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Christo

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Hallo, mein Name ist Christopher und ich bin 40 Jahre alt. Ich bin über Google auf dieses Forum gestoßen und dachte ich melde mich mal an. In der Hoffnung das mir jemand nützliche Tipps oder Ratschläge oder auch gezielt Hilfe anbieten kann. Vielleicht ist es auch ein wenig Ablenkung und es tut gut mal alles zu schildern was mir ganz unverhofft wiederfahren ist.

Kurz zur Vorgeschichte meines Lebens:
Ich hatte eine gute Kindheit, habe meine Eltern noch, ich habe guten Kontakt zu meinen Geschwistern, ich habe einen guten Job der mir Spaß macht (ist zwar eine Führungsposition mit Personalverantwortung, aber es machte mir wirklich Spaß und habe es gerne getan), ich bin Singel, wohne in einer vernünftig und schön eingerichteten Wohnung, ich habe keine Schulden, habe mir anfang des Jahres mein Traumauto gekauft, ich war immer ein offener lustiger kontaktfreudiger Mensch der auch an vielen Sachen Interesse hatte, hatte ein gutes Selbstbewußtsein und immer ein offenes Ohr..... Kurz gesagt, ich war mit meinem Leben zufrieden, klar kam mal irgendwo hektik oder Druck auf, aber dies konnte man immer standhalten....

Also eigentlich hab ich alles zum glücklich sein und doch änderte sich schlagartig mein ganzes Leben........

Alles begann Mitte Juli 2014 damit das ich gelegentlich mal einen Schwindel spürte, doch da dachte ich mir nix bei, und auf einmal kam der Tag der alles veränderte. Ich saß am Tisch bei meiner Schwester, alles war soweit in Ordnung, ich stand auf und bekam so ein heftiges Herzrasen und Schwindel das ich dachte ich sterbe, landete im Krankenhaus und wurd auch direkt mit einem Betablocker wieder nach Hause geschickt. Am nächsten und folgenden Tagen ging das alles so weiter, Schwindel und Herzrasen, dazu noch Tinnitus auf beiden Ohren, wieder 2 mal im Krankenhaus gelandet, Neurologisch untersucht worden und alles war soweit in Ordnung, aber ich fühlte mich nicht mehr so wie es mal war. Mein Hausarzt verordnete mir Opipramol zu nehmen und Tavor im Notfall. Alles wurde immer schlimmer, ich bekam immer mehr Angst, ich lag nur noch rum, konnte mich zu nichts mehr aufraffen, an nix mehr Interesse, kaum noch Schlaf und nur noch Gedankenchaos. Die Angst wurde immer schlimmer, so das ich gelegentlich zu den Tavors gegriffen habe, die für den Moment auch sehr gut waren.
Ich war bei einem Neurologen und dieser überwies mich in eine Psychatrie da er meinte das kann man nur noch stationär in den Griff bekommen.
Meine Angst wuchs und wuchs, sie war jetzt fast ständig da. Ich wurde für eine Woche mit Tavor in der Klinik behandelt und zeitgleich auf Antidepressiva eingestellt. Die Medikamente hießen Mirtazapin, Valdoxan und Lyrica. Die Therapien waren eine einzige Qual für mich, ich konnte mich zu nichts mehr aufraffen, stand nur unter Angst, keine Konzentration auf irgendetwas und auch sonst keine Interessen mich mit Mitpatienten zu unterhalten, Fersnseh zu schauen etc., mir fehlte jegliche Motivation und ich empfand keine Freude, ich war nur mit mir selbst beschäftigt und fand keine Ablenkung für mich das mich beruhigt.
Nach 7 Wochen Aufenthalt wurd das Mirtazapin und Valdoxan gestrichen und gegen Cymbalta und Seroquel ersetzt. Für mich war alles nur eine Qual dort. Nur eine Woche später wurde ich entlassen mit der Aussage mehr kann man nicht für mich tun, Medikamentös wäre ich gut eingestellt und den Rest müsste man ambulant machen.

Diagnosen:
schwere Depressionen
Angst Panikstörung
Somatoforme Körperstörungen

Dies ist jetzt 1,5 Wochen her und ich gehe kaputt. Mein Neurologe hat mir zwar alle Medikamente aufgeschrieben, doch ich lebe in Dauerangstzuständen und Spannungszuständen. Ich schaffe nichts mehr, alles ist mir zuviel, ich habe an nicht Interesse, miese Laune, körperliche Symptome. Es ist als wenn ich durchdrehe.
Ich werd nachts wach trotz Zopiklon nach 3 -4 Stunden Schlaf, sofort beginnt das Gedankenkreisen, sofort gehen diese Angstgefühle los, ich werde bekloppt dabei. Ich stehe auf und denke sofort ich drehe durch, nichts beruhigt mich, es ist Dauerangst da, nichts lenkt mich ab. Alltägliche Dinge bekomm ich nicht erledigt, habd versucht mit diesen Zuständen was zu erledigen, doch ich schaff es einfach nicht, wenn ich irgendwo bin, beim Bäcker oder sonstwo, ich wirke stocksteif, meine ganze Lockerheit ist weg, kann nicht mehr lustig wirken....... alles ist eine Qual.
Aussage meines Neurologen, müssen sie mit klar kommen........ Das kann ich aber nicht, es ist alles dahin, krieg nix mehr erledigt und ständig diese Angst, das ist wiederlich. Ich empfinde auch nichts mehr, keine Freude, Trauer usw.
Für mich ist eine Reha beantragt, ich weiß garnicht wie ich das schaffen soll, komm nicht aus dem Bett, zu nix Motivation. Wenn ich wenigstens mal wieder gute Laune hätte. Ich kann mich mit keinen Menschen mehr unterhalten, bin total schreckhaft geworden gegnüber lauten Stimmen und Geräuschen.
Das einzigste was in meinem Kopf ist, das ich irre werde und nur Angst habe. Normal muß ich vor nichts Angst haben und hatte auch nie Angst, aber jetzt hört es einfach nicht mehr auf. Ich halte mich selbst nicht mehr aus und habe schon aus Verzweiflung mit meinem Kopf gegen Türen geschlagen.

Ich hatte von meinem Hausarzt ja noch die Tavor. Wenn ich dann eine halbe davon nehme geht es mir schlagartig anders, zwar nicht 100 % wie vorher, aber mein Kopf wird frei, die Angst und die Spannung ist weg, ich kann wieder klar denken und hab dann auf einmal auch wieder Motivation etwas zu erledigen, kann wieder mit Leuten sprechen.... alles wirkt normaler.

Meine momentane Medikation:
Lyrica 150mg -0- 150mg (seit ca. 7-8 Wochen)
Cymbalta 60 mg (seit ca. 3 Wochen)
Seroquel Reatard 150mg abends (seit ca. 4 Wochen)
Zopiklon 7,5mg nachts

Bedarf: Seroquel 25mg bis zu 3 mal täglich (bringt aber garnix)


Ich halte es echt nicht mehr aus, diese Dauerangstzustände, nichts lenkt mich ab, hab´s mit Joggen oder Fahrrad versucht, aber nichts bringt mich davon runter.

Kann es sein das das Cymbalta noch eine Wirkung entfaltet, es soll ja den Serotonin und Noradrenalinspiegel erhöhen.
Ich würde so gerne mal wieder klar im Kopf sein, gute Laune haben, Interesse und Motivation haben.
Aber stattdessen halt ich mich nicht mehr aus, drehe durch im Kopf, renne in der Wohnung von Zimmer zu Zimmer, ohne Ziel, keine Konzentration, nix.

Nochmal so eine Therapie würd ich nicht durchhalten, ich hab ja an nix Interesse und bin nur mit mir beschäftigt.
Ich hab in der Therapie sicherlich viel aufgeschnappt und vieles scheint auch sinnvoll zu sein, aber in meinem Zustand war es nur eine Qual, das hat aber dort auch niemanden Interessiert. Es wurde nichtmal rausgefunden warum das ganze enstanden ist, hatte in 8 oder 9 Wochen fünf Einzelgespräche, aber mit 3 verschiedenen Leuten.

Ich würd so gern einfach wieder im Leben stehen.

Kann es sein das bei mir nur diese Benzos wirken? Ich weiß die Gefahr darum.
Aber anders halt ich mein Leben nicht mehr aus, obwohl ich ja eigentlich alles hätte im Leben.

Vielleicht kann mir ja jemand was dazu sagen oder weiterhelfen.

Ich bin am verzweifeln und habe so keine Lust mehr.


Jetzt hab ich doch soviel geschrieben, das wollt ich garnicht.

Schöne Grüße

Christoph

06.12.2014 16:33 • 23.01.2019 #1


12 Antworten ↓


Bianca41

Bianca41


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Ersteinmal herzlich wilkommen hier im forum
Das deine geschichte zu lang ist wie du schreibst ist ok so schreibst du dir das mal von der seele bei leuten die dich verstehen, weil uns zu verstehen ist als normaler nicht einfach
Da hast du aber auch schon was hinter dir. LEIDER kann ich dir da auch keinen tipp geben, ausser das du die medis nehmen solltest und ne Therapie machen wäre ganz gut .Ansonsten wünsche ich dir viel kraft und Glück umd einen guten austausch hier .lg

06.12.2014 18:57 • x 1 #2


Icefalki

Icefalki


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Hallo Christoph,

Erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

Was jetzt ganz wichtig ist, du bist jetzt nicht mehr allein. Das was du mitmachst, kennen hier ganz, ganz viele.
Ich denke mal, wenn du hier schreibst, dich mit anderen austauscht, wird es dir ein bisschen Mut und vielleicht ein wenig von der Anspannung nehmen.
Den Weg aus dieser psychischen Belastung ist lang und voller Arbeit. Du findest hier viele Beiträge, die dir nützlich sein können.
Was auch noch wichtig ist, ist deine Krankheit anzunehmen und an dir zu arbeiten. Ich weiß es, dass in einer Depression diese Worte sxhrexklich klingen, es fehlt an allem, aber du darfst dich nicht aufgeben. Gehe in Therapie, suche dir Therapeuten, die dir angenehm sind. Aber du sollst dazu offen sein, gehe ganz kleine Schritte voran. Minischritte. Verkrieche dich nicht, gehe raus und wenn es nur mal vor die Haustüre ist.

Dein Körper läuft auf höchstadrenalin, versuche es mit Bewegung etwas abzubauen. Setzt wirklich kleine Ziele pro Tag, nicht überfordern. Schreib hier rein, was das Zeug hält.
Und denke nicht, ich will das nicht haben, leider haben wir es.


Ich weiß genau wie du dich fühlst, habe das alles auch durchgemacht.

ganz viel Kraft schickt dir icefalki

06.12.2014 18:59 • #3


Christo


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Hallo,

danke für´s nette wilkommen,

meine medi´s werde ich brav weiternehmen, ich hoffe ja auch das sich dadurch etwas bei mir reguliert bzw. normalisiert.

Eine 8-wöchige stationäre Therapie hab ich ja schon hinter mir, leider war es eine Qual für mich. Ich konnt mich zu gut wie nichts aufraffen und alles war ein muss für die Leute dort, ich stand unter dauerangst und konnt mich auf nichts konzentrieren, bis man mich entließ und sagte ich soll ambulant weitermachen mit einem Therapeuten, was ich ja auch gerne machen würde.
Leider finde ich keinen auf schnelle.

Ich würde gerne wieder arbeiten gehen, weil man mich dort braucht. Nur wie soll ich das schaffen.
Es findet auch niemand den Auslöser für meine Depression und Angst.

Diese Daueranspannung ist zum kotzen, meine ganze Lockerheit und Unbekümmertheit ist weg.
Dazu diese null Lust Einstellung zu allem.

Wenn ich dann mal so eine halbe Tavor nehme ist das recht entspannend für kurze Zeit.
Ich hab Angst das die Antidpressiva bei mir nicht wirken. Ich hätte gerne mal wieder gute Laune.

Ich denk auch wenn ich diese ganzen schei. negativ Gedanken nicht hätte würds eventuell besser klappen, es dreht sich ja in meinem Kopf nur noch um die Gesamtsituation und wie man irgendwie den Tag durchkriegt.

Bringt leichtes Joggen, Fahrrad oder mal schwimmen etwas gegen die Anspannung?

Ich hoffe das bald Besserung in sicht ist.

Einen schönen Abend wünsch ich und liebe Grüße

Christoph

07.12.2014 17:37 • #4


Icefalki

Icefalki


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Hey Christoph,

Ja gehe raus und baue dein Adrenalin durch Sport ab. Und passe mit den benzos auf. Suche dir einen Therapeuten, auch wenn es dauert. Hast du vielleicht Freunde, Familie zum Reden? sobald du ins Grübeln kommst, denke an ein rotes Stoppschild. Stop mit den Gedanken.
Wissen die bei der Arbeit was mit dir los ist?
Lgnicefalki

07.12.2014 19:51 • x 1 #5


Christo


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Das mit dem Sport werde ich versuchen, auch wenn es viel Überwindung kostet. Ich hoff einfach mal das da noch Auftrieb kommt.

Mit den benzos geh ich vorsichtig um... Mal 0,25 oder auch mal 0,5... Damit man mal ein bißchen zurecht kommt gelegentlich.

Freunde bin ich ziemlich am vernachlässigen, hab nicht viel zu sagen, bin ja ziemlich unmotiviert im moment. Aber ich hab meine Geschwister und Eltern. Das ist so ziemlich die einzigsten im Moment. Wenn ich etwas von der Tavor genommen habe bin ich kontaktfreudiger und redegewanter.

Mit Therapeuten ist sehr schwer, teilweise 9 Monate Wartezeit oder nehmen niemand an.

Nur so wie es jetzt ist kann es nicht weiter gehen. Jeder Tag nur ein Krampf und irgendwie durchkommen. Wie gesagt, werde es mal mit leichtem Sport versuchen.

Das mit dem Stopschild werde ich ausprobieren. Danke für den Tipp.

Die auf der Arbeit wissen einen Teil davon. Hatte mich mit welchen getroffen um es ein wenig zu schildern, ging natürlich nur unter dem Einfluss von Tavor, ansonsten hätte ich garkein Gespräch zu stande bekommen.

Hoffen natürlich auch das sich die Situation verbessert und ich vielleicht März oder April zurück bin. Hab dort die besten Vorraussetzungen, nur muss ich halt psychisch stabil genug sein und diese krankhafte Angst muss weniger sein.

Einen schönen Abend noch und liebe Grüße

Christoph

07.12.2014 20:23 • #6


Icefalki

Icefalki


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Hallo Christoph,

Wünsche dir auch einen schönen Abend, schreibe bitte weiter, wenn es dir schlecht geht.
Wenigstens kannst du dir dann alles von der Seele reden. Ich hoffe wirklich, die medis schlagen an. Und mach die Reha, nimm bitte jede Hilfe an, die du bekommen kannst.

Ich drücke dich mal herzlich.


Icefalki

07.12.2014 21:56 • x 1 #7


Christo


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Hallo,

Danke für die herzliche Umarmung @ Icefalki

war heute zumindest mal kurz was einkaufen und beim CT wegen meiner NNH...... natürlich ohne Befund....... hab ständig ein pochen oben in der Nase und immer wieder Ohrendruck, wie als wenn alles zu sitzt.

Gegen Nachmittag ging dann nichts mehr..... Unruhe, Angst, Symptome..... kein klares Denken mehr.... ich konnt nicht anders und habe eine halbe genommen.

Nachher werd ich zu meiner Schwester, die sich im Moment um vieles kümmert....... ich hoffe ich kann es irgendwann zurück geben, es ist enorm was sie auf sich nimmt und ich bin Ihr unendlich dankbar dafür....... Wenn ich Sie und meinen Schwager nicht hätte wüßt ich nicht was mit mir wäre, das ganze geht ja schon seit jetzt fast 5 Monaten.

Eine Reha ist ja schön und gut und ich finde auch durchaus sinnvoll da ich ja auch wieder arbeiten gehen möchte.
Nur ich denke man muss Psychisch stabil sein und motiviert sein...... das ist so grade mein Problem, keine Motivation, keine Freude, keine Lust auf fremde Menschen und dann noch diese schei. Angst

Naja, ich nehm Cymbalta jetzt seit erst fast 3 Wochen, davon höher dosiert erst 2 Wochen........ ich hoffe einfach es tut sich was........ dabei warte ich nicht nur bis eine Wirkung eintritt, sondern ich raff mich wiederwillig zu einigem auf....... wenn dann eine positive Unterstützung käme wäre das Prima.

Einen Schönen Abend wünsch ich und liebe Grüße

08.12.2014 17:40 • #8


Icefalki

Icefalki


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Hi Chris,

Ich verstehe dich schon. Du hast PA und Depression. So blöd es klingt, du musst was tun.
Zwinge dich wirklich, wirklich kleine Schritte zu machen. Gerade dann, wenn du es eigentlich nicht kannst. Ich weiß, es erscheint unmöglich, aber es geht. Und dann akzeptiere deine Krankheit. Kämpfe nicht dagegen an. Ich war irgendwann am Punkt, da war es mir schei.... Egal, ob ich sterbe. D.h. Nicht suizidal, sondern weil ich dachte, gleich sterbe ich, also verdammt nochmal, dann eben jetzt. Ich bin nie gestorben!
Betrachte es als deine Arbeit, jetzt an dir zu arbeiten. Und wieder eine PA, was Solls, ich mache trotzdem weiter. Deine Gedanken müssen weg von der Hilflosigkeit, rein ins arbeiten. Nur du selbst bringst es hin. Ich darf das sagen, bei mir waren es 17 Jahre ohne professionelle Hilfe. Die Hölle, ja. Also du hast das nicht als einziger. Und du hast Familie.

Rette dich selbst, eigne dir entspannungstechniken an. Lies alles darüber und jetzt hast du wieder eine Job, nämlich dich.

Und wir sind auch noch da.


Viele liebe Grüße icefalki

08.12.2014 17:54 • x 1 #9


Flocke_79


Herzlich Willkommen

10.12.2014 20:52 • #10


Christo


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Guten Abend zusammen,

leider ist es so das ich fast kaum noch was auf die Kette bekomme, nur zittrig den ganzen Tag, von Zimmer zu Zimmer ohne Ziel...... so gut wie keine Motivation, ich würd gern was tun aber es funktioniert nicht, den stationären Aufenthalt von 8 oder 9 Wochen hab ich ja hinter mir..... was ja auch mehr eine Qual war.....

Es sollte die Reha folgen..... und einen Psychotherapeuten sollt ich suchen........

Doch mein schei. Allgemeinzustand...... nur unter Anspannung, Angstgefühle, keine Lockerheit Gespräche zu führen...... keine Interessen......

Bin daraufhin zu meinem Neurologen, hab ihm die Lage geschildert, es war ihm so nicht bewußt, die Klinik hatte ihm mitgeteilt ich wäre in einem stabilen gebesserten Gesundheitszustand entlassen worden..... das ist aber so nicht wahr.......

Er sah ja meinen Zustand und ich erzählte ihm das ich nur irgendwie den Tag rumkriegen kann ohne irgendeine Motivation und nur unter Angstzuständen.

Seine Antwort war das ich in diesem Zustand nicht Rehafähig bin und auch keine Psychotherapie beginnen kann, ich wäre ja garnicht mehr aufnahmefähig.

Er hat mir jetzt gesagt ich soll das Cymbalta reduzieren und dann weglassen, stattdessen langsam mit Venlaflaxin anfangen, Zieldosis soll 225 mg sein.... Zeitgleich soll ich für 2 Wochen Tavor einnehmen....... damit es mir mal wieder gut geht.......

Er sagte, wir kriegen das schon hin......

Ich habe echt Angst doch noch auf einer geschlossenen zu landen, immer dieses Gefühl irre zu werden, oder generell wieder in der Klinik zu landen, das steh ich dort nicht nochmal durch, diese ständigen Zwänge obwohl man nicht kann......

Ich werde es jetzt mit dem neuen Medikament versuchen und gleichzeitig mit Tavor......

Ich weiß das es mir mit dem Tavor besser gehen wird für diese 2 Wochen...... Ich hab da auch wieder ein wenig Auftrieb weil die Angst weg ist und auch mal wieder Interesse was zu machen (Einkaufen, Aufräumen, mal wieder mit jemand unterhalten weil ich dann lockerer bin)

Hat jemand einen Tipp oder kann aus Erfahrung sagen was ich am besten noch machen kann um diese Zeit so sinnvoll wie möglich zu nutzen, bevor ich wieder Mittagsschläfchen mache oder rumgammel weil´s mir ja besser geht !? Viel Sport? An die frische Luft? Lesen? am besten irgendwie auf andere Gedanken kommen! Will ja dann auch nicht nur wieder ackern, aufräumen, waschen, putzen etc.

Ich hab langsam echt Angst um meine Zukunft, der Zustand hält schon 5 Monate an und hat sich eher verschlechtert.

Einen schönen Abend noch wünsche ich,

Christoph

14.12.2014 19:35 • #11


Maputi


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Hallo Christoph wie gehts dir jetzt?
LG

22.01.2019 00:26 • x 1 #12


calinmagique

calinmagique


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Hallo Christoph,

ich hoffe auch, dass es Dir inzwischen bessergeht und Du zu Deiner früheren Ausgeglichenheit zurückgefunden hast.
Du warst/bist medikamentös eingestellt, treibst Sport, hast Angehörige - das sind gute Mittel gegen Depressionen.

Was Du über Erstarrung geschrieben hast, beschreibt meinen jetzigen Zustand gut, auch was Gehemmtheit angeht.
Meine Bewegungen sind sehr verkrampft, sogar so gewöhnliche wie im Supermerkt das Portemonnaie aus der Tasche zu holen.

entspannen kann ich abends ein wenig, leider indem ich Al. trinke (Medis nehme ich keine); aber auch meine Lieblingsserie zu schauen und Freunde zu treffen, lässt mich besser fühlen.
Ich nehme mir vor, Sport zu machen, aber meistens kneife ich. gestern war ich immerhin ein paar Minuten joggen.

Alles Liebe Dir

calin

23.01.2019 10:22 • #13



Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser


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