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DavideR


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Liebe Leute aus diesem Forum,
ich war bisher immer nur passiver Leser,
sowohl hier als auch auf bipolar.at (und ich erkenne
hier zumindest ein paar Nicks, die bei beiden Foren auftauchen wieder )

Ich bitte um Rat, weil mir mein Arzt selbst nichts konkretes raten
kann, und ich hoffe es ist legitim dies hier zu fragen.

Ganz kurz zu meiner Person: 35 Jahre und seit ca. 18 Jahren habe sich steigernde
starke Depressionen, leicht bipolarer Einschlag, Angststörungen – mehrere Antidepressiva hinter mir und im Moment gar keine mehr, weil alles nichts (oder nicht mehr) bringt.

Ich bin durch langes Suchen und gleichzeitig Zufall auf das Thema Ketamin (Ketanest) gestoßen – erst durch den populären Welt-Online-Artikel, und dann intensiv mit einer Ketamin-Studie aus Brasilien auseinander gesetzt, wo es um sublingual verabreichtes Ketamin geht. (http://ijnp.oxfordjournals.org/content/16/9/2111) – und sogar einmal alles komplett, mit ganz schöner Anstrengung, auf Deutsch übersetzt, da mein Arzt wenig Englisch kann. Durch sehr lange Gespräche mit meinem Arzt, habe ich jetzt schließlich 10 Ampullen Ketanest S á 5ml und pro Ampulle 25mg Esketamin.

Achtung, ich erwarte keine Dosierungs-Empfehlung (damit mein Post nicht gleich gelöscht wird), sondern erhoffe mir nur einen persönlichen Erfahrungsbericht.

Also, es geht um die Dosierung: Meines Erachtens kann ich nicht auf die Dosierungen von der oben genannten Studie zurück greifen, da Ketanest in verschiedenen Konzentrationen verschrieben werden kann.

Ich bin immer extrem vorsichtig mit neuen Medikamenten. Mein Ziel war es erstmal eine absolute Minimal-Dosis (auf einem Zuckerwürfel unter der Zunge zergehen zu lassen), um mich an die Wirkung herantasten zu können (Als Angstpatient habe ich natürlich auch immer Lorazepam zur Sicherheit in der Tasche).

Ich würde mich einfach nur sehr gerne über einen unverfänglichen Erfahrungsbericht bedanken,
entweder öffentlich, oder per PM.
Ganz vielen Dank
Daniel

18.09.2015 11:36 • #101


lisa49


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Hallo Zusammen,

habe jetzt 6 Infusionen Ketamin erhalten. Ich hatte zuvor immer so einen innerlichen Druck, Gefühl des gehetzt/getriebens seins. Dies ist schon nach der ersten Infusion verschwunden! Insgesamt blicke ich jetzt viel freundlicher in die Welt. Versuche nicht nur noch den Tag irgendwie rumzukriegen. Genieße Dinge, die ich vorher nicht mal wahrgenommen habe (wie niedlich mein Hund zu mir guckt, freundliche Begrüßungen auf der Straße etc.) Plötzlich dominiert nicht mehr nur der Gedanke irgendwie funktionieren zu müssen sondern eher: Was kann ich denn schönes Unternehmen? Hoffe der Zustand hält an!

21.05.2016 14:25 • x 3 #102


ThE-Joker

ThE-Joker


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@lisa49

Danke für deine Erfahrung, nimmst an einer Studie teil?

21.05.2016 20:15 • #103


ThE-Joker

ThE-Joker


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22.07.2016 01:28 • #104


ThE-Joker

ThE-Joker


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Ketamin-Therapie: Der kontrollierte Dro.rausch
Ein Kölner Anästhesist behandelt schwere Depressionen mit dem Narkosemittel Ketamin. In den USA ist die Methode bereits weit verbreitet. Wird sie halten, was Kranke sich von ihr erhoffen?


http://www.stern.de/gesundheit/ketamin- ... 43714.html

27.01.2017 18:03 • x 1 #105


Fabberlin


Ich bin auch an ketamin interessiert. Ich vermute aber, dass die Wirkung nur kurze Zeit anhält. Dann müsste man sich ja alle paar Tage eine Infusion geben. Halte ich für unrealistisch. Ausserdem vermute ich ein Suchtpotezial

28.01.2017 04:33 • #106


Fabberlin


Zitat:

4. Ich bezweifele, dass die herkömmlichen AD den "meisten Menschen" helfen, ich kenne keinen einzigen, dem sie je geholfen hätten und ich kenne eine Menge Depressive. Es gäbe Foren wie diese nicht, wenn die allenthalben anzutreffenden Heilsversprechen auch nur ansatzweise wahr wären, es fehlte nämlich dann der Bedarf, sich auszutauschen. Es ist eine Industrie, die uns das Geld aus der Tasche zieht, unsere Heilung wäre deren Super-Gau, also lässt man es.

5. Eine vermeintliche Wirkung sehe ich eigentlich nur bei den Benzodiazepinen, allerdings mit der geringfügigen Nebenwirkung, dass die Patienten mehr oder weniger innerlich enthauptet sind. Das gleiche gilt für Neuroleptika, auch damit findet das Leben nur noch im vegetativen Bereich statt.


Dito. Voll deiner Meinung! !

28.01.2017 04:51 • #107


ThE-Joker

ThE-Joker


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Zitat von Fabberlin:
Ich bin auch an ketamin interessiert. Ich vermute aber, dass die Wirkung nur kurze Zeit anhält. Dann müsste man sich ja alle paar Tage eine Infusion geben. Halte ich für unrealistisch. Ausserdem vermute ich ein Suchtpotezial



Es soll auch als Nasenspray kommen und das kann man sich dann alle 3 Tage sprayen.
Die Dosierungen sollen klein gehalten werden so das keine Sucht entsteht.
Alle 3 Tage Ketamin und keine Depression mehr ist doch vollkommen ok. Tabletten nimmt man doch auch jeden Tag und das sogar mehrmals, ein Nasenspray ist da dann praktischer und geht schneller.

28.01.2017 15:50 • #108


Fabberlin


Naja, so lange kann ich nicht mehr warten. Ich pfeife aus dem letzten Loch. Hab alle Antidepressiva durch und hatte auch schon EKT. Zur Zeit nehme ich Lyrika, Tavor und auch noch Seroquel. Nur um mich ruhig zu stellen. Aus Verzweiflung würde ich so ein Nasenspray selbst herstellen. Es gibt ja einschlägige Foren. Was soll man machen, wenns keine Alternativen mehr gibt?

24.02.2017 11:19 • #109


Bleitränen

Bleitränen


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Ketamin,ernsthaft?
Ich hau mir bestimmt kein Zeug rein ,welches Tierärzte vor einer OP verabreichen.
Das heilt nicht,das betäubt höchstens.
Eine Depression basiert auf tiefen inneren "Problemen" die einen GRUND haben.
Das ist nichts ,das aus dem Nichts kommt..auch wenn es zum "Nichts" führen mag.
Zur inneren Leere...
Schau dir mal die Leute an die sich Ketamin freiwillig geben.^^
Kann man meines Erachtens leicht mit Zombies verwechseln.
Depression ist doch kein Virus ,den man einfach so killen kann...Depression hat reelle Ursachen..da muss man sich mit auseinandersetzen!

24.02.2017 16:39 • #110


ThE-Joker

ThE-Joker


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Ließ dir mal die Berichte und Studien durch, es werden nur kleine Dosen verabreicht und hat mit der Wirkung, Ketamin als Dro. nichts zu tun.

24.02.2017 16:50 • #111


Fabberlin


@bleitränen:

Ich habe auch schon diverse Therapien hinter mir, z.B. 8 Jahre tiefenpsychologische. Da hab ich mich mehr mit mir auseinander gesetzt, als mir lieb war.
Davor hab ich 2 Jahre Verhaltentherapie gemacht. Am besten hat am Anfang eine Selbsttherapie geholfen. Die nennt sich "Redirecting Self Therapy", es müsste noch Artikel im Internet geben. Leider hat das nach ca. 4 Jahren auch nicht mehr geholfen. Alle meine Symptome kamen immer wieder zurück. Im Endeffekt arbeite ich schon über 10 Jahre an mir.

Achja Meditation und Geistheilung und christliche Heilprediger habe ich auch schon durch. Alles Scharlatane. Was du sagst, sind doch bloss Floskeln. Sich mit sich selbst auseinandersetzen. Wie soll das in der Praxis funktionieren? Und vor allen Dingen bei schweren Depressionen. Tut mir Leid, es ist Quatsch, was du da geschrieben hast. Ich glaube Mittlerweile, dass man mit selbst auseinandersetzen mehr kaputt macht, als man heilt. Wenn man Pech hat, kommen alte Kindheitsängste hoch oder andere Dinge. Von Retraumatisierungen ganz abgesehen.

Man öffnet sozusagen die Büchse der Pandorra. Ich habe meine Meinung nach vielen Selbstexperimenten mittlerweile geändert.

25.02.2017 15:09 • #112


petrus57

petrus57


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Hier noch mal was Neues über Ketamin:

https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/i ... acken.html

Schon ein paar Jahre älter:

https://www.aargauerzeitung.ch/leben/ge ... -126973068

Interessant fand ich, dass Hersteller jetzt über Ketamin in Form von Nasentropfen nachdenken.

Ketamin wirkt ja nicht wie AD über Serotonin und Dopamin sondern über Glutamat.

Habe Glutamat hier rumliegen. Ob eine Einnahme da was bringt? Aber ich denke da bekommt man wohl bloß das China Restaurant Syndrom.

19.11.2017 13:41 • #113


Dankwert


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Übrigens gibt es jetzt auch in Freiburg eine Praxis, die Ketamin gibt: http://www.ketamininfusion.net

05.01.2018 23:51 • #114


loudnhard


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Zitat von petrus57:
Hier noch mal was Neues über Ketamin:

https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/i ... acken.html

Schon ein paar Jahre älter:

https://www.aargauerzeitung.ch/leben/ge ... -126973068

Interessant fand ich, dass Hersteller jetzt über Ketamin in Form von Nasentropfen nachdenken.

Ketamin wirkt ja nicht wie AD über Serotonin und Dopamin sondern über Glutamat.

Habe Glutamat hier rumliegen. Ob eine Einnahme da was bringt? Aber ich denke da bekommt man wohl bloß das China Restaurant Syndrom.



Ist Glutamat Glutamin?

05.01.2018 23:56 • #115


Ratmad

Ratmad


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Hallo, kann jemand noch von Ketamin Therapie berichten, die in kurzer Vergangenheit abgeschlossen ist? Wo, was hat es gekostet, ob es gewirkt hat?

14.07.2018 23:39 • #116



Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser


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