Zitat von Bilbo:
Ich bin der Meinung, dass wenn man tagelang in dem Kreisel sitzt, ein wenig Alk. seine Wirkung tut.
Ich finde tatsächlich, dass du Recht hast, Bilbo. Soll natürlich keine Ermutigung sein, sich jetzt jedes Mal die Lampen auszuschießen, wenn es einem schlecht geht. Aber Alk. schaltet eben im weitesten Sinn den Verstand aus.
Das ist jetzt auch irgendwie überhaupt kein vorbildliches Beispiel und ich fühl' mich auch total beknackt, wenn ich das hier jetzt schreibe... xD Aaaaaaber...
Letzten September, mitten in meiner blödesten Zeit, hatte ich so einen kleinen Aha-Effekt durch, äääh, sagen wir mal,
übermäßigen Alk. in kürzester Zeit. Lange Rede, kurzer Sinn: Mein Bruder hat Geburtstag gefeiert, Freund und ich waren da, ich hab' mich innerhalb einer Stunde komplett zerstört, habe die Party "früzeitig verlassen" und wurde, so erzählte man mir, von meiner Mama aufs Sofa verfrachtet. Bin nachts/morgens/wann auch immer völlig verwirrt aufgewacht, wusste nicht, wie mir geschieht, habe mich hundeelend gefühlt, habe Panik bekommen und dann sah ich meinen schlafenden Freund neben mir und war
-schlagartig- ruhig und konnte mich entspannen und weiterschlafen. Wirklich, von einer Sekunde auf die andere war
alles gut.
Weil er da war. Es ist wirklich völlig bescheuert, weil die Situation komplett unschön und überflüssig war, aber ich halte mir das in meinen dunklen Momenten immer mal wieder vor Augen, wenn nichts anderes mehr hilft. Sch*** auf verflogene Schmetterlinge, sch*** drauf, dass der Partner manchmal irgendwie doof wirkt - mein Freund kriegt es hin, mich in meinen schlimmsten Momenten binnen kürzester Zeit zu beruhigen, ohne tatsächlich etwas zu tun. Das kann niemand anderes, den ich kenne. Nicht mal meine über alles geliebte Mama. Wenn
das nichts Besonderes ist, dann weiß ich auch nicht mehr weiter.
Fragt euch doch einfach mal (aber nicht dann, wenn ihr euch sowieso schlecht fühlt, das bringt nix, wie wir alle wissen!), was ihr tatsächlich in euren dunkleren Momenten (oder sonst wann) an eurem Partner alles schätzt! Ich selber mache in meinen doofen Phasen nämlich noch viiieeeel zu oft den Fehler, nach mittlerweile über zwei Jahren Beziehung (und zehn Monaten Zusammenwohnen) auf dieses überschwängliche Hochgefühl zu hoffen, was ich innerhalb der ersten drei/vier Beziehungsmonate hatte. Das KANN nicht funktionieren, da ist Schlecht-Fühlen vorprogrammiert.
Nur mal so als kleine blöde Anekdote/Anregung.
