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D
.... sobald mir dann jemand nahe kommt, kann ich die Nähe nicht zulassen und schiebe ihn von mir. Wieso nicht? Ich möchte in den Arm genommen werden, mich an jemanden kuscheln dürfen, ganz zu jemandem gehören dürfen, aber offensichtlich bleibt dies ein Wunschdenken. Ich hätte es gerne, erträume mir es, aber sobald mir dann jemand näher kommt, trete ich wieder den Rückzug an und halte es nicht aus, um jemanden herum zu sein. Dann bin ich wieder allein, aber sehne mich augenblicklich wieder nach jemandem. Habe das Gefühl vor Einsamkeit einzugehen, aber die Erfahrung zeigt, dass ich es dann doch nicht aushalten würde, wenn wirklich jemand da wäre. Ambivalenter könnte ich wirklich nicht mehr sein! Wer kennt das? Was ist denn mit mir los? Ich wünsche mir so sehr eine Beziehung, aber kriege es dann einfach nicht auf die Reihe!

Desire

15.01.2011 23:51 • 06.04.2011 #1


9 Antworten ↓


B
Hallo Desire

Erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

Ich selber kenne diese extreme Ambivalenz von Wunsch und Abwehr
auch nur zu gut.
Nähe, bis zu einem gewissen Grad ja, aber dann erfolgt eine nahezu
automatische Abwehrreaktions, fast so, als ginge es um Leben oder Tod.
Die Gründe hierfür liegen natürlich im Bereich Angst.
Angst vor einer möglichen Zurückweisung (Verlustangst).
Angst vor einer möglichen Abhängigkeit.
Angst, einer Nahbeziehung nicht gerecht werden zu können.

Die Ursachen hierfür liegen oft in der Prägung der frühen Kindheit.

Viele Grüsse, Der Beobachter

16.01.2011 15:08 • #2


A


Enormer Wunsch nach Nähe und einer Beziehung, ABER.

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S
Hallo

Ich kann wieder fühlen, und Liebe tut richtig gut, aber manchmal überkommt mir ein Angstgefühl wo ich meine kleine Tür zum Herzen plötzlich verschließen kann und keine Gefühle mehr zulasse. Ich wurde in meinem Leben oft betrogen in 23 Jahren Beziehung.Ich bin jetzt endlich ausgebrochen seid einem Jahr und musste durch diese Ängste feststellen das ich meinen neuen Partner nur verletzt habe anstatt ihm zu vertrauen das er mich liebt .Ich bin in diesem einen Jahr einfach immer wieder ausgebrochen aus meinem Glück und zurück gefahren in mein altes zu Hause weil ich dachte ich kann ohne dieses zu Hause nicht leben und alleine sein wollte ich, aber jetzt muss ich feststellen das ist ein Trugschluss aber ich muss auch sagen der Mann der mich liebte hat die ganze zeit dieses hin und her mitgemacht ....ich weiß nicht ob er mich noch einmal so lieben kann ich habe Angst das er mich jetzt nur noch duldet ..da ist diese alte Angst wieder nur das ich sie jetzt anders nenne,und dazu kommt noch die Schuld die ich mir gebe und die Last die ich dazu trage und ich wollte all diese Ängste gern loswerden.......ich muss jetzt kämpfen um das was ich liebe und das ist nicht leicht weil ich es nicht mehr kenne das kämpfen aber ich werde mein bestes geben dieser Mann ist es wert und ich wünsche mir bloß das es nicht zu spät ist und das alles wieder so wird wie es war .ich habe schon eine Veränderung festgestellt wenn man Gefühle richtig zulässt ist das ein unbeschreiblich tolles Gefühl im Herzen ,aber die Ängste der Ablehnung weichen langsam weil man weiß was man in dem Menschen den man liebt kaputt gemacht hat.Ich arbeite daran und werde alles versuchen das in den Griff zu bekommen ich denke ich bin auf dem besten Weg. liebe Grüße Silke

20.01.2011 23:45 • #3


M
ich habe seit 4 jahren nen freund und weiß gar nicht warum. ich liebe ihn,er mich,aber ich kann es nicht zeigen.ich kann nicht kuscheln und knutschen und auch nicht unbedingt liebe sachen sagen. bin irgendwie zu sehr mit meinem kaputten kopf beschäftigt,und die tabletten nehmen die lust. ist echt doof-er soll immer um mich sein,mir zeigen dass er mich liebt,aber nicht zu nahe kommen und mich einengen...
ich schiebe es auf meine krankheit.einfach ist sowas nicht.nicht zum partner finden und nicht zum halten

21.01.2011 00:15 • #4


J
Hallo Disere, mir geht es genauso! Ich sehne mich auch nach einem Partner.. Bin seit über einem Jahr singel. Hatte bis jetzt nur Enttäuschungen erlebt. Bei meinem letzten war es so, dass er auch eine Beziehungangst hatte. Er wollte aber mit mir eine Beziehung eingehen, nach 4 Wochen hat er es soweit provoziert dass ich Schluss machen musste. Davor hat er mir weiß ich nicht was versprochen... Ich war auch sehr in ihn verliebt.

Seit fast einem Jahr hat er jetzt eine Neue, es ist zwar eine Fernbeziehung, aber dennoch.. Mit ihm habe keinen Kontakt mehr, dafür mit seiner Familie. Ich merke wie es mich immer noch verletzt. Auch, wenn ich ihn jetzt mit seiner neuen sehe. Obwohl ich auf sie gar nicht neidisch sein brauche, weil er letztens als sie mal wieder beim Weggehen nicht dabei war, mit einer anderen rumgeknutscht hat. Was wiederum für seine Bindungsangst spricht..

Doch bei mir ist es so, dass ich alles was mir zu Nahe kommt abschmettere. Ich habe zwar viele Kumpels und auch so keine Probleme mit Männern habe. Aber jedesmal wenn einer mehr Interesse an mir zeit ziehe ich mich zurück.
Letztens war ich z. b weg ich habe mich mit einem sehr netten jungen Mann unterhalten. Er hätte mir auch optisch gut gefallen. Wir haben getanzt. Er war leicht angetrunken. Beim Tanzen legte er seinen Arm um mich. Da wurde es mir schon zu viel. Ich habe mich unwohl gefühlt und bekam Beklemmungsgefühle..

Sogar mein Kumpel hat letztens zu mir gesagt, dass meine Mauer ziemlich hoch ist. Und kein Mann eine chance hat. Das hat mich zum Nachdenken gebraucht und mich erschrocken. Dabei sehne ich mich doch so nach einem Partner und nach Zärtlichkeit. In meinem Kopf könnte ich mir schon eine Beziehung vorstellen. Nur wenn es wirklich ernst wird, bekomme ich Angst. Angst vor Enttäuschung und davor verletzt zu werden...

Würde mich freuen, wenn wir uns ein wenig schreiben würden..Vielleicht können noch andere von ihren Erfahrungen berichtigen?!
LG

23.01.2011 18:47 • #5


B
Das kenn ich auch nur zu gut ...

Wegen meiner Vergangenheit und den Konflikten mit meinem Vater habe ich generell Probleme mit Männern, besonders wenn ich sie attraktiv finde. Dann rasen meine Gedanken nur umher und ergeben einen Kurzschluss und letzten Endes halte ich Abstand. Oder ich unterdrücke die Gefühle und bin einfach nur kühl.

Vor einem Jahr ist mir ein Junge aus meiner Stufe aufgefallen und nach meinen Beobachtungen habe ich vermutet, dass er in mich verliebt sein könnte. Bei mir dauert es dann immer einige Monate, und ich verknalle mich in denjenigen. Zuhause war ich dann ständig in Gedanken und schwärmte, aber sobald ich ihn traf war ich einfach nur kühl. Irgendwann ist es umgeschlagen und ich hatte eher Panik wenn ich ihn sah und hab automatisch Abstand gehalten.

Tja, und heute habe ich erfahren, dass er seit kurzem eine Freundin hat ...

Aber im Vergleich zu der inneren Spannung, die sich durch das hin und her zwischen Träume Sehnsucht nach dem Geliebt-Werden und der Panik zustande kam, ist es irgendwie auch eine Entlastung ...

24.02.2011 19:15 • #6


P
hallo ihr,

mir kommt das problem auch bekannt vor...

habe seit knapp einem jahr einen freund. leider fällt es mir sehr schwer bei ihm zu übernachten oder längere zeit mit ihm zu verbringen.
genau diese ambivalenz von nähe und distanz verspühre ich dann auch. einerseits möchte ich im arm meines freundes einschlafen. auf der anderen seite, bin ich irgendwie erleichtert wenn ich nach hause gehen und alleine schlafen kann. ich brauche einfach immer irgendwann wieder zeit alleine. bin ich dann aleine, wünsche ich ihn mir wieder zu mir.
fällt mir echt schwer, mich da selbst zu verstehen...

pust3blum3

31.03.2011 16:09 • #7


T
Mir geht es ähnlich. Im Einsamkeitsforum, Threat Hilflos in der Einsamkeit, habe ich mein Problem geschildert.
Allerdings weiß ich nicht, warum es euch so geht, warum ihr Angst vor Nähe habt. Gab es ein Schlüsselerlebnis oder was stört euch genau?

05.04.2011 18:10 • #8


N
Mir gehts genauso, ich habe auch große Probleme, Nähe zuzulassen, das betrifft Kontakte mit Frauen und besonders mit Männern seit meiner letzten Beziehung. Ich denke immer mit dem nächten Mann, den ich kennenlerne würde sich das Drama meiner Ehe wiederholen. Und außerdem komme ich über Trennungen nur sehr schwer hinweg.

Soll man eine Beziehung eingehen, wenn die sowieso statistisch zu ca 50% oder so sowieso wieder scheitert? Ich habe auch Angst emotional abhängig zu werden und das besonders bei attraktiven Männern. Deshalb hatte ich auch fast immer Beziehungen mit eher unscheinbaren Männern.

Naja, vielleicht heilt die Zeit ja meine Wunden. Solange kuschel ich mit meinen süßen Kätzchen

05.04.2011 21:14 • #9


T
Mein größtes Problem ist, glaube ich zumindest, dass ich den Sex als unfair betrachte.
Ich könnte es kaum besser ausdrücken, als dieser Wikipedia-Artikel (auf's fett Gedruckte kommt's mir an):

Die Partnerbindung ihrerseits begünstigt durch die umstandslosere Möglichkeit zum wiederholten Geschlechtsverkehr die Fortpflanzung und stellte zudem eine geeignete Basis dar, um den Nachwuchs optimal zu versorgen, zu schützen und zu erziehen.

In diesem Zusammenhang betrachten Anthropologen auch die durchschnittlich längere Vorlaufzeit des Orga. der Frau als ein wichtiges Selektionsinstrument für die Partnerwahl: Indem sich der Partner um die sexuelle Befriedigung der Frau bemühe, zeige er wertvolle Eigenschaften wie Empathie, Leistungsbereitschaft und Geduld, die von wesentlicher Bedeutung für eine Bindung und zur gemeinsamen Aufzucht von Kindern seien.


Oder folgendes Beispiel: Wenn man sich eine Sex-Szene in einem Spielfilm ansieht und das Liebespaar beim Sex beobachtet, dann fällt auf, dass sich die Frau nur um sich selbst kümmert, während der Mann sich auch um sie kümmert.
Aber niemand kümmert sich um den Mann. Da kommt man sich wie ein Diener vor, der gefälligst die Wünsche der Frau zu erfüllen hat und fertig.

Darum bleibe ich lieber allein, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen.
Natürlich bin ich dabei so einsam, dass ich am liebsten tot umfallen würde, aber immernoch besser als sich versklaven zu lassen.

Das man als Mann beim Flirt meistens den ersten Schritt machen und beim Heiratsantrag den Antragsteller sein muss, davon rede ich erst gar nicht.

Versteht ihr mich?
Ich komme mir, gegenüber einer Frau, in die ich verliebt bin, minderwertig vor. Als ob ich gar nichts zu sagen hätte ...

06.04.2011 01:44 • #10


A


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Dr. Reinhard Pichler