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K
@hoffnungsvoll83

Genau das ist ja auch mein Problem. Sind es wirklich ZG oder hoffe ich nur das es welche sind. Nur sie soll man das herausfinden? Einfach in sich zu hören klappt ja nicht. das ist alles total widersprüchlich und zermürbt.

Ich finde auch immer so viele Erklärungen weshalb ich mir das vielleicht nur einrede wie auch das ich mir was vormache.

darf ich fragen wie lane eure Phasen in der Regel dauern? Gibt es überhaupt Tage an denen ihr gar nicht darüber nachdenkt? Ich habe oft das Gefühl das ich permanent daran denke. Und das kann auf Dauer nicht gesund sein. es macht einen nur noch kaputt.

Ich hatte bisher nur eine richtige Beziehung, diese hat meine ex beendet. Ich habe mich also auch noch nie von meiner Seite aus trennen müssen. Vielleicht bin vh auch einfach nur Unfähig diesen Schritt zu gehen!? Angst alleine zu bleiben? Ich werde jetzt 31, vielleicht Angst das ich niemanden mehr finde? Also ich kann bestätigen das ich diese Ängste habe. Aber ich würde mich grundsätzlich nicht als jemand bezeichnen der nur mit seiner Freundin zusammen bleibt weil er niemand anderen hat. Oder doch? All diese Fragen machen die Gedanken nur noch schlimmer.

Zusätzlich habe ich im Moment immer wieder das Bedürfnis etwas aufregendes fremdes zu erleben. Ich weiß aber das mich das niemals erfüllen würde und ich das eigentlich auch gar nicht will. Diese Gedanken machen mir auch angst.

Es ist als würde ich immer einen anderen Grund finden der bestätigen soll, was meine schlimmsten Befürchtungen sind.

Ich habe mittlerweile wirklich Angst wenn ich keine Freundin sehe. Als wenn sie keine "Feindin" wäre. Angst vor der Situation das alles anders ist wie in keiner idealvorstellung. trotzdem fühle ich mich besser wenn sie da ist. Warum ist das so? Das ist alles widersprüchlich und macht null Sinn.

Kennt das jemand?

#3241


hoffnungsvoll83
Danke @stubenfliege86!
Wenn nur diese doofen, realitätsnahen Gedanken nicht wären.

Zum Glück bleibt diese Situation mit den extremen Gedanken nicht mehr so lange ....

Mir kommt das vor wie eine Panikattacke ... die habe ich auch immer für etwa 30 min.
Diese Gedankenschübe sind auch oft in der länge .... mir wäre aber oft schon lieber dass ich wieder diese Angst vor Krankheiten habe, als diese Ungewissheit, ob ich meinen Freund liebe.
So ein Schwachsinn das ganze Theater!

#3242


A


Angst den Partner nicht zu lieben

x 3


hoffnungsvoll83
Zitat von knowitzki:
@hoffnungsvoll83

Genau das ist ja auch mein Problem. Sind es wirklich ZG oder hoffe ich nur das es welche sind. Nur sie soll man das herausfinden? Einfach in sich zu hören klappt ja nicht. das ist alles total widersprüchlich und zermürbt.

Ich finde auch immer so viele Erklärungen weshalb ich mir das vielleicht nur einrede wie auch das ich mir was vormache.

darf ich fragen wie lane eure Phasen in der Regel dauern? Gibt es überhaupt Tage an denen ihr gar nicht darüber nachdenkt? Ich habe oft das Gefühl das ich permanent daran denke. Und das kann auf Dauer nicht gesund sein. es macht einen nur noch kaputt.


@knowitzki

Also bei mir hat das am Anfang über Monate gedauert... erst nach ca. 6 Monaten spürte ich die erst Besserung ... dann kamen alle 2- 3 Wochen neue Gedanken daher.


Zitat von knowitzki:
Zusätzlich habe ich im Moment immer wieder das Bedürfnis etwas aufregendes fremdes zu erleben. Ich weiß aber das mich das niemals erfüllen würde und ich das eigentlich auch gar nicht will. Diese Gedanken machen mir auch angst.

Es ist als würde ich immer einen anderen Grund finden der bestätigen soll, was meine schlimmsten Befürchtungen sind.


Ja das habe ich auch, mein Kopf sagt mir, dass ich möglicherweise etwas erleben möchte und es mir aber nur nicht eingestehe.



Zitat von knowitzki:
Ich habe mittlerweile wirklich Angst wenn ich keine Freundin sehe. Als wenn sie keine "Feindin" wäre. Angst vor der Situation das alles anders ist wie in keiner idealvorstellung. trotzdem fühle ich mich besser wenn sie da ist. Warum ist das so? Das ist alles widersprüchlich und macht null Sinn.

Kennt das jemand?


auch darin sehe ich mich wieder! In dieser Phase fühle ich mich bei ihm wohl .... mein kopf sagt aber, dass es nur das schlechte Gewissen ist ... das er mir leid tut ...
Das ich mir nicht eigestehen will, das da nichts mehr ist.

#3243


Sportsfreund
@knowitzki
Zitat:
Ich hatte bisher nur eine richtige Beziehung, diese hat meine ex beendet. Ich habe mich also auch noch nie von meiner Seite aus trennen müssen. Vielleicht bin vh auch einfach nur Unfähig diesen Schritt zu gehen!? Angst alleine zu bleiben? Ich werde jetzt 31, vielleicht Angst das ich niemanden mehr finde? Also ich kann bestätigen das ich diese Ängste habe. Aber ich würde mich grundsätzlich nicht als jemand bezeichnen der nur mit seiner Freundin zusammen bleibt weil er niemand anderen hat. Oder doch? All diese Fragen machen die Gedanken nur noch schlimmer.

Hallo Leidensgenosse,

Same here!

Mein Psychologe hat mir in dieser Woche einen sehr hilfreichen Tipp gegeben. Anstatt, bildlich gesprochen, auf den Zug der Gedanken aufzuspringen und diese zu 'reiten' also sich davon galoppieren zu lässen, soll ich diese schlechten Gedanken personifizieren bspw. nach dem Engelchen-Teufelchen Konzept. Diese Zweifel sind ein Teil von mir aber das bin nicht ich! Ich nenne meinen inneren Feind, den Zweifel, Kobold und stelle Ihn mir genau so vor. Mir hilft es von Zeit zu Zeit einfach zu sagen, wenn ich merke das was im Anflug ist, dass der Kobold nur nicht will das ich glücklich bin. Es erfordert Training und hilft auch nicht immer, aber meistens. Solche Techniken müssen erlernt werden, denn ich denke zum einen

1) sind wir alle sehr sensibel
2) wurden wir in unserem Leben verletzt/verlassen (oder anderes Trauma erlebt)
3) haben wir hohe Erwartungen, gerade weil wir nicht mehr 20 sind
4) grübeln wir zu viel anstatt zu leben.

Gerade an Punkt 4 arbeite ich intensiv, weniger zu planen, in den Tag zu leben, die guten Tage mit ihr einfach zu genießen und das klappt auch. Ein schlechter Tag bedeutet nicht, dass alles bergab geht. Ich leide darunter jetzt seit einigen Monaten und ich habe jetzt sogar begonnen die Antidepressiva zu verringern, mit Erfolg. Ich fühle mich wieder selbst und merke, dass es mir besser geht, auch ohne Tabletten. Aber das erfordert geduld und den Wunsch, das Problem auch wirklich zu lösen. Einfach nur dasitzen, womöglich hier im Forum nur schreiben, bringt einen nicht weiter, das kann ich ohne Zweifel sagen. Ich brauchte die Medikamente um mich zu beruhigen und bin froh auch im Zweifel wieder erhöhen zu können. Ich brauche die Gespräche mit meinem Psychologen, selbst wenn ich mich eigentlich gut fühle, denn das Problem verschwindet nicht von jetzt auf gleich.

Lange rede kurzer Sinn: Weniger grübeln, mehr genießen. Der Rest ergibt sich von selbst...

x 3 #3244


K
In der Praxis liest und hört sich das immer so plausibel und leicht an. Dann schöpfe ich neuen mit und Stunden später ist alles wieder aussichtslos.

die 4 Punkte @Sportsfreund kann ich so unterschreiben. Vollkommen.

ich hatte, wenn ich mich recht erinnere, von Anfang an in der Beziehung eine gewisse Angst das es schnell wieder vorbei sein könnte. Einen Grund hat mir meine Partnerin nie gegeben. ich war immer froh wenn Sie mir schrieb das sie mich lieb hat etc und ich somit wusste alles ist gut. das fühlte sich damals wirklich sie verlustangst an. Jetzt hat sich die Situation quasi umgekehrt und ich habe Angst sie verlassen und alleine lassen zu müssen.

Sie hat hier auch niemand. Ihre Eltern und Familie wohnen im Heimatland, Jobsuche momentan schwer, kaum Freunde... Ist das nur Mitleid? Ich kann mir das nicht richtig beantworten, denn grundsätzlich beantworte ich diese Frage mit nein, einem klaren Nein. Aber dadurch das die Situation nicht besser wird hinterfrage ich auch das.

Dieser Stress lähmt mich. Kann kaum mein Leben vorwärts bringen. lustlos, traurig, antriebslos.

Ich habe halt die leise hoffnung das die ganze Situation mir zu Kopf steigt weil sie einfach aufgrund der Gegebenheiten viel zu kompliziert ist. Und das sich alles ändert wenn der Tag kommt Anden fest steht das sie mit festem Job hier bleiben kann. Keine Ahnung ob das auch wieder nur haltlose Hoffnungen sind.

Ich habe wirklich Angst das ich das nicht schaffe. Das ich der Angst nachgeben muss.

#3245


L
@Sportsfreund

danke für deinen hilfreichen Beitrag und du hast mit allem was du schreibst recht.

@hoffnungsvoll83
du bist doch so gut davor...diese Frage "Sind es ZG oder nicht." ist vermutlich der bekannteste Gedanke, denn dieser zweifelt ja wirklich ALLES an. Er dient dazu einen komplett zu verunsichern.

Generell behaupte ich das Zwangsgedanken daran zu erkennen sind, wenn es immer wiederkehrende Gedanken sind, die immer wieder Angst, Panik und Unwohlsein erzeugen. ZG erkennt man meiner Meinung nach auch daran, dass man sie eigentlich gar nicht haben möchte und verzweifelt versucht sie wieder loszuwerden. Ich würde sagen daran "merkt" man dass es ZG sind. Sie belasten einen und lassen einen auch nicht mehr in Ruhe. Sie lösen blöde Gefühle aus. So in etwa.

x 1 #3246


hoffnungsvoll83
Zitat von Liliane:
Generell behaupte ich das Zwangsgedanken daran zu erkennen sind, wenn es immer wiederkehrende Gedanken sind, die immer wieder Angst, Panik und Unwohlsein erzeugen. ZG erkennt man meiner Meinung nach auch daran, dass man sie eigentlich gar nicht haben möchte und verzweifelt versucht sie wieder loszuwerden. Ich würde sagen daran "merkt" man dass es ZG sind. Sie belasten einen und lassen einen auch nicht mehr in Ruhe. Sie lösen blöde Gefühle aus. So in etwa.


Ja @Liliane diese Meinung vertrete ich auch.
Möglicherweise habe ich schon eine Mauer aufgebaut um diese ZG nicht mehr zuzulassen bzw. nicht mehr die Möglichkeit zu geben mich zu beängstigen. Darum hab ich vielleicht oft kein Gefühl mehr bei diesen Gedanken.
Bin generell in letzter Zeit mit den Gefühlen oft so "neutral". Empfinde keine Freude, keine Traurigkeit ....

#3247


K
Wie stehen eure partnern eigentlich zu euren Problemen? Haben sie schonmal geäußert das sie auch bald an einem Punkt sind wo sie nicht mehr können/wollen?

Meine Freundin hat sowas in der Richtung geäußert... Es wundert mich auch gar nicht. Frage mich eh wie sie das aushält.

Habt ihr euch schonmal gefragt wie ihr reagieren würdet wenn euer Partner Schluss macht? Ich habe das Gefühl das es mich zwar sehr traurig aber auch sehr erleichtern würde. Für den Moment jedenfalls weil es dann keine Grundlage für die Gedanken gibt.

#3248


L
@hoffnungsvoll83

das ist doch ein sehr gutes Zeichen. Gut du bist neutral, ABER die Gedanken versetzen dich nicht mehr in ein Unwohlsein oder in Angst. Das habe ich auch zu 80% erreicht, was toll ist. Das bedeutet nicht, dass es keine ZG sind. Es sind welche, aber du bist auf einem guten Weg! Und das ist doch die Hauptsache! Das ist der Punkt wovor mich meine Psychologin gewarnt hat. "Nur" weil ich keine Angst mehr verspüre und völlig am Ende bin, wenn Gedanken auftauchen, heißt es nicht, dass es keine ZG sind, sondern dass ich große Fortschritte mache. Der Zwang versucht einem dann etwas anderes einzureden. Weißt du wie ich das meine?

@knowitzki

als ich das dritte mal quasi aus Verzweiflung Schluß gemacht habe und ich ihn dann aber doch nicht verlassen wollte, hat er gesagt, dass er mich nicht nochmal verlieren kann. Das habe ich gut nachvollziehen können und mich wirklich zusammengerissen, dass das nicht nochmal passiert, denn dann hätte ich ihn womöglich wirklich verloren...seitdem ist das nicht mehr passiert. Natürlich kann man den Partner in dem Punkt verstehen, sie sind auch nur bis zu einem gewissen Grad belastbar.
Es ist eine Zerreißprobe der Beziehung für beide Seiten. Ich habe mich auch immer gefragt, wie er das ausgehalten hat und manchmal auch noch aushält. Er sagte mir, dass er nicht ein Mal darüber nachgedacht hat mich zu verlassen, weil er weiß, dass ich ihn liebe und das es eine Krankheit ist. Das glaube ich ihm auch. Ich muss dazu sagen, dass es mittlerweile wirklich nicht mehr oft vorkommt, dass ich ihm meine Gedanken mitteile. Meistens merkt er ja auch, wenn es mir nicht gut geht und er weiß was los ist. Dann weine ich mich bei ihm aus und er tröstet mich, aber die allermeisten Gedanken behalte ich trotzdem für mich, denn ich möchte ihn damit auch nicht ständig belasten. Es ist schwer für den Partner. Bei uns war es damals so, dass mein Freund nach dem dritten Mal Trennung meinerseits und ich endlich die Diagnose ZG bekommen habe er mit zu einem Psychologengespräch gekommen ist. Meine Psychologin hat ihm das damals erklärt und deshalb weiß er, dass es eben "NUR" Gedanken sind und dass ich es nicht bin, die sowas möchte. Vielleicht würde euch das auch helfen? Ich weiß es nicht...

Manchmal rufe ich auch einfach meine beste Freundin an, wenn es mir mal schlecht geht, denn sie arbeitet selber in diesem Bereich und weiß wie sie mich wieder aufbauen kann, damit ich eben nicht immer meinen Freund damit belaste. Bei für mich ganz schrecklichen Gedanken ist es oft so, dass ich das Gefühl habe ich MUSS ihm das dann erzählen, weil ich auch so ein schlechtes und beschämendes Gefühl habe dabei. Er sagt dann meistens "Denke an die Klebezettel, die du dir gedanklich vorstellen solltest und sie weghängen musst." "Das sind nur Gedanken"

x 1 #3249


hoffnungsvoll83
@knowitzki

Mein Freund weiß auch alles .... inzwischen erzähle ich aber fast nichts mehr, da ich nicht möchte, das er mich irgendwann, wie in Watte gehüllt, behandelt.
Er birngt großes Verständnis dafür auf, natürlich gab es auch mal die Situation in einem Streit, wo er sagte, dass er nicht mehr weiß wie er damit umgehen soll.
In dieser Zeit war es auch verständlich, denn da war ich ganz arg drin in dem Gedankenkarussell.

Ich habe schon oft drüber nachgedacht was wäre wenn er es beenden würde. In schlimmen Phasen, ist es mir gefühlsmäßig egal und ich habe auch eine Erleichterung verspürrt bei dem Gedanken. Es gibt aber inzwischen wieder Tage, an denen es ganz schlimm für mich wäre.

Meiner Meinung nach kommt dieses egal Gefühl nur, weil wir aus dieser Situation flüchten wollen. Jedoch denke ich, dass es nicht besser werden würde, wie @Liliane schon öfters sagte.
Spätestens in der nächsten Beziehung gings wahrscheinlich weiter mit den Gedanken.

@Liliane danke, ja ich verstehe dich. Smile
Im Kopf braucht es nur etwas länger um es zu glauben. Smile

Ist nur erschreckend wenn immer wieder mal ein neuer Gedanke daher kommt und man wieder verunsichert ist, weil man es nicht kennt. An die meisten Gedanken hab ich mich schon gewöhnt, dann macht es einem nicht mehr so viel aus.

#3250


Ra87
Ich hatte heute meine erste Stunde, anders als bei meinem damaligen Therapeuten, spüre ich, dass das passt. Er ist mir angenehm und glaube er kann mir helfen. Ich habe alles mögliche angesprochen (Depressionen, Beziehung zum Alki-Vater, (Zukunfts)ängste wegen Job usw.) und auch am Ende die Beziehungsprobleme angesprochen und ihn gefragt ob er (r)ocd kennt, er kennt ocd sehr wohl. Jetzt sitze ich zuhause und das volle Programm: kein Antrieb, Sinnlosigkeit pur, musste auch vorhin weinen... wofür das alles?!

#3251


hoffnungsvoll83
@Ra87

Ist doch super, wenn das Gespräch so positiv verlaufen ist.
Das du jetzt wieder mehr veränderung in dir spürst ist meiner Meinung normal. Durch das Reden hast du wieder viel in dir 'angestupst'. Das wurde jetzt aktiviert um daran weiter zu arbeiten.
Versuche dich bewusst abzulenken.
Du wirst sehen, dass Ganze wird immer besser werden!

#3252


Ra87
danke für die lieben Worte @hoffnungsvoll83 !

kommt mir nur nicht so vor, als würde sich was ändern (können). Es liegt an mir, fühle mich aber so kraftlos und glaube ich sabotiere mich früher oder später, wie auch jetzt gerade..

#3253


Sportsfreund
Zitat von knowitzki:
In der Praxis liest und hört sich das immer so plausibel und leicht an. Dann schöpfe ich neuen mit und Stunden später ist alles wieder aussichtslos.

So fing es bei mir ja auch an, deswegen habe ich mir hilfe gesucht. Smile
Zitat:
Sie hat hier auch niemand. Ihre Eltern und Familie wohnen im Heimatland, Jobsuche momentan schwer, kaum Freunde... Ist das nur Mitleid? Ich kann mir das nicht richtig beantworten, denn grundsätzlich beantworte ich diese Frage mit nein, einem klaren Nein. Aber dadurch das die Situation nicht besser wird hinterfrage ich auch das.

Hast du mal versucht objektiv eine Liste anzufertigen, was du an deiner Freundin liebst und was du überhaupt nicht magst, was die Unruhe womöglich auslöst? Mir hat es geholfen herauszufinden, dass es nicht an meiner Partnerin liegt.

#3254


hoffnungsvoll83
Zitat von Ra87:
danke für die lieben Worte @hoffnungsvoll83 !

kommt mir nur nicht so vor, als würde sich was ändern (können). Es liegt an mir, fühle mich aber so kraftlos und glaube ich sabotiere mich früher oder später, wie auch jetzt gerade..


@Ra87
ich rate dir wirklich bewusst aus dieser Situation auszutreten. Lenk dich mal eine Stunde intensiv ab. Sport, Lesen, ... Es ist sehr schwer diesen inneren Schweinehund zu überwinden, ich weiß.
Aber wenn es auch nur diese eine Stunde ist, ist das für deinen Körper wie Erholung von den negativen Gedanken. Und von mal zu mal wirst du den Erfolg merken.
Wenn du nur zuhause sitzt und nachdenkst, fällst du immer mehr und mehr in diesen Zustand rein.

#3255


K
Mal eine ganz andere Frage.
Habt ihr in eurem Leben irgendwelche anderen Zwänge/Tics?

Ich sehr wohl. Ich knabbere seit ich klein bin an meinen Fingernägeln... Wenn ich viel Stress habe umso mehr. Ist aber eher ein kleiner Tick...

Zwänge, wenn auch weniger ausgeprägt: gucke paar mal ob der Herd aus ist oder die Fenster zu sind. Rüttel an der Tür ob sie wirklich zu ist... Hatte vor Jahren mal ne Phase wo ich mir dauernd die Hände waschen musste...

Ist auch alles neu normal und wenn ich psychisch instabiler bin sind diese Zwänge stärker ausgeprägt... Ich grübel immer viel über negative Gedanken... es macht also sehr wohl Sinn, dass ich mich da so reinsteiger. Schlimm ist nur, dass ich diesen Zwang mit der Beziehung nicht unter Kontrolle kriege....

Aber es hängt vermutlich alles irgendwie zusammen, meint ihr nicht?

#3256


hoffnungsvoll83
@knowitzki

Hatte gerade das Thema bei meiner letzten Therapiestunde ....

Fingernägelbeisen habe ich auch ....

Zwänge .... ich zähle alle Ecken bei Fenstern in Zweierschritten.
Herdplatten kontrolliere ich phasenweise 8-10 mal
Hatte auch eine Phase in der ich das Bettlaken jeden Tag überziehen musste.
Lichtschalter 10x ein und ausschalten bis dieses beruhigende innere Gefühl kommt, hatte ich auch schon.

Diese Zwänge kommen phasenweise mal stärker und mal weniger stark zum Vorschein.

Mich beschäftigt bzw. belastet aber am meisten der Zwang bzgl. Beziehung.

x 2 #3257

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Sportsfreund
Zitat:
Habt ihr in eurem Leben irgendwelche anderen Zwänge/Tics?

Ja, ich putze (als Mann) unwahrscheinlich gerne mein Auto Sad Dabei kann ich absolut beruhigen. Ist aber kein tägliches leiden...

#3258


Ra87
@knowitzki ich habe auch keine Nägel, vor allem, wenn es stressig wird kaue ich mir teilweise auch die Fingerhaut ab Sad Ansonsten kenne ich das mit dem nachgucken auch, diese Unsicherheit, ob ich auch wirklich dies oder das gemacht habe. Letztens habe ich mir eine 4-stellige Nummer immer wieder angeschaut, obwohl ich mir gerade Zahlen sehr, sehr gut merken kann. Hatte Angst, dass ich diese vergesse (war eine Wartemarke beim Stadthaus). Negativieren und Grübeln kenne ich leider schon immer, wird mir auch immer mehr bewusst, dass ich "so" schon immer war, auch als Kind. Habe als ich traurig war, weinen musste, in schwierigen Situationen und als ich traumatische Erlebnisse hatte immer mathematische Formeln im Kopf ausgedacht und dann gerechnet, eine Zeit lang Straßenpfeiler gezählt, beim telefonieren immer im Kreis gegangen oder wenn ich draußen war in bestimmter Art und Weise Steine betreten oder ausgelassen habe...

@hoffnungsvoll83

ich verstehe was du meinst, du hast Recht. Es ist so, dass ich jetzt Ärger mit dem Jobcenter habe und mir da wieder Sorgen mache (muss mich auf Stellen bewerben, die nicht passen und fühle mich wie ein Idiot, suche ja selbst schon) und habe vorhin erfahren, dass mein Vater seit mehreren Tagen wieder am saufen ist, irgendwann ist er tot, das ist ganz klar. Wann hat das alles ein Ende? Ich muss mein leben in die Hand nehmen, sehe jedoch viel negatives, ich will es hier garnicht mehr alles aufzählen, habe ich schon zu oft, das schwappt ja auch so schon wieder heraus worum es geht. Der Therapeut meinte zu mir heute auch, dass es total normal und menschlich ist, dass es mir so geht unter den Umständen. Das weiß ich ja auch, einfacher und besser wird es jedoch erst, wenn sich was ändert, wenn ICH etwas ändere.

Edit: Ja abzählen von Fenstern, Lampen, Kacheln kenne ich auch sehr gut... das ist aber wirklich alles bis auf das Nägelkauen nicht mit so einem Leidensdruck besetzt bei mir, es beruhigt/lenkt irgendwie ab... aber das Nägelkauen macht mich total wütend und traurig. Wenn ich mal paar Tage nicht gekaut habe und dann in brenzligen Situationen wie von Sinnen in paar Minuten meine Fingernägel so dermaßen abkaue, dass ich blute oder es sich später entzündet, die Fingerhaut so abgebissen ist, dass ich Empfindungsstörungen habe. So verglichen mit der Beziehung sehe ich da weniger Zwang... aber auch weil es wohl eher auf die Gedanken bezogen ist.... man ich könnte gerade wieder platzen.... fühle mich so Fehl am Platz, nicht integrierbar in diese Welt und Gesellschaft, hat sich jemand von euch schon mal mit Borderline auseinandergesetzt? Hachja.... ich war früher so hypochondrisch, Herz, Hirn, andere Organe, Angst vor MS, Aids (habe mir als Kind mal eine Reportage angescahut und dann war eine Stimme in meinem Kopf, die bestimmt 20-30 Sekunden schrie: "DU HAST AIDS DU HAST AIDS"....), Krebs....... dann wenn das alles abgeklärt war (natürlich kerngesund) war wieder ein Seelencheck dran: Borderline, Schizophrenie, Crying or Very sad Wo waren wir nochmal? Ne habe echt keine Lust mehr ... Sad

#3259


K
also nicht falsch verstehen, das beruhigt mich das es bei euch allen ähnlich ist. Ich denke auch das es eine große Rolle spielt wie wir generell mit der täglichen Situation im Leben umgehen.

und deswegen glaube vH auch so fest daran das der Gedanke in Bezug auf die Beziehung auch nur einer dieser Zwänge ist. Leider der belastendste ...

Aber wir schaffen das schon! Bin mir sicher!

x 1 #3260


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Dr. Reinhard Pichler
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