19

Valon-18

16
1
3
Hallo!

Ich bin m/18 und muss gleich zu Anfang sagen, dass ich eigentlich nicht der Typ dafür bin, der sein Leben oder seine Probleme in ein Forum schreibt aber irgendwann musste das auch kommen. Wie ihr am Titel erkennen könnt bin ich ein Einzelgänger. Um ehrlich zu sein habe oder bzw. hatte ich nie Probleme damit, immerhin war ich das schon von klein auf gewöhnt aber je älter man wird desto deprimierter wird man. Jetzt bin ich 18 und ich weiß dass man mit 18 noch sein ganzes Leben vor sich hat, aber mich machen meine "Probleme" einfach seelisch fertig. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Ich hatte nie richtige Freunde, in der Schule rede ich mit 1-2 Personen aber die kann ich nicht wirklich als Freunde sehen. Dann gibt es da noch die zwei Personen von denen ich vielleicht sagen könnte, dass die doch näher in die Kategorie Freunde fallen, aber die sind mir in letzter Zeit so auf den Nerv gegangen. Das hatte vielerlei Gründe, die ich jetzt nicht thematisieren möchte. Ich bin der Meinung dass mich materielle Sachen viel glücklicher machen als Menschen. Vielleicht ist das auch der Grund warum ich keine Freunde habe, denn wer mich auch nur ein wenig kennt weiß sofort, dass Geld und Karriere machen eine große Rolle in meinem Leben spielt, ich kann dann die Leute nicht leiden die meinen, dass es wichtigeres gäbe und was weiß ich noch. Sicher gibts da das ein oder andere was wichtiger ist, aber von materiellen Dingen wird man nicht enttäuscht und die sind auch immer für dich da. Vor allem Klamotten machen mich glücklich, aber auch wenn ich mir heiße Schlitten ansehe, die ich mir zwar nicht leisen kann aber gerne hätte, geht mein Herz auf. Seit ungefähr 4 Wochen habe ich aber nächtliche Panikattacken, meine Schreie sind ziemlich laut, das meint meine Mutter zu mir und ich glaube dass das davon kommt, dass ich mit keinem über meine Probleme sprechen kann. Ich fühl mich allein gelassen und von meinen sogenannten Freunden interessiert es keinen wie es mir geht. In der Schule bin ich ziemlich gut, wenn ich aber ne 3 bekomme, was ja eigentlich gar nicht schlecht ist, bin ich so verunsichert weil mich der Gedanke Karriere zu machen so unter druck setzt, oder vor ein paar Monaten als ich den Führerschein gemacht habe. Ich war psychisch und seelisch am Ende weil ich mir eingeredet habe, dass wenn ich die Prüfung nicht schaffe mein Leben komplett zerstört ist, ich habe die Prüfung zwar geschafft, aber ich kann sowas ähnliches nicht nochmal durchmachen. Ich mach bald Abi und ich weiß dass es mir dort genauso gehen wird wie beim Führerschein. Ich musste meine ganzen Sorgen, meinen Kummer so in mich hineinfressen weil ich ja nicht zeigen wollte, dass es mir nicht gut geht oder bzw. wollte ich mit niemanden drüber reden, weil ich nicht will, dass jemand glaubt ich bräuchte wen der mir bei schweren Zeiten hilft und vor allem als Mann ist mir sowas erst recht peinlich. Ich wollte morgen wohin und als ich das erste Mal gefragt habe ob jemand mitgehen möchte sagten sie ganz einfach Nein was mir sonst immer egal war, aber heute traf mich das besonders. Ich habe ka warum mich das so hart getroffen hat. Ich bin einfach am Ende, verängstigt, einsam und ein Bild des Jammers. Neulich beim Sport kam ich mit einem Mädchen zum reden und nach 'ner Zeit hat sie halt gemeint ob wir nicht was trinken gehen wollen irgendwann mal und dass ist jetzt 3 Tage her und ich habe ehrlich gesagt auch nicht vor sie anzurufen, weil ich ihr Gelabber von Freunden und Familie usw. nicht ertragen konnte. Ich weiß, dass euch wrs vieles vom Text wirr vorkommt bzw. weiß ich gar nicht wie ihr mir helfen solltet aber ich hatte das Gefühl, dass das einfach aus meinem Kopf raus muss.

09.03.2018 21:55 • 26.08.2018 #1


40 Antworten ↓


Hotin

Hotin


8309
5
6490
Hallo Valon,

willkommen hier im Forum.
Zitat:
ich weiß dass man mit 18 noch sein ganzes Leben vor sich hat, aber mich machen meine "Probleme" einfach seelisch fertig.


Was würdest Du sagen, wenn Du erkennen müsstest, dass Du irgendwo in Deine Gedanken logische Fehler eingebaut hast?
Würdest Du dies ertragen? Und vor allem, bist Du bereit an Deinem Denken etwas zu verändern, damit es Dir besser geht?
Zitat:
Ich bin der Meinung dass mich materielle Sachen viel glücklicher machen als Menschen.


Und warum hast Du dann Probleme? Du könntest Dir ja einfach Liebe und Verständnis kaufen. Oder funktioniert das
nicht so, wie Du es Dir wünschst?

So ganz habe ich noch nicht verstanden, was Du möchtest.
Hast Du ein Problem, weil Du keinen Kontakte zu anderen Menschen aufbauen kannst?
Oder ist Dein Problem anders gelagert? Fehlt Dir einfach nur das Geld, um Deine materiellen Wünsche zu erfüllen?

Viele Grüße

Bernhard

10.03.2018 00:05 • #2


Valon-18


16
1
3
Hey!

Genau das ist das Problem ich weiß es ja selber nicht. Nein kaufen kann und tu ich eh viel aber die Freude hält nicht ewig. Ich bin zwar das Leben so gewöhnt, aber andererseits sagt mir mein Kopf dass ich eigentlich deprimiert sein sollte, weil ich eben keine Freunde habe. Manchmal ist mir das herzlich egal aber dann macht mich das total fertig. Bei materiellen Dingen ist es halt so, dass ich nicht mit ihnen reden kann, wenn es mir schlecht geht. Ich bin nicht der Mensch der auf andere zugeht, das kann ich nicht ausstehen und ich sage meine Meinung halt offen heraus und das passt vielen auch nicht und die wenden sich dann von mir ab. Ich weiß auch nicht wie ich darauf komme das andere Menschen mein Problem verstehen, wenn nicht mal ich es verstehe. Das mit dem Fehler im Denken müsstest du mir erklären, das versteh ich nicht ganz

10.03.2018 09:42 • #3


Hotin

Hotin


8309
5
6490
Hallo Valon,

Zitat:
Ich bin zwar das Leben so gewöhnt, aber andererseits sagt mir mein Kopf dass ich eigentlich deprimiert sein sollte,
weil ich eben keine Freunde habe.


Dein Kopf sagt Dir da, glaube ich, etwas verdammt richtiges. Man muss vielleicht nicht unbedingt Freunde haben.
Aber man braucht nette Menschen im persönlichen Umfeld, also einen kleinen vertrauten Bekanntenkreis.
Den bekommst Du aber nicht, weil Du sagst.
Zitat:
Ich bin nicht der Mensch der auf andere zugeht, das kann ich nicht ausstehen


Es ist falsch, nicht auf andere Menschen zuzugehen. Nur wenn Du auf andere Menschen zugehst, sie ansprichst
und Blickkontakt mit ihnen aufnimmst, nur dann kannst Du richtig zufrieden werden.
Zitat:
und ich sage meine Meinung halt offen heraus und das passt vielen auch nicht und die wenden sich dann von mir ab.


Es kann sein, dass Du mit Deiner offenen Meinung andere erschreckst. Bist Du sicher, das sie sich wegen Deiner
Meinung abwenden, oder kannst Du auf andere Menschen keine Rücksicht nehmen. Das wäre nämlich etwas
völlig anderes. Dann verstehe ich, dass sie sich von Dir abwenden.
Zitat:
Nein kaufen kann und tu ich eh viel aber die Freude hält nicht ewig.


Das fühlst Du völlig richtig. Geld und andere materielle Dinge geben uns immer nur
für eine kurze Zeit Zufriedenheit. Der Handel und die Industrie wissen das genau. Deshalb knallen sie uns mit
Werbung und immer neuen, manchmal völlig nutzlosen Produkten zu.
Und so wechselt Dein schönes Geld meisten viel zu früh den Besitzer. Zufrieden wirst Du dabei aber leider selten.
Und man weiß, materielle Zufriedenheit hält nie lange an. Schon nach kurzer Zeit bekommst Du wieder Hunger auf mehr.
Das ist ein Grund, warum Menschen, die schon viel Geld haben, immer noch mehr wollen.
Davon kann man sehr schnell abhängig werden.
Zitat:
Das mit dem Fehler im Denken müsstest du mir erklären, das versteh ich nicht ganz


Ist mein Text Erklärung genug?

Viele Grüße

Bernhard

10.03.2018 12:25 • x 1 #4


Valon-18


16
1
3
Ich kann deinem Text nur zu 100% zustimmen. Ich meine ich nehm wirklich keine Rücksicht auf andere Menschen, weil ich halt sehr Ich-bezogen bin und mir andere Leute egal sind, aber ich kann mich nicht überwinden Freunde zu suchen. Ich war und bin immernoch der Meinung, dass man sich nur auf sich selbst verlassen kann und bis jetzt bin ich auch sehr gut damit gefahren, ka warum ich jetzt aufeinmal so fühle. Ich kann die Leute schon verstehen, wenn sie meine Art gemein oderso finden, da ich doch schon öfter Sachen sage, die zwar nicht gemein gemeint sind aber für die andere Person viell. verletzend sein können. Das mit den materiellen Dingen, viele Leute können mich aber auch nicht verstehen warum ich finde dass Geld usw. wichtig ist und ich bin der Meinung dass fast jeder Mensch auch glaubt dass Geld eines der wichtigsten Dinge ist, aber die meisten sagen das nicht, weil sie Angst haben selbstsüchtig oder gierig rüberzukommen. Ich verstehe aber immer noch nicht warum ich so Angst vor dem Versagen habe, ich seh mich selbst und denke, dass ich Angst vorm Versagen habe, weil mich der Druck des Erfolgs so fertig macht, kann das sein?

Ps: Danke für die Antworten.

10.03.2018 17:15 • #5


Minzli

Minzli


86
4
17
Ich bin auch kein sehr geselliger Mensch und schon immer gern allein gewesen, zumal es mich auch sehr anstrengt, mich mit Menschen auseinander zusetzen (hab autistische Wesenszüge)
Mit zunehmendem Alter merke ich aber, dass mir die Gesellschaft doch fehlt und ich möchte gerne mehr Kontakte knüpfen.
Ich wundere mich auch über den plötzlichen Sinneswandel, aber letztlich sind Menschen nun mal soziale Wesen und brauchen soziale Interaktion fast genauso wie Nahrung und Wasser.
Diese Diskrepanz zerreißt mich oft regelrecht, aber ich fürchte, man kann gegen die Natur nicht an

10.03.2018 18:58 • #6


Valon-18


16
1
3
Ich versteh dich vollkommen. Aber mal ehrlich, bis auf manche Tage oder Wochen find ich das Allein sein auch angenehm...

10.03.2018 19:02 • #7


kopfloseshuhn

kopfloseshuhn


5176
47
4585
Ich schmeiße mal fix die Frage ein ob du von deinen Eltern je liebe erfahren hast oder ob sdich das auch nur in Geschenken gezeigt hat.

10.03.2018 20:35 • x 1 #8


ollie69

ollie69


205
9
63
Hi,
du scheinst mir der klassische Loner zu sein, der viel Zeit für sich braucht...

mach mal den Test auf https://lonerwolf.com/loner-test/

ist echt interessant...

10.03.2018 21:03 • x 1 #9


Hotin

Hotin


8309
5
6490
Hallo Valon,
Zitat:
Ich meine ich nehm wirklich keine Rücksicht auf andere Menschen, weil ich halt sehr Ich-bezogen bin und
mir andere Leute egal sind, aber ich kann mich nicht überwinden Freunde zu suchen.


Hier hast Du Dir aber einen "Hammer"-Satz einfallen lassen.
Wenn Du so Ich-bezogen bist, dass Du auf andere Menschen keine Rücksicht nimmst,
dann ist doch damit schon alles geklärt und erledigt. Oder nicht?
Du brauchst Dich gar nicht überwinden, Freunde zu suchen. Dafür müsstest Du nämlich erst einmal lernen
Rücksicht auf andere zu nehmen.
Und bevor Du auf andere Rücksicht nehmen kannst, müsstest Du erst einmal lernen, wie wir Menschen mit unserer
Sprache und mit unserem Körper (die Körpersprache) mit anderen Menschen Kontakte aufbauen und diese Kontakte
dann auch halten, wenn die Menschen nett sind. Sind sie nicht nett, so fordernd wie Du und vielleicht auch noch
unfreundlich dazu, dann solltest Du Dich eventuell von ihnen fern halten.
Also das einfachste wäre dann. Du lässt alles so, wie Du es bisher immer gemacht hast
und ab sofort beklagst Du Dich nicht mehr.
Zitat:
Ich war und bin immernoch der Meinung, dass man sich nur auf sich selbst verlassen kann und bis jetzt bin ich
auch sehr gut damit gefahren, ka warum ich jetzt aufeinmal so fühle.


Ich bin wie Du der Meinung, am besten verlässt man sich hauptsächlich auf sich selbst.
Wie weit man anderen Menschen vertraut, sollte man in jeder Situation neu entscheiden.
Das ist doch überhaupt kein Widerspruch, wenn Dir mehr und mehr der Kontakt zu anderen Menschen fehlt.
Zum Glück entwickeln wir uns geistig ständig weiter, ein Leben lang.

Zitat:
Ich kann die Leute schon verstehen, wenn sie meine Art gemein oderso finden, da ich doch schon öfter Sachen
sage, die zwar nicht gemein gemeint sind aber für die andere Person viell. verletzend sein können.


Warum sagst Du denn dann so Sachen, die andere verletzen können?
Zitat:
Das mit den materiellen Dingen, viele Leute können mich aber auch nicht verstehen warum ich finde dass Geld usw. wichtig
ist und ich bin der Meinung dass fast jeder Mensch auch glaubt dass Geld eines der wichtigsten Dinge ist, aber die
meisten sagen das nicht, weil sie Angst haben selbstsüchtig oder gierig rüberzukommen.


Auch ich finde, Geld ist in unserer Gesellschaft schon sehr wichtig. Die psychische Gesundheit halte ich zwar für
weitaus wichtiger. Aber wer wenig Geld zum täglichen Leben hat, der merkt schon, wie schwierig das ist, auch mit
wenig Geld zufrieden zu sein.
Weil die meisten Menschen zeigen einen Wohlstand, den sie noch gar nicht besitzen!
Autos, Häuser, Möbel, ja sogar Urlaubsreisen werden mit geliehenem Geld bezahlt.
Das bedeutet, was unsere Augen sehen, entspricht oft nicht der Wirklichkeit.
Das dabei andere Menschen depressiv und unglücklich werden, wenn sie sehen, was einige
an materiellen Dingen besitzen, ist nur zu verständlich.
Zitat:
Ich verstehe aber immer noch nicht warum ich so Angst vor dem Versagen habe, ich seh mich selbst und denke,
dass ich Angst vorm Versagen habe, weil mich der Druck des Erfolgs so fertig macht, kann das sein?


Das kann sein. Deine Angst vor dem Versagen ist wieder ein eigenständiger Bereich.
Was ist denn für Dich der größtmögliche Erfolg? Wo willst Du hin im Leben?
Was wäre denn für Dich versagen? Wem gegenüber möchtest Du denn möglichst nicht versagen? Dir selbst gegenüber?
Oder Deinen Eltern, oder Deiner Familie gegenüber?
Sonst gibt es ja wohl kaum jemanden, der Dir wichtig ist. Hast Du zumindest gesagt.

Bernhard

10.03.2018 22:48 • #10


Valon-18


16
1
3
Zitat von kopfloseshuhn:
Ich schmeiße mal fix die Frage ein ob du von deinen Eltern je liebe erfahren hast oder ob sdich das auch nur in Geschenken gezeigt hat.


Naja mein Vater ist früh gestorben und meine Mutter ist bzw. war nie oft daheim wegen der Arbeit, aber ich kann jz nicht sagen, dass ich so oft Geschenke bekommen habe, dass mein Verhalten daraus resultieren könnte

10.03.2018 23:25 • #11


Valon-18


16
1
3
Zitat von Hotin:
Hallo Valon,


Hier hast Du Dir aber einen "Hammer"-Satz einfallen lassen.
Wenn Du so Ich-bezogen bist, dass Du auf andere Menschen keine Rücksicht nimmst,
dann ist doch damit schon alles geklärt und erledigt. Oder nicht?
Du brauchst Dich gar nicht überwinden, Freunde zu suchen. Dafür müsstest Du nämlich erst einmal lernen
Rücksicht auf andere zu nehmen.
Und bevor Du auf andere Rücksicht nehmen kannst, müsstest Du erst einmal lernen, wie wir Menschen mit unserer
Sprache und mit unserem Körper (die Körpersprache) mit anderen Menschen Kontakte aufbauen und diese Kontakte
dann auch halten, wenn die Menschen nett sind. Sind sie nicht nett, so fordernd wie Du und vielleicht auch noch
unfreundlich dazu, dann solltest Du Dich eventuell von ihnen fern halten.
Also das einfachste wäre dann. Du lässt alles so, wie Du es bisher immer gemacht hast
und ab sofort beklagst Du Dich nicht mehr.


Ich bin wie Du der Meinung, am besten verlässt man sich hauptsächlich auf sich selbst.
Wie weit man anderen Menschen vertraut, sollte man in jeder Situation neu entscheiden.
Das ist doch überhaupt kein Widerspruch, wenn Dir mehr und mehr der Kontakt zu anderen Menschen fehlt.
Zum Glück entwickeln wir uns geistig ständig weiter, ein Leben lang.



Warum sagst Du denn dann so Sachen, die andere verletzen können?


Auch ich finde, Geld ist in unserer Gesellschaft schon sehr wichtig. Die psychische Gesundheit halte ich zwar für
weitaus wichtiger. Aber wer wenig Geld zum täglichen Leben hat, der merkt schon, wie schwierig das ist, auch mit
wenig Geld zufrieden zu sein.
Weil die meisten Menschen zeigen einen Wohlstand, den sie noch gar nicht besitzen!
Autos, Häuser, Möbel, ja sogar Urlaubsreisen werden mit geliehenem Geld bezahlt.
Das bedeutet, was unsere Augen sehen, entspricht oft nicht der Wirklichkeit.
Das dabei andere Menschen depressiv und unglücklich werden, wenn sie sehen, was einige
an materiellen Dingen besitzen, ist nur zu verständlich.


Das kann sein. Deine Angst vor dem Versagen ist wieder ein eigenständiger Bereich.
Was ist denn für Dich der größtmögliche Erfolg? Wo willst Du hin im Leben?
Was wäre denn für Dich versagen? Wem gegenüber möchtest Du denn möglichst nicht versagen? Dir selbst gegenüber?
Oder Deinen Eltern, oder Deiner Familie gegenüber?
Sonst gibt es ja wohl kaum jemanden, der Dir wichtig ist. Hast Du zumindest gesagt.

Bernhard



Das mit dem Widerspruch, ich will aber nicht erst in zehn Jahren mit wem befreundet sein, wenn es mir jetzt schlecht geht und ich jetzt realisiere, dass Allein sein gar nicht so witzig ist wie ich es mir einrede.
Warum ich Sachen sage die andere verletzen? Weil es meistens die Wahrheit ist, ich weiß zwar nicht wie du das machst, aber ich bin nicht jemand der anderen nur das sagt was er hören möchte und da sind dann halt oft Sachen dabei, die andere verletzen können.

Also ich möchte mir selbst etwas beweisen. Ich will die Welt bereisen, viel Geld haben, das kaufen was ich will, Karriere machen, im Beruf nach oben steigen und ich will endlich ein gut Auto fahren. Und ja, dass ich habe nicht mal gesagt dass mir die Familie wichtig ist, aber meine Mutter mag ich schon, was iwo selbstverständlich ist.

10.03.2018 23:37 • #12


Hotin

Hotin


8309
5
6490
Zitat:
Das mit dem Widerspruch, ich will aber nicht erst in zehn Jahren mit wem befreundet sein, wenn es mir
jetzt schlecht geht und ich jetzt realisiere, dass Allein sein gar nicht so witzig ist wie ich es mir einrede.


Nun, wenn Du jetzt realisierst, das Dir Freundschaften lieber sind, dann musst Du doch
einige entscheidende Sachen verändern. Das ist der Preis um Freunde zu bekommen.
Was glaubst Du bindet Freunde an Dich?

Zitat:
Warum ich Sachen sage die andere verletzen? Weil es meistens die Wahrheit ist, ich weiß zwar nicht wie du das machst,
aber ich bin nicht jemand der anderen nur das sagt was er hören möchte und da sind dann halt oft Sachen dabei,
die andere verletzen können.


Ich lebe nach der Devise.
Was ich sage, sollte wahr und richtig sein.
Ich sage aber nicht alles, was wahr ist. Viele Sachen behalte ich oft für mich.
Mit der Wahrheit erschreckt man Menschen oft. Daher ist es hilfreich, den richtigen
Zeitpunkt und die richtige sprachliche Verpackung für eine wahre Aussage zu wählen.

Die Schwierigkeit scheint bei Dir in Deinen folgenden Aussagen zu liegen
Zitat:
Ich bin der Meinung dass mich materielle Sachen viel glücklicher machen als Menschen.

Zitat:
wollte ich mit niemanden drüber reden, weil ich nicht will, dass jemand glaubt ich bräuchte wen der mir bei
schweren Zeiten hilft und vor allem als Mann ist mir sowas erst recht peinlich.

Zitat:
Ich bin nicht der Mensch der auf andere zugeht, das kann ich nicht ausstehen

Zitat:
Ich meine ich nehm wirklich keine Rücksicht auf andere Menschen, weil ich halt sehr Ich-bezogen bin und
mir andere Leute egal sind,


Erkläre mir doch bitte einmal, wie Du mit dieser Einstellung Freunde finden willst.
Das geht so nicht.
Zitat:

Also ich möchte mir selbst etwas beweisen. Ich will die Welt bereisen, viel Geld haben, das kaufen was ich will,
Karriere machen, im Beruf nach oben steigen und ich will endlich ein gut Auto fahren. Und ja, dass ich habe nicht
mal gesagt dass mir die Familie wichtig ist, aber meine Mutter mag ich schon, was iwo selbstverständlich ist.


In Deinen Plänen kommen aber gar keine Freunde vor.

Du möchtest Dich später selbst bewundern können. Und auch Deine Freunde sollen dann zu Dir aufsehen,
Dich also bewundern. Wie soll das gehen und wie willst Du das lösen?

11.03.2018 00:48 • #13


Jan_

Jan_


228
130
Hallo Valon

Zitat von Valon-18:
Sicher gibts da das ein oder andere was wichtiger ist, aber von materiellen Dingen wird man nicht enttäuscht und die sind auch immer für dich da.


Nunja, Dinge sind tatsächlich berechenbarer als Menschen. Das hat Vor und Nachteile.
Der Mensch ist ein soziales Tier das nicht nur rational berechnend existieren kann, sondern Emotionen und soziale Kontakte und Anerkennung spielen auch eine große Rolle.

Man kann sich zwar auch über Meditation usw auch in eine innere Zufriedenheit versetzen unabhängig von seinen Umständen, seine Situation zu akzeptieren und sich grundsätzlich einen hohen Selbstwert zu geben. Aber ich glaube das ist bei dir nicht der Fall.

Zitat:
dass ich mit keinem über meine Probleme sprechen kann.


Woran liegt das denn? Dass du dich selbst nicht öffnen kannst? Dass du kein Vertrauen in deine Freunde/Familie hast? Dass du keine so nahestehende Person hast?

Ansprechpartner zu haben ist natürlich immens wichtig. Gerade wenn man etwas Unterstützung und Empathie braucht - muss ja nichtmal direkt um Umterstützung gehen, sondern ggf nur um etwas Zuspruch zu erfahren.

Zitat:
Ich fühl mich allein gelassen und von meinen sogenannten Freunden interessiert es keinen wie es mir geht.


Mhm, schwierig. Würdest du dir wünschen dass sie von sich aus fragen? Ist das eine realistische Erwartung?
Die sehen ja nicht wie es in dir aussieht.
Vielleicht musst du es zur Sprache bringen?

Zitat:
In der Schule bin ich ziemlich gut, wenn ich aber ne 3 bekomme, was ja eigentlich gar nicht schlecht ist, bin ich so verunsichert weil mich der Gedanke Karriere zu machen so unter druck setzt, oder vor ein paar Monaten als ich den Führerschein gemacht habe. Ich war psychisch und seelisch am Ende weil ich mir eingeredet habe, dass wenn ich die Prüfung nicht schaffe mein Leben komplett zerstört ist, ich habe die Prüfung zwar geschafft, aber ich kann sowas ähnliches nicht nochmal durchmachen. Ich mach bald Abi und ich weiß dass es mir dort genauso gehen wird wie beim Führerschein. Ich musste meine ganzen Sorgen, meinen Kummer so in mich hineinfressen weil ich ja nicht zeigen wollte, dass es mir nicht gut geht oder bzw. wollte ich mit niemanden drüber reden, weil ich nicht will, dass jemand glaubt ich bräuchte wen der mir bei schweren Zeiten hilft und vor allem als Mann ist mir sowas erst recht peinlich.


Mir scheint dein Selbstwert ist nicht gerade hoch, und du beziehst deinen Wert sehr aus äußeren Faktoren, bisher eher weniger durch Zuspruch, sondern zumindest bewusst vor allem über Statussymbole. Das ist natürlich sehr gefährlich.
Wenn man immer die Bestätigung von außen braucht um sich gut zu fühlen, und immer oberflächliche Statussymbole präsentieren muss, dann ist man sehr abhängig davon. Und das wird auch nicht immer so gut laufen wie mans gerne hätte. Und nachhaltig ist das für den Selbstwert natürlich auch nicht.
Du fühlst nicht dass du allein durch deine Existenz einen Wert hast, sondern musst ein bestimmtes erfolgreiches Image präsentieren.

Wenn diese Erwartung an dich selbst, diese erlernten Grundannahmen, auf die unvermeidbare eigene Verwundbarkeit und Fehlbarkeit treffen, dann führt das unweigerlich zu schwierigen inneren Konflikten.
Wir alle sind fehlbar und nicht perfekt. Und das streben nach einem perfekten Image und perfektem Auftreten und tätigen ist schlicht nicht erfüllbar.
Diese hohen Erwartungen unter dem Wissen dass man nicht so unfehlbar ist wie man es gerne hätte führen natürlich zu sehr großem Druck und Anspannung.
Man hat das Gefühl dieses quasi unerreichbare Ziel erreichen zu 'müssen', und weiß aber um die eigene Fehlbarkeit.

Diese Anspannung und dieser Konflikt kann dann weiter zu Ängsten usw führen, was du ja auch schilderst. Entschärfen lässt sich das vornehmlich durch senken der eigenen Erwartungen an sich selbst. Gleichzeitig muss man versuchen ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln, unabhängig von dritten Personen oder Statussymbolen.

Würdest du denn sagen dass diese Schilderungen auf dich zutreffen?
In was für einem Umwelt bist du aufgewachsen? Wurde dir das Gefühl vermittelt du bist nur etwas wert wenn du Leistung bringst? Gleichgültigkeit? Oder Wärme und Nähe einfach so, dass es genug ist (da) zu sein?

Zitat:
Ich wollte morgen wohin und als ich das erste Mal gefragt habe ob jemand mitgehen möchte sagten sie ganz einfach Nein was mir sonst immer egal war, aber heute traf mich das besonders. Ich habe ka warum mich das so hart getroffen hat.


Was hattest du denn für eine Erwartung?
Oder was für Folgeerläuterungen führst du eventuell, bewusst oder unterbewusst? Ablehnung als Kränkung, dass du es nicht wert bist, oder siehst du es differenziert als die Personen haben vielleicht keine Lust/sind nicht in Stimmung, oder haben vielleicht etwas anderes vor (hat nichts mit dir zu tun)?

Zitat:
Ich bin einfach am Ende, verängstigt, einsam und ein Bild des Jammers.


Du sagst du bist einsam, dass du keine guten Freunde hast, aber präsentierst auch ein Bild von dass das nicht wichtig sei.
Was würdest du dir denn wünschen? Was fehlt dir? Was wünschst du dir?
Wertschätzung? Wahrgenommen zu werden? Tiefgründige Gespräche? Gesellschaft?
Eher bewusst, oder womöglich rein emotional, unterbewusst, ohne genau zu wissen warum/was?

Zitat:
Neulich beim Sport kam ich mit einem Mädchen zum reden und nach 'ner Zeit hat sie halt gemeint ob wir nicht was trinken gehen wollen irgendwann mal und dass ist jetzt 3 Tage her und ich habe ehrlich gesagt auch nicht vor sie anzurufen, weil ich ihr Gelabber von Freunden und Familie usw. nicht ertragen konnte.


Was konntest du daran nicht ertragen?
Desinteresse weil es nichts mit dir zu tun hat?
Oder Frustration darüber dass du das selbst nicht hast?

Zitat:
Das mit den materiellen Dingen, viele Leute können mich aber auch nicht verstehen warum ich finde dass Geld usw. wichtig ist und ich bin der Meinung dass fast jeder Mensch auch glaubt dass Geld eines der wichtigsten Dinge ist, aber die meisten sagen das nicht, weil sie Angst haben selbstsüchtig oder gierig rüberzukommen.


Das glaube ich nicht.
Wenn man keine Wertschätzung und sinnvollen Beziehungen erfahren hat und das also so gelernt hat, oder man anderweitig so veranlagt ist,
dann ist das natürlich ein passendes Weltbild. Aber wir alle brauchen emotionale Nähe, Wertschätzung, Anerkennung. Sonst geht es uns schlecht.
Geld ist da zweitranging. Geld ist notwendig um Grundbedürfnisse zu stillen, und darüber hinaus Luxus. Aber zum Glücklichsein hilft einem das nicht.

Zum 'warum' du findest das Geld wichtig ist würde ich sagen du hast das so erlernt, dass Statussymbole und Geld ein Zeichen von Macht und Stärke, von Wertigkeit haben. Dass du vermutlich leider wenig Zuspruch und Nähe unabhängig davon bekommen hast.

Vielleicht auch ein Stück weit der Wunsch, dass mit Geld und Status das Gute kommt - Wertschätzung, Selbstwert, ggf. Freunde und Glück - ist natürlich ein Trugschluss.

Zitat:
Ich verstehe aber immer noch nicht warum ich so Angst vor dem Versagen habe, ich seh mich selbst und denke, dass ich Angst vorm Versagen habe, weil mich der Druck des Erfolgs so fertig macht, kann das sein?


Wie ich schon etwas erläutert habe macht das für mich absolut Sinn.
Statussymbole und ('messbare') Erfolge als Wert gebend, geringer Selbstwert und/oder Selbstvertrauen, folglich Versagensängste und Anspannung/Druck.
Ein Teufelskreis.

Ich hoffe ich war nicht zu einkategorisierend und labernd...

Viel Glück auf deinem Weg
Gerne schreibe ich auch wieder, wenn es Fragen gibt oder neue Impulse

11.03.2018 02:32 • x 1 #14


Jan_

Jan_


228
130
Zitat von Valon-18:
Das mit dem Widerspruch, ich will aber nicht erst in zehn Jahren mit wem befreundet sein, wenn es mir jetzt schlecht geht und ich jetzt realisiere, dass Allein sein gar nicht so witzig ist wie ich es mir einrede.


Leider gibt es keine guten Freunde zum Direkt buchen. Das Leben ist leider nicht so einfach.
Müssen ja keine 10 Jahre sein die du eine Person schon kennst. Aber leider gibt es keine 'einfache Lösung', keine ohne Aufwand und ohne Investition.

Freundschaften können auch durch geteiltes Leid wachsen, durch ernsthafte Gespräche. Durch offenbaren von Schwächen. Dazu braucht man natürlich die richtige Person.
Das benötigt etwas heran tasten, etwas Zeit, und auch nicht jeder Zeitpunkt ist ein guter Zeitpunkt, auch wenn zu einem anderen Zeitpunkt die selbe Person sehr gut passen würde - in anderer Stimmung oder Situation, oder längere Freundschaft und Kennen.

Zitat:
Warum ich Sachen sage die andere verletzen? Weil es meistens die Wahrheit ist, ich weiß zwar nicht wie du das machst, aber ich bin nicht jemand der anderen nur das sagt was er hören möchte und da sind dann halt oft Sachen dabei, die andere verletzen können.


Mhm, da gibt es ja noch mehr Möglichkeiten zwischen frei Schnauze sagen was einem in den Sinn kommt ohne Rücksicht auf Verluste (so interpretiere ich das jetzt mal) und nur dass zu sagen was der andere hören möchte.
Es kann helfen mal nichts zu sagen, die Situation stehen zu lassen, es mit etwas Empathie und Validierung des anderen zu äußern, mit etwas Verständnis für den anderen, oder statt als Vorwurf als Vorschlag oder beidseitige Fehlbarkeit.
Ist natürlich jetzt schwierig nur theoretisch darüber zu sprechen.

11.03.2018 02:41 • #15


Ex-Mitglied


Kennst du Asperger Autismus?

11.03.2018 03:12 • #16


wagenburg


Zitat von Valon-18:
Warum ich Sachen sage die andere verletzen? Weil es meistens die Wahrheit ist, ich weiß zwar nicht wie du das machst, aber ich bin nicht jemand der anderen nur das sagt was er hören möchte und da sind dann halt oft Sachen dabei, die andere verletzen können.


Meistens wollen die Menschen die Wahrheit nicht ins Gesicht geklatscht bekommen. Das hat verschiedenste Gründe. Es gibt aber verschiedene Wege wie man das mit der Wahrheit macht, da hilft zum Beispiel die Diplomatie. Anstatt jemanden das direkt ins Gesicht zu donnern, kann man das auch eher nach der Ninja Taktik machen und eben etwas geschickter formulieren. Ausserdem muss man überlegen ob man die ganze Wahrheit auf einmal gibt oder das "dosiert".

Zitat von Valon-18:
Also ich möchte mir selbst etwas beweisen. Ich will die Welt bereisen, viel Geld haben, das kaufen was ich will, Karriere machen, im Beruf nach oben steigen und ich will endlich ein gut Auto fahren. Und ja, dass ich habe nicht mal gesagt dass mir die Familie wichtig ist, aber meine Mutter mag ich schon, was iwo selbstverständlich ist.


Um das zu erreichen, wirst Du nicht umhin kommen dich mit anderen Menschen auseinander zu setzen.

11.03.2018 04:40 • #17


Ex-Mitglied


Man hat auch immer nur seine eigene Wahrheit und die ist nicht allgemein gültig. Das hat mit Toleranz zu tun die Wahrheiten der anderen auch mal stehen zu lassen und die ist sehr wichtig im sozialen Kontakt.

11.03.2018 08:34 • x 2 #18


Valon-18


16
1
3
Nun, wenn Du jetzt realisierst, das Dir Freundschaften lieber sind, dann musst Du doch
einige entscheidende Sachen verändern. Das ist der Preis um Freunde zu bekommen.
Was glaubst Du bindet Freunde an Dich?

Ich weiß, dass ich mir mit meiner jetzigen Einstellung keine Freunde erwarten kann, aber um ehrlich zu sein möchte ich mich jetzt auch nicht verstellen müssen, nur damit mich ein oder zwei Torfnasen gut finden, auch wenn ich die jetzt viell. brauchen könnte.



Ich lebe nach der Devise.
Was ich sage, sollte wahr und richtig sein.
Ich sage aber nicht alles, was wahr ist. Viele Sachen behalte ich oft für mich.
Mit der Wahrheit erschreckt man Menschen oft. Daher ist es hilfreich, den richtigen
Zeitpunkt und die richtige sprachliche Verpackung für eine wahre Aussage zu wählen.

Aber wenn der Zeitpunkt zu spät ist, kommt die Wahrheit viell. zu spät und ich rede halt nicht mit Personen über eine längere Zeit und kann daher auch nicht den richtigen Zeitpunkt abwarten um ihnen zu sagen, wenn mir etwas nicht passt.




Also ich möchte mir selbst etwas beweisen. Ich will die Welt bereisen, viel Geld haben, das kaufen was ich will,
Karriere machen, im Beruf nach oben steigen und ich will endlich ein gut Auto fahren. Und ja, dass ich habe nicht
mal gesagt dass mir die Familie wichtig ist, aber meine Mutter mag ich schon, was iwo selbstverständlich ist.[/quote]

In Deinen Plänen kommen aber gar keine Freunde vor.

Du möchtest Dich später selbst bewundern können. Und auch Deine Freunde sollen dann zu Dir aufsehen,
Dich also bewundern. Wie soll das gehen und wie willst Du das lösen?[/quote]

Ich will nicht dass mich wer bewundert, ich will mich selbst bewundern können. Ich bin jetzt nicht ein Angeber oderso der mit Geld prahlt aber ich will andererseits auch, dass Menschen, wenn sie mich sehen, denken der hat im Leben etwas erreicht. Glaub ich zumindest ich weiß es auch nicht.

11.03.2018 10:14 • #19


Valon-18


16
1
3
Zitat:
Woran liegt das denn? Dass du dich selbst nicht öffnen kannst? Dass du kein Vertrauen in deine Freunde/Familie hast? Dass du keine so nahestehende Person hast?

Ansprechpartner zu haben ist natürlich immens wichtig. Gerade wenn man etwas Unterstützung und Empathie braucht - muss ja nichtmal direkt um Umterstützung gehen, sondern ggf nur um etwas Zuspruch zu erfahren.


Du hast recht, ich kann mich nicht öffnen. Generell hasse ich das Getue von Menschen, wenn sie sich öffnen, ich habe dann ein starkes Fremdschämgefühl wenn ich Menschen sehe, die z.b weinen, weil sie sich mit ihrer besten Freundin oderso gestritten haben. Emotionen finden bei mir, zumindest in der öffentlichkeit, keinen Platz.
Ich habe aber auch keine so nahestehende Person und ich vertraue Menschen auch nicht.

Zitat:
Mhm, schwierig. Würdest du dir wünschen dass sie von sich aus fragen? Ist das eine realistische Erwartung?
Die sehen ja nicht wie es in dir aussieht.
Vielleicht musst du es zur Sprache bringen?


Realistisch nicht, aber gehört sowas nicht zu Freundschaften dazu, dass man fragt wie es einem geht?


Zitat:
Würdest du denn sagen dass diese Schilderungen auf dich zutreffen?
In was für einem Umwelt bist du aufgewachsen? Wurde dir das Gefühl vermittelt du bist nur etwas wert wenn du Leistung bringst? Gleichgültigkeit? Oder Wärme und Nähe einfach so, dass es genug ist (da) zu sein?


Das mit dem Selbswert, viell. verwechsle ich das jz iwi mit Selbstvertrauen, denn davon habe ich mehr als genug. Ich weiß dass ich etwas Wert bin, aber vielleicht schätze ich meinen Wert zu hoch ein.
Hm mein Umfeld. Naja wir sind ständig umgezogen, also hatte ich nie richtige Freunde. Mit 10 Jahren ist mein Vater verstorben und meine Mutter ist fast nie daheim, ich war also oft allein. Geschwister hab ich keine und Verwandte kenn ich keine. Ich weiß halt nur, dass mir an materiellem nie etwas gefehlt hat. Als ich gute Noten bekommen habe, war das immer ein schönes Gefühl, aber meine Mutter hat da jetzt nie nachgefragt und ich habe es nie für nötig gehalten, ihr meine Noten zu zeigen.

Zitat:
Was hattest du denn für eine Erwartung?
Oder was für Folgeerläuterungen führst du eventuell, bewusst oder unterbewusst? Ablehnung als Kränkung, dass du es nicht wert bist, oder siehst du es differenziert als die Personen haben vielleicht keine Lust/sind nicht in Stimmung, oder haben vielleicht etwas anderes vor (hat nichts mit dir zu tun)?


Ich glaube die hatten keine Lust auf mich.

Zitat:
Du sagst du bist einsam, dass du keine guten Freunde hast, aber präsentierst auch ein Bild von dass das nicht wichtig sei.
Was würdest du dir denn wünschen? Was fehlt dir? Was wünschst du dir?
Wertschätzung? Wahrgenommen zu werden? Tiefgründige Gespräche? Gesellschaft?
Eher bewusst, oder womöglich rein emotional, unterbewusst, ohne genau zu wissen warum/was?


Das ist es ja, mein Charakter und mein inneres sagen du brauchst keine Freunde, weil man sich nur auf sich selbst verlassen kann, aber mein Herz und mein Kopf sagen was komplett anderes.

Zitat:
Was konntest du daran nicht ertragen?
Desinteresse weil es nichts mit dir zu tun hat?
Oder Frustration darüber dass du das selbst nicht hast?


Nein sie erzählte mir etwas von wegen Familienfeier und dass sie alle zusammen feiern und wie groß ihre Familie sei usw.

11.03.2018 10:38 • #20




Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser

Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag