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Angst ohne Eltern

201823.01




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Ferkel hat geschrieben:
Mir geht es nicht besonders. Permanente innere Unruhe. Hab gestern und heute kaum was gegessen. Quäle mich zur Arbeit, wo es einigermaßen geht.


Kannst du dir eine Auszeit nehmen, krankschreiben? Oder wäre es dann noch blöder, wenn du dann allein zu Hause bist bzw. keine "Ablenkung" hast?

Ferkel hat geschrieben:
Wenn ich zuhause bin, kann ich erstmal nur weinen. Hab aber heute einen Termin beim Psychologen bekommen, ist in zwei Wochen. Bauchatmung klappt einigermaßen, aber PMR und andere Entspannungstechniken nicht. Es schwankt ständig zwischen Ich schaffe das! und extremer Verzweiflung. Ich weiß, dass ich jeden Nachmittag nach Hause komme und trotzdem ist es so schwer. Es wird jeden Tag ein bisschen besser, das lässt mich weitermachen.


Das kenne ich nur zu gut. Hab auch schon alles Mögliche ausprobiert, was Entspannung angeht, ohne Erfolg. Aber was mir hilft, ist Bewegung, Bewegung, Bewegung für den Moment. Ich kann dich aber gut verstehen, weil ich mich auf oft fühle zwischen: weitermachen und resignieren. Dann bist du aber doch schon auf einen guten Weg, wenn es täglich etwas besser wird. Aber manchmal sollte man wirklich auf sich gut acht geben, indem auch mal eine "Pause" einlegt und sich der Hilfe widmet, was du auch machst. Das ist doch schon mal ein sehr guter Ansatz.
Ich wünsche dir, dass du trotzdem gut schlafen kannst und viel Kraft für die nächsten Tage bis zum Termin. :daumen:
LG

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  24.01.2018 17:07  
@Sebastiank ja, aber es wird besser, wenn auch sehr langsam

@Ana-A303 vielen Dank für deinen Beitrag! Ich habe ehrlich gesagt total Angst, dass es alles noch schlimmer wird, wenn ich zuhause bleibe. Heute ging es wieder ein bisschen besser und ich bekam zum Mittag sogar mein Brot runter. Ich muss morgen noch schaffen und dann ist es nur noch ein Tag bis zum Wochenende, wo ich mich ausruhen kann. Ich sage mir immer wieder, dass ich stark bin. Für dich auch alles Gute!

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  28.01.2018 21:17  
Mein Wochenende war nicht gut. Kam kaum aus dem Gedankenkarussel raus und habe beide Nächte sehr schlecht geschlafen. Immer nur bis halb vier. Ich denke positiv, dass es heute besser wird. Wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!



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  28.01.2018 22:05  
Ferkel hat geschrieben:
Mein Wochenende war nicht gut. Kam kaum aus dem Gedankenkarussel raus und habe beide Nächte sehr schlecht geschlafen. Immer nur bis halb vier. Ich denke positiv, dass es heute besser wird. Wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!


Hey Ferkel,
ich kann dich gut verstehen. Es wird auch wieder besser...manchmal muss man ein wenig Geduld haben, aber immer am Ball bleiben.
Ich wünsche dir, dass du eine gute Nacht hast.

Danke1xDanke




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  30.01.2018 21:24  
Danke dir @Ana-A303 !
Der heutige Tag war ganz gut. Ich schlafe im Moment nicht so super, werde immer zwischen 3 und 4 wach und ruhe danach eher nur, bis ich um 6 aufstehen muss. Probiere jetzt mal so einen Schlaf- und Nerventee.



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  30.01.2018 21:54  
Hallo,

zunächst mal kann ich mich zumindest zum Teil auch hier anschließen... ich hänge an meinen Eltern, ebenfalls insbesondere an meiner Mutter. Auch ich bin nach schönen Treffen/Beisammensein mit der Familie oft sehr traurig, weil ich weiß, dass das irgendwann mal nicht mehr so sein wird.
Auch mit aus diesem Grund habe ich bis jetzt meine Heimatstadt auch nicht verlassen und mir etwas Gemeinsames mit meinem Mann bei seiner Arbeitsstätte gesucht. (Also natürlich ist das nicht der einzige Grund - wir wollen beide nicht dort wohnen wo er arbeitet, aus diversen anderen Gründen - das nur am Rande.)

Allerdings sehe ich das Ganze auch etwas kritisch. Denn solche Nähe und sogar Probleme wenn die Eltern nachts nicht da sind, sind definitiv nicht gesund. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass mit therapeutischer Hilfe unbedingt eine Konfrontation begonnen werden sollte, damit du dich wenigstens tageweise alleine bewegen und DEIN Leben leben kannst. Unsere Eltern werden nicht immer da sein und ja, das ist schlimm. Aber man gewöhnt sich definitiv daran, wenn der Abstand etwas größer wird.

Ich selbst bin mit 19 von Zuhause ausgezogen, gleich mit meinem Damals-Freund-jetzt-Mann zusammen. Anfangs hatte ich große Probleme damit. Ich vermisste mein altes Zimmer, meine Mutter, meine Schwester. Das dauerte schon einige Monate, bis meine Wohnung auch mein Zuhause war. Mein Freund hat mich aber aufgefangen. Deshalb wurde es auch richtig schlimm, als er für seine Diplomarbeit einen Job als Werkstudent annahm, weit weg von daheim. Da ging es für mich ab ins kalte Wasser - auf einmal war ich ganz alleine. War eine richtig beschissene Zeit, gerade wenn man Ängste und psychische Probleme hat. Aber in Nachhinein war diese Zeit wichtig, um endlich selbstständiger zu werden. Ich sehe meine Eltern etwa einmal pro Woche und das ist mir auch wichtig. Aber genauso brauche ich mittlerweile meine Zeit alleine. Und selbst wenn Mann und Familie nicht in unmttelbarer Nähe sind, so können beide im Notfall innerhalt "relativ" kurzer Zeit bei mir sein.

Es kann ja schließlich nicht ewig so weiter gehen und die Situation schränkt dich offensichtlich ein... Also unternimm auf jeden Fall etwas dagegen.

Danke2xDanke


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  30.01.2018 23:23  
Ferkel hat geschrieben:
Danke dir @Ana-A303 !
Der heutige Tag war ganz gut. Ich schlafe im Moment nicht so super, werde immer zwischen 3 und 4 wach und ruhe danach eher nur, bis ich um 6 aufstehen muss. Probiere jetzt mal so einen Schlaf- und Nerventee.


Hallöchen Ferkel,
ja, vielleicht hilft dir der Tee.
Ich hatte heute ein Gespräch mit meinem Therapeuten über beruhigende ätherische Öle wie z. B. Lavendel und Bergamotte. Hier einen Auszug aus der Anwendung von dem Bergamotte-Öl: "Das Bergamotteöl löst zudem Ängste und entspannt unsere Nerven, was man teilweise in Versuchen in Nervenheilanstalten belegen konnte. Man beduftete die Räume mit Bergamotteöl, in denen Menschen mit Depressionen und Angsterkrankungen waren, und stellte fest, dass die Patienten dann eine bessere Stimmung hatten. Das Bergamotteöl wirkt ausgleichend auf unsere Stimmung".
LG


Er hat mir heute ein Fläschchen mitgegeben, ich soll's mal ausprobieren.

Danke1xDanke




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  31.01.2018 20:02  
@Persikka04 danke für deinen Beitrag, du hast absolut Recht und ich werde das auch in Angriff nehmen. Nächste Woche habe ich den ersten Termin.

@Ana-A303 danke für den Tipp! Werde ich im Hinterkopf behalten!

Heute war übrigens ein guter Tag :)



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Berlin
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  31.01.2018 20:41  
:) Hi Ferkel

Ich bin auch 28 und weiblich, lebe noch mit meiner Mutter zusammen.
Meine Panikattacken begannen, als es so weit war in eine eigene Wohnung zu ziehen und alles so weit fertig war.
Zusammenhänge hatte ich damals nie gezogen, weil ich extrem viel Stress zusätzlich hatte und dachte es käme daher.
Es spielen sicherlich auch mehrere Faktoren eine Rolle aber in der Therapie, die auch aktuell noch läuft, habe ich erkannt, dass der Prozess der Abnabelung mir sehr zu schaffen macht, weil wir Seelenverwandte sind und uns echt seht gut verstehen. Was aber nun interessant ist, dass ich immer mehr feststelle, dass in der Zeit wo ich ohne Mutter bin, entspannter werde. Es klingt irgendwie fies aber es ist wahr, im Endeffekt sind diese Panikattacken oder Angstzstände nichts weiter als versteckte Gefühle. In meinem Fall anscheinend ein schlechtes Gewissen und Gedanken, ob ich es alleine überhaupt schaffe, weil wir bisher nur im Team waren und auch viele erledigungen usw. Zusammen gemacht haben.
Aber ich denke, wer nicht wagt der nicht gewinnt und ich starte demnächst einen neuen Versuch.
Auch du wirst noch dahinter kommen, was dir dein Unterbewusstsein sagen möchte :)

LG

Danke2xDanke


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  31.01.2018 20:55  
Ferkel hat geschrieben:
@Ana-A303 danke für den Tipp! Werde ich im Hinterkopf behalten!

Heute war übrigens ein guter Tag :)


Na das klingt ha super. :daumen:

Danke1xDanke

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