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N
Ich werde nie vergessen, wie ich im Urlaub (!) 3 Stunden in der Lobby saß, weil es da Internet gab, und allleeee symptome gegoogelt habe, die auf eine Schwangerschaft hindeuten. Es War so schlimm für mich, ich konnte an nichts anderes mehr denken, musste immer überprüfen ob mir morgen übel ist, Bauch eventuell größer geworden ist, nachts bin ich panisch aufgewacht und konnte nicht einschlafen... echt krank. Mein Urlaub War dann auch im A****, hab meine zeit zum grübeln und Googlen verschwendet und konnte nichts genießen... und eine Woche später kam der Gedanke, ixh könnte ja meinen freund nicht mehr lieben....

#5181


S
@Nf1115
So ist das bei mir auch, bzw es schlummert dann eher im Hintergrund
Seid ihr mal dahinter gekommen wovon so ein sch. Kommt?

#5182


A


Angst den Partner nicht zu lieben

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S
Zitat von knowitzki:
@alle

Mal ne frage, wie geht es euch morgens nach dem aufstehen? Vor allem wenn euer Partner neben euch liegt, ihr also neben ihm/ihr aufwacht? Wie fühlt ihr euch?

Bei mir ist es morgens meistens am schlimmsten. Leider. Und das macht mich traurig und nachdenklich. Am Freitag hat ein Kumpel gesagt: so lange ich morgens neben meinem Schatz aufwache und mich unglaublich glücklich fühle und sie nur in den Arm nehmen will weiß ich das alles in Ordnung ist.

Tja, und wenn das nicht so ist? Sad


Ich bin morgens bzw nach dem Aufstehen grundsätzlich nicht sonderlich gut drauf, was aber, wie ich vermute, auch an der Depression liegt, die mich seit dem ganzen Schlamassel begleitet. Ich kenne das Gefühl sehr genau von vorangegangenen Depressionen. Man fängt jeden Tag irgendwie von vorne an. Es wird bei mir jetzt allmählich besser, aber auch ich bin morgens nicht überglücklich, nur weil ich sehe, dass mein Freund neben mir schläft.

Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, dass das aber auch vor Ausbruch dieser Sache nicht so war und ich es derzeit einfach, wie vieles anderes auch, nur überbewerte. Ich habe mal mit meinem (kopfmäßig völlig gesunden) Freund darüber gesprochen und ihm geht es auch so. Auch er ist nicht permanent überglücklich, nur weil ich bei ihm bin. Das hat aber gar nichts mit mir bzw allgemein dem Partner zu tun. Der Mensch hat unterschiedliche, von Personen unabhängige Bedürfnisse. Und manchmal ist die eigene Welt eben nicht in Ordnung. Das ist okay bzw völlig normal und nicht zwangsläufig ein Zeichen dafür, dass in der Beziehung etwas nicht stimmt.

Meine Psychologin hat es folgendermaßen ausgedrückt: Wenn man kurz vorm Verdursten ist, bringt einem das reichhaltigste Drei-Gänge-Menü nichts. Man hat immer noch Durst und leidet, trotz des tollen Essens. So verhält es sich auch mit unseren Bedürfnissen und Empfindungen. Ein einziger Mensch allein kann nicht dafür sorgen, dass es uns immer gut geht und das ist auch gar nicht seine Aufgabe. Das liegt in unserer Hand.

Mich triggert das, was du beschreibst, auch noch sehr oft, da will ich mir an dieser Stelle gar nichts vormachen. Aber aus genau dem Grund habe ich aufgehört, mich mit “gesunden“ Menschen über das Thema zu unterhalten. Mal davon abgesehen ist das für mich persönlich auch irgendwie überromantischer Quark. “Solange er da ist, ist meine Welt in Ordnung.“ ... das mag sich in gewissen Phasen mal so anfühlen, gerade auch in den Anfangsphasen von Beziehungen. Aber ansonsten klingt das für mich auch so, als würde man die Verantwortung für das eigene Leben und Wohlbefinden in die Hände des Partners legen, was auch nicht Sinn der Sache sein kann. Wir kommen doch auch als Singles klar, mal mehr, mal weniger. Wir leben, weil wir lebendig sind, wir leben für uns. Ein Partner kann einem Halt geben, bei einem sein, etwas mit einem durchstehen, einen aufbauen. Aber darüber hinaus...? Ich weiß ja nicht. Wink

x 3 #5183


M
Zitat von Spatz-93:
Hallo ihr Lieben,
Würde mich mal interessieren ob ihr nur in eurer Beziehung zwangsgedanken habt, oder auch in anderen Bereichen?
Smile


Also ich habe Zwangshandlungen (Wiederholungszwang), und Zwangsgedanken wie "Was passiert wenn ich vor den Zug springe" usw. Desweiteren habe ich auch angst, dass ich auch noch Depressionen haben könnte (die Angst ist aber Nicht so stark ausgeprägt). Ansonsten habe ich fast nur ZG bezogen auf meinen Freund.

#5184


N
Ein Text den ich Grade gefunden habe (http://www.nomorepanic.co.uk/showthread.php?t=93817 , auf englisch). Finde den echt schön. Ich muss ehrlich sagen, dieser Text beschreibt eher die Anfangszeit wo meine Gedanken erst angefangen haben, deswegen kann ich es nicht so nachempfinden, aber ich kann mich daran erinnern dass es bei mir auch so War... und der letzte Absatz ist schön Very Happy
Dieser Text wurde von einem jemanden geschrieben, dessen Partner an rocd leidet.

Die unbeschreiblichen Schuhe
Wie beschreibt man das unbeschreibliche? Ein leben, in dem es keine Sicherheit gibt, aber dafür immerwährende, quälende Zweifel. Ein leben, in dem Liebe nicht ohne Schmerzen gefühlt werden kann. Wo ein einfacher Gedanke nicht ohne den Zwang zur Analyse erlebt wird... in dem ein Lächeln nicht ohne Schuldgefühl strahlt... und in dem ein Leben in Einsamkeit sich genauso anfühlt als wenn man niemals alleine ist. Gefangen in einer Welt, in der du dir niemals sicher sein kannst, ob dein Gedanke wirklich dein eigener ist... eine Welt, in der Unlogisches und Logisches verschmizen... Schweißausbrüche, Panik, Angst, die einem den Magen zusammenzieht. Eine niemals endende Angst. Eine Angst vor dem Unbekannten, doch das unbekannte bist du.

Nimm einen Moment, irgendeinen Moment in deinem Leben, mit jemandem den du liebst., einen Moment, in dem du mit Liebe erfüllt bist. Jetzt denk einmal über diesen Moment nach. Warst du an diesem Tag wirklich glücklich? Hast du so getan, als wärest du jemand anderes, nur damit du dise Person glücklich machen kannst? Warst du an jenem Tag wirklich verliebt oder hast du das nur gesagt? Hast du an diesem Tag irgendetwas hinterfragt? Bist du dir sicher, dass es Liebe war oder nicht einfach Lust? Warst du erleichtert, als dieser Tag vorbei war? Solltest du erleichtert sein, wenn so ein Tag, an dem du verliebt bist vorbei ist? Fühlst du das immernoch so? Bist du verliebt oder nicht? Fühlst du dich gefangen oder ängstlich, wenn dich diese Person um etwas bittest, was du wirklich nicht machen willst? Denkst du dir ausreden aus? Lügst du? Solltest du lügen, wenn du in jemanden verliebt bist? Bedeutet das, dass du etwas vortäuschst? War jener Tag wirklich so glücklich oder erinnerst du dich nur so dran? ... Bist du dir sicher?

Dein Herz rast, dein Magen dreht sich um, du guckst diese Fragen an, bekommst ein leichtes Panikgefühl und da ist die Angst... weil du nicht mehr so sicher bist...Ein wunderbarer Moment, verliebt... über den du jetzt nicht mehr die sicherheit hast, was du wirklich gefühlt hast...und es wird an dir nagen. Wenn du dir vorher so sicher warst und jetzt so zweifelst, was ist dann überhaupt noch echt? Und jetzt denkst du an andere Momente. Was ist mit den Streiterein? Was ist mit den Momenten, in denen diese Person dich nervt? Bist du dir sicher, dass diese Person der/die RICHTIGE ist?
Du wachst morgens auf, die Person kommt dich abends besuchen...die Panik zieht auf, hast du die ganze Zeit nur deine Rolle gespielt? Wie kannst du der Person ins gesicht sehen? Wie kannst du dieser Person sagen, dass du sie liebst, wenn du dir nicht sicher bist? Wie kannst du Zuneigung zeigen, wenn du die Person ansiehst und nur Fragen siehst? Ist es dieser Person gegenüber fair, wenn du nicht sicher bist, wie du fühlst? Sollest du es einfach durchziehen und hoffen, dass sich das richtige Gefühl schon einstellt? 

Die Person geht. Es war eine wunderbare Zeit. So schön, so unglaublich, so VERLIEBT...jetzt kannst du dich entspannen, jetzt ist es vorbei. Moment mal, wenn du verliebt bist, solltest du wirklich erleichtert sein, dass die Person weg ist? Du hast gesagt, dass du diese Person liebst, du hast mit ihr geschlafen, es war wunderbar, aber jetzt bist du erleichtert, dass diese Person gegangen ist. Also, bist du jetzt verliebt oder nicht? Du weißt es nicht. 

Jetzt fühlst du Schuld. Waum hast du so viel Angst davor nicht zu wissen wie du fühlst? Du weißt es nicht. Eigentlich weißt du gar nichts mehr. Vielleicht wäre es besser Schulss zu machen? Diese ganzen Gefühle würden verschwinden... der Schmerz, der umdrehende Magen, das Bedürfnis endlich aus deinem Kopf rauszukommen, weg von den ganzen Fragen, die jetzt jeden Moment, den du mit dieser Person verbrings, in dem du an diese Person denkst,in der du dich erinnerst bei dieser Person gewesen zu sein, zu zerstören scheinen... Aber du willst das doch gar nicht, du liebst diese Person, da bist du dir sicher! Bist du dir da wirklich sicher?

Gerade hast du 10 Minuten im Leben einer Person mit ROCD verbracht. Nun stell dir vor, diese 10 Minuten dauern an, Jahre lang...in jeder einzelnen Beziehung die du je hattest. Ein Hass auf dich selbst, auf deine Gedanken, der immer größer wird, gefangen in einem immerwährenden Kreislauf der Unsicherheit. Ungewiss, ob du jemals glücklich sein kannst.
Zwanghaft den Fragen in deinem Kopf nachgehend, durchkauen, immer und immer wieder bis zum Ende deiner Kräfte, brütend über jeden vergangene Moment, jede vergangene Beziehung. Vom Moment in dem du aufwachst, bist du endlich wieder einschläfst. Ein ständiger Zwang Antworten zu finden. Antworten und Sicherheit. Eine ständige Angst niemals die Antworten zu finden, dass die Fragen nie enden, davor, dass der Schmerz niemals aufhört, davor, dass es niemals besser wird. 

Dein Bett ist nass von dem Schweiß deiner nächtlichen Panikattacke, die Angst hat einen Weg in deinen Schlaf gefunden, du bist ausgelaugt von deiner Ruhelosigkeit, du kannst deinen Gedanken nciht entkommen, auch nicht in der Dunkelheit. Du wachst morgens auf und weißt, dass heute genauso sein wird. Du weißt, dass jeder noch so kleine Moment der Euphorie von deinem Monster zerstört wird, das in deinen Kopf krabbelt und die Fragen erfindet. Du weißt, dass sogar ein Moment des Friedens eine Frage auslösen kann. Jemand, der über eine Beziehung spricht, ein glückliches Paar, ein Foto einer alten Bekannten, ein Lied über Liebe. Alles kann das Monster zurückbringen, die Angst, das Schwitzen, die nervösen Ticks. 
Du beendest die Beziehung. Das wird das Monster verjagen. Du bist leer, hast Liebeskummer, Herzschmerz. Du weißt, dass du für einen noch so kurzen Moment verliebt warst. Du bist verzweifelt, weil du schluss gemacht hast, obwohl du endlich verliebt warst. Du vermisst die Person, kannst nicht ohne sie sein. Es tut weh. Du willst die Zeit zurück drehen, es alles zurück nehmen, du liebst diese Person, du willst diese Person, es war nur dein Kopf, der etwas anderes behaupet hat.
Du hasst es du selbst zu sein, du willst, dass die Gedanken aufhören, du willst verliebt sein ohne ständig gegen dich selbst und deine Gedanken Krieg zu führen. Es sind nicht deine, sie gehören wem anders. Du willst nicht weiter gefoltert werden, von etwas, dass du nicht mal sehen kannst, etwas in dir drinn, dem du nicht entkommst, das niemals verschwindet. 
Nach dem zwanghaften kommt das Grübeln, du analysierst die Beziehung, du willst sie loslassen, du musst, aber die Folter geht weiter. Das Monster ist nicht weg, es hat nur seine Taktik geändert. Jetzt bist du voller Trennungsschmerz, analysiert die Beziehung, bist gezwungen nachzudenken und Antworten zu finden. Du musst drüber reden, du erzählst, es fühlt sich besser an, wenn es raus ist. Du musst andere um Rat fragen und zurück kommen die Auslöser, die Person war nicht der Richtige, du hast Bindungsanst...

Aber wie kannst du Bindungsangst haben, wenn alles was du immer gewollt hast ist Liebe zu geben und geliebt zu werden, eine Familie zu haben und einfach normal zu sein. Wenn ich all diese Gefühle habe, wenn ich mit jemandem zusammen bin, dann bin ich normal, richtig? Wenn es mir die Leute so gesagt haben, dann müssen die auch Recht haben, richtig? RICHTIG? Du bst zu einem Leben in Einamkeit verdammt, du kannst mit niemandem zusammen sein wegen deines Monsters, du würdest nur unschuldige Menschen belasten, die ja keine Ahnung haben worauf sie sich einlassen. Mit der Schuld könntest du nicht leben. 

Du liegst in deinem Bett, Tag und Nacht, du siehst die Sonne aufgehen und untergehen, das Monster verschwindet nicht. Welche Woche und welcher Tag ist es? Du weißt es nicht und es ist auch egal. Was soll das ganze, es gibt schließlich keine Antworten. 
Zwangskrankheiten betreffen 60% Prozent der Bevölkerung. Wenn Menschen das Wort hören, denken sie meistens an zwanghaftes Putzen, aufreihen von Stiften und Händewaschen. Im Kern sind alle Obsessiv-zwanghafte Erkrankungen, die in sich in jener Form, die man im Fernsehen oft sehen kann, in ihrer irrationalen Angst dadurch asdrücken, dass die Patienten dauerhaft Angst vor Keimen haben, sich zwanghaft damit beschäftigen und dann zwanghaft putzen oder sich waschen um diseser Angst ein Ventil zu verschaffen. Diese Art ist leichter zu verstehen, man kann sie sehen, aber die Gedanken und die Monster sind da. Sind diese Menschen sicher, dass sie ALLE Keime erwischt haben?
Wenn ich nochmal putze hört das Monster auf zu reden.

Wenn ich die Beziehung beende hört das Monster auf zu reden. OCD (Obsessive-Compulsive Disorder) ist eine neurologische Erkrankung, die durch irrationale Ängste und Zwänge ausgedrückt wird. ROCD bezieht sich dabei nur auf Beziehungen.

*Ein letztes*
Hat jemand ROCD heißt dies nicht, dass die Person nicht zu Liebe fähig ist. Menschen mit ROCD tendieren sogar dazu sich mehr um andere zu kümmern, sensibler, loyaler und liebevoller zu sein als Menschen ohne ROCD. Dies ist durch ihr Besonderes emotionales Bewusstsein bedingt. Sie werden auch oft tiefere Liebe empfinden, da sie insgesamt extremer fühlen. Eine Person mit ROCD will höchstwahrscheinlich nichts mehr als geliebt werden und diese Liebe spüren als alles andere auf der Welt. Man sagt, dass um so besser die Beziehung ist, um so schlimmer sind auch die ROCD Symptome. 
Die Gedanken unter denen die Menschen mit ROCD leiden nennen sich Zwangsgedanken, was bedeutet, dass der oder die Leidende keine Macht über sie besitzt. Partner der Menschen mit ROCD können lernen zu verstehen, dass ROCD keine Auswirkungen auf die wahren Gefühle dieser Person haben und das die Beziehung an sich nicht an dieser Krankheit schuld ist. Es sind allein die Symptome der neurologischen Krankheit ROCD. 

Egal um welche Form der OCD es sich genau handelt, es kommen sowohl zwanghafte Gedanken als auch Hanlungen vor, die behandelt werden müssen. Diese sind gleichermaßen behandelbar durch Verhaltenstherapie und Medikationen.

x 8 #5185


B
Vielen Dank Nf1115!

Das ist ein ganz toller Text der zu 100% all das widerspiegelt, was wir fühlen und was diese Krankheit ausmacht. kichern

x 1 #5186

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B
krasser Text und leider so wahr!
Bei mir spiegelt das aber auch die Anfangszeit....bäh war das heftig!

#5187


N
Es War schrecklich, die Anfangszeit. Wie ein Albtraum... ich hab so sehr darunter gelitten, oh man. Zum Glück ist es jetzt besser ...

#5188


B
ich hatte wochenlang nicht mehr wirklich geschlafen...meine güte..ging noch arbeiten..wurde dann entlassen....rutsche in ne Depression rein....man man man...brrrr es friert mich grad

#5189


N
Kenne das. Bin auch in eine Depression rekngerutscht, War echt heftig. Bin zwar zur schule gegangen, aber von einer einser Schülerin War nichts mehr zu sehen, nur noch schlechte Noten.. einfacj nur gefangen in meinen Gedanken, ich konnte an nichts anderes mehr denken... alles Schien hoffnungslos.

Wenn ich das jetzt so hinschreibe wird mir klar, dass ich eigentlich schon echt viel geschafft habe und darauf sollte ich/sollten wir sehr stolz sein!

#5190


B
ja das schlimmste ist wohl durch! Smile

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Resi2608
Hallo Zusammen.
Seit einer Woche verfolge ich eure Beiträge und lese sie mir intensiv durch.
Ich würde mich gerne mal als Person von der anderen Seite melden.

Mittlerweile bin ich die Person, seit einer Woche, eines Mannes der Bindungsangst hat.
Es lief alles ganz gut und wir waren äußerst glücklich. Wir planten Kindern und schmiedeten Zukunftspläne.
Donnerstag vor einer Woche haben wir uns gestritten wegen seines Besten Freundes. Er stieg ins Auto und ist gefahren. Als ich ihn Freitag eine Nachricht schrieb, wie es weiter gehen soll, erhielt ich nur die Antwort: "ich weiß es nicht. Brauche erstmal Abstand". Sonntag, sprich 2 Tage später kam er zu mir und teilte mir mit, dass er Schluss macht, da er nicht positiv denken kann.
Am gleichen Abend schrieb ich ihm eine Nachricht, ob er jetzt glücklich ist, da läutete die Antwort: "Glücklich ist falsch gesagt. Eher habe ich dich freigegeben für was besseres. Vllt. werde ich ja glücklich, wenn ich sehe, dass du glücklich wirst."
Nun saß ich da. Tränen überströmt und Gedanke um Gedanken.
Eine Woche später, sprich hestern, kam er zu mir und brachte mir meine Sachen. Dieser Mann der da vor mir stand, ich hab ihn nicht wieder erkannt. Boshaftig, Gefühlskalt, Herzlos und Abwertend mir gegenüber.

Zu unserer Vorgeschichte. Wir sind das 1. Mal 2007 zusammen gekommen. 2010 trennte er sich das erste mal von mir, mit der Aussage "er liebt mich nicht". 6 Monate später kamen wir wieder zusammen und er sagte, er hat mich die ganze Zeit geliebt.
2012 die 2. Trennung und das gleiche Szenario wie 2010. 3 Monate später kamen wir wieder zusammen.
2014 sollte es wieder so sein, 3. Trennung und dieses Mal war eine andere Frau im Spiel, für die er Gefühle hatte. Dieses mal waren wir fast 2 Jahre getrennt. In dieser Zeit kamen es unzählige Höhen und Tiefen. In Momenten wo es gut lief, stieß er mich von heute auf morgen von sich weg und erschütterte mich wieder mit dieser Gefühlskälte. Am 24.12.2015 fing er an um mich zu kämpfen, um uns zu kämpfen. Nach Einen ausführlichen Gespräch am 01.01.16 Schritten wir den Weg als Paar wieder. Er war so liebenswert. Sprach und schrieb davon, dass er mich liebt und nicht verlieren will.
4 Tage vor der Trennung sagte er mir noch, dass er ein Kind mit mir möchte, nahm mich in den Arm wollte meine Nähe und Zärtlichkeit und sagte mir, dass er mich nicht verlieren will. Und dann das.

Ich weiß gerade einfach nicht weiter.
Ich weiß und spüre das er mich liebt. Aber er lässt mich nicht an sich tan. Stattdessen wird er ausfallend und zieht sich von mir zurück.
Vllt. Ist jemand dabei der mir das erklären kann, ich möchte es einfach nur verstehen und wissen wollen, wie ich weiter machen kann.

Ich danke euch vielmals im Voraus.
Liebe Grüße

#5192


B
Er hat Bindungsangst, ohne Behandlung mit einer intensiven Therapie sieht das nicht so gut aus.....

Lies das Buch: so nah und doch so fern...oder Jein oder vom jein zum ja

#5193


Resi2608
Wenn ich aber mit dieser Thematik komme, dann wird er völlig ausfallend lässt es nicht an sich ran und sagt mir im nächsten Moment: du bist nicht die richtige für meine Zukunft.
Ich fühle mich wirklich hilflos

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B
Zitat von Resi2608:
Wenn ich aber mit dieser Thematik komme, dann wird er völlig ausfallend lässt es nicht an sich ran und sagt mir im nächsten Moment: du bist nicht die richtige für meine Zukunft.
Ich fühle mich wirklich hilflos


ich vermute du bist co abhängig geworden, das geht vielen so....gibt nur 2 Optionen...entweder arbeitet er an sich mit Therapie und erkennt das er ein Problem hat oder du musst dich früher oder später trennen um nicht daran kaputt zu gehen...

deine Thematik empfehle ich dir eine eigenes Thema aufzumachen....es unterscheidet sich doch ein wenig von unseren Schwierigkeiten hier..

#5195


N
@Resi2608 ich glaube viele verwechseln rocd mit Bindungsangst, aber rocd sind Zwangsgedanken und da gibt es schon einen unterschied. Bei einigen spielt Bindungsangst wohl auch eine kleine Rolle, aber hauptsächlich sind es diese schrecklichen, unkontrollierbaren Gedanken. Wir mit rocd würde zb uns nicht wirklich trennen (das ist ja unsere größte angst..), und vor allem stoßen wir den Partner auch nicht weg von uns, im Gegenteil, viele suchen erst recht die nähe des Partners wenn diese Gedanken kommen...

#5196


Resi2608
Das mit dem Trennen ist gut gesagt. Das hatten wir oft der vollen Kontaktstille und dann fängt er das Kämpfen und Bemühen an. Und im nächsten Moment wirft er alles wieder über Bord.

#5197

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N
Hm also wie gesagt, mir kommt das nicht bekannt vor und ich glaube vielen anderen hier auch nicht, deswegen sieht es mit Ratschlägen hier nicht so gut aus ;( würde dir raten, ein anderes forum aufzusuchen, es gibt bestimmt viele Foren über Bindungsangst.... alles gute

#5198


B

N
Ich hab mal eine frage an alle:
In letzter Zeit ist es bei mlr so, dass mein Schatz es mir nie gerecht machen kann, d.h. wenn ich zb krank bin erwarte ich von ihm, dass er extra zu mir fährt und alles stehen und liegen lässt, weil ich krank bin. Aber ich finde meln verhalten total egoistisch und eigentlich bin ich nicht jemand, der sowas dann erwartet. Mein Kopf sagt mir dann aber immer "siehst du, er gibt sich keine Mühe für dich, er kümmert sich gar nicht, er tut nichts für dich"... ixh finde das aber total gemein, ich kann sowas doch nicht von ihm erwarten; trotzdem schriebt er mlr die ganze Zeit wenn ich krank bin, macht sich Sorgen, ruft mich an, sagt, dass er sehr traurig darüber ist wenn es mir nicht gut geht etc...

Mich nervt das einfach total, kommt das irgendjemanden bekannt vor?! Glaubt ihr, dass da jetzt auch der zwang dabei ist und der sich diesen Weg sucht, um zu sagen "schau, er gibt dir nicht das was du willst, es passt nicht" etc... ich schäme mich total dafür, dass ich so viel erwarte von ihm und dann noch schlecht denke über ihn, obwohl er der liebste und einfühlsamste Mensch der Welt ist, der mich doch vom ganzem Herzen liebt.... Sad hilfeeee....

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Dr. Reinhard Pichler
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