Hey again,
ich weiß, ich bin noch so neu und bisher kam echt selten was Positives von mir. Ihr dürft wissen, ich hatte auch schon Zeiten, in denen ich Besserungen erfahren hatte, in denen ich das Gefühl hatte, alles wendet sich zum Besseren. Nur... scheint das gerade weit weg!
Ich weiß nicht, was mit mir los ist, ob das noch ROCD ist, ob es Verlustangst ist, was es ist- eigentlich auch egal. Trotzdem hoffe ich, dass jemand von euch das kennt oder mir etwas Ermutigendes sagen kann dazu.
In den letzten paar Tagen gings bei mir täglich bergab. Selten den direkten Gedanken, dass ICH ihn nicht lieben könnte. Viel mehr, dass er desinteressierter wird, dass er langsam am Ende ist und vielleicht bald sagt, er kann nicht mehr. Das Problem ist, ich hatte von Anfang an von der Therapeutin die Aufgabe bekommen, nicht alles auszusprechen. Wenn ich Zweifel habe, oder glaube, DIESMAL ist es echt, oder neue Ängste im Sinne von "er mich nicht mehr lieben" oder auch Dinge wie mit dem "Klammern" oder selbst kleinere pipifaxSachen die mich verunsichern- ich sprechs an. Wenn er antwortet ists macnhmal mutmachend aber oft auch unsinnig, weil ich oft weiter diskutiere und meine "Probleme" erklären möchte, was oft zu nem Stundengespräch wird und wenn er nicht reagiert oder drauf eingehn mag (was einfach so verständlich ist!) fühlt sich ein Teil in mir sofort wieder ungeliebt, bestätigt, dass er bald nicht mehr kann und aufgeben wird. Ich schieß mir quasi ins eigene Bein, wenn ich das nicht hinbekomme mit dem NICHT AUSSPRECHEN!Ich muss sagen, es wurde besser, und es hat auch viel geholfen, allein schon dass die Beziehung entlasteter war und Platz für "normale" Themen

Nur zur Zeit gehts mir sooo schlecht und es scheint, als käme ich nicht weg von dem doofen Verhalten, Ansprechen, Negativ sein und es auch zeigen.
Er sagt, es ist zwar anstrengend aber ich bräuchte mir absolut nicht eine neue Sorge bereiten, dass er gehn könnte oder so. Er ist da total optimistisch oft, wenn ichs nicht bin und weiß, es wird wieder vorübergehen.
Ich versteh nicht, wieso ich manchmal nicht anders kann als es zu lassen. Wenn ich das nur lese krieg ich nen Hass auf mich wie ich so zu IHM sein kann.
Und das andere ist: Das vor ein paar Tagen hiergewesene Thema der Abhängigkeit oder Anhängigkeit und "es liegt mir alles am anderen Partner" hat sich wie ein neuer Zwang eingebrannt. Ich glaube auch dass deshalb das mit dem "lieb ich ihn noch" etwas abgelöst wurde. Ich habe Angst, dass ich damit ein neues "Problem" entdeckt habe und bei jedem oben beschrieben Warten auf seine Antwort, jedem Bangen ob er sauer ist, jedem Gedanken, ob wir uns treffen, bei ALLEM was mit ihm zu tun hat, dass ich echt voll seine Bestätigung, Liebe usw brauche, dass ich soviel darauf gebe, wie es mit uns ist. Selbst wenn wir uns dann verabreden und ich ab da gute, naja.. deutlich bessere Laune bekomme, ist sofort ein schlechtes Gewissen da, weil ich sehe, wie echt meine gesamte Gefühlslage abhängt von ihm/uns usw.
Ich hatte heute morgen den übelsten Zusammenbruch, mit Heulkrämpfen, Hyperventilieren und wirklich ALLEM weil ich gemerkt habe, wie viel zu viel Wert ich dem über mein Leben gebe und dann dachte, dass jeder mir sagen würde dass ich mich erstmal Trennen sollte, weil ich zu mir selbst finden muss und alles. Ich weiß nciht mehr, was ich glauben soll. Was nur ne Phase ist, was wahr ist, was nur durchs ROCD kam aber wieder weggehn wird. Ich weiß nciht wie ich weitermachen soll, ich weiß nichtmal wie ich meine Situation beschreiben soll. Denn irgendwie ist es gerade ALLES. Kaum seltsame Gedanken, aber dafür ne Menge "Feststellungen" die mich in den Wahnsinn treiben und mich wie an den Tag 1 zurückschmeißen, nur dass ich da mehr um die Liebesfrage bangte als gerade.
Nicht nur Infragestellen MEINER Liebe, sondern auch von SEINER Liebe, Durchhaltevermögen, riiiieeesige Angst ihn zu verlieren, Angst einfach nur abhängig zu sein und quasi von grundauf neues Leben zu starten weil Fokus NUR auf Beziehung, Angst dadurch die Beziehung zu verlieren, sobald ich einmal wieder mehr ICH bin. So viel. So viel Angst. Lieber waren mir die Fragen, die absurder erschienen und über die ich inzwischen lachen kann..

Ich will Hoffnung haben für uns, will sehen, dass es noch ein anderes ICH gibt, will ihm wieder die schönere Zeite von mir zeigen, die nicht ihn und uns infrage stellt. Es ist wie eine Sucht dieses Grübeln, rausfinden, was an meinen negativen Gedanken dran ist. Ich konnte es so gut beiseite schieben aber die letzten Tage- NULL.

BITTE BITTE kann mir trotz so viel Negativität irgendjemand sagen, wie ich bei Null anfangen kann. wie ich da rauskomme oder ob jemand sowas in der Art oder etwas abgewandelt kennt?
Danke jedenfalls fürs Lesen und ich verspreche, ich werde wieder bessere Zeiten haben

!