Zitat von kater78:Guten Morgen,
ich hatte eine sehr bescheidene Nacht, da ich von meiner vermeintlichen neuen Traumfrau geträumt habe, die vor 3 Tagen plötzlich, nachdem ich sie wieder mal auf Facebook wahrgenommen habe, in meinem Hirn aufgetaucht ist. Mit der alles viel besser wäre, was mein Kopf seither ununterbrochen auf mich eintrommelt. Ich war heute morgen dann wieder total erschlagen und mir war so übel, dass ich in der Dusche erstmal Würgereiz hatte.
Heute kommt meine Freundin zu Besuch übers WE und ich bekomme leichte Panikanfälle, dass ich nicht "funktioniere".
Ja, ich hatte heute morgen plötzlich auch im Auto die Idee "Du musst das beenden, dann geht es Dir schlagartig gut". Noch kann ich aber dagegen anhalten.
Jetzt versuche ich mich abzulenken auf der Arbeit was bedingt klappt und das ganze als Marathon zu sehen. Zwischendrin ätzend, aber am Ende lohnt es sich hoffentlich.
Mir geht es nun seit 12 Tagen so schlecht, was echt zehrend ist. Auf die nächsten 12!
Die ersten 2 Monate bei mir waren schrecklich...
Vorallem weil ich mit meinem Partner zusammen wohne und ihn immer sehe wen ich solche Gedanken habe.
Dagegen kämpfe ich auch noch ein wenig - mein kopf schwärmt von einem alten Kollege, der bei uns arbeitet und ich definitiv nichts mehr will.
Vielleicht hilft es dir, mir half es - weil ich weiss, dass mein Kopf mir etwas vorspielt:
"Es ist hilfreich zu wissen, dass wir Menschen sehr kreativ mit grosser Verlustangst umgehen.
Den im Kern geht es bei Bindungsstörungen um Verlustangst. Diese kann aber so bedrohlich sein, dass wir uns gar nicht richtig auf eine Beziehung einlassen und uns Fluchtwege eröffnen, bzw. eine Hintertür offen halten. Tolle Gefühle für einen anderen Mann sind eine solche Hintertür: wenn es mit meinem Wunschpartner nicht passt, dann habe ich ja noch eine Alternative, und habe rasch einen Ersatzpartner bereit, der mir ermöglicht meine starken Verlustgefühle nicht erleiden zu müssen."