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Hallo ihr, ich bin 35 Jahre alt und wurde so erzogen, dass nur eine Person immer Recht hat - meine Mutter. Nunmehr habe ich mich vor zwei Jahren durch harte Arbeit an mir selbst von ihr lösen können und habe gelernt, dass man ehrlich seine Meinung sagen darf. In einem ordentlichen Ton, nicht verletzend, aber ehrlich. Leider muss ich feststellen, dass Ehrlichkeit anscheinend keine Tugend mehr ist. Nach und nach habe ich immer mehr Freunde und Bekannte verloren, weil ich ehrlich war und zum Beispiel einfach mal bloß "Nein" gesagt habe. Mittlerweile komme ich mit der Welt nicht mehr klar, weil anscheinend keinen die Wahrheit interessiert. Lieber wird einem ins Gesicht gelacht und hinter dem Rücken schlecht geredet. Warum ist das so? Warum fühlt sich jeder gleich angegriffen, wenn man seine Meinung sagt? Man kann sie sich doch anhören, ohne gleich beleidigt oder böse zu sein. Man kann drüber nachdenken und dann immer noch überlegen, ob man sich die Meinung annimmt oder so weiter macht wie bisher. Mein großes Problem ist dies auch auf der Arbeit. Ich bin Jemand, der sehr gerne meine Arbeit macht und bemüht ist, so wenige Fehler wie möglich zu machen, weil man in dem Job sehr genau arbeiten muss. Wir haben eine neue Kollegin, die interessiert das alles nicht. Da wird alles "passend gemacht". Das macht mich wahnsinnig und da ich für sie zuständig bin, gebe ich ihr Hinweise, schreibe Zettel mit der richtigen Vorgehensweise usw. Aber außer bockigen und bösen Bemerkungen bekomme ich nichts. Leider interessiert es auch keinen, was die wie macht. Warum tun wir uns mit der Ehrlichkeit so schwer, dass sogar Familien- und Freundschaftsbande gebrochen werden? Vielleicht habt ihr Tipps oder Vorschläge. Vielen Dank.

13.09.2013 18:39 • 16.09.2013 #1


10 Antworten ↓


leute hören nicht gern,dass sie etwas nicht können oder falsch machen.
denke es ist so,weil wenn du es ihnen sagst,wissen sie,dass es die anderen auch sehen,dass man etwas nicht kann.dadurch fühlen sie sich *beep* und ausgeliefert.

13.09.2013 18:54 • #2



Einsam durch Ehrlichkeit?

x 3


dazu fällt mir der Spruch ein:

Leute mit Mut und Charakter
sind den andern Leuten immer sehr unheimlich.

13.09.2013 20:46 • #3


Hallo Sarah,

das Problem mit der Ehrlichkeit kenne ich zu gut. Ich muß aber auch sagen, daß ich oft von mir aus meine Meinung geäußert habe. Damit konnte nicht jeder umgehen, da viele, so wie ich meine, den nötigen Abstand, sprich Sachlichkeit nicht haben und alles auf sich beziehen. Nun bin ich dazu übergegangen, mich nicht mehr so oft zu äußern, und wenn, dann nur mit Leuten, die das auch ab können.

Kennst du den Spruch:

Du kannst andere nicht unbedingt ändern, sondern nur dich und deine Position zu einer Sache.

Damit lebe ich leichter. Ich lasse Die Meinung anderer zu und äußere mich nur, wenn es meinen persönlichen Bereich tangiert. Klappt super und ist wesentlich streßfreier.

LG

15.09.2013 11:13 • #4


Hallo Sarah,

dein Problem mit der Mitarbeiterin kenne ich leider nur zu gut. Ist die Neue deine Kollegin oder deine Untergebene? Soll wohl deine Kollegin sein, und du sollst sie einarbeiten? Wie lange denn noch? Und verstehe ich das richtig, dass deine Vorgesetzten dir dabei in den Rücken fallen, wenn sie Fehler macht? Falls das so ist, dann solltest du mit deinen Vorgesetzten die Situation energisch klären. Z.B. so: "Wenn ich für ihre Leistung verantwortlich sein soll, dann muss sie die Dinge so machen, wie ich es ihr sage, und dann müssen Sie voll hinter mir stehen. Oder, wenn sie sich nicht nach meinen Vorgaben richten muss, dann kann ich sie nicht weiter einarbeiten. Dann müssen SIE halt mit ihren Fehlern leben. Ich kann mich nicht von ihr und von Ihnen zum Narren machen lassen."
Ich weiß, das ist nicht leicht, aber wenn es noch länger so bleibt, wie es jetzt ist, macht dich das kaputt.

Zitat von Sarah100:
Nunmehr habe ich ... gelernt, dass man ehrlich seine Meinung sagen darf. In einem ordentlichen Ton, nicht verletzend, aber ehrlich.
Von wem hast du das denn gelernt, dass man das "darf"? Es hört sich nach einer lebensfremden Psychotherapeutin an, die noch nie in einer Organisation gearbeitet hat.

Es gibt leider keine höhere Instanz, die dir das "erlaubt", ohne dass du dadurch Probleme bekommst. Man "darf" im Normalfall so viel Ehrlichkeit an den Tag legen, wie das Gegenüber es zulässt. Das ist in jedem Privatbetrieb so, und selbst Beamte werden häufig degradiert und in völlig unbedeutende Posten versetzt, wenn sie jemandem eine unliebsame Wahrheit mitgeteilt haben.
Dieses "dürfen" gilt eigentlich nur in Bezug auf das Strafrecht, nämlich ob es eine "Beleidigung" nach § 185 Strafgesetzbuch ist http://dejure.org/gesetze/StGB/185.html und daher vom Beleidigten erfolgreich angezeigt werden kann,
oder ob es den anderen nur tierisch ärgert, weil ihm/ihr deine Meinung absolut nicht gefällt und er/sie daraufhin seine Machtmöglichkeiten gegen dich ausspielt.
So ist das leider in der realen Welt.
Zitat:
Leider muss ich feststellen, dass Ehrlichkeit anscheinend keine Tugend mehr ist.
So wie du das meinst, war sie das noch nie. Auch früher wurden Menschen allein dafür geköpft, dass sie jemandem etwas Unliebsames gesagt haben, auch wenn es wahr war. Astronomen, Religionsreformatoren (Luther musste sich lange vor seinen Verfolgern verstecken, als er die üblen Praktiken der katholischen Geistlichkeit und des Papstes kritisierte) usw. usw. usw. - bis heute. Der Fall "Mollath" dürfte dir doch auch bekannt sein?

Zitat:
Warum fühlt sich jeder gleich angegriffen, wenn man seine Meinung sagt? Man kann sie sich doch anhören, ohne gleich beleidigt oder böse zu sein. Man kann drüber nachdenken und dann immer noch überlegen, ob man sich die Meinung annimmt oder so weiter macht wie bisher.
Das wäre schön, wenn das jeder wollte und könnte - aber so ist es leider nicht. Kannst du denn jede Kritik ohne Verstimmung und Rückzug vertragen?

Übrigens ist es nicht nur die Wortwahl und der Ton, der Kritik leichter verdaulich macht. Nach meiner Erfahrung ist es vor allem der Zeitpunkt bzw. die Umstände.
Aber du bist noch sehr jung und kannst noch dazulernen. Ich habe im Laufe der Zeit allmählich dazugelernt und kann heute ungefähr 50-mal so oft etwas "kritisieren", ohne dass mir der Betreffende an die Gurgel geht. Darüber bin ich dann immer selbst ganz verwundert und regelrecht entzückt, weil ich immer noch die Reaktionen früherer Personen (übrigens auch meiner Mutter) in mir trage.
Ich schlucke aber auch heute noch zeitweise etwas hinunter, ohne etwas zu sagen. Aber meist kommt relativ bald der richtige Zeitpunkt, um etwas von meiner Verärgerung in der richtigen Dosierung zu äußern. Und das geht meistens gut.
Es gibt aber auch Fälle, wo ich mich entschließe, etwas Ehrliches zu sagen und von vornherein damit rechne, dass die Person stinkesauer sein und wahrscheinlich anschließend nie mehr mit mir reden wird. Für wichtige Dinge nehme ich das dann aber in Kauf.

15.09.2013 11:42 • #5


Hallo ihr Lieben,

danke für eure Antworten. Ich merke schon, dass man sich als Schreiber seine Wortwahl sehr genau überlegen muss, damit nichts falsch interpretiert wird.

Zuerst einmal habe ich für mich selbst gelernt, dass man seine Meinung sagen darf. Früher durfte ich das nicht, weil nur die Meinung meiner Mutter galt. Aber man muss sich nicht alles gefallen lassen und so meinte ich das, dass ich für mich einen Weg gefunden habe, nicht zu allem ja und amen zu sagen. Und natürlich hat jeder das ungeschriebene Recht, seine Meinung kundzutun - es ist wohl oft nur eine Frage des eigenen Selbstbewusstseins, ob man dies wirklich tut oder alles runter schluckt.

Am meisten hat mich die Erkenntnis, dass Ehrlichkeit unerwünscht ist, bei meiner Mutter getroffen, da sie mir für meine Begriffe viel angetan hat und es allerdings trotz konkreter Beispiele verleugnet. Ich denke, dass jeder Mensch so ehrlich zu sich selbst sein sollte, einfach Fehler auch zuzugeben, die JEDER von uns macht - ohne Ausnahme. Aber wenn einem das eigene Kind nicht mal eine Entschuldigung wert ist, dann ist das schon hart. Trotzdem bin ich froh, den Schritt gegangen zu sein und mich nicht weiter benutzen zu lassen.

Die Kollegin ist eine Kollegin, die ich einarbeiten soll. Allerdings läuft bei uns in der Firma alles bisschen anders als normal, also ist es leider nicht damit getan, den Vorgesetzten zu sagen, was mir netterweise vorgeschlagen wurde. Es interessiert keinen. Wenn man sagt, dass es nicht funktioniert bekommt man keine wirkliche Antwort, sondern nur die Ansage, dass es halt gehen muss. Und dann wird man -kaum dass man den Rücken gedreht hat - als Zicke, die nur herumnörgelt, abgetan. Und ich muss zusehen, wie die Arbeit schief geht, da die Neue sich ja nichts annimmt oder sagen lässt. Sie bummelt, baut eine Katastrophe nach der Anderen und es interessiert keinen. Irgendjemand - also ich - badet es dann schon aus bzw. rettet die Situation, so gut es geht. Ich arbeite wirklich gerne, genau und korrekt, aber es frustriert so, wenn man sieht, was da so schief geht. Kann da einfach nicht abschalten. Könnte mir ja einfach sagen, dass es nicht meine Aufgabe ist und mich nichts angeht.

Die Antworten sind hier sehr unterschiedlich, aber ich denke, dass Ehrlichkeit sehr wichtig ist. Gerade auch in dieser Zeit, wo nur noch mit Ellenbogen durchs Leben gegangen wird und sich jeder selbst der Nächste ist. Warum wird Leuten ins Gesicht gelacht und kaum dreht der sich um , wird er schlecht gemacht? Man muss nicht jeden Menschen lieben, aber dann kann man doch zu dieser Person normal sein, muss ihn nicht besser machen, als er ist , wenn man das doch nicht wirklich denkt.

Ich denke, dass ich mit Kritik umgehen kann. Ich höre mir die Argumente des Anderen an, erkläre meine Sicht der Dinge oder meine Denkweise und dann kann ich immer noch entscheiden, ob ich mir die Kritik annehme. Aber Kritik bzw. Ehrlichkeit ist nicht immer schlecht. Manchmal kann man auch davon noch etwas lernen.

Suche immer neue Freundschaften, falls jemand Interesse hat. Und danke für eure Meinungen.

16.09.2013 14:13 • #6


Zitat von Sarah100:
Zuerst einmal habe ich für mich selbst gelernt, dass man seine Meinung sagen darf.
Ich glaube, das siehst du noch ein bisschen kindlich.

Es steht im deutschen Grundgesetz, dass wir hier "das Recht auf freie Meinungsäußerung" haben. Das ist eine Basis, auf der im Zweifel Prozesse geführt und Urteile gesprochen werden.

Aber dieses Recht hat viele Grenzen, rechtliche und faktische. Z.B. darf man keine öffentlichen negativen Meinungen ("Beleidigungen") aussprechen, auch wenn man wirklich der Meinung ist, jemand sei z.B. ein Versager ist, dann darf man das nicht einfach so herumerzählen.
Und wenn man in der Arbeit seinem Chef z.B. sagt, er sei ein Blödmann oder Versager, dann muss der sich das nicht gefallen lassenn und darf einem kündigen.

Man hat kein Recht darauf, dass jemand nicht gekränkt ist und keine Konsequenzen zieht, wenn man ihm eine Meinung sagt, die ihm/ihr nicht passt. Trotzdem darf man diese Meinung sagen. Aber man muss eben die Konsequenzen ebenfalls tragen.
Zitat:
Am meisten hat mich die Erkenntnis, dass Ehrlichkeit unerwünscht ist, bei meiner Mutter getroffen, da sie mir für meine Begriffe viel angetan hat und es allerdings trotz konkreter Beispiele verleugnet.
Ja, das tut sehr weh und man wünscht sich, dass dieses frühere Leiden wenigstens mal zugegeben wird. Aber da bist du nicht die einzige, deren Mutter das um keinen Preis der Welt zugeben würde, das ist leider ganz normal.

Zitat:
Ich denke, dass jeder Mensch so ehrlich zu sich selbst sein sollte, einfach Fehler auch zuzugeben, die JEDER von uns macht - ohne Ausnahme.
"Sollte" ist aber kein "Recht", gell. Das ist eine Wunschvorstellung, ein Ideal.
Zitat:
Die Kollegin ist eine Kollegin, die ich einarbeiten soll. Allerdings läuft bei uns in der Firma alles bisschen anders als normal
Wie viele Firmen hast du denn schon kennengelernt? In den Firmen, die ich kenne, läuft es ganz genauso.

Zitat:
Und ich muss zusehen, wie die Arbeit schief geht, da die Neue sich ja nichts annimmt oder sagen lässt. Sie bummelt, baut eine Katastrophe nach der Anderen und es interessiert keinen. Irgendjemand - also ich - badet es dann schon aus bzw. rettet die Situation, so gut es geht. Ich arbeite wirklich gerne, genau und korrekt, aber es frustriert so, wenn man sieht, was da so schief geht. Kann da einfach nicht abschalten. Könnte mir ja einfach sagen, dass es nicht meine Aufgabe ist und mich nichts angeht.
Wenn du nicht dafür verantwortlich gemacht wirst (das hatte ich vorher so verstanden, dass du dann dafür verantwortlich gemacht wirst), dann solltest du wirklich nicht mehr gegensteuern, sondern den Karren eben in den Graben fahren lassen! DANN werden die Chefs möglicherweise aufmerksam. Wenn nicht, dann läuft der Laden eben suboptimal weiter. Du bist nicht für die Rettung der Firma zuständig und nicht dafür, die Fehler aller anderen, einschließlich der Vorgesetzten, aufzufangen und auszubügeln.
Zitat:
ich denke, dass Ehrlichkeit sehr wichtig ist.
Ich verstehe nicht wirklich, was dein Problem mit der Kollegin mit Ehrlichkeit zu tun hat. Wenn SIE nicht ehrlich zu ihren Vorgesetzten ist, ist das doch nicht deine Sache? Wenn du das aber unbedingt aufklären willst, weil du meinst, es sei für die Existenz der Firma nötig, dann musst du eben Nägel mit Köpfen machen und z.B. ein Schreiben aufsetzen, in dem du ihre Arbeitsfehler und deren bösen Folgen darstellst, und deinem Chef oder obersten Chef übergeben (so ein Schreiben würde ich aber lieber nur mit einem Rechtsanwalt aufsetzen, und selbst das wäre keine Garantie dafür, dass das für dich gut ausgeht). Dann musst du aber auch von vornherein damit rechnen, dass möglicherweise DU dann als unkollegial, nicht teamfähig und für die Firma nicht mehr tragbar dastehst. Das solltest du dir gründlich vorher überlegen, ob dir das dafür wichtig genug ist. Auch dein Zeugnis würde dann entsprechende Hinweise enthalten - und dagegen müsstest du dann einen Prozess führen usw. Ist es dir wirklich so wichtig?
Zitat:
Ich denke, dass ich mit Kritik umgehen kann. Ich höre mir die Argumente des Anderen an, erkläre meine Sicht der Dinge oder meine Denkweise und dann kann ich immer noch entscheiden, ob ich mir die Kritik annehme. Aber Kritik bzw. Ehrlichkeit ist nicht immer schlecht. Manchmal kann man auch davon noch etwas lernen.
Das hört sich sympathisch an. Für deine persönlichen Beziehungen ist das bestimmt eine gute Basis.

16.09.2013 15:39 • #7


hallo gast b,

ich freue mich, dass du so ausführlich auf meine Probleme eingehst, aber ich denke, wir beide schreiben ein wenig aneinander vorbei. es geht mir hier nicht um Beleidigungen, die ich jemandem ehrlich sagen will oder darum, jemanden gemäß Strafgesetzbuch zu verleumden. es geht einfach um die zwischenmenschlichen Beziehungen, wo man doch trotz der sich entwickelnden egoistengesellschaft nicht ganz das mensch sein vergisst. du findest das vielleicht naiv, aber ich kenne viele, die so denken und genau so wie ich unter den Situationen leiden, so wie ich sie beschrieben habe.

bis zu meinem 33. Lebensjahr habe ich immer all das gemacht, was meine mutter gesagt hat und habe ihre dinge, die sie getan oder gesagt hat, nie in frage gestellt. habe meine Bedürfnisse immer hinten angestellt und mich und mein Kind für sie in Gefahr gebracht, nur, weil sie zu stur und bequem gewesen ist. natürlich darf ich ihr meine Meinung sagen - die Wahrheit. das hat nichts mit einem gesetz zu tun, denn wie oben schon beschrieben, es geht um zwischenmenschliches und nicht um Krawall.

also diese ist meine vierte Arbeitsstelle und ich kenne so ein Theater überhaupt nicht. überall gibt es mal geläster oder man regt sich mal über den einen oder anderen auf. aber immer hatte jeder seine aufgabe, hat sich auch um diese gekümmert und wenigstens ein bisschen Ehrgeiz oder enagement gezeigt. und wenn was falsch gemacht wurde, hat man das gesagt, damit es nicht wieder passiert. aber die ganzen Befindlichkeiten hier kann man gar nicht alle beachten. und natürlich fallen die fehler meiner kollegin auf mich zurück, da ich sie ja anlernen sollte. nur ist sie wirklich dumm - stimmt wirklich. und wen interessiert schon die Wahrheit - wenn man auf jemandem herumhacken kann, ist das doch viel schöner.

mich hatte einfach mal interessiert, wie andere, die noch ehrlich sind und auch mal sagen, dass etwas falsch ist, das so erleben. und das ich den mut gefunden habe, meine Meinung zu sagen, finde ich nicht kindlich, sondern mutig. wenn ich dich hoffentlich richtig verstanden habe, bist du nicht so der typ. ich weiß leider auch nicht, wie du immer darauf kommst, dass es um Beleidigungen geht. wenn man ehrlich ist, beleidigt man doch keinen. ich habe von anfang an geschrieben, dass es in einem ordentlichen ton von statten geht.

schöne grüße

16.09.2013 16:14 • #8


Zitat von Sarah100:
wenn man ehrlich ist, beleidigt man doch keinen. ich habe von anfang an geschrieben, dass es in einem ordentlichen ton von statten geht.
Wenn man ehrlich ist, fühlen aber doch viele deswegen beleidigt - ist das nicht auch deine eigene Erfahrung?
Zitat von Sarah100:
Nach und nach habe ich immer mehr Freunde und Bekannte verloren, weil ich ehrlich war und zum Beispiel einfach mal bloß "Nein" gesagt habe.

Natürlich kannst du jederzeit selber entscheiden, wann du was sagst.

16.09.2013 16:53 • #9


Hallo Sarah,
das Problem kenne ich und es macht mürbe. Ich gehöre zu der Sorte, die nicht gewohnt sind, den Karren einfach gegen die Wand fahren zu lassen - weder privat noch beruflich. Das mit der Ehrlichkeit wird tatsächlich bei den meisten Menschen nur dann geschätzt, wenn die Kritik nicht ihre eigene Vorgehensweise betrifft auch bei freundlicher Ansage. Habe leider auch nicht die Gelassenheit und das Abstandsvermögen, dann einfach zu sagen - ok, nicht mein Problem. Ich denke das hat schon was mit uns selbst und unserem Sorgfalts-, Perfektions- und vor allem auch Weiterdenken zu tun. Untröstlich ist, dass ich auch noch keine gute Lösung gefunden habe, außer der Distanz die ich eigentlich gar nicht möchte.

Ein Zitat: Die Wahrheit ist nicht schön und schön ist nicht die Wahrheit

Nur wer hat in diesen Zeiten noch den Nerv dafür? Aber gib nicht auf, wir sind keine Bücklinge! Get up stand up - Du bist nicht alleine!

LG
S

16.09.2013 18:11 • #10


-Ehrlichkeit-

nur wenige Menschen können Ehrlichkeit, als als positive Kritik oder als Hinweis verstehen. Um Ehrlichkeit wirklich als Positiv zu sehen, muss man schon für sich selbst eine gehörige Portion -Selbstwertgefühl- haben. Es ist leider so, dass Kritik oder eine andere Meinung für viele Menschen eine " KLatsche"ist. So "gut "sie auch gemeint ist, und so richtig diese auch sein mag. Nun ja, wer hat schon wirklich hohes Selbstwert ?
Ich persönlich halte es so, vor allem in zwischenmenschlichen Beziehungen, ich äußere meine klare Meinung nur,wenn ich danach gefragt werde.
In anderen Bereichen , wie auf Arbeit, versuche ich meine Meinung sachlich auszudrücken, und ohne jemanden dabei persönlich anzugreifen oder zu verletzten. Ich versuche, "du musst, du solltest- Sätze "usw. zu vermeiden. Ich habe damit ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht.

16.09.2013 19:38 • #11



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