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Liebe Sonny, jetzt sind wir am eigentlichen Problem angekommen. Um das wird es auch in deiner Therapie gehen.
Letztendlich erklärt es auch sein Verhalten, bzgl. der "Freundin".
Was insgesamt meine Erkenntnisse aus der ganzen Angstgeschichte bei mir, waren die Abhängigkeiten. Man meint, Situationen aushalten zu müssen, weil es eben nicht anders geht.
Bei mir war das beruflich und ich hab mich dadurch "klein" gemacht. Natürlich nach außen hin mit einer großen Klappe, aber wie es wirklich innen drin war, da wollte ich nicht mal ran.
Und diese Diskrepanz hat mich förmlich zerrissen. Glaub aber nicht, dass ich mir das eingestehen konnte, ich doch nicht.
Im Nachhinein ist man klüger. Manche Menschen (ich z.B.) haben jahrelang den Status aufrechterhalten, naja, bis es eben nicht mehr ging.
Ich kann dich sehr gut verstehen, und Veränderungen sind zu Beginn sehr qualvoll. Ohne Zweifel.
Darum ist es auch unheimlich schwer, jemanden zu raten, denn jeder empfindet anders, erlebt es anders, und glaub mir, hätte mir jemand das alles früher gesagt, ich hätte nix geändert. Ich war einfach nicht so weit.
Der Trott hat auch was vertrautes. Selbst Ängste werden ein Teil vom Leben.
Was ist richtig, was ist falsch?
Geh brav in deine Therapie. Finde es für dich heraus. Anders geht es nicht.
Aber "jammere" nicht. Sei dir bewusst, egal, wann und wie du dich entscheidest, dass du die Entscheidung selbst getroffen hast.
Ich hab nicht "gejammert". Nicht falsch verstehen, ich meine damit nicht dich. Meine Entscheidung war eben das nix tun. Damit hab ich eben gelebt. Hätte das alles viel früher besser haben können, hab es aber nicht gewollt oder nicht gekonnt. Mein langer Weg war eben das Leiden. Umso mehr genieße ich es jetzt.
Den eigenen Weg nimmt einem keiner ab. Kein anderer trifft für dich deine Entscheidungen.
Kein anderer lebt dein Leben, es ist deins.