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TheAnk
Im Augenblick bin ich auch einfach nur kraftlos, wahrscheinlich auch wegen der blöden Panikattacken und mittlerweile auch der großen Angst davor. Sie zerren ganz schön an meinen Kräften. Wenn ich daheim bei meinem Freund bin ist es besser, aber sobald ich auf Arbeit bin ist es kaum auszuhalten. Wollte heute morgen auch eigentlich nicht aufstehen, aber irgendwie habe ich es dann doch geschafft. Versuche mich abzulenken, was aber schwierig ist auf Arbeit wenn man nicht wirklich viel zu tun hat. Ich versuche jetzt meinen Gedanken gegenzusteuern und sage mir ständig: "Ich schaffe das, ich liebe meinen Freund."

#3401


Eleyna
@Kuddel würde sagen 6 Moante in denen ich da einfach so reingeschlittert bin + 3 Monate in denen ich erkannt habe dass es so nicht weiter gehen kann ich ich Hilfe brauche + 3 Monate um wieder etwas stabiler zu werden - also wirklich ein Jahr meines Lebens mindestens und auch heute gibt es noch Stunden oder Tage wo ich zweifle, aber in einem normalen Maß, einfach weil ich so bin wie ich bin und Zweifel auch zum Leben gehören um Entscheidungen zu treffen, Situationen zu überdenken und erwachsen und vernatwortungsbewusst sein Leben in die Hand zu nehmen.

Geholfen hat mir das Forum (erstmal zu erkennen dass ich nicht alleine und verrückt bin), dann komischerweise Freunde udn Familie die, nachdem ich mich einmal anvertraut hatte, eigentlich alle für die Beziehung gesprochen haben und mich irgendwo einfach nur "begeleitet" haben wenn ich wieder durch hing, zugehört haben und so weiter, dann irgendwann auch endlich die Antidepressiva und irgendwann auch das Wetter mit wieder mehr Sonnenschein, mehr Pausen im Alltag, mehr Auszeiten, mehr Achtsamkeit, einmal die Woche Sport ob ich nun Lust hatte oder nicht, die Therapie sicher auch (wobei da einfach nur jemand Außenstehendes dir sagt dass du verkopft bist, was du ja eigentlich weißt), dann die Schwangerschaftshormone, welche die Zweifel erstmal verstärken und dich dann aber glückselig machen und natürlich mein Mann, der die ganze Zeit zu mir gehalten und alle Panikattacken, Angststürme, Streits, Heulereien, Gefühlsleere, Resigantion, Antriebslosigkeit etc mitgemacht und mich/uns nicht aufgegeben hat.

#3402


A


Angst den Partner nicht zu lieben

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L
Hallo Ihr!

das Gefühl durchzudrehen kenne ich auch sehr gut. Das hatte ich letztes Jahr im Mai bis Juni ganz schlimm. Ich finde es beeindruckend, dass ihr es so hinbekommt. Ich habe damals nach einer Woche kaum bis gar keinen Schlaf, nichts essen und 24 Stunden am Tag grübeln meine Sachen gepackt und bin zu meinen Eltern gefahren, nur habe ich mich da kein Stück besser gefühlt, bis ich nach 9 Tagen ins Krankenhaus gegangen bin. Die erste Zeit war sehr schlimm, da ich auch noch keine Diagnose etc hatte "nur" mittelschwere Depression. Ich hatte bestimmt 4-6 Wochen wirklich Panik davor völlig verrückt zu werden, ihr seid es aber nicht! Ihr befindet euch gerade in einem Ausnahmezustand und euer Körper auch! Er reagiert mit Panik und Panik lähmt einen. Ihr reagiert mit ständiger Angst und Grübelein und der Körper ist überfordert und deshalb antriebslos und ausgelaugt! Ich habe am Anfang WIRKLICH 24 Stunden daran gedacht, da gab es nichts und niemanden, der mich hätte ablenken können! Schrecklich! Ich wünsche euch vom Herzen, dass ihr es bald schafft aus diesem Tief herauszukommen! Ich weiß, dass ihr es schafft. Ich hätte damals NIE gedacht es zu schaffen, ich dachte wirklich dass mein Leben keinen Sinn mehr macht und es war alles nur mistig, aber mir geht es gut!

Es ist super schwer auszuhalten ich weiß das. @kuddel, die Akzeptanz darüber was deine Therapeutin sagt, kommt noch. Ich habe auch länger dafür gebraucht, um die Zusammenhänge WIRKLICH anzunehmen und zu verstehen!

ich habe mittlerweile mehr Gedanken, wenn mein Freund da ist. Aber das macht nichts, da es logisch ist. SOnst bin ich bei der Arbeit oder mit Freundinnen und das lenkt mich gut ab. Es hindert mich mittlerweile aber nicht mehr daran, dass ich die ABende mit meinem Freund genießen kann.
@Strawberry das mit dem genervt sein, hatte ich eine Zeit auch ganz stark. Denke deine Gedanken haben sich daran festgebissen. Oft ist es so, dass irgendeinem Gefühl in dem Falle "die Genervtheit" ein Gedanke im voraus war, den du vielleicht nicht mal richtig wahrnimmst. Es gab eine Zeit, da konnte mein Freund quasi machen was er möchte und ich war genervt. Er hat was gesagt ich war genervt, er hat auf eine Sache die ich erzählt habe nicht so reagiert wie ich das wollte und ich war genervt... also eigentlich bei jeder Kleinigkeit.

Ich kann dazu nur sagen, dass es meist mit einem selbst zu tun hat, auch wenn man es in dem Moment nicht erkennt.

x 1 #3403


K
@Eleyna
Wow, dann hattest du ja auch wahnsinnig lange damit zu tun. Respekt es so durchgehalten zu haben. Aber das kann man zu uns allen sagen. Respekt wie sehr wir kämpfen Smile Ich denke ja immer in den 4,5 Monaten in denen ich das habe, da muss es doch nun bergauf gehen. Aber ihr seid die besten Beispiele, dass ich definitiv Geduld haben muss.

@Liliane meine Therapeutin meinte auch, irgendwann werde ich den Zusammenhang verstehen. Ich versuche an den Themen zu arbeiten, die wir besprechen. Obwohl ich natürlich den Sinn noch nicht 100% nachvollziehen kann. Aber das dauert wohl :/

#3404


S
Es ist wirklich einfach nur Horror

#3405


L
@Kuddel
ja ich weiß das. Aber das wird sich noch ändern. Ich habe am Anfang auch nie verstanden warum die alle auf meine Kindheit hinauswollen, darüber wollte ich gar nicht sprechen, weil ich den Zusammenhang nicht gesehen habe, aber mit der Zeit versteht man es viel mehr!

#3406


K
@Liliane bei mir ist es nun die zweite Therapeutin die auf das Thema ausziehen stark eingeht. Ich denke immer, ich will doch irgendwann auch ausziehen, aber die meinen beide, es hat einen Grund, weshalb ich mit 27 noch Zuhause wohne. Und nun merke ich, da ist jemand der meint es ernst. Und durch die Zweifel will mein Unterbewusstsein mich daran hindern auszuziehen. logisch klingt es ja schon irgendwie. Bin mal gespannt wie lange es dauert bis es in meinem Schädel ankommt.

#3407


L
@Kuddel

ja klingt logisch. Denke da steckt viel Angst hinter, sich von den Eltern zu lösen, aber vielleicht auch einfach dann quasi den nächsten Schritt in Richtung "erwachsene" Beziehung zu gehen. Die Beziehung verändert sich natürlich, wenn man zusammen wohnt. Es hat wunderschöne Seiten, aber natürlich auch Konfliktpotenzial. Aber wie alles im Leben gibt es für alles positive Aspekte aber auch die Negativen. Ich bin keine Psychologin, aber ich denke, dass es bei dir vielleicht wirklich etwas damit zu tun hat. Irgendwann nimmt dein Kopf das auch an. Dauert vielleicht ein wenig, aber es wird ankommen.=)

x 1 #3408


K
Ich gebe die Hoffnung nicht auf @liliane. Interessanterweise habe ich in meiner extremen Google-zeit tatsächlich auch Dinge wie "Angst erwachsen zu werden"gegoogelt. Nur irgendwie kann ich mir immer noch nicht ganz vorstellen, dass man darauf so krass reagiert. Weil so heftig nehme ich die Angst davor garnicht wahr. Aber ein Tag bevor es losging, hat meine Schwester ihre Wohnung gefunden, 2 Wochen später ist sie ausgezogen. Die Therapeutin sagt, dass hat es unterbewusst mit hervorgerufen. Plötzlich zu merken ich bin auch dran. Obwohl ich da wirklich in der Zeit garnicht drüber nachgedacht habe. Also über den eigenen Auszug.

#3409


L
@Kuddel

doch doch ich kann es mir sogar sehr gut vorstellen. Schau mal, ich führe mit meinem Freund meine erste ernsthafte Beziehung. Ich wusste bis ich in dieser Beziehung war gar nicht, dass ich LEIDER sehr viele Züge meines Vaters mitbekommen habe, die ich an ihm verachtet habe. Leider ist es so, dass Personen, die so nah an uns rankommen, sprich mein Freund diese Züge erst zum Vorschein gebracht haben. Ich konnte auch nichts damit anfangen, aber es ist viel wahres dran. Bei mir war es durch meine wenigen Erfahrungen eher das Problem Verliebtheit entwickelt sich nun mal zur Liebe und dass das völlig unterschiedliche Dinge sind. Musste ich auch erst ein Mal begreifen.

#3410


K
@Liliane
Okay, hat wohl tatsächlich alles einen Grund. Bei mir ist es sogesehen auch die erste richtige Beziehung. Hatte vorher auch eine 3,5jährige Beziehung, aber da war ich 17. Und irgendwie war da eh alles anders...Und die Zeit der Verliebtheitsphase endete da glaube ich auch noch..

#3411


Sportsfreund
Zitat von knowitzki:
Gibt es bei euch die Momente wo ihr euch so sehr eine normale Beziehung wünscht das ihr euch beim Anblick von anderen Frauen/Männern vorstellt ob ihr mit dieser Person ebenfalls glücklich sein könntet? mir
Machen diese Gedanken sehr zu schaffen und ein schlechtes Gewissen. Ich will die nicht haben.

Das ist normal. Habe schon mehrere mehrjährige Beziehungen hinter mir und in beiden fragt man sich ab und an, wenn man ein paar sieht "Sind die glücklicher als ich?" "Wie wäre es diese Frau, die augenscheinlich attraktiv ist, als Partnerin zu haben?"
Ich glaube das es ein evolutionärer Trieb ist, nur das wir das momentan gar nicht unterscheiden können weil wir in der "Krise" stecken, da wird sowas noch verstärkt. Keine Sorge, selbst in einer glücklichen Beziehung ist mir das passiert. Freunde

Zitat:
"je älter ich wurde, desto kleiner wurde mein Selbstbewusstsein."

Das unterschreib ich auch. seufzen

Zitat:
Denkt ihr mehr nach wenn ihr bei eurem Partner seit oder wenn ihr auf Arbeit etc. seit?

Wenn ich alleine bin, Leerlauf habe oder Sie auf Dienstreise ist. Ich habe mir inzwischen die Leere mit Interessen gefüllt denen ich nur nachgehe wenn sie nicht bei mir ist. Das klappt ganz gut den Kreislauf zu durchbrechen.

@Eleyna
Hast du deinem Partner den vollen Umfang deiner Gedanken geschildert? Meine Freundin weiß von der Therapie, von den AD´s und das ich am Anfange Fluchtgedanken hatte und alles negativ sah. Ich habe ihr aber nie wörtlich erzählt, dass ich an meinen Gefühlen zu Ihr Zweifle, da ich weiß, dass Sie nicht der Grund ist sondern nur der Auslöser. Ich bin der Grund. Würde ich ihr das erzählen wäre Sie wohl nicht bereit zu kämpfen, so mein Eindruck.

#3412


L
@Kuddel

naja 3,5 Jahre ist ja schon sehr lang. Solche Vergleichswerte habe ich gar nicht, das verunsichert mich dann einfach manchmal. Oft sind dann so fragen in meinem Kopf wie "Was macht eine "gute, normale" Beziehung aus, "was ist normal und was nicht" etc. da ich wirklich keinerlei Vergleichsmöglichkeiten habe, bin ich bei vielen Punkten sensibel. Z.B. wie oft hat ein gutes Paar streit, wie oft hat ein "normales" Paar Sex. "Ist es normal, dass man besser mit Freundinnen lästern kann als mit seinem Freund." "Ist es normal auch unterschiedliche Interessen zu haben." "Ist es normal, dass man sich nicht immer auf den anderen freut." "Ist es normal, dass ich mittlerweile wieder supergerne viel mit meinen Freundinnen unternehme." "Ist es normal, dass man im Laufe der Beziehung mehr Sicherheit bekommt und deshalb weniger eifersüchtig ist." Solche Fragen schießen mir dann durch den Kopf und fallen dann öfter mal negativ aus. "Wie oft lachen andere Paare miteinander." "Was unternehmen normale Paare miteinander." etc. die Liste ist ewig lang. Vor der Krankheit habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht aber das sind immer wieder bei mir die Auslöser...

#3413


Brina84
@Liliane genau so geht es mir auch.

Ich hatte nur Kack Beziehungen vorher, da war wirklich nie etwas normales dabei.
Von Anfang an, kannte ich nichts Stabiles.. Weder die Ehe meiner Eltern noch die Partnerschaften die danach bei ihnen kamen.
Das ganze zog sich wie ein Rotes Tuch durch mein Leben.

Ich habe auch genau die selben Ängste und Sorgen wie du..
Was ist normal und wa snicht.. vor allem in welchem Ausmaß ist etwas normal.
Das fängt beim STreiten an, bis hin zu dingen die einem nerven am Partner usw.
Dann Sex auch..Wie oft hat man Sex , nach 6 Jahren Beziehung usw usw...
Fragen über Fragen die mich unsicher machen.
Das ganze Begann vor der Hochzeit.
ein Paar Monate davor, bekam ich Panik, das wir uns auseinander leben ( Er saß am Wohnzimmertisch am Laptop und ich auf dem Sofa) Jeder machte was eigenes.
Geprägt von meiner Ex Beziehung, wo der PC wichtiger war als ich.
Ich hatte totale Panik, das unsere Beziehung nicht normal ist.
Weil wir ab und an gestritten haben.. Weil ab und an jeder sein eigenes Ding macht, der Sex weniger wurde .. Diese Liste könnte ich noch länger machen.

Ich denke dann immer, das darf so nicht sein usw.

So ist es in meinem Kopf Sad Zum heulen

#3414


L
@Brina84

ja genau so ist es bei mir auch. "Ist es ok, wenn wir abends auf der Couch liegen, dass ich lese und er was anderes macht." "Ist es ok, dass wir z.B. nur ein Mal in der Woche Sex haben." "Wie oft darf man streiten." "Wie oft darf man genervt sein." etc.

Meine Eltern sind zwar noch zusammen, aber ein Vorzeigebild sind sie sicher nicht und ich möchte das so auch nicht. Ich weiß, dass meine Mama zwischendurch nur wegen uns Kindern bei meinem Vater geblieben ist, weil er einfach ein Ar. in ganz vielen Sachen ist. Ich hab ihn lieb und er hat auch tolle Seiten, aber er hat auch so vieles wirklich verkackt!

Ich würde echt gerne mal zu irgendeinem Experten mit meinen Fragen gehen, nur gibt es da kein Maßstab, denke ich zumindest.

#3415


S
@Brina
Denke ja auch immer was ist "normal"
Warum sind wir alle immer auf der Suche nach Werten wie es sein soll/muss? Eigentlich kann es keine Vorgaben geben was normal ist. Jede Beziehung ist anders, jeder Mensch ist anders. Das kann nie gleich sein.
Wir alle suchen einfach die vermeintlich perfekte Beziehung und suchen Ideale nach denen wir uns richten wollen.
Wenn etwas in unserer Beziehung anders ist bekommen wir Panik.
Wie verkorkst sind wir eigentlich? Sad

Hattest du das nicht auch dass dich deinMann so nervte?

#3416


Brina84
Ja na klar.. Habe ich ab und an immer noch. Da könnte ich gegen die Wand laufen.

Ja, das denke ich auch.
Das wir nach dem PERFEKTEN suchen.
Und wenn etwas abweicht von UNSEREN völlig überzogenen Vorstellungen, denken wir, das es schlecht ist.

#3417

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TheAnk
Gerade die positiven Berichte hier geben mir Mut weiter zu kämpfen, ich weiß das ich es schaffen kann, wenn ich an mir arbeite.

Mal eine kurze Fragen an diejenigen, die zur Therapie gehen, was für Therapien sind das, Verhaltenstherapie oder Gesprächstherapie? Wie gesagt, ich glaube das meine Verhaltenstherapeutin, die ich schon vor den Gedanken hatte, nicht so richtig damit umzugehen weiß.

#3418


L
@TheAnk

meine Therapeuten macht beides quasi. Also angefangen haben wir mit der Verhaltenstherapie, weil es erst ein Mal darum ging, wie ich am Besten mit diesen Gedanken umgehe etc. Jetzt ist es eher eine Gesprächstherapie, bei der wir vieles aus meiner Kindheit aufarbeiten.

#3419


K
@TheAnk
Bei mir ist es Tiefenpsychologie. Meine Therapeutin meinte evtl. Muss ich noch eine Verhaltenstherapie machen. Meine vorherige Therapeutin macht auch Verhaltenstherapie, da war ich 4 Std. Bei meiner jetzigen hatte ich bis jetzt 3 Std, aber habe das Gefühl, dass diese Therapieform mir besser helfen könnte.

#3420


A


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Dr. Reinhard Pichler
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