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WhiteTiger

WhiteTiger

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Hallo,
Ich eröffne dieses Thema, weil ich wissen möchte, wer von euch unter Antriebslosigkeit leidet und was man da unternehmen könnte.
Ich habe keine Diagnose für irgendetwas, aber Antriebslosigkeit ist ein typisches Symptom für eine Depression, also dachte ich mir, dass ich hier richtig bin.

Mein Problem ist, dass ich diese Antriebslosigkeit schon ein paar Jahre habe und das Tag für Tag. Ich war schon beim Arzt und habe gesagt, dass ich Antriebslosigkeit, ständige Müdigkeit und Konzentrationsschwäche habe. Da wurde mein Blut untersucht und anscheinend ist körperlich alles gut und es passierte dann nichts mehr. Da ich zu viel Angst habe mit Leuten zu reden, war ich seitdem (ist schon ein Jahr her) nicht mehr beim Arzt und ein Jahr davor war ich noch bei einem anderen Arzt, wo auch nur das Blut untersucht wurde und sonst nichts weiter.

Die Antriebslosigkeit führt bei mir dazu, dass ich selbst bei Kleinigkeiten keine Lust habe und mich regelrecht zur Hygiene zwingen muss, mein Zimmer sieht unmöglich aus und ich sitze nur noch vor dem Computer. Ich möchte zur Zeit ein bestimmtes Spiel spielen, ich will es unbedingt, aber wenn ich es anmache, mache ich es gleich wieder aus und mache nichts mehr. Ich sitze hier, habe Langeweile und gar nichts zutun. Das ist die reinste Hölle, denn wenn ich etwas vorhabe, ist die Chance sehr gering, dass ich es mache und dann ist die Chance nochmal geringer, dass ich das auch längere Zeit mache. So ist das echt nicht toll und ich habe auch keine Lust Sport zu machen, keine Lust zum Arzt zu gehen, etc. Ich will nur dasitzen und nichts tun, obwohl das wiederum eine Qual ist. Ich wäre froh, wenn das nur vorrübergehen wäre, aber es hört nicht auf. Manchmal empfinde ich es als weniger schlimm und dann ist es wieder unerträglich.

Also nochmal zu meiner Frage:
Hat das jemand von euch auch so stark und was macht ihr dagegen?
Oder hattet ihr das mal früher gehabt und seid davon losgekommen? Was hat die Antriebslosigkeit "vertrieben"?

LG

22.07.2017 23:18 • 23.07.2017 #1


10 Antworten ↓


kleinerIgel

kleinerIgel

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Hallo WhiteTiger
phasenweise habe ich das auch. Allerdings nicht wenns ums Hygiene geht. Und auch nicht wenn es um Haushalt geht, da bin ich allerdings sowieso nicht sehr pingelig
Ich glaube ich hab das schon seit Jahren, aber früher ist mir das nicht so aufgefallen. da habe ich gearbeitet und dann kann man es ganz einfach darauf schieben, dass man Abends halt müde ist. Seit ich nicht mehr arbeiten gehe merke ich das aber ganz schlimm und ja es nervt mich. Ich will (und muss!) unbedingt wieder Arbeit finden und kann mich zeitweise kaum dazu aufraffen Bewerbungen zu schreiben...das ist echt schlimm.

Ich hab das Gefühl, dass ich vor was weglaufe. Weiss aber nicht vor was....

ToDo-Listen helfen...theoretisch.... :-/

Liebe Grüße vom kleinen Igel

22.07.2017 23:32 • #2


WhiteTiger

WhiteTiger


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Hallo kleiner Igel,
danke für deine Antwort.

Ich habe es komischerweise beim Essen, bei der Hygiene, beim Umziehen, Aufräumen und Aktivitäten, wo ich mir denke, sie machen mir Spaß.
Hoffentlich schaffst du es, dich aufzuraffen, Bewerbungen zu schreiben, denn dann läuft das hoffentlich von alleine.

Das Gefühl vor etwas wegzulaufen habe ich auch. Ich weiß aber auch nicht vor was.
Mit einem groben Zeitplan habe ich es versucht, aber dann verschiebe ich immer alle Aktivitäten und wenn es wichtige Aktivitäten sind, verschiebe ich sie so lange, bis ich die in letzter Minute mache.

LG

22.07.2017 23:38 • x 1 #3


kleinerIgel

kleinerIgel

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Zitat von WhiteTiger:
Mit einem groben Zeitplan habe ich es versucht, aber dann verschiebe ich immer alle Aktivitäten und wenn es wichtige Aktivitäten sind, verschiebe ich sie so lange, bis ich die in letzter Minute mache.

Der Satz könnte wirklich eins zu eins von mir kommen.
Wenn ich auf einen großen Zettel ein paar Punkte draufschreibe die ich machen will und den so hinlege, dass ich ständig dran vorbei komme, dann mach ich was drauf steht. Allerdings müssen das so klein runtergebrochene Aufgaben sein, dass es wirklich keine Ausrede mehr geben kann.
Problem: spätestens am Dritten Tag mach ich keinen Zettel mehr... und das kapier ich nicht. Ich freu mich nämlich schon drüber, wenn ich was geschafft habe.

Wenn ich keine Liste hab läuft das so ab: ich will Bewerbungen schreiben, tu es aber aus irgendeinem Grund nicht. Was anderes will ich nicht machen bis ich nicht die Bewerbung geschrieben habe (nach dem Motto "erst die Arbeit..."). Also mach ich gar nichts. Nach ein paar Tagen wird mir dann die Wohnung zu chaotisch und ich räume auf. Und dann hab ich das tolle Gefühl was geschafft zu haben. Und seit ich das durchschaut hab kommt noch das gefühl der Selbstverar...ung dazu. Und das immerwieder aufs Neue.
Immermal wieder durchbreche ich das, aber lange durchhalten schaff ich nicht.

Was du oben beschrieben hast, Langeweile zu haben, obwohl man eigentlich so viel machen will kenne ich auch. Find ich irgendwie total absurd, dass sowas sein kann.


Sieht bei dir ja fast so aus, als würde sich das hauptsächlich auf die alltäglich Dinge die man normalerweise "einfach so" macht beziehen!? Beim Thema Essen könnte das bedenklich werden, finde ich. Du gehst aber arbeiten und hast dadurch eine gewisse Tagesstruktur, oder?

23.07.2017 00:10 • #4


Coru

Coru

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Ich habe das auch mit der Antriebslosigkeit vor allem beim aufstehen und beim Haushalt. Auch zu Aktivitäten, die mir eigentlich Spaß machen, habe ich keine Lust. Mit dem spielen kenne ich auch. Das was mich oft so quält ist, dass ich das nichtstun nicht mal so wie früher genießen kann. Oft geht es mir nach so einem Tag nicht gut.

23.07.2017 05:19 • #5


petrus57

petrus57

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@ WhiteTiger

Das werden wohl Depressionen sein. Mir geht es oft genauso. Alles fällt einem schwer. Sogar das essen.

Da ist wohl ein Arztbesuch unausweichlich.

23.07.2017 06:11 • #6


TomTomson

TomTomson

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Jo klingt nach einer Depression, geh lieber so schnell wie möglich zum Arzt, je länger du wartest desto mühsamer wird es nur.

Es gibt halt viele verschiedene Faktoren die eine Depression auslösen können, daher ist es auch schwierig pauschal Ratschläge zu geben. Aber hier ein paar Tipps die wohl fast jeder berücksichtigen kann:

1. Setze dich nicht zu sehr unter Druck, generell nicht und besonders jetzt nicht wo du etwas depressiv bist. Viele haben das Gefühl sie müssen doch funktionieren und machen sich noch fertig, weil sie nichts hinbekommen, erlaube dir zurzeit nicht richtig zu funktionieren und mache was geht, etwas kleines ist besser als gar nichts. Überprüfe ein wenig deine Gedanken und schaue wo du dich zu sehr unter Druck setzt oder selber fertig machst und ersetze diese Gedanken dann durch freundliche tolerante.

2. Denk nicht zu viel nach. Je schlechter es einem geht, desto mehr beginnt man zu grübeln und philosophieren. Und obwohl man vielleicht doch ab und zu was nützliches ergründen kann, so sind doch gut 99% davon völlig unnötige Schwarzmalerei. Ich weiss aus eigener Erfahrung wie gerne man grübelt und nachdenkt, denn man will ja schliesslich sein Problem ergründen und lösen, aber lass dir gesagt sein, dass dies einfach nichts bringt, auch wenn es sich noch so vielversprechend anfühlt und man meint, man stehe kurz vor dem grossen Durchbruch.

3. Mache stattdessen lieber etwas Sport oder Meditiere. Ganz ohne Druck und etwas zu wollen, tu es einfach, gehe etwas joggen oder laufen und erlaube dir dabei ruhig dich so schlecht zu fühlen wie du dich gerade fühlst, aber gehe einfach weiter, du kannst trotzdem laufen auch wenn du dich beschissen fühlst, lass dieses Gefühl ruhig zu, spüre es sogar aktiv und schau ob es sich dann verändert. Wir leiden nämlich oft, weil wir uns selber nicht erlauben wollen uns schlecht zu fühlen, aber wenn wir uns dies erlauben, kann es unglaublich befreiend sein. Das selbe geht auch mit Meditation, aber als Anfänger ists nicht ganz so einfach daher empfehle ich eher Bewegung.

23.07.2017 10:08 • x 1 #7


Robinson

Robinson

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Gute Tipps, TomTomson.
.
Ich habe immer das Gefühl, in den Stand-By-Modus zu fallen.
Das ist der eine Teil von mir.
Dasitzen im Chaos und leer die Wand anstarren.
Der andere Teil von mir ist der Autopilot.
Der ist noch Aktiv und lässt mich etwas tun.
Abwaschen. Rasieren. Essen. Rausgehen.
Ein Teil meines Hirns sorgt immer noch dafür dass das minimale klappt.

23.07.2017 12:52 • x 1 #8


WhiteTiger

WhiteTiger


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Hallo und danke für eure Antworten.

Zitat von kleiner Igel:
Sieht bei dir ja fast so aus, als würde sich das hauptsächlich auf die alltäglich Dinge die man normalerweise "einfach so" macht beziehen!?
Ja, sogar Zähneputzen, was ich zu oft vernachlässige.

Zitat von kleiner Igel:
Beim Thema Essen könnte das bedenklich werden, finde ich.
Ich habe zum Glück Normalgewicht, aber es ist schon doof, denn bei mir wechseln sich ständig die Phasen der Appetitlosigkeit und Heißhunger, wobei Heißhunger viel seltener ist und nur einmal in ein paar Wochen da ist.

Zitat von kleiner Igel:
Du gehst aber arbeiten und hast dadurch eine gewisse Tagesstruktur, oder?
Ich bin zur Zeit in einer schulischen Ausbildung. Jetzt habe ich deswegen gerade noch Sommerferien bis Anfang August und dann bin ich im zweitem Jahr der Ausbildung. Jetzt in den Ferien ist alles nicht gerade schön und ich freue mich etwas auf die Ausbildung, weil ich dann etwas produktives mache, da ich mich ja dann nicht davor drücken kann. In den Ferien sitze ich aber von Mittags bis früh morgens vor dem Computer (ich wache erst um 11 Uhr auf und gehe erst um 2 Uhr morgens ins Bett).

Zitat von Coru:
Das was mich oft so quält ist, dass ich das nichtstun nicht mal so wie früher genießen kann.
Das kenne ich. Vor 5 Jahren ungefähr oder länger habe ich es genossen und dann wurde es zur Qual.

Zitat von petrus57:
Da ist wohl ein Arztbesuch unausweichlich.
Ich habe das schon mehrere Jahre und jedes Mal, wenn ich an einen Arztbesuch denke, schiebe ich es vor mich her. Vor allem, weil ich schon zweimal beim Arzt war und nur Blut abgenommen wurde. Es war mein Fehler, dass ich nicht nach weiterem Rat gefragt habe. Bei dem letzten Arztbesuch fragte mich die Ärztin sogar, ob ich traurig sei, aber ich habe mit "nein" geantwortet, weil ich eher kein Gefühl hatte (außer Angst, weil ich in einer sozialen Situation war).

Zitat von TomTomson:
Jo klingt nach einer Depression, geh lieber so schnell wie möglich zum Arzt, je länger du wartest desto mühsamer wird es nur.
Das ist bei mir jetzt schon mehrere Jahre so und ich kann bestätigen, dass es immer mühsamer wird. Ich bin im Internet auf den Begriff Dysthymie gestoßen (eine schwächere Depression, aber dafür über einen längeren Zeitraum). Da ist mir aufgefallen, dass alle Symptome bis auf Schlafstörungen auf mich zutreffen (verminderter Antrieb, wenig Selbstvertrauen, Konzentrationsschwierigkeiten, sozialer Rückzug, Interessensverlust, verminderte Gesprächigkeit, pessimistische Zukunftssicht, Schwierigkeiten mit Routineaufgaben, Tendenz zum Weinen, Hoffnungslosigkeit), wobei bei dem sozialen Rückzug nichts mehr wirklich zum Zurückziehen gibt, da ich nur noch Kontakt zu meiner Mutter, meinem Bruder und einer Freundin habe.

Danke für die Tipps TomTomson, ich werde versuchen sie zu berücksichtigen.

Zitat von Robinson:
Der andere Teil von mir ist der Autopilot.
Mein Autopilot schaltet sich auch immer ein. Immer wenn ich gerade etwas mache wie essen, duschen, etc. Aber vorher schaltet er sich leider nicht an und ich muss mich erst überwinden etwas zu machen. Oft habe ich das Pech und der Autopilot schaltet sich gar nicht an und dann höre ich mit einer Aktivität sofort wieder auf (etwas spielen, zeichnen, etc.)

LG

23.07.2017 13:12 • #9


Chris_sh

Zitat von WhiteTiger:
Das ist bei mir jetzt schon mehrere Jahre so und ich kann bestätigen, dass es immer mühsamer wird. Ich bin im Internet auf den Begriff Dysthymie gestoßen (eine schwächere Depression, aber dafür über einen längeren Zeitraum). Da ist mir aufgefallen, dass alle Symptome bis auf Schlafstörungen auf mich zutreffen (verminderter Antrieb, wenig Selbstvertrauen, Konzentrationsschwierigkeiten, sozialer Rückzug, Interessensverlust, verminderte Gesprächigkeit, pessimistische Zukunftssicht, Schwierigkeiten mit Routineaufgaben, Tendenz zum Weinen, Hoffnungslosigkeit), wobei bei dem sozialen Rückzug nichts mehr wirklich zum Zurückziehen gibt, da ich nur noch Kontakt zu meiner Mutter, meinem Bruder und einer Freundin habe.

Wenn du so wenige soziale Kontakte hast, dann liegt der Grund für diese starke Antriebslosigkeit und die anderen Probleme vielleicht einfach nur an einer Art sozialen Vereinsamung?

Bei mir liegen die Ursachen für meine sehr starke Antriebslosigkeit jedenfalls wirklich in so einer sozialen Vereinsamung, weil ich bedingt durch meine soziale Angststörung schon lange keine wirklichen sozialen Kontakte mehr habe außer zu meinen Eltern und Geschwistern. Und leider wirkt sich soziale Isolation auf Dauer so aus, dass sie zu einer starken Antriebslosigkeit, weniger Selbstvertrauen, Konzentrationsschwirigikeiten, Interessenverlust, verminderter Gesprächigkeit, einer eher pessimistischeren Zukunftssicht usw. führen kann. Noch schlimmer wird es sogar, wenn so wie bei mir Langzeitarbeitslosigkeit dazu kommt, so dass es noch weniger Antrieb gibt etwas zu tun, weil ja egal ist ob und was man tut?
Daraus kann sich dann zwar auch eine richtige Depression entwickeln, was ich selbst schon durchgemacht habe, aber auch ohne Depression wäre es wohl schon ziemlich normal, wenn ein Mensch ohne genug und vor allem auch positiv wirkende soziale Kontakte mit der Zeit einfach in Antriebslosigkeit verfällt, so dass man eigentlich nicht auf so eine Selbstdiagnose Dysthymie zurückgreifen muss.

23.07.2017 15:22 • #10


WhiteTiger

WhiteTiger


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Zitat von Chris_sh:
Wenn du so wenige soziale Kontakte hast, dann liegt der Grund für diese starke Antriebslosigkeit und die anderen Probleme vielleicht einfach nur an einer Art sozialen Vereinsamung?
Ja, ich glaube das auch. Ich habe mich hier im Forum angemeldet, als ich herausgefunden habe, dass ich mich einsam fühle, denn zuerst war das nur in meinem Unterbewusstsein und ich dachte, ich finde Einsamkeit und Alleinesein gar nicht schlimm. Also glaube ich auch, dass die Antriebslosigkeit aufgrund der sozialen Vereinsamung und die soziale Vereinsamung müsste daher kommen, da ich seit der 5. Klasse gemobbt wurde und das auch erst in der 10. Klasse schwächer wurde. Irgendwie habe ich da immer mehr Angst vor sozialen Situationen bekommen, weshalb ich jetzt nur noch so wenige Kontakte habe.

Zitat von Chris_sh:
Noch schlimmer wird es sogar, wenn so wie bei mir Langzeitarbeitslosigkeit dazu kommt, so dass es noch weniger Antrieb gibt etwas zu tun, weil ja egal ist ob und was man tut?
Das klingt gar nicht gut. Zur Zeit bin ich noch zum Glück in einer Ausbildung. Da habe ich zwar in der Berufsschule zwar immer das Bedürfnis, nichts zu machen, aber da ich Ärger gar nicht mag, schaffe ich es Dinge zu erledigen. Deshalb habe ich vor allem in meiner Freizeit totale Probleme mit der Antriebslosigkeit.

Zitat von Chris_sh:
Daraus kann sich dann zwar auch eine richtige Depression entwickeln, was ich selbst schon durchgemacht habe, aber auch ohne Depression wäre es wohl schon ziemlich normal, wenn ein Mensch ohne genug und vor allem auch positiv wirkende soziale Kontakte mit der Zeit einfach in Antriebslosigkeit verfällt, so dass man eigentlich nicht auf so eine Selbstdiagnose Dysthymie zurückgreifen muss.
Eigentlich ist es mir bei einer Selbstdiagnose egal, ob die zutrifft oder nicht, denn wenn ich eine Selbstdiagnose habe, habe ich auch einen Begriff, den ich googeln kann, damit ich nach Tipps suchen kann. Ich sage deshalb nie, dass ich z.B. eine Depression habe, bis ich keine Bestätigung von einem Facharzt habe. Aber ich kann schonmal nach Tipps und Erfahrungen suchen, die mir weiterhelfen können.

Ich bin gerade andauernd im Zwiespalt, ob ich zu einem Facharzt sollte oder nicht. Ich wohne zur Zeit noch bei meiner Mutter und seitdem mein Vater letztes Jahr abgehauen ist, sind die Finanzen und die Zukunft meiner Mutter nicht mehr ganz so gut. Ich habe Angst, dass ich damit meine Mutter belaste, wenn sie weiß, dass es mir nicht gut geht. Da würde ich lieber einbüßen, als meine Mutter damit fertig zu machen... Ich habe mir überlegt, ob ich einfach in zwei Jahren, wenn ich von meiner Mutter weggezogen bin zu einem Facharzt gehe, da ich bis jetzt auch irgendwie die ganzen 8 Jahre existieren konnte, aber andererseits will ich endlich wieder glücklich werden und Spaß an dem haben, was ich mache...
Außerdem kommen mir immer Gedanken in den Kopf wie "Du stellst dich doch nur an! Du hast doch keine Probleme! Du bist gesund! Du bist einfach nur faul und solltest dich einfach mal zusammenreißen und mit Anderen reden und Sachen machen", aber dann sehe ich andere Leute, die glücklich sind, Freunde haben, mehr Energie und Antrieb haben, mutiger sind und einfach so miteinander reden können...

24.07.2017 00:45 • #11



Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser


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