starsandpolkado.
Gast
Zitat von knowitzki:Kurze Frage @all
Habt ihr von euren Therapeuten/innen alle die Diagnose rocd bekommen oder ist es eher eine selbstdisgnose.
Ich frage, weil meine Therapeutin das so nicht unterschreiben wollte. Die ssgte sogar ich solle aufhören mich zu sehr auf solche Dinge zu fixieren.
Es ist vielmehr ein grübelzwang der sich eben auch mit zweifeln und Gedanken in der Beziehung breit macht. Aber auch immer wieder im restlichen Leben. Macht ja auch irgendwie Sinn, es verunsichert mich nur manchmal, dass sie das so abgeblockt hat.
Ich habe keine rOCD-Diagnose bekommen und mich auch nicht selbst diagnostiziert. Ich brauche diese Art “Label“ auch nicht, denn mir ist schon vor dieser Sache sonnenklar gewesen, dass ich immer wieder dem Grübelzwang verfalle, dass ich sehr sehr anfällig für Depressionen bin und der Ursprung in tief verankerten und schwer auflösbaren Unsicherheiten liegt.
Ich war dennoch erleichtert, als ich zum ersten Mal von rOCD gehört habe. Den Grübelzwang kannte ich ja bereits (den hat mir meine Psychologin auch mehr oder weniger bestätigt, das war alles ganz ähnlich wie bei dir!); dass er sich auch direkt gegen die Beziehung richten kann, war mir neu. Dass andere Leute diese Ambivalenz der Gefühle kennen (wirklich, fast alles was ich hier so lese und gelesen habe, konnte/kann ich direkt unterschreiben), hat mich dann tatsächlich etwas beruhigt. Ich habe mich in dieser Welt, in der es für die meisten Leute irgendwie nur schwarz oder weiß gibt, nicht mehr so allein gefühlt und das hat mir schon etwas Druck und Schrecken genommen.
Dennoch möchte ich mich auf dem Weg zur Heilung nach wie vor nicht an einer speziellen Diagnose, bzw an einem speziellen Thema ausrichten. Findet meine Psychologin auch nicht sinnvoll. Ich möchte/muss als GANZER Mensch aufgebaut werden; ich möchte lernen, mich so anzunehmen wie ich bin. Ich möchte in mir ruhen können und nicht mehr über alles nachdenken müssen. Das ist seit gefühlten Ewigkeiten mein großes Problem, was mir immer wieder alles unendlich schwer macht. Daran arbeite ich im Moment ganz intensiv mit meiner Psychologin. Auf alles Weitere habe ich in meiner derzeitigen Verfassung zunächst erst mal keinen großen Einfluss, deswegen lasse ich dort erst mal los. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich meine Beziehung jetzt aufgeben bzw schleifen lassen will. Ganz und gar nicht. Ich will mich nur nicht weiter unter Druck setzen, das bringt nämlich rein gar nichts und nährt am Ende nur die Grübelei.
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Ich hoffe mein Körper hält das aus, ich innerlich schon!
