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Liebe Forumsmitglieder,

mein Gefühlsleben momentan ist sehr verwirrend und durcheinander, was ich allerdings immer sehr stark spüre, ist die Einsamkeit. Ich bin Mitte 20, Studentin, normalerweise ist das eine Zeit, in der man sein Leben mit vielen Leuten um sich herum genießt, aber bei mir ist das leider nicht so.

Während des Studiums habe ich ein paar Leute näher kennengelernt und mich mit ihnen angefreundet, zwar nicht viele, aber immerhin. Darunter auch eine Person, die eine Zeit lang meine beste Freundin war. Zunächst war es so, dass ich all meine Freunde unabhängig voneinander kennengelernt habe, allerdings war sie so scharf darauf, immer alle zu treffen, dass ich sie nach und nach mit ihnen bekannt gemacht habe. Das war ein Fehler gewesen, wie ich nun weiß. Als erstes hat sie sich so schlecht mit einer meiner Freundinnen verstanden, dass diese sich von mir abgewendet hat. Und irgendwann hat sie begonnen, sich sehr stark zu verändern, man konnte überhaupt nicht mehr vernünftig mit ihr reden und sie hat Lügen erzählt. Jedenfalls haben wir den Kontakt zueinander abgebrochen und von da an hat sie diejenigen, die eigentlich meine Freunde gewesen waren, versucht in ihr Lager zu zerren, sodass sich alle nach und nach von mir distanziert haben und ich quasi allein zurückgeblieben bin.

Ich bin zwar auch in einer Beziehung, aber momentan nicht wirklich glücklich darin. Mein Partner hat irgendwie immer wichtigere Dinge zu tun, wir sehen uns zwar regelmäßig, allerdings nicht oft und wenn dann auch eher kurz. Und mich macht das irgendwie traurig, vor allem nachdem ich einige von den Freunden verloren habe, würde ich mich einfach nach mehr Nähe und Aufmerksamkeit füreinander sehnen. Es knabbert auch irgendwie an meinem Selbstwertgefühl, wenn ich ständig den Eindruck habe, dass ich nicht zu wichtig bin, wobei ich mich immer so sehr darum bemühe eine gute Freundin zu sein. Ich denke auch immer, ich würde keinen neuen Partner finden, wenn es zu einer Trennung kommen würde, weil sich bei mir irgendwie nie Gelegenheiten ergeben, jemanden kennenzulernen.

Ich war schon immer eher ein zurückhaltender Typ und in Small Talk und auf jemanden zugehen, bin ich ganz schlecht. Vor allem nach diesen zwischenmenschlichen Enttäuschungen traue ich mich noch weniger und weiß gar nicht, wie ich neue Kontakte knüpfen könnte.

Es würde mich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen mitteilt, falls ich schon einmal in einer ähnlichen Situation wart oder wenn ihr Ratschläge und Tipps habt.

Liebe Grüße,
magna

17.04.2016 07:37 • 17.04.2016 #1


3 Antworten ↓


blütenzauber321
Hallo liebe Magna und Herzlich willkommen

Ich kenne diese Situation und habe es auch schon erlebt.
Diese Menschen wie deine besagte *Freundin*brauchen viel Aufmerksamkeit.
Leider verändern sich Menschen und wir müssen das akzeptieren und mal abgesehen davon lügt man in einer Freundschaft nicht.Das ist ja auch deine Ansicht.
Man brauch jemanden nicht der lügt,daran würde ih garnicht festhalten.*Zeitverschwendung*
Die anderen Freunde würde ich mal persönlich darauf ansprechen ,warum sie sich von dir entfernen.
Und wenn sie sich einullen lassen von einer Person ist es sehr traurig. ..vielleicht brauch die Sache auch ein wenig Zeit.
Du stehst nicht alleine da mit der Situation
Loslassen ist immer schwer.....
Zu deinem Freund...Hast du schonmal mit ihm geredet ?,dass du gerade ein wenig mehr Unterstützung brauchst?,vielleicht kann er das gerade auch nicht,wenn er selber emotional nicht auf dem Dampfer ist.
Fühle Dich gedrückt !lg

17.04.2016 08:10 • x 1 #2



Auf Enttäuschungen folgte Unsicherheit

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Liebe blütenzauber321,

vielen Dank für deine Antwort! Meine ehemalige Freundin hat wirklich viel Aufmerksamkeit gebraucht, aber die habe ich ihr eigentlich auch immer versucht zu geben, wobei ihr das scheinbar nie gereicht hat. Du hast vollkommen recht, so jemanden braucht man nicht in seinem Leben, sie hat immer probiert mir Schuldgefühle einzureden etc., sodass ich am Ende wirklich total erleichtert darüber war, als der Kontakt abgebrochen ist, für mich war das Ganze nur noch anstrengend und belastend gewesen.

Leider denke ich nicht, dass viel dabei rauskommen würde, wenn ich die anderen darauf anspreche. Es ist nämlich so, dass mit der Zeit zu ihnen der Kontakt immer weniger geworden ist, vor allem aber oberflächlicher. Früher habe ich mich mit ihnen über unsere jeweiligen Gedanken, Gefühle und Probleme ausgetauscht, das hat sich nun total geändert. Wenn ich diese Veränderung thematisieren würde, würden sie nur meinen, dass alles okay ist Meine ehemalige Freundin kann sehr manipulativ sein, deshalb habe ich auch keine große Hoffnung, dass sich die Freundschaft zu den anderen wieder zu dem aufbauen lässt, was sie mal waren.

Mit meinem Partner habe ich bereits darüber gesprochen, es tut ihm auch leid, dass er nicht so präsent sein kann, er ist eben sehr eingespannt. Ich kann ihn auch stets schriftlich kontaktieren, allerdings ist das nunmal nicht das gleiche wie wenn man beieinander ist. Rational kann ich das auch gut nachvollziehen, nur emotional sehne ich mich manchmal nach mehr Nähe und jemanden, bei dem ich mich fallen lassen kann. Immer muss ich stark bleiben, das kostet so viel Kraft...

17.04.2016 09:46 • #3


blütenzauber321
Hallo Magna,

Ich kann dein Gefühl nachvollziehen
Ich verstehe auch das gerade keiner *da*ist dich in den Arm zu nehmen und zu sagen....alles wird gut.
Man fühlt sich halt einfach mies in soeiner Situation und alleine.
Es tut immer weh Menschen gehen zu lassen,denen man sich anvertraut!Das wird leider dein ganzes Leben passieren ,aber es wird weniger durch deine Erfahrungen kannst du es besser einschätzen.
Und wenn du dich besser fühlst,war es richtig.
Schade ist es na klar um die anderen ....
Orientiere dich neu und lasse Dir zeit.
Wahre Freunde bleiben und kommen wieder.
Versuch es so zu akzeptieren wie es gerade ist,erzwingen kannst du nichts.
Halte durch und versuche stark zu bleiben es lohnt sich!
Gönne Dir was schönes !Balsam für die Seele.
Hüpft auf ein Bein oder mache laut Musik an
Was Dir gefällt.
Wünsche dir einen zauberhaften Tag!
Lg

17.04.2016 10:05 • #4




Dr. Reinhard Pichler