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Dreschi


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Ich nehme derzeit Neurodoron und Magnesium und hab nen Termin bei einer Heilpraktikerin. Damit fühle ich mich gerade wohler als mit Medis. Schauen wir mal. Ich denke mein Weg is auch positiv, nur schlechte Tage ziehen mich runter und stellen die bisherigen Erfolge in den Schatten. Gebrochenes Bein ist echt leichter als angeknackste Psyche

29.03.2017 18:45 • #21


Freisein


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Ja, das ist so. Auch gesellschaftlich.

30.03.2017 11:54 • #22


Dreschi


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Damit hatte ich bisher zum Glück keine Probleme. Es gibt einige im Bekanntenkreis mit denen ich nicht so offen umgehe, aber auf Arbeit wissen es diejenigen die es wissen müssen und da erfahre ich zum Glück viel Unterstützung und Verständnis für die AU. Meine Therapeutin sagt aber auch, dass das nicht die normale Reaktion ist.

30.03.2017 13:20 • #23


Freisein


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Ja, ich pflichte der Therapeutin zu. Bei mir hatten am Anfang bei der Arbeit auch viele Verständnis (oder bemühten sich darum). Als ich dann nach der Klinik einen Arbeitsversuch machte, der misslang, sah das aber wieder völlig anders aus. Ich merkte auch, dass während meiner Abwesenheit wohl einige schlechte Worte über mich gefallen sind. Einige waren richtig abweisend und feindlich mir gegenüber.

31.03.2017 10:49 • #24


Dreschi


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Das scheint wohl leider häufig so zu sein. Ich komme aus dem sozialen Bereich und selbst in dem sieht es wohl häufig schwierig aus. Aber nur weil man im sozialen Bereich arbeitet muss man ja scheinbar nicht unbedingt sozial gegenüber den Kollegen sein. Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich so ein positives Umfeld habe und den entsprechenden Arbeitgeber

31.03.2017 11:11 • #25


Freisein


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Ja, das ist schön.

31.03.2017 11:18 • #26


Sunny81


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wie gehts dir dreschi?

13.04.2017 14:26 • #27


Dreschi


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@Sunny81

Lieb das du fragst

Mal so mal so. Rückblickend geht es mir besser, als vor einigen Wochen. Dennoch sind immer wieder schwierige Tage dabei und ich freu mich über die guten. Denke der Heilungsverlauf ist aber grundsätzlich gut.

Und dir?

13.04.2017 14:34 • #28


Sunny81


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soll nächsten fr mit wiedereingliederung beginnen.mir gings gut und seit ich weiss okay du gehst bald wieder arbeiten, bin ich verunsichert,hab angst dem gewachsen zu sein

13.04.2017 14:36 • #29


Dreschi


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Kann ich total gut verstehen. Mir geht das schon immer in der Woche vor dem Arzttermin schlechter und direkt danach eindeutig besser. Damit muss ich noch nicht mal sorge haben, dass ich keine neue AU bekomme.

Aktuell bin ich gedanklich gar nicht mit der Arbeit beschäftigt, was wohl auch gut ist. Da mein Umfeld auf Arbeit allerdings auch super ist hätte ich glaube ich wenig bedenken wieder zur Arbeit zu gehen, wenn es soweit ist. Mag sich aber auch ändern, wenn es soweit ist und je nach dem wie lange man raus war. Ich bin ja jetzt erst in der vierten Woche am Stück.

Wie lange warst du raus? Auch Burnout?

13.04.2017 14:40 • #30


Sunny81


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ich bin nächste woche dann in der 9. woche. meine kollegen sind supi,haben auch verständnis,nur wie lange? ich darf dann keine schichten mehr machen, ist nur eine frage der zeit bis sie rummeckern. stimmt beim doc gings mir danach auch immer besser,nur jetzt ist es anders. ich hab mich so gut gefühlt und jetzt?

13.04.2017 14:45 • #31


Dreschi


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Wie hat sich das den bei dir eigentlich geäußert und was hast du in den neun Wochen gemacht, um wieder auf die Beine zu kommen?

Wenn du sagst, dass es dir vorher gut ging bist du doch schon ein ganzes Stück weiter. Du steigst doch bestimmt auch über das Hamburger Modell wieder ein, oder? Auch mit reduzierten Stunden in den ersten Wochen?

13.04.2017 14:47 • #32


Sunny81


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ich hab ergotherapie gemacht,war spazieren,freundschaften gepflegt und ein wenig sport,wenn ich lust hatte. gefühlt war das alles umsonst. naja meine schlafstörungen plagen mich nach wie vor.
ich soll 1 woche 4h und die andere 6h arbeiten. danach habe ich eine woche urlaub

nimmst du medikamente?

13.04.2017 14:50 • #33


Dreschi


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Hast du eine Therapie angefangen? Das hat mir richtig gut getan um die Ursache zu erarbeiten und darauf aufbauend zu überlegen, wie ich meinen Alltag anpassen muss, damit es mich nicht wieder von den Socken hat. Bei mir war es z.b. Der Anspruch immer alle Aufgaben zu übernehmen und diese auch perfekt zu erfüllen. Ausserdem habe ich über einen langen Zeitraum außerhalb der Dienstzeit das Bereitschaftstelefon gehabt und andere Verpflichtungen, die ich natürlich auch immer erfüllen MUSSTE.

Jetzt habe ich angefangen die Belastungen nach Möglichkeit abzugeben, soziale Kontakte wieder zu pflegen, habe mit Joga angefangen und versuche das "Muss" aus meinem Alltag zu streichen und einfach zu schauen wonach mir gerade ist. Das kann ich leider sehr schlecht.

Konntest du für dich Dinge und Punkte erarbeiten, die dich in die Situation gebracht haben und wie du jetzt damit umgehen willst?

13.04.2017 14:54 • #34


Sunny81


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meine psychotherapie beginnt erst.ich hab bisher keinen platz bekommen. ich denke, der stress auf arbeit,die dienste,pendelei usw.gibt viele ursachen die dies befürwortet haben.

ich werde auf jeden fall aufgaben abgeben und ich bin der typ,der alles machen möchte,das wird aufhören.

13.04.2017 15:00 • #35


Dreschi


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Das klingt ähnlich wie bei mir. Ich werde in meinem Kalender jeden tag neben der pause feste Zeiten blocken um mir eine Pufferzeit täglich einzubauen. So weiß ich, dass ich täglich Raum habe für alles was so ansteht oder eben auch nicht.

Kennst du diese Postkarten witzigen Sprüchen und so? Schau mal ob du dir davon nicht ein paar für das Büro kaufst. Welche, die passend sind für das, was du warst und nicht mehr sein möchtest.

Ich habe eine, da steht "Hamster?" drauf

Und sieh es mal so, die Eingliederung ist ja zum testen gemacht. Du sollst und kannst für dich prüfen, ob du deinem Job gerecht werden kannst oder eben auch nicht. Deswegen bist du in der Zeit ja auch noch krank geschrieben. Ihr glaube, dass die Sorge und das es dir jetzt schlechter geht normal ist. Die Anspannung und Erwartung steigt und damit der Stresslevel. Das wird bestimmt die erste Woche auch noch so sein. Wichtig ist, dass du eine Beruhigung spürst und keine weitere Steigerung der Spannung.

Ich bekomme bei Anspannung immer schlecht Luft, dass ist bei mir derzeit ein guter Indikator dafür, dass Arbeit noch kein Thema ist.

In deinem anderen thread schrieb jemand, dass er 14 Monate AU war. Ich glaube, dass ist bei jedem unterschiedlich. Wenn ich mir meinen Verlauf ansehen gehe ich davon aus, dass ich mit Glück in einigen Wochen wieder arbeiten gehen kann. Ich gehe gerne arbeiten und das gehört für mich einfach auch dazu. Damit bin ich dann aber auch noch weit von 14 Monaten entfernt. Kommt vielleicht auch darauf an, wie sehr es dich von den Füßen gehauen hat und wie schnell du Gegenmaßnahmen ergreifen konntest.

Wie hat es sich den bei dir geäußert?

13.04.2017 15:08 • #36


Sunny81


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bei hat es sich mit angststörungen geäußert.dann brach plötzlich alles um mich zusamnen.mich haben kleinste dinge einfach nur überfordert und ich habe massive schlafstörungen.ich habe auch für mich lange gebraucht,um für mich zu akzeptieren, ich habe ein burnout.ich hatte vorher immer den gedanken abgelehnt,die spinnen,dich trifft das. wie war es bei dir? wie lange bist du jetzt schon krank?

13.04.2017 16:52 • #37


Dreschi


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Total ähnlich. Ich habe wie aus heiterem Himmel ne PA bekommen und war dann zwei Wochen krank, weil ich das überhaupt nicht verarbeiten konnte und mein Kopf einfach keine Ruhe geben wollte. Dann war ich quasi zur Probe zwei Wochen arbeiten und habe gemerkt, dass ich nur halb da bin. Das geht in meinem Job einfach nicht.

Dann jetzt in der vierten Woche AU.

In der ersten Zeit hatte ich viel mit innerer unruhe und Schlafstörungen zu tun. Das is zum Glück deutlich besser. Ich kann sogar wieder planlos auf dem Sofa liegen, was vorher gar nicht ging. Wenn ich mir das letzte Jahr ansehe, war das Resultat schon lange absehbar. Habe letztes Jahr immer wieder mit Schwindel zu tun gehabt und dann häufig Erkältungen und ne Lungenentzündung. Natürlich war ich trotzdem fleißig arbeiten
Wäre ich vorsichtiger mit mir gewesen hätte mir auffallen müssen was eigentlich wirklich los ist.

Aktuell werden meine Ängste von Tag zu Tag weniger, ich habe aber in vermeintlichen Stresssituationen oder wenn der Tag doch zu viel war immer wieder Probleme mit der Atmung. Habe dann das Bedürfnis Ziegen Luft zu holen, weil ich glaube die Luft reicht nicht. Durch die Verspannung in der Situation geht tief Luft holen aber auch nicht. Aus dem Kreislauf komme ich jetzt aber schon besser wieder raus, so dass keine große panik mehr aufkommt.
Denke, wenn der Punkt auch noch gut ist, dann bin ich auch soweit wieder arbeiten zu gehen.
Zumal die Punkte, welche ich für mich verändern möchte und muss eben auch nur umgesetzt werden können, wenn ich wieder arbeite.

13.04.2017 16:59 • #38


Sunny81


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es begann indem ich mich reingesteigert hab,zu früh nach einer erkältung mit trainieren angefangen zu haben. klingt blöd,war aber so. in dieser woche hatte ich nachtdienst, wo ich eh nicht schlafen konnte und damit begann es. ich hatte solche herzangst und plötzlich brach alles zusammen.

als ich dann beim psychiater war,wurde es besser,bekam was zum schlafen.

arbeitest du auch in der klinik?ich werde dich auf den laufenden halten. am donnerstag muss ich nochmal schnell zum psychiater zwecks attest nachtdienstbefreiung. vielleicht kann ich nochmal kurz mit ihm sprechen.

13.04.2017 17:59 • #39


Dreschi


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Das mach man. Würde mich freuen, wenn du weiter von dir und dem Einstieg in die Arbeit berichtest.

Nein ich arbeite im sozialen Bereich, daher die Bereitschaftsdienste. Kein Schichtdienst, dafür aber andere Herausforderungen. Aber die hat wohl jeder.

Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen.

13.04.2017 19:05 • #40




Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser