@Liliane danke für deine lieben Worte!

Ich erkenne mich wieder in dem was du schreibst: Erfolge ausblenden und Misserfolge stehen über allem. Ich weiß nicht genau, was du mit SUPER Studium meinst

die Note? Bis auf die Abschlussnote war ich Durchschnitt. Das Studium hilft mir insofern nicht weiter, weil ich eben in Richtung BWL studiert habe, jedoch im Sozialen Bereich arbeiten will, leider habe ich mich bisher ohne Erfolg für Stellen in dem Bereich beworben (trotz des enormen Asylanstiegs), das Vorstellungsgespräch gestern war genau das was beides abdeckt :/
@knowitzki @antje23 ihr geht zum ganzen Stress noch arbeiten

, ich kenne diese Symptome wie Müdigkeit/Kopfschmerzen schon seit sehr langem, Rückenschmerzen kann so viele Gründe haben, psychosomatisch gesehen ist ohnehin alles möglich: Wenn das Seelenleben nicht i.O. ist, wie soll der Körper intakt bleiben? Yin und Yang!
Ich war heute bei meinem Therapeuten und wir verstehen uns wirklich gut, ich glaube, dass er der richtige Therapeut für mich ist. Er ist mir einfach unheimlich sympathisch und hat neben seiner menschlichen Art auch bisher den Eindruck gemacht, dass er genaue Vorstellungen hat und eine Struktur vorgibt, das vermisste ich bei meinem Therapeuten (gänzlich). Ein insgesamt (sehr) gutes Gefühl also! Wie alt sind eure Therapeuten? Er ist noch ziemlich jung, also gerade mal 40 Jahre alt. Jedenfalls hat er in den wenigen Stunden bisher von sich mehr preisgegeben (was mein Therapeut sehr selten tat), womit so eine Art Verbindung entsteht, die bei meinem damaligen einfach nie da war... nun gut kommen wir zum eigentlichen: Ich habe ihm nochmal das mit ROCD gesagt als ich auf meine Beziehung bzw. meine Gedankenwelt zu sprechen kam. Er kennt sich mit OCD gut aus und weiß, dass es auch auf Beziehungen übertragbar ist. Da hat er ein Buch rausgeholt was er angelesen hatte und es hier schon mehrfach empfohlen wurde, was ich als Betroffener nicht empfehlen kann: "Alles in meinem Kopf" er hat sich also damit beschäftigt, weiter fragte er mich, ob ich ihm nicht ein paar Links schicken könnte und er macht sich ein genaueres Bild davon. Das finde ich schon verdammt gut! Welche Seiten kann ich ihm außer der von @knowitzki geposteten
http://ocdla.com/rocd-relationship-ocd- ... e-one-3665 noch ans Herz legen? Er liest es sich durch und wir werden die nächsten Stunden dann darauf zu sprechen kommen. Interessant finde ich, dass er vorschlägt alle zu benennen, damit eine Distanz entsteht: Genau das ist doch unser Problem, dass wir uns damit personifizieren und mit unseren gedanken und Gefühlen verschmelzen.
Ansonsten hat er zu dem was uns hier alle betrifft und gerade mich gestern mal wieder richtig fertig gemacht hat auch die richtigen Worte gefunden: Dieses Grübeln, die Depressionen, sind wie ein übertrainierter Muskel in unserem Hirn(areal), sich davon zu lösen erfordert viel Übung: Achtsamkeit und Akzeptanz, das sind alles Dinge, die auch medikamentös stark verbessert, gelindert, manchmal, wenn auch seltener geheilt werden können (ich glaube nicht an eine Heilung, weil ich schon immer der nachdenkliche Grübler war, jedoch wäre es schön, wenn es nicht so sehr ausartet). Es kostet Überwindung, wohl mehr als bei jemandem, der mal einen schlechten Tag hat und die Schnauze voll hat.
Wir können das alle schaffen, ich wünschte ich hätte mehr Stunden mit dem Therapeuten und habe Angst, dass ich vergesse was zu sagen oder anzusprechen, dabei kommt immer viel bei rum bisher. Nur setzt es mich unter Druck Ziele zu formulieren, was soll sich durch und nach der Therapie verbessern (das war auch die 1. Frage, die er mir gestellt hat)? Habt ihr Ideen? Ich glaube, davon kann hier jeder profitieren, weil wir alle im gleichen Boot sitzen. Im Grunde wollen wir doch jene Gedanken und Gefühle akzeptieren, die uns ängstlich, traurig und fertig machen (lassen). Ich will ein halbwegs normales Leben führen: Job anstatt Jobcenter, Sport machen, normale Beziehung führen, mich um mich kümmern und für mich da sein, gerade wenn es mir schlecht geht: "Man sieht das hier schei*** aus, es ist so kalt hier, ich habe seit Wochen keinen Sport gemacht, ich finde keinen Job, ich bin beziehungsunfähig...."
Jedenfalls gehts mir heute schon um einiges besser als gestern, vielleicht auch weil das Wochenende beginnt: Keine möglichen Termine, kein Druck Bewerbungen schreiben zu müssen.