Hallo Ihr Lieben, ich und meine Partnerin sind seit knapp fünf Jahren zusammen, und vor meiner Zeit hatte sie schon mal eine mittelgradige Depression diagnostiziert, die sie eigentlich recht gut in den Griff bekommen hat. Als wir uns kennen lernten, nahm sie bereits nichts mehr. Doch leider nimmt sie seit drei Monaten wieder Escitalopram 20mg Anfang schien alles gut doch leider merken wir mit der Zeit, dass sie komplett Gefühls taub wurde, manchmal hatte man das Gefühl, ihr ist alles komplett egal also beschlossen wir, das Medikament etwas runter zu setzen, leider ohne ärztliche Begleitung auf 10mg auch da schien alles recht, okay zu sein aber gut nach einer Woche nahm das Chaos seinen Lauf emotional total gereizt, wollte niemanden sehen bis auf die Familie. Mich meidet sie kontinuierlich und berichtete mir, dass sie sich nicht mehr sicher ist, ob sie überhaupt noch was fühlt für mich? Natürlich bin ich jetzt etwas durcheinander, weil das abrupt von heute auf morgen kam und seitdem ist unser Kontakt auch nur auf das nötigste reduziert da stellen sich einem schon ein paar Fragen. Womöglich ein neuer ? Liebt sie wirklich nicht mehr vorher waren wir Feuer und Flamme und das Medikament hat sie auch nur drei Monate genommen. Ich bin mit meinem Rad am Ende und hoffe, hier hat jemand Einen besseren Durchblick als ich, denn ich verstehe momentan gar nichts mehr. Legt sich das wieder bleibt das auf Dauer kehren Gefühle zurück vielen Dank euch und liebe Grüße
Hallo Torro ich kann dir vielleicht etwas helfen also ich bin mir ziemlich sicher das es momentan nicht an deiner Frau liegt sondern am Medikament und wieder die plötzliche Reduktion. Escitalopram ist ein Antidepressivum und lässt nun mal Emotionen abstumpfen und bei 20 mg nicht wenig. Dann wieder das plötzliche Reduzieren von 20 auf 10 ist absolutes Chaos für den Körper. Ich bin selber dabei dieses Medikament abzusetzen und zur Zeit auf 7 mg. Und aus eigener Erfahrung kann ich dir auch sagen das ein zu schnelles Absetzen ein völliges Gefühlschaos auslöst. Selbst nach nur drei Monaten kann so ein Entzug sehr hart sein. Und die Symptome die du bei deiner Frau beschreibst passen zu 100 %
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Escitalopram Gefühlskalt
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Torro234 Mitglied
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Hey, vielen Dank für die schnelle Antwort. Das erleichtert einen natürlich ungemein. Aber wie gesagt, es ist abrupt eine Verhaltensänderung, die man einfach nicht verstehen kann als einer der damit nicht in Berührung kam sie hat nächste Woche einen Termin beim Psychiater, wo sie hoffentlich wieder richtig eingestellt wird. Jetzt zu der Frage da du dich auch mit auskennst, stabilisiert sich das jetzt wieder mit der Zeit oder bleibt dieses Verhalten bestehen der Chaos hält nämlich jetzt seit zwei Wochen an
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Stusa22 Mitglied
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@Torro234 ja das stabilisiert sich wieder sie sollte aber nicht komplett absetzen jetzt also von 10 auf 0. Keine Ahnung das kann sich noch eine ganze Weile so hinziehen. Ihr Psychiater wird wohl wissen was zu tun ist oder auch nicht. Man muss wirklich sehr vorsichtig beim Absetzen dieser Medikamente vorgehen. Mein Rat wäre bis zum Psychiater Termin erstmal wieder die 20 mg nehmen und dann langsamer reduzieren. Erstmal auf 15 mg.
Na toll wenn das sich noch eine Weile ziehen kann, weiß ich nicht ob das noch weiter tragbar wird für die Beziehung denn wie gesagt der Kontakt ist aufs Minimum reduziert. Wir haben uns jetzt auch gut seit einem Monat nicht gesehen denn egal wo man ansetzt, sie möchte mich nicht sehen, sagt aber auf der anderen Seite. Sie möchte mich nicht verlieren. Total paradox der Psychiater wird schon wissen was zu tun ist, hoffe ich, denn momentan ist das der letzte Strohhalm, an dem ich festhalte. Das nimmt einen mächtig mit, wenn der Partner dir sagt, er möchte dich nicht mehr sehen er vermisst dich aber er vermisst dich nicht. Er weiß einfach nicht, was mit ihm los ist. Man liest ja auch so einiges im Internet. Manche fangen an sich wohl zu fühlen in dieser Rolle Gott bewahre