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Guten Morgen zusammen!
Da ich festgestellt habe, dass es mir oft schon etwas besser geht, wenn ich hier meine Gedanken mal aufschreibe, probiere ich es auch jetzt wieder...
Wie in meinen anderen beiden Themen zu lesen ist, leide ich an einer Belastungsdepression mit Ängsten und manchmal auch Panikattacken. Aktuell geht es mir schon etwas besser als am Anfang, aber logischerweise ist nach so kurzer Zeit noch lange nicht alles wieder in Ordnung. Heute zB. werde ich Besuch von meinem Patenkind bekommen und das macht mir ziemlich Stress. Auch wenn ich die letzten Tage eigentlich recht stabil war (habe sogar einen Stadtbummel machen können und ihn richtig genossen), habe ich Sorge, Probleme zu bekommen, wenn er hier ist. Ich möchte nicht, dass er mit meinem Psychomist belastet wird. Absagen möchte ich aber auch nicht. Zum einen, weil ich ihn jetzt schon häufig vertröstet habe und zum anderen weil Vermeidung ja auch keine Lösung ist. Am meisten Angst habe ich davor in eine Derealisation zu rutschen. Wenn ich aufgrund von Panik oder Angst körperliche Symptome wie Herzrasen oder Atemprobleme wahrnehme kann ich mich ganz gut selbst beruhigen, in dem ich es nicht bekämpfe, sondern ignoriere und mir immer wieder sage, dass es nur mein Kopf ist und die Symptome verschwinden, ohne das mir etwas passiert. In den meisten Fällen klappt das. Aber wenn dieses Unwirklichkeitsgefühl kommt, schaffe ich das einfach nicht. Dann fangen meine Gedanken an zu kreisen und ich denke verrückt zu werden, was Angst und Panik schürt und dann breche ich auch manchmal in Tränen aus. So was möchte ich auf keinen Fall vor meinem Patenkind haben. Dadurch, dass ich mir jetzt schon so einen Kopf mache, wird das alles sicher nicht leichter, dass ist mir klar...
Habt ihr vielleicht Tipps, wie ich den Besuch heute am besten meistern kann? Ich finde es echt seltsam. Wenn ich draußen unter Leuten bin, tut es mir aktuell fast gut, weil es mich ablenkt und ich dann nicht so viel nachdenke, aber wenn Besuch zu mir nach Hause kommt, macht es total Stress.

16.07.2018 09:35 • 01.08.2018 #1


6 Antworten ↓


Schneesturm93
Hallo Glitzerlicht,

es tut mir Leid, dass du dich so fühlst. Meine Frage wäre, ob es vielleicht eine Option wäre mit der Mama von deinem Patenkind zusammen was zu machen, dass ihr zu dritt was macht? Dann könntet ihr Zeit zusammen verbringen und du müsstest ihn nicht vertrösten und gleichzeitig könntest du dich langsam an die Situation heranwagen?

Falls du es wie geplant durchziehen willst, dann überlege nicht was alles schief gehen könnte, sondern was vielleicht auch alles klappt. Was würde dir am meisten gefallen? Was glaubst du wie viel wird er lachen? Male dir lieber die schönen Dinge ausführlich aus und überlege für die negativen kurz und sachlich, was zu tun ist. Wen rufst du an, falls xy usw.

Ich wünsche euch einen schönen Tag zusammen

Grüße

16.07.2018 15:29 • x 1 #2



Wie mit Anspannung vor Besuch umgehen

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Hallo Schneesturm93,

vielen Dank für deine Liebe und aufmunternde Antwort. Ich habe gestern ein Zwischending gemacht. Eine Stunde alleine mit ihm und dann zusammen mit seiner Mutter. Es war richtig schön und ich habe mich durchgehend gut gefühlt und die Zeit richtig genießen können. Bin sehr froh es durchgezogen zu haben.

17.07.2018 06:59 • x 1 #3


Schneesturm93
Schön, das freut mich für dich

17.07.2018 11:18 • #4


Es ist wirklich zum Verzweifeln... Ich habe die letzten Tage viele Fortschritte gemacht, aber heute fühle ich mich wieder komplett zurück geworfen Eigentlich ist heute ein Tag, auf den ich mich sehr gefreut habe, denn meine beste Freundin kommt mich besuchen. Wir wohnen leider sehr weit auseinander und sehen uns nicht häufig, umso schöner ist es da natürlich, wenn es doch mal wieder klappt. Gestern Abend bin ich auch noch mit Vorfreude eingeschlafen, aber als ich heute Morgen wach wurde, war nur noch Nervosität über. Mir ist jetzt richtig übel und ich fühle mich überhaupt nicht wohl. Vielleicht liegt es daran, dass sie extra soweit fährt und ich Angst habe, dass sich die Fahrt für sie nicht lohnt, falls es mir schlecht gehen sollte. Oder es ist mein generelles Problem mit Besuch. Seit meine Probleme angefangen haben, komme ich damit irgendwie nicht mehr klar. Unterwegs sein, alles kein Problem, aber wenn jemand zu mir nach Hause kommt... Ich denke ich fühle mich dann verpflichtet, so nach dem Motto, wenn ich irgendwo bin kann ich notfalls abbrechen und gehen, wenn es mir nicht gut geht, aber wenn jemand zu mir kommt, kann ich denjenigen ja nicht einfach rausschmeißen.
Bei meinem Patenkind war der Besuch im Nachhinein ein Erfolgserlebnis für mich, weil alles (trotz meiner Befürchtungen im Vorhinein) super gelaufen war. Da versuche ich mich jetzt dran festzuhalten, aber so ganz klappt das leider nicht...

01.08.2018 07:22 • #5


Kennt ihr denn auch diese Probleme mit Besuch? Und wenn ja, wie geht ihr damit um?

01.08.2018 08:13 • #6


Coru
Ja kenne ich gut. Ich versuch dann immer zu planen was man macht. Zum Beispiel was essen und danach denke ich mir. Ok wenn ich jetzt nicht mehr kann, kann man es ja sagen. Sonst gehe ich lieber selber woanders hin zum Kaffee trinken, da kann ich dann auch eher gehen.

01.08.2018 08:56 • x 1 #7




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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser