App im Playstore
Pfeil rechts
27

Hallo zusammen,

eigentlich wollte ich mir heute nach der Arbeit etwas Gutes tun. Ich bin mit dem Zug nach Bielefeld gefahren, habe mir den neuen Formel-1-Film im Kino angeschaut – ein Film, auf den ich mich wirklich gefreut hatte. Der Abend war eigentlich schön, der Film war klasse, das Kinoerlebnis auch. Und trotzdem hat es mich danach komplett runtergezogen.

Auf dem Rückweg vom Hauptbahnhof war ich erstmal kurz überfordert, weil ich mich nicht zurechtgefunden habe. Zum Glück war jemand am Infoschalter, der mir weiterhelfen konnte. Aber es blieb keine Zeit mehr, noch schnell bei McDonald's was zu essen – was ich mir auch irgendwie vorgenommen hatte. Dann saß ich im Zug an einem Vierersitz, und neben mir hat sich ein Paar hingesetzt, das sehr verschmust hatte ich habe mich extrem unwohl gefühlt und bin dann weggegangen.

Als ich wieder in meiner Heimatstadt war, hat mich plötzlich ein tiefes Loch verschluckt. Alles Schöne vom Tag war weggewischt, als hätte es nie stattgefunden. Ich fühle mich so unendlich allein. Ich wohne aufgrund eines wohnlichen notfalls wieder (ich hatte keine Wahl) bei meinem Vater, der kontrollierend und narzisstisch ist. Ich habe keinen sicheren Rückzugsort, kein Zuhause im eigentlichen Sinne. Auch auf der Arbeit habe ich Schwierigkeiten, Stress mit Kollegen, ständig Druck. Ich bin nur noch am Kämpfen – jeden einzelnen Tag. Und ich habe niemanden, der mir den Rücken stärkt. Wirklich niemanden nicht mehr Familie oder Freunde.

Ich glaube an Gott, seit ich denken kann, habe ihm immer treu gedient, war loyal, habe versucht, nach Jesus zu leben – ehrlich und von Herzen. Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass Gott schweigt. Dass er mich ignoriert. Dass ich alles gebe, aber nichts zurückbekomme. Ich frage mich, warum andere Menschen ein gesegnetes Leben führen dürfen – mit Liebe, Familie, Geborgenheit – und ich scheinbar nicht. Ich bin jetzt 32. Wie lange noch?

Ich bin so müde. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich weiß, das klingt alles dramatisch, aber es ist einfach meine Realität gerade. Vielleicht ist hier jemand, der sich ähnlich fühlt oder gefühlt hat .

Danke fürs Lesen

06.08.2025 21:25 • 11.08.2025 x 3 #1


28 Antworten ↓


Hi, das tut mir leid zu lesen.
Ich lebe ebenfalls komplett zurück gezogen.
Wenn auch in meinen eigenen 4 Wänden.
Ich denke das wird nicht auf Dauer so bleiben. Sieh das mit seinem Vater vielleicht erstmal als Interimslösung.
Ich weiß wie schwierig es mit Narzissten sein kann.
Analog zu dem was du zur Arbeit schreibst, auch ich hatte in der Schule mobbingerfahrung.
Ich glaub ich kann mir in ungefähr vorstellen wie es dir geht.
Wichtig ist dir zu sagen, dass all das nicht in Stein gemeißelt ist.
Ja, jetzt ist alles Mist- aber das muss nicht so bleiben.
Du sitzt jetzt grade im tief, da erscheint einem alles doppelt bedrohlich.
Wahrscheinlich War das turtelnde Pärchen da eine Art Katalysator der all das zu Tage gefördert hat. Da wird einem klar wie allein man sich fühlt. Ich hab zumindest noch meine Eltern, Freunde 0

A


Nach einem schönen Tag ein tiefes Loch

x 3


Hallo. Tut mir leid dass du gerade so leidest und nach dem eigentlich schönen kinobesuch nun so traurig bist.
Dieses täglich kämpfen müssen kann ich dir sehr gut nach empfinden und ich glaube auch viele andere hier.
Wie kam es dass du keine Freunde und Familie hast?
Vielleicht hilft es dir dich hier im Forum zu unterhalten und mal alles raus zu lassen.
Du schreibst ja eindeutig dass du mit deiner Lebenssituation unzufrieden bist. Gibt es denn Möglichkeiten diese Dinge zu verändern? Klar kann man jetzt keine Liebe irgendwo erzwingen. Mit 32 bist du aber auch noch kein hoffnungsloser Fall. Und manchmal kommt das von heute auf morgen.
Aber alles andere.. Kannst du den Job wechseln? Kannst du bald wieder ausziehen? Ich finde diese Dinge zu verändern die einen belasten, das bringt das allermeiste. Klar ist es nicht einfach. Aber wir führen unser Leben, wir schreiben die Geschichte. Keiner kann einen zwingen irgendwo zu arbeiten oder zu leben wo man sich nicht wohl fühlt. Ich habe schon ein paar mal einen krassen Neuanfang gewagt und es hat mir immer viel neuen frischen Lebrnswind gebracht. Vieles andere fügt sich dann von selbst. Vielleicht finden sich dann auch neue Freunde und ähnliches.

Hallo Sang-woo-Han,

willkommen hier im Forum.

Wenn Du nach einem schönen Tag in Bielefeld zuhause wieder alleine bist, kann ich verstehen,
dass sich dies nicht immer gut anfühlen wird. Wenn man dann nochmal jemand zum reden hat,
fühlt sich der Tagesabschluss sicher besser an.

Auffallend finde ich, dass Du schreibst.

Zitat von Sang-woo-Han:
Auch auf der Arbeit habe ich Schwierigkeiten, Stress mit Kollegen, ständig Druck.

Zitat von Sang-woo-Han:
Ich bin nur noch am Kämpfen – jeden einzelnen Tag.

Was ist denn da los an Deiner Arbeitsstelle? Magst Du darüber mal ein bisschen erzählen?
Warum musst Du da kämpfen? Hat das nur mit der Situation an dem Arbeitsplatz zu tun?
Oder findest Du es allgemein eher schwierig mit anderen Menschen zurechtzukommen?

Zitat von Sang-woo-Han:
Und ich habe niemanden, der mir den Rücken stärkt. Wirklich niemanden nicht mehr Familie oder Freunde.

Das kann ich verstehen. Solange Du aber keinen Menschen als Bekannte oder Freundin findest,
ist das eher etwas schwierig.
Gut wäre es natürlich auch, wenn Du Dir Dein Selbstbewusstsein etwas verstärkst, damit Du Dir
bei Streit und Auseinandersetzungen immer auch einmal selbst Deinen Rücken stärken kannst.

Viele Grüße
Bernhard

@kedici es ist schwer zu sagen einige aus meiner Familie haben mir den Rücken gekehrt und leider musste ich einigen selber den Rücken kehren um mich selber zu schützen.
Meine Freunde die ich früher hatte haben sich nach und nach von mir entfernt.
Sie hatten mir gesagt dass sie verärgert sind dass ich an Veranstaltungen aufgrund meiner Erkrankung nicht mitmachen konnte und ich hatte sie immer aufgeklärt damit sie das zwar nicht nachempfinden müssen aber zumindest verstehen.

Ich bin schon seit zwei Jahren auf wohnungssuche und die wohnungssuche ist naja ich wünschte es wäre besser.
Die Sache ist ich möchte nicht einfach eine Wohnung oder meine vier Wände haben sondern ich wünsche mir eine Wohnung die ich mein Zuhause nennen kann wo ich zur Ruhe kommen kann und wo ich nicht terrorisiert werde wie in meiner damaligen Wohnung.

Mein Job möchte ich ungerne wechseln weil ich meinen Job sehr mag ich arbeite mit Pferden zusammen und ich hatte aufgrund eines Angriffs von einem Arbeitskollegen schon mein damaligen Job gewechselt weil es Täter Opfer Umkehr gab.
Ich habe kurz gesagt bei mir auf der Arbeit ein Arbeitskollegen der jeden anpöbelt und mich provoziert er unterschwellig und ich kann mich nicht dagegen wehren weil ich nicht ernst genommen werde

@Hotin Leider gibt es dort einen Kollegen, der mich regelmäßig provoziert, beleidigt und auch schon sexuell unangemessene Bemerkungen gemacht hat. Ich habe versucht, Hilfe zu bekommen, aber oft werde ich nicht ernst genommen – stattdessen wird sein Verhalten verharmlost. Ich kämpfe darum, respektvoll behandelt zu werden und nicht ständig die Rolle der 'Überempfindlichen' zugeschoben zu bekommen. Es geht mir also nicht darum, generell mit Menschen nicht zurechtzukommen – sondern darum, dass ich mich dort psychisch nicht sicher fühle.“

Das klingt alles sehr verfahren. Wenn dir die eigentlich schöne Arbeit verdorben wird, dann wird das auch in Zukunft nicht anders sein. Mit so einem Arbeitsklima lässt es sich nicht glücklich werden. Ist deine jetzige Stadt Heimat für dich oder könntest du einen Neuanfang woanders starten?
Als wiederkehrenden Standardtipp empfehle ich immer auch den Besuch einer Selbsthilfegruppe mit Betroffenen, das fördert auch erste soziale Kontakte.

Zitat von Sang-woo-Han:
Leider gibt es dort einen Kollegen, der mich regelmäßig provoziert,

Leider gibt es immer wieder mal solche Menschen. Wenn ich Dich richtig verstehe, ist er ein
ein Kollege. Du brauchst von ihm aber keine Anweisungen annehmen?
Somit könntest Du auch sehr distanziert, also fast unfreundlich zu ihm sein?

Zitat von Sang-woo-Han:
Ich kämpfe darum, respektvoll behandelt zu werden und nicht ständig die Rolle der 'Überempfindlichen' zugeschoben zu bekommen.

Na klar. Nur kannst Du die Wesensart Deines Kollegen nicht ändern. So wie Du auch Deine Wesensart
nicht ändern must.
Du könntest aber Dein Verhalten ihm gegenüber deutlich kälter gestalten oder nicht?

Zitat von Sang-woo-Han:
sondern darum, dass ich mich dort psychisch nicht sicher fühle.

Wie genau meinst Du das?

@Hotin
**„Ich verstehe, dass du versuchst, das sachlich zu betrachten. Aber mir geht es nicht einfach darum, jemandem gegenüber distanziert oder kühl zu sein – sondern darum, dass ich mich über längere Zeit wiederholt unwohl, bedroht und provoziert gefühlt habe. Das hat für mich nichts mit 'Gefühlsbewertung' zu tun, sondern mit einer tatsächlichen Belastung, die auch andere mitbekommen haben.
Es geht mir nicht darum, dass ich ihn ändern will. Ich will nur, dass mein Erleben ernst genommen wird und dass ich mich auf der Arbeit sicher fühlen kann – und nicht dauerhaft mit unterschwelliger Feindseligkeit, Grenzverletzungen oder sogar sexuellen Kommentaren umgehen muss.
Deshalb ist es für mich eben nicht damit getan, 'kälter' zu werden oder ihn zu ignorieren. Ich möchte geschützt sein – nicht gefühllos werden müssen

Zitat von Sang-woo-Han:
Ich glaube an Gott, seit ich denken kann, habe ihm immer treu gedient, war loyal, habe versucht, nach Jesus zu leben – ehrlich und von Herzen. Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass Gott schweigt. Dass er mich ignoriert. Dass ich alles gebe, aber nichts zurückbekomme.

Ich kann dir sagen warum: es gibt keinen Gott. Sehr vielen Menschen geht es gut, obwohl (oder weil) sie nicht glauben und so leben, wie es ihnen gefällt.

Zitat von Sang-woo-Han:
Ich frage mich, warum andere Menschen ein gesegnetes Leben führen dürfen – mit Liebe, Familie, Geborgenheit – und ich scheinbar nicht. Ich bin jetzt 32. Wie lange noch?

Es gibt jede Menge Menschen, die das auch alles nicht haben.

@Sang-woo-Han
Gibt es auch nette Leute in der Gruppe ? Könntest du dir einen Verbündeten suchen? Einzelpersonen sind leichte Opfer für angriffslustige Menschen.
Gibt es an deinem Arbeitsplatz eine Gewerkschaft , an die du dich wenden kannst ?
Jesus : Ich bin auch bekennende Christin . Wenn aber Jesus dein Vorbild ist , denk daran , welches Ende er nahm.
Da du sehr religiös bist , könntest du diesbezüglich einmal ein Gespräch mit einem Pfarrer suchen. Die haben zum Teil sogar eine Ausbildung in Psychotherapie. Es gibt hier auch solche mit gesundem Menschenverstand und solche , die man besser meidet.
Auch empfehle dir eine Art von Coaching. Das gibt es sogar an den Volkshochschulen. Ein Thema wäre : Umgang mit schwierigen Arbeitskollegen . Da könntest du Wichtiges für dich lernen.

Wenn dein Arbeitgeber nicht handelt und es wiederholt zu sexuellen Belästigungen und ähnlichem kommt, kann man sich dann nicht sogar schon an die Polizei wenden? Zumindest würde ich damit drohen wenn er es nicht sein lässt. Bzw. mit persönlicher Strafanzeige. Soll sich einfach von dir fernhalten.
Ich verstehe dass du den Job magst, aber so ist es ja auch kein Zustand oder? Entweder musst du hier wirklich härtere Maßnahmen ergreifen und dich noch mehr durchsetzen oder du musst dir einen ähnlichen job in einem anderen Ort suchen.
Bist du auch so ein zurückhaltender Mensch? Ich bin in der Regel auch sehr freundlich und zurückhaltend. Oft nehmen einen die Leute dann nicht ernst, aber wenn mir was richtig gegen den Strich geht und meine Grenzen übertreten werden kann ich richtig zornig werden und dann werde ich sehr deutlich. Wie Hulk Und was meinst du wie die Leute einen dann doch ernst nehmen und einen in ruhe lassen.
Oftmals ist leider so dass Frauen nicht ernst genommen werden oder dann als zickig oder sonst was abgestempelt werden. Aber das ist mir egal, wenn ich dann irgendwann laut und unangenehm werde dann möchten die das auch nicht. Ist schon etwas abschreckender für die Leute. Manche kapieren es anders einfach nicht. Da fehlen entsprechende Grhirnwindungen.

@sang -woo-Han :
Du lebst bei deinem Vater. Es ist nicht selbstverständlich , dass der erwachsene Sohn dort einziehen darf.
Eure Beziehung dürfte auch nicht optimal sein.
Da gäbe es auch viel zu klären und zu bearbeiten.

Zitat von Elisabeth71:
@sang -woo-Han : Du lebst bei deinem Vater. Es ist nicht selbstverständlich , dass der erwachsene Sohn dort einziehen darf. Eure Beziehung dürfte ...

Laut profil ist sie weiblich..
Selbstverständlich vielleicht nicht aber ich kenne glaub ich niemanden der nicht im Notfall von seinen Eltern aufgenommen werden würde.

Zitat von Kedici:
Laut profil ist sie weiblich.. Selbstverständlich vielleicht nicht aber ich kenne glaub ich niemanden der nicht im Notfall von seinen Eltern aufgenommen werden würde.

In der Regel ist das so. Das erwachsene Kind sollte das aber anerkennen. Der Vater kann also nicht nur böse sein.
Ja , Frauen werden leider besonders häufig sexuell belästigt bzw. heruntergemacht.
Einen Vorgesetzten muss es in jedem Arbeitsverhältnis geben. Der hätte die Pflicht , sich um das Problem zu kümmern.

@Sang-woo-Han : Leider weiß ich erst jetzt , dass du weiblich bist.
Ich besuchte in meinen aktiven Jahren viele Seminare speziell für Frauen. Leider haben es schüchterne , zurückhaltende junge Frauen oftmals schwer am Arbeitsplatz.
Gerade deshalb gibt es aber auch auf Frauen abgestimmte Hilfsangebote.

@Sang-woo-Han

Ich glaube nicht,dass Gott uns vergessen hat,wenn es uns nicht gut geht.
Glaube eher,er macht uns auf Missstände aufmerksam,so dass wir über den eigenen Leidensdruck einen Handlungsimpuls bekommen.
Das tut zwar im ersten Moment weh,ist aber immens hilfreich,weil es uns aus destruktiven Strukturen heraus führt.

Ich glaube auch nicht,dass Deine Situation absolut verfahren ist bzw.,wenn man sich verfahren hat,kann man neue Routen suchen.

Für mich ist immer wichtig,einen Plan zu haben.
Also was möchte ich und wie komme ich konkret dahin.

Eigene Wohnung ist ein guter Plan aber denke vielleicht in kleineren Schritten:

Zunächst einmal überhaupt eigene 4 Wände haben um den Rückzugsort zu sichern,weil das ist wirklich wichtig (Prioritäten setzen).
Wenn man zur Ruhe kommt,kommt man auch viel leichter auf Lösungen.
Und die Situation mit Deinem Vater tut Dir gar nicht gut aber das ist veränderbar.

Also vielleicht für den Anfang erstmal nur ein kleines Apartment/Zimmer anvisieren aber es ist dann DEINS.

Zu Deiner Situation bei der Arbeit:

Es geht hierbei um Abgrenzung und das ist ein ganz zentrales Thema,wenn es um das eigene Wohlbefinden/die eigene Lebenszufriedenheit geht.

Weil wenn man nicht lernt sich abzugrenzen,werden die eigenen Grenzen immer wieder überrannt und andere Menschen spüren intuitiv mit wem sie es machen können und es wird Dir immer wieder passieren,wenn Du da für Dich keinen effektiven Umgang mit findest und der lautet wie folgt:

Es gibt 2 Arten der Abgrenzung:

Innere Abgrenzung und äussere Abgrenzung.

Bei der inneren Abgrenzung entscheidest Du Dich ganz bewusst dafür,diesem Menschen keine Macht mehr über Dich zu geben.
Das bedeutet nicht,dass Du kalt werden musst.
Es bedeutet lediglich,dass DU über Dein Befinden entscheidest und niemand sonst.

Bildlich gesprochen bedeutet das: Er stellt Dir eine Palme hin aber Du steigst nicht drauf und lässt Dich nicht drauf ein.
Das ist Übungssache.
Aber Dein Gegenüber wird ganz schnell merken,dass er damit nicht mehr landen kann.
Er wird es vielleicht noch ein paarmal austesten/probieren aber wenn Du konsequent bleibst,wird er sich andere suchen,mit denen er leichteres Spiel hat.

Dazu musst Du auch gar nicht viel sagen oder tun,es reicht vollkommen aus,für Dich innerlich zu beschliessen,dass Du Dich von ihm nicht mehr triggern lässt.
Das bedeutet,die Macht über sich selbst und die eigenen Gefühle wieder zu gewinnen.

Und wenn es nicht gleich klappt,ärgere Dich nicht über Dich selbst,Veränderungen im Denken brauchen Zeit bis sie etabliert sind aber es sind die einzigen Veränderungen,die langfristig und tief wirksam sind weil sie nicht abhängig sind vom Verhalten anderer.

Ausnahme: sexuelle Belästigung/Bedrohung:
Polizei einschalten,mindestens aber den Ort des Geschehens verlassen und sich sofort krank schreiben lassen und dem Arzt genau schildern,warum (äussere Abgernzung).

Es ist schade um diese Arbeitsstelle aber auch hier wieder Prioritäten setzen.
Was nützt Dir die geliebte Arbeit mit den Pferden,wenn das Arbeitsumfeld toxisch ist.

Regel Nummer 1 : Selbstschutz und Selbstfürsorge.

Also: Step by Step raus aus den ungesunden Strukturen und rein in ein freudvolles Leben!

Ja,das kostet anfänglich Energie und auch Abschied von Gewohntem aber ich glaube,das würde sich für Dich am Ende doppelt und dreifach auszahlen.
Mitglied werden - kostenlos & anonym

Nachtrag:

Zum Thema (konkreten) Plan machen:

Schreibe es Dir auf,möglichst kurz und knapp.
Weil damit beginnt die Realisierung.

Als Beispiel:

1. Rückzugsort schaffen
2. Palmen erkennen und stehen lassen.


Das legst Du Dir an einen Platz,an dem Du es immer sehen kannst.

Von diesem Punkt aus endet die Hilflosigkeit und das Gefühl das Ausgeliefert- Seins.




Zitat von Sang-woo-Han:
„Ich verstehe, dass du versuchst, das sachlich zu betrachten.

Bitte überlege mal. Wie sollte ich das anders als sachlich betrachten können?

Zitat von Sang-woo-Han:
sondern darum, dass ich mich über längere Zeit wiederholt unwohl, bedroht und provoziert gefühlt habe.

Zitat von Sang-woo-Han:
Das hat für mich nichts mit 'Gefühlsbewertung' zu tun, sondern mit einer tatsächlichen Belastung,


Wodurch und ab wann man sich provoziert fühlt und ab wann Du Dich bedroht fühlst, ist schon
eine Bewertung von Dir. Die Grenze dafür ist nicht eindeutig festzulegen. Nicht jede Person fühlt
sich von den gleichen Worten ernsthaft bedroht. Und was eine Beleidigung ist, bewerten Menschen
auch nicht immer genau gleich.
Du erwähnst, dass Du Christin bist. Ist das auch ein Hinweis darauf, wo etwa Deine persönlichen
Grenzen für Beleidigung und Bedrohung liegen?

Es sei denn, eine andere Person bekommt mit, wie Dein Kollege sich Dir gegenüber eindeutig beleidigend und bedrohend verhält. Dann kannst Du Deinen Arbeitgeber darauf ansprechen und verlangen, dass Dein Kollege das unterlassen soll.
Sexuelle Belästigungen gehen natürlich gar nicht.

Zitat von Sang-woo-Han:
und nicht dauerhaft mit unterschwelliger Feindseligkeit, Grenzverletzungen oder sogar sexuellen Kommentaren umgehen muss.

Wo Grenzverletzungen beginnen, darüber kann und sollten wir diskutieren. Deswegen hatte ich auf die
sachliche Betrachtung hingewiesen.
Ich finde @Flame hat das sehr gut formuliert.

Zitat von Flame:
Weil wenn man nicht lernt sich abzugrenzen,werden die eigenen Grenzen immer wieder überrannt und andere Menschen spüren intuitiv mit wem sie es machen können und es wird Dir immer wieder passieren,wenn Du da für Dich keinen effektiven Umgang mit findest


Zitat von Sang-woo-Han:
Es geht mir nicht darum, dass ich ihn ändern will.

Das weiß ich. Aber weil Du ein negatives Verhalten, gerade wenn es unterschwellig abläuft,
kaum abstellen kannst, kann es Dir vielleicht helfen, wenn Du bei Deinem Chef um Unterstützung
bittest oder versuchst, bei Deinem Kollegen andere Grenzen zu setzen, wenn er sich in Deiner
räumlichen Nähe befindet.

Sich abzugrenzen heißt aber auch nicht seine Grenzen für andere zu verschieben. Wenn ich jemandem deutlich mitteile dass mich etwas stört, dass es über meine Grenze geht, ich mich davon belästigt fühle dann hat der andere das zu respektieren. Besonders in einem Arbeitsumfeld wo man zuzammen klar kommen muss. Da muss ich doch nicht absichtlich drauf rum trampeln. Und wenn bei jemandem die Grenze sehr früh anfängt sollte das auch akzeptiert werden und nicht in Mobbing und Unterdrückung enden.
Ich finde es nicht in Ordnung dass Menschen immer auf einem rum trampeln und damit weiter kommen und man selbst immer wieder einfach seine eigenen Emotionen zurück stellen soll. Wo führt das hin? Frauen machen und tolerieren schon viel zu viel für die männliche Akzeptanz/Zustimmung /Anerkennung. Wenn einem dieses Verhalten erstmal bewusst wird ist es absolut unerträglich.

A


x 4


Pfeil rechts




Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
App im Playstore