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kleiner
Hallo zusammen.

Ich wollt mal fragen ob ihr auch so was kennt...
Habe seit einem Jahr eher Depressionen.. Ich schreibe eher weil ich eigentlich Angst und panik Patient bin. (agoraphobie mit Gas gemischt). Zusätzlich bin ich seit Jahren chronisch erschöpft.

Die Depressionen verunsichern mich sehr, da ich es in der Art nicht kenne.
Ich denk daher den ganzen Tag darüber nach. Es geht dann so:,.. Werde ich das wieder los kriegen? Was tu ich wenn es nicht besser wird? Soll ich das medi wechseln?
Als Folge habe ich dann wieder Ängste zu versagen bzw nicht mehr arbeiten zu können... Allerhand schlimme Szenarien schweben mir im Kopf herum. Und dann wird das ganze noch schlimmer.

Ich beobachte mich auch ständig... Wie belastbar ich bin.. Echt anstrengend.

Ich frag mich manchmal ob ich so depressiv bin weil ich mich rein steiger? Meine Therapeutin sagte ich denk grundsätzlich negativ und habe kein Selbstwertgefühl. Ich schaffe alles obwohl ich immer sage ich schaffe nichts.
Es ist auch so dass ich vieles bewältige aber es kostet extrem viel kraft. Bin schon immer sehr ruhe bedürftig und bin gerne alleine.

Mal ein Beispiel... Ich bin zwar immer müde steh aber morgens trotzdem gern auf. Bin dann auch noch normal gelaunt.... Dann beginnt das gedankenkreisen zu oben genannten Themen und schwupp... Ist mir zum heulen zu Mute.

Ich habe manchmal das Gefühl dass ich das ganze durch das denken schlimmer mache.

Kennt ihr das? Habt ihr Tipps wie man positiver denken kann?

Viele Grüße

19.11.2018 17:52 • 21.11.2018 x 1 #1


6 Antworten ↓


A
Hallo kleiner, das kommt mir sehr bekannt vor. Vor allem die Erschöpfung ist schon sehr lange Jahre präsent.
Bin aber dauernd in Behandlung, um der Sache nachgehen zu können und irgendwann mal eine Lösung für das Problem finden zu können. Es muss noch nicht einmal eine psychosomatische Ursache sein, denn die Psycho-Geschichten habe ich schon sehr lange. Du kannst ein Tagebuch führen - ein Positiv-Tagebuch z. B. oder mal einen Brief an dich selbst schreiben, was du schon alles erreicht hast. Das war mal in einer Klinik eine Aufgabe der Therapeutin. Überleg mal, woran du Freude hast, vorausgesetzt, du hast Freude an etwas. Kannst du das dann umsetzten und wie fühlt es sich dann an?

19.11.2018 19:07 • x 1 #2


A


Depression und positive Gedanken

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kleiner
Hallo,

Danke für deine Antwort.
Ja ich hab tatsächlich auch so ein positiv Buch... Wo ich was rein schreiben soll.
Ich hab das seit Monaten hier liegen und noch nichts rein geschrieben. Ich tu mich ja schon schwer positives zu finden und das auch noch aufzuschreiben. Das wiederstrebt mir zusätzlich.
Da sieht man mal wie gepohlt man ist aus der Vergangenheit und den negativ Gedanken.

21.11.2018 00:13 • x 1 #3


petrus57
Zitat von kleiner:
Ich habe manchmal das Gefühl dass ich das ganze durch das denken schlimmer mache.


Es sind zum Teil auch unsere Gedanken die uns krank machen. Nur krampfhaft positiv zu denken geht ja auch nicht. Ich versuche dann immer nichts zu denken.

21.11.2018 08:58 • x 1 #4


Hotin
Hallo kleiner,

schön, dass Du hier im Forum bist.
Zitat:
Habe seit einem Jahr eher Depressionen. Ich schreibe eher weil ich eigentlich Angst und Panik Patient bin.


Ich denke, Du beschreibst das richtig. Depressionen können entstehen, wenn Du mit
Deinen Ängsten nicht gut klar kommst.

Zitat:
Die Depressionen verunsichern mich sehr, da ich es in der Art nicht kenne.
Ich denk daher den ganzen Tag darüber nach.


Meiner Meinung nach solltest Du weniger über die Depressionen nachdenken.
Depressionen halte ich nur in seltenen Fällen für eine eigenständige Krankheit.
Depression ist meistens nur ein Ergebnis von jahrelanger Dauerangst.
Folglich solltest Du über Deine Ängste nachdenken und Dich fragen, ob es sinnvoll und hilfreich für Dich ist,
ständig so viel Angst zu haben.
Zitat:
Als Folge habe ich dann wieder Ängste zu versagen bzw nicht mehr arbeiten zu können... Allerhand schlimme
Szenarien schweben mir im Kopf herum. Und dann wird das ganze noch schlimmer.


Nach meiner Sichtweise ist das, was Du hier beschreibst fast korrekt, nur eben genau anders herum.
Weil Du ständig Angst hast zu versagen und weil Du Dir oft schlimme Szenarien gedanklich vorstellst, führt dies
nach längerer Zeit zwingend zu Depressionen.
Du kannst das dann kaum noch verhindern.
Zitat:
Meine Therapeutin sagte ich denk grundsätzlich negativ und habe kein Selbstwertgefühl. Ich schaffe alles obwohl
ich immer sage ich schaffe nichts.


Es kann gut sein, dass Deine Therapeutin da richtig liegt.
Zitat:
Ich habe manchmal das Gefühl dass ich das ganze durch das denken schlimmer mache.


Das siehst Du genau richtig.
Lerne, anders zu denken. Dann bin ich sicher, wird es Dir nach einiger Zeit wieder besser gehen.

Gute Besserung für Dich

Bernhard

21.11.2018 09:18 • x 1 #5


A
@kleiner
Das kann ich aber auch gut verstehen, dass es schwer ist, etwas Positives zu finden, wenn man gerade eine Phase durchmacht. Vielleicht kannst du einfach nur die kleinste Kleinigkeit aufschreiben. Was du auch machen kannst, auch en Tipp aus einer Klinik, in der ich war, die schlechten Gedanken aufschreiben und das Blatt zerknüllen. Dann sollte es aus dem Kopf sein, hieß es, aber bei mir hat das leider nur kurzfristig funktioniert. Aber vielleicht hilft es dir ja.

21.11.2018 10:54 • #6


I
Es sind oft in der Tat die Negativ-Gedanken, die einen noch mehr runterziehen. (Zum Thema Depressionen)


Ich hatte - ging nicht von heute auf morgen - mir eine Spirale vorgestellt (Tipp einer Ärztin). - Ähnlich wie mit dem halbleeren oder halbvollen Glas. - Man kann viele Situationen beurteilen, indem man nur Negatives darin sieht oder derselben Situation auch etwas Positives abgewinnen. Beispiel: Ich habe einen Fehler gemacht. Negativ-Gedanken: Oh wie schrecklich. Warum passiert das ausgerechnet mir? Wie geht es nun weiter? Was soll ich nur tun?.... Positiv: Ok., ist passiert, nicht schön, aber auch kein Weltuntergang. Mache das Beste daraus. Aus Fehlern kann man lernen. Der Fehler bleibt derselbe. Jedoch bei den zuletzt genannten Gedanken dreht sich die Spirale nach oben. Mir hat das ganz gut geholfen. Hab das regelrecht üben müssen. Hat bei mir jedoch mit der Zeit wirklich gut funktioniert.

Zudem habe ich damals versucht, mir möglichst viel Gutes zu tun. Egal was: Ein Besuch im Café, ein neuer Lippenstift, ein paar Blumen, ein Buch lesen, mit der Freundin zu telefonieren. Egal was. Hauptsache, es macht ein wenig Freude.
Und wenn Dir etwas Freude gemacht hat, dann kannst Du diese Dinge auch gleich in Dein Positiv-Buch schreiben. Dann hast Du doppelt etwas davon.

Erlaubt habe ich mir außerdem , mein Selbstwertgefühl ein wenig aufzupolieren... Ich sage meine Meinung. Ich habe heute Dieses oder Jenes ganz gut hinbekommen, Ich habe mich heute durchgesetzt, Ich muss nicht Jedermanns Darling sein, Ich treffe meine Entscheidungen.... So in etwa. Ausnahmsweise einmal ganz viel ICH:

Was wäre wenn... ich nicht mehr arbeiten könnte. WAS WÄRE WENN versuche! ich erst gar nicht aufkommen zu lassen. Es bringt nichts, sich über ungelegte Eier einen Kopf zu machen. Sollte der Fall X eintreten, wird gehandelt. Ich würde auf jeden Fall schon einmal nicht verhungern. So gehe ich gedanklich vor.

Und letztendlich versuche ich manchmal, unangenehme Situationen oder Worte etc. als gegeben hinzunehmen ohne diese zu bewerten, was allerdings nicht einfach ist.

So bin ich vorgegangen, und mir hat es geholfen. Vielleicht ist etwas dabei, was Dir ein wenig weiterhelfen würde.


Ich wünsche Dir, dass es Dir recht bald wieder besser geht.

Liebe Grüße

21.11.2018 23:33 • x 3 #7





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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl