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Fashion_Angel

Hallo,

ich brauche mal Rat:

Ich habe 2 beste Freundinnen, wir sind ein Dreier-Team und bisher gab es nie Probleme - bis zu dem Zeitpunkt, wo ich erzählt habe, dass ich unter Ptbs leide und Gewalterfahrungen mit meinem Ex hatte. Das habe ich vor genau einem Jahr erzählt.

- Fakt ist, dass bis dato keine der beiden je was gemerkt hat - jahrelang nicht, was mit dem Ex los war und auch nicht wie es mir ging, monatelang nicht dass es mir schlechter ging durch die Ptbs. Die Ptbs begann im März 2017, im Juli 2017 hab ich den beiden davon erzählt. Wir waren im Mai sogar noch im Urlaub, mir ging es schlecht - keine der beiden hat was gemerkt. ... Dann erzähle ich wie es mir geht, dass ich in T bin und eine Ptbs hab und plötzlich finden sie mein Verhalten komisch, ich hätte mich verändert, bin sooo anders usw. Alles was ich tue oder nicht tue, was ich sage oder nicht sage... ist plötzlich ein Problem bzw auf die Ptbs zurückzuführen.

z.B. Wir kennen uns seit 6 Jahren. Mal gab es Wochen/Monate wo wir uns regelmäßig sahen und viel geschrieben haben, mal Wochen/Monate wo wir uns nicht gesehen und nichts voneinander gehört haben. War nie ein Problem, hat sich nie jemand beschwert. War halt so und ist, mMn auch ganz normal, da jede auch noch ihr eigenes Leben hat. Doch seitdem sie von der Ptbs wissen, IST es ein Problem. Es hat sich nichts an den äußeren Umständen geändert, wir haben nicht mehr oder weniger Kontakt als vorher, hören uns nicht mehr oder weniger als vorher - und dennoch regen sich beide darüber auf und es liegt an mir und meinem Zustand...

z.B. habe ich jahrelang nichts/kaum was über mich erzählt. War nie ein Problem. Seit letzten Jahr rede ich offen und deutlich mehr über mich.. Plötzlich regen sie sich aber auf, dass es nicht ausreicht was ich erzähle, werfen mir sogar vor, dass ich verschlossener bin als vorher dabei bin ich viel offener geworden - was jeder sonst auch bestätigen kann..

.. und so geht das mit vielen Dingen. Seit sie von der Ptbs wissen, wird jedes Wort, jedes Verhalten von mir auf die Goldwaage gelegt, alles ist ein Problem und ich bin schuld bzw mein Zustand ist schuld. Dabei - wie du es selber kennst - merkt niemand, wie es einem wirklich geht und es sieht mir auch keiner an, was ich erlebt hab oder das ich unter Ptbs leide. Niemand! Die beiden offenbar schon, denn ich wäre plötzlich soo anders und sie wissen nicht wie sie mit mir und der Ptbs umgehen sollen. Das ist Quatsch, denn ich hab auch andere Menschen um mich, die mich deutlich länger kennen und niemand bemerkt eine solche Veränderung oder komische Verhalten, wie die beiden es mir vorwerfen.

Um es zu verdeutlichen, es kommt mir vor wie ein Alk., der seit Jahren trinkt. Er verliert seinen Job, trinkt weiter und schiebt den Jobverlust als Grund vor für seinen Alk.. Dabei hat er vorher ja schon getrunken.. und so kommt es mir nun bei den Mädels vor... die Dinge waren schon immer so (z.B. mit dem Kontakt) und plötzlich gibt es aber einen Grund auf den sie das schieben können... dabei war es vorher schon genauso... weißt du was ich meine?

Das Einzige, was sich wirklich geändert hat, ist die Tatsache, dass ich nicht mehr 24/7 zur Verfügung stehe, meinen Fokus von anderen auf mich gelegt habe, mich nicht mehr aufopfere, sondern auch mal Nein sage, mir eine Auszeit gönne oder eben sage was mir nicht gefällt. Das ist das einzige was sich geändert hat. Das liegt aber wohl weniger an der Ptbs sondern eher an der Therapie und es ist mMn nichts schlimmes, negatives oder unnormales - sondern ein ganz normales Verhalten, dass jeder gesunde Mensch an den Tag legt. Was ich aber erst lernen musste, da mir gar nicht bewusst war, dass ich auch ein Recht darauf hab meine Meinung zu sagen oder Grenzen einzufordern. Das kannten sie nicht von mir, was mir nun auch mehrfach deutlich bestätigt wurde. Ich musste mir nun so oft anhören, dass ich dieses oder jenes Verhalten der beiden schon verstehen würde und mich im Gegensatz zu anderen nicht aufregen würde... z.B. als es um die Hochzeit und Trauzeuginnen ging... die Braut hat außer uns beiden (a und ich) noch eine weitere Freundin B... sie wollte aber mich und A zu Trauzeuginnen machen, hatte aber extreme Angst vor der Reaktion von B, wenn die erfährt dass sie nicht Trauzeugin wird, war sich sicher, dass die die Freundschaft beendet und richtig wütend wird... Da sagt die Braut zu mir "Na Sabrina, ich hätte dich zwar gerne an meiner Seite bei der Hochzeit, aber ich hab echt Angst, dass B mir die Freundschaft kündigt, wenn ich sie nicht zur Trauzeugin mache. Du würdest niemals so reagieren und dich aufregen. Du würdest mir das nicht übel nehmen, wenn ich dich nicht zur Trauzeugin mache".. Ich war so platt davon.. Nicht nur, dass sie lieber aus Angst eine an ihre Seite stellt sondern auch, dass sie offenbar denkt, es mit mir machen zu können, weil ich meinen Mund ohnehin nicht aufmache... und solche Aussagen folgten anschließend noch mehr

- Auch musste ich mir von der Braut mehrfach anhören, dass sie Angst hat, dass ich mit ihrem Verlobten fremdgehen könnte. Wenn sie ihm nicht vertraut, ist das ihr Problem. Aber mir zeigt doch, dass sie mir offenbar nicht vertraut. Das hab ich geschluckt, immer und immer wieder. Wenn ich doch mal was sagte, hieß es immer ich hätte das falsch verstanden. Ebenso unterstellte sie mir mehrfach, dass ich die Freundschaft beende, wenn sie ein Kind bekommt. (2 andere Freundinnen von mir haben bereits Kinder, wir verstehen und super, die Kinder lieben mich und ich liebe die Kinder - also sieht sie doch das es klappt).. Aber auch das hätte ich falsch verstanden--- Was gibt es daran falsch zu verstehen und was ist das für eine Grundlage für eine Freundschaft?

Es gibt noch viele andere Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind. Ich hab jahrelang erfolgreich alles ignoriert was um mich herum passiert, aber durch die Therapie habe ich angefangen zu sehen, wahrzunehmen oder auch zu erkennen, was Menschen in mir auslösen, was mir wichtig ist usw. Die Kleinigkeiten sprengen jetzt aber den Rahmen. Die Braut nehme ich jetzt an dieser Stelle auch raus und es geht nur noch um A und mich:

- Seit A von der Ptbs weiß, hat sie das gegoogelt und erzählt mir regelmäßig, dass Ptbs nur Folter-/Kriegsopfer, schwerste Vergewaltigungen oder Misshandlungsopfer bekommen können - was nicht den Tatsachen entspricht. Menschen können durch Tod, Unfälle oder sogar Erzählungen von Traumata traumatisiert werden. Sie aber beharrt auf die anderen genannten Dinge und stellt damit mMn in Frage, dass ich wirklich unter Ptbs leide, dass ich Gewalt erlebt hab usw.

- Sie will immer, dass ich davon berichte.. sitzt dann total neugierig und begeistert aufgeregt vor mir "Komm schon erzähl mal wie war das so geschlagen/vergw** zu werden". Also diese Aussage an sich ist schon krass, aber diese neugierige begeisterte Art und Weise als würde ich ihr gleich das Staffelfinale ihrer Lieblingsserie erzählen, ist unpassend. Hab ich drüber weggesehen und geschluckt. Hab ich dann was erzählt, hieß es immer "war das jetzt wirklich so schlimm, ist ja nichts passiert, war doch harmlos" etc. Sie könne sich das ohnehin nicht vorstelllen, dass mein Ex das getan hat (dabei war sie damals als einzige dabei als er das erste Mal zugeschlagen hat, hat sogar die Verletzungen gesehen und mitbekommen wie 4 Männer meinen Ex festhalten mussten damit wir die Wohnung verlassen konnten... sie hatte aber damals schon so eine Art, dass sie meinte, ich hätte ihn provoziert und so schlimm war das nicht..) hab ich alles ignoriert und drüber hinweggesehen, versucht Verständnis für sie zu haben, das es eben nicht jeder mit Ptbs oder pschischen Problemen umgehen kann, hab ihr Zeit gegeben... geändert hat sich nichts

- Sie wirft mir andauernd vor, dass ich kein Interesse an ihrem Leben habe (dabei frage ich regelmäßig nach was sie macht, wie es ihr geht usw. was sie im Gegenteil bei mir nicht tut)... wirft mir vor, dass ich sie ausschließe, mich mit anderen treffe, lüge, sie mir nicht wichtig ist usw - und warum wirft sie mir das vor? Weil ich ANGEBLICH mehr mit anderen Freunden mache, mehr mit anderen Freunden schreibe, denen angeblich mehr erzähle - was alles nicht mal den Tatsachen entspricht.... ironischerweise ist es sogar so, dass sie und die Braut dauernd aufeinander hängen, telefonieren und mir alles als letzte erzählen, mich ausdrücklich bei bestimmten Aktivitäten nicht dabei haben wollen.... und MIR aber erzählen, dass ich sie ausschließe... Ist das nicht ironisch, ein Widerspruch?

Anstatt sie froh sind, dass ich noch andere Freunde habe... Ich müsste doch eigentlich diejenige sein, die sich aufregt, dass die beiden alles zusammen machen und ich nicht dabei bin oder alles als Letzte erfahre... mache ich nicht, würde ich auch nie tun, war bisher auch kein Problem --- aber wenn mir ein solches Verhalten permanent vorgeworfen wird, obwohl sie diejenigen sind, die dieses Verhalten an den Tag legen, dann fühl ich mich schon verarscht und ungerecht behandelt und bekomm ein Problem damit...

Tatsächlich muss ich mich andauernd rechtfertigen warum ich mich mit diesem oder jenem treffe, warum ich dieses oder jenes nicht zuerst den beiden erzählt habe sondern wem anders... Was soll denn das? Ich bin doch kein Eigentum oder irgendwem Rechenschaft schuldig?!

Das geht sogar so weit, dass ich seit einiger Zeit Angst habe, Treffen abzusagen wenn ich keine Zeit hab, Fotos von Aktivitäten mit anderen zu posten oder Angst habe etwas zu erzählen, was andere schon vor denen wussten (weil sie z.B. gerade neben mir standen).

Das Thema haben wir nämlich gerade wegen dem Umzug. A ist stinkwütend auf mich, weil ich angeblich andere Freunde ZUERST gefragt habe, ob sie mir beim Umzug helfen! Mal davon abgesehen, dass es nicht wahr ist, denn A und die Braut standen neben mir als ich den Mietvertrag und Umzugsdatum bekommen hab, was für eine Rolle spielt es, wenn ich es tatsächlich anderen zuerst gesagt hätte?! A findet das nicht in Ordnung und meint, dass sie mir nicht wichtig genug ist, sonst hätte ich es ihr zuerst gesagt (was ich ja getan hab!).. Sie ist wütend und enttäuscht deswegen von mir und auch das läge an meinem komischen Verhalten wegen der Ptbs... ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll... Ich muss und will mir doch keine Gedanken machen müssen was ich wem wie wo zuerst erzähle... und dann wird noch gleich die ganze Freundschaft in Frage gestellt... Was ist denn das für eine Grundlage für eine Freundschaft?!

Vielleicht war das schon immer so - und im Nachhinein fallen mir viele solche Szenen ein - nur ich hab es damals einfach ignoriert. Aber so was möchte ich nicht mehr. Für mich ist das keine Freundschaft, wenn bei allem was ich tue an der Ernsthaftigkeit und Wichtigkeit der Freundschaft gezweifelt wird, ich mich rechtfertigen muss und mir offenbar genau überlegen muss was ich wann wem erzähle.. Das kann's doch nicht sein.

Bezüglich des Umzugs ist sowieso der Knüller, dass die beiden sauer auf MICH sind wegen dem eben genannten und auch weil ich sie nicht mit in Möbelhäuser genommen hab. Das die beiden mich aber am Tag des Umzugs, den einzigen und wichtigsten Tag wo ich wirklich mal Hilfe brauchte, komplett im Stich gelassen haben, beide nicht da waren, weil sie sich lieber mit anderen verabredet und A einfach keine Lust hatte - und ich deswegen mega enttäuscht bin, verstehen sie kein bisschen. Sie hätten mir ja anschließend Hilfe angeboten, beim Möbel aussuchen und dekorieren... Aber darum geht's nicht. Ich hätte am Umzugstag Hilfe gebraucht und da war keiner von denen da (inkl. ihren Männern, 4 Leute denen ich so dermaßen wichtig bin und von denen keiner da war)... Das ich danach erstmal sauer und enttäuscht bin und keine Lust habe, dass sie die angenehmen und schönen Dinge mit mir machen, verstehen sie nicht. Ich lag heulend im Lieferwagen und mein neuer knapp 60 Jähriger Nachbar musste mich beruhigen und hat letztendlich geholfen.... Aber die beiden dürfen sauer sein, weil sie angeblich nicht zuerst gefragt wurden - in welchem Kindergarten sind wir hier eigentlich?

... und auch das ist nur ein Beispiel für ein Verhalten, dass sie an den Tag legen... aber ich habe kein Recht meine Gefühle oder Gedanken zu äußern... ich verstehe alles nur falsch und es liege alles an meinem komischen Verhalten durch die Ptbs... Komischerweise habe ich mit niemanden sonst diese Probleme und mit der Braut eher weniger... Diese Diskussionen entbrennen nur mit A...

und wenn ich das alles so Revue passieren lasse, fällt mir auch, dass A und ich schon vor langer Zeit das Interesse aneinander verloren haben.. ohne die Braut wären wir schon lange nicht mehr befreundet, denn das letzte Mal alleine was gemacht haben wir vor 7 Jahren... Danach gab's uns nur noch zu Dritt bzw. die beiden alleine... Es gab eine ganz kurze Zeit, da hab ich mit der Braut was alleine gemacht, aber damit hatte A ein großes Problem und wir haben es aufgegeben.. A und die Braut aber machen auch viel ohne mich...

A hat mich 7 Jahre angelogen, was ihre Beziehung zu ihrem Freund angeht... hat er Anfang diesen Jahres die Wahrheit gesagt, ich hab mich nicht aufgeregt, hab nicht gesagt dass sie mich angelogen hat, ich ihr nicht wichtig genug war, sie mir nicht vertraut hat und habe deswegen auch nicht an ihrer Freundschaft gezweifelt.. im Gegenteil ich hatte riesiges Verständnis dafür, denn sie wird schon ihre Gründe für diese Entscheidung gehabt haben... Sie aber zweifelt an alles was ich tue, unterstellt mir dauernd Lügen, ihc muss mich rechtfertigen usw. Aber das interessiert wieder keinen.

Wir hatten nun seit einem Jahr schon mehrere Gespräche darüber und die Baut hat immer zwischen uns vermittelt, aber dennoch kamen die Themen immer wieder auf... für A ist klar, dass alles an meinem Zustand liegt, den sie aber ohnehin in Frage stellt. Sie selber verhält sich normal und fehlerfrei.

Ich habe so viel Verständnis für sie aufgebracht und versucht die Situation aus ihrer Perspektive zu betrachten, dass es nicht einfach ist zu hören, dass die beste Freundin Gewalt erlebt hat und es ihr nicht gut geht... ich habe sämtliche Sprüche und Verletzungen ohne Weiteres geschluckt, zwar gesagt dass es nicht in Ordnung ist, aber habe es hingenommen, weil ich eben Verständnis hatte... aber es hat sich nicht geändert und ich möchte nichts mehr schlucken.. Ich möchte mich nicht rechtfertigen oder Angst haben müssen, ich möchte nicht darüber nachdenken was ich wann wem erzähle oder mit wem mache und ich möchte auch nicht, dass immer wieder an der Freundschaft gezweifelt wird....

Ich hab viel nachgedacht und der Meinung, dass ich mit A schon lange nicht mehr befreundet wäre, wenn die Braut nicht wäre... Wenn wir zu Dritt waren, konnten wir uns irgendwie aus dem Weg gehen, da eben noch die Braut zwischen uns war... und was mir nun klar wurde... die beiden sind nun mal ein Team und ich gehöre dazu.. aber 3 ist 1 zu viel, das funktioniert in den seltensten Fällen und so lange ich die Augen verschlossen hab, funktionierte es auch... Unterbewusst war mir wohl immer klar, dass wenn es zum Streit kommt, ich diejenige bin, die gleich 2 Freundinnen verliert... also habe ich hingenommen und geschluckt... A und ich haben nichts mehr gemeinsam und ich habe auch kein Interesse mehr an einer Freundschaft, denn mMn, ist das keine Freundschaft... habe diese Gespräche nur geführt, weil mir klar war, dass ich die Braut dann auch verliere.. das wir die Freundschaft weiterführen, ist ziemlich unwahrscheinlich haben wir so auch nur selten was alleine gemacht...

Die Erkenntnis ist schmerzlich nach all den Jahren... aber dennoch, wie oft sollen wir die Gespräche noch führen? Wie oft soll ich mir noch unterstellen lassen, dass sie mir nicht wichtig sind, mich rechtfertigen, wenn ich was mit anderen mache, mich verletzen lassen und Dinge hinnehmen? Ich denke ein Jahr, zahlreiche Gespräche und Verständnis meinerseits reicht doch dann auch irgendwann... Mir tut diese Freundschaft, insbesondere zu A, nicht gut.. das ist nicht das was ich mir in einer Freundschaft erhoffe und eigentlich möchte ich mir auch nicht unterstellen lassen, dass ich mit dem Freund fremdgehe...

.. und trotzdem kommen auch hier wieder alte Muster zum Vorschein, ob ich überreagiere oder es eben doch alles an mir liegt?!?! Aber wäre ich wirklich so furchtbar und anders und komisch, wieso merkt es dann niemand anderes, wieso nur hauptsächlich A?

Morgen soll es ein weiteres Gespräch geben und ich habe keine Ahnung was ich tun soll... Ich habe an A kein Interesse und auch dieses Gespräch geht mir am A** vorbei, ich mache das nur wegen der Braut und um mir nicht sagen zu lassen, dass ich es nicht versucht hätte... aber es bringt nichts, denn die Ansichten sind klar 2 gegen 1, und ich bin ohnehin an allem schuld. Das geht aus dem was mir geschrieben wurde schon jetzt deutlich hervor.... bisher hat mir auch jeder mit dem ich gesprochen hab zugestimmt...

Es ist viel und durcheinander, aber ich hoffe, dass trotzdem klar wird worum es geht... Vielleicht sehr ihr das als Außenstehende klarer, vielleicht liegt es doch an mir, vielleicht reagier ich über, vielleicht bin ich wirklich so eine schreckliche Freundin, vielleicht ist es normal dass ich mich rechtfertigen muss mit wem ich mich treffe oder wem ich was wann erzähle, vielleicht ist es auch normal, dass ich alles falsch verstehe und immer nicht so gemeint ist, Menschen mich hängen lassen und sauer sein können, ich aber kein Recht habe meine Gefühle zu äußern?! Vielleicht sollte ich das was ich wahrnehme einfach weiterhin ignorieren und so weitermachen wie die Jahre davor...

Verzeihung für das alles... LG

15.07.2018 17:43 • 16.07.2018 #1


4 Antworten ↓


FeuerWasser

FeuerWasser


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Es gibt Freunde die auch in der Not hinter einem stehen und es gibt Schönwetter Freunde. Letzteres beschreibt deine 2 Bekanntschaften am Besten. Sie wollen es unkompliziert und lustig, das bist du mit dieser Diagnose nicht mehr. Die wollen nicht mit Gewalterfahrungen und PTBS konfrontiert werden.
Ich hatte selbst mal solche "Freunde" in meiner jungen Erwachsenen Zeit. Es dauerte lange bis ich es erkannt habe aber als es für mich offensichtlich war habe ich diesen Kontakt schnell abgebrochen und bis heute keine Minute bereut.
Das was du hier berichtest, sind das 2 dumme- und sehr einfach gestrickte Puten.
Schade um die Zeit und um die Nerven die du investierst. Beschäftige dich mit schönen Dingen, etwas was dir gut tut, fahr bei Gelegenheit in die Therme, gönne dir eine schöne Mass+ge oder ein einfach ein tolles Schaumbad und ein Glas Wein. Das ist alles besser als dich mit diesen belastenden Dingen auseinander zu setzen wo es nur darum geht, dich zu erklären und zu rechtfertigen.

15.07.2018 18:25 • x 2 #2


Fashion_Angel


Danke für deine Antwort.

Ich denke du hast vollkommen Recht, denn so im Nachhinein ist es auch sehr auffällig, dass wir uns immer nur mit Alk. gesehen haben. Und mit immer meine ich immer. Ob das Veranstaltungen waren, Parties oder ob wir einfach Inline Skaten, Shoppen, in Supermarkt oder sonst wohin gegangen sind. Alk. floss immer und dann nicht nur ein Glas zum Anstoßen, sondern viel - selbst beim Shoppen gab es meistens 3 oder 4 Flaschen... Wir fanden das immer lustig und machten sogar noch Scherze, dass wir uns nüchtern vielleicht nicht ertragen und fanden das äußerst witzig... Alk. gibt es ja immer noch, aber ich hab mich doch oft mehr zusammengerissen und eben nur ein Glas getrunken während die beiden dann 3 hatten.. Mir wird gerade klar, dass ich auf Grund des Alk. wohl vorher nie diese Probleme und Unstimmigkeiten bemerkt habe...

Du schreibst, dass sie nicht mit Ptbs und Gewalt konfrontiert werden wollen. Das könnte ich sogar nachvollziehen. Fakt ist, aber das ich nie darüber rede. Ich hab noch nie wirklich Details o.ä. von der Gewalt erzählt - nicht von mir aus. Nur, wenn sie nachgefragt haben und auch über die Ptbs rede ich nicht, weil's mir einfach zu blöd ist. Anfangs hatte ich es mal versucht das zu erklären und auch mal abgesagt, weil ich bestimmte Orte eben nicht aufsuchen kann und ich ehrlich sein wollte (was sie von mir verlangen).. und dann war ich ehrlich und hab nur dumme Kommentare geerntet.. und meinte dann auch, dass ich beim nächsten Mal einfach absagen und lügen werde, dass ich ne Erkältung hab, da ich mit Ehrlichkeit nur auf dumme Sprüche stoße... Das wollten sie aber auch nicht, also hab ich es nochmal versucht und wieder dieselbe dumme Reaktion bekommen... Irgendwann hab ich's einfach aufgegeben, weil ich mich nicht länger rechtfertigen wollte und es auch meistens sehr verletzend war...

Das ging sogar so weit, dass sie meinten, dass ich nicht alles glauben soll was mir die Ärzte erzählen, die würden einem was einreden wollen... Ich glaube nicht alles was mir erzählt wird, aber wenn ich das 1. von zig verschiedenen Menschen höre und 2. weiß ich doch am besten wie ich mich fühle und was in mir vor sich geht...

Ich finds traurig, aber Menschen verändern sich und offenbar können sie beide oder zumindest die eine nicht damit umgehen. Ich habe lange genug in Beziehungen ausgeharrt die mir nicht gut taten, das möchte ich nicht mehr. Für mich persönlich ist es nur schlimm oder schwierig damit umzugehen, dass ich als die "Böse" und Schuldige dargestellt werden. Damit hab ich ein Problem und das hat mich schon mal lange Zeit in einer Beziehung gehalten, die nicht gut für mich war. Ich zweifel eher an mir als an anderen... und egal wie "gut" ich das in dem Gespräch belegen kann und auch weiß, dass meine Entscheidung richtig ist und ich im Recht bin, die drehen das so, dass ich die Schuldige bin.. Schließlich kann man es ja jetzt auf meine psychischen Probleme schieben.. So nach dem Motto "Die hatte psychische Probleme und hat dadurch Wahrnehmungsstörungen. die ist verrückt und hat sich total verändert. In dem Zustand konnte man mit der nicht reden" ... Das tut echt weh und genau darauf wird es hinauslaufen... denn das Wort Wahrnehmungsstörung ist tatsächlich schon gefallen und auch Aussagen wie Man weiß nicht was in deinem Kopf so vor sich geht, bei dir im Kopf ist irgendwas passiert das du so bist.. Das ist verletzend...

15.07.2018 20:44 • #3


Veritas

Veritas


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"Das Einzige, was sich wirklich geändert hat, ist die Tatsache, dass ich nicht mehr 24/7 zur Verfügung stehe, meinen Fokus von anderen auf mich gelegt habe, mich nicht mehr aufopfere, sondern auch mal Nein sage, mir eine Auszeit gönne oder eben sage was mir nicht gefällt."

Mein Gefühl sagt mir: Da liegt der Knackpunkt. Als Ablage ohne Meinung warst Du gut genug, jetzt nicht mehr, da "aufmüpfig". Waren das wirkliche Freunde oder nur (Party)kollegen?

Trauzeugensache: Affig³, typischer Zickenkram.

15.07.2018 22:31 • #4


FeuerWasser

FeuerWasser


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Zitat von Fashion_Angel:
Du schreibst, dass sie nicht mit Ptbs und Gewalt konfrontiert werden wollen. Das könnte ich sogar nachvollziehen. Fakt ist, aber das ich nie darüber rede. Ich hab noch nie wirklich Details o.ä. von der Gewalt erzählt - nicht von mir aus.

Ich meinte das so, dass es diesen 2 Damen nicht um Details geht, sondern, dass du die Diagnose und die Auslöser überhaupt erst thematisierst. ("bis zu dem Zeitpunkt, wo ich erzählt habe, dass ich unter Ptbs leide und Gewalterfahrungen mit meinem Ex hatte.") Für sie ist das negativ behaftet. Du wurdest mit der Offenlegung der Diagnose für die Beiden unbequem.

Deine Kernfrage ist: "Ist das Freundschaft?". Wie definiert sich Freundschaft? Das ist eine freiwillige Verbindung zweier Menschen, die sich sympathisch sind, man sich vertraut und gegenseitig unterstützt. Sie vertrauen dir aber nicht und von Unterstützung keine Spur. Das ist eine Freundschaft die auf ein paar Flaschen Sekt baut aber ohne jeglichen Tiefgang.

Zitat von Fashion_Angel:
Ich zweifel eher an mir als an anderen...

Wenn du, wie du schreibst, lange in Beziehungen und Freundschaften verharrst, mit Menschen die nicht zu dir passen, die dir immer wieder ein Verfehlen vor die Nase halten, ist es verständlich, dass du anfängst an dir zu zweifeln und die "Schuld" bei dir suchst. Selbstvertrauen kannst du erlangen in dem du das übst worin du unsicher bist. Wenn dir etwas immer besser gelingt stärkt dies das Selbstbewusstsein.

Du schreibst "Ich finds traurig, aber Menschen verändern sich...". Nach deiner Beschreibung glaube ich nicht, dass die beiden sich verändert haben sondern immer schon so waren. Du nimmst es jetzt anders wahr weil es sich gegen dich richtet.

Zitat von Fashion_Angel:
Für mich persönlich ist es nur schlimm oder schwierig damit umzugehen, dass ich als die "Böse" und Schuldige dargestellt werden.

Wehre dich nicht dagegen und nimm es an, sei die Böse und Schuldige, und? Das kann dir völlig egal sein. Du bist schuldig im Sinne der Anklage, dass du eine negative Lebenserfahrung gemacht hast, schuldig, dass dich ein Mann schlecht behandelt hat. Sie sollen dir auch die Schuld dafür geben, dass du den Fehler gemacht hast die beiden als Freundinnen in dein Leben zu lassen. Auch die Zwei werden nicht vom Leben verschont werden. Den Einen trifft es härter, den anderen weniger aber zu kauen werden auch sie noch haben. Hak das ab! Suche dir einen Ausgleich, Hobbies etc. und versuche auf dem Weg, der deinen Interessen und deinem Inneren entspricht, Gleichgesinnte zu finden.

16.07.2018 09:27 • #5




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