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9002

S
Ihr schreibt immer alle:
Mein Partner ist der beste Mensch den ich kenne, der Liebevollste, Verständnisvollste usw.
Selbst daran zweifle ich ganz oft. Dass er nicht zu mir passt. Ich kann das so nicht sagen von meinem Freund Sad

#5261


S
In meinen blöden Momenten zweifle ich daran auch! Selbst wenn ich keinen blöden Moment habe - manchmal geht er mir schlichtweg auf den Keks. Ich ihm auch. Wink Er hat Macken, die ich manchmal wirklich blöd finde, je nach Tagesform. Ich finde ihn nicht zu jeder Tageszeit gleich toll. In gewisser Hinsicht "passen" wir auch nicht. Das war auch vorher schon so, nur da hat man es nicht so dermaßen überbewertet. Jetzt, wo wir in dieser Schleife drinhängen, legen wir ganz unbewusst unseren Fokus auf das, was uns nervt und bauschen es auf. Das ist Teil des ganzen Musters, das es aufzubrechen gilt. Der Troll/Kobold/kleines A*schloch im Kopf halt. Wink

Denn wenn ich all diese Faktoren mal beiseite schiebe und es auf das Wesentliche herunterbreche, bleibt ein intelligenter, sympathischer, gut aussehender, liebevoller, toller Mann übrig, der im Zweifel alles für mich tun würde und der so GAR nicht perfekt aber dafür so liebenswert ist, dass es manchmal wirklich schmerzt. Auch du wirst das über deinen Freund denken, da bin ich mir sicher.

Man darf sich glaub ich über sowas keine Gedanken machen, wenn man sich eh schlecht fühlt und grübelt. Da nimmt man wirklich Kleinigkeiten auseinander, über die man sich sonst kaum Gedanken machen würde. Das geht alles weg, sobald man sich in seiner eigenen Haut besser fühlt. Mit einem positiven Grundgefühl kann ich meinen Partner viel besser annehmen!

x 4 #5262


A


Angst den Partner nicht zu lieben

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M
Mein Freund und ich treffen uns gleich. Er schläft heute bei mir, das habe ich ihm gestern vorgeschlagen und ich freue mich darauf Smile wir werden nachher bei dem tollem Wetter spazieren gehen und sonst in mein Bett legen und kuscheln, nebenbei fernseh schauen und sonst nichts Smile auf solche Tage freue ich mich am meisten. Einfach nichts machen und genießen. Wenn ich in seinen Armen liege beruhigt mich das immer ungemein. Smile Was anderes brauche ich in dem Moment dann nicht.

Mir tut es unheimlich gut, dass ich selber "entscheiden kann", wann mein Freund und ich uns treffen. Er weiß das ich das brauche und meistens will ich ihn eh fast jeden Tag sehen und frage ihn immer ob er bei mir schlafen will oder ich bei ihm. Dadurch bin ich nicht gezwungen, ihn an bestimmten Tagen zu sehen und kann selber auf mich hören, wie es mir gerade geht und was ich will. Smile

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@Meli19 wenn ich das so lese, habe ich noch mehr Sehnsucht nach meinem freund ;( sehe ihn erst am Wochenende... viel spass <3

#5264


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Zitat von Meli19:
Mein Freund und ich treffen uns gleich. Er schläft heute bei mir, das habe ich ihm gestern vorgeschlagen und ich freue mich darauf Smile wir werden nachher bei dem tollem Wetter spazieren gehen und sonst in mein Bett legen und kuscheln, nebenbei fernseh schauen und sonst nichts Smile auf solche Tage freue ich mich am meisten. Einfach nichts machen und genießen. Wenn ich in seinen Armen liege beruhigt mich das immer ungemein. Smile Was anderes brauche ich in dem Moment dann nicht. Smile



Ich wohne ja mit meinem Freund zusammen und könnte mir nichts anderes wünschen als das alte Gefühl. knuddeln

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M
Zitat von Nf1115:
@Meli19 wenn ich das so lese, habe ich noch mehr Sehnsucht nach meinem freund ;( sehe ihn erst am Wochenende... viel spass <3


Danke Smile dadurch das mein Freund extra meinetwegen und wegen der Arbeit in meinen Wohnort gezogen ist, können wir uns so oft sehen wie wir wollen. Ich finde das toll Smile und wenn ich ihn mal nicht sehen will weil es mir nicht gut geht sag ich hm das und dann macht jeder für sich was.

#5266

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M
Zitat von zero1915:
Zitat von Meli19:
Mein Freund und ich treffen uns gleich. Er schläft heute bei mir, das habe ich ihm gestern vorgeschlagen und ich freue mich darauf Smile wir werden nachher bei dem tollem Wetter spazieren gehen und sonst in mein Bett legen und kuscheln, nebenbei fernseh schauen und sonst nichts Smile auf solche Tage freue ich mich am meisten. Einfach nichts machen und genießen. Wenn ich in seinen Armen liege beruhigt mich das immer ungemein. Smile Was anderes brauche ich in dem Moment dann nicht. Smile



Ich wohne ja mit meinem Freund zusammen und könnte mir nichts anderes wünschen als das alte Gefühl. knuddeln



Ja, das alte Gefühl vermisse ich auch. Aber wie ich schon mal geschrieben habe, kann ich die Nähe jetzt wieder mehr genießen und ich fühle mich gut. Es fühlt sich anders an als vor den Gedanken, aber es fühlt sich auch toll an.

Mein Freund ist im Mai 2014 bei seiner Arbeit gekündigt geworden und das war dann die zeit, wo wir uns immer öfters gesehen haben. Anfangs hatten wir eine Fernbeziehung und haben uns nur am we gesehen. Dann hat er im Dezember 2014 ganz plötzlich einen Job gefunden bei mir in der Nähe und weil er so schnell keine Wohnung finden konnte hat er bei mir zuhause gewohnt. Mit mir und meiner Familie zusammen im Haus. Anfangs fand ich das total toll aber irgendwann kamen die Gedanken und mir ging es echt dreckig. Meine beste Freundin meinte dann auch immer wieder zu mir, dass sie der Meinung ist das mein Freund und ich uns durch die wohnsitustion viel zu oft sehen und das hat meine ZG verstärkt. :/

Seit paar Monaten hat er eine eigene Wohnung und ich merke wie gut mir die "Distanz" tut. Dadurch das wir uns nicht sehen müssen weil wir nicht zusammen wohnen geht es mir besser. Weil ich selber entscheiden kann was ich heute tun will und was nicht. Smile

#5267


TheAnk
@starsandpolkadots ich hatte vor diesen Gedanken auch diese starke Verlustangst wie du und habe deswegen oft geweint und wollte nichts lieber wie genau diese Gedanken zurück haben. Aber nein, mittlerweile will ich das nicht mehr, diese Gedanken haben mich auch unglücklich gemacht (in meinem ganzen Glück) und wahrscheinlich erst zu den jetztigen ZG geführt, ich denke mein Körper hat es einfach nicht mehr ausgehalten so zu leben.

Mein Freund ist beleibe auch nicht perfekt und hat auch Dinge ansich die mich und meine ZG immer wieder auf Trab halten aber trotzdem weiß ich was ich an ihm habe und warum ich mit ihm zusammen bleiben möchte. Er hat genauso sein Päckchen zu tragen aber auch daran arbeitet er zusammen mit seiner Therapeutin und ich muss halt an mir arbeiten.

Wir haben z.B. das Problem das wir, wenn wir was unternehmen wollen oder wenn es darum geht zu entscheiden wohin wir Essen gehen wollen etc., also total banale Sachen uns einfach nicht entscheiden, festlegen wollen. Er nicht für sich, weil er mein Glück über seins stellt, und ich nicht für mich, weil ich genauso sein Glück über meins stelle. Total furchtbar und auch wenn es sich banal anhört, echt schwierig in einer Beziehung.
Aber wir müssen beide, jeder für sich lernen, das man vor allem für sich selbst sorgen muss (auch wenn das egoistisch klingt), aber nur so kann man miteinander glücklich werden.

x 1 #5268


nutella_
Hey again,
ich weiß, ich bin noch so neu und bisher kam echt selten was Positives von mir. Ihr dürft wissen, ich hatte auch schon Zeiten, in denen ich Besserungen erfahren hatte, in denen ich das Gefühl hatte, alles wendet sich zum Besseren. Nur... scheint das gerade weit weg!
Ich weiß nicht, was mit mir los ist, ob das noch ROCD ist, ob es Verlustangst ist, was es ist- eigentlich auch egal. Trotzdem hoffe ich, dass jemand von euch das kennt oder mir etwas Ermutigendes sagen kann dazu.
In den letzten paar Tagen gings bei mir täglich bergab. Selten den direkten Gedanken, dass ICH ihn nicht lieben könnte. Viel mehr, dass er desinteressierter wird, dass er langsam am Ende ist und vielleicht bald sagt, er kann nicht mehr. Das Problem ist, ich hatte von Anfang an von der Therapeutin die Aufgabe bekommen, nicht alles auszusprechen. Wenn ich Zweifel habe, oder glaube, DIESMAL ist es echt, oder neue Ängste im Sinne von "er mich nicht mehr lieben" oder auch Dinge wie mit dem "Klammern" oder selbst kleinere pipifaxSachen die mich verunsichern- ich sprechs an. Wenn er antwortet ists macnhmal mutmachend aber oft auch unsinnig, weil ich oft weiter diskutiere und meine "Probleme" erklären möchte, was oft zu nem Stundengespräch wird und wenn er nicht reagiert oder drauf eingehn mag (was einfach so verständlich ist!) fühlt sich ein Teil in mir sofort wieder ungeliebt, bestätigt, dass er bald nicht mehr kann und aufgeben wird. Ich schieß mir quasi ins eigene Bein, wenn ich das nicht hinbekomme mit dem NICHT AUSSPRECHEN!Ich muss sagen, es wurde besser, und es hat auch viel geholfen, allein schon dass die Beziehung entlasteter war und Platz für "normale" Themen Smile Nur zur Zeit gehts mir sooo schlecht und es scheint, als käme ich nicht weg von dem doofen Verhalten, Ansprechen, Negativ sein und es auch zeigen.
Er sagt, es ist zwar anstrengend aber ich bräuchte mir absolut nicht eine neue Sorge bereiten, dass er gehn könnte oder so. Er ist da total optimistisch oft, wenn ichs nicht bin und weiß, es wird wieder vorübergehen.
Ich versteh nicht, wieso ich manchmal nicht anders kann als es zu lassen. Wenn ich das nur lese krieg ich nen Hass auf mich wie ich so zu IHM sein kann.

Und das andere ist: Das vor ein paar Tagen hiergewesene Thema der Abhängigkeit oder Anhängigkeit und "es liegt mir alles am anderen Partner" hat sich wie ein neuer Zwang eingebrannt. Ich glaube auch dass deshalb das mit dem "lieb ich ihn noch" etwas abgelöst wurde. Ich habe Angst, dass ich damit ein neues "Problem" entdeckt habe und bei jedem oben beschrieben Warten auf seine Antwort, jedem Bangen ob er sauer ist, jedem Gedanken, ob wir uns treffen, bei ALLEM was mit ihm zu tun hat, dass ich echt voll seine Bestätigung, Liebe usw brauche, dass ich soviel darauf gebe, wie es mit uns ist. Selbst wenn wir uns dann verabreden und ich ab da gute, naja.. deutlich bessere Laune bekomme, ist sofort ein schlechtes Gewissen da, weil ich sehe, wie echt meine gesamte Gefühlslage abhängt von ihm/uns usw.
Ich hatte heute morgen den übelsten Zusammenbruch, mit Heulkrämpfen, Hyperventilieren und wirklich ALLEM weil ich gemerkt habe, wie viel zu viel Wert ich dem über mein Leben gebe und dann dachte, dass jeder mir sagen würde dass ich mich erstmal Trennen sollte, weil ich zu mir selbst finden muss und alles. Ich weiß nciht mehr, was ich glauben soll. Was nur ne Phase ist, was wahr ist, was nur durchs ROCD kam aber wieder weggehn wird. Ich weiß nciht wie ich weitermachen soll, ich weiß nichtmal wie ich meine Situation beschreiben soll. Denn irgendwie ist es gerade ALLES. Kaum seltsame Gedanken, aber dafür ne Menge "Feststellungen" die mich in den Wahnsinn treiben und mich wie an den Tag 1 zurückschmeißen, nur dass ich da mehr um die Liebesfrage bangte als gerade.
Nicht nur Infragestellen MEINER Liebe, sondern auch von SEINER Liebe, Durchhaltevermögen, riiiieeesige Angst ihn zu verlieren, Angst einfach nur abhängig zu sein und quasi von grundauf neues Leben zu starten weil Fokus NUR auf Beziehung, Angst dadurch die Beziehung zu verlieren, sobald ich einmal wieder mehr ICH bin. So viel. So viel Angst. Lieber waren mir die Fragen, die absurder erschienen und über die ich inzwischen lachen kann.. Sad
Ich will Hoffnung haben für uns, will sehen, dass es noch ein anderes ICH gibt, will ihm wieder die schönere Zeite von mir zeigen, die nicht ihn und uns infrage stellt. Es ist wie eine Sucht dieses Grübeln, rausfinden, was an meinen negativen Gedanken dran ist. Ich konnte es so gut beiseite schieben aber die letzten Tage- NULL. Sad

BITTE BITTE kann mir trotz so viel Negativität irgendjemand sagen, wie ich bei Null anfangen kann. wie ich da rauskomme oder ob jemand sowas in der Art oder etwas abgewandelt kennt?

Danke jedenfalls fürs Lesen und ich verspreche, ich werde wieder bessere Zeiten haben Smile!

x 1 #5269


S
@TheAnk

Ganz ehrlich? Der Beitrag hätte bis zur letzten Silbe von mir sein können. :O

Ich habe auch schon oft festgestellt, dass mein Freund viele Dinge mir zuliebe tut. Das ist irgendwie süß gemeint und sehr lieb, aber nichts was eine Beziehung auf Dauer weiterbringt. Und ich rede jetzt nicht von kleinen Gefallen oder sowas, oder sich mal 'nen doofen Kommentar verkneifen. Das kann man dem anderen zuliebe durchaus mal machen, bzw nicht machen.

Ich will zum Beispiel nicht, dass er mich auf eine Ausstellung/ins Kino/zum Essen mit Freunden/wohin auch immer begleitet, wenn er insgeheim keinen Bock hat. Manch einer würde das vielleicht verlangen, ich persönlich kann damit nichts anfangen. Das bringt doch nichts, dann kann ich nämlich meinen Tag/Abend auch nicht genießen. Das schafft Unmut und Unverständnis.
Genausowenig will ich mich weiterhin zu Fahrradtouren zwingen. Eine Weile hab ich das gemacht, weil ich ohne Ende verliebt war, nur bei ihm sein wollte. Das ging ganz gut. Dann habe ich es manchmal gemacht, weil ich dachte er könnte mich weniger lieben, dass er enttäuscht wäre, wenn ich nicht mehr mitkomme. Ging irgendwie auch noch. Dann, schon während der ZG, habe ich es gemacht, weil ich dachte, ich müsste. “Man muss doch Zeit miteinander verbringen wollen, wenn man den anderen liebt! Hauptsache, der andere ist da, dann muss es einem automatisch gut gehen, egal was man macht.“ Das ging dann GAR nicht mehr, ich wollte nur weg und allein sein.

Fakt ist: Ich HASSE Fahrradfahren. Wie die Pest. Wirklich. Egal, wer dabei ist. Es kotzt mich bis aufs Blut an. Also werde ich es in Zukunft lassen. Die Zeit, in der ich von Luft und Liebe leben und mich dafür “verstellen“ konnte, ist vorbei. Es ist SEIN Hobby. Wenn ich mal Lust habe, komme ich mit. Wenn nicht, dann eben nicht. Alles andere bringt einfach nix.

Ich werde ihn aber weiterhin ermutigen, seinem Hobby nachzugehen, auch wenn das bedeutet, dass wir uns im Sommer nach der Arbeit sehr viel weniger zu Gesicht kriegen. Warum? Weil es ihm gut tut und ihm Spaß macht. Weil er dann viel gelöster ist und wir uns ungezwungener gegenübertreten. Zwang und übertriebene Bedürftigkeit machen unattraktiv. Ich will keinen Freund, der Sachen macht, von denen er glaubt, dass sie mir gefallen und mich womöglich noch gezwungen fühlen, mich darüber zu freuen. Ich will einen, der mir selbstbewusst gegenüber tritt, weil er das tut was er liebt und mich im Zweifel mit seiner guten Laune ansteckt.

Er hat mich in meinen schlimmsten Zeiten oft im Arm gehalten und gefragt, ob er was für mich tun kann. Ich habe immer wieder (instinktiv?) geantwortet, dass er einfach dafür sorgen soll, dass es ihm selbst gut geht, dass ich schon klarkommen werde.

Und so langsam verstehe ich auch, wie wichtig das wirklich ist. Für beide Seiten!

Und dass ich eigentlich schon immer so getickt habe, nur dass mir die Verlustangst/meine Unsicherheit zeitweise total den Kopf mit falschen Idealen vernebelt hat. Shocked

x 1 #5270


TheAnk
@nutella_ aber ich denke das genau diese "Abhängigkeit" in gewissem Maße "schuld" ist an unserem Schlamassel. Und ich denke das hier viele, mich eingeschlossen, vor diesen ZG zu sehr "abhängig" waren von ihrer Beziehung, ihrem Freund. Ich glaube @Bilbo hatte es vor ein paar Tage ganz gut beschrieben. Ich wollte früher nichts mehr wie eine gesunde Beziehung, wo jeder in gewissem Maße sein Leben lebt und man füreinander da ist, und nicht wo man sich irgendwie, wenn auch nicht bewusst gewollt, für den anderen aufgibt. Und auch wenn ich noch lange nicht da angekommen bin, weiß ich was ich will.

Und ich denke du @nutella_ darfst diese "Abhängigkeit" nicht zu sehr überbewerten und zu sehr negativ machen, sondern dir lieber einen Weg suchen, wie du wieder mehr du selbst wirst um dann gestärkt in die Beziehung zu gehen.

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antje23
Würde auch gern eine Rückmeldung bekommen. Fühle mich oft übersehen

#5272


S
@nutella_

Auf die Gefahr hin, dich jetzt zu triggern...

Überleg doch mal ganz genau: Wäre es wirklich SO schlimm, wenn die Beziehung in die Brüche geht, sobald du wieder mehr DU bist?

Ich hör dich förmlich “JA!“ schreien und du darfst mich auch gerne bis zum Mond und zurück verfluchen, das nehme ich dir ganz bestimmt nicht übel. Ich hab' das selber so oft durchgemacht, mit meiner Psychologin, die immer wieder solche Sätze gebracht und mich somit auch immer wieder mit meiner größten Angst konfrontiert hat (bis sie wirklich allmählich weniger wurde): Dass ich mich trennen muss.

Versteh mich bitte nicht falsch: Das letzte was ich will, ist deine Beziehung sabotieren.

Was meine Psychologin nämlich auch gesagt hat, ist, dass man selbst als “gedankenkranker“ Mensch einfach merkt, wann es besser ist zu gehen. Wenn etwas überhaupt keinen Sinn mehr macht. Wenn eine Beziehung wirklich richtig, RICHTIG am Ende ist, dann WILL man gehen. Dann will man nichts sehnlicher als diesen Schritt tun. Man freut sich auf sein neues Leben, weil man weiß, dass es besser so ist. Man betrauert vielleicht die gemeinsame Zeit, aber man bleibt dabei positiv und leidet nicht so sehr wie wir es tun/taten.

Dir können doch also eigentlich erst mal nur zwei Dinge passieren, wenn du wieder mehr zu dir selbst findest:

1) du merkst, dass die Beziehung wirklich am Ende ist und du nicht mehr willst. Du bist aber an dieser Stelle gestärkt und selbstbewusst genug, deinen Weg allein zu gehen. Dann wirst du von alleine gehen wollen. Wirklich wollen.

2) du merkst, dass du die Beziehung (trotz Schwierigkeiten) willst. Du bist an dieser Stelle gestärkt genug, um sie zu kämpfen, gemeinsam mit deinem Freund an ihr zu arbeiten und sie dahin zu bewegen, wo du sie haben willst.

Ich glaube persönlich nicht, dass einer von uns wirklich von Herzen gerne gehen will. Vielmehr glaube ich, dass wir alle irgendeinen Knoten in unseren Köpfen lösen müssen. Ich glaube, dass die ZG bei einigen von uns eigentlich nur ein weiteres “Symptom“ für etwas viel tieferliegendes sind.

Bei mir ist es vermutlich fehlendes Selbstbewusstsein, tiefsitzende Verlustangst... die Neigung, mich für das, was ich liebe, aufzugeben.

Wie TheAnk schon sagte: Mein Körper konnte glaub' ich einfach nicht mehr so weiterleben. Es wird Zeit, dass ich mich wieder besser um mich kümmere.

Also, liebe nutella_ ... tu dir und mir einen Gefallen: Versuche, dich etwas zu entspannen und versuche, nicht so streng mit dir zu sein. Sich selber unter Druck setzen bringt wirklich nichts. Entschuldige dich nicht dafür, dass es dir schlecht geht. Das kann hier wirklich jeder nachvollziehen! Horche dann mal in dich rein und denk darüber nach, worauf du gerade Lust hast. Wirklich Lust hast. Und dann mach genau das (wenn es sich denn im Rahmen des Möglichen befindet). Tu dir was Gutes. Das hat mir bisher immer gut geholfen. Smile

Und wenn das nicht geht, fühle dich einfach nur von uns verstanden. Koch dir 'nen Tee, leg dich hin und sage dir, dass du so wie du bist völlig in Ordnung bist. Dass es der Zwang ist, der dich quält, und du im Moment nichts gegen ihn ausrichten kannst. Akzeptiere ihn als deinen ätzenden, nervigen Untermieter, der dir deinen Kühlschrank leerfuttert. Der zieht nämlich auch irgendwann wieder aus. Kuss

x 4 #5273


P
beziehungsaengste-bindungsaengste-f64/angst-den-partner-nicht-zu-lieben-teil-2-t66307-1110.html

Der erste Beitrag von Murmel. Den habe ich mir gescreenshotet und jedes mal wenn es mir schlecht geht lese ich mir das durch und schon geht es besser! Durch ihn hatte ich auch die ganzen Wochen und Monate in denen es mir gut ging. Smile vielleicht hilft euch das ja auch

x 3 #5274


B
Hallo liebe Leute,

ich weiß nicht, inwieweit ihr euch schon durch die englischen Seiten geklickt habt. Aber ich wollte euch kurz ein Forum aus Amerika zeigen (falls das hier überhaupt erlaubt ist?!), das sich wirklich bis ins letzte Detail mit unserer Problematik auseinander setzt.

Die Leute dort haben wirklich ganz tolle Lösungswege, ohne die eine Besserung niemals (!) stattfinden kann.

Ich habe immer mal wieder das Gefühl, ihr dreht euch hier im Kreis bzw. ausschließlich um eure Gedanken - seht aber oft den Lösungsweg und das große Ganze nicht mehr. Das wird so nicht besser. Ihr könnt diskutieren, analysieren, durchdenken, nachfragen, anders Denken, Lösungen finden, beobachten, euch zwingen, Fragen stellen wie ihr wollt... Ihr werdet keine Antwort finden bzw. immer nur kurzfristige Antworten.

Bitte lest euch mal die hilfreichen Tipps der User durch.
Hier wird u.a. geraten: Nicht in Gedanken mit sich diskutieren wenn man am Zwängeln ist, die Aufmerksamkeit stattdessen nach Außen richten und nicht schauen, wie und was man gerade fühlt, denn das Ergebnis ist krankheitsbedingt so oder so immer niederschmetternd.

Vieles von dem, was hier in unserem Forum täglich besprochen und diskutiert wird, trägt nur zur Verschlimmerung und zum Erhalt der Symptome bei. Ihr versucht euch gegenseitig kurzzeitige Erleichterung zu geben, nur um am nächsten Tag bereits wieder hier zu sein weil ihr aufs Neue getriggert wurdet und die Erleichterung vom Vortag irgendwie nicht mehr so wirkt (weshalb man nach einer neuen Erleichterung sucht). Das Ganze beruhigt jedoch immer nur kurzzeitig, das merken wir doch alle, oder nicht?

Um den ganzen Mist loszuwerden, darf man überhaupt nicht mehr mit sich diskutieren und überhaupt nicht irgendwo nach kurzzeitiger Absolution (u.a. durch andere Meinungen) suchen. Erst dann stellt sich nach einiger Zeit eine wirklich langfristige Besserung ein.

Es ist OCD... Obsessiv (obsessiv wir ja alle nunmal wirklich. das zu merken, ist wichtig.) Compulsive (das ist das was hier im Forum hauptsächlich getan wird anstatt nach wirklichen Lösungen zu suchen) Disorder (nicht so ganz normal Wink )

Bitte beschäftigt euch doch mehr mit der Krankheit an sich als mit dessen Inhalt. Ich sage das nur, weil ich weiß, dass man es hin und wieder mal vergisst und wieder in den Sumpf reinrutscht. Meine Psychologin musste mich auch immer wieder drauf verweisen.

Hier der Link zum Forum
https://www.reddit.com/r/ROCD/?count=25&after=t3_45trgo

und hier der Link zu einem super Thread! https://www.reddit.com/r/ROCD/comments/ ... obsessing/

Blume
Kuss

x 7 #5275


S
Bin ganz der Meinung von blume1989. Die Krankheit an sich muss angegangen werden, nicht der Inhalt. Aus dem Grund ist es mir mittlerweile auch völlig schnuppe, ob ich rOCD oder sOCD oder pOCD oder xOCD oder was auch immer habe. Dem Ganzen einen Namen zu geben nimmt für kurze Zeit den Schrecken, bietet aber längerfristig keine Lösungen.

Fest steht, dass ich mein Gedankenmuster aufbrechen muss, welches mich so sehr einschränkt und belastet, ohne dabei meinen Fokus auf eine bestimmte Thematik zu legen. Die Wege, die für mich ganz gut funktionieren, hab' ich ja schon mehrfach angerissen.

Ich glaube, dass das die meisten hier aber bereits irgendwie wissen. Es ist eben einfach schwer, sich der Angst vor dem Unbekannten zu stellen. Ich guck mir gleich mal die Links an, bestimmt ist für mich auch noch was Nützliches dabei! Smile

x 1 #5276


M
Liebe Leute,

habe heute mal wieder eine Privatnachricht mit einer Frage zu ROCD erhalten. Falls ihr mich nicht mehr kennt: Ich war vor etwa 3 Jahren in diesem Forum sehr (!) aktiv und habe den Mist seit etwa 1,5 Jahren sehr gut (!) im Griff. Ich möchte auch Mut machen, dass ihr das schaffen könnt! Übt euch in Akzeptanz, Ruhe und Gelassenheit. Seid nicht zu streng mit euch selbst. Lasst die Gedanken kommen und gehen. Und haltet das aus! Das ist das wichtigste, ihr müsst euch immer wieder sagen, dass es bald besser wird!
Falls ihr konkrete Situationen habt und ihr Rat braucht, meldet euch gerne (auch PN)

LG
Murmel

x 9 #5277

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M
Guten Morgen,

Danke blume und murmel für eure Beiträge! Smile das macht Mut.

Gestern Abend ging es mir irgendwie gar nicht gut. Ich weiß nicht warum aber ich habe mich einfach nicht gut gefühlt. War total unruhig usw. Ich selber für mich denke, dass es am besten ist, wenn ich hier nicht mehr regelmäßig reinschaue. Bevor ich das gemacht habe ging es mir echt super und seitdem ich hier wieder bin merke ich das es mir nicht gut geht. Weil ich jeden Tag an die Krankheit erinnert werde und mein Kopf wieder anfängt ununterbrochen zu arbeiten. Mich nimmt es einfach mit wenn ich eure Beiträge lese. Nicht falsch verstehen, aber wie blume geschrieben hat ist das auch eine Art zwang. Als ich meiner Therapeutin erzählt habe das ich hier wieder reinschaue und ihr gesagt habe das mich das sehr beschäftigt innerlich, meinte sie ich soll dem Stand halten. Aber ich habe für mich selber jetzt beschlossen, dass ich hier nur noch ab und zu reinschaue und lieber was für mich tu. Ich will einfach nicht 24 Stunden am Tag an die Krankheit und deren Inhalte erinnert werden, das tut mir nicht gut. Das ist jetzt auch kein Weg rennen, sondern ich höre auf das was mir mein Körper sagt. Letztes Jahr hatte ich genau die gleiche Situation. Irgendwann ging es mir total schlecht weil ich hier immer reingeschaut habe, als ich es dann gelassen habe hat sich eine Besserung eingestellt. Weil ich mich mehr um mich kümmern konnte Smile

x 3 #5278


Brina84
@Meli19

Guten Morgen Smile
Das ist mehr als verständlich Smile
Ich habe mich auch schon gebessert, was das schreiben und schauen hier betrifft.
Manchmal macht es echt Mut, gewisse Dinge zu lesen.
Anders hätte ich wohl lieber nie gelesen.

Ich persönlich habe das ganze noch nicht als Krankheit "akzeptiert" weil ich immer noch im Kopf habe: wenn man liebt, denkt man so etwas nicht " Sad es ist zum kotzen.
Und auch wenn mir 100 Leute sagen das eine Krankheit ist usw. Dann zweifle ich trotzdem weiter.
Naja, Krankheit des Zweifelns eben Sad
Ich wünsche auch dir, ganz viel Kraft.
Wir schaffen das alle!
Und wir wollen! Sonst wären wir schon längst gegangen.

#5279


M
@Brina84

Ja das Kenne ich auch. Ich will das auch nicht Akzeptieren. Aber was bleibt uns anderes übrig ?

Ich werde natürlich hier auch noch reinschauen. Aber ich werde mich jetzt erstmal beruhigen und nächste Woche habe ich Urlaub, das will ich nutzen um wieder Kraft zu tanken. Ich werde jetzt auch erstmal wieder viel lesen über die Krankheit, einfach um zu verstehen was sie mit einem macht. Mir vieles aufschreiben. Das wird mich auch beschäftigen, aber ich denke mal das es nicht verkehrt ist einen Block zu führen und was einem in den Sinn kommt aufzuschreiben, quasi eine Art "Tagebuch". Irgendwie muss man sich ja mit der Krankheit auseinandersetzen zwischen den Therapiestunden Smile und ich glaube, dass das einem viel mehr hilft als ständig mit Betroffenen sich auszutauschen. Zumindest ist es bei mir so :/

#5280


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Dr. Reinhard Pichler
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