu müssen, wie sich Menschen, die ich wirklich gerne habe immer und immer wieder selbst schaden und sich immer wieder in Situationen und Stimmungen, Meinungen und Überzeugungen verrennen, die nur zu einem Ziel führen: Sie fühlen sich einsam, angegriffen und hilflos gegen die Wand gedrückt was zur Folge hat, dass sie um sich schlagen und permanent auf dem Sprung sind sich zu "verteidigen"...

keine Ahnung ob Du so drauf bist, keine Ahnung ob Du das nachvollziehen kannst oder willst oder ob das überhaupt notwendig ist...ich bin es einfach nur wirklich schon gewohnt, dass mir diese Menschen in ihrer Überzeugung, ich (oder jeder andere) würde sie angreifen, jedes Wort im Munde umdrehen oder so interpretieren, wie es in IHRE eigene momentane Stimmungs und Gefühlslage passt. Spreche ich denen oder Dir Deine Gefühle ab? Keineswegs...ich erlebe ja hautnah mit - noch echter und intensiver können Gefühle nicht sein...aber auch so Sätze wie:

Ich finde nicht gut dass Du mir meine Gefühle absprechen willst

Ich mag Deine unterschwellige Feindseeligkeit mir gegenüber nicht

Du hast Dir ein Urteil über mich erlaubt

etc. Sorry, das beleidigt Dich jetzt ganz bestimmt, aber das sind Sätze, die JEDER der irgendeine Form von Einzel- bzw. Psychotherapie macht während der ersten Sitzungen lehrbuchmäßig lernt. Und nach meiner Erfahrung und auch nach Einschätzung des Therapeuten meiner Schwester werden die selten "genutzt" um ehrlich die eigene Gefühlslage auszudrücken oder als Frage formuliert um Unklarheiten sofort aus dem Weg zu räumen...

Wenn Du mir irgendetwas vorwerfen willst, dann tu das doch einfach mit Deinen eigenen Worten - ich bin kein Profi, noch Deine Freundin, oder sonstirgendwer, der irgendwie bösartig oder verletztend werden würde...ganz simpel weil ich keinen Grund dazu habe, ...Du kennst mich auch nicht, wenn ich feindseelige Gefühle oder Gedanken hege, dann sind die keineswegs unterschwellig - dann habe ich die Wahl mich umzudrehen und zu gehen (hier würde ich einfach nicht antworten) oder ich würd Dir einfach in einem Dreizeiler meine Feindseeligkeit um die Ohren hauen und dann gehen...und nicht stundenlang über Formulierungen für meine noch längeren Antworten brüten...und schon gar nicht würd ich hier mit irgendwem Streit anfangen...wozu?Jetzt erklär ich mich schon wieder

Fakt ist: Ich komm gar nicht erst in dieses Forum wenn ich sowieso schon wegen irgendwas genervt oder angefressen bin...ich nehm mich selbst ernst aber hier geht es nicht darum Recht oder Unrecht zu haben...Ich bin kein Angreifer und also bist Du auch keine Angegriffene - für mich nicht!Wie Du das empfindest oder siehst drückt DEINE Gefühle und Gedanken aus, nicht meine!

22.09.2007 18:45 • #11


Icke nochmal,

wenn ich sage, das sind Lehrbuchsätze, dann meine ich damit nicht, dass der Patient ein Buch in die Hand gedrückt bekommt aus dem er Sätze auswendig lernt...ich will hier auch gar nicht lange rumdiskutieren, es steht Dir ja frei all die Anderen in diesem Forum zu fragen, die auch schon therapeutisch behandelt wurden, ob ihnen an diesen Formulierungen irgendwas bekannt vorkommt. Kann ja gut sein, dass Du auch schon vor Beginn Deiner Sitzungen Redewendungen wie "unterschwellige Feindseeligkeit" "meine Gefühle absprechen" etc in Deiner alltäglichen "Sprache" verwand hast...

Auch auf die Gefahr hin unsensibel zu sein - dass eine Therapie dazu da ist um zu lernen auf die Zwischentöne zu achten und genau auf jedes Wort zu achten was ANDERE sagen und das dann auf sich zu beziehen ist so ja auch nicht ganz korrekt oder? Ich meine die meisten Leute gehen zu einem Therapeuten weil SIE selbst in Schwierigkeiten stecken, weil sie selbst massivste Probleme damit haben, ihre eigenen Gefühle und Gedanken zu analysieren und diese dann in "angemessener" Form verbal/schriftlich oder sonstwie zu vermitteln.

Sorry Sternenstaub, aber auch das ist etwas was jeder schon miterlebt hat, dessen Freund/Freundin, Geschwister, Partner o.ä. in Therapie ist...die die in Therapie gehen weil SIE Probleme haben, "analysieren" und "interpretieren" gerade anfänglich jedes Wort, jede Geste, jede Gemütslage ihrer nächsten Verwandten, Freunde und Bekannten - als wären sie nun die "Fachleute". Genau das ist NICHT Sinn einer Therapie, das ist völlig unangemessen, unangebracht und immer über alle Maßen subjektiv und anmaßend - nicht zu vergessen, dass der eigentliche Patient damit natürlich auch immer "vermeidet" sich mit dem Wesentlichen zu befassen und daran zu arbeiten...sich selbst. Das ist genau das Gegenteil von "persönlich" nehmen oder "überempfindlich" sein...

Du hast hier auch erst mal meine Worte analysiert und dann befunden dass ICH unterschwellig feindselig bin und darauf hast Du natürlich verärgert reagiert. Du hast aber weder Deine eigenen Gefühle noch Deine eigene Analyse oder Reaktion hinterfragt oder durchleuchtet - wir sind hier in einem Forum, das ist wirklich keine riesen Sache,wenn Du aber ne Freundin von mir wärst, dann wär ich jetzt tatsächlich richtig sauer -

Glaubst Du vielleicht auch Deinen Therapeuten "zu durchschauen" oder ihn "analysieren" zu können bzw. zwischen seinem klaren Ansagen eben die Zwischentöne zu hören und rauszuanalysieren, die Deine eigenen Gefühle wiederspiegeln...das ist wieder kein Angriff - wenn ich Dein Thera wäre, dann würd ich Dich zusätzlich zu einer Gruppentherapie schicken...alleine schon um Dich aus der Isolation zu holen und Dich wieder an ein "Rudel" zu gewöhnen.


Zu dem Thema "lieber eine schlechte Freundschaft als gar keinen Kontakt zu anderen Menschen - weil der Mensch eben ein Rudeltier ist...fällt mir nix mehr ein...ganz ehrlich, das jagd mir Schauer über den Rücken...ich meine das wirklich nicht böse...ich will nur niemals ein Teil einer solchen privaten Beziehung sein...dazu würde mir neben der Motivation auch der Wohlfühlfaktor fehlen...

BTW: Du hast immer noch nicht geschrieben weswegen Du überhaupt die Therapeutische Behandlung angefangen hast...mußte ja nicht drauf antworten...ist nur, dass ich einfach gerne wüßte was Dein eigentliches Therapieziel war.

22.09.2007 23:43 • #12


Hallo Sternenstaub,

hab mir erstmal die Zeit und Muße genommen um
eine Antwort auf Deinen letzten Beitrag zu formulieren, statt wieder wie wild drauflos zu schreiben.

Das ist wirklich eine ganz naive Frage, ich spreche Dir auch keineswegs Deine "Fähigkeiten" ab, ok? Kein Hintergedanke! Das Du bei mir "falsch" lagst, ist kein Wunder: Du kennst mich nicht, das ist ein Internetforum etc...Eigentlich geht es um die Praxis, die mich interessiert...vielleicht bin ich auch zu wischi-waschi...

Empathische Fähigkeiten sind überlebenswichtig und vermutlich zum Großteil etwas womit wir im Überfluss geboren werden - aber ich glaube - das ist nur ne persönliche Beobachtung und Empfindung- wenn die nicht gepflegt und gefördert und auch "gelenkt" werden, dann geht vieles davon "verschütt" -

Dass Du Deinen Thera "lesen" kannst ist ja normal, Du bist seit Jahren auf ihn fokussiert und studierst ihn und seine Regungen ...ich sag nicht, dass Du da voll daneben liegst und er einfach nur nicht über sich persönlich reden möchte, ich frag mich halt nur, warum Du dann - wie Du selbst sagst - keine Menschenseele hast, mit der Du Dich privat austauschen kannst...weißt Du was ich meine?

Die meisten Leute mögen es schon sehr gerne - wenn sie sich z.B. durch einen simplen Säufzer "verständlich" machen können ...kann ja auch sein, dass DU Dich irgendwann ganz freiwillig und bewußt von Deinem Umfeld distanziert hast...ich weiß es nicht...

Bitte, das ist weder ein Urteil noch sonst irgendwas...Du bist seine Patientin, weil es Dir vor drei Jahren offenbar sehr schlecht ging - egal ob Du Dich als Patientin empfindest oder nicht, das ist ein wertfreier Fakt - in den letzten drei Jahren hattest Du nach eigener Aussage, außer zu ihm und Deiner Freundin, so gut wie keinen näheren Kontakt zu anderen Leuten - ich hab keine Ahnung wie das "Früher" war - wo kommt die innere Überzeugung her, dass Deine "Einschätzung" anderer Leute Persönlichkeit, Gefühle und Motivation "richtig" wäre?

Oder wie meintest Du das?
"hat mir bestätigt, dass ich ganz feine Antennen dafür habe, was gefühlsmäßig in anderen Menschen wirklich abgeht." Woher will/kann/soll er denn was über andere Menschen in Deinem Leben wissen, wenn Du selbst sagst, da gibt es keine?
Wie gesagt,kann gut sein, dass nur ich das rein intellektuell nicht ganz begreife...wie kann Dein Analytiker ne Aussage über die Gefühle anderer Leute abgeben bzw. Dir bestätigen, dass Du die "empfängst" und richtig "erkennst" - wenn er überhaupt kein Feedback von diesen Menschen hat?

Wenn man über Dritte redet, die ganz simpel nicht anwesend sind und nicht reagieren können, dann sagt das dem Zuhörer grundsätzlich NUR was über die Person, die da gerade redet - das hat doch ganz praktisch nichts mit "Glauben" zu tun...jede Aussage über eine Dritte Person ist äußerst subjektiv, ganz besonders wenn der Erzähler persönlich betroffen ist...Du hast über Deine Freundin erzählt, die geht nach München um dort Sozialschmarotzer zu werden, dass sie hin aber nicht zugehört hat etc....was sagt mir das über die Motivation, die Gefühle etc Deiner Freundin? Gar nichts - damit drückst DU Deine Meinung und Gefühle über sie aus...

Weißt Du was ich meine? Geht doch nicht darum ob Du mit Deiner Einschätzung über sie richtig oder falsch liegst oder ob Dir irgendwer "glaubt" - was hättest Du denn davon wenn wir oder Dein Thera mal ganz simpel Deine Charakteranalyse Deiner Freundin aufgriffen und die auch egoistisch und oberflächlich fänden? Gar nix! Naja, außer vielleicht Dich würde das befriedigen...aber ich läster nicht über Privatleute, die ich nicht kenne.

Es geht um DICH!

Die Frage ist warum Du Dich trotz Deiner "Erkenntnisse" und Einschätzungen über diese Frau - trotz Deiner Fähigkeit Dich in Menschen einzufühlen und Deiner Überzeugung, dass Du das besser kannst als viele Andere - dann nich mit Leuten zusammen tust, die Du lieber magst, deren Lebensstil Du besser findest, die auch Deine Talente und Vorzüge zu schätzen wissen?

Ich spekulier hier schon wieder run...ich hab keinen Schimmer, warum Du keinen Kontakt zu irgendwem hast...oder warum Niemand in Deiner Nähe Kontakt zu Dir haben will...Fakt ist, Du fühlst Dich einsam und allein - hast Du selbst denn ne "Idee" warum Du keine privaten, sozialen Kontakte hast?

25.09.2007 13:37 • #13




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler