Pfeil rechts
6

R
Hallo, seit Ende August bekomme ich Bupropion 150 mg jeweils morgens.
Seit ein paar Tagen fühle mich wie erschlagen wenn ich aufstehe.
Ich zwinge mich zum Essen , hab direkt danach aber sowas wie ein unangenehmes Summen im Bauch (vielleicht Sodbrennen).
Fühl mich nicht richtig da und bin sehr angespannt ,verbunden mit Aggressivem Handeln, wenn mir irgendwas nicht passt oder was runterfällt.
Auch auf Geräusche von anderen (reden,klatschen etc) reagiert ich äußerst aggressiv.
Zudem hab ich das Gefühl ich breche in Tränen aus , allerdings kann ich einfach nicht weinen.
Zudem habe ich auch eine diagnostizierte PTBS und eine Angst/Panikstörung.
Das Bupropion nehme ich gegen eine mittlere Depressive Episode oder sowas in der Art.
Vor dem Medikament ging's mir nicht so.
Werden die Nebenwirkungen verschwinden ?
Und was kann ich akut tun, insbesondere gegen den Drang zu weinen ?
Vielen lieben Dank.
Bin etwas durch den Wind , falls etwas fehlt oder nicht ersichtlich ist ,bitte Bescheid sagen.
x.
Traue mich nicht raus.

18.09.2021 13:36 • 01.07.2022 x 1 #1


6 Antworten ↓


Maxo
Hallo du Armer, das tut mir Leid zu lesen, da kann ich und auch andere Mitglieder mit denen ich da schon Erfahrungsaustausch hatte dir weiterhelfen.

Bupropion ist ein Wiederaufnahmehemmer des Stresshormons Noradrenalin und in geringer Weise des Glückshormons Dopamin.

Das Noradrenalin sorgt für den nötigen Antrieb, raus aus der Depression. Du bist sicher aktiver, getriebener, motivierter, schlafloser und so weiter. Allerdings sind der Preis dafür oft Angstgefühle, Weinerlichkeit, Hochsensibilität, Aggressionen, Schlaflosigkeit, Alpträume, und irgendwann graue Haare davon.

Das Zeug ist wirklich nur was für stark antriebsgehemmte Menschen etwas. Aber diese Nebenwirkungen die du beschreibst wirst du unter dem Mittel nur schwer bis garnicht loswerden. Nimm lieber einen kombinierten Aufnahmehemmer
aus Serotonin und Noradrenalin wie zum Beispiel Venlafaxin oder Duloxetin. Eben nicht jeder verträgt dieses Bupropion / Elontril. Und schon garnicht ängstliche Menschen, die treibt das ja erst Recht in den Wahnsinn.

18.09.2021 16:10 • x 3 #2


A


Bupropion Nebenwirkungen

x 3


R
Super vielen Dank erst Mal für deine Antwort.
Ich habe schon überlegt das Bupropion einfach wieder abzusetzen aber hab gedacht ich geb dem ganzen eine Chance weil auf Ssri hab ich ganz ganz schlecht reagiert (Paroxetin).


Wie Schleich ich das bupropion denn am besten aus ,bevor ich da jetzt richtig drauf eingestellt bin? Oder kann irgwas passieren ? Die 150 mg darf ich ja nicht teilen
Und ja ich weiß immer nur mit dem Arzt zusammen , wollt nur Mal nachfragen

18.09.2021 16:17 • #3


R
Zitat von Maxo:
Aufnahmehemmer
aus Serotonin und Noradrenalin wie zum Beispiel Venlafaxin oder Duloxetin. Eben nicht jeder verträgt dieses Bupropion / Elontril. Und schon garnicht ängstliche Menschen, die treibt das ja erst Recht in den Wahnsinn

Hey habe jetzt erst gesehen wie das Antworten funktioniert , ich hab das jetzt unter meinen Beitrag kommentiert, ist aber an dich

18.09.2021 16:18 • #4


Maxo
Okay ich schreib dir einfach wie ich's machen würde, damit ich keinen Ärger kriege.

Also ich würde es entweder durchziehen und 6 bis 8 Wochen versuchen das zu nehmen um zu schauen ob sich die Nebenwirkungen noch legen oder die Tablette einfach weglassen. Dein Stoffwechsel stellt sich dann nach und nach wieder ein und die Symptome verschwinden. Teilen geht nicht da es ein retardiertes Präparat ist und du dadurch ne Überdosierung erleiden würdest.

Entweder andere SSRI ausprobieren oder was der Arzt eben meint.

18.09.2021 16:28 • #5


C
Hallo zusammen,
ich versuche auch gerade das Medikament Bupropion 150 und würde mich hier gerne im Austausch der Erfahrungen anschliessen.
Ich habe leider schon schon eine langjährige Erfahrungen mit unterschiedlichen AD und leide aktuell akut unter Antriebsstörungen, Müdigkeit und dazu kommt noch eine soziale Phobie / Agoraphobie. In letzter Zeit wurde zuerst Opipramol versucht, was total entgegen den Erwartungen gewirkt hat, dann auf eigenen Wunsch Moclobemid, welches Depressionen und totale Erschöpfung ausgelöst hat und nun seit gestern Bupropion 150. Bisher ohne merkliche Nebenwirkungen / Wirkungen. Wir schnell habt Ihr denn bei Bupropion von der Antriebssteigerung was gemerkt. ? Ich bin ja mal gespannt, wie sich meine Symptome entwickeln, eigentlich ist das Medikament ja nicht unbedingt für soziale Phobie / Agoraphobie gedacht. Aber ein Medikament, welches für alle meine Symptome empfohlen ist, ist mir ausser Moclobemid nicht bekannt, und das hat leider nicht funktioniert.
Ich würde mich über einen Austausch sehr freuen
Liebe Grüsse
Carlo

01.07.2022 18:24 • x 1 #6


silverleaf
Hallo @Carlo_69,

hier gibt es bereits einige Threads zu dem Thema Bupropion/ Elontril (Handelsname), vielleicht ist da ja etwas Passendes dabei (die weiteren Threads sind in dem Link verlinkt):

medikamente-angst-panikattacken-f76/bupropion-elontril-erfahrungen-t114660.html#p2581912

Hast Du ansonsten spezifische Fragen? Ich nehme seit einigen Jahren 300 mg. Angefangen habe ich auch mit 150 mg, dann wurde relativ schnell verdoppelt und höher gehen ja viele Ärzte nicht.
Ich habe die Antriebssteigerung zu Beginn und nach der Erhöhung jeweils deutlich gemerkt, aber der Effekt hat bei mir mit der Zeit nachgelassen.
Und bei mir ist es ähnlich wie bei Dir: Es ist jetzt nicht das perfekte Medikament für mich, aber irgendwie muss man abwägen. Für meine psychischen Diagnosen wären sicherlich andere Medikamente passender, aber dadurch, dass ich schon sehr lange eine schwere Depression und ein chronisches Fatigue-Syndrom habe (bedingt durch meine Multiple Sklerose), ist das Elontril jetzt seit einigen Jahren das Medikament der Wahl. Andere ADs haben mir nicht wirklich geholfen. Mit hochpotenten Neuroleptika habe ich durchaus gute Erfahrungen gemacht, die kann ich aber aufgrund der MS (und der MS-Medikamente) nicht mehr nehmen. Jetzt also das Elontril und zusätzlich Tavor (also ein Benzo) im Bedarf für Krisen.

LG Silver

01.07.2022 18:43 • x 1 #7





Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl