Bilbo
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Liliane
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Bilbo
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zero1915
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Zitat von starsandpolkadots:Genau wegen solcher Sachen ist es mir im Moment so wichtig, daran zu arbeiten, dass ich nicht mehr auf jede Frage sofort eine Antwort haben will/muss. Es ist doch ein Fass ohne Boden!
In einem Moment fragt man sich, ob man vielleicht “nur“ emotional abhängig vom Partner ist. Kann ja gut sein. Weiß man aber gerade nicht. Dann fragt man sich, ob man nicht einfach nur beziehungsunfähig ist. Ob man überhaupt rOCD hat. Oder was weiß ich: “Kann ich übehaupt richtig lieben?“, “Oh mein Gott, was ist, wenn ich insgeheim auf Frauen/Männer stehe?!“, “Hilfe, vielleicht bin ich ja einfach asexuell!“ ... es hört nicht auf.
Einige dieser Fragen hab ich selber bis zum Erbrechen in meinem Kopf durchexerziert. Einige davon haben sich inhaltlich total widersprochen. Eines hatten sie aber alle gemeinsam: Es gab im verzweifelten Versuch, sofort eine Lösung zu finden, keine Antworten.
Symptome sind die eine Sache. Es gibt aber ja nicht nur schwarz oder weiß. Nur weil mir mal ein paar Tage hintereinander morgens übel ist, bin ich nicht automatisch schwanger, auch wenn es ein Bilderbuchsymptom ist. Genauso bin ich nicht automatisch emotional abhängig, nur weil ich mal eine Phase habe, in der ich mehr klammere als sonst.
Und was in dieser speziellen Phase am Ende auch immer noch wie vorher war, war das zwanghafte Grübeln. Dabei ist es doch fast egal, über was wir grübeln. Wir grübeln im Zweifel darüber, warum wir gerade mal NICHT grübeln. Die Schleife nimmt kein Ende.
Ich habe für mich persönlich entschieden, mich nicht mehr so stark am r in rOCD aufzuhängen. Das ist zwar sehr schwer, hat sich für mich persönlich aber als sinnvoll und hilfreich herausgestellt. Ich will das Grübeln an sich bekämpfen. Ich habe es so satt, mir mein Leben kaputt zu denken. Auf manche Fragen gibt es nicht sofort eine Antwort.
Ich will zusehen, dass es mir heute gut geht. Ohne zuviel an morgen zu denken. Wenn es mir gut geht, kann ich auch meinen Freund wieder viel besser annehmen. Ist mir in den letzten 1-2 Wochen immer mal wieder aufgefallen. Die Momente, in denen ich einfach losgelassen habe, waren mit Abstand die Schönsten. Klar, das klappt natürlich so nicht immer, bzw das Problem liegt ja genau DA und man weiß es auch immer erst hinterher, aber... es geht. Wirklich.
Und daraus ziehe ich im Moment meine Kraft.

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Nf1115
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Meli19
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Liliane
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stubenfliege86
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stubenfliege86
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Bella_D2014
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knowitzki
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Bella_D2014
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Meli19
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Zitat von knowitzki:Kurze Frage @all
Habt ihr von euren Therapeuten/innen alle die Diagnose rocd bekommen oder ist es eher eine selbstdisgnose.
Ich frage, weil meine Therapeutin das so nicht unterschreiben wollte. Die ssgte sogar ich solle aufhören mich zu sehr auf solche Dinge zu fixieren.
Es ist vielmehr ein grübelzwang der sich eben auch mit zweifeln und Gedanken in der Beziehung breit macht. Aber auch immer wieder im restlichen Leben. Macht ja auch irgendwie Sinn, es verunsichert mich nur manchmal, dass sie das so abgeblockt hat.
• #5217
Liliane
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Kuddel
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knowitzki
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