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B
Zitat von Nf1115:
Hallo Leute
Muss euch mal was berichten und eure Meinung dazu wissen!
Ich hatte ja erzählt, dass es mir besser geht.
Und jetzt haben sich die Gedanken praktisch in die andere richtig gedreht! Also, dass nicht ICH an den Gefühlen oder liebe Zweifel, sondern ich hab angst das mein freund mich nicht genug liebt!
Ich hab die ganze Zeit so einen Gedanken "er zeigt dir nicht genug liebe" " er ist nicht so verständnisvoll" aber ich weiss das dass voll der Schwachsinn ist, er zeigt mir seeeehr viel liebe... was soll das Grade? Gehört das auch zum zwang dazu? Dass es sich quasi jetzt einen anderen Weg sucht? Diese zwei Gedanken machen wirklich kein Sinn, es entrichten eigentlich (!) Nicht der Realität... was haltet ihr davon?


@Nf1115

Ja es gehört dazu. Ich habe das zur Zeit auch. Sogar die gleichen Gedanken wie du.
Bei mir hat das vor ca einer Woche angefangen. Und bei rocd...glaube habe es auf YouTube sogar gesehen in Englisch oder auch gelesen. Macht man sich auch sorgen ob der Partner einen wirklich liebt, oder betrügt usw
Also ich kann dich beruhigen Smile
Viele Grüße

x 1 #3581


antje23
Glaub ich nicht. Bei mir war es so das wenn ich jemand ni mehr geliebt habe, mein Ganzer Körper gestreikt hat und gar nix mehr ging. Ich konnte nicht mal mehr neben demjenigen schlafen. Nur Panik,kaum auszuhalten aber durchgehend

#3582


A


Angst den Partner nicht zu lieben

x 3


K
Habt ihr körperliche Beschwerden? Also ich muss schon gestehen das ich diverse Wehwehchen habe seit das alles angefangen hat. Haut ist empfindlich, dauernd nervös und hibbelig. Habe dauernd Rückenschmerzen. Hoffe nur das mein Körper mir da nichts signalisieren will...

Fühle mich bei meiner Freundin eigentlich wohl... Abgesehen von der Angst...

#3583


antje23
Unruhe manchmal und zur Zeit ständige Müdigkeit. Was ich ni mehr normal finde. Körperlich kaputt.

#3584


Ra87
@Liliane danke für deine lieben Worte! Smile Ich erkenne mich wieder in dem was du schreibst: Erfolge ausblenden und Misserfolge stehen über allem. Ich weiß nicht genau, was du mit SUPER Studium meinst Razz die Note? Bis auf die Abschlussnote war ich Durchschnitt. Das Studium hilft mir insofern nicht weiter, weil ich eben in Richtung BWL studiert habe, jedoch im Sozialen Bereich arbeiten will, leider habe ich mich bisher ohne Erfolg für Stellen in dem Bereich beworben (trotz des enormen Asylanstiegs), das Vorstellungsgespräch gestern war genau das was beides abdeckt :/

@knowitzki @antje23 ihr geht zum ganzen Stress noch arbeiten Rolling Eyes , ich kenne diese Symptome wie Müdigkeit/Kopfschmerzen schon seit sehr langem, Rückenschmerzen kann so viele Gründe haben, psychosomatisch gesehen ist ohnehin alles möglich: Wenn das Seelenleben nicht i.O. ist, wie soll der Körper intakt bleiben? Yin und Yang!

Ich war heute bei meinem Therapeuten und wir verstehen uns wirklich gut, ich glaube, dass er der richtige Therapeut für mich ist. Er ist mir einfach unheimlich sympathisch und hat neben seiner menschlichen Art auch bisher den Eindruck gemacht, dass er genaue Vorstellungen hat und eine Struktur vorgibt, das vermisste ich bei meinem Therapeuten (gänzlich). Ein insgesamt (sehr) gutes Gefühl also! Wie alt sind eure Therapeuten? Er ist noch ziemlich jung, also gerade mal 40 Jahre alt. Jedenfalls hat er in den wenigen Stunden bisher von sich mehr preisgegeben (was mein Therapeut sehr selten tat), womit so eine Art Verbindung entsteht, die bei meinem damaligen einfach nie da war... nun gut kommen wir zum eigentlichen: Ich habe ihm nochmal das mit ROCD gesagt als ich auf meine Beziehung bzw. meine Gedankenwelt zu sprechen kam. Er kennt sich mit OCD gut aus und weiß, dass es auch auf Beziehungen übertragbar ist. Da hat er ein Buch rausgeholt was er angelesen hatte und es hier schon mehrfach empfohlen wurde, was ich als Betroffener nicht empfehlen kann: "Alles in meinem Kopf" er hat sich also damit beschäftigt, weiter fragte er mich, ob ich ihm nicht ein paar Links schicken könnte und er macht sich ein genaueres Bild davon. Das finde ich schon verdammt gut! Welche Seiten kann ich ihm außer der von @knowitzki geposteten http://ocdla.com/rocd-relationship-ocd- ... e-one-3665 noch ans Herz legen? Er liest es sich durch und wir werden die nächsten Stunden dann darauf zu sprechen kommen. Interessant finde ich, dass er vorschlägt alle zu benennen, damit eine Distanz entsteht: Genau das ist doch unser Problem, dass wir uns damit personifizieren und mit unseren gedanken und Gefühlen verschmelzen.

Ansonsten hat er zu dem was uns hier alle betrifft und gerade mich gestern mal wieder richtig fertig gemacht hat auch die richtigen Worte gefunden: Dieses Grübeln, die Depressionen, sind wie ein übertrainierter Muskel in unserem Hirn(areal), sich davon zu lösen erfordert viel Übung: Achtsamkeit und Akzeptanz, das sind alles Dinge, die auch medikamentös stark verbessert, gelindert, manchmal, wenn auch seltener geheilt werden können (ich glaube nicht an eine Heilung, weil ich schon immer der nachdenkliche Grübler war, jedoch wäre es schön, wenn es nicht so sehr ausartet). Es kostet Überwindung, wohl mehr als bei jemandem, der mal einen schlechten Tag hat und die Schnauze voll hat.

Wir können das alle schaffen, ich wünschte ich hätte mehr Stunden mit dem Therapeuten und habe Angst, dass ich vergesse was zu sagen oder anzusprechen, dabei kommt immer viel bei rum bisher. Nur setzt es mich unter Druck Ziele zu formulieren, was soll sich durch und nach der Therapie verbessern (das war auch die 1. Frage, die er mir gestellt hat)? Habt ihr Ideen? Ich glaube, davon kann hier jeder profitieren, weil wir alle im gleichen Boot sitzen. Im Grunde wollen wir doch jene Gedanken und Gefühle akzeptieren, die uns ängstlich, traurig und fertig machen (lassen). Ich will ein halbwegs normales Leben führen: Job anstatt Jobcenter, Sport machen, normale Beziehung führen, mich um mich kümmern und für mich da sein, gerade wenn es mir schlecht geht: "Man sieht das hier schei*** aus, es ist so kalt hier, ich habe seit Wochen keinen Sport gemacht, ich finde keinen Job, ich bin beziehungsunfähig...."

Jedenfalls gehts mir heute schon um einiges besser als gestern, vielleicht auch weil das Wochenende beginnt: Keine möglichen Termine, kein Druck Bewerbungen schreiben zu müssen.

x 1 #3585


antje23
Ich habe das Problem mich immer wieder zu fragen: Ist er der Richtige oder kann er mir nicht geben was ich brauche? Will ich was Anderes von einer Beziehung. Aber den Menschen an sich liebe ich,also ihn. Aber vielleicht reicht das nicht

#3586


N
Ra87 er soll sich suf jeden Fall den englischen Blog von rocd durchlesen, muss schnell los und hab Grade keine zeit den genauen link dir zu schicken. Google einfach: rocd English Blog

#3587


B
Lieber @ra78, ich kann diese Seiten empfehlen.
sie sind sehr gut geschrieben, bzw rocd wird sehr gut gezeigt Smile
Vllt kannst du sie auch deinem Therapeuten zeigen Smile

http://www.ocdspecialists.com/love-the- ... nship-ocd/

https://iocdf.org/expert-opinions/relationship-ocd/

x 3 #3588


antje23
Vielen Dank für die Internetseiten. Habe mir die jetzt übersetzt. Steht echt Interessantes drin. Sehr aufschlussreich.

Hat jemand auch das Problem sich schon Gedanken über einen bestimmten Tag zu machen, wo irgendwas Besonderes ansteht, wie es da aussehen wird mit den Gefühlen?
Bei mir ist es der Hochzeitstag meiner Schwester im August, wo er mit eingeladen ist.
Das ist doch bescheuert sich da Gedanken jetzt schon zu machen. Aber mein Kopf macht was er will.

#3589


Ra87
Ich habe meinem Therapeuten die ganzen Links geschickt und noch ein Blog auf en. und dt.

Es liegt alles wirklich an mir, so antriebslos, tiefschwarz, alles scheint mich zu belasten, ich kann mich nicht lösen, sehe überall nur das Negative und stelle alles in Frage. MeinE Freundin tut mir leid, dass sie das so mitmachen muss, mit mir kann man schlecht planen und ich lasse sie mal wieder warten.. weil ich denke ich muss noch dies und das machen. Ich bin einfach mit meinem Leben und meiner Situation unzufrieden und unglücklich. Zu den ganzen "problemen" und Sorgen kommen so Kleinigkeiten: Es ist kalt hier, weil die Heizung nicht richtig funktioniert, es sieht aus wie sau, habe etwas aufgeräumt, gewaschen gespült, dennoch... ich ärgere mich, dass ich hier von Geräuschen (aus anderen Wohnungen, wenn Wasser läuft oder jemand rumläuft/Tür aufmacht ... aber auch von der Straße) so genervt bin, alles aber wirklich alles scheint mich unglücklich zu machen, weil ich mich unglücklich und fertig machen lasse, ich stehe nicht einmal gerade, mir tun die Kniee/Konochen, weh, ich werde alt, es ist eine Schande, dass ich seit Wochen nicht mehr zum Sport gehe, Muss mich bewerben, ich verbringen Stunden tagtäglich nach Stellen zu suchen zu den Stellen etwas zu recherchieren und spüre Kraftlosigkeit und Überforderung... alles wird im Kopf zerstückelt und aufbereitet und zieht mich noch weiter runter, anstatt, dass ich mal was tue... Sad F***...

#3590


antje23
Mir ist aufgefallen,das ich auch schon in anderen Bereichen solche Gedanken hatte. Zum Beispiel wenn ich irgendwo weit oben bin, wie es wäre plötzlich runter zu fallen und dann die entsprechenden Angstgefühle. Dabei passiert gar nix. Nur die Vorstellung. Löst innere Panik aus. Und solche Gedanken hatte ich schon in meiner Kindheit. Oder auf meiner letzten Arbeit hatten wir eine Stahltür. Da habe ich mir vorgestellt wie es wäre wenn die zufallen würde und meine Hand noch dazwischen wäre und dann richtig Angst und wie sich das anfühlen würde. Das ist doch krank. Hatte solche Gedanken auch schon in Bezug auf meine Kinder als die kleiner waren, darüber will ich aber ni schreiben,weil es schrecklich war die Gedanken und ich mich dafür schäme.

Und was Die Partnerschaft betrifft, sind in der Zeit bei euch auch die Gefühle weniger,was euch auch so zweifeln lässt?
So ist es bei mir gerade

#3591


antje23
@ra87: Versuch irgendwie den Kopf auszuschalten und einfach zu machen. Ich weiß wie das ist. Aber manchmal muss man sich einfach überwinden um aus dem Loch raus zu kommen. Und ni nachdenken, versuchen zu tun auch wenn es noch so schwer fällt. Sich auf die Sache zu konzentrieren. Mit einfachen Dingen anfangen. Und der Sport würde dir sicher gut tun auch wenn es große Kraft und Überwindung kostet. Warum ist es bei dir kalt?

#3592


hoffnungsvoll83
Hallo ihr lieben!

Ich bräuchte mal euren Rat ...
Ich habe heut wieder den Gedanken es zu beenden.
Das interessante an dem Ganzen ist,dass ich absolut keine Angst spüre und mir irgendwie sicher bin dass ich nicht mehr will.
Vor einigen Wochen sagte ich mir in diesen Momenten noch: Nein,ich entscheide mich bewusst gegen eine Trennung.
Dann war ich irgendwie etwas innerlich beruhigt.

Jetzt passiert nichts in mir ... Als ob ich wirklich davon überzeugt bin.
Glaubt ihr das es trotzdem ZG sind?

Ich kenn mich nicht mehr aus. :/

#3593


antje23
Ich hatte das erst am Freitag. Jetzt sieht es wieder bissel anders aus. Freitag war es mir egal ob zusammen oder nicht. Hatte ein ruhiges Gefühl dabei. Denk es gibt Momente wo man resigniert weil man die Angst satt hat. Und sich dann sagt dann ist es halt so

#3594


N
@hoffnungsvoll83
Beende die Beziehung nicht. Egal ob du grade so fühlst als wäre es real, oder gar keine Angst hast etc.
Sag dir, dass du diese Entscheidung auf nächste Woche verschieben wirst.... Auch wenn es schwer ist. Ich kenne das ja selbst.
Glaub mir, es wird alles gut. Setz dich nicht unter Druck, und erwarte nicht zu viel von dir, du bist im Moment halt krank. Stell dir vor, dass dein Gehirn im Moment etwas "kaputt" ist.. Kann ma mit einem kaputten Gehirn normal denken, Entscheidungen treffen? Nein, kann man nich. Man kann ja auch nicht mit einem kaputtem Bein Marathon laufen...man muss warten bis etwas Zeit vergeht, und schmerzen aushalten.

Sorry, bin nicht so gut anderen zu helfen und Tipps zu gebe.. Rolling Eyes
Ich hoffe, ich hab einfach klar gemacht dass du es BITTE nicht beenden sollst, auch wenn es im Moment für dich die einzige Lösung ist.. Das wäre nur Flucht, wegrennen vor dir selbst...

#3595


hoffnungsvoll83
Vielen Dank euch beiden!
Es beruhigt mich ein wenig,das ist wohl ein Zeichen das es wieder etwas ist dass dazu gehört!
Ich glaube dass ich zurzeit wieder Zuviel Zeit zum grübeln habe. War die letzte Zeit so gut drauf und seit zwei Tagen bin ich wieder nur müde und habe auf nichts Lust.

@Nf1115 ich kann dir sagen,es ist auf jeden Fall eine Hilfe!

x 1 #3596


N
Übrigens...ich hab ja erzählt, dass ich die englische seit über Rocd eigentlich problemlos auf deutsch übersetzen kann, und dann haben ja hier einige gemeint, dass es ihnen schwerer fäll wegen dem Englisch etc...
Da dachte ich mir, dass ich ja zB heute etwas Zeit habe, und versuchen könnte die für mich wichtigsten Tipps auf deutsch zu übersetzen und hier reinzuschicken! Abe erst in ein paar Stündchen,muss erst noch etwas für meine Klausur lernen Very Happy

x 5 #3597

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N
1. Du bekommst nur das, für was du auch kämpfst

Du bist die einzige Person, die für deine Psyche und dein wohlbefinden verantwortlich ist, und du musst einen weg finden, damit es dir besser geht.
Akzepteire diese Verantwortung! Es wird eine Menge an Arbeit in Anspruch nehmen, sowie Mut und Geduld.
DU kannst nicht erwarten, dass es besser wird, ohne etwas dafür zu tun. Doch am Ende wird sich alles auszahlen...
.Es wird Zeit brauchen, bis es dir besser geht
Akzepteire, dass Veränderungen viel Zeit in Anspruch nehmen.

. Akzepteire die gegenwart. Nehme jeden tag so hin, wie er kommen wird. Du kannst nichts an der vergangenheit ändern UND mit grübeln und Ängsten auch nichts an der Zukunft. Lebe im Hier und Jetzt.




- sich zu steif auf die Zukunft zu konzentrieren, dich selbst mit anderen zu vergleichen und hohe Erwartungen zu stellen (plus Schuldgefühle) wird dir nicht helfen, die Gegenwart zu genießen.

- Versuche jeden Tag etwas für dich zu tun, ganz egal was. Auch wenn dir nicht danach ist.

- DULDE KEINE DISKUSSIONEN MIT DEINEN GEDANKEN.




2. „Wahre Liebe ist eine Entscheidung“

Es gibt eine Sache, die uns Hollywood nicht vermittelt: Dass Liebe eine Entscheidung ist.
Gefühle kommen und gehen, das ist alles biologisch. Aus dem Grund, sollten wir nicht erwarten dass wir jede Sekunde Liebe „fühlen“.

ein schönes Zitat: „choose you love and love your choice!“
(auf deutsch etwa so: Entscheide, wen du liebst, und liebe deine Entschiedung!) .... Lass das auf dich wirken.

Wenn wir wirklich glauben, dass eine „perfekte“ Beziehung die ist, wo man sich NUR glücklich fühlt und IMMER verliebt ist, dann wäre KEINE Beziehung gut genug.




3. Probleme kann man niemals auf die gleiche Denkweise lösen, durch die sie entstanden ist.


4. Die Art und Weise, wie wir auf Gedanken reagiere.

Denk nicht, dass du schlauer als dein Gehirn wärst. Er wird dich in den Wahnsinn treiben und dich auf Gedanken bringen, auf die du niemals gekommen wärst.
Aber wenn du einmal gelernt hast, wie dein Hirn tickt, kann es dir nichts mehr antun.

Dein Gehirn reagiert auf die Weise:
1. Vorstellungen/ Analysieren von Sitautionen
2. Ausschluss/ keine Antwort ist gut genug
3. „Abhängigkeit“

1. Vorstellungen:
Dies beginnt schon damit, wenn dir irgendein Gefühl/ Gedanken ERWARTEN oder nicht erwarten. Z.b dein Partner ist eine Weile nicht bei dir und aus irgendeinem Grund fehlt er dir nicht so doll. Wenn dies der Fall ist, denkt unser Gehirn sofort, dass wir keine gefühle mehr haben. Obwohl das nicht-vermissen ganz andere Gründe haben kann (Stress, auch mal zeit für sich genießen etc.) Menschen mit OCD stellen sich alles immer im schlimmsten Scenario vor, immer negativ

2. Ausschluss
Jedes mal, wenn du eine gewisse Sicherheit gefunden hast, beginnt dein Gehirn dies wieder schlecht zu reden und anzuzweifeln.
Egal was man tut, es wird IMMER angezweifelt.

3. „Abhängigkeit“
Je mehr du über etwas nachdenkst und grübelst, desto mehr WOLLEN wir darüber nachdenken!
Das trifft vor allem auf die Menschen mit rOCD zu und es entwickelt sich schon fast eine Abhängigkeit, weil man nach der Antwort und Beweisen die ganze zeit suchen MUSS (zwanghaft).

Die Tatasache, dass wir uns mit dem Problem im Gehirn beschäftigen, löst sehr viel Stress aus.
Und das nur, weil wir herausfinden wollen, was mit zwanghaften Fragen nicht zu beantworten ist
Unser Gehirn WILL, dass wir unbedingt nach einer Antwort suchen!


Das Problem ist nicht das „R“, sondern das „OCD“!
Je mehr du denkst und eine Antwort finden willst, desto schlimmer wird es.



5. Sloooooow Down!

rOCD füttert Ängste und Ängste füttern rOCD.
Und dies entsteht durch over-thinking (zu viel nachdenken).

Dein Gehirn dreht sich im KREIS, um eine Antwort zu finden. Je mehr es sich dreht, desto frustrierter und verwirrter wirst du, und so werden deine Ängste gefüttert.
Over-thinking bzw. Grübeln stellt die basis für Ängste und Depressionen dar.

DU wirst dich nicht besser fühlen oder eine Antwort durch das ganze Denken finden, im Gegenteil, du fühlst dich besser, wenn du sie vorbeiziehen lässt und den Kreis stoppst.

a) werde dir bewusst, wann du dich wieder auf deine Gedanken einlässt, wenn du am Tag mehr als 20 min über ein „Problem“ grübelst, ist das eindeutig zu viel.

b) Wenn du wieder zu viel nachdenkst, dann denke BEWUSST an was anderes.
Sei nicht traurig darüber, dass du mit diesen Gedanken zu kämpfen hast. Sei nett zu dir selbst... Das braucht alles seine Zeit.

x 3 #3598


N
"Du hast zwei Optionen"

Wir rOCD Menschen lieben es und sind schon besessen davon,an unseren Symptomen zu verweilen und verschiedene Optionen und Szenarien uns immer und immer wieder vorzustellen und im Kopf abzuspielen.
Wir tuen das, weil wir darauf hoffen, eine neue Antwort auf unsere Gedanken zu finden. Und das geht stundenlang so weiter..
das ist ein schlechter Weg, um sich von rOCD zu erholen und sich zu verbessern.
Im Prinzip gibt es ZWEI Wege/ Optionen , wie wir vorgehen können:

Option 1. Weitermachen wie bisher --> grübeln und somit den Teufelskreis verstärken :
Das ist das, was uns am bequemsten und einfachsten ist, da drin sind wir am besten! Sich in Gedanken verlieren, mehr Ängste zu entwickeln in einem nicht aufhörendem Prozess von Analysen. DAS MACHT ROCD NUR SCHLIMMER.
Wir entwickeln damit andere Zwänge (z.B. nachprüfen von Gefühlen). Das ist sehr unproduktiv von uns und macht uns emotional taub (@hoffnunsgvoll83!) und depressiv.
Aber wir machen immer weiter und weiter, Tag für Tag... Das ist wohl der Grund, warum es ZWANGSgedanken heißt.

Option 2: Probeiren einen neuen Denkansatz/ Weg aus --> bringe dich selbst dazu, zu akzeptieren, dass du dich ändern musst und den Teufelskreis durchbrechen musst :
Wenn wir uns besser fühlen wollen, MÜSSEN wir einen anderen WEG finden.
Der erste Schritt dazu ist es zu verstehen, dass du deine Gedanken und Handlungen ändern musst (Einsicht).
Wir können alle Werkzeuge dafür bekommen, um uns besser zu fühlen (Therapie, Unterstützung vom Freund etc.), ABER wenn wir nicht uns selbst dazu bringen können und nicht selbst einsehen, dass wir etwas ändern müssen, werden wir nie ans Ziel kommen.

Jetzt kommt die Zeit, wo du versuchen musst, optimistisch und stark zu bleiben, denn es wird Zeit brauchen und es wird einige Rückschläge geben, bis du einige Ergebnisse siehst.. Nicht alles, was du ausprobierst, damit es dir besser geht, wird klappen. Aber das ist okay.
Einige Dinge werden funktionieren, einige nicht.
Einige Dingen funktioniren sofort, einige brauchen mehr Zeit.

Doch zu akzeptieren und zu verstehen, dass du ETWAS ändern musst, dass du bereit bist dich zu ändern, ist der erste und bedeutendste Schritt.

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antje23
Ok das klingt alles sehr gut.

Ich hatte vorhin wieder eine Panikattacke. Diese verdammten Gedanken. An was ich schon denke ist unnormal.
Ob ich mir ein ganzes Leben mit ihm vorstellen kann. Wie es sein wird wenn wir alt sind. Wie als wöllte ich eine gefühlsmäßig Absicherung. Und wenn es dann mal ni so stark ist bekomme ich Angst und Beklemmende und Panikattacken und das beim Putzen. Habe jetzt ne halbe Stunde geheult aus Angst

#3600


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Dr. Reinhard Pichler
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