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K
Wie ist das eigentlich bei euch? Wenn ihr schafft euch abzulenken, und dann "merkt" das es besser ist und wieder an euren Partner denkt... Wie fühlt ihr euch dann? Bei mir ist es als würde mir jemand in den Magen schlagen... Zieht sich alles zusammen...

#3721


B
Zitat von Nf1115:
Ich würde da @blume1989 auch zustimmen, dennoch muss ich sagen dass es nicht für ALLE zutrifft.
ZB tue ich eigentlich immer noch was für mich, also ich lerne (klingt vielleicht verrückt, aber ich mag es mich für Klausuren vorzubereiten), ich mache mich schick wenn ich rausgehe, treffe mich mit Freunden, verbringe Zeit mit der Familie, kümmere mich um mich selbst zB Nägel lackieren, schminken etc, lese Bücher, höre Musik, gucke Serien... Also gaaanz am Anfang habe ich vieles davon vernachlässigt, aber eigentlich mache ich immer noch das wie früher. Ok, zwar nicht das was ich VOR der Beziehung getan habe, aber das ist ja auch normal, da man mehr Zeit mit dem Partner verbringt etc.

Also meine Probleme sind leider andere Bereiche, ich kümmere mich um mich selbst, habe aber trotzdem diese Gedanken (..zwar nicht mehr so stark, aber halt immer noch da)


Es ist doch schön, wenn du diese Dinge nach der Anfangszeit wieder tun kannst. Das ist doch ein gutes Zeichen. Wieso wertest du diese Dinge negativ?

Wie sieht es denn aus mit den Dingen, die du nicht mehr so häufig machen kannst seit du deinen Partner hast? Was wären oder waren das für Unternehmungen? Sind diese vielleicht sehr wichtig für dich persönlich und lassen sie sich vllt kombinieren mit einer Partnerschaft?
Es geht ja darum, auf seine Bedürfnisse zu hören, um einen Schritt vorwärts zu kommen.

Sich Gutes zu tun, soll bloß die Endorphine anregen und den Körper Stück für Stück entspannen (diese permantente Anspannung kennen wir ja alle sicher auch). Um aber therapeutisch vorwärts zu kommen, musste ich -wie gesagt- lernen, meine Bedürfnisse zu spüren und sie mir zu erlauben. Damit war nicht gemeint, mir bspw. die Fingernägel zu lackieren Wink ...Eher Dinge zuzulassen wie: Rumzicken/Wut auf den Partner, Trauer, Rückzug, Freiheit zu spüren, mich unabhängig vom Partner zu fühlen usw.

All die Dinge, von denen viele von uns denken: Nein, das darf man nicht, denn das bedeutet, dass...

Wenn man lernt, diese Dinge wieder zuzulassen, sprengt man diese Beziehungsketten, die man sich durch seine Prinzipien eigens angelegt hat und die einen nun versuchen, zu erdrücken. Dann fühlt man sich langsam wieder freier. Der Druck geht weg und Gefühle kommen wieder.

Meine Therapeutin sagte mir, dass jedem Zwangsgedanken ein Bedürfnis vorauseilt, das man jedoch ignoriert hat. Und die Beziehung beenden zu wollen ist kein Bedürfnis, sondern der ZG an sich, der auf das unbeachtete Bedürfnis hin folgt. Da muss man sich oft fragen: Was war da eigentlich für ein Wunsch in mir, bevor ich wieder in diese Grübelspirale reingeranten bin? Was kann ich für mich tun um mich jetzt besser zu fühlen?

Puuh..Es ist nicht einfach zu erklären. Zumal ich das natürlich in sehr vielen Therapiestunden vermittelt bekommen habe.

Mir, aber auch den anderen, die in meiner Therapieeinrichtung mit den selben Problemen behandelt wurden, hat dieser Weg sehr geholfen.

Vielleicht geht ihr ja auch einen anderen. Trost

Hauptsache -finde ich- man geht überhaupt einen Weg, tauscht sich über Erfolgsstrategien aus und tritt nicht auf der Stelle, während man sich selbst beschimpft, Vorwürfe macht und quasi in Selbstmitleid zerfließt...


Übrigens habe ich im Rahmen meiner Therapie auch in anderen Bereichen neue Sichtweisen erhalten, bei denen ich vorher dachte, eigentlich sei alles okay. Zum Beispiel werde ich meinen Job wechseln. Ich habe die letzten Jahre mein Bedürfnis verdrängt, dass ich in den derzeitigen Job menschlich überhaupt nicht passe. Ich werde außerdem endlich umziehen, benötige mehr Platz. Ich habe gelernt, dass ich kein Pausenclown bin, sondern immer schon introvertiert und gern für mich allein- und habe damit längst in Vergessenheit geratene Hobbys wiedergefunden.
Und ich habe gelernt, dass ich mich für andere nicht verbiegen muss- was man natürlich immer schon prinzipiell wusste, aber nie umsetzen konnte.

Alles Bedürfnisse meiner Persönlichkeit, die man irgendwo vergraben hatte, weil man dachte, das darf man alles nicht...


Ach sorry, ich schreibe immer so viel, aber wenn man einige Erfolge verbucht hat, möchte man natürlich auch gleich lang und breit mitteilen, welches die eigene Strategie war- weil man ja weiß, wie hilflos und eingefahren man selbst anfangs war.

x 3 #3722


A


Angst den Partner nicht zu lieben

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N
@blume1989 ich werte sie doch gar nicht negativ ab. Ich finde es doch auch gut, dass ich dies tue.
Ich verstehe deine Aussage, dass wir wütend sein sollten, wenn wir es sind. Und auch rumzicken sollten, wenn wir einfach Zickig sind. Das ist wirklich sehr wichtig! Und ich versuche daran zu arbeiten, danke für den Tipp! (:

Aber ich verstehe den Rest nicht so ganz um ehrlich zu sein. Es ist auch nicht böse gemeint, vielleicht hast du ja Lust (auch gerne privat, falls die anderen es Verstanden haben..) mir es nochmal zu erklären. Denn ich habe keine Ahnung, wieso ich manchmal grübel, es ist meistens eine Trennung, von der ich gehört habe oder die Angst, dass es doch keine ZG sind. Und ich verstehe die Frage nicht, die du formuliert hast : was war da eigentlich für ein Wunsch in mir, bevor das mit dem grüben anfing?
Hmm... Die Sachen, die ich vor der Beziehung getan habe, und jetzt nicht: naja, öfters feiern ( aber hatte eh nie sooo viel Spaß daran, mag es eher gemütlich), natürlich mehr geflirtet (will ich aber jetzt gar nicht..), und mich mehr mit Freundinnen getroffen; aber ich treffe mich immer noch mit meinen Freunden, nur sehe ich öfters meinen Freund als Freunde, aber ich will das auch so... Und ich finde das eigentlich auch okay.. Deswegen überlege ich die ganze Zeit, wie ich deine Ratschläge am besten umsetzen soll, aber komme leider auf kein Ergebnis. Außer dass wir Emotionen mehr zeigen sollten m, statt sie zu unterdrücken...

Sorry, deine Ratschläge hören sich wirklich sehr logisch an, aber irgendwie kann ich das nicht so auf mich beziehen.. (Oder stimmt mit mir was nicht und ich verstehe deine Ratschläge einfach nicht? Very Happy Rolling Eyes )

#3723


B
Ich kann verstehen dass du meinen Text nicht verstehst. Es ist auch nicht einfach in "kurze" Worte zu fassen, was ich durch die Therapie so alles verinnerlicht habe... mit dir ist also alles in Ordnung Wink

Ich schreibe dir morgen mal eine pm. Bist du eigentlich selbst in Therapie? Das habe ich jetzt nicht mehr im Kopf vor lauter Beiträgen und Usern hier.

#3724


N
@blume1989 okay Smile
Ja mache eine Verhaltenstherapie, die Therapeutin und ich haben auch ein gutes Verhältnis, hab morgen den nächsten Termin (bin einmal die Woche da)

#3725


Ra87
@blume1989 du inspirierst mich. Es ist so als würdest du sehr gute Fortschritte machen. Welche Hobbies meinst du (gerne auch per pm). Die Einsicht, dass wir so sind wie wir sind, Bedürfnisse haben, introvertiert sind für uns Raum und Zeit brauchen... Das trifft auch alles auf mich zu. Gerade die letzten Tage wo es mir echt gut geht sind es die Bedürfnisse die ich wahrnehme, Zeit für mich, weniger Schuldgefühle bis garkeine weil ich das meiner freundin auch ehrlich sage. Das macht so frei und waa ist? Es war wunderschön mit ihr, kein Druck keine krassen Gedanken, klar war da mal was aber im Hintergrund, interessiert mich nicht. Vielleicht sind es Dämonen, die uns inne wohnen (warnende und mahnende Stimme des Gewissens). Das würde dann auch erklären, dass die zg die Folge des nicht Wahrnehmens unserer Bedürfnisse sind. Wir müssen auf uns schauen. Ich fühle mich echt gut. Gute Nacht! Smile

x 1 #3726


K
@Ra87
Es ist echt schön zu lesen, dass es dir etwas besser geht. Mach weiter so! Smile

#3727


N
@Ra87 ja ich freue mich auch für dich! Very Happy
Mir geht's auch gut, hab mich wegen letztens wieder beruhigt (waren doch "nur" ZG ;D)
Gute Nacht!

#3728


Sportsfreund
Zitat von knowitzki:
Wie ist das eigentlich bei euch? Wenn ihr schafft euch abzulenken, und dann "merkt" das es besser ist und wieder an euren Partner denkt... Wie fühlt ihr euch dann? Bei mir ist es als würde mir jemand in den Magen schlagen... Zieht sich alles zusammen...

Lies mal hier: http://rocd-zwangsgedanken.blogspot.de/ ... geben.html

#3729


Daisy-Cutter
Zwangsgedanken basieren immer auf Schuldgefühle ?
Mich macht das was ich da eben gelesen habe unrer dem Link ziemlich nervös ...

#3730


S
Hi Leute ich weiß nicht weiter, von den zg ist wesentlich besser, aber weiß nicht was ich machen soll, habe mega ärger und Stress auf der arbeit, würde am liebsten da aufhören, das mit dem ärger geht schon über 6 Monate so+ aber wir wollen größere Wohnung haben, wo wir auch schon eine haben müssen nur noch unterschreiben! Aber ich weiß nicht was ich machen soll, es ist jeden Tag ein Kampf dahin zu fahren

#3731


hoffnungsvoll83
@stubenfliege86

Ich kenne deine Situation ... habe mich entschlossen, mich komplett umzuschulen. Den Schritt zu machen was mir Spaß macht.
Ich zieh das mit der Arbeit durch bis ich meine Umschulung fertig habe.

Oft habe ich das Problem das ich keine Lust auf Arbeit habe,weiß dann nicht ob das an der Arbeit liegt oder ob ich keine Motivation habe.

#3732


S
Hallo meine Lieben,

Brauche mal euren Rat bzw eure Meinung.
Habe mir überlegt eine weiterbildung zu machen zum Wirtschaftsfachwirt. Irgendwie habe ich halt Angst dass ich das nicht packe bzgl wie schlecht es mir manchmal geht. Dass ich es schaffe bzgl meinem Wissen usw da habe ich keine Bedenken.
Aber denkt ihr ist es in unserer Lage ratsam sowas anzugehen oder ist die Belastung zu groß?

#3733


K
@Strawberry
Ich glaube das muss man selber schauen, wieviel Kraft man hat. Ich persönlich würde es zurzeit nicht schaffen. Habe bis gestern gearbeitet und werde mich nun erstmal krankschreiben lassen. Aber vielleicht ist es ja auch gut und lenkt dich ab Smile

#3734


S
Oh Mann das ist echt schwierig. Würde das echt gerne machen, brauche sowieso eine Herausforderung.
Aber habe einfach Angst dass mir die Kraft fehlt Sad

#3735


hoffnungsvoll83
@Strawberry
Ich hatte genau die selben bedenken wie du, hab mich jetzt für die Weiterbildung entschlossen.
Ich denke wenn es gar nicht machbar wäre,würden wir nicht mal darüber nachdenken.

#3736


K
@Strawberry
Wenn du das gerne machen möchtest, dann würde ich sagen mach es. Nachher bereust du es das nicht getan zu haben. Und wie gesagt, vielleicht tut es ja sogar gut und lenkt ab.

#3737

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S
@hoffnungsvoll83
Machst du die Weiterbildung Vollzeit? Ich mache das jetzt neben der Arbeit 2 Mal in der Woche Abends und teilweise Samstags.
Ich denke das ist nicht ohne aber wäre mal wieder eine Herausforderung und Beschäftigung

#3738


hoffnungsvoll83
@Strawberry
Ich mache das auch neben der Arbeit. Ohne Einkommen ist das für mich derzeit nicht leistbar.

#3739


A
Zitat von Daisy Cutter:
Zwangsgedanken basieren immer auf Schuldgefühle ?
Mich macht das was ich da eben gelesen habe unrer dem Link ziemlich nervös ...


@daisy, ich geh mal davon aus, dass du denkst, die schuldgefühle kommen daher, dass du zu wenig liebst, nicht das gleiche geben kannst, manchmal zweifelst, manchmal eine leere spürst..... etc. Und nun denkst du vielleicht diese schuldgefühle basieren auf DEM wahren Kern deiner eigentlichen Gedanken.... kompliziert. Kurzum: dein Kopf sagt: sei ehrlich, mach Schluss und deine ZGs sind weg.

Nee, ich glaube so ist das nicht gemeint. Diese Verbindung Schuldgefühle und ZGs sind nicht so leicht zu erkennen. Vielleicht am leichtesten bei so sexuellen oder religiösen ZGs. Moralischen Themen. Es gibt aber ZGs zu Handlungen und Gedanken, die in deiner Entwicklung, deinen Erlebnissen liegen. Vielleicht verbietet man sich innerlich mit dem anderen zu streiten, seinen Kopf durchzusetzen, egoistisch zu sein, den anderen mal langweilig oder blöd zu finden, dabei ist der doch immer so nett und lieb.....Oder man erlaubt sich nicht mal Nein zu sagen, mal keine Lust zu haben, mal lieber wieder alleine zu sein....

Ich bin so erzogen worden, dass ich es meiner Mutter mit mir bitte doch so einfach wie möglich mache. Oder sagen wir, ich bekam direkt und indirekt den Auftrag nicht schlecht aufzufallen, nicht widerspenstig zu sein, keine Probleme zu machen und mich bloß nicht gegen sie zu stellen. Das wurde abgestraft und ich fühlte mich alleine. Mein eigenes Ich wurde etwas unterdrückt und mir war schnell klar, wenn ich etwas Liebe und Akzeptanz möchte, muss ich mich anpassen. Sonst wird es hart. Dazu kam mein wenig robuster Charakter...
Ich habe/hatte manchmal Angst ich selbst zu sein.
(Ich habe eine große Schwester, die mir viele Erinnerungen bestätigen konnte und ich erlebe ähnliche Situationen heute noch, so dass ich das alles so sagen kann.)
Auch aus solchen Dingen können ZGs entstehen. Und die beziehen sich auf Bindung, Beziehung, liebe....
Weißt du wie ich meine?

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Dr. Reinhard Pichler
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