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Yannick
Hallo liebe Gleichgesinnte,

nun ist es nach deutscher Zeit auch schon wieder mitten in der Nacht. Unwahrscheinlich, dass ich also morgen, oder gleich, schon einen Ratschlag von jemandem hier erwarten könnte... Aber wer weiß, einige von uns sind ja öfter schlaflos, einschließlich mir selbst.

Also, erstmal sehen, ob das jemand von euch überhaupt so kennt...

Wie die Meisten hier, kämpfe ich ja auch oft mit dem Alleinsein oder, wenn es ganz schlimm ist, fühle ich mich auch einsam.
Da mich dieser Zustand und seine Gefühle nun schon so lang im Leben begleiten, versuche ich dem immer frühzeitig entgegen zu treten. Indem ich nach Ablenkung suche, ins Auto springe und umher fahre, mir einfach nen Film anschaue oder was am Computer mache u.v.m. Mal klappt es, mal nicht.

Das führt dann soweit, dass es mir abends beim Schlafen gehen eigentlich soweit richtig gut geht. Wenn ich etwas geschafft habe, sei es auch ganz allein, macht mich das mutig und ich entwickle viele neue Ideen. Oder einfach, wie es am nächsten Tag weitergehen soll.

Nun kommt es:
Auch wenn ich kaum an Schlafstörungen leide, immer wenn ich morgens wach werde ist alles weg!
Es scheint, als hätten alle negativen Gedanken über Nacht die Kontrolle über meinen Kopf übernommen.
Ich schaffe es dann an manchen Tagen fast gar nicht aus dem Bett.

Zumindest dauert es immer ewig, bis ich mal im Tag bin... Und dann mache ich was, bereue manchmal die vertane Zeit, und abends bin ich dann wieder auf'm Damm... Und der Kreislauf beginnt von vorn.

Wer von Euch kennt das auch mit der Antriebslosigkeit am Morgen? Diesen Fragen nach dem warum mach ich das eigentlich?, weil es doch ohne auch irgendwie gehen würde... Diese Angst vor dem neuen Tag, der ersten Begegnung mit Menschen, die einem doch bekannt sind, weil man sie jeden Tag sieht und trotzdem fühlt man sich unwohl.

Wenn es jemand von Euch kennen sollte, was macht Ihr dagegen?! Wie trickst Ihr Eure dunklen Gedanken am Morgen aus?
Ich bin in der Sache echt ratlos.... Erkenne das Problem, aber finde keine Lösung. Wenn morgens jemand hier wäre, dann wäre das etwas ganz anderes... Aber das wünschen wir uns wohl alle und ist ein anderes Problem, das nur schwer zu lösen scheint.

Danke für eure Tipps, falls euch was dazu einfällt!
Viele Grüße
Yannick

20.02.2018 01:46 • 20.12.2021 x 1 #1


25 Antworten ↓


Geht mir ähnlich, ich nehme mir oft etwas für den nächsten Tag vor und wenn es dann soweit ist bin ich unmotiviert, habe Angst nach draußen zu gehen und verschiebe meine Pläne.
Eine Lösung habe ich leider nicht, das Hauptproblem sehe ich aber auch im Alleinsein.

20.02.2018 03:43 • x 1 #2



Die Nächte Und der Morgen danach Eure Tipps?

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Robinson
Glaube, das ist Konditioniert.
Ich hatte immer Angst zur Schule zu gehen, und deshalb ging es mir früher immer schlecht nach dem Aufwachen.
Ausserdem ist man nach dem Aufwachen am Schutzlosesten.

20.02.2018 06:42 • x 1 #3


Sells1234
Schlafe kaum noch ,antriebslos usw. Habe einen Partner der mir sehr leid tut. Aber eine Lösung habe ich auch noch nicht.

20.02.2018 07:14 • x 1 #4


klara84
@Yannick

Abends sind alle Wünsche und Vorstellungen nur Fantasie, man muss sie nicht umsetzen. Man kann sich erträumen wer man morgen sein will.

Wird es dann konkret am nächsten Morgen, geht es an die Umsetzung sieht es dann schon wieder anders aus. Das ist der Unterschied.

Nach dem Aufwachen hat man noch eine Bettschwere, der Kreislauf ist noch nicht in Gang. Stell dir einen Wecker, noch 15 Min. im Bett liegen und dann aufstehen.
Das Aufstehen ist am schwersten, aber nur so wird es besser. Vielleicht hast du die ersten 30 min. schlechte Laune aber dann wird es besser.

Du kannst dir eine Liste machen, mit Dingen die du erledigen möchtest. Aber die Liste muss auch deinen Möglichkeiten entsprechen.

Ansonsten Sport, gesund Essen, vielleicht meditieren.

20.02.2018 09:00 • x 1 #5


petrus57
Zitat von Yannick:
Zumindest dauert es immer ewig, bis ich mal im Tag bin... Und dann mache ich was, bereue manchmal die vertane Zeit, und abends bin ich dann wieder auf'm Damm... Und der Kreislauf beginnt von vorn.


So geht es mir schon seit Jahren. Aber es ist nicht mehr ganz so schlimm wie früher. Es ist schon eine leichte Besserung eingetreten.

20.02.2018 09:06 • x 1 #6


Cati
Ich kenne das auch.
Aber eine Lösung habe ich auch nicht.
Vielleicht ist es so, weil einem morgens nach dem Aufwachen jedes Mal
schlagartig bewusst wird : Das bist du, und dies ist dein Leben.

20.02.2018 16:42 • x 2 #7


Ich kenne diese Tage, an denen man es kaum aus dem Bett schafft und am liebsten ewig da liegen bleiben würde...und Schlafstörungen kenne ich sowieso gut.
So richtig was anzufangen ist mit mir vor dem 2. Kaffee eh meistens nichts, habe aber auch Tage, wo mir Aufstehen trotzdem leicht fällt...aber manche Tage sind wirklich richtig schlimm. :/

20.02.2018 16:51 • x 1 #8


Das Leben ist ja auch komplett Sinnbefreit. Also sucht man sich im Idealfall etwas was einem einen Sinn gibt. Ich M30 habe bis auf zur Arbeit zu gehen auch nichts zu tun. Über Sinn und Unsinn dieser Täglichen Tätigkeit lässt sich auch streiten.

Manche Normale Menschen treffen sich halt Tag täglich mit anderen Menschen um
Sinnlose Gespräche zu führen oder sinnlose Aktivitäten auszuüben. Das nennt sich dann Normal und nicht allein/einsam leben.

Bringt es das? Ich bin mir da nicht mehr sicher. Bei mir fing das mit ca. 18 an, dass das Interesse daran immer weniger wurde.

Sehe auch den Spaß bzw. den Mehrwert an sowas nicht.

Man soll sich mit anderen Menschen austauschen ? Worüber? Alles was ich wissen will kann ich in kürzester Zeit mit Fakten Belegt selbst herausfinden . Da brauch ich niemanden für anrufen oder bei WhatsApp schreiben oder gar treffen.

21.02.2018 03:07 • x 2 #9


Yannick
Entschuldigt bitte, dass ich jetzt erst den Thread beantworte.
Hatte in den letzten Tagen ein paar gesundheitliche Probleme, vielleicht auch, weil die Psyche wieder etwas angeknackst war.

Und doch bin ich immer wieder froh, wenn ich hier lese. Auch wenn ihr mir auch nicht so direkt weiterhelfen konntet, es ist schön zu sehen, dass man nicht allein ist und auch andere genauso fühlen wie man selbst. Vielen Dank an euch alle für eure Antworten!

Zitat von klara84:


Abends sind alle Wünsche und Vorstellungen nur Fantasie, man muss sie nicht umsetzen. Man kann sich erträumen wer man morgen sein will.

Wird es dann konkret am nächsten Morgen, geht es an die Umsetzung sieht es dann schon wieder anders aus. Das ist der Unterschied.

Nach dem Aufwachen hat man noch eine Bettschwere, der Kreislauf ist noch nicht in Gang. Stell dir einen Wecker, noch 15 Min. im Bett liegen und dann aufstehen.
Das Aufstehen ist am schwersten, aber nur so wird es besser. Vielleicht hast du die ersten 30 min. schlechte Laune aber dann wird es besser.

Du kannst dir eine Liste machen, mit Dingen die du erledigen möchtest. Aber die Liste muss auch deinen Möglichkeiten entsprechen.

Ansonsten Sport, gesund Essen, vielleicht meditieren.


Ja, das mit der Liste ist sicher eine gute Idee. Oder eben zu wissen, dass man am nächsten Morgen etwas konkretes vorhat, worauf man sich im Idealfall auch noch freut. Oder aber sich zumindest sagt, wenn man es fertig hat, hat man wieder seine Ruhe.
Meist ist es aber eben so, dass man nicht viel zu tun hat. Außer arbeiten zu gehen... Was wiederum besser ist, als keine Arbeit zu haben, weil sie ja doch die Annehmlichkeit von Einnahmen mit sich bringt. Wobei ich immer weniger materialistisch bin. Aber ich fahre eben gerne mit dem Auto rum oder reise auch sonst gerne. Und das kostet eben doch etwas Geld...

Ein Problem mit der Arbeit ist halt, dass die Arbeit in keinster Weise (mehr) herausfordernd ist und meine Chefs nicht möchten, dass ich eine höhere Position bekomme, weil sie wissen, dass ich mehr weiß und auch bei den Kollegen geschätzt bin für meine Ideen. Leute, die zuviel wissen, werden ja oft klein gehalten. Leider ist mein Selbstvertrauen nicht groß genug, einfach so den Job zu wechseln. Vielleicht auch, weil es ja oft bei anderen Firmen nicht anders läuft heutzutage. Nicht umsonst gibt es Statistiken, die belegen, dass 80% aller Mitarbeiter in Firmen eh schon die innere Kündigung unterschrieben haben und eben das machen, was gewünscht ist.

Zitat von trustnone:
Das Leben ist ja auch komplett Sinnbefreit. Also sucht man sich im Idealfall etwas was einem einen Sinn gibt. Ich M30 habe bis auf zur Arbeit zu gehen auch nichts zu tun. Über Sinn und Unsinn dieser Täglichen Tätigkeit lässt sich auch streiten.

Manche Normale Menschen treffen sich halt Tag täglich mit anderen Menschen um
Sinnlose Gespräche zu führen oder sinnlose Aktivitäten auszuüben. Das nennt sich dann Normal und nicht allein/einsam leben.

Bringt es das? Ich bin mir da nicht mehr sicher. Bei mir fing das mit ca. 18 an, dass das Interesse daran immer weniger wurde.

Sehe auch den Spaß bzw. den Mehrwert an sowas nicht.

Man soll sich mit anderen Menschen austauschen ? Worüber? Alles was ich wissen will kann ich in kürzester Zeit mit Fakten Belegt selbst herausfinden . Da brauch ich niemanden für anrufen oder bei WhatsApp schreiben oder gar treffen.


Diese Antwort hat mich am meisten fasziniert. Entspricht sie doch in vielen Punkten meinem Empfinden. Bei mir hat es nicht so früh eingesetzt.
Ich glaube, meine Veränderung hat mit dem Tod meiner Eltern begonnen. Da habe ich zum ersten Mal wirklich gespürt, wie begrenzt doch das ist was wir Leben nennen. Wie @trustnone sagt, habe auch ich den Eindruck, als flüchten sich einfach immer mehr Menschen in ihre Scheinwelt, wo es irgendwelche, meist sinnfreien, Aktivitäten gibt. Durch die Masse an Menschen, die so handeln, ist man da selten allein.

Es gibt immer weniger Menschen, die sich mehr mit dem Leben beschäftigen wollen. Oberflächlichkeit ist Trumpf: neues Handy, Klamotten, gutes Aussehen. Manche Dinge, die man gar nicht beeinflussen kann. Unter 1,80m biste als Mann schon per se immer weniger gefragt.

Ich stelle mir oft die gleichen Fragen wie @trustnone. Warum soll ich Interesse heucheln, wenn mich etwas in etwa so interessiert, als wenn in China ein Sack Reis umfällt? Warum soll ich vortäuschen, jemanden zu mögen, wenn ich ihn nicht ausstehen kann? Sollte Ehrlichkeit nicht höher stehen als Heuchelei?

Klar, Ehrlichkeit macht einsam. Oder zumindest allein. Diese Lektion habe ich bereits gelernt. Aber manchmal, nicht oft, eher selten, findet man sie: die Menschen, die einen verstehen. Menschen, die gar genauso sind, wie man oder wir selbst. Und dann freue ich mich, dass es das Leben gibt - diese Momente geben mir soviel und wiegen alles auf, was ich an den anderen Tagen erlebe!

Viele dieser Momente finden leider nur in solchen Foren statt. Ich würde mir mehr Momente davon auch im echten Leben wünschen.

Sorry, meine Gedanken sind etwas durcheinander geraten heute. Mal schauen, ob ich das bei meinen nächsten Beiträgen wieder etwas besser ausdrücken kann.

Danke, dass es euch gibt!
Es grüßt
Yannick

01.03.2018 21:44 • x 2 #10


Salzarina
Lieber Yannick, lieber Trustnone und andere Mitlesende

ja, da ist er wieder dieser Weltschmerz, der sich bei mir nicht nur morgens zeigt. Diese sisyphus-Tätigkeiten, die auch recht sinnlos erscheinen, weil einem selbst nur Energie abgeht. Um seine Existenz zu halten, zu der man nicht befragt wurde.

Dazu noch diese Dinge, die man nicht sehen will, die Menschen machen mit Menschen, Tieren, Pflanzen, Natur - die man liebt....

Neulich las ich, dass bis fast vormittags der Melatonin-Spiegel hoch steht, und man deshalb launischer ist. Ich mach mir morgens deshalb neuerdings statt Dämmerlicht jedes Licht an, um schneller wach zu werden. Dann viel lauwarmes Wasser trinken, damit der Körper wach wird. Dann eine winzige Kleinigkeit suchen, über die du Danke sagen kannst. Heute kaufe ich ein, damit ich morgen nicht noch nach der Arbeit das erledigen muss....Ich steh viiiell früher auf, damit ich in meinem Tempo ruhig alles rumtüddeln kann. Und dann gehe ich das letzte Stück zur Arbeit einen Berg hinauf, und freue mich, wenn ich nach 70Min. endlich auf der Arbeit angekommen bin So schneid ich mir die lange Zeit in kleine Scheiben, die ich besser verdauen kann. Wenns mir ganz schlecht geht, helfe ich manchmal jemanden, den es schlechter geht als mir. Das hilft mir dann.

Des Weiteren soll man auch den Körper überlisten können, indem man sich so genau wie möglich ausmalt, wie xx ist und sich anfühlt, als wenn man es schon erreicht hätte. Als Beispiel wurde genannt, wenn du schlechte Laune hast, einfach schon mal lächeln und sich vorstellen, es geht einem gut...dann folgt sogar schon die positive Hormonausschüttung ....

19.12.2021 16:36 • x 2 #11


2506
Zitat von Salzarina:
ja, da ist er wieder dieser Weltschmerz, der sich bei mir nicht nur morgens zeigt. Diese sisyphus-Tätigkeiten, die auch recht sinnlos erscheinen, weil einem selbst nur Energie abgeht. Um seine Existenz zu halten, zu der man nicht befragt wurde.

@Salzarina Danke, das hilft mir etwas besser zu verstehen, warum ich morgens mich so fühle, Leere, Traurigkeit und Einsamkeit. Vielleicht soll ich es auch mal mit Flutlicht versuchen!?

19.12.2021 17:45 • #12


Salzarina
Spot an Da ist er wieder: Unser Morgennebel....der sich gleich im Tageslicht lichtet ....Freuen wir uns ins Licht zu gehen, am besten durch den Wald, dann noch tiefe Züge Terpene atmen und grün sehen, macht auch glücklich

19.12.2021 17:49 • x 1 #13


2506
Ja das stimmt, das konnte ich auch wo ich vorher gewohnt habe....schwups in den Wald Hier geht das leider nicht. Das fehlt mir genauso sehr wie mein Meer, als gebürtiger Däne kein Wunder

19.12.2021 17:52 • #14


Salzarina
Gibts auch keine kleine Grünanlage, wo du mit kleinem Umweg mal rein kannst?
Und Tageslichtduschen auch wichtig im Winter und Vitamin D.

Und bei Schilddrüsenunterfunktion gibts auch Depressionen ohne Substituierung.

19.12.2021 17:54 • #15


Salzarina
Ich habe heute im TV den Mann gesehen, der unschuldig in Amerika im Knast saß für 30 Jahre.

Er sagt, dass schlimmste war für ihn, dass er 30 Jahre nix an Natur sehen konnte, außer staubiges dünnes Gras.

Als erstes umarmte er einen Baum als er raus kam. Und hatte Glücksgefühle ohne Ende

19.12.2021 17:56 • #16


Salzarina
lol, bei dieser Überschrift dachte ich zuerst an den morgen danach vom ONS

19.12.2021 17:58 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

2506
Nein leider nicht, da muss ich schon weiter weg.

Betreffend Schilddrüse (u.ä) ist alles in Ordnung, hatte im Zuge der Verschreibung von Citalopram ein großes Blutbild machen lassen!
Allerdings gebe ich zu, dass ich sehr darüber nachdenke die Cita´s abzusetzen (auszuschleichen), mir scheint es irgendwie bei mir eine paradoxe Reaktion zu geben, also trotz nun ca. 7-8 Woche habe ich das Empfinden, dass es eher schlechter wird/geworden ist. Ich schau´ mal!

19.12.2021 18:01 • #18


2506
Zitat von Salzarina:
lol, bei dieser Überschrift dachte ich zuerst an den morgen danach vom ONS

Ooooohhh, dann bin ich wohl hier falsch

19.12.2021 18:02 • #19


Salzarina
Zitat von 2506:
Nein leider nicht, da muss ich schon weiter weg. Betreffend Schilddrüse (u.ä) ist alles in Ordnung, hatte im Zuge der Verschreibung von Citalopram ein großes Blutbild machen lassen! Allerdings gebe ich zu, dass ich sehr darüber nachdenke die Cita´s abzusetzen (auszuschleichen), mir scheint es irgendwie bei mir ...


Aber in Absprache mit dem Arzt? Nicht das dann noch Schimmeres passiert?

19.12.2021 18:03 • #20



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