AUbng
Mitglied
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Vorab möchte ich noch eine Triggerwartung aussprechen, denn es geht u.a. um sexuellen Missbrauch.
Ich befinde mich seit fast zwei Jahren in einer Beziehung. Ich bin 29, er ist 27.
Ich wurde früher sexuell missbraucht und befinde mich seit langer Zeit in Therapie. Ich habe bereits große Fortschritte gemacht und lege daher sehr viel Wert auf Konsens und Kommunikation. Besonders wenn ich mit meinem Partner intim bin, ist mit das sehr wichtig. Nur leider fällt das meinem Partner sehr schwer.
Wir haben mal etwas ausprobiert, auf meinen Wunsch hin. Danach haben wir es 3-4 mal gemacht. Ich habe danach klar und deutlich kommuniziert, dass mich das wahrscheinlich retraumatisiert und wir es daher nicht mehr machen sollte. Er hat es danach trotzdem noch fünf mal gemacht. Jedes Mal ging es mir danach sehr schlecht, ich habe geweint und dissoziiert. Das Problem ist aber, dass mein Partner das nicht absichtlich gemacht hat. Wieso es danach so oft dazu kam, kann er mir nicht erklären. Er weiß nur, dass es ihm leid tut. Auf Nachfrage teilte er mit, dass er sich mit seinem Verhalten diesbezüglich aber auch nicht auseinandergesetzt hat. Es würde es ab jetzt ja nicht mehr machen. Nun sind 4 Monate vergangen, in der dies nicht nochmal passiert ist.
Ich habe manchmal aus dem Nichts eine riesen Wut auf ihn. Ich frage mich dann: Wieso hat er dies so oft wiederholt? Wieso reflektiert er sein Verhalten nicht? Kann ich sowas nicht vom einem 27jährigen klugen Mann erwarten? ich fühle mich dann überhaupt nicht geliebt und zurückgewiesen. Ich sehe sein Verhalten dann als Beweis, dass ich ihm nichts bedeutet und meine Grenzen und Bedürfnisse nicht wichtig sind.
Ich weiß einfach nicht, wie ich mit dieser Wut umgehen soll. Ich liebe meinen Partner, aber merke immer wieder, dass ich hier an meine Grenzen stoße.
• • 01.02.2026 x 1 #1