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Die Nächte Und der Morgen danach Eure Tipps?

201820.02




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Colorado/USA (war: Ruhrgebiet)
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Hallo liebe Gleichgesinnte,

nun ist es nach deutscher Zeit auch schon wieder mitten in der Nacht. Unwahrscheinlich, dass ich also morgen, oder gleich, schon einen Ratschlag von jemandem hier erwarten könnte... Aber wer weiß, einige von uns sind ja öfter schlaflos, einschließlich mir selbst. ;-)

Also, erstmal sehen, ob das jemand von euch überhaupt so kennt...

Wie die Meisten hier, kämpfe ich ja auch oft mit dem Alleinsein oder, wenn es ganz schlimm ist, fühle ich mich auch einsam. :-(
Da mich dieser Zustand und seine Gefühle nun schon so lang im Leben begleiten, versuche ich dem immer frühzeitig entgegen zu treten. Indem ich nach Ablenkung suche, ins Auto springe und umher fahre, mir einfach nen Film anschaue oder was am Computer mache u.v.m. Mal klappt es, mal nicht.

Das führt dann soweit, dass es mir abends beim Schlafen gehen eigentlich soweit richtig gut geht. Wenn ich etwas geschafft habe, sei es auch ganz allein, macht mich das mutig und ich entwickle viele neue Ideen. Oder einfach, wie es am nächsten Tag weitergehen soll.

Nun kommt es:
Auch wenn ich kaum an Schlafstörungen leide, immer wenn ich morgens wach werde ist alles weg! :( :weinen:
Es scheint, als hätten alle negativen Gedanken über Nacht die Kontrolle über meinen Kopf übernommen.
Ich schaffe es dann an manchen Tagen fast gar nicht aus dem Bett. :-(

Zumindest dauert es immer ewig, bis ich mal im Tag bin... Und dann mache ich was, bereue manchmal die vertane Zeit, und abends bin ich dann wieder "auf'm Damm"... Und der Kreislauf beginnt von vorn.

Wer von Euch kennt das auch mit der Antriebslosigkeit am Morgen? Diesen Fragen nach dem "warum mach ich das eigentlich?", weil es doch ohne auch irgendwie gehen würde... Diese "Angst" vor dem neuen Tag, der ersten Begegnung mit Menschen, die einem doch bekannt sind, weil man sie jeden Tag sieht und trotzdem fühlt man sich unwohl.

Wenn es jemand von Euch kennen sollte, was macht Ihr dagegen?! Wie trickst Ihr Eure dunklen Gedanken am Morgen aus?
Ich bin in der Sache echt ratlos.... Erkenne das Problem, aber finde keine Lösung. :-( Wenn morgens jemand hier wäre, dann wäre das etwas ganz anderes... Aber das wünschen wir uns wohl alle und ist ein anderes Problem, das nur schwer zu lösen scheint.

Danke für eure Tipps, falls euch was dazu einfällt!
Viele Grüße
Yannick

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Danke1xDanke


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  20.02.2018 04:43  
Geht mir ähnlich, ich nehme mir oft etwas für den nächsten Tag vor und wenn es dann soweit ist bin ich unmotiviert, habe Angst nach draußen zu gehen und verschiebe meine Pläne.
Eine Lösung habe ich leider nicht, das Hauptproblem sehe ich aber auch im Alleinsein.

Danke1xDanke


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  20.02.2018 07:42  
Glaube, das ist Konditioniert.
Ich hatte immer Angst zur Schule zu gehen, und deshalb ging es mir früher immer schlecht nach dem Aufwachen.
Ausserdem ist man nach dem Aufwachen am Schutzlosesten.

Danke1xDanke


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54584 Feusdorf
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  20.02.2018 08:14  
Schlafe kaum noch ,antriebslos usw. Habe einen Partner der mir sehr leid tut. Aber eine Lösung habe ich auch noch nicht.

Danke1xDanke


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  20.02.2018 10:00  
@Yannick

Abends sind alle Wünsche und Vorstellungen nur Fantasie, man muss sie nicht umsetzen. Man kann sich erträumen wer man morgen sein will.

Wird es dann konkret am nächsten Morgen, geht es an die Umsetzung sieht es dann schon wieder anders aus. Das ist der Unterschied.

Nach dem Aufwachen hat man noch eine "Bettschwere", der Kreislauf ist noch nicht in Gang. Stell dir einen Wecker, noch 15 Min. im Bett liegen und dann aufstehen.
Das Aufstehen ist am schwersten, aber nur so wird es besser. Vielleicht hast du die ersten 30 min. schlechte Laune aber dann wird es besser.

Du kannst dir eine Liste machen, mit Dingen die du erledigen möchtest. Aber die Liste muss auch deinen Möglichkeiten entsprechen.

Ansonsten Sport, gesund Essen, vielleicht meditieren.

Danke1xDanke


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Bärlin Spandow
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  20.02.2018 10:06  
Yannick hat geschrieben:
Zumindest dauert es immer ewig, bis ich mal im Tag bin... Und dann mache ich was, bereue manchmal die vertane Zeit, und abends bin ich dann wieder "auf'm Damm"... Und der Kreislauf beginnt von vorn.


So geht es mir schon seit Jahren. Aber es ist nicht mehr ganz so schlimm wie früher. Es ist schon eine leichte Besserung eingetreten.

Danke1xDanke


6252
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Niedersachsen
4291
  20.02.2018 17:42  
Ich kenne das auch.
Aber eine Lösung habe ich auch nicht.
Vielleicht ist es so, weil einem morgens nach dem Aufwachen jedes Mal
schlagartig bewusst wird : Das bist du, und dies ist dein Leben. :roll:

Danke2xDanke


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  20.02.2018 17:51  
Ich kenne diese Tage, an denen man es kaum aus dem Bett schafft und am liebsten ewig da liegen bleiben würde...und Schlafstörungen kenne ich sowieso gut.
So richtig was anzufangen ist mit mir vor dem 2. Kaffee eh meistens nichts, habe aber auch Tage, wo mir Aufstehen trotzdem leicht fällt...aber manche Tage sind wirklich richtig schlimm. :/

Danke1xDanke


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  21.02.2018 04:07  
Das Leben ist ja auch komplett Sinnbefreit. Also sucht man sich im Idealfall etwas was einem einen Sinn gibt. Ich M30 habe bis auf zur Arbeit zu gehen auch nichts zu tun. Über Sinn und Unsinn dieser Täglichen Tätigkeit lässt sich auch streiten.

Manche Normale Menschen treffen sich halt Tag täglich mit anderen Menschen um
Sinnlose Gespräche zu führen oder sinnlose Aktivitäten auszuüben. Das nennt sich dann Normal und nicht allein/einsam leben.

Bringt es das? Ich bin mir da nicht mehr sicher. Bei mir fing das mit ca. 18 an, dass das Interesse daran immer weniger wurde.

Sehe auch den Spaß bzw. den Mehrwert an sowas nicht.

Man soll sich mit anderen Menschen austauschen ? Worüber? Alles was ich wissen will kann ich in kürzester Zeit mit Fakten Belegt selbst herausfinden . Da brauch ich niemanden für anrufen oder bei WhatsApp schreiben oder gar treffen.

Danke1xDanke




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Colorado/USA (war: Ruhrgebiet)
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  01.03.2018 22:44  
Entschuldigt bitte, dass ich jetzt erst den Thread beantworte.
Hatte in den letzten Tagen ein paar gesundheitliche Probleme, vielleicht auch, weil die Psyche wieder etwas angeknackst war.

Und doch bin ich immer wieder froh, wenn ich hier lese. Auch wenn ihr mir auch nicht so direkt weiterhelfen konntet, es ist schön zu sehen, dass man nicht allein ist und auch andere genauso fühlen wie man selbst. Vielen Dank an euch alle für eure Antworten! :kuss:

klara84 hat geschrieben:


Abends sind alle Wünsche und Vorstellungen nur Fantasie, man muss sie nicht umsetzen. Man kann sich erträumen wer man morgen sein will.

Wird es dann konkret am nächsten Morgen, geht es an die Umsetzung sieht es dann schon wieder anders aus. Das ist der Unterschied.

Nach dem Aufwachen hat man noch eine "Bettschwere", der Kreislauf ist noch nicht in Gang. Stell dir einen Wecker, noch 15 Min. im Bett liegen und dann aufstehen.
Das Aufstehen ist am schwersten, aber nur so wird es besser. Vielleicht hast du die ersten 30 min. schlechte Laune aber dann wird es besser.

Du kannst dir eine Liste machen, mit Dingen die du erledigen möchtest. Aber die Liste muss auch deinen Möglichkeiten entsprechen.

Ansonsten Sport, gesund Essen, vielleicht meditieren.


Ja, das mit der Liste ist sicher eine gute Idee. Oder eben zu wissen, dass man am nächsten Morgen etwas konkretes vorhat, worauf man sich im Idealfall auch noch freut. Oder aber sich zumindest sagt, wenn man es fertig hat, hat man wieder seine Ruhe. ;-)
Meist ist es aber eben so, dass man nicht viel zu tun hat. Außer arbeiten zu gehen... Was wiederum besser ist, als keine Arbeit zu haben, weil sie ja doch die Annehmlichkeit von Einnahmen mit sich bringt. Wobei ich immer weniger materialistisch bin. Aber ich fahre eben gerne mit dem Auto rum oder reise auch sonst gerne. Und das kostet eben doch etwas Geld...

Ein Problem mit der Arbeit ist halt, dass die Arbeit in keinster Weise (mehr) herausfordernd ist und meine Chefs nicht möchten, dass ich eine "höhere" Position bekomme, weil sie wissen, dass ich mehr weiß und auch bei den Kollegen geschätzt bin für meine Ideen. Leute, die zuviel wissen, werden ja oft klein gehalten. Leider ist mein Selbstvertrauen nicht groß genug, einfach so den Job zu wechseln. Vielleicht auch, weil es ja oft bei anderen Firmen nicht anders läuft heutzutage. Nicht umsonst gibt es Statistiken, die belegen, dass 80% aller Mitarbeiter in Firmen eh schon die innere Kündigung unterschrieben haben und eben das machen, was gewünscht ist.

trustnone hat geschrieben:
Das Leben ist ja auch komplett Sinnbefreit. Also sucht man sich im Idealfall etwas was einem einen Sinn gibt. Ich M30 habe bis auf zur Arbeit zu gehen auch nichts zu tun. Über Sinn und Unsinn dieser Täglichen Tätigkeit lässt sich auch streiten.

Manche Normale Menschen treffen sich halt Tag täglich mit anderen Menschen um
Sinnlose Gespräche zu führen oder sinnlose Aktivitäten auszuüben. Das nennt sich dann Normal und nicht allein/einsam leben.

Bringt es das? Ich bin mir da nicht mehr sicher. Bei mir fing das mit ca. 18 an, dass das Interesse daran immer weniger wurde.

Sehe auch den Spaß bzw. den Mehrwert an sowas nicht.

Man soll sich mit anderen Menschen austauschen ? Worüber? Alles was ich wissen will kann ich in kürzester Zeit mit Fakten Belegt selbst herausfinden . Da brauch ich niemanden für anrufen oder bei WhatsApp schreiben oder gar treffen.


Diese Antwort hat mich am meisten fasziniert. Entspricht sie doch in vielen Punkten meinem Empfinden. Bei mir hat es nicht so früh eingesetzt.
Ich glaube, meine Veränderung hat mit dem Tod meiner Eltern begonnen. Da habe ich zum ersten Mal wirklich gespürt, wie begrenzt doch das ist was wir Leben nennen. Wie @trustnone sagt, habe auch ich den Eindruck, als flüchten sich einfach immer mehr Menschen in ihre Scheinwelt, wo es irgendwelche, meist sinnfreien, Aktivitäten gibt. Durch die Masse an Menschen, die so handeln, ist man da selten allein.

Es gibt immer weniger Menschen, die sich mehr mit dem Leben beschäftigen wollen. Oberflächlichkeit ist Trumpf: neues Handy, Klamotten, gutes Aussehen. Manche Dinge, die man gar nicht beeinflussen kann. Unter 1,80m biste als Mann schon per se immer weniger gefragt. :-(

Ich stelle mir oft die gleichen Fragen wie @trustnone. Warum soll ich Interesse heucheln, wenn mich etwas in etwa so interessiert, als wenn in China ein Sack Reis umfällt? Warum soll ich vortäuschen, jemanden zu mögen, wenn ich ihn nicht ausstehen kann? Sollte Ehrlichkeit nicht höher stehen als Heuchelei?

Klar, Ehrlichkeit macht einsam. Oder zumindest allein. Diese Lektion habe ich bereits gelernt. Aber manchmal, nicht oft, eher selten, findet man sie: die Menschen, die einen verstehen. Menschen, die gar genauso sind, wie man oder wir selbst. Und dann freue ich mich, dass es das Leben gibt - diese Momente geben mir soviel und wiegen alles auf, was ich an den anderen Tagen erlebe! :daumen:

Viele dieser Momente finden leider nur in solchen Foren statt. Ich würde mir mehr Momente davon auch im echten Leben wünschen. :-(

Sorry, meine Gedanken sind etwas durcheinander geraten heute. Mal schauen, ob ich das bei meinen nächsten Beiträgen wieder etwas besser ausdrücken kann. ;-)

Danke, dass es euch gibt!
Es grüßt
Yannick

Danke2xDanke

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