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N
Liebe Brina84
Mir hat es sehr geholfen wenn mich die Panik übersäte mir zu sagen, dass es nur eine Panikattacke ist. Nichts schlimmes, nichts was mich bedroht und nichts was wir etwas tun kann. Und nach einiger Zeit üben wurde es von Tag zu Tag weniger. Smile Du musst nur dran bleiben. Wenn ich jetzt spüre das wieder angst aufkommt, sage ich mir sofort "ah, da kommt Sie wieder, ruhig bleiben!" Die Angst breitet sich dann gar nicht erst aus.

Ansonsten geht es mir gerade wieder sehr gut. Ich liebe meine bessere Hälfte so sehr. Smile

Ich wünsche euch ein schönes gedankenfreies Wochenende! Smile

x 1 #3701


Brina84
@Nicky89
Ja. Habe auch keine Angst vor der Panik an sich das sie mir was machen könnte, sondern das sie permanent da ist Sad
Und ich sie dann hochschaukle mit anderen Gedanken.
Wie: was ist wenn die Gedanken stimmen usw.
Du ihn verlassen willst. Oder musst usw.

#3702


A


Angst den Partner nicht zu lieben

x 3


Spatz-93
Hallo meine Lieben,

ich war jetzt schon sehr lange nicht mehr im Forum unterwegs, weil es mir relativ gut ging, mit meinen Zwangsgedanken.
Ich hatte kaum noch den Gedanken, ich könnte meinen Freund nicht lieben.

Zur Zeit bin ich von der Uni her in einer Klausurenphase und seit 3 Wochen total unter Stress. Und natürlich fängt jetzt mein Kopf wieder an verrückt zu spielen. Mein Freund nervt mich, ich will ihn kaum noch sehen, und ich habe null Emotionen ihm gegenüber. Ich sag mir dann, dass es der Stress ist. Aber der kleine Troll meint natürlich ich würde ihn eh nicht mehr lieben. Hinzukommt, dass ich zur Zeit ständig an meine Ex-Liebelei denken muss, die ich vor der Beziehung mit meinem Freund hatte. Jetzt drehen sich die ganze Zeit die Gedanken darum, ob ich immer noch was für meinen Ex empfinde...

Und somit lande ich wieder hier, weil ich weiß - ihr wisst wie es mir geht :/ Ich weiß grad nicht mehr wie ich entspannen kann...

#3703


Ra87
@ Liliane genau das ertönt auch immer wieder: "wir machen nichts, es ist labgweilig, du wärst lieber für dich," Nach der Phase mit der Angst (die wir ja ansheinend schon länger überwunden haben) ist eben so ein Grundzweifel da. Das du so reagierst, wenn du mal deine Ruhe willst und er früher kommt, das kenne ich auch, es ist so eine Art Selbstschutz, dabei kann man doch auch für sich sein, wenn man zu zweit ist ... wie @Nf1115 sagt das ist normal, nimm dir die Zeit!

Ich bin seit Tagen in soner Art Ruhemodus und es geht mir schon besser, ich mache das was ich will, siehe da, weniger negative und quälende Gedanken. Dennoch ist der Klassiker, wenn sie schreibt (sogar wenn ich ihr bei whatsapp schreibe) dann ist da son Druck/Genervtseingefühl, aber dafür kann sie ja nix. Oder eben dieses was Liliane meinte: Sie ist langweilig, wir machen nichts, ich bin lieber für mich allein....

Fakt ist wir müssen echt für uns da sein und Zeit für uns haben, wir sind so sensibel und habe so eine Schutzmauer errichtet, gerade in der Beziehung wird diese dann aktiviert.

#3704


hoffnungsvoll83
@Liliane

Ich habe kurz bevor es bei mir angefangen hat mit der Pille abgesetzt. Hast du wegen Kinderplanung aufgehört? Möglicherweise realisiert dein Unterbewusstsein das es wieder ein Schritt weiter geht und wehrt sich wieder dagegen?

Bzgl. deiner Gedankenkann ich dir sagen,dass ich das auch kenne. Habe ja auch schon lange keine Angst mehr und jetzt ist es oft so das ich diese Gedanken habe, aber auch nicht dieses Gefühl das ich diese Gedanken nicht haben will. Verstehst du?
Vorher hatte ich Angst weil ich keine Angst mehr habe und ich wusste dass ich diese Gedanken nicht haben möchte. Und jetzt ist auch dieses 'ich will diese Gedanken nicht haben' weg.
Wie du siehst dies gehört alles dazu.

@Spatz-93

Tut mir leid das diese blöden Gedanken wieder da sind. Ich hoffe das sie nicht so lange andauern.
Diese Gedanken bzgl. Ex-Partner gehören leider dazu. Der Troll sucht sich immer wieder was. Versuche etwas machen das dich entspannt und du wieder zur Ruhe kommst. Stress ist nicht gut!

x 1 #3705


N
Ich hab grade gefühlte 5 Stunden mir meine Augen ausgeheult.
Leute, ich liebe ihn sooo sehr... Ich liebe es bei ihm zu sein, mit ihm Zeit zu verbringen, ihn zu küssen, zu reden, umarmen... Alles... Aber was soll ich tun, wenn ich trotzdem irgendwann Schluss machen.. Ich würde einfach sterben..
Ich weiß nicht was grade mit mir los ist. Wir hatten sooo schöne Tage und, man, ich weiß winfach dass ich ihn soooo sehr liebe Sad
Aber.. Es fühlt sich manchmal so komisch an wenn er mir schreibt, ich hab so Angst dass mir demnächst langweilig wird und ich wieder was aufregendes suchen werde. Ich verstehe auch nicht, wieso ich plötzlich mitten in der Nacht aufwache und den größten heulkrampf bekomme.
Ich will grade einfach nur bei ihm sein... icj guck mir seine Bilder an und fange an zu heulen und alles schreit nach ihn. Ich will mich nicht trennen.... Aber ich habe Angst, dass wir uns auseinanderleben, es zu langweilig wird und dann ich ODER er Schluss machen... Sorry, dass ich so durcheinander schreibe. Versuche jetzt zu schlafen und wäre jetzt trotzdem gerne bei ihm Sad

#3706


Ra87
@Nf1115 in jeder Zeile spürt man hinter deiner Angst und Verwirrung trotz dieser "Problematik" wie sehr du deinen Freund liebst und wie viel er dir bedeutet. Du fühlst dich schwach, klein und abhängig, aber das musst du gar nicht sein. Ich kenne es sehr gut, wenn es mit einem durch geht, dann kommt wie gesagt noch die Angst hinzu, du bist dann noch unfähiger und unzurechnugnsfähiger als ohnehin schon. Beruhig dich, versuch zu dir zu kommen, lasse den Schmerz und die Angst zu, du bist viel stärker nur weißt du es (gerade) nicht!

x 1 #3707


Brina84
Guten Morgen.

Bei mir wurden zwar ZG diagnostiziert aber , manchmal denke ich: sind das wirklich ZG oder liebe ich meinen Mann wirklich nicht mehr?! Sad
Mich bedrückt das alles so sehr Sad
Dieser Gedanke oder Zweifel bedrückt mich so sehr. Bekomme gleich Panik
Manchmal bekomme ich keine Panik.
Was aber immer noch gleich ist:
Ich wache morgens mit Angst auf und den Gedanken: du musst ihn verlassen Sad
Wann wird das mal besser ? Sad

#3708


N
@Ra87 danke für eine Worte, ich verstehe gar nicht was mit mir letzte Nacht los war.
Mein Problem ist grade einfach, dass ich Angst habe dass mir mit ihm oder die Beziehung zu langweilig ist, ich es aber nicht wahrhaben will. ODER dass die Begehung irgendwann mal langweilig werden sollte... Und ich habe keine Ahnung ob das auch ZG sind!
Die Sache ist auch die: mir ist aufgefallen dass ich total pessimistisch über Beziehungen denke.. Also in Hinterkopf habe ich immer sowas wie "alles ist eh vergänglich" "heutzutage ist es schwer lange in einer Beziehung zu sein" und was für mich am schlimmsten ist "die meisten Menschen beenden ihre Beziehung nach einem Jahr bzw es wird ihnen langweilig etc" ( bin ja 1 Jahr und ein Monat mit Schatzi zusammen)
Boah... Ich verstehe nicht, wieso es sich manchmal so komisch anfühlt wenn ich mit ihm bin oder er mir schreibt... So ganz leicht wie eine Abneigung oder so.. Ach kp Sad

#3709


N
Leute... Tut mir leid dass ich grade so nerve, aber brauche einfach mal eure Meinung!

Ich hab in der Nacht, als es mir schlecht ging, meinem Freund das auch geschrieben etc und meinte dass ich heute gerne sehen will, obwohl ich weiß dass er den ganzen Tag lernen muss für seine Prüfungen.

Er hat mir heute morgen geschrieben und das einzige was er gesagt hat war: guten Morgen Engel, ist alles ok?
Und ich meinte dass ich heute wieder einen schlechten tag habe und er meinte nur "achso" und hat dann einfach gefragt was ich mache und was mein Tagesablauf ist etc...
Aber das hat mich irgendwie so aufgeregt, also seine Reaktion! Ich hab die ganze Zeit den Gedanken: er zeigt dir zu wenig Verständnis, er ist nicht für dich da etc... Obwohl das nicht mal stimmt. Er steht die ganze Zeit hinter mir und wenn es mir schlecht geht hört er mir zu und versucht mir zu helfen..
Ich war dann voll zickig und meinte sowas wie dass er sich gar nicht mehr dafür interessiert wie es mir geht und wenn er mir sowas um 5h morgens schreiben würde, ich ihn direkt anrufen würde und mit ihm darüber reden würde bla bla...
Und SEINE Antwort: " wenn es mir schlecht geht, dann aus gründen, die Wirklich exerzieren. Du weißt, dass ich dich liebe und immer für dich da bin... Aber deine ZG kann ich dir nicht austreiben, nur du weißt wie es geht."
MAN und er hat ja eigentlich auch recht, oder?! Erwarte ich zu viel? Männer sind ja auch etwas anders was sowas angeht, und ich kann mir vorstellen, dass vielleicht auch manchmal keine Lust hat sich anzuhören was mein Kopf wieder für wirres Zeug redet... Ich weiß ja, wenn es mir nicht gut geht lässt er alles stehen und liegen und Ist für mich da, aber ich glaube bei dem Thema hat er irgendwann gemerkt, dass er gar nichts tun kann ... Es ist ja auch schwer für Menschen es zu verstehen wenn sie es selbst nicht kennen.. Trotzdem hört er immer zu.
Ach man, übertreibe ich?! Dieser Gedanke " er ist nie für dich da" " ihm ist es egal wie es dir geht" " du brauchst jemanden der für dich da ist" bla bla bla nervt!

x 1 #3710


B
Zitat von Nf1115:
Leute... Tut mir leid dass ich grade so nerve, aber brauche einfach mal eure Meinung!

Ich hab in der Nacht, als es mir schlecht ging, meinem Freund das auch geschrieben etc und meinte dass ich heute gerne sehen will, obwohl ich weiß dass er den ganzen Tag lernen muss für seine Prüfungen.

Er hat mir heute morgen geschrieben und das einzige was er gesagt hat war: guten Morgen Engel, ist alles ok?
Und ich meinte dass ich heute wieder einen schlechten tag habe und er meinte nur "achso" und hat dann einfach gefragt was ich mache und was mein Tagesablauf ist etc...
Aber das hat mich irgendwie so aufgeregt, also seine Reaktion! Ich hab die ganze Zeit den Gedanken: er zeigt dir zu wenig Verständnis, er ist nicht für dich da etc... Obwohl das nicht mal stimmt. Er steht die ganze Zeit hinter mir und wenn es mir schlecht geht hört er mir zu und versucht mir zu helfen..
Ich war dann voll zickig und meinte sowas wie dass er sich gar nicht mehr dafür interessiert wie es mir geht und wenn er mir sowas um 5h morgens schreiben würde, ich ihn direkt anrufen würde und mit ihm darüber reden würde bla bla...
Und SEINE Antwort: " wenn es mir schlecht geht, dann aus gründen, die Wirklich exerzieren. Du weißt, dass ich dich liebe und immer für dich da bin... Aber deine ZG kann ich dir nicht austreiben, nur du weißt wie es geht."
MAN und er hat ja eigentlich auch recht, oder?! Erwarte ich zu viel? Männer sind ja auch etwas anders was sowas angeht, und ich kann mir vorstellen, dass vielleicht auch manchmal keine Lust hat sich anzuhören was mein Kopf wieder für wirres Zeug redet... Ich weiß ja, wenn es mir nicht gut geht lässt er alles stehen und liegen und Ist für mich da, aber ich glaube bei dem Thema hat er irgendwann gemerkt, dass er gar nichts tun kann ... Es ist ja auch schwer für Menschen es zu verstehen wenn sie es selbst nicht kennen.. Trotzdem hört er immer zu.
Ach man, übertreibe ich?! Dieser Gedanke " er ist nie für dich da" " ihm ist es egal wie es dir geht" " du brauchst jemanden der für dich da ist" bla bla bla nervt!


Hey Smile

Ich glaube dein Kopf hat sich festgebissen und nimmt alles Beweis.
Mein freund ist auch immer für mich da wenn es mir kacke geht, und versucht wirklich alles und hört zu.
aber ganz ehrlich er hat auch keine Lust immer das auch anzuhören was mein hirn sich ausspinnt. Das ist auch normal, unsere partner wollen sich auch nur schützen.
Und ja, Männer sind eh bisschen anders und jmd der es nicht hat, der wird es nie so wirklich nachvollziehen können.
Du sagst ja auch, dass er für dich da ist.
Ich denke wirklich dein Kopf nimmt alles als Beweis und es sind die zg.

LG Smile

x 2 #3711


S
Guten Morgen!
Ich habe derzeit oft das Gefühl keine Lust mehr zu haben auf die Beziehung. Ich empfinde eine Beziehung als anstrengend. Mal streitet man sich, dann passt wieder alles, dann gibts diverse andere Dinge. Mir ist das irgendwie alles zu viel, dass ich das Gefühl habe ohne wäre es leichter. Eine Beziehung bedeutet immer Arbeit. Das laugt mich so aus. Wenn dann die vermeintlichen Gefühle fehlen macht es für mich noch weniger Sinn zu kämpfen. Es ist einfach nur kräftezehrend und erscheint oft sinnlos

#3712


Sportsfreund
Update - Es ist ein langer Weg...
Ich möchte euch hier mal von mir erzählen und en Prozess, den ich durchlebe. Wie ihr wisst geht es mir im Grunde wie euch, ein Wechselbad der Gefühle mit all den Zweifeln, all dem Leid und Schmerz dahinter, dann mal wieder gute Tage.

Momentan ist es so, dass ich fast über eine Woche ohne jegliche Zweifel durchlebt habe. Ich habe super starke Gefühle für Sie empfunden, fühlte mich nah, war froh das Sie bei mir ist. Vor zwei Wochen konnte ich meinen Termin beim Psychotherapeuten nicht wahrnehmen, was mich sehr geärgert hat, da ich eine Grübelwoche hinter mir hatte. Obschon ich nicht bei ihm war war das Wochenende und die daruaffolgende Woche sehr schön, keine Zweifel, starke Gefühle etc. Was ich damit sagen will - und das ist wirklich war - wenn die Angst und der Zweifel einmal verschwinden kommen die Gefühle wieder. Das habe ich selbst so erlebt und das macht mir Mut.

Dennoch grübelt man manchmal, so wie heute. Dann fühlt man den Rückschritt. Sein Verhalten zu ändern das grübeln einzustellen, ist ein langer Weg aber es folgen viele gute Tage, ja sogar Wochen.

Gebt nich auf. Ich bin noch nicht am Ende meines Kampfes, aber ich fühle mich zwischendurch "geheilt" und weiß, dass es die Krankheit ist und nicht mein Partner!

x 4 #3713


K
Das freut mich @Sportsfreund

Bei mir sieht es momentan leider gar nicht gut aus. Die allgemeine Situation belastet meine Beziehung so stark, dass meine Zweifel immer stärker werden. Ich kann absolut nicht mehr differenzieren, ob es die äußeren Einflüsse sind (die sich momentan leider nicnt ändern lassen) oder ob mehr dahinter steckt. Meine selbstdiagnose rocd wollte meine Therapeutin nicht so unterschreiben. Sie sagt, dass sich das auf jeden anderen Bereich übertragen lasse. Mal ist es die Beziehung, mal Krankheiten, mal was anderes. Sie sagt wir drehen uns ein bisschen im Kreis und sollten nun anfangen die Ursachen zu bekämpfen. Mein Problem ist das "Restrisiko" im Leben. Diese Tatsache das ich keine 100%ige Sicherheit kriegen kann. Ich keine Entscheidungen treffen kann bzw mich damit schwer tue und Dinge nicht akzeptiere bzw mir selbst nicnt vertraue. Beispiel: im Grunde entscheide ich mich jeden Tag für die Beziehung indem ich kämpfe. Aber ich vertraue dieser Entscheidung nicht. Ich kann einfach nicht aufhören zu zweifeln. Und es macht mich wirklich fertig. Ich bin körperlich am Ende. Total kaputt und ausgelaugt.

Am Freitag hatte ich ein langes Gespräch mit keiner Freundin. da Sie immernoch Erfolglos auf Jobsuche ist und ihr Visum bald abläuft kriegt sie auch Panik. Hat auch trennubgsgedanken weil alles so kompliziert ist und es sich nicht bessert. Wir waren also an dem Punkt wo wir beide über unsere Zukunft gezweifelt haben. Wir wollen aber nicht aufgeben. Aber warum? Wir quälen uns... Ist es die Situation oder unsere Beziehung? Wie soll man das nur herausfinden. Ich will sie nicht verlieren.allerdings kann ich Momenten auch nicht mehr "ich liebe dich" sagen. Aber ich würde so gerne. Mich macht das fertig. ich wache jeden Morgen auf und mir geht es elend. Will nur weg und am liebsten nichts mehr fühlen.

Ich bin ratlos und verzweifelt. Die Tage wo ich alles hinwerfen will werden mehr. Das beunruhigt nicht. Ich kriege keine Luft, nein Körper rebelliert und ich finde keinen Ausweg. es sollte besser sein. Die aufsteigende Panik ist nicht gesund und ich fühle mich schuldig meiner Freundin gegenüber. ich will ihr ein guter Freund sein und ich mache alles komplizierter.


Vielleicht soll es auch nicht sein. Vielleicht sind die Umstände nicht ausreichend für eine Beziehung. Ich habe kaum noch gute Tage und muss mich zu allem zwingen, habe keine Geduld und prüfe jede Situation ob Besserung eingetreten ist. Zu Hause türmt sich die Wäsche. Meine Klausuren in der Uni hab ich verschoben, auf der Arbeit vegetiere ich so vor mich hin und ich tue nur eins: grübeln grübeln grübeln. Ohne echtes Ergebnis. Der Verstand sagt: geh! Das ist nicht Gesund. Aber meine innere Stimme kann oder will nicht. Hab ich nur Angst? Oder will ich wirklich nicht. ...

Das schlimme ist. Niemand wird mir da raushelfen können.

#3714


B
@knowitzki

rocd ist ja auch nur ein Teil der Erkrankung. Deine Therapeutin hat recht wenn sie sagt, dass sich der Zweifel auf alle Bereiche des Lebens erstreckt. Das ist die Krankheit. Heute ist es mal dies, morgen mal das.. aber am liebsten erstreckt er sich auf den Beziehungsbereich weil das der Bereich ist, der einem so wichtig ist und bei dem am wenigsten nachweislich Sicherheit erlangt werden kann. Über diesen Bereich kann man monatelang Grübeln ohne zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen.

Wie auch?

Zu deinem letzten Absatz würde ich auch gerne noch etwas sagen: Wenn du einfach "nicht willst" wie du es gesagt hast, hast du jederzeit die Entscheidungsmacht.
Doch anhand deiner Lethargie und deiner sich türmenden Wäscheberge lässt sich doch leicht erkennen, dass dies kein gewöhnliches "ich habe einfach keine Lust mehr auf meine Beziehung" ist.
Dieses Verhalten ist krankhaft. Und es nützt nichts, sich Gedanken über die Beziehung zu machen. Es gibt kein Ergebnis. Nach jedem Ergebnis kommt ein "aber was ist wenn...?". Nicht der Inhalt des Zweifelns ist das Problem. Es ist das krankhafte Zweifeln an sich. Kein gesunder Mensch kriegt sein Leben nicht mehr auf die Reihe, nur weil er gerade "Beziehungsprobleme" hat.

Erst wenn man das Zweifeln langsam abstellt, kann man wieder klar denken. Du brauchst jetzt keine Lösung finden. Die Lösung findet sich wirklich erst dann, wenn du wieder bereit bist, zu urteilen und dann auch wirklich hinter deiner Entscheidung stehen kannst.

Während du im krankhaften Zweifeln verharrst, gehst das nicht. Auch eine Entscheidung gegen die Beziehung zieht ein "aber was ist wenn..?" nach sich. Das muss man wirklich verinnerlichen.

Kümmere dich um dich selbst. Hab Mitgefühl mit dir. Du tust dein Bestes. Auch gerade jetzt. Mit bestem Gewissen. Du weißt nicht was gerade in dir passiert und das ist okay. Du brauchst kein schlechtes Gewissen haben, denn das beste was du jetzt gerade tun kannst, tust du bereits: Du bist dir unsicher, du hast Angst, und deshalb wartest du ab bis du wieder wirklich urteilsfähig bist. Dafür muss es dir aber wieder gut gehen. Das ist die richtige Entscheidung momentan. Für die Zukunft kannst du jetzt keine Entscheidung treffen und das muss man auch nicht. Das müssen auch "Gesunde" nicht.

Bitte tu dir was Gutes. Sorge dafür, dass (hört sich merkwürdig an) wieder vermehrt Endorphine produziert werden. Stärke das Vertrauen in dich indem du dich in jeder Situation, in der es dir besonders schlecht geht, fragst:"Was ist gerade mein Bedürfnis? Was brauche ich jetzt?" Damit sorgst du für dich selber und senkst du das Gefühl der Hilflosigkeit. Dazu gehört auch, in schlechten Phasen Ruhezeiten vom Partner einzufordern. Das hat nichts mit ihm an sich zu tun, auch wenn der ZG dies einem vermitteln will- Das hat damit zu tun, dass der Kopf so vollgestopft ist mit Angst und Zweifeln, dass einfach keine Kraftreserven für Sozialkontakte übrigbleiben.

Darum ziehen sich auch viele von uns sogar zunächst vor Freunden zurück. Schon mal aufgefallen?

Ich habe es in meiner Akutphase auch nicht verstanden und bin immer wieder auf die Endlosspirale meiner ZG reingefallen ("Oh nein, du willst jetzt Ruhe! Das bedeutet, dass..."), aber jetzt, wo es mir besser geht, verstehe ich, dass es wirklich nur die Überreizung des Hirns war, die mir sagte:"Ich möchte jetzt allein sein."

Sich diese Bedürfnisse zu erlauben -ohne schlechtes Gewissen- ist der erste Schritt zu Besserung.

All das musste ich auch erst in der Therapie lernen. Auch schon vor der Erkrankung habe ich meine Bedürfnisse (in vielen anderen Bereichen des Lebens) so ziemlich ignoriert, weil sie meiner Meinung nach nicht sein durften.

Vielleicht geht es hier einigen ja genauso...

x 4 #3715


S
Ich habe wieder das Gefühl dass ich es einfach einsehen muss dass ich mich trennen muss damit es mir wieder gut geht.
Ich halte das so nicht mehr länger aus. Immer Zweifel. Das macht einen so kaputt. Ich will keine Beziehung in der ich immer zweifle ob ich meinen Partner liebe. Das war nicht Ziel in meinem Leben. Ich möchte ohne wenn und aber sageb können dass ich meinen Partner von ganzen Herzen liebe. Und was ist bei mir? Da spielt mein Magen verrückt wenn ich sowas denke und es fühlt sich so verlogen an.

#3716


hoffnungsvoll83
@Strawberry

Das ist der Verlauf der Krankheit ...
Wenn du es beendest wird es nicht besser. Möglicherweise wird der Gedanke bzgl. Beziehung besser aber dann kommt es anders zum Vorschein. Und in deiner nächsten Beziehung kommt es wieder.
Glaub mir, ich kenne deine Situation mehr als nur gut. War,wie du, kurz davor es zu beenden.
Heute kann ich sagen,die Tage werden immer besser. Natürlich mit Rückschlägen zwischendurch aber die Vergehen schneller als zuvor.
Gib nicht auf! Halte durch!

x 1 #3717

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K
@Strawberry ich glaube wir können uns im Moment wirklich die Hand geben. Leider. Sad

#3718


Ra87
@Strawberry @knowitzki ich finde mich total wieder. Zum Glück bin ich seit einigen Tagen nicht (mehr) in dieser Falle, in der ihr steckt. Ich fühle mich wesentlich freier, mache mir nicht so viele Vorwürfe und akzeptiere es besser. Der Beitrag von @blume1989 ist sehr, sehr zutreffend und klasse! Ich will hier folgendes hervorheben was meiner Meinung nach das aller aller wichtigste und einzig richtige ist, was ihr tun müsst:

Zitat:
Kümmere dich um dich selbst. Hab Mitgefühl mit dir. Du tust dein Bestes. Auch gerade jetzt. Mit bestem Gewissen. Du weißt nicht was gerade in dir passiert und das ist okay. Du brauchst kein schlechtes Gewissen haben, denn das beste was du jetzt gerade tun kannst, tust du bereits: Du bist dir unsicher, du hast Angst, und deshalb wartest du ab bis du wieder wirklich urteilsfähig bist. Dafür muss es dir aber wieder gut gehen. Das ist die richtige Entscheidung momentan. Für die Zukunft kannst du jetzt keine Entscheidung treffen und das muss man auch nicht. Das müssen auch "Gesunde" nicht.

Bitte tu dir was Gutes. Sorge dafür, dass (hört sich merkwürdig an) wieder vermehrt Endorphine produziert werden. Stärke das Vertrauen in dich indem du dich in jeder Situation, in der es dir besonders schlecht geht, fragst:"Was ist gerade mein Bedürfnis? Was brauche ich jetzt?" Damit sorgst du für dich selber und senkst du das Gefühl der Hilflosigkeit. Dazu gehört auch, in schlechten Phasen Ruhezeiten vom Partner einzufordern. Das hat nichts mit ihm an sich zu tun, auch wenn der ZG dies einem vermitteln will- Das hat damit zu tun, dass der Kopf so vollgestopft ist mit Angst und Zweifeln, dass einfach keine Kraftreserven für Sozialkontakte übrigbleiben.


Dieses soziale Zurückziehen, weil man selbst in sich so gefangen ist, gereizt, gestresst, angespannt ist. Es ist so wichtig seine Bedürfnisse wahrzunehmen und zu stillen, anstatt sich im Kreis zu drehen. Das mit der Wäsche hatte ich bis gestern noch, genauso andere kleinere "Pflichten". Wenn man drin steckt, dann ist ALLES zum KO**** aber das wird wieder besser, ich dachte es letztens auch nicht. Was habe ich getan? Nichts! Nichts, nichts und wieder nichts! Kein Quälen du musst dies machen und das machen, kein Grübeln, wenn ich das dann machte oder eben nicht machte (so oder so unerträglich), es ist einfach so. Ich habe es besser akzeptieren können meine Situation ohne Job, in der Schwebe, dadurch, dass ich GUT zu mir war: Sport gemacht, wieder Blut geleckt, ich liebe es einfach, Musik gehört, am PC gespielt, Serien geschaut.... das ist es .... mit meinem Hund spazieren gehen und schmusen (gut, dass kann ich auch wenn es mir nicht so gut geht, die Liebe zu diesem Wesen ist immer da was übrigens auch mal zum Grübeln gegenüber der Beziehung zu meiner Freundin führt, ihr könnt euch vorstellen wie ich das meine Smile ) fehlt nur noch in die Sauna gehen (kann ich jedem wärmstens empfehlen, der nicht gerade Wärmeempfindlich ist, super enspannend!)

x 1 #3719


N
Ich würde da @blume1989 auch zustimmen, dennoch muss ich sagen dass es nicht für ALLE zutrifft.
ZB tue ich eigentlich immer noch was für mich, also ich lerne (klingt vielleicht verrückt, aber ich mag es mich für Klausuren vorzubereiten), ich mache mich schick wenn ich rausgehe, treffe mich mit Freunden, verbringe Zeit mit der Familie, kümmere mich um mich selbst zB Nägel lackieren, schminken etc, lese Bücher, höre Musik, gucke Serien... Also gaaanz am Anfang habe ich vieles davon vernachlässigt, aber eigentlich mache ich immer noch das wie früher. Ok, zwar nicht das was ich VOR der Beziehung getan habe, aber das ist ja auch normal, da man mehr Zeit mit dem Partner verbringt etc.

Also meine Probleme sind leider andere Bereiche, ich kümmere mich um mich selbst, habe aber trotzdem diese Gedanken (..zwar nicht mehr so stark, aber halt immer noch da)

#3720


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Dr. Reinhard Pichler
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