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Hallo zusammen,

wollte mal fragen ob das noch jemand kennt und was man dagegen machen kann. Ich bin zur Zeit in einer Angstphase wo ich die Wohnung nicht verlassen kann.Zuhause habe ich zwar auch Angstzustände und manchmnal Panik,aber draussen fühle ich mich noch hilfloser.
Jetzt aber zu meinem Problem.Sobald sich Besuch ankündigt werde ich mega nervös....kann sich dann bis zu Ängsten oder gar Panik steigern.Gerade hat unverhofft mein Nachbar (Nebenhaus) angeschellt...er wollte sich erkundigen ob alles in Ordnung ist weil der Wagen schon seit langem an der gleichen Stelle steht (mein Mann ist in Reha).Ich bat ihn rein.Kaum saß er im Wohnzimmer ging es bei mir los ,dann macht sich ein diffuses Gefühl im Kopf breit,ganz eklig,fühle mich dann benommen und habe Angst umzukippen....habe ihm dann gesagt das ich mega nervös bin,er hat es auch gemerkt und ist dann gegangen.Habe mich bei ihm entschuldigt, wollte ihn ja nicht raus werfen.
Es ist mittlerweile egal wer kommt.Auch ganz nahe stehende Personen wie Familie und beste Freunde.Ich empfinde es als nicht normal...habe auch manchmal das Gefühl verrückt zu werden.Ganz komische Unwirklichkeits -Symptome-Gefühle. Kennt das noch jemand?
In der Form ist es bei mir noch nie da gewesen,es ängstigt mich,habe solche angst das es so bleiben könnte.

LG Anna

18.01.2017 15:48 • 18.01.2017 #1


16 Antworten ↓


Huhu Anna,

wie lange hast du denn schon eine Angsterkrankung und welche Form genau?

Welche Symptome hattest du denn bisher immer abgesehen von diesen neuen Ängsten?

Medis? Psychotherapie?

Liebe Grüße

Michael

18.01.2017 15:56 • #2



Angst vor Besuch!

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Hallo laterra,
ich habe das schon ziehmlich lange, auch bei Familienmitgliedern. Es gibt verschiedene Gründe, daß von Agoraphobie über andere Störungen bis zur Persönlichkeitsstörung gehen kann. Auch bei einer Depression kann man so empfinden. Wahrscheinlicher bei dir ist es, daß die Abwesenheit deines Mannes diese Empfindung auslöst?

Du solltest zu einem Psychiater gehen und das abklären lassen. Nicht, daß sich das in deinem Leben festsetzt - ist bei mir leider so.

Grüße

18.01.2017 16:06 • x 1 #3


Icefalki
Anna, was du gerade durchmachst gehört mit zu der blöden Erkrankung.

Dein Innerstes ist dermassen durcheinander, dass jede Störung Stress bedeutet. Jegliche Veränderung wird mit Angst quittiert. Mein Psychiater hat mir das so erklärt, dass mein Angst Pegelstand bei 8 von 10 wäre, also braucht es nicht viel um drüber zu gehen, sprich Attacken zu bekommen.

Im Moment bist du noch nicht mal Therapie fähig. Ich weiss jetzt gar nicht mehr, nimmst du nun Medis oder nicht?

Ganz dringend gehörst du in eine Klinik. Ich weiss, zur Zeit undenkbar. Aber sobald dein Mann wieder da ist, solltest du das mal andenken.

Ich weiss übrigens, wie du dich fühlst. Ist echt zum kotzen.

18.01.2017 16:31 • x 1 #4


Zitat von crazymic:
Huhu Anna,

wie lange hast du denn schon eine Angsterkrankung und welche Form genau?

Welche Symptome hattest du denn bisher immer abgesehen von diesen neuen Ängsten?

Medis? Psychotherapie?

Liebe Grüße

Michael



Hallo Michael,

seit 1990.Mit Höhen und Tiefen und auch mal mit Ruhepausen (Panikattacken)!

Nehme aktuell Mirtazapin zum Abend hin 30 mg.Die letzte Verhaltenstherapie hat mir gar nichts gebracht.Habe für Anfang Februar einen Termin bei einem Hypnose Therapeuten der zu mir nach Hause kommt.

LG Anna

18.01.2017 16:34 • #5


Zitat von Icefalki:
Anna, was du gerade durchmachst gehört mit zu der blöden Erkrankung.

Dein Innerstes ist dermassen durcheinander, dass jede Störung Stress bedeutet. Jegliche Veränderung wird mit Angst quittiert. Mein Psychiater hat mir das so erklärt, dass mein Angst Pegelstand bei 8 von 10 wäre, also braucht es nicht viel um drüber zu gehen, sprich Attacken zu bekommen.

Im Moment bist du noch nicht mal Therapie fähig. Ich weiss jetzt gar nicht mehr, nimmst du nun Medis oder nicht?

Ganz dringend gehörst du in eine Klinik. Ich weiss, zur Zeit undenkbar. Aber sobald dein Mann wieder da ist, solltest du das mal andenken.

Ich weiss übrigens, wie du dich fühlst. Ist echt zum kotzen.




Hallo liebe Icefalki,


ich nehme 30 mg am Abend 3x täglich Baldrian und Rescuetropfen.In eine Klinik möchte ich nicht mehr...da habe ich noch mehr angst.Der letze Aufenthalt war auch alles andere als Positiv.

GLG Anna

18.01.2017 16:40 • #6


Zitat von Reenchen:
Hallo laterra,
ich habe das schon ziehmlich lange, auch bei Familienmitgliedern. Es gibt verschiedene Gründe, daß von Agoraphobie über andere Störungen bis zur Persönlichkeitsstörung gehen kann. Auch bei einer Depression kann man so empfinden. Wahrscheinlicher bei dir ist es, daß die Abwesenheit deines Mannes diese Empfindung auslöst?

Du solltest zu einem Psychiater gehen und das abklären lassen. Nicht, daß sich das in deinem Leben festsetzt - ist bei mir leider so.

Grüße



Hätte einen Termin am 10.01.gehabt den ich aber absagen musste.Ich hoffe jetzt auf die Hypnosetherapie.

LG Anna

18.01.2017 16:44 • #7


Hallo Anna, also mir geht es auch ab und zu wie dir. Das kommt aber von Arbeitslosigkeit, man hat sich vom realen Leben begrenzt. Es fehlt halt an soziale Kontakte und da ich wegen Arbeitslosigkeit ständig allein zuhause bin, kommt jede Veränderung panisch vor. Verstehst du? Vielleicht sitzt du lange zuhause rum?

18.01.2017 16:49 • #8


Hallo Williams,

ja das kann sein das es unter anderem damit zu tun hat.Ich meine der Besuch tut mir ja nichts ...eigentlich sollte ich mich freuen wenn jemand kommt.Aber ich stehe dann so sehr unter Druck ...ich weiß dann nicht wie ich damit umgehen soll.Ich hatte das vor her nicht.Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.Aber es fing schon an bevor mein Mann in Reha ging.Wie gesht du damit um?

LG Anna

18.01.2017 16:53 • #9


Dein Mann wird dich erlösen nach der Reha.
Also bei mir ist es so, ich gehe ins Sportstudio, zum Fussball, Seminar uvm. Bin da qausi mit vielen Menschen umgeben aber es macht mir nichts aus.
Zur Zeit verbringe ich viel Zeit allein zu hause. Man hat sich an die leere des Hauses angwöhnt. Man ist immer allein im Zimmer.
Deswegen erschreckt man sich wenn plötzlich eine zusätzliche Person im Zimmer steht.
Das ist dann neue panischen Situation.
Ich gehe damit nervös um, kneife mich zusammen und warte bis Besuch weg ist.

18.01.2017 17:03 • #10


Schlaflose
Ich mag auch nicht gern Leute im Haus haben. Ich habe zwar keine Ängste in dem Sinn deswegen, aber ich fühle total unbehaglich dabei. Schon allein deswegen, weil ich es mit Ordnung und Sauberkeit nicht so eng sehe und ich nicht möchte, dass jemand das mitbekommt. Wenn sich Besuch ankündigt und ich Zeit habe, mich seelisch, moralisch und auch putztechnisch darauf vorzubereiten, geht es, aber mehr 2-3 Mal im Jahr will ich das nicht.

18.01.2017 19:31 • #11


Zitat von laterra:
Zitat von crazymic:
Huhu Anna,

wie lange hast du denn schon eine Angsterkrankung und welche Form genau?

Welche Symptome hattest du denn bisher immer abgesehen von diesen neuen Ängsten?

Medis? Psychotherapie?

Liebe Grüße

Michael



Hallo Michael,

seit 1990.Mit Höhen und Tiefen und auch mal mit Ruhepausen (Panikattacken)!

Nehme aktuell Mirtazapin zum Abend hin 30 mg.Die letzte Verhaltenstherapie hat mir gar nichts gebracht.Habe für Anfang Februar einen Termin bei einem Hypnose Therapeuten der zu mir nach Hause kommt.

LG Anna



Hi Anna,

solche Derealisation / Depersonalisation ist sehr unangenehm. Warum es aktuell bei Besuch bei dir passiert kann ich dir zwar nicht sagen; allerdings kenne ich das Gefühl. Gerade bevor sich bei mir eine Panikattacke ankündigt, passiert das oft. Einhergehend mit Schwindelgefühl, Herzrasen und teils Atemproblemen und Zittern der Beine. Bei mir tritt das jedoch unregelmäßig und ohne greifbaren Anlass auf. Das ist unangenehm, aber nicht wirklich vital bedrohlich.

Ich kenne das auch teilweise aus Situationen, in denen ich mich sehr auf etwas konzentrieren muss und gleichzeitig jemand anderes mir viel erzählen will. Das führt oft zu ner Überforderung / Input-Overflow.

Ich habe langsam gelernt, damit umzugehen, indem ich diese Angst zulasse, ihr Raum gebe und ihr sage, dass sie ruhig kommen kann, da sie mir sowieso nichts anhaben kann. Oft höre ich dann entspannende Musik oder den sog. Angst-Notruf (eine 2 1/2 Minütige Beruhigungs-MP3). Das hilft mir meistens gut.

Im Übrigen würd ich dir empfehlen, dich der Angst zu stellen und bewusst Menschen zu dir einzuladen, am besten solchen, den du vertraust. So kannst du lernen, besser damit umzugehen und deine Angst lernt, dass DU der Chef bist.

Liebe Grüße

Michael

18.01.2017 19:34 • #12


Zitat von Schlaflose:
Ich mag auch nicht gern Leute im Haus haben. Ich habe zwar keine Ängste in dem Sinn deswegen, aber ich fühle total unbehaglich dabei. Schon allein deswegen, weil ich es mit Ordnung und Sauberkeit nicht so eng sehe und ich nicht möchte, dass jemand das mitbekommt. Wenn sich Besuch ankündigt und ich Zeit habe, mich seelisch, moralisch und auch putztechnisch darauf vorzubereiten, geht es, aber mehr 2-3 Mal im Jahr will ich das nicht.

Kann ich so nur unterschreiben! Jetzt kommt sowieso keiner mehr, aber auch früher, als ich noch Freunde und Bekannte hatte, ließ ich die so gut wie nie rein. Und wenn doch, war ich extrem angespannt und heilfroh, wenn sie wieder bei der Tür draußen waren. Ich bin eine grottenschlechte Gastgeberin. Aber ist es so schlimm, niemanden reinzulassen? Ich hätte den Nachbarn niemals hereingebeten - das, was er fragen wollte, hätte er ja auch vor der Tür fragen können

18.01.2017 19:37 • #13


Wenn es bei mir unvorhergesehen klingelt, habe ich immer ein Gschirrhandtuch in der Hand und trockne mir sehr geschäftig die Hände grad ab... Das versetzt den Klingler immer voll in die "ich störe gerade" Situation, ohne dass man es sagen muß. Hat bis jetzt immer geklappt.

18.01.2017 19:47 • x 3 #14


Hallo!
Ich bin neu hier und ich kenne all dies aus eigener Erfahrung. In meine Wohnung kann von allen Seiten durch Fenster eingesehen werden und wenn Besuch kam bemerkte ich das meist lange bevor die mich gesehen hatten; genug Zeit um mit rasendem puls
aus dem Notausgang hinterm Haus zu flüchten. Mittlerweile kommt das zum glück nicht mehr vor. Aber bevor ich Therapie gemacht
hatte ging das viele Jahre so.

18.01.2017 20:22 • #15


Huhu kenne das nur zu gut. Ich mag besuch so gaar nicht. Kann kaum still sitzen und zähle die minuten bis die wieder gehen.. weihnachten wars ganz schlimm. Da haben wir zu 7 bei uns gegessen. Ich krieg starke bauchschmerzen und unangenehme blähungen in so situationen.. muss mich dann immer iwo zurückziehen bis sich das gelegt hat. So nach einer halben stunde gehts dann wieder. Fängt aber dann so nach 2h wieder an weil dann wohl meine 'besuchspensumobergrenze' erreicht ist und ich wieder ruhe brauche gut zu wissen, dass andere auch so denken. Deswegen habe ich auch keine freunde. Will keinen besuch und niemanden besuchen müssen :/

18.01.2017 20:39 • #16


Oh, ich war noch nicht fertig.
Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich die Angst vielleicht nie los werde und sie sich immer weiter ausdehnt auf fast alle Lebensbereiche. Früher hatte ich Besuche sehr geschätzt und nun soll das nicht mehr gelten? Warum?
Ja und mein kleiner Kopf war raffiniert und hat alles mögliche erzählt warum ich keinen Besuch mehr möchte und alles
schien so plausiebel. Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich nicht mehr am Leben teilnehme. Da die Angst nicht wegging dachte ich, dass ich vielleicht nie mehr am Leben teilnehmen werde. Erinnerungen an Besuche aus der Vergangenheit machten mich traurig.
Es ist ja so: Ich bin die Angst nach vielen Jahren nicht losgeworden, habe jedoch den Kampf mit ihr aufgegeben. Und wenn heute
Besuch kommt, fängt mein Herz an zu stolpern, nur ich weis wenn man die angst nicht unterdrückt, so kann man die tür aufmachen,
wie geht's sagen , lächeln .

18.01.2017 20:47 • #17



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