Pfeil rechts
6

xkolettax
Hallo,

seid zwei Wochen fühle ich mich antriebslos, müde, leer und unmotiviert. Jeder Tag ist gleich und hat keine abwechslung. Ich bin dauerhaft traurig und bekomme einfach so tränen in meinen Augen.
In der Uni ist auch etwas passiert was meine Situation verschlimmert hat.
Ich nehme Anti-Depressiva... Nur geht es mir Tag für Tag schlechter und ich weiß nicht was ich machen soll.
Durch meine Arbeit habe ich keine Zeit für Soziale Kontakte oder um mich für die Uni vorzubereiten. (Ich studiere Dual und habe Uni und Arbeit gleichzeitig).
Auf anfrage nach Hilfe an der Uni wurde ich ausgelacht und als "Mental & Körperlich Schwach" bezeichnet.
Mich belastet meine Situation sehr und ich finde keinen Ausweg daraus...

Kann mir jemand helfen, oder Tipps geben?

10.12.2017 13:12 • 24.12.2017 #1


6 Antworten ↓


Ich würde eine Auszeit nehmen und diese Zeit nutzen,um zu überlegen,was zu tun ist.

Wie lange nimmst Du das Medikament schon?
Wenn Du es schon länger als 4 Wochen nimmst und Du Dich nicht besser fühlst,würde ich ein anderes nehmen.
Ich empfehle gerne Amitriptylin,man kann davon zwar zunehmen aber es wirkt sehr gut und zuverlässig.
Sprich mal mit Deinem Psychiater.

Dann solltest Du Dir überlegen,in eine psychosomatische Klinik zu gehen,in der Du mit Hilfe von Therapeuten herausarbeiten kannst,wie Du Deine Lebensqualität verbessern kannst.
Alternativ kannst Du Dich auf Listen von Verhaltenstherapeuten setzen lassen,falls Du nich in eine Klinik möchtest.

Möglicherweise hilft Dir auch eine Selbsthilfegruppe (besonders im Falle einer Auszeit) denn dort wirst Du verstanden und nicht auch noch als schwach bezeichnet.
Menschen,die noch nie eine Depression hatten,wissen einfach nicht,wovon sie reden.

10.12.2017 19:28 • x 1 #2



Antriebslosigkeit im Alltag

x 3


xkolettax
Vielen Dank für deine Nachricht!

Eine Auszeit hätte ich sehr gerne, jedoch habe ich keinen Urlaub mehr übrig, und ich weiß nicht ob mein Arzt mich krankschreiben würde..

Ich nehme Sertralin 50mg seid gut 2 Jahren, es gibt so phasen wie jetzt wo es mir so schlecht geht und dann verschwindet es wieder.. Aber diesmal habe ich das Gefühl das es dauerhaft anhält...
Die Idee mit einem neuen Medikament ist nicht schlecht, ich werde meinen Psychater mal darüber sprechen und mich mal beraten lassen...

Das mit einer Klinik war ich auch schon am grübeln.... Ich hatte es angesprochen, und muss auch nochmal mit meiner Hausärztin darüber sprechen. Ich denke, dass ich das mal bräuchte, um mich mal richtig damit zu befassen, was ich gegen machen könnte, woran es liegt etc.

In meiner nähe gibt es leider keine Selbsthilfe-gruppen, erst 50km von mir entfernt, leider habe ich keine Zeit so weit zu fahren...

Ich finde es schrecklich, dass man sofort in eine Schublade reingesteckt wird wenn man Depressionen erwähnt. Es wird so einfach geredet und als ob es nichts wäre..... Schrecklich...

11.12.2017 09:59 • x 3 #3


Zitat von xkolettax:
Durch meine Arbeit habe ich keine Zeit für Soziale Kontakte oder um mich für die Uni vorzubereiten. (Ich studiere Dual und habe Uni und Arbeit gleichzeitig).
Mich belastet meine Situation sehr und ich finde keinen Ausweg daraus...


@xkolettax

Ich weiß aus eigener sehr leidvoller Erfahrung was es heißt, neben dem Beruf sich noch weiterzubilden und über mehrere Semester ein Studium zu machen.
Ich vermute Du bist an der Fernuni?
Wie dem auch sei... ich kann Dir nur raten Hausarzt und Psychiater mit ins Boot zu nehmen. Wobei ich denke das der Psychiater die Belastung eher einschätzen kann.
Außerdem würde ich an Deiner Stelle versuchen, ein gesundes Gleichgewicht zwischen Job, Studium und sozialen Kontakten herzustellen. Auch wenn man das gerne nicht wahrhaben will... der Mensch braucht einfach Auszeiten vom Stress. Und die Anforderungen an der Uni sind schon nicht zu unterschätzen. Die Idee mit der Auszeit... ist nicht verkehrt... oder versuch jetzt mal über die Feiertage in Dich zu gehen und versuch ehrlich zu Dir selbst zu sein. Wo liegt die größere Belastung... was kannst Du tun, um dir vielleicht etwas Luft zu verschaffen. Und bau Dir auf jeden Fall ein, zwei Tage ein, wo Du Abends zur Ruhe kommen kannst. Der Ausgleich ist wichtig.

22.12.2017 14:35 • x 1 #4


Lina111
Hey

Ich kenne die Gefühle die du beschreibst nur zu gut.
Dass du denkst, dass es diesmal für immer anhält ist eben auch ein Symptom, ich habe das auch schon hinter mir..

Hast du mal über eine richtige Therapie bei einem Psychologen nachgedacht?
Nur mit Medikamenten verschwindet keine Depression.
Man muss auch lernen nämlich diese Gedanken wo man hat in einer Depression ins Positive versuchen umzuwandeln ,die ganzen negativen Gedanken wo man auch schon vor der Depressionen hatte zu erkennen; man muss erkennen was das Ganze überhaupt ausgelöst hat.
Medikamente können immer nur unterstützen ,aber nie heilen!
Heilen kannst nur du dich selbst.
Ich wache momentan auch wieder manchmal morgens mit so einem ganz traurigen Gefühl auf und da ist so eine schwere auf meiner Brust.. Ich kann mich entscheiden: ich bleibe liegen und denke mir ich bin für immer in diesen schei. Depressionen gefangen oder ich stehe auf und sage mir, dass ich kein Opfer der Umstände bin ,dass ich es in meiner Hand habe glücklich zu werden und auch die Depression zu besiegen und wenn ich heute nur einmal gelacht habe ist das schon ein großer Schritt.

Ich würde dir auch raten erstmal eine Auszeit von der Uni zu nehmen um einfach mal zu dir selbst zu kommen fang mal an alles zu überdenken, fang mal an zu dir zu finden.
Und was bringt es dir wenn du dann weiter studierst und du die ganze Zeit unglücklich bist ...Dann gönn dir lieber mal eine Auszeit und der Arzt wird dich garantiert krank schreiben..
Eine Depression ist immer eine Arbeit an sich selbst und du kannst nicht dein Leben einfach so weiterleben wie als ist nichts, denn das Leben was du jetzt führst hatt dich höchstwahrscheinlich dahin getrieben bzw vielleicht schon früher was mal war ,was vielleicht noch nicht aufgearbeitet ist und nur Medikamente wie gesagt bringen auf Dauer rein gar nichts.

Liebe Grüße

22.12.2017 15:25 • x 1 #5


caduceus
Zitat von xkolettax:
Hallo,

seid zwei Wochen fühle ich mich antriebslos, müde, leer und unmotiviert. Jeder Tag ist gleich und hat keine abwechslung. Ich bin dauerhaft traurig und bekomme einfach so tränen in meinen Augen.
In der Uni ist auch etwas passiert was meine Situation verschlimmert hat.
Ich nehme Anti-Depressiva... Nur geht es mir Tag für Tag schlechter und ich weiß nicht was ich machen soll.
Durch meine Arbeit habe ich keine Zeit für Soziale Kontakte oder um mich für die Uni vorzubereiten. (Ich studiere Dual und habe Uni und Arbeit gleichzeitig).
Auf anfrage nach Hilfe an der Uni wurde ich ausgelacht und als "Mental & Körperlich Schwach" bezeichnet.
Mich belastet meine Situation sehr und ich finde keinen Ausweg daraus...

Kann mir jemand helfen, oder Tipps geben?


Hallo - ich kenne das auch. Bis letztes Jahr hatte ich auch so eine Doppelbelastung Studium/Arbeit und bei mir kam hinterher die große Erschöpfung. Ich würde mir an Deiner Stelle mehr Hilfe holen als nur Medikamente, sprich: Beratung/Therapie.
Wenn man zu wenig in soziale Kontakte gehen kannst (was ich hier rauslese), mag man dazu neigen, viel mit sich alleine aus zu machen. Jdf. war das bei mir so. Auf der anderen Seite ist doch toll, dass Du Kontakt suchst und zwar in einem Forum, wie hier. Such Dir nette Menschen, die helfen können und Dich nicht herabsetzen, wenn es Dir schlecht geht und mach Dir klar, dass Du daran keine Schuld hast, wenn Depris da sind. Guck einfach weiter und bleib im Forum aktiv. Ich kenne Studienberater, als auch Therapeuten, die viel mit stressgeplagten und depressiv verstimmten Studenten zu tun haben. Hat die Uni keine psychologische Beratung für Studenten? Lass von Dir hören
LG, C.

22.12.2017 18:06 • #6


strettonsel
Sehe ich auch so, letztlich sollte man auf jeden Fall in sich hinein hören was man denn braucht und was man denn mag, wer einem auch helfen kann, reicht es wenn einen Freunde begleiten, oder sollte man eher auf professionelle Hilfe vertrauen, beides ist gut aber ich kann auch sagen letzteres ist nicht verkehrt, es ist eine aussenstehende Person, die einfach einen anderen zugang hat.

24.12.2017 01:21 • #7




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser