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R
Alles auf 'Null' stimmt nicht so ganz. Deine Texte hier im Forum sind sehr umfangreich und ausschweifend. Würde daraufhin eher vermuten, jemand, der hemmungslos aus dem Vollen schöpft. Spazieren gehen ist eine der besten Bewegungen, um dabei gleichzeitig die Gedanken zu entfalten. Jede Heilung beginnt mit guten Gedanken, dann folgen die Taten und dann die Heilung.

• x 1 #21


freely
Zitat von Feuerschale:
....ein unaufgeregtes Dazugehören wo man nicht ständig um erhalten/gewinnen/verlieren bangen muss...

Ja das hast du mit vielem Recht.
Das ist wohl so mein Heilewelt Denken, alle verstehen und mögen sich und wir leben glücklich miteinander wie in einer großen Familie.
Tja die Realität sieht einfach anders aus. Schade.
Bei diesem Job war das auch schon sehr speziell, mehr Schein als sein, wie ein Theaterstück. Hatte so etwas noch nie erlebt. Und daher gehe ich auch davon aus, ich werde dazu beigetragen haben weil ich irgendetwas tat, was man in einem größeren Team besser nicht macht.

• x 1 #22


A


Alles auf 0

x 3


freely
Zitat von realo:
Alles auf 'Null' stimmt nicht so ganz. Deine Texte hier im Forum sind sehr umfangreich und ausschweifend. Würde daraufhin eher vermuten, jemand, der hemmungslos aus dem Vollen schöpft. Spazieren gehen ist eine der besten Bewegungen, um dabei gleichzeitig die Gedanken zu entfalten. Jede Heilung beginnt mit guten Gedanken, dann folgen die Taten und dann die Heilung.

Ja absolut. Das Problem sind nur momentan die wenig hilfreichen Gedanken.
Ich denke daher auch, nur die Gedanken verursachen die Depression. Oder war doch das Huhn zuerst da..
Nein, es gab ja Auslöser. Ich war ja schon beim Job nicht so fit. Eigentlich habe ich über die Jahre in manchen Bereichen aufgrund der Umstände schon abgebaut. Nur auf die Verluste geschaut und im Stillstand verharrt.

Spazieren gehen und meinen Gedanken und der Realität ausgeliefert sein... hm momentan schwer. Vielleicht liegt das auch am hohen digitalen Konsum. Wobei ja dennoch die Gedanken dann nicht so störend sein müssten.
Ja ich werde mich damit wohl wieder befassen. Da ist manch Fehldenken wieder wie Unkraut gewuchert.

Wobei das jetzt echt nicht günstig war mit diesem misslungenem Kontakt zu den Arbeitskollegen. Aufbauend und förderlich wären gute Kontakte gewesen. Aber wo findet man die schon.
Bevor ich den Job angefangen hatte, hatte ich ja schon Bedenken wegen der Leute. In diesem Bereich war das klar das es Schwierigkeiten geben kann. Irgendwie hatte ich das nach einer Weile vergessen. Komisch, warum nur.

• x 1 #23


freely
Zitat von konfus:
Wenn ich wirklich im Reinen und okay mit mir selbst wäre, würde es mich wohl nicht stören, was Idioten über mich denken.

Hm im Reinen. Ich glaube es ist eher der Schmerz wegen dem Verrat. Wir hatten uns ansich ja gut verstanden und dann sowas. Das war ja wieder wie ein Verlust. Also ich weiß warum ich Schwierigkeiten mit Jobs habe, es hängt so viel von den Leuten für mich ab. Ich erwarte zu viel, erhoffe mir mehr als nur Kollegen, sondern Freunde, Familie usw. All das was ich im Privaten nicht habe, soll mir dann der Job geben. Verrückt.
Ich mein, das wird es sicher geben aber ergibt sich wahrscheinlich eher, als das es vorrangig das Ziel war.
Und wenn ich dieses Ziel verfolge finde ich das nicht in diesem Bereich. Die Leute sollten schon etwas bewusster sein.

• #24


freely
Zitat von Windy:
Dann bist du definitiv kein Gruppenmensch und von der Grundkonstitution her ein Einzelgänger, kannst es aber nicht akzeptieren.

Das dachte ich auch lange. Aber in einer guten Gruppe fühle ich mich schon auch wohl.


Zitat von Windy:
Laß dir Zeit, laß dich einfach hängen.

Das habe ich jetzt schon eine Weile und es wird ja immer schlimmer. Ich wache morgens auf und empfinde mein Leben als Horror. Und dann warten manche Erledigungen und erledigen sich nicht von selbst. Zb TÜV vom Auto, Zahnarzt usw. Wer soll das denn machen wenn nicht ich.
Wenn alles erledigt wäre, könnte ich mich wohl eher mit dem beschäftigen was mir gut tut. Aber so. Naja typisch Prokrastination halt. Und die hat ja auch nur ihre Ursache im falschen Denken. Ich komme nicht drum herum, ich muss den stinkenden Berg selbst weg machen.
Da kann ich froh sein, dass ich es nicht so weit kommen lasse total zu versumpfen.

Eine Sache ist es die mich von vielem abhält. Wenn keiner sieht was ich mache, es keinen interessiert, dann fehlt der Wille es zu tun. Nur für mich etwas tun... ja das gab es ab und zu. Und ich glaube beides ist irgendwie nötig.

• x 1 #25


konfus
Zitat von freely:
All das was ich im Privaten nicht habe, soll mir dann der Job geben. Verrückt.
Ich mein, das wird es sicher geben aber ergibt sich wahrscheinlich eher, als das es vorrangig das Ziel war.
Und wenn ich dieses Ziel verfolge finde ich das nicht in diesem Bereich. Die Leute sollten schon etwas bewusster sein.

Ich finde es auch schwer, in der relativ neuen Stadt, in der ich lebe, Freunde zu finden. Würde gerne mal abends einfach in irgendne Bar gehen und neue Menschen kennenlernen, aber traue mich nicht.

Hast du denn eigentlich schon irgendwelche Therapie-Erfahrungen gemacht?

• #26


freely
Zitat von Windy:
Das kann aber auf Dauer ein ganz ordentlicher Streßfaktor sein, wenn man sich dem nicht erwehren kann und die nicht aufhören.

Ich würde jetzt, alle Register ziehen.
Zuerst noch das freundliche Gespräch suchen. Das hatte ich ja nicht. Nur im Gespräch mit der Bereichsleitung erfahren, dass es wohl schon öfter vorgekommen sei aber daraus bisher keine Konsequenzen gefolgt seien.

Ja der Cut war jetzt schon gut. Überlege aber immer noch ob ich dort weiter machen soll. Ich habe sonst gerade keine andere Option, bei der ich leicht einsteigen könnte. Und entweder ich gehe dort hin, wieder unter Leute mit etwas Struktur oder ich muss zum Arzt mir eine Krankmeldung besorgen. Und ich denke nichts ist hinderlicher um gesund zu werden als sich zu sagen ich bin krank... Hm hört sich komisch an ich weiß. Aber die Zeit bleibt ja auch nicht stehen und ich will doch aktiv werden. Es ist nicht gut weiter in der Wohnung zu versauern.


Zitat von User_0815_4711:
Hast du die Kraft und Motivation, dabei beispielsweise Pflanzen zu fotografieren und zu bestimmen?

Sowas habe ich früher sogar sehr gerne gemacht. Überhaupt alles mit Pflanzen und Natur finde ich toll. Alle möglichen Kerne zum Keimen gebracht hatte ich mal. Mein Granatapfelbäumchen erlebt seinen dritten Herbst.

Ja Interessengemeinschaft fällt mir wieder ein. Gemeinsam mit Hund, gemeinsam mit Garten oder Fotografieren. Gibt's ja alles. Und hatte ich alles mal.

Das mein Auto eigentlich zur Reperatur sollte, handycapt mich wahrscheinlich auch enorm. Aber zur Werkstatt will ich nicht, weil ich mir wieder einrede das wird zu teuer und lohnt sich nicht mehr. Ich rede mir das schon ein, bevor ich überhaupt sicher Bescheid weiß.

Der beim Jobcenter meinte letztens aufgebracht, ich würde ja alles nur negativ sehen. Hat er recht, aber mich deswegen so anzugehen war auch nicht gerade hilfreich.

Morgen neuer Tag, wieder eine Chance etwas zu tun und anzugehen.

• x 2 #27


freely
Zitat von konfus:
Würde gerne mal abends einfach in irgendne Bar gehen und neue Menschen kennenlernen, aber traue mich nicht.

Wenn ich soetwas lese denke ich immer, klar ich bin dabei 🙂
Früher gab es noch new in town. Hatte darüber nette Leute kennen gelernt. Zum Dart spielen, Billard, spazieren gehen, Ski fahren. Man hat halt geschaut wo es Gemeinsamkeiten gibt und das dann zusammen gemacht.

Heute gibt es viele weitere solche Seiten hörte ich. Aber ich habe noch nicht einmal dort rein geschaut. Denke da vorab schon wieder zu negativ drüber.
Es gibt auch außerhalb vom Internet Angebote. Vor längerem hatte ich im Briefkasten einen Flyer für gemeinsames Singen hier im Dorf. Habe es nie hin geschafft.


Zitat von konfus:
Hast du denn eigentlich schon irgendwelche Therapie-Erfahrungen gemacht?

So ein bisschen. Waren nicht so hilfreich, um es mal nicht zu negativ zu formulieren. Und wenn es so schwer ist einen Platz zu bekommen denke ich mir, lass die anderen machen, so nötig habe ich es nicht bzw so wichtig bin ich nicht.

• #28


konfus
@freely
Ach, solche Seiten gibt es? Wusste ich gar nicht. Hab letztens zum Kontakte finden Bumble&Tinder probiert, was aber komisch war, weil ich eigentlich nicht unbedingt auf mehr als Freundschaft aus bin und ich kam mir beim hin-&herswipen wirklich blöde vor. Außerdem nervt mich zunehmend diese digitale Welt. Zugegeben: eine seltsame Aussage in einem Online-Forum, aber naja... Widersprüche sind menschlich. Razz

Oh, schade, dass deine bisherigen Therapieerfahrungen nicht so gut für dich waren, aber vielleicht war ja einfach nur noch nicht die richtige Person dabei oder das passende Verfahren. Wenn du erzählen magst, erzähl doch mal, was du da schon so probiert hast.

Und hey, ich kenn dich zwar nicht, aber du bist wichtig und hast es verdient, therapeutische Hilfe zu bekommen, so wie jeder andere Mensch auch!

• x 1 #29


Feuerschale
Zitat von freely:
Das ist wohl so mein Heilewelt Denken, alle verstehen und mögen sich und wir leben glücklich miteinander wie in einer großen Familie.
Tja die Realität sieht einfach anders aus. Schade.
Bei diesem Job war das auch schon sehr speziell, mehr Schein als sein, wie ein Theaterstück. Hatte so etwas noch nie erlebt. Und daher gehe ich auch davon aus, ich werde dazu beigetragen haben weil ich irgendetwas tat, was man in einem größeren Team besser nicht macht.

Kann ich aber gut verstehen, das würde ich mir auch wünschen.
Dass man ein Ziel hat, eine Vision und im großen und ganzen zusammenhält, sich auf Augenhöhe begegnet und so.
Das insgesamt das mögen größer ist als die Differenzen bis hin zu ggf. Loyalität, wie Familie.
Also den Traum verstehe ich.
In der Umsetzung ist es vermutlich schwierig.
Kommt auch immer drauf an, wie große die Gruppe ist, was da so an Leitlinien gilt.
Ob die Leitlinien klar sind, ob Konflikte angesprochen und gelöst werden und sowas.

• x 1 #30


M
@freely
Wenn man die alltäglichen Problemchen mal nicht überbewertet sondern "rauszoomt", wird einem sowieso irgendwann - sofern man ein reflektierter Mensch ist - bewusst, dass das Dasein nicht der Brüller ist.

Wer ehrlich zu sich ist (und das scheinst Du zu sein), wird im Laufe seines Lebens zwangsläufig desillusioniert - sofern er zuvor der Illusion erlegen ist, dass "Ich und Welt" eine grundsätzlich feine Sache wäre. Und wer außer Selbstbetrug noch a bisserl mehr gelernt hat, macht dann erstmal nicht die beiden Fehler, a) der Illusionsphase hinterher zu trauern und b) sich eine neue Illusion zuzulegen. Denn mit der erlebten (!) Erkenntnis verhält es sich so wie mit der verlorenen Unschuld: es gibt keinen Weg zurück.

Was also tun an dem Punkt der Ernüchterung? Meine spontane Antwort: Erstmal nix.

Das Nicht-Reagieren ist eine Übung, die idR härter ist als jegliche Alternative. Es mag sich wie Entzug anfühlen und vielleicht macht es einen sogar etwas Stolz, nicht "wie üblich" irgendwie ins Tun zu kommen. Man muss nur Obacht geben, dass dieses "Wu-Wei" (Handeln durch Nicht-Handeln) nicht zum Selbstzweck verkommt. Denn Nicht-Handeln, welches fruchtbringend ist, zeichnet sich dadurch aus, dass die Dinge zu einem kommen anstatt man selbst zu ihnen. Man nimmt sich (das Ego) zurück und lässt den Dingen ihren Lauf. Auch Langeweile kann man (zu)lassen. Auch Stillstand und Planlosigkeit.

Orientierungslosigkeit bedeutet nicht immer, "keinen Halt zu finden" sondern auch, dem Ego keinen Halt zu geben.

Das ist ein mitunter heikler Punkt im Leben, der allerdings das Potenzial hat, jegliche bisherigen Wert- und Sinnvorstellungen in Frage zu stellen. Es kann den Übergang vom sinnlichen zum sinnvollen Leben bedeuten. Leicht wird dieses Leben zwar nicht sein, aber - das sinnliche kennen wir ja schon und haben erlebt, wohin es geführt hat.

Übrigens - Kompliment: ein Thema zu eröffnen und es konstruktiv weiterzuführen ist hier nicht jedem gegeben...obwohl genau das seine Effekte erzielen würde.

• x 2 #31


Windy
Zitat von freely:
Und entweder ich gehe dort hin, wieder unter Leute mit etwas Struktur

Wie willst du das schaffen, wenn du nicht einmal den Antrieb und die Kraft für spazieren gehen hast, wie du mal beschrieben hast.

• #32


freely
Zitat von Windy:
Wie willst du das schaffen, wenn du nicht einmal den Antrieb und die Kraft für spazieren gehen hast, wie du mal beschrieben hast.

Ja gute Frage. 😬

Das verrückte ist ja, obwohl ich grad nichts tun will, weiß ich ja dass ich dazu in der Lage bin. So rein körperlich gesehen auch. Ich werde zwar innerlich dabei erst mal würgen aber es irgendwie hinbekommen.

Diese Abwehr gegen fast alles ist scheinbar wie ein Protest und Trotz. Klar auch Trauer und Selbstschutz, das kann ich noch irgendwie überwinden. Beim Trotz wird es schwieriger. Weil ich mich damit scheinbar mehr identifizieren.

Heute war ich gezwungen durch die Stadt zu fahren, würde ich derzeit wirklich nicht freiwillig tun. Aber Kind krank und ich musste es abholen. Hat eigentlich ziemlich gut funktioniert, war irgendwie wie leicht betäubt. Mir war das dichte Auffahren hinter mir fast egal, ob ich krieche weil ich den Weg nicht genau wusste und überall aufeinmal 30er Zonen und ich in manchen Straßen auch gar nicht mehr wusste wie schnell ich fahren darf. Hatte ich alles recht locker gemeistert. Zu wenig Öl und Wasser auch noch im Motor, bin halt vorsichtig gefahren.

Wenn es sein muss geht vieles. Und teilweise springt auch ein Automatismus an, sofern man nicht zu lange aus allem raus war.
Und mir ist bewusst das aktuell hauptsächlich mein Denken dran Schuld ist. Ich merkte ja anfangs noch wie ich abdrifftete in dieses selbstmitleidige Denken, konnte oder wollte aber nicht mehr dagegen steuern. Tja und wenn man paar Wochen lang dann immer den gleichen Weg geht, wird er auch wieder zur Gewohnheit.

Ich glaube das Schädlichste ist momentan einfach das Alleine sein. Optimal wäre ein wohlwollendes Umfeld, das mich nicht aufs krank sein reduziert.
Nette Menschen wirken auf mich wie Wasser bei einer verwelkten Pflanze. Mir ist die Abhängigkeit bewusst, die ja auch zum Teil natürlich ist. Ich muss jedoch immer aufpassen dass ich mich nicht zu sehr rein steiger, mich runter hole, aber der Dopaminkick ist halt auch reizvoll.
Und diesmal bekam ich halt wieder eine auf den Deckel. Manche können es scheinbar nicht ertragen wenn es einem besser als ihnen geht, man zu selbstbewusst wirkt.

Alles beginnt im Kopf. Was ich mir nicht zutraue werde ich wahrscheinlich auch nicht schaffen. Ich bin auch hin und her gerissen was tun. Kommt stark darauf an, wie ich mir die Dinge vorstelle. Dabei bin ich doch gar kein Hellseher.

So wie es jetzt ist, soll es auf jeden Fall nicht bleiben. Der leichteste Schritt ist momentan nicht ein Arzt oder soziale Dienste.

Es ist schwer, mich für etwas zu entscheiden, wenn ich immer voraus fühle wie es wohl sein wird.
Aber es bessert sich schon etwas, die Angst schwindet dabei zeitweise. Zum Handeln reicht es vielleicht noch nicht, sollte bei kleineren Dingen anfangen und dran bleiben. Habe auch echt kein Bock mehr auf diese Traurigkeit.

• x 1 #33


freely
Zitat von moo:
Denn Nicht-Handeln, welches fruchtbringend ist, zeichnet sich dadurch aus, dass die Dinge zu einem kommen anstatt man selbst zu ihnen.

Meinst du damit zb, dass wenn ich Briefe nicht öffne und dadurch eine Rechnung nicht bezahle, irgendwann der Gerichtsvollzieher zu mir kommt und ich dann bequem an der Haustür bezahlen kann? 😉

Mir sagte auch mal jemand in etwa entweder man handelt freiwillig, ansonsten wird man irgendwann zum Handeln gezwungen sein.

Aber ich glaube, du meinst etwas anderes.
Keine Ahnung ob mir das Nicht Handeln der letzten Monate und auch davor irgendetwas gebracht hat.


Zitat von moo:
Es kann den Übergang vom sinnlichen zum sinnvollen Leben bedeuten.

Nunja, ich kann vielleicht sagen, ich habe ganz sicher nichts unnötiges oder sinnloses Getan. Ist ja auch irgendwo für mich schon lange so, dass mir vieles als sinnlos erscheint. Jetzt nicht diese depressive Sinnlosigkeit, sondern eher eine Reduktion auf das Wesentliche. Aber wohl doch sinnliche Erleben dessen was ist ohne viel dazu tun zu müssen.
Wenn ich darüber nachdenke was sinnvoll ist, dann möchte ich am liebsten die ganze Welt umkrempeln und zwar genau dort, wo so viel Irrsinn existiert.

Aber es ist auch immer die Frage inwieweit ich dazu in der Lage bin die Dinge auch einfach so sein zu lassen wie sie sind. Das hatte ich echt mal angestrebt. Innerer Frieden, auch wenn um mich herum Chaos herrscht.
Momentan rege ich mich bei vielem aber nur auf.

Also was mich dahin gebracht hat, wo ich jetzt bin, waren unerfüllte Erwartungen. Vielleicht reagiere ich wie ein gekränktes Kind mit Trotz und Schmollen. Und damit halt eben wie "nicht Herr im eigenen Haus."
Ärgerlich.

• x 2 #34


R
Komme nicht mehr mit, das ist mir zu viel zum Lesen und ich habe keine Symptome derzeit. So viel Geschriebenes, da dröhnt mir der Schädel und ich brauche eine Pause. Es ist auch so wirres Zeug, kann das nicht nachvollziehen. Wie zuvor erwähnt, das sieht nicht nach 'Alles auf 0' aus, sondern nach ‚Gib ihm aus allen Rohren, was nur geht‘. Als ob da jemand sein Leben nur noch online fristet, um im Forum zu schreiben. Das aber ziemlich fit und agil.

• #35


freely
Zitat von konfus:
Ach, solche Seiten gibt es? Wusste ich gar nicht.

Gab es mal. Weiß nicht ob es jetzt etwas ähnliches gibt. Aber ich gehe stark davon aus.

Zitat von konfus:
Oh, schade, dass deine bisherigen Therapieerfahrungen nicht so gut für dich waren, aber vielleicht war ja einfach nur noch nicht die richtige Person dabei oder das passende Verfahren. Wenn du erzählen magst, erzähl doch mal, was du da schon so probiert hast.

Hm. Vielleicht habe ich auch an allem was auszusetzen. Aber es waren schon mehr schräge als gute Erfahrungen dabei.

Es war nichts spezielles, nur Verhaltenstherapie nehme ich an. Und das ist auch schon ewig her.
Die letzten Erstgespräche waren schon so gruslig, dass ich es wieder verwarf.
Über ein kostenerstattungsverfahren oder Selbstzahler kann ich es mir noch vorstellen. Ansonsten sehe ich es momentan wieder negativ und sage mir die guten Therapeuten haben eh keinen Platz, ich würde nur wieder einen schlechten Therapeuten erwischen.
Ich kann auch nicht gut rüber bringen, dass ich Unterstützung bräuchte glaube ich. Bei den letzten beiden dachte ich, die nehmen mich nur wenn ich heule. Aber kann auch passieren, dass sie mir dann eine Tageklinik empfehlen.
Ich weiß auch nicht, das ist irgendwie nicht meine Welt bzw bin ich bisher noch nicht an jemand passenden geraten.

• #36


freely
Zitat von realo:
Komme nicht mehr mit, das ist mir zu viel zum Lesen und ich habe keine Symptome derzeit. So viel Geschriebenes, da dröhnt mir der Schädel und ich ...

Keiner zwingt dich zu lesen, wozu dein abwertender Kommentar?

Mir schon bewusst dass ich viel schreibe und bald wird wahrscheinlich jeder das Weite suchen.

• x 1 #37

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freely
Ich danke jedenfalls jedem der mit gelesen und vorallem verständnisvoll geantwortet hat.
Es hat schon geholfen. Manchmal muss man sich den Raum einfach nehmen und zugestehen.
Im Nichts und der Bedeutungslosigkeit verstecken kann ich einfach auch schon zu gut. Alle anderen sind schlau und cool, richtig, beliebt und liebenswert, nur ich halt nicht? Was mache ich dann bloß, nur keinen belästigen und nerven.. Hm. Ist ja Quatsch. Aber ändern muss ich mich sicher. Besser schreiben, verständlicher, kürzer, prägnanter, damit anderen nicht der Schädel dröhnt?

• #38


User_0815_4711
Zitat von freely:
Alle anderen sind schlau und cool, richtig, beliebt und liebenswert, nur ich halt nicht

Könnte das nicht teilweise eine Illusion sein?

• x 1 #39


Feuerschale
Zitat von freely:
Manchmal muss man sich den Raum einfach nehmen und zugestehen. Im Nichts und der Bedeutungslosigkeit verstecken kann ich einfach auch schon zu gut. Alle anderen sind schlau und cool, richtig, beliebt und ...

Es liest sich, als hättest du gerne ne perfekte Version von dir, geformt von den Erwartungen und Stimmen aller anderen....
damit dann am Ende Zugehörigkeit, Akzeptiert werden, Glück bei herauskommt...🤔

Also ich finde dich hier übrigens sehr gut lesbar 👍

• x 2 #40


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Dr. Reinhard Pichler
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