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Ich habe seit Anfang Februar mit jemanden regelmäßig Kontakt per WhatsApp. Jetzt konnten wir uns endlich 3 bis 4 mal sehen und Zeit verbringen.
Er gefällt mir vom äußerlichen sehr gut und er scheint auch ein ehrlicher und wunderbarer Mann zu sein. Ich hätte ihn gern an meiner Seite und manches spricht auch dafür.
jetzt zu meinem problem:
Oft wenn wir zb spazieren gehen erzählt er recht viel. Grundsätzlich stört mich das nicht weil ich eher introvertiert bin. Aber in diesen Momenten hab ich oft das Gefühl dass ich zwar dann viele Geschichten kenne aber ihn als Person kenne ich dann nicht, ich habe dann nicht das Gefühl als würde ich mich ihm verbunden fühlen. Ich habe ihm das schon mal gesagt und jetzt merke ich zb beim telefonieren einen Unterschied aber er fällt immer wieder in das Muster zurück was ja verständlich ist.

Da mein letztes halbes jahr selbst sehr schlimmes erlebt habe, frage ich mich ob jemand von euch ähnliche Erfahrungen kennt und erlebt hat?
Dabei wäre mir auch sehr wichtig das Thema Projektion zu beachten

Ich fände es sehr schade ihn gehen lassen zu müssen.

Vielen Dank im voraus

20.05.2020 09:50 • 22.05.2020 #1


44 Antworten ↓


cube_melon
Wenn ich will kann ich auch viel Erzählen, ohne groß was von mir preiszugeben. Wenn Du wissen willst was ihn ausmacht, kommst Du kaum umher das Gespräch auf solche Themen zu lenken und Fragen zu stellen.

Was schlimmes erlebt - auf einen Partner bezogen?

20.05.2020 09:55 • #2


Meinst du die Fragestellungen zu ändern?
Ich habe im august eine langjährige Beziehung beendet und mich in eine andere gestürzt die von diesem beendet wurde.
Habe eine panikstörung usw entwickelt...

20.05.2020 09:58 • #3


cube_melon
Ich meinte bei den Gesprächen mit ihm.

Wie lange war die Beziehung, die im August zu Ende ging?

Zitat von Hilfesuchende01:
mich in eine andere gestürzt die von diesem beendet wurde.

Der Mann mit dem Du dich triffst, hat dir geholfen die Beziehung nach der im August zu beenden?

Wann und warum denkst Du hat sich eine Angsterkrankung entwickelt?

20.05.2020 10:02 • #4


Zitat von cube_melon:
Ich meinte bei den Gesprächen mit ihm.Wie lange war die Beziehung, die im August zu Ende ging? Der Mann mit dem Du dich triffst, hat dir geholfen die Beziehung nach der im August zu beenden?Wann und warum denkst Du hat sich eine Angsterkrankung entwickelt?


Diese Beziehung dauerte 6.5 jahre. Dr mann mit dem ich jetzt Kontakt habe hat mit diesen 2 verflossenen nichts zu tun.
Ich nehme schon lange antidepressiva.
Ich bin 30 geworden habe erkannt dass meine langjährige Beziehung zu ende ist. Es war traurig aber gut so. Der nächste hätte alle meine Vorstellung u werte mitgebracht aber der hing noch an seiner ex. Danach begannen panikattacken usw

20.05.2020 10:10 • #5


cube_melon
6.5 Jahre steckt man unter Umständen nicht so schnell weg. Manche "schaffen" das in einem halben Jahr, andere brauchen dafür Jahre.
Dann eine weitere Beziehung nach kurzer Zeit, wo der Mann noch an der Ex hing. So was kann verunsichernd wirken, gerade wenn man schon psychisch vorbelastet ist. Und nun die Trennung. Wieder ein Verlust, wieder Hoffnungen die verloren gehen.
Es wundert mich nicht das Du jetzt Panikattacken bekommst.

Wann war denn die Trennung von dem der noch an der Ex hing?

20.05.2020 10:29 • #6


FeuerWasser
Du wirst nicht schnell einen Menschen finden, egal ob Mann oder Frau, egal ob für Freundschaft oder Beziehung der sich nach wenigen Treffen emotional wie ein offenes Buch präsentiert. Das hat für mich etwas mit Selbstschutz zu tun, mit Bauchgefühl, damit, dass man seine eigenen Grenzen ernst nimmt und die auch vom Gegenüber ernst genommen werden.
Nach 3-4 Treffen weiß ich von einem anderen die Eckdaten, ob man Geschwister hat, womit er sein Geld verdient, was er für Hobbies hat, man stellt Gemeinsamkeiten fest aber bis dahin kenne ich nicht die Geschichte seines Lebens.

Vielleicht hängst du dich emotional zu schnell an neue Kontakte und kannst dich schlecht abgrenzen das du körperlich derart reagierst?

20.05.2020 10:49 • x 2 #7


Zitat von cube_melon:
6.5 Jahre steckt man unter Umständen nicht so schnell weg. Manche "schaffen" das in einem halben Jahr, andere brauchen dafür Jahre.Dann eine weitere Beziehung nach kurzer Zeit, wo der Mann noch an der Ex hing. So was kann verunsichernd wirken, gerade wenn man schon psychisch vorbelastet ist. Und nun die Trennung. Wieder ein Verlust, wieder Hoffnungen die verloren gehen.Es wundert mich nicht das Du jetzt Panikattacken bekommst.Wann war denn die Trennung von dem der noch an der Ex hing?


Dezember 2019

20.05.2020 10:56 • #8


Zitat:
vielleicht hängst du dich emotional zu schnell an neue Kontakte und kannst dich schlecht abgrenzen das du körperlich derart reagierst?


Das ist ein interessanter Gedanke. Ich versuche es zumindest dass das alte verarbeitet ist aber wer weiß was im unterbewusstsein vorgeht?

20.05.2020 11:00 • #9


cube_melon
Zitat von Hilfesuchende01:
Dezember 2019

Das ist nicht wirklich lange, gerade auch wegen dem Beziehungsende August.

So mal in's blaue vermutet - wenn Du die Bedenken nicht hättest, würdest Du dich wieder recht schnell in eine Beziehung begeben.
Nur diesmal scheint dein Unterbewusstsein die Handbremse zu ziehen.

Ich halte es für eine gute Idee dich selbst einmal zu hinterfragen ob Du grundlegend alleine, bzw. ohne Partner sein kannst. Und dazu ob Du mit dem, gleich wieder in eine Beziehung gehen, Anteile deiner Symptomatiken kompensierst.

20.05.2020 11:09 • x 1 #10


Zitat von cube_melon:
Das ist nicht wirklich lange, gerade auch wegen dem Beziehungsende August.So mal in's blaue vermutet - wenn Du die Bedenken nicht hättest, würdest Du dich wieder recht schnell in eine Beziehung begeben.Nur diesmal scheint dein Unterbewusstsein die Handbremse zu ziehen.Ich halte es für eine gute Idee dich selbst einmal zu hinterfragen ob Du grundlegend alleine, bzw. ohne Partner sein kannst. Und dazu ob Du mit dem, gleich wieder in eine Beziehung gehen, Anteile deiner Symptomatiken kompensierst.


Danke für deine Antwort sie ist sehr interessant. Es stimmt viel Zeit war nicht dazwischen versuche aber solche Sachen schnell zu verarbeiten soweit es mir möglich ist. Wenn etwas vorbei ist möchte ich auch keine Zeit damit verschwenden.
Was kann ich denn jetzt zb tun um nicht meine Anteile zu kompensieren? Und das kompensieren stellt das gefühl der nicht verbundenheit dar?

Alleine leben kann ich schon aber ich will nicht mehr i würde gerne eine Beziehung haben mit Respekt und Wertschätzung.

20.05.2020 11:18 • #11


cube_melon
Mit kompensieren meine ich z.b. so Dinge ob Du grundlegend alleine sein kannst, Angst aushalten kannst oder einen Partner als Lösung von Problemem siehst.
Das soll alles andere als eine Unterstellung sein, aber so was habe ich schon oft gesehen. Da ich dich ja nicht kenne, klopfe ich diese Punkte ab, bei solchen Situationen.

Klar, wie "schnell" man das verarbeitet und hinter sich lässt ist individuell. Etwas hinter sich zu lassen ist das A und O. Denke dessen bist Du dir selbst bewusst.

Beziehungen, bzw. Trennungen prägen uns mehr oder weniger.
Wenn Du so ein Gefühl bei dem Mann hast, dann solltest Du es langsam angehen. Wie @Schlaflose schon geschrieben hat. In der Zeit und nur mit so wenigen persönlichen Treffen, lernst Du einen Menschen nicht wirklich kennen.
Daher mein Rat, lass es langsam angehen und nimm die dir Zeit. Rom hat sich auch nicht in einer Woche verliebt. ; )

Was denkst Du denn was Du kompensierst?

Edit:
habe dich falsch verstanden und den edit gelöscht

20.05.2020 11:30 • #12


cube_melon
Zitat von Hilfesuchende01:
Und das kompensieren stellt das gefühl der nicht verbundenheit dar?

Wenn Du etwas kompensierst kann das sich wie eine Verbundenheit anfühlen.
Ist keine Verbundenheit da, dann kann das aus verschiedenen Gründen sein. Schlaflose hat diese aufgezählt.

20.05.2020 11:35 • #13


Also es ist so dass ich im beruflichen und privaten ganz zufrieden bin. Es gibt keine Ausbildung die ich lernen möchte u auch sonst scheint es mir an nichts zu fehlen.
Mein Traum ist eine harmonische Beziehung und die folgen davon wie Familie gründen oder hausbauen.

Ich habe den Gedanken ob ich nicht locker jemanden kennen lernen kann dem beim ersten zweifel ich schon unruhig werde weil mein sinn im leben in gefahr ist?

Könntet ihr damit etwas anfangen?

20.05.2020 11:54 • #14


cube_melon
Die Lebensziele sind legitim. Aber das Leben ist das was passiert, wenn man versucht Pläne zu machen.

Und wenn man sich das nicht mit dem Partner absolut nicht vorstellen kann, sollte man sich enscheiden - Lebensziele einhalten oder anpassen. Aber wie gesagt, nach so wenig gemeinsamer Zeit? Non-verbale Kommunikation zählt für mich sehr wenig.

20.05.2020 11:59 • #15


Wieviel Kommunikation braucht es für dich ?

20.05.2020 14:18 • #16


cube_melon
Für mich persönlich, wenn ich eine Frau kennenlernen würde oder in deinem Fall?

20.05.2020 14:25 • #17


Zitat von cube_melon:
Für mich persönlich, wenn ich eine Frau kennenlernen würde oder in deinem Fall?


Gerne beides. Wann fühlst duvdich verbunden mit dem anderen?

Es ist ja auch nichts schlimmes wenn der andere es nicht ist aber bei mir löst das wellen von ängsten aus. Ich kann die Gefühle dann gar nicht auseinander halten. Mir ist das mit den Gesprächen halt irgendwie aufgefallen

20.05.2020 14:31 • #18


survivor3
Also,ich sehe es so.
Wenn ein neuer Mensch/Kontakt am liebsten von sich selbst redet und kaum Interesse an meinem Leben bzw unseren evtl Gemeinsamkeiten hat,dann passt es eben nicht.
Non-verbale Kommunikation ist bzw oft aufschlussreicher,als das gesagte Wort.Koerpersprache.. @cube_melon

20.05.2020 14:41 • x 1 #19


cube_melon
Zitat von Hilfesuchende01:
Gerne beides. Wann fühlst duvdich verbunden mit dem anderen?


Das ist ganz individuell bei mir. Kann mich recht gut auf mein Bauchgefühl verlassen.
Gab eine Beziehung da war 7 Tage Kontakt per Mail, dann ein Treffen wo die Frau sich hals über Kopf in mich verliebt hat und ich das auch wahrgenommen habe. Das Treffen inkl. Übernachtung im Haus der Eltern war episch. Ich war aber so überwätigt, das ich den Impuls hatte sie beim Abschied zu küssen, habe dem aber nicht nachgegeben. Ich wollte es erst ein mal sortieren. Beim nächsten Treffen habe ich es dann zugelassen. Die Beziehung ging 6 Jahre.
Bei einer anderen Frau hat es ein halbes Jahr gedauert. Es war eine Mitbewohnerin einer WG. Es war also täglicher Kontakt da, mit gemeinsamen TV Abenden, Einkaufen für die WG, gemeinsames Kochen, Kino, Silvester. Diese Beziehung hat mehr als 6 Jahre gehalten.
Es ist also ganz unterschiedlich. Wenn man noch Kinder, Haus, Hund und Leasingwagen haben will, sollte man das aus meiner Sicht weder forcieren noch über das Knie brechen.

Wenn der andere es nicht ist, löst das Ängste aus? Kannst Du diese Ängste definieren?

20.05.2020 14:44 • #20




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