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Alone-Child

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Hallo, Ich habe zu meiner Diagnostik, kognitive Beeinträchtigung bekommen und mach mir nun doch ein wenig Sorgen, nach 8 Monaten Depression hat sich daran nichts verbessert. Ich bin 47 und habe rezidierende Depressionen. Kann mir. vielleicht jemand schreiben, ob meine Sorgen berechtigt sind, nicht gesund zu werden und demzufolge nicht mehr arbeiten zu können? Danke schonmal und ein schönes Osterfest für euch.

Alone child

28.03.2019 #1


33 Antworten ↓
la2la2

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Zitat von donmartin:
In den letzten 20 Jahren war ich bis auf ca. 6 Jahre durchgehend bei einer Therapeutin in VerhaltensTherapie.

Shocked Wahnsinn, dass du 14 Jahre zur gleichen Therapeutin tingelst und es nichts bringt. Hast du schonmal darüber nachgedacht es mal bei einem anderen Therapeuten oder Therapeutin zu versuchen? Du hast freie Arztwahl und Therapeutenwahl in Deutschland. Nach 14 Jahren sollte man sich mal fragen: Liegt es an der Therapeutin, dass es nichts bringt oder möglicherweise daran, dass es vielleicht garkein psychisches Problem ist, was da "behandelt" wird?

Zitat von donmartin:
Psychologische Tests gab es nie.

Ein Skandal, dass man dich in den 15 Jahren (seitdem du arbeitsunfähig bist), kein einziges mal zum Neuropsychologen/Neuropsychologin geschickt hat! Ein guter Neuropsychologe kann nach 1-2h Tests sehr genaue Aussagen darüber treffen, wie stark deine "kogntiven Einschränkungen" sind. Und vor allem kann er/sie nach den Tests sehr genau sagen, ob eher die Konzentration, Kurzzeitgedächntnis, leichte Ablenkbarkeit, usw. usf. das Hauptproblem sind. Und anhand der Ergebnisse kann man dann weiter sehen, ob es "Muster" gibt, die für bestimmte Krankheiten sprechen....

Und dann ist es nach 15-20 Jahren Paroxetin vollkommen unmöglich einzuschätzen, ob die Tabletten dir eher nutzen oder sogar schaden. Verwirrtheit ist schließlich eine mögliche Nebenwirkung von Paroxetin (erst recht bei der Höchstdosis). Da ist die Frage, wie dein Zustand allgmein ist: Ob der sehr "problematisch" ist bezüglich Eigengefährdung? Wenn nicht, könntest du überlegen mal ganz LANGSAM (!) über viele Monate das Paroxetin zu reduzieren. Wirklich ganz langsam in kleinsten Schritten (vll. 5mg pro Monat)..... Und schauen, was sich dadurch verändert/verschlechtert/verbessert....

08.03.2019 17:16 • x 3 #25


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A


Kognitive Beeinträchtigung

x 3


Cloudsinthesky

Cloudsinthesky
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Zitat von Sara80:
Das Problem, einfachste Zusammenhänge oft nicht zu verstehen und ein schlechtes Erinnerungsvermögen habe ich auch. Ich glaube nicht das es durch Medikamente hervorgerufen ist, sondern eine Folge der Depressionen. Ich habe das mehrfach gelesen, das Forschungen Veränderungen am Gehirn nachgewiesen haben. Würde mich jedoch auch interessieren ob das regenerierbar ist.


Guten Morgen, habe jetzt nicht alles gelesen. Mach ich noch, aber möchte hier anknüpfen, weil ich euch etwas Mut machen möchte bezüglich des Gehirns

https://www.meditation-easy.com/de/blog ... -im-gehirn

Davon bin ich absolut überzeugt.

Ich leide seit 22 Jahren an dysthymia, hatte auch sehr tiefe Phasen, habe aber nie Medikamente genommen. Ich mache aber auch seit 15 Jahren Yoga und bin überzeugt, dass das mein ad ist. Zwar geht es mir damit auch nicht super, aber ich bin absolut sicher, dass meditation so hilfreich ist, wie beschrieben.

Als ich allerdings auf mein trauma gestoßen wurde 2017 ging das alles nicht mehr.
Jetzt langsam fange ich wieder an.

Diese kognitiven Beschwerden kenne ich. Das hatte ich monatelang und es bessert sich eigentlich erst seit Anfang des Jahres so langsam.
Also es kann besser werden.
Ich mache Therapie und seit zwei Wochen wieder Meditation und seit ein paar Tagen versuche ich immer wieder Yoga zu machen.

Ich weiß aber, als es mir so schlecht ging, bin ich fast verzweifelt, da ging einfach nichts, außer ein bisschen atmen, Qigong, spazieren, was ich täglich gemacht habe, obwohl ich oft extrem erschöpft war und auch jetzt bin ich noch viel benommen, vor allem am Morgen und sehr müde ständig. Das ich mich nicht mehr so dumm fühle, ist aber schon mal ein kleiner Schritt..

09.03.2019 10:36 • x 2 #28


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Schlaflose
Wie machen sich denn diese kognitiven Beeinträchtigungen bemerkbar?
Nimmst du Medikamente gegen die Depressionen? Oder was tust du sonst noch dagegen?
Ich hatte jahrelang rezdivierende Depressionen, aber kognitive Beeinträchtigungen hatte ich dadurch nicht. Eher hatte ich zeitweise welche vom Schlafmangel, durch die die Dperessionen erst ausgelöst wurden.

#2


Alone-Child
Hallo Schlaflose, ja, Ich nehme ADs, Ich tue mich schwer rational zu denken. Verstehe oft nicht was mir erklært wird. Frage oft nach. Denke verlangsamt . Erkenne Zusammenhänge oft nicht und komm mir oft richtig dumm vor, weil ich auch viel vergesse. Ich bin ziemlich verzweifelt

#3


Schlaflose
Wurde dir nicht vorgeschlagen, es mit einem anderen Medikament zu versuchen, wenn das, was du nimmst, keine Verbesserung bringt? Und was ist mit Therapie oder anderen Maßnahmen? Acht Monate Depression ist jetzt nicht sonderlich lang. Die Tochter meiner Freundin hat 6 Jahre ununterbrochen schwere Depressionen gehabt, hat Fluoxetin genommen, während der ganzen Zeit Therapie gemacht und einen Klinikaufenthalt hinter sich. Auch ihre Lebensumstände hat sie geändert. Jetzt erst scheint sie es überwunden zu haben.

#4


Alone-Child
Meine Ärztin ist diesmal echt ratlos, die ist der Meinung andere ADs würden auch nichts bringen. Krankenhaus hat nichts gebracht, wollte me Psychosomatische Kur, würde abgelehnt. Die meinte evt. Tagesklinik. Ich hätte schon oft Depressionen, 8 Monate ohne Besserung noch nie. Ich habe keinen Plan, merkt das und ist nun auch ratios. Hab so langsam das Gefühl, das mein inneres ICH nicht mehr will...

#5


D

Schwere Kognitive Defizite, normales Denken kaum möglic

Hallo in die Runde.
Ich stelle mich mal kurz vor:
Ich bin Ende 40 habe seit meiner Kindheit eine Angst-Zwangs und Depressionserkrankung entwickelt.Mit Mitte 20 begannen die Probleme im Beruf, den ich vor 15 Jahren aufgeben musste, weil ich einfach nichts mehr kapiert habe.
Das ist auch mein größtes Problem zur Zeit: in Gesprächen verstehe ich die einfachsten Zusammenhänge nicht.
Ich habe Angst, in einem demenzähnlichen Zustand zu bleiben.

Ich fühle mich distanziert zu all meinen Liebsten.Ich kann nur schwer an gemeinsame gute Zeiten anknüpfen, mich an vieles nicht mehr oder nur schwammig erinnern.


Ich kann die kognitiven Defizite nur schwer in Worte fassen. Aber es ist brutal und zieht mich noch mehr runter.
Medikamentös bin ich auf einem Serotonin  Wiederaifnahmehemmer eingestellt, seit kurzem ist ein atypischer Neuroleptikum dazugekommen.
Was mich total fertigmacht: ich denke, die jahrzehntelange Depression hat in meinem Gehirn unwiderbringliche Schäden angerichtet. So sehr ich auch strampele und gegen die Depression ankämpfe, gegen diese Schäden ist vielleicht nichts mehr  zu machen .Wissenschaftlich scheint es Belege zu geben, dass auch bei verbesserter Gemütslage im Gehirn ein Schaden zurückbleibt. Sei es eine Verminderung der grauen/weissen Hirnsubstanz.
Und da drehe ich mich im Kreis.
Kann sich das auch wieder verbessern?
Ich erlebe jeden Tag 100.000 mal, was ich Alles kognitiv nicht hinbekomme.
Ich habe auch in der Vergangenheit 2-3 Behandlungserfolg mit IMAP gehabt, auch da habe ich Bedenken, dass dieses Medikament mein Gehirn geschädigt hat.
Was denkt ihr darüber?
Ich freue mich über jede Antwort dazu.

x 1 #6


la2la2
Hey,
Zitat von donmartin:
Medikamentös bin ich auf einem Serotonin Wiederaifnahmehemmer eingestellt

Welches SSRI, welche Dosis und seit wann? Welche Medikamente hast du in den vergangenen 20-25 Jahren genommen - jeweils wie lang und welche Dosis?

Wann warst du das letzte mal im MRT? War dort alles OK?
Hast du Ärzte, die dich ernst nehmen und das mal objektiv getestet haben, wie stark deine kognitiven Einschränkungen sind?

Zitat von donmartin:
Das ist auch mein größtes Problem zur Zeit: in Gesprächen verstehe ich die einfachsten Zusammenhänge nicht.
Ich habe Angst, in einem demenzähnlichen Zustand zu bleiben.
Ich fühle mich distanziert zu all meinen Liebsten.Ich kann nur schwer an gemeinsame gute Zeiten anknüpfen, mich an vieles nicht mehr oder nur schwammig erinnern.

Wie hat sich das verändert, seitdem du ein Neuroleptikum schluckst? Welches überhaupt und welche Dosis?

#7


D
Paroxetin 50mg
seit wann?
Hm:-)
Mein Gedächtnis!
Seit ca 15-20 Jahren
Quetiapin 200mg seit.... 3-4 Wochen
Es scheint ein wenig zu beruhigen
CT und MRT plus EEG habe ich grade frisch machen lassen, genau wie in der Vergangenheit keine Auffälligkeiten

#8


la2la2
Hoppla! Seit 15-20 Jahren die Höchstdosis Paroxetin..... gesund ist das sicher nicht....
Quetiapin ist auch kein Smartie.....

1. Wie sieht das eigentlich mit Psychotherapie bei dir aus? Hattest du in den 20-25 Jahren denn mehrere ambulante Gesprächstherapien - sowohl Verhaltenstherapie als auch Tiefenpsychologisch? Stationäre Therapien?
2. Was haben die Therapien gebracht? Nennenswerte Erfolge?
3. Gab es in deiner Kindheit "echte" traumatische Belastungen oder ähnliches?

#9


D
Paroxetin habe ich "erst" seit 1 Jahr auf 50mg gesetzt, vorher 20mg.
Erhaltungsdosis quasi.
Sertralin habe ich 2mal probiert und nicht vertragen.
Eine stationäre Kur habe ich gemacht, hat leider eher Dinge verschlimmert.
Ambulant habe ich eine VerhaltensTherapie die ich letztes Jahr wiederaufgenommen habe,
Überlege zur Zeit , zu einem Experten für Zwänge zu wechseln.wobei ich die Depression bedrohlicher sehe 6nd vlt. tatsächlich eine tiefenpsychologische Therapie hilfreich wäre.
Echte traumata habe ich nicht erlebt. Ich habe mich in die Zwänge eingeschraubt und bis vor 15 Jahren mein Leben danach ausgerichtet über theoretisch zugezogene Krankheiten zu grübeln.

#10


la2la2
Zitat von donmartin:
Paroxetin habe ich "erst" seit 1 Jahr auf 50mg gesetzt, vorher 20mg.

Wie hat es sich seitdem verändert? Ist irgendwas besser/schlechter/anders geworden?

Zitat von donmartin:
Eine stationäre Kur habe ich gemacht, hat leider eher Dinge verschlimmert.
Ambulant habe ich eine VerhaltensTherapie die ich letztes Jahr wiederaufgenommen habe,
Überlege zur Zeit , zu einem Experten für Zwänge zu wechseln.wobei ich die Depression bedrohlicher sehe 6nd vlt. tatsächlich eine tiefenpsychologische Therapie hilfreich wäre.

Das ist garnicht gut und ziemlicher Ärztepfusch, dich 20-25 Jahre mit Pillen vollzustopfen, aber so gut wie keine Therapie zu veranlassen.....

x 1 #11


Sara80
Das Problem, einfachste Zusammenhänge oft nicht zu verstehen und ein schlechtes Erinnerungsvermögen habe ich auch. Ich glaube nicht das es durch Medikamente hervorgerufen ist, sondern eine Folge der Depressionen. Ich habe das mehrfach gelesen, das Forschungen Veränderungen am Gehirn nachgewiesen haben. Würde mich jedoch auch interessieren ob das regenerierbar ist.

#12


Luna70
Trainierst du denn gezielt dein Gedächtnis? Ich könnte mir vorstellen, dass man damit einiges erreichen kann. Auch bei Demenzkranken kann man ja noch ganz viel mit Ergotherapie usw. erreichen. Womit ich nicht sagen will, dass du Demenz hast, nur dass es Möglichkeiten gibt. Wink

#13


D
@Sara80
Willkommen im Club:-)

Ich finde es extrem erleichternd von einer ebenso Betroffenen zu hören.
Welches Ausmass hat das denn bei dir?
Magst du Beispiele schreiben?

#14


D
Zitat von Luna70:
Trainierst du denn gezielt dein Gedächtnis? Ich könnte mir vorstellen, dass man damit einiges erreichen kann. Auch bei Demenzkranken kann man ja noch ganz viel mit Ergotherapie usw. erreichen. Womit ich nicht sagen will, dass du Demenz hast, nur dass es Möglichkeiten gibt. Wink

Ich habe mit Achtsamkeits-Meditation gute Erfahrungen gemacht.
Beim Thema kognitives Training bin ich bisher nicht weit gekommen. Ich weiss nicht, wer so etwas anbietet.

#15


D
Zitat von la2la2:
Wie hat es sich seitdem verändert? Ist irgendwas besser/schlechter/anders geworden?


Das ist garnicht gut und ziemlicher Ärztepfusch, dich 20-25 Jahre mit Pillen vollzustopfen, aber so gut wie keine Therapie zu veranlassen.....


Schwer zu sagen , welchen Effekt das AD hat. Ich habe es in der akuten Krise vor einem Jahr hochgefahren. Therapie lief die letzten 20 bis auf 6 gute Jahre fortwährend.

#16


la2la2
Ich blick da nicht durch. verrückt
Erst schreibst du, dass du 1 Kur hattest und eine Therapie (also wohl 50 Sitzungen) und im letzten Jahr wieder was. Und jetzt schreibst du, dass du in den letzten 20 Jahren, 14 Jahre lang Therapie hattest und 6 Jahre keine Therapie.... Was denn jetzt?

Hmmm nochmal nachgelesen: Vor 15 Jahren wurden die kognitiven Probleme so stark, dass du arbeitsunfähig wurde. Dann hat man garantiert in den letzten 15 Jahren einige psychologische Tests mit dir gemacht, wie stark die kognitiven Einschränkungen bei dir sind oder? Was kam denn bei den Tests heraus? Schwere Einschränkungen? habe eine Idee

#17

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D
In den letzten 20 Jahren war ich bis auf ca. 6 Jahre durchgehend bei einer Therapeutin in VerhaltensTherapie.
Psychologische Tests gab es nie.

#18


G
Zitat von donmartin:
Quetiapin 200mg seit.... 3-4 Wochen

Wenn dir die Probleme in den letzten Wochen verstärkt aufgefallen sein sollten, könnte es vielleicht mit dem Quetiapin zusammenfallen?

Ich weiß nicht, wie dringend du die Medikation brauchst, aber vielleicht kannst du es ja reduzieren oder absetzen. Confused
Sprich mal mit deinem Doc drüber. Confused

#19


Luna70
Zitat von donmartin:
Beim Thema kognitives Training bin ich bisher nicht weit gekommen. Ich weiss nicht, wer so etwas anbietet.


Ich kenne mich auch nicht wirklich aus, aber eine Bekannte von mir ist Ergotherapeutin und sie behandelt Demenz-Patienten, macht entsprechende Übungen mit ihnen. Das bringt natürlich keine Heilung, aber eine Verbesserung der Situation.

Ich könnte mir vorstellen, dass dir das auch etwas bringt. Wenn du hauptsächlich zuhause bist, fehlen dir ja sicher Anreize.

Ich merke das sogar bei mir, obwohl ich ja berufstätig bin und da ständig neue Herausforderungen habe. Ansonsten fiel mir aber auf, dass ich mich nur noch in ausgetretenen Pfaden bewege. Stamm-Restaurant, Stamm-Schwimmbad, mit dem Hund immer den gleichen Weg, immer das gleiche kochen, Stamm-Geschäfte. Ich habe mir vor einigen Wochen vorgenommen, regelmäßig neues auszuprobieren und ich bilde mir ein, einen Effekt zu merken. Man soll gar nicht meinen, wie anstrengend das ist. Wink

x 1 #20


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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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