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201911.02




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Bochum
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Es war besser als gedacht. Sie war sehr verständnisvoll als ich ihr dann die Wahrheit gesagt habe, wie ich mich fühle. Sie empfiehlt eine bestimmte psychosomatische Klinik, in der ich bald vorsprechen werde. Wird wohl aber mit Sicherheit 2-3 Monate dauern, bis dahin läuft ja aber noch die Akuttherapie. Mal sehen...

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  12.03.2019 17:08  

Etwas, das ich loswerden muss

Ich schäme mich ehrlich gesagt dafür, das hier jetzt zu schreiben.
Ich weiß, es gibt Menschen, denen es schlechter geht. Und ich weiß, dass ich hier keine Lösung finden kann, die ich vermutlich nicht eh schon vor Augen hätte. Vielleicht will ich einfach nur loswerden, was ich sonst bei niemandem aussprechen kann.

Ich dachte, mit meiner neuen Arbeit wäre ich "angekommen". Ich dachte, dass es jetzt ja nur bergauf gehen könnte, denn hey, ich habe es geschafft, dass irgendjemand einer Person wie mir eine Chance gibt.
Doch in den letzten Tagen geht es nur noch bergab mit allem. Ich stehe auf Arbeit und weiß nicht, ob ich wirklich dort bin, denn ich habe das Gefühl, als würde ich nur eine Fernsehshow ansehen - eine ziemlich schlechte noch dazu. Ich fühle mich nicht mehr als Teil dieses Geschehens und funktioniere mehr oder weniger nur noch über Zuruf. "Hey, mach mal dies und geh mal da hin!" Dann klappt die Umsetzung einigermaßen, ansonsten stehe ich nur wie betäubt und gelähmt herum.
Die Schlaflosigkeit hat sich wie auf Knopfdruck ins Gegenteil gekehrt. Arbeiten und dann ins Bett. Und dann liege ich dort und habe das Gefühl, nie wieder aufstehen zu können. Ich kann dann stundenlang nicht mehr zwischen Schlaf und Wachsein unterscheiden, es geht alles ineinander über. Die einzige Konstante dabei ist dieses "Niedergedrücktsein" und die Angst, nicht mehr aufzustehen. Es ist ein kleines Wunder, dass ich gerade so wach bin, dass ich diesen Text hier schreiben kann...
Ich habe große Angst davor, wieder vor dem Nichts zu stehen. Denn ich fühle mich auf Arbeit nutzlos und nicht mehr "am richtigen Platz". Und gerade denke ich, dass es diesen Platz auch niemals für mich geben wird.
Seit einer Woche nehme ich meine Tabletten nicht mehr - das ist ein Fehler, ich weiß das. Aber ich sehe keinen Nutzen mehr in ihnen.
Nun sitze ich hier, schreibe diesen Text und weiß nicht, wie ich die Kraft aufbringen soll, noch ein einziges Mal zur Arbeit zu gehen und meinen Kollegen gegenüberzutreten, die mich schon allesamt für dämlich oder verrückt halten müssen. Meine Wohnung ist zu einer Müllhalde mutiert und ich finde von Tag zu Tag weniger Kraft, um dagegen anzuarbeiten. Im Moment wünsche ich mir nichts sehnlicher, als einen Ort, der weit weg von alldem hier liegt, denn ich ertrage diese Situation kaum mehr. Ich flüchte mich in Fantasien, aber das reicht auch nicht mehr wirklich.
Ich überlege, ob ich zu meinem Psychiater fahren soll, aber ich habe Angst, dass es mir dafür ja gar nicht schlecht genug geht und er mich wieder fortschickt. Dabei wäre das im Moment die einzige Chance, die ich sehe.
Ich denke, das war fast alles... Falls das hier irgendjemand liest - danke dafür.



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Status: Online online
  12.03.2019 17:16  
Hallo Benigna, es gibt immer Menschen denen es schlechter geht. Das heisst aber nicht das Du Dich deshalb nicht schlecht fühlen darfst

Du solltest etwas unternehmen. Geh zum Arzt und schilder ihm deine Situation. Ich kann mir vorstellen das Dich Dein Job zunehmend in den Abgrund zieht. Warum das so ist musst Du in Ruhe für Dich klären. Aber geh zum Arzt!



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  12.03.2019 18:53  
Es geht Dir schlecht genug.

Geh sofort zum Arzt!

Falls Du nicht weißt was Du sagen sollst druck Deinen Beitrag aus und gib ihn dem Arzt.
Telefonisch nicht abwimmeln lassen, Du brauchst sofort Hilfe.



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NRW
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  13.03.2019 23:19  
Hallo Bengina, geht es dir denn wegen dem Job so schlecht oder wegen der Verstimmung im Allgemeinen?
Wie geht´s dir denn mittlerweile?



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  13.03.2019 23:57  
Du solltest wirklich zum Arzt gehen, es geht dir doch sehr schlecht. Welches Medikament nimmst du bzw. glaubst das es besser ist, wenn du es nicht mehr einnimmst?





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Bochum
97
  25.03.2019 17:15  
Ich bin auch seit Wochen im freien Fall mal mehr mal weniger, doch im Hintergrund ist die tiefste Schwärze immer präsent. Ich gehe in 2 Wochen in eine Klinik, die hoffentlich besser läuft als die Reha doch ich kann mich kaum motivieren, Sport mache ich seit Monaten gar nicht mehr, ich bin ständig müde, mir ist übel, ich bin sehr depressiv zum Teil. Wozu das ganze? Ich bin erschöpft und Belastungen überall wo ich hin sehe. Das ist doch nicht "normal". Ich dachte es wird besser ich habe es immer gehofft, doch diese verdammte Hoffnung ist eine Lüge. Ich spüre nichts mehr, ich will nur in Ruhe gelassen werden ich ziehe mich überall wo es geht zurück. Kontakt zu anderen wird immer kräfteraubender, schlechtes Gewissen baut sich immer mehr auf, ich bin ein Verlierer, ich habe nichts zu geben und bin nirgends angekommen. Das hört sich alles so traurig und erbärmlich an, doch es ist ein Auszug aus meinem Inneren. Ich glaube kaum mehr daran, dass sich alles zum positiven wenden könnte, noch habe ich nicht aufgegeben, aber mit fast 32 Jahren lache ich mich zynisch selbst aus. Immer getan und gemacht bloß einen guten Abschluss bloß studieren und bloß einen entsprechenden Job finden. Aber das alles ist auferlegt von der Gesellschaft und Mitmenschen und entspricht nicht dem was ich je wollte. Ja was will ich denn überhaupt, was kann ich (bieten)? Mir fällt nichts ein. Gegangen im eigenen Seelen-Käfig, vergiftet und geschwächt habe ich mich verloren, hatte ich mich jemals gefunden?

Ich hasse es, ich hasse mich dafür. Sinnlosigkeit prägt meinen Alltag, vegetieren und überleben doch für was denn?

Ich bin geistig müde und erschöpft und das ist ein Dauerzustand, keine Kreativität und Ideen, keine Visionen und Ziele. Ich habe gefühlt mein ganzes Leben lang weggeworfen in dem ich immer nur ausgehalten und durchgezogen habe. Nun ist ausgebranntsein die Folge. Ich schaue mir das in der Klinik an doch ich habe die Befürchtung dass ich dort eher früher als später raus gehen werde, da ich ein hoffnungsloser Fall bin und mir nicht vorstellen kann plötzlich anzufangen ein normaler Mensch zu werden.

Schade, dass man trotz dieser Umstände kein Ventil hat das man nutzen kann, wie ein Künstler oder Musiker, der sein Leid und Qualen transportiert und was gutes, Mehrwert bringendes erzeugt.



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NRW
116
  25.03.2019 17:30  
Gib der Klinik eine Chance und versuche es nicht jetzt schon schlecht zu machen. Vielen Menschen hat es schon geholfen, die in einer vermeintlich ausweglosen und verzweifelten Situation waren. Wenn sie nichts bringen würden, würde es sie nicht geben. Ich wünsche dir alles Gute!

Danke1xDanke


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NRW
116
  25.03.2019 17:40  
Gehst du auch nicht mehr in die Uni?





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Bochum
97
  25.03.2019 18:04  
Monjah hat geschrieben:
Gehst du auch nicht mehr in die Uni?


Meinst du mich? Ich bin schon fertig und seit 2016 in Arbeit nun aber schon seit 9 Monaten AU geschrieben. War Ende des letzten Jahres in Reha, hat aber nichts gebracht um ehrlich zu sein. PT habe ich wieder seit Anfang Februar regelmäßig doch das fällt mir auch schwer, ich sehe ja das ich keine Fortschritte mache und mir alles schwer fällt.



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NRW
116
  25.03.2019 18:08  
Ja, meinte dich Aber schon einmal super gut, dass du alles so gepackt hast.
Seit wann genau fühlst du dich so, bzw. wann fing es an?
Hattest du schon einmal solche Phasen?
Sorry, falls du es mal geschrieben hattest.

Danke1xDanke


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NRW
116
  25.03.2019 18:20  
Ich habe mir deine Geschichte nochmal durchgelesen.

Depressionen lassen alles trüb sehen. Sie verzerren die Realität. Daran glauben, dass es besser werden kann, wird man wohl erst, wenn man nach und nach wieder Lichtblicke sieht.

Mir tut es leid zu lesen, wie fertig du dich machst. Du hast einen akademischen Abschluss, aber siehst dich als Verlierer. Hebst nur deine vermeintlich schlechten Lebenserfahrungen hervor. Dabei siehst du die anderen guten momentan leider einfach nicht. Und die gibt es. Bei jedem.





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Bochum
97
  25.03.2019 18:39  
Monjah hat geschrieben:
Ich habe mir deine Geschichte nochmal durchgelesen.

Depressionen lassen alles trüb sehen. Sie verzerren die Realität. Daran glauben, dass es besser werden kann, wird man wohl erst, wenn man nach und nach wieder Lichtblicke sieht.

Mir tut es leid zu lesen, wie fertig du dich machst. Du hast einen akademischen Abschluss, aber siehst dich als Verlierer. Hebst nur deine vermeintlich schlechten Lebenserfahrungen hervor. Dabei siehst du die anderen guten momentan leider einfach nicht. Und die gibt es. Bei jedem.


Depressiv war ich wohl schon immer, klar gab es gute Phasen aber die wirklich miesen Phasen mehr oder weniger dauerhaft habe ich seit 2013 ca. Im Sommer 2012 war ich so fertig das ich das erste mal in eine psychosomatische Klinik kam, das war echt super, hatte damals Angst und Panik die so schlimm war wie noch nie. Die hatte ich in der Klinik durch die Behandlung und Medikamente "besiegt". Dann kam eine ruhigere Phase in der ich mich nur auf mich konzentrierte und es lief ganz gut bis Ostern 2013 da hatre ich einen extremen Rückfall (Antidepressiva auf Hälfte reduziert was wohl mit unter Grund dafür wae). So und nun ging es so weiter... Ich fühle mich schnell gestresst, überfordert und finde oftmals keine Ruhe. Während meiner Abschlussarbeit wurde ich fast wahnsinnig. Dann kamen viele schlimme Familientragödien hinzu die mir den Boden weggerissen habe. So bin ich seit Anfang 2018 ziemlich am Boden und konnte dann auch nicht mehr arbeiten.

Jeder hat gute Phasen ich auch, aber die werden kürzer, die schlechten überwiegen, keine Perspektive und Besserung in Sicht. Man wird ja nicht jünger. Ach ich weiß auch nicht was ich dazu noch sagen kann. Das schreiben strengt mich auch an und nervt mich (wie oft habe ich schon gejammert und nie ist was passiert).



178
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Niedersachsen
129
  25.03.2019 19:11  
Dann hör auf zu jammern.
Du hast ein Ventil welches du nutzen kannst..
deinen Körper!

Du musst keine Songs schreiben,keine traurige Lyrik verfassen.
Geh Laufen,fahr Rad,stemm Gewichte.

Fang an DICH zu spüren.
Es gibt immer einen Weg raus.
Depressionen verleiten zu Selbstmitleid.

Sei offen für Therapie und für das Leben.
Glaub mir,ich sag das nicht nur so.
Ich hab Verständnis für dich und deine Gefühle,
aber das Leben ist zu wertvoll für ausschließlich Negatives.

Danke1xDanke




111
Bochum
97
  04.04.2019 23:09  
Am Montag gehe ich erstmal in die psychosomatische Tagesklinik (von Mo-Sa) und habe Muffensausen. Wird das wieder so wie in der Reha, was wird danach. Bin richtig down seit gestern mal wieder, war beim Sport die letzte Zeit und es tat mir sehr gut, aber da kommt sie wieder die Leere und Überforderung und das leichteste fällt einem so schwer. Ich kann auch nicht mehr so viel schreiben, mich nervt es ja selbst, immer wieder, es muss weiter gehen und nur ich kann was ändern.

Danke2xDanke



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  05.04.2019 06:53  
Das mit meiner Arbeit hat sich erledigt...
Am Montag kam ohne Vorwarnung die Kündigung per Post... Abends auf Arbeit dann das Gespräch mit dem Chef. "Ich kann Sie hier nicht gebrauchen. Sie passen hier halt nicht rein."
Dieser Satz hat Dinge von früher wieder hoch gebracht, von denen ich dachte, sie wären verschwunden. Es kamen Gefühle und Gedanken wieder hoch, die ich nie wieder haben wollte. Trotzdem habe ich mich noch die ganze Woche hingeschleppt und gearbeitet. Ich wollte meinen Kollegen nicht hängen lassen und mir wurde zugesichert, dass ich dann die letzte Woche (also kommende) nicht mehr arbeiten muss, dank Urlaub und Überstunden. Daran habe ich mich geklammert.

Gestern Abend sagte mein Kollege plötzlich: "Hey, du stehst ja doch auf dem Dienstplan!"
Und tatsächlich - man hat mir die Überstunden und den Urlaub genommen und will mich zwingen, auch nächste Woche durchzuarbeiten.
Ich habe ein wahnsinnig schlechtes Gewissen, aber ich mache mich jetzt trotzdem auf den Weg zum Arzt, um mich krank schreiben zu lassen, bis die Frist am 15. ausläuft.
Ich will und kann keinen Fuß mehr in diesen Laden setzen und schon gar nicht noch einmal dem Chef über den Weg laufen und in dieses falsch grinsende Gesicht schauen... Ich will auf keinen Fall, dass dieses "Monster" von damals sich wieder in meinem Verstand einnistet. Vorhin habe ich heimlich meinen Spind leer geräumt und mich davon geschlichen (nach Feierabend natürlich)... Ich gehe nicht noch mal zurück.

Danke2xDanke


2672
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  05.04.2019 08:27  
Benigna hat geschrieben:
Das mit meiner Arbeit ....Ich gehe nicht noch mal zurück.


Kann ich gut verstehen.
Bald bist Du ganz offiziell da weg.

@Cortez
Super das Du was machst!

Danke2xDanke




111
Bochum
97
  06.04.2019 00:24  
Miami hat geschrieben:

Kann ich gut verstehen.
Bald bist Du ganz offiziell da weg.

@Cortez
Super das Du was machst!


Kann dich gut verstehen @Benigna lieber ein Ende mit Schrecken anstatt ein Schrecken ohne Ende. Sehr bald bist du da weg!

@Miami Ich werde es mir anschauen aber so recht positiv und gelassen bin ich ganz und gar nicht. Wie geht es danach mit dem Beruf weiter, denn zurück will ich auch auf garkeinen Fall. Oft habe ich mir gewünscht das die Kündigung um Briefkasten liegt. Außer mit dem Chef per Mail und 2x mit der Assistenz der Geschäftsführung gab es keinen Kontakt und so würde es auch sehr wenig Sinn machen da nochmal anzufangen nach so langer Zeit. Meine Lieblingskollegin wird sich mit Sicherheit freuen, dass ich nicht mehr da bin, bin auch sehr froh ihr nicht tagtäglich begegnen und sie ertragen zu müssen.

Danke2xDanke


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  06.04.2019 11:19  
@cortez, @Miami vielen Dank für eure Worte. Die Welt sieht jetzt, wo ich weiß, dass ich da nicht mehr hin muss, schon viel heller aus. Die ersten Bewerbungen sind geschrieben, der Stellenmarkt ist zu meinem Glück im Moment hoch interessant in dem, was er zu bieten hat.


Achso... und ich weiß, dass deine Situation sich von meiner um Längen unterscheidet, @cortez, aber ich möchte das gern loswerden:
Ich weiß nicht, deine wie vielte Arbeitsstelle das war, an der du nicht klar gekommen bist / gemobbt wurdest... Aber ich habe in meinen "niedlichen" 7 Jahren Arbeitserfahrung seit der Schule schon.. lass mich rechnen, darin bin ich schlecht... 7 Arbeitsverhältnisse gehabt, von denen 5 naja... s****** waren. Ich war jedes Mal am Boden zerstört und die Arbeitsverhältnisse haben mich immer so kaputt gemacht, dass ich Gedanken im Kopf hatte, die da sicher nicht hingehörten.

Aber in Bezug auf eine besch-eidene Arbeitswelt möchte ich da meine spärliche Erfahrung jetzt mal mit dir teilen. Kurz und knapp:
Es geht immer weiter.
Klingt blöd, ist aber so. Das Leben ist halt ein konstanter Fluss, der nicht eben mal anhält, wei's S****** ist. Ich hab mich jedes von den 5 Malen irgendwann dazu entschieden, den Anker zu lichten und mich weiter treiben zu lassen. Und egal, wie oft ich damit auf die Nase fiel, der Fluss hat mich weiter mitgenommen, bis da wieder eine Anlegestelle in Sicht kam.
Aufgeblasene Worte, kurzer Sinn: Du brauchst im Grunde keine Angst vor dem Arbeitsleben zu haben. Wenn du nicht zu deiner aktuellen Stelle zurück willst - okay. Du solltest nur nicht aus Angst und Verzweiflung "stehen bleiben", das Leben reißt dich eh irgendwann weiter mit. Ob nun in deinem Bereich als qualifizierte Fachkraft oder in einem ganz anderen als Quereinsteiger. Es gibt immer wieder Arbeitsstellen, wo die Kollegen echte Goldstücke sind und die Arbeit Spaß machen kann - ja, auch für dich, keine Widerrede in dem Punkt, bitte. Erfahrung Ende - vielleicht hilfts dir ja.

Danke2xDanke


Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser

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