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Lonley94
Guten Abend,

ich bin neu hier und weiß noch gar net wie ich mein Problem schildern soll bzw. ob es sich wirklich um Depressionen hält. .
Letztes Jahr im Herbst war ich bei zwei verschiedenen Psychiatern. Bei dem ersten hab ich mich sehr unwohl gefühlt ging au während der Sitzung an sein Telefon, meinte dann das vieles mit meiner Kindheit zu tun haben könnte und ich unter psychosomatischen Unterleibsschmerzen leide. Bei der zweiten hieß es au das vieles mit meiner Kindheit zu tun hat das ich von engen Freunden und Familienmitgliedern hintergangen wurden bin und leichte Anzeichen einer Borderlinestörung habe aber an sich keine Therapie brauche. Es reicht wenn ich unter Menschen gehe. Zu diesem Zeitpunkt hat mich mein damaliger Partner (2Tage vor dem Termin) verlassen, Grund war sein Meister. . Waren fast 2,5Jahre zus. Habe abends über paar Tage hinweg Wodkabull getrunken um den Schmerz zu ersticken. Iwann hab ich mich dann mit einem Typen getroffen wollte eigentlich nur Freundschaftplus doch nach kurzem wollte er was festes ich aber no net dann wollte ich und er wollte aufeinmal neme. . Bin dann auf mehr Abstand gegangen und hab meinen jetzigen Partner kennen gelernt. Nach kurzer Zeit (wir waren 2-3Wochen zus) habe ich erfahren das der Typ mit dem ich mich davor getroffen hatte was mit meiner Freundin am laufen hatte neben mir nur das sie in einer Beziehung war/is. Obwohl ich meinen neuen Partner hab, hat es mich sehr verletzt und hab ihr die Freundschaft gekündigt.
Hinzu kommt jz au no das mein Arbeitgeber Insolvenz gegangen is. Wir alle hatten ein familiäres Verhältnis haben au viel privat miteinander gemacht. Und jz seh ich se so gut wie gar neme .
Zudem kommt au no dazu das ich mir schon seit paar Jahren ein Kind wünsch. .
So gut wie jeden Abend besauf ich mich und manchmal muss ich au weinen. Ich versuchs zu unterdrücken aber es gelingt mir net, stattdessen kommt der Gedanke mich selbst zu verletzen. Ich weis einfach neme weiter es macht mich fertig! Mein Partner weiß manche Sachen und sagt au das er für mich da is und ich ihn au jederzeit anrufen kann, aber ich wills net hab einfach schiss davor das er mich verlässt deswegen.
Wie is eure Meinung? Was könnt ihr mir raten?
Für jeden Rat bin ich sehr dankbar!

LG Lonley94

01.05.2020 22:38 • 02.05.2020 #1


10 Antworten ↓


cube_melon
Hallo,

es ist schwer was zu sagen, weil das für mich nur sehr schwer zu lesen/verstehen ist.

Entweder man hat Borderline oder man hat es nicht. Man kann das ganz klar mit Fragekatalogen feststellen.
Man kann Symptome haben die bei BL auch auftreten, was aber nicht bedeutet das man das hat.
Wenn Du BL hättest, wäre es ratsam eine angepasste Therapie - die DBT anzufangen.

Eine Diagnose kann nur ein Arzt stellen. Auch wenn ich mich mit BL gut auskenne - ich maße mir nicht an eine Diagnose zu stellen, dann noch aus der Ferne.
Hat dieser Psychiater keine Diagnose gestellt? Ich meine weil er sagt das Du keine Therapie benötigst.

Als aller erstes kann ich dir nur dringend raten die Trinkerei komplett einzustellen. Denn das mag zwar den seelischen Schmerz kurzfristig betäuben, aber der Tag danach ist sicher niicht witzig.

Wenn Du schon Gedanken an selbstverletzendem Verhalten hast, solltest Du aus meiner Sicht dringend in eine Therapie. Evtl. sogar stationär.
Auch ist es zu überlegen dir eine weitere Meinung bei einem anderen Psychiater einzuholen.

Für den Fall es völlig aus dem Ruder läuft und die Gefahr besteht das Du dir Schaden zufügst, solltest Du den Notruf wählen.
Wir haben eine Seite wo diese Informationen sind. Schau sie dir bitte in aller Ruhe an.
https://www.psychic.de/hilfe-hotline.php

Nahezu alles an psychischen Dingen ist behandelbar. Du brauchst halt den Willen und die Motivation was zu verändern.
Und dazu einen guten Psychiater.

Gruß
Cube

02.05.2020 00:27 • x 3 #2



Anzeichen von Borderline - trinke zu viel Alk.

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Lonley94
Ich war bei zwei verschiedenen. Und die zweite meinte als ich sie darauf ansprach das ich minimale Anzeichen einer Boderlinestörung hätte. Ich hab scho paar Onlinetests gemacht und es kam jedes mal Borderline raus.
Der Wille is scho vorhanden nur die Kraft net. Mit der Trinkerei is es bis jz zum Glück no net so extrem nur wenn alles hochkommt. Versuchs au komplett sein zu lassen nur wenn ich allein bin hab ichs net so wirklich im Griff.

02.05.2020 01:31 • #3


BellaM85
Hi!
Ich hab auch mal Borderline diagnostiziert bekommen, mit der Aussage ab 30 werde ich ruhiger ich hab das also in der Kindheit ausgeprägt gehabt. Es ist aber auch egal wann und ob man es hat, Fakt ist musst lernen mit deinen Defiziten zu leben.
Wenn du den Drang hast dich verletzen zu wollen etc, such dir was, was dich da raus holt und ganz schlimm kann Alk. sein das verstärkt Gedanken. Ich hab als ich die Diagnose bekam angefangen ein " Buch " über mein Leben zu schreiben und mich über die Diagnose belesen das hat geholfen- heute versteh ich warum ich oft so gestickt hab

Lg

02.05.2020 08:50 • x 2 #4


cube_melon
Diese Online-Tests können nicht mehr als einen Verdacht aufkommen lassen.

Die Symptome sind:

- Ein grundlegendes und diffuses Angstgefühl
- Emotionale Instabilität
- Mangel an Impulskontrolle. Gerade bei Wut, Substanzmissbrauch.
- chronische, innere Leere
- Probleme mit dem alleine sein.
- In Beziehungen ein vermeindliches oder tatsächliches verlassen werden zu verhindern.
- Nähe-Distanz Problematik. Menschen wegzustoßen weil Nähe nicht ertragen wird, um sie wegen dem verlassen gleich wieder anzuziehen.
- Substanzmissbrauch/Suchtproblematik
- Selbstschadigendes Verhalten
- Pseudosuizidales Verhalten
- Hochrisiko Verhalten.
- Schwächen in der Erkennung der Minik anderer Menschen
- Schwächen in der Erkennung Situationen vo Menschen in Gefahr sind oder leiden.
- Vermindertes Schmerzempfinden beim SVV
- Schwarz-Weiß denken. Auch gerade auf das eigene Selbstbild
- Unsicherheit bei der sexuellen Identitiät (hetero, gleichgeschlechtlich usw.)

Das ist das gröbste. Wenn das ganze wegen Trauma ausgelöst wurde, kommen noch andere Dinge hinzu.

Du kannst sehen, so einfach ist die Diagnose nicht. Es gibt Diagnosen die ähnliche Symptome aufweisen und da gehört halt eine richtige, fundierte Diagnose her.

Meiner Erfahrung nach ist Alk. absolut unzuträglich, wenn man psychische Probleme hat.
Mir ist das durchaus bewusst wie hart das sein kann ihn wegzulassen. Perfekt wird es in deiner Situation vermutlich nicht werden. Aber jedesmal wenn Du es schaffst es so auszuhalten, hast Du etwas gewonnen.

Zitat von BellaM85:
Ich hab auch mal Borderline diagnostiziert bekommen, mit der Aussage ab 30 werde ich ruhiger

Junger Vater, das ist mal die ne Ansage *facepalm*.
Scherz - Ein Stück weit hat er Recht, aber nur wenn eine entsprechende Therapie stattfindet.

02.05.2020 10:49 • x 1 #5


BellaM85
Ja hab ich alles hinter mir es kommt auch noch auf die Form vom Borderline an, weil Borderline hat tausend Facetten deswegen ist diese Erkrankung oft ziemlich komplex. Ich weiß welche Form ich hatte, passte auch und ist heutzutage anders

02.05.2020 12:21 • x 1 #6


cube_melon
Wer einmal da durch ist, der weiß was das bedeutet.

Gratulation das Du es geschafft hast.

02.05.2020 12:27 • #7


Lonley94
Als ich zur Psychiaterin gegangen bin hab ich mir vorher die meisten Sachen aufgeschrieben die mich belasten. Und ihr dann die "Zusammenfassung" genannt. Wirklich eine Diagnose konnte sie mir aber net nennen.... Erst als ich sie drauf angesprochen hatte, meinte sie ja leichte Anzeichen sind scho vorhanden und ich bräuchte keine Therapie es würde reichen wenn ich unter Menschen bin und meinen Hund der ne Zeitlang bei meiner Mutter gelebt hat zu mir holen würde, was ich dann auch gemacht habe. Anfangs hat sie mich au sehr abgelenkt fand es neme so schlimm allein zu sein. Seit paar Wochen is es leider anderst... Und das der Alk keine richtige Lösung is weiß ich au bin dann iwann zu schwach..... Woher weiß ich den jz welcher Psychiater der beste bzw am geeignetsten is? Sie meinte au ich kann jederzeit einen Termin bei ihr ausmachen wenn ich jemanden zum Reden brauch. Mein Partner sagt au jedes Mal wenn er merkt mit mir stimmt was net das ich jederzeit mit ihm über alles reden kann, würde ich au gern aber hab viel zu große Angst das es ihm zu viel wird und er mich dann verlässt... Ich verkrafte es net nommle das man mich verlässt aufgrund meiner Psyche.
Ich danke euch vielmals das ihr mir zuhört bzw antworten auf meine Nachrichten gibt .

02.05.2020 12:34 • #8


cube_melon
Einen geeignete/n Psychiater/in zu finden ist schlicht weg ausprobieren. Google -> "Psychiater Landkreis xyz". Evtl. Krankenkasse nach Listen fragen. Beispielsweise hat die AOK eine solche Liste. Auch so als Idee wäre es mal mit dem SpDi (sozialpsychiatrischer Dienst) deines Landkreises Kontakt aufzunehmen. Die können dir auch ein guter Wegseiser sein.

Die Aussage unter Menschen zu gehen und den Hund zu holen würde ausreichen, bei dem Symptomen und vor allen Dingen bei dem Umgang mit berauschenden Getränken, kann ich nicht nachvollziehen.

Das ist gut das dir das bewusst ist. Du darfst auch schwach sein, nur solltest Du es so gut wie Du es kannst vermeiden.

Die Sorge verlassen zu werden wegen deiner Symtomatiken kann ich ein Stück weit nachvollziehen. Aber im Endeffekt kenne ich deine Situation nicht und somit kann ich auch keinen Rat geben was das angeht.
Es ist aber als Betroffene auch gerne mal so das man sich selbst toxischer anfühlt als man selber ist. Die Frage wo gestellt wird ist ob man selbst beziehungsfähig ist. Je nach dem wie deine Symptome ausgeprägt sind und in wie weit die die Partnerschaft beeinflussen. So Sachen wie das wegstoßen und anziehen oder eine schwache Impulskontrolle können sehr belastend für den Partner sein.

Was absolut wichtig ist und das gilt für jede Art der Diagnose, wo der Partner quasi mit belastet wird - Krankheitseinsicht, Motivation und Wille zur Therapie und Veränderung. Das andere ist die Kommuníkation zwischen euch beiden.
Wenn das alles vorhanden ist, habt ihr gute Voraussetzungen das es klappen kann.

Ein Partner der den anderen wirklich ehrlich liebt, ist eher für große Kompromisse bereit. Aber dem sind auch Grenzen gesetzt.
Eine Therapie kann für den anderen ein Zeichen sein und vor allen Dingen Hoffnung geben.
Dir sollte aber bewusst sein das ein Partner niemals eine Therapie ersetzen kann. Er kann dich nur begleiten, etwas stütze und dir ein Stück weit einen Rahmen bieten.
Der Rest soll (muss) von dir kommen, wenn das eine Chance haben soll.

Versuche Panik zu vermeiden was psychische Krankheiten angeht. Viele hier im Forum haben Symptomatiken, sind aber trotzdem verheiratet und haben Kinder.

02.05.2020 12:58 • x 1 #9


Lonley94
Ich werde später wenn er kommt versuchen offen mit ihm zu reden Dankeschön für den Tipp werde glei mal googeln was es bei mir für welche gibt.

02.05.2020 13:32 • #10


cube_melon
Das ist sehr gut. : )
Den SpDi kann ich dir auch ans Herz legen.

Wenn Du weitere Fragen hast, fühl dich frei sie zu stellen.

Drück dir die Daumen, Mut und Kraft für deinen Weg.

02.05.2020 13:35 • x 1 #11



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser