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Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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Sonnenblume216
Mir geht es im Moment nicht gut. Ich kann mich zu nichts aufraffen. Ich möchte so vieles machen und schaffe nichts. Ich hab irgendwie keine Kraft. Liegt vielleicht am Wetter, oder an irgendwas anderem...ich weiß nur nicht woran.

#61


Garrosh77
Ich habe mit Burnout auch einige Probleme, oder gehabt. Anfangs habe ich das noch abgestritten und dachte mir , ich bin einfach in einer Phase oder ähnliches. Ich habe dann gemerkt dass ich Stark an gewicht abgenommen habe und auch absolut keinen Appetit hatte. Wochenlang. Dann hat mich ein Freund dazu motiviert mit dem Sport anzufangen. Mit dem Sport kam die gesunde Ernährung hinzu. Wenn ich abends alleine bin habe ich schon noch ab und zu negative gedanken, dagegen habe ich mir dann eine Tageslichtlampe geholt. Die vertreibt auf jeden Fall die Dunkelheit und Trübes wetter. Ich finds wirklich top. Ich würde schon behaupten dass diese 3 Dinge die lösung meines Problems waren. Mittlerweile geht es mir in der Regel dauerhaft gut. Ab und zu habe ich noch kleine Schübe, besonders wenn ich längere Zeit keinen Kontakt zu Freunden oder Familie habe.

#62


A


Erschöpfungsdepression mit Burnout - und nun?

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Garrosh77
Zitat von Garrosh77:
Ich habe mit Burnout auch einige Probleme, oder gehabt. Anfangs habe ich das noch abgestritten und dachte mir , ich bin einfach in einer Phase oder ähnliches. Ich habe dann gemerkt dass ich Stark an gewicht abgenommen habe und auch absolut keinen Appetit hatte. Wochenlang. Dann hat mich ein Freund dazu motiviert mit dem Sport anzufangen. Mit dem Sport kam die gesunde Ernährung hinzu. Wenn ich abends alleine bin habe ich schon noch ab und zu negative gedanken, dagegen habe ich mir dann eine Tageslichtlampe geholt. Die vertreibt auf jeden Fall die Dunkelheit und Trübes wetter. Ich finds wirklich top. Ich würde schon behaupten dass diese 3 Dinge die lösung meines Problems waren. Mittlerweile geht es mir in der Regel dauerhaft gut. Ab und zu habe ich noch kleine Schübe, besonders wenn ich längere Zeit keinen Kontakt zu Freunden oder Familie habe.

Ich habe jetzt mal meine rausgesucht. Ich hab mir diese Aufgehangen http://www.tageslichtlampe.net/tageslichtlampe-decke/ die gibt es auf jeden Fall in den veschiedensten Preis und Grössenklassen

#63


S
Hallo, Dreschi; habe meine liebe Ma von 1990 - 1996 gepflegt. Sie war durch einen Schlaganfall halbseitig gelähmt und zum
Pflegefall geworden. Zeitgleich hatte ich einen ca. 10-h-Tag, so daß ich werktäglich nur noch 5 h Zeit zum nächtlichen Schlafen
hatte.
Dann kamem psych. Erschöpfungszustände, das negative Gedankenkarrussell, das sogen. "schwarze-Loch-Empfinden" und
dann die Todessehnsuchtsgefühle und -wünsche ...

Ich wandte mich an einen Nervenarzt; der verschrieb mir Jarsin 300 (ein Johanniskrautpräparat). Es hilft jedoch nicht bei
schweren Depressionen - dabei hatte ich gerade eine solche !

Nach etlichen Umwegen war ich rund ein Jahr lang stationär in einer Uni-Klinik.

Medikamente: a) Quilonum (= Lithiumsalz), b) Paroxetin 40 mg (= Lithiumsalz), c) Dominal (= Schlafmittel), als Bedarfsmed.

Berufsunfähigkeit, Anerkennung als Schwerbehinderter und Eingruppierung in (die alte Pflegestufe eins),
jetzt: Pflegegrad 3

Nach 16 1/2 Jahren Lithiumsalzen sind meine Nieren zu ca. 40 % defekt !

Seit ca. 2 Wochen stationäres Ausschleichen der Lithiumsalze bei gleichzeitigem Einschleichen eines (seit ca. 2007 !
zugelassenen) Medikaments namens "Abilify".

Die Ärztin teilte mit, daß die bisherigen Nachteile, wie insbesondere: Körperhitze, sexuelles Desinteresse, Stimmungs-
schwankungen, verwaschene Sprache, Vergesslichkeit im Kurzzeitgedächtnis, Namensfindungsschwierigkeiten, u.a.

Seither ist das starke Durstgefühl gewichen, habe keine Magenschmerzen mehr, der Antrieb ist verstärkt worden;
geblieben ist jedoch das sogenannte "Morgentief" (ca. 2/3 aller Depressionspatienten leiden darunter ...)

Als "Drehtürenpatient" einer gravierenden Depression (keine manische Depression, sondern "nur" eine schwere
Erschöpfungsdepression) hoffe ich sehr, daß das Mittel "Abilify" mir intensiv und nachhaltig gegen meine Depression
hilft !

Jetzt kann ich mich endlich meinen teilweise kaputten Nieren widmen ...

Ich hoffe inständig, ich konnte etwas helfen !


Gruß, Syndikus

#64


F
Ich sag nur Bupropion. Versuch das. Ich hab ne Kombi aus Bupropion, Escitalopram und am Abend Trimipramin. Erst mit dem Bupropion wurde es besser!

#65


Robinson
Hallo @Freisein !
Seit 1.August nehme ich auch Elontril.
Es wirkt bei mir ganz gut, selbst bei 150mg.
Bei mehr bin ich "zu wach".
Die verdammte Erschöpfung grade morgens ist Geschichte.
Kaum NW.
Allerdings wirkt Bupropion nicht so gegen Depressionen.
Allerdings eier ich noch mit Lyrica rum,
mein HassLiebeMedikament.

Diese Erschöpfung Quält mich schon seit Jahrzehnten.
Ich als Mann habe immer wieder versucht mit "zusammengebissenen Zähnen" trotzdem weiterzu machen.
Ich würde mich freuen wenn dieser Thread Aktiv bleibt, oder ich mich per PN weiter austauschen kann denn langsam (?) kann ich wirklich nicht mehr.
Bin aber Ungeduldig was kleine Schritte angeht.

#66


F
@Robinson das freut mich sehr, dass es dir auch hilft! Ich nehme auch mehrere AD, das Bupropion wirkt bei mir zu wenig gegen die Ängste und die Anspannung, deswegen nehme ich da noch was.

Das mit Zähne zusammen beissen und weiter machen kenn ich auch bei mir, ich wollte ja nicht ein Weichei sein und schlapp machen. Ich hatte einen sehr angespannten Kiefer deswegen und lauten Tinnitus. Versagen kam nicht in Frage. Aber du weisst ja, irgendwann geht ignorieren nicht mehr...

#67


Sonnenblume216
Hallo Leute, ich muss mal jammern. Ich bin im Moment völlig fertig und merke schon seit ein paar Tagen das ich eigentlich mal eine Pause bräuchte, also eine Krankschreibung. Das kann ich aber nicht einfach machen weil ich erst seit 3 1/2 Monaten in meinem jetzigen Job bin und schon 2x jeweils 3 Tage krankgeschrieben war.

Ich weiß nicht was ich machen soll...ich will meine körperlichen Signale nicht ignorieren, aber andererseits habe ich auch Angst dann gekündigt zu werden. Das ist eine richtige blöde Situation gerade.
Hat da vielleicht jemand von euch Erfahrung mit?

#68


Zeitwolf

Erschöpfungsdepression oder Burnout - was hilft mir?

Hallo,

ich würde mich gerne mal ein bisschen austauschen.
Weiss nicht, ob ich hier richtig bin. Über Burnout liest man ja nicht so viel hier.

Ich bin seit März dieses Jahr krankgeschrieben, Diagnose Burnout/Erschöpfungsdepression. Ich habe selber die Reissleine gezogen und mir gesagt, ich kann nicht mehr, es ist Zeit, dass ich mir eine Auszeit nehme. Die Gesundheit gibt einem niemand mehr wieder. Schon früher, im Jugendalter, hatte ich auch immer mal wieder depressive Phasen. Habs aber nie wirklich ernst genommen. Erst als ich umgezogen bin, meinen Partner kennengelernt habe und daraufhin auch die Arbeitsstelle gewechselt habe, ging es bergab.
Die neue Arbeitsstelle klang erst vielversprechend, ich war auch Probearbeiten. Doch schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass ich mich unwohl fühlte und mit allem überfordert war. Ich arbeitete vorher beim ambulanten Pflegedienst und bin in ein Altenheim gewechselt. Daher waren natürlich auch die Arbeitsabläufe erst mal wieder ungewohnt für mich. Meine Ausbildung hab ich allerdings im Altenheim absolviert. Ganz neu war das alles für mich also nicht. Naja... Erst hat es damit angefangen, dass ich gemerkt habe, dass ich kaum Lob bekomme, sondern nur rumgemotzt wurde. Dann wurde gesagt, ich rede ja kaum was, ich muss mehr aus mir rauskommen und ich wäre zu langsam. Dazu muss ich sagen, dass ich ein sehr zurückhaltender Mensch bin. Aber wenn man mir etwas Zeit gibt, kommt auch mein Humor und meine Lockerheit irgendwann hervor, aber zwingen kann man mich dazu nicht. Ich muss mich schon wohlfühlen in meinem Umfeld... Dann wurde hinter meinem Rücken bei der PDL schlecht über mich geredet. Ich habe drum gebeten, doch bitte direkt zu mir zu kommen. Der Höhepunkt war dann, als ich wegen Magen-Darm-Probleme drei Tage krankgeschrieben war und mich daraufhin eine Kollegin bei Facebook anschrieb, ich soll doch bitte am Wochenende wieder arbeiten kommen, sonst müssten die armen Kollegen extra wegen mir am Wochenende einspringen. Ich hab die besagte Kollegin erstmal zu Sau gemacht, was ihr denn einfällt, mich bei Facebook deswegen anzuschreiben. Daraufhin beschwerte ich mich bei der PDL über die Kollegin, aber diese sie in Schutz. Hat mich ja nicht wirklich mehr erschüttert. stirnrunzeln

Als ich merkte, dass ich mit allem überfrodert bin, hab ich beschlossen, meine Stundenzahl von 100% auf 75% zu reduzieren. Dies lehnte die PDL ab, es herrscht ja immerhin Fachkräftemangel und das hätte ich mir doch bitte vorher überlegen müssen. Ich hab daraufhin gesagt, dass ich mir dann eben was anderes suchen muss. Dann wurde mir noch unterstellt, ich würde ihr drohen... Ein paar Tage später kündigte ich auch und ließ mich die letzten sechs Wochen krankschreiben. Das gute in der Altenpflege ist immerhin, dass man jederzeit irgendwo einen Job findet. Das alles war letztes Jahr im August. Und ich war so froh, dort weg zu sein. Ich hab mich aber trotzdem so schlecht gefühlt, dass ich nicht mal alle zwei Wochen dort anrufen konnte, um mitzuteilen, dass ich noch weiter krank bin. Das musste mein Partner für mich übernehmen. Die sechs Wochen Auszeit hab ich genossen, das war wie Urlaub für mich. Ich hab gedacht, jetzt gehts mir wieder gut.

Die neue Stelle fing ich im Oktober in einem Altenheim an. Dort war alles besser, ein paar Dinge störten mich zwar. Aber ich kam mit dem Team gut zurecht. Ich wurde akzeptiert, hab viel Lob bekommen und auch die gewünschten 75% waren kein Problem. Ich dachte, jetzt wird alles besser, ich arbeite ja nicht mehr Vollzeit, aber auch dort merkte ich nach kurzer Zeit, dass ich mit den langen Diensten und den vielen Fortbildungen überfordert bin. Ich hab mir viele Gedanken gemacht wie es weitergeht und habe beschlossen, wieder zu meinem alten Arbeitgeber in den Pflegedienst zurück zu gehen. Diese nahmen mich auch sofort wieder, ebenfall auf 75%-Basis. Das war im Januar dieses Jahr. Ich war wirklich glücklich, wieder dort zu sein, trotz 150km Arbeitsweg. Die Patienten waren froh, mich wieder zu sehen, haben teilweise geweint vor Freude. Doch schon nach kurzer Zeit kamen auch dort für mich ungewohnte Probleme: Die Patienten beschwerten sich über mich. Ich sei nicht mehr der Alte, wolle nur noch schnell fertig werden. Ich hab angefangen Fehler zu machen, habe meinen Partner mit zur Arbeit genommen, weil ich nicht allein sein konnte. Wir fuhren dann gemeinsam im Dienstwagen zu den Patienten. Irgendwann flog es auf, doch meine PDL war freundlich zu mir und sagte, das geht halt einfach schon aus versicherungstechnischen Gründen nicht. Ich kam auch dort mit der Situation nicht zurecht. Hab Aufgaben, die ich nach Dienstende zu erledigen hatte (zB Arztberichte/Verordnungen besorgen, Pflegeplanungen schreiben) an andere verschoben, weil ich schnell heim wollte. Damit kam ich nicht lange klar, weil mir die Arbeit und die Patienten wirklich am Herz lag und mir hat es selber weh getan, solche Fehler zu machen. Ich mir grosse Vorwürfe gemacht, mich gehasst dafür. Ich dachte, das ist es doch was du wolltest. Warum zum Teufel kommst du nicht auf deiner alten Arbeit klar? Erst Gespräche mit Freunden und meinem Partner haben mir geholfen. Daraufhin hab ich mir März die Notbremse gezogen und mich krankschreiben lassen.

So viel zu der Vorgeschichte. Seit Oktober bin ich in Therapie, ob sie mir hilft kann ich noch nicht sagen. An Medikamenten nehme ich nur Johanniskraut hochdosiert und Vitamin B12. Ich kam die ganzen Monate gut zurecht, hatte anfangs meine depressiven Phasen, wo auch mal nichts gings, aber ich hab mir viel selbst geholfen, indem ich im Frühjahr und Sommer raus in Garten gegangen bin und so mein neues Hobby entdeckt habe. Die Arbeit im Garten und mit dem Pflanzen beschäftigt zu sein hat mir gut getan, mir ging es wieder richtig gut und auch die Tage an denen ich nichts machen konnte, aufgrund Antriebslosigkeit wurden weniger. Doch seit Oktober ist es jetzt wieder sehr schlimm. Die kalte Jahreszeit macht mir zu schaffen, ich fühle mich nutzlos, bin jeden Tag antriebslos. Hinzu kommen Existenzängste wegen meinem Krankengeld (mein Partner bekommt momentan auch wegen Psychischen Problemen Erwerbsminderungsrente, natürlich befristet). Ich würde gerne wieder Sport anfangen, um wieder etwas zuzunehmen, doch die Tage wo ich einfach nix hinkriege überwiegen einfach.

Ich hab schon überlegt, ob ich mal zu einem Neurologen gehe, mich vorstelle und mal nach Antidepressiva frage. Ich hab bisher nur Citalopram von meinem Hausarzt verschrieben bekommen, aber da hab ich sehr heftig drauf reagiert, weswegen ich mich bis jetzt vehement gegen Antidepressiva gewehrt habe. Aber ich merke im Moment halt, dass mir das pflanzliche Zeug nicht wirklich viel hilft. Was mein ihr?

Was mir im moment am meisten zu schaffen macht:
- morgens komme ich nicht aus dem Bett, egal wann ich schlafen gehe (ich ich schlafe schnell ein und durch), bin dann schlecht gelaunt
- ich hab 12Kilo abgenommen - wiege nur noch 60Kilo und will unbedingt wieder zunehmen, weiss aber nicht wie (Kraftsport machen, ja, wenn ichs denn mal hinkriegen würde)
- die ständige Antriebslosigkeit
- draufhin Langeweile, man kommt ins Grübeln...achja es ist ja alles schei.. Du kriegst den Ar. nicht hoch, du bist schei. (ich weiss genau dass ich mit dieser Einstellung nur mich und meinen Partner weiter runterziehe, aber ich komme von diesen negativen Gedanken nicht los)
- und mein fehlendes Selbstbewusstsein

Mein Ziel ist es, nächstes Jahr im Sommer wieder arbeiten zu gehen. Ich will nicht noch tiefer rutschen. Ich will wieder selbstbewusster sein, Sport machen, mutiger sein und wieder zu meinem Partner sagen können "Komm, nicht den Kopf hängen lassen, das wird schon wieder" anstatt "Alles ist schei., ich mag nicht mehr". Ich will mir auf jeden Fall noch bis nächstes Jahr ca. Mai/Juni Zeit lassen und nicht vorher arbeiten gehen. Denn den Fehler mache ich nicht, dass ich zu früh arbeiten gehe. Mein Arbeitgeber ist auch zum Glück sehr zuvorkommend. Immerhin hatte ich noch bis Juli Probezeit. Das ist für mich auch ein Zeichen, mich wieder auf die Arbeit freuen zu können, dass ich dort als guter Mitarbeiter geschätzt werde.

So, nun genug erstmal. Ich hoffe, ich hab euch mit meiner Geschichte nicht gelangeweilt, aber es hat auch gut getan, über meine momentane Situation zu schreiben. Vielleicht gibts ja hier auch noch mehr Pflegekräfte wie mich Smile

#69


FeuerWasser
Ich könnte mir vorstellen, dass du dir vieles sehr zu Herzen nimmst und dich zu wenig abgrenzt.

Zitat:
Ich hab schon überlegt, ob ich mal zu einem Neurologen gehe, mich vorstelle und mal nach Antidepressiva frage.

Dafür ist ein Psychiater zuständig, kein Neurologe. Wenn du gar nicht mehr in die Gänge kommst ist das sicherlich keine schlechte Idee vorübergehend AD´s einzumehmen.
Zitat:
Was mein ihr?

Ich persönlich halte von Psychopharmaka überhaupt ncihts solange es nicht zur Notfallbehandlung benutzt wird oder für Menschen die schwere, chronische Erkrankungen haben wo es anders nicht mehr geht. Dem Psychotherapeuten wird damit die Arbeit erschwert da die Bereiche der Psyche die mittels Gesprächen erreicht werden soll mit Pharmazie gedeckelt wird. Aus dem Grund würde ich beim Johanniskraut bleiben und lieber die Dosis erhöhen. Reinreden möchte ich dir aber natürlich nichts.

An Kraftsport brauchst du momentan auch nicht denken. Da bist du in deinen Gedanken schon 5 Schritte voraus. Ziel sollte es vorerst sein morgens auf 8 Uhr den Wecker stellen, konsequent aufstehen, wach bleiben und dein Essverhalten regulieren. Eventuell besprichst du mit deinem Therapeuten die Möglichkeit für eine stationäre oder teilstationäre Behandlung.

Zitat:
Mein Ziel ist es, nächstes Jahr im Sommer wieder arbeiten zu gehen.

Das würde ich vorerst streichen. Damit machst du wieder Druck und das geht unweigerlich wieder nach hinten los. Du kommst nicht aus dem Bett raus aber willst in 6 Monaten fit für den Arbeitsmarkt sein, das funktioniert nicht. Du musst von diesem Leistungsdenken abrücken und dem Irrglauben das du nichts wert bist weil du im Beruf derzeit nicht funktionierst. Du und dein Wohlempfinden steht an allererster Stelle und dann kommt erst alles andere. Vielleicht schlägst du irgendwann ganz andere Wege ein, bildest dich nochmal weiter, nimmst eine andere Stelle an. Das alles ist aber Zukunftsmusik.

x 7 #70


pferd123
Es geht mir auch so. Bin aber vom Heim in die ambulante Pflege und komme dort nicht klar. Erst war alles gut und jetzt ist es fürchterlich. Bin so tief in der Depression. Auch deine Symptome stimmen mit meinen überein..

#71


Zeitwolf
Danke für deine Antwort. Ja, kann gut sein, dass ich zu viel an mich ran lasse. Das war schon immer so.

Johanniskraut nehme ich 900mg und das ist auch die Tageshöchstdosis. Höher gehe ich nicht. Ich habe auch noch Tropfen hier, Calmvalera, die mir bei grosser Unruhe auch schon helfen. Und auch noch Globuli. Viele glauben nicht an die Wirkung, aber ich schon.

Also dass ich an Kraftsport nicht denken soll, diese Meinung teile ich nicht. Wenn es ein anderer Sport wäre, würdest du dann auch so denken? Mir hat dieser Sport auch früher schon sehr geholfen um Stress abzubauen, ich habs immer gerne gemacht und so lange es mir möglich ist, werde ich es auch wieder machen. Ich will nicht die ganze Zeit nur hier rumhocken, ich brauch Bewegung. Dass ich morgens nicht aus dem Bett komme ist eine Phase, die ich jetzt seit ein paar Monaten hab. Wenn ich mirgens früh einen Termin habe, komme ich problemlos auf. Mir fehlt oft einfach die Motivation, weil ich denke, heute ist ja nix besonderes.

Stationäre Behandlung lehne ich ab.

Auch deine Meinung mit der Arbeit nächstes Jahr teile ich nicht. Ich finde schon, dass man auch an seine Zukunft denken muss, und die Arbeit gehört für mich dazu. Ich mach mir da kein Druck, ich freu mich einfach drauf. Nur ich weiss, wie ich mich fühle und vom Gefühl her weiss ich, dass ich nächsten Sommer wieder bereit sein könnte und es auch gerne versuchen will. Und wenn es nicht so ist, dann ist es halt so. Das hat bei mir nix mit Leistungsdenken zu tun. Sonst wäre ich nach acht Wochen wieder arbeiten gegangen, so wie es viele Burnout-Betroffene tun.

#72


Zeitwolf
Zitat von pferd123:
Es geht mir auch so. Bin aber vom Heim in die ambulante Pflege und komme dort nicht klar. Erst war alles gut und jetzt ist es fürchterlich. Bin so tief in der Depression. Auch deine Symptome stimmen mit meinen überein..


Das tut mir leid. Die Pflege ist wirklich kein einfacher Beruf. Oft sind aber die Umstände dran Schuld, der zeitdruck, die Kollegen usw. Bist du krankgeschrieben?

#73


pferd123
Ich bin seit Montag krank geschrieben und habe morgen erneut einen Termin beim Arzt. Aber meine Arzt sagte, er hat es kommen sehen. Es zeichnete sich wohl schon die letzten Wochen ab.
Ein ekelhafter Zustand - und das mit 29.

#74


FeuerWasser
Mir ist zwar etwas unklar warum du auf einem Psychologie Forum nachfragst was wir meinen und gleichzeitig jeden gut gemeinten Rat ablehnst aber ich wünsche dir natürlich alles Gute und das sich alles so entwickelt wie du es dir erhoffst!

#75


Zeitwolf
Zitat von pferd123:
Ich bin seit Montag krank geschrieben und habe morgen erneut einen Termin beim Arzt. Aber meine Arzt sagte, er hat es kommen sehen. Es zeichnete sich wohl schon die letzten Wochen ab.
Ein ekelhafter Zustand - und das mit 29.


Mach dir nix draus, ich bin 28. Es kommen bestimmt auch wieder bessere Zeiten.


@FeuerWasser
Ich lehne nicht jeden Rat ab. Bisher kam ja nur deiner. Ich teile nur deine Meinung nicht ganz, das ist doch nicht schlimm. Ich hab auch meinen eigenen Kopf, so wie jeder hier.

Wenn ich sage, dass bei Johanniskraut die Höchstdosis bei 900mg liegt, habe ich das recherchiert. Du sagst ich soll mehr nehmen, aber dass das auch heftige Nebenwirkungen haben kann weisst du schon? Das ist nicht böse gemeint, aber so denke ich halt.

Auf meine Antworten bist du gar nicht eingegangen, aber ich danke dir trotzdem für deinen Beitrag.

#76


F

Angst vor Erschöpfungsdepression

Eine Erschöpfungsdepression hatte ich 2011 schonmal,das war nicht lustig.
Ich hatte null Kraft mehr körperlich und lag fast 2 Monate fast nur im Bett mit Bedarfsmedikation

Jetzt geht es wieder los.Schmerzen in den Beinen.Wenig Kraft.
Dachte erst,es liegt am Übergewicht aber 2011 war ich noch schlank und trotzdem komplett groggy.

Mir macht das wieder Angst,diese Müdigkeit und die schweren Beine und dann so ein Kribbeln.
Hab Angst,dass es wieder so losgeht und ich wochen oder monatelang nicht mehr arbeiten kann.

Ich hasse diesen ganzen schei..

#77

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Icefalki
Flame, versuche mal, dass du annehmen kannst, wirklich annehmen, dass dieses Leben aus Höhen und Tiefen besteht. Und ja, du musst gerade wirklich eine schlimme Zeit durchstehen. Das kann man nicht schönreden, und diese Schwere gerade nicht empfinden wollen. Ob das nun wirklich in die Richtung geht, ist nicht vorhersehbar. Aber mach es nicht noch schlimmer, dass du dich davor fürchtest. Das zieht noch mehr Energie weg. Versteht du?

Ich kenn das auch. Man möchte einfach nimmer so leiden. Nur manchmal ist es eben so. Also, lass es zu, denn du hast diesen Verlust zu verdauen. Wehr dich nicht und vertraue auch ein bisschen auf die Medis, die dir helfen.

Ich Knuddel dich mal ganz dolle.

x 2 #78


Jenii

Burn Out gefährtet?

Hallo Leute,
heute bin ich wieder da und versuche mich kurz zu halten.

Es ist wieder eine schwere Zeit eingebrochen. Wo fange ich am Besten an . Ich gehe seit April nach 2 jähriger Karenz wieder Vollzeit arbeiten. Man muss sagen mein Job ist teilweise auch sehr stressig (Notrufzentrale) man muss sich ärgern mit Leute streiten und diskutieren und dann gibt es unter Kollegen auch immer meinungsverschiedenheiten. Am Heimweg kann ich natürlich nicht ausschalten habe ein Kind was noch seine Mama haben will , der Haushalt wartet und das Beziehungsleben ebenso. Das zusammen laugt mich an manchen Tagen schon soo sehr aus dass ich dann schon so verwirrt und ausgebrannt bin und einfach nur mehr schlafen will eh klar und morgens um halb 6 beginnt alles von Vorne. In meinem Beruf gibt es auch keine entspannten Wochenenden weil ich auch da meistens Arbeiten muss.
Noch kommt dazu dass mein kleiner geliebter treuer Hundefreund und Familienhund der jetzt fast 10 Jahre an meiner Seite war beim Gassi gehn in der Früh verstarb da dein Herz plötzlich aufhörte zu schlagen . Mein Herz brach in alle teile weil an diesem Hund sooviele Erinnerungen hängten er war mein aller erster Hund den ich mir gewünscht und erarbeitet habe mit 18 Jahren und hat meine Beziehung zu meinem Mann gebunden und noch unseren Sohn miterlebt usw er war wirklich so eine gutmütige treue Seele und ich bin noch immer soo fertig dass er nicht mehr da ist. Seit dem Begannen natürlich wieder meine Zustände ( Dauermüde ok habe viel geweint und 3 tage nichts gegessen, Luftnot die sich bis jetzt hält , mir wird kribbelig beim Autofahren und heisst und teilweise schwarz vor Augen und ich muss mich soo zusammen reißen heile anzukommen, heute ist in der Arbeit mein Herz paar Min ausser Takt geraten , das komische ist ich bin eigentlich Motiviert was zu tun , wohin zu fahren , was unternehmen aber ich fühl mich einfach extrem leer wie eine Hülle weil meine Beschwerden mich hindern.
Sind das wieder psychische Hirngespinste oder fehlt mir was oder ich bin schon am überlegen bzgl Burn Out aber ich möchte Dr Google aus dem Spiel lassen. Habt ihr einen Rat ?! Sad

#79


Lottaluft
Ich habe einen Rat -werde vorstellig bei deinem behandelnden Arzt denn das ist alles schon eine ziemliche Belastung

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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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